Pacific Coast Highway (Neuseeland)
| Pacific Coast Highway | |
| Streckenlänge: 1244 km |
Der Pacific Coast Highway ist eine unterschiedlich definierte Panoramastraße auf der Nordinsel Neuseelands, deren Länge vom gewählten Streckenverlauf abhängt; die maximale Länge zwischen Auckland und Hastings beträgt 1244 km.
Hintergrund
[Bearbeiten]Es handelt sich beim 1 Pacific Coast Highway nicht um eine einheitliche Straße, sondern für die gesamte Strecke müssen mehrfach die Straßen gewechselt werden.
Die kürzeste Variante ist die über den State Highway
mit einer Streckenlänge von 344 km an der Steilküste der Bay of Plenty . Soll die Reise in Auckland beginnen/enden, so werden die State Highway
, State Highway
und State Highway
mit einbezogen. Letzterer wird mit seiner Länge von 334 km auch als Pacific Coast Highway im engeren Sinne bezeichnet. Der State Highway
ist der einzige Highway in Neuseeland, der auf der Nord- und Südinsel verläuft und eine Länge von 2047 Kilometern aufweist. Deshalb wird verkehrstechnisch der 1North und der 1South unterschieden. In diesem Artikel ist nur vom 1North die Rede.
Auch die California State Route
in Kalifornien wird Pacific Coast Highway genannt.
Geschichte
[Bearbeiten]Kapitän James Cook landete am 3. November 1769 in der Bay of Plenty , der er diesen Namen gab, weil sie über reichliche Nahrungsquellen für seine Schiffsbesatzung verfügte.[1] Er berichtete von einem indigenen Maori-Häuptling Teratu, dessen Herrschaftsgebiet von 1 Cape Kidnappers / Te Kauwae-a-Māui bis zur Bay of Plenty reichte.[2]
Der Bau des State Highway 1 begann mit einzelnen Streckenabschnitten bereits 1849 noch als Naturpiste, ab 1939 wurde die Asphaltierung vorangetrieben. Die offizielle Eröffnung fand am 23. Dezember 1950 statt. Seit April 2010 ist die gesamte Strecke asphaltiert.
Regionen
[Bearbeiten]Der Pacific Coast Highway durchquert die Regionen Northland, Auckland Region, Waikato Region, Manawatu-Wanganui, Waikato Region, Bay of Plenty, Region Gisborne und Hawke’s Bay.
Klima, Flora und Fauna
[Bearbeiten]Die Nordinsel verfügt über ein gemäßigtes, teilweise subtropisches maritimes Klima. Da sie näher am Äquator liegt als die Südinsel, gibt es ganzjährig wärmere Temperaturen als im Süden. Im Sommer (Dezember bis Februar) liegen die durchschnittlichen Tagestemperaturen zwischen 22 und 25 °C, auch der Herbst (März bis Mai) und Frühling (September bis November) laden zum Reisen ein. Da es im Winter (Juli und August) bei höchstens 15 °C nur in den Höhenlagen schneien kann, ist er für Rundreisen weniger geeignet. Regen gibt es durch die warmen und feuchtigkeitsgeladenen Ost-Winde recht häufig, meistens am Nachmittag und nachts. Der meiste Regen fällt zwischen Juni und August, aber auch im Sommer kann es zu Starkregen mit über 1000 mm innerhalb von 60 Stunden kommen.
Es gibt mindestens 51 einheimische Säugetierarten, die ausschließlich aus Fledermäusen an Land und im Meer lebenden Säugern (Delphine, Seebären, Wale) bestehen. Unter den etwa 60 Reptilien- und Amphibienarten ist die Brückenechse (Tuatara) hervorzuheben. Die nur 131 Vogelarten bestehen aus ungewöhnlichen Exemplaren mit Maori-Namen wie der flugunfähige Kiwi[3], daneben Papageienarten wie der Kakapo oder der freche Kea (der gerne Autos beschädigt) oder die seltene, wohl nur noch auf der Südinsel vorkommende Takahe. Es gibt mindestens 54 Fischarten, worunter sich der am häufigsten gefangene Schnapper, aber auch Aale oder die Schwarze Flunder befinden. Von den 3400 Pflanzenarten sind 574 Baumarten wie die Nikau-Palme, der Kauri- oder der Tōtara-Baum. Der Kauri-Baum wird über 51 Meter hoch mit einem Durchmesser von 13 Metern, das höchste Exemplar vom Tōtara ist 35 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 4 Metern.
Reisevorbereitung
[Bearbeiten]Beste Reisezeiten für eine Rundreise sind Sommer und Herbst, also die Monate zwischen Dezember und Mai. In Auckland gibt es zahlreiche, auch internationale Autovermietungen. Ein großer Teil der Strecke des Pacific Coast Highway ist eine kurvenreiche Küstenstraße, an der es zu Erdrutschen kommen kann, die Straßensperrungen zur Folge haben können. Mangels Alternativrouten kann es deshalb zu unerwarteten Verzögerungen der Reise kommen. Es ist deshalb günstig, Reserve-Urlaubstage einzuplanen, um unerwartete Verzögerungen auffangen zu können.
Anreise
[Bearbeiten]Idealer Anreiseort ist der 1 Auckland International Airport (IATA: AKL) . Nach Auckland hinein führt der State Highway 1North über die am 30. Mai 1959 eröffnete und 1020 Meter lange 2 Auckland Harbour Bridge und in südöstlicher Richtung wieder aus der Stadt heraus.
Streckenverlauf
[Bearbeiten]In diesem Artikel wird die längste Strecke zwischen Auckland und Hastings beschrieben.
Übersicht
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Besonders die Küstenstraßen sind sehr kurvenreich und können Teilsperrungen aufweisen, so dass eine vorherige Information über den Straßenzustand erforderlich ist.
| geografischer Ort | Entfernung in km |
Straßenbezeichnung |
|---|---|---|
| Auckland | 0 | State Highway |
| Manukau | 21 | State Highway |
| Clevedon | 20 | Clevedon–Takanini Road |
| Kawakawa Bay | 16 | Clevedon–Kawakawa Road |
| Ōrere Point | 10 | Kawakawa–Ōrere Road |
| Coromandel | 118 | State Highway |
| Tauranga | 210 | State Highway |
| Mount Maunganui | 171 | State Highway |
| Opotiki | 125 | State Highway |
| Ruatoria | 202 | State Highway |
| Gisborne | 125 | State Highway |
| Hastings | 226 | State Highway |
| Gesamtstrecke | 1244 |
Die anfänglichen kurzen Etappenziele sind auf den am Zielort jeweils erforderlichen Wechsel der Straße zurückzuführen.
Von Hastings sind es über die State Highways
und 1North 425 km zurück nach Auckland. Teilstrecken der State Highways sind mautpflichtig.
Einzelheiten
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- 3 Kawakawa Bay ein Dorf mit 700 Einwohnern. Es ist benannt nach der hier befindlichen.
- 3 Orere Point Regional Park ein sehenswerter Regionalpark, dem der gleichnamige Ort folgt.
- 4 Ōrere Point ein Dorf mit 360 Einwohnern.
- 4 Hunua Ranges Regional Park auf Wanderwegen können die Wasserfälle Hunua Falls besichtigt werden, Mountainbiking auf 5 Pfaden oder Angeln sind nur einige der Aktivitäten.
- 6 Coromandel 1900 Einwohner. Der Name stammt vom Handelsschiff HMS Coromandel, das am 13. Juni 1820 erstmals in der Colville Bay ankerte, um Kauri-Holz für den Schiffbau mitzunehmen.
- 5 Te Whanganui-o-Hei / Cathedral Cove Marine Reserve die weltberühmte Cathedral Cove sind Felshöhlen an der Küste der.
- 7 Tauranga Bay eine lang gestreckte Bucht.
- 12 Te Puke Kleinstadt mit 9500 Einwohnern. Sie ist die Kiwifrucht-Hauptstadt Neuseelands. Hunderte von Kiwi-Plantagen säumen den Straßenrand des State Highway; während der Erntesaison zwischen April und Oktober vergrößert sich der Ort um mehrere hundert Saisonarbeiter. Der State Highway
verläuft nun südlich weiter nach. - 13 Mount Maunganui Kleinstadt mit 7000 Einwohnern, gelegen am State Highway
. - 1 Kaimai Mamaku Lookout eine Anhöhe mit gutem Ausblick. Von hier führt der Highway in nordöstlicher Richtung zur Küste.
- 14 Matatā Dorf mit 700 Einwohnern.
- 17 Te Kaha Dorf mit über 300 Einwohnern. Der vollständige Name von Te Kaha ist Te-Kahanui-A-Tikirākau.
- 9 Cape Runaway der Anfangs- oder Endpunkt von der Bay of Plenty.
- 20 Tolaga Bay Ort mit 900 Einwohnern und gleichnamige Bucht.
Von hier kann über die State Highways
und 1North nach Auckland zurückgefahren werden (425 km).
Bilder
[Bearbeiten]- Im Ōrere Point Regional Park
- Das Mangatangi-Reservoir in den Hunua Ranges
- Der Hoho Rock in der Cathedral Cove
- Der Mount Maunganui
- Blick über Gisborne Richtung Westen
Unterkunft
[Bearbeiten]An der Strecke des Pacific Coast Highway mangelt es nicht an touristischen Fazilitäten wie Versorgungsmöglichkeiten und Unterkünften, weil auch Einheimische hier gerne unterwegs sind. Wo es sich um eine dünn besiedelte Gegend handelt, müssen teilweise größere Distanzen von bis zu 100 km für touristische Fazilitäten absolviert werden.
Die Webseite Booking.com listet für die Städte Coromandel 59, Tauranga 204, Whakatāne 27, Opotiki 17, für die gesamte Bay of Plenty 1299, Gisborne 74, Napier 167 und Hastings 44 Unterkünfte aller Kategorien auf.
Sicherheit
[Bearbeiten]Siehe auch: Sicher reisen
In Neuseeland besteht Linksverkehr, was durch gelegentliche Pfeile auf der Fahrbahn in Erinnerung gerufen wird. An Rechtsverkehr gewöhnte Fahrer müssen sich besonders an Kreuzungen und im Kreisverkehr umstellen. Auf geraden Strecken sind Geschwindigkeiten bis 100 km/h erlaubt. Da es in Neuseeland keine wildlebenden Großtiere gibt, kann es außer bei Viehtrieb nicht zu Wildwechseln kommen. Besonderes Hindernis sind die vielen einspurigen Brücken (englisch: one lane bridges), an denen bei Gegenverkehr angehalten werden muss. Die dünn besiedelte Gegend bedingt weit auseinander liegende Dörfer.
Die Küstenstraße insbesondere um die Bay of Plenty weist wegen der zahlreichen Erdrutsche häufig Straßensperrungen auf. Mangels Alternativrouten kann es hier zu unerwarteten Verzögerungen des Reiseverlaufs kommen.
Allgemein können sich Reisende auf der Nordinsel sicher fühlen. Kapitalverbrechen kommen nur sehr selten vor, Taschendiebstähle haben jedoch in der letzten Zeit besonders in den Touristenhochburgen Auckland und Wellington leicht zugenommen.
Literatur
[Bearbeiten]- Jennifer Paull/Fodor's (Hrsg.), New Zealand, 7. Auflage, Fodor's Travel Publications, 2003; ISBN 978-1400010745.
Weblinks
[Bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten]- ↑ Johann Jacob Egli, Nomina geographica, Verlag Friedrich Brandstetter, 1872, S. 361
- ↑ Royal Society of New Zealand (Hrsg.), Transactions and Proceedings of the Royal Society of New Zealand, Band 10, J. Hughes, Printer, 1877, S. 107
- ↑ das Nationaltier des Landes, dessen Bewohner oft „Kiwis“ genannt werden
