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St. George (Utah)

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Aus Wikivoyage
St. George (Utah)
BundesstaatUtah
Einwohnerzahl95.342(2020)
Höhe872 m
Tourist-Infowww.sgcity.org
Lagekarte von Utah in den USA
Lagekarte von Utah in den USA
St. George

St. George ist eine Stadt mit 95000 Einwohnern im Süden des US-Bundesstaats Utah.

Hintergrund

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Karte
Karte von St. George (Utah)

1 St. George liegt 872m hoch am 261km langen 1 Virgin River und ist Verwaltungssitz (englisch: County Seat) vom Washington County . In der Stadt leben heute 63% Angehörige der Church of Jesus Christ of Latter-day Saints (LDS-Church, Mormonen), weit über dem Durchschnitt von 50% in ganz Utah.

Die südliche Stadtgrenze von St. George ist identisch mit der Grenze zum Bundesstaat Arizona.

Geschichte

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Das 1876 erbaute Wohnhaus von Thomas Judd, dem 1864 zur LDS-Church konvertierten Engländer, der in St. George 1879 zum Bischof ernannt wurde.

Nach dem Beginn des Sezessionskrieges im April 1861 wurde der Norden der USA unter anderem von der Versorgung mit Baumwolle aus den Südstaaten abgeschnitten. Deshalb reiste Brigham Young, der Präsident der LDS-Church, im Oktober 1861 in das Washington County von Utah, um festzustellen, ob man hier Baumwolle anpflanzen könnte. Am Zusammenfluss des Virgin River mit dem Santa Clara River wuchs die Baumwolle sehr gut. Er entschloss sich, hier eine Stadt bauen zu lassen. 309 Familien aus Salt Lake City wurden noch im Oktober 1861 berufen und begaben sich auf den Weg in die Wüste von „Dixie“.[1] Sie bewässerten ihre Felder mit dem Wasser des Virgin River und besiegten die Wüste, auch wenn Überflutungen und Heuschreckenplagen sie zurückwarfen. Im Dezember 1861 kam es zur Gründung des Ortes St. George, benannt nach George A. Smith, einem Apostel der LDS-Church (1817-1875).[2]

Schon im ersten Jahr wurden 100.000 Pfund Baumwolle geerntet. Die Inkorporation der Stadt erfolgte am 17. Januar 1862. Brigham Young sandte im Oktober 1862 zusätzlich 250 Familien, um den Aufbau weiter voranzutreiben. Am 14. Januar 1863 wurde St. George der Sitz des Washington County.[3] Bereits am 1. Juni 1863 begannen die Siedler mit dem Bau der Tabernacle Church. Die Kirche sollte sich zu einem Juwel in der Wüste entwickeln. Im Oktober 1875 fand man bei 1 Silver Reef Silbervorkommen, die weiteres Wachstum für die junge Stadt brachten. St. George zählte 1950 insgesamt 4500 Einwohner, 1970 waren es 7100, 1990 bereits 28500. Im Jahre 2021 war St. George die am schnellsten wachsende Stadt der USA.

Klima

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In der Region um St. George herrscht Wüstenklima vor. Es gibt heiße Sommer über 30°C und kalte, schneereiche Winter häufig unter 0°C. Ab Mai steigen die durchschnittlichen Tagestemperaturen auf mindestens 30°C, im Juni auf 34°C, im Juli werden mit 39°C die höchsten Temperaturen erreicht (nachts 24°C). Erst im Oktober gehen die Temperaturen tags auf 26°C zurück. Der kälteste Monat ist Dezember mit 11°C (nachts 0°C oder leichter Frost). Die jährlichen Niederschläge reichen von 200 bis 700mm und sind auf das ganze Jahr relativ gleichmäßig verteilt.

Anreise

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St. George wird vom Interstate I15 durchquert, der im Süden aus Las Vegas / Nevada kommt (176km) und im Norden nach Cedar City / Utah (84km) führt.

Der 1 St. George Regional Airport (IATA: SGU) wurde im Januar 2011 eröffnet und ist für Kleinflugzeuge geeignet. Er ist der Heimatflughafen von der Airline SkyWest, der größten Regionalfluggesellschaft der Welt.

Mobilität

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SunTran. ist das öffentliche Bussystem der Stadt St. George. Die Busse verkehren zwischen Montag und Samstag von 06:00 bis 20:00Uhr, aber nicht an Neujahr, Memorial Day, Independence Day, Pioneer Day, Labor Day, Thanksgiving Day und Weihnachten. Es gibt 4 Routen vom Transit Center at Dixie State College 100 South 1000 East alle 40 Minuten.

Sehenswürdigkeiten

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St. George mit den Pine Valley Mountains
Der sehenswerte St. George Tabernacle
Der prachtvolle St. George Temple
Der Red Cliffs Utah Temple

Bauwerke

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  • 2 Old Washington County Courthouse . das Gerichtsgebäude für das County wurde 1866–1876 aus Ziegelsteinen erbaut und fungiert seit 1960 als Museum St. George Pioneer Courthouse. Neues Gerichtsgebäude ist der Washington County Justice Court.
  • 1 St. George Tabernacle . Baubeginn am 1. Juni 1863, Eröffnung am 14. Mai 1876, auch für Nicht-Mormonen zugänglich.
  • 2 St. George Utah Temple . mit der Grundsteinlegung am 9. November 1871 und seiner Weihe am 6. April 1877 ist er der älteste, noch in Betrieb befindliche Mormonen-Tempel in den USA. Er darf von Nicht-Mormonen nicht betreten werden.
  • 3 Red Cliffs Utah Temple . neue Kirche, erst am 2. März 2024 eröffnet. Er darf von Nicht-Mormonen nicht betreten werden.
  • 1 Utah Tech University, 225 S 700 E, Saint George, UT, 84770-3876 . besteht seit 1911 und hat heute 6500 Studierende.

Museen

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  • 3 St. George Art Museum . zeigt die Kunst aus Utah auch von Indigenen, 1997 eröffnet.
  • 4 St. George Children's Museum . eröffnet im November 2013, zeigt das Kindermuseum meist interaktive Alltagserscheinungen aus Kunst, Sport und Musik.
  • 5 Daughters of Utah Pioneers Museum . Fotos, Kunstwerke und Geschichten über die ersten Mormonen-Siedler.
  • 6 Brigham and Amelia Young Home . hier lebte das Ehepaar Young während der Wintermonate zwischen 1870 und 1877.
  • 7 Rosenbruch World Wildlife Museum . zeigt mehr als 300 ausgestopfte Tiere aus aller Welt.

Parks

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  • 2 Vernon Worthen Park . der populärste Park in der Stadt. Sein Markenzeichen ist ein Pavillon, er hat vier Picknick-Plätze, Kinderspielplätze und drei Volleyball-Sandplätze.
  • 3 Pioneer Park . „Pioniere“ werden die ersten Mormonen-Siedler genannt. Der Park hat keine Grasflächen, sondern er besteht aus roten Sandstein-Felsen, dem Slot Canyon „The Crack“ und einem herrlichen Ausblick auf St. George.
  • 4 Dixie Rock . direkt vom Interstate 15 sichtbarer rötlicher Berg mit Stahlbrücken zu anderen Bergen, 928m hoch.
  • 5 Royal Oaks Park . Spielplatz, Picknick-Plätze, Trinkbrunnen, Feuerstellen.
  • 1 Greater Zion Stadium . Heimspielstätte des American Football-Teams der Trailblazers für 10500 Zuschauer.

Praktische Hinweise

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Besucherzentrum ist das 2 Greater Zion Visitor Center an der 111 E Tabernacle St. Während der ganzjährigen Öffnungszeiten zwischen 08:00 und 17:00Uhr (Montag – Freitag) werden alle Informationen über die Stadt und Umgebung, deren Geschichte und Kultur gezeigt.

Ausflüge

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  • 8 St. George Dinosaur Discovery Site at Johnson Farm . ausgegrabene Fossilien, Fußspuren und Replikate der hier in der Region gefundenen Dinosaurier aus der Zeit vor rund 200 Millionen Jahren. Noch im März 2025 legten Ausgrabungen weitere Fossilien frei.
  • 6 Red Cliffs National Conservation Area . ein 181km² großes, 2006 entstandenes Schutzgebiet für die Wüsten-Schildkröte und andere Arten.
  • 7 House of Jump Trampoline Park . für alle Interessenten des Jump, Dunk und Dodge.
  • Pine Valley Mountains . bis zu 3159 Meter hohe Gebirgskette im Norden.
  • Zion National Park . 65km entfernter, sehenswerter Nationalpark im Nordosten der Stadt.

Unterkunft

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Die Webseite Booking.com listet für St. George 445 Hotels/Lodges/Motels aller Kategorien auf. Auswahl:

Günstig

1 Motel 6 : 205 N 1000 E St, St. George.

Mittel

2 Quality Inn Saint George South Bluff : 1165 South Bluff St, St. George.

Gehoben

3 La Quinta by Wyndham St. George : 91 East 2680 South St, St. George.

Sicherheit

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Siehe auch: Sicher reisen
In ganz Utah gibt es für Mormonen ein striktes Alkoholverbot, so dass sie in der Gastronomie aktiv keine alkoholischen Getränke bestellen. Der Service von alkoholischen Getränken in einem lizenzierten Restaurant erfordert für Nicht-Mormonen, dass sie mindestens 21 Jahre alt sind, ein Essen zum Getränk bestellen und diese von einem autorisierten Mitarbeiter gebracht werden. Generell ist der Alkoholkonsum zeitlich begrenzt zwischen 10:00 Uhr und 00:59Uhr, um 02:00Uhr müssen die Lokale schließen. Auch koffeinhaltige Getränke (als Limonaden oder Heißgetränke) unterliegen Restriktionen. Es gibt in St. George zwei vom Bundesstaat lizensierte Läden mit alkoholischen Getränken (englisch: liquor stores).

Literatur

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  • Alan Kent Powell, The Utah Guide, Fulcrum Publishing, 3. Auflage, 2003, S. 267 ff.; ISBN 978-1555911300.
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Einzelnachweise

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