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Outback

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Outback
Hauptstadt
Einwohnerzahl580.000
Fläche6,2 Millionen km²
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Das Outback in Australien

Das Outback (englisch: „weit außerhalb, draußen ganz hinten, Hinterland“) ist das Binnenland von Australien, das überwiegend aus Wüste, Steppe und Buschland besteht und nur sehr dünn besiedelt ist.

Hintergrund

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Das Red Centre mit dem Mount Conner

Mit 81% oder 6,2 Millionen km² der Gesamtfläche Australiens (7,7 Millionen km²) ist das 1 Outback die größte Landschaftsform des Kontinents. Von den Behörden wird dieses Gebiet offiziell als „Weideland“ (englisch: rangelands) bezeichnet. Besiedelt wird es überwiegend von indigenen Aborigines, nur einige Farmen (englisch: stations) und die größte Stadt im Outback, Alice Springs, werden mehrheitlich von europäischen Siedlern bewohnt. Etwa 90% der insgesamt rund 2700 indigenen lokalen Gemeinschaften befinden sich im Outback. Die restlichen 19% des Kontinents sind dicht besiedelte Küsten und küstennahe Regionen.

Typische Landschaftsformen des Outbacks sind das 2 Red Centre mit dem eisenoxidhaltigen roten Sand, monolithische Inselberge wie der 859 Meter hohe 3 Mount Conner und Salzseen wie der Lake Eyre / Kati Thanda .

Bei einer Reise gehört der Besuch des Outbacks als repräsentativer Teil Australiens zum Pflichtprogramm. Die Reisen hierhin sind mit Abenteuern in außergewöhnlichen Landschaftsformen verbunden, wo die touristische Infrastruktur schwach oder nicht vorhanden ist. Selbst organisierte Reisen in das Outback kommen einem Survival-Training gleich.

Das Outback wird in der Umgangssprache auch als Buschland (englisch: bush) bezeichnet. Die Einwohner von Sydney (englisch: Sydneysider) stehen auf dem Standpunkt, dass es nur eine Wahl zwischen dem bequemen Leben in Sydney oder dem harten Leben im Busch gebe (englisch: „Sydney or the bush“), andere Städte kommen für sie nicht in Frage.

Geschichte

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Rekonstruktion der dritten Expedition Leichhardts

Seit mindestens 65000 vor Christus ist die Besiedlung des Outbacks durch die Aborigines nachgewiesen. Sie bevorzugten dabei das Landesinnere des Kontinents, wo sie sich als Jäger und Sammler betätigten. Die Küsten-Aborigines sind erst spät in Berührung mit europäischen Entdeckern gekommen.

Nach der Entdeckung Australiens durch James Cook am 19. April 1770 mit der Landung in Point Hicks [1] gehörte die Erkundung des Kontinents mit seinem Outback zur wichtigsten Aufgabe der Forscher und Abenteurer.

Der Deutsche Ludwig Leichhardt zog am 1. Oktober 1844 von Jimbour mit neun Teilnehmern Richtung Nordwesten und beendete seine erste Expedition am 29. März 1846. Eine zweite begann am 10. Dezember 1846 in Sydney, sie musste aber am 7. Juni 1847 wegen gesundheitlicher Schwächung der Teilnehmer aufgegeben werden. Eine dritte Expedition wagte Leichhardt im Februar 1848 mit sechs Mann; seit seiner letzten Nachricht vom 3. April 1848 fehlte von ihm jede Spur. Mehrere Suchexpeditionen verliefen erfolglos, so dass er als verschollen gilt.[2]

Der schottische Landvermesser John McDouall Stuart begann am 14. Mai 1858 seine Expedition, musste aber am 22. August 1848 bei der T. M. Gibson’s Outstation (dem heutigen Streaky Bay ) wegen fast vollständig aufgebrauchter Nahrung, ohne Wasser und mit lahmenden Pferden aufgeben. Er startete mehrere weitere Versuche, und sein sechster am 26. Oktober 1861 ab Adelaide gelang, als er den Van-Diemen-Golf am 24. Juli 1862 erreichte und am 17. Dezember 1862 nach Adelaide zurückkehrte.[3]

Der Dingo-Zaun am Camerons Corner

Als der Engländer Thomas Austin im Jahre 1859 mit 24 Kaninchen im Reisegepäck ankam[4], dachte er nicht daran, dass diese eingeschleppten Nagetiere immensen Schaden anrichten könnten. Sie flohen aus seiner Farm, vermehrten sich rasant und hatten keine natürlichen Feinde, so dass im Outback bald von einer Kaninchenplage gesprochen wurde. Ab Dezember 1889 begannen deshalb 500 Arbeiter mit dem Bau eines letztlich 3253km langen Schutzzauns (englisch: rabbit proof fence), der die Verbreitung der Kaninchen nach Osten eindämmen sollte.[5] Er erwies sich nach Fertigstellung im September 1907 als nützlich, hielt er doch auch Dingos und Kängurus von den Schaffarmen fern. Ein weiterer Zaun zwischen Brisbane und Ceduna ist der ab 1945 errichtete 1 Dingo-Zaun (englisch: dingo fence) im engeren Sinne, der die gesamte Zaun-Anlage auf eine heutige Länge von 5614 Kilometern brachte. Der Zaun wird sehr ernst genommen: Wer heute eine Straße befährt, muss den die Straße überquerende Zaun hinter sich wieder schließen, sonst riskiert er eine Geldstrafe von bis zu AUD7500.

Als erster Nationalpark des Outback entstand am 23. Januar 1958 der Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark um eines der Wahrzeichen Australiens, den 4 Uluru / Ayers Rock . Es folgte am 5. April 1979 der Kakadu National Park. Die offizielle Eröffnung des vollständig asphaltierten und in Nord-Süd-Richtung das Outback durchquerenden Stuart Highway fand am 24. März 1987 durch den Verkehrsminister statt.[6] Der meist parallel zum Highway verlaufende Luxuszug The Ghan verkehrt seit dem 2. Februar 2004 von Adelaide bis Darwin auf Normalspurgleis.

Seit Oktober 2019 ist das Besteigen des Uluru verboten.

Klima, Flora und Fauna

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Das Outback hat heißes und trockenes Wüstenklima mit sehr hohen Tagestemperaturen von mehr als 40°C und bis zu 50°C. Die Trockenzeit liegt zwischen April und Oktober und ist mit Tagestemperaturen um die 30°C milder als die Regenzeit zwischen Dezember und März, deren Tagestemperaturen um die 40°C schwanken. Falls es regnet, gibt es heftige Niederschläge, die Straßen schnell unpassierbar machen können (englisch: flash floods). Wüstentypisch liegt die Menge des Jahresniederschlags trotzdem nur um die 200mm. Die Nachttemperaturen können zwischen Juni und August auf 10°C, zwischen April und Oktober um die 20°C liegen.

Im widrigen Klima können nur wenige Lebewesen überstehen. Unter den rund 100 Säugetierarten (386 in ganz Australien) befinden sich im Outback die allgegenwärtigen Kängurus (61 Arten), Beutelteufel, Dingos, Echidnas, Kamele, Koalas oder Fledermäuse. Zu den maximal 400 Vogelarten (898 in ganz Australien) gehören die flugunfähigen Emus, zudem Kraniche (wie der endemische Brolga-Kranich), Papageienarten (Kakadus, Loris) sowie der Wellensittich. Unter den 390 Reptilienarten (860 in ganz Australien) befinden sich insbesondere Bartagamen, Dornteufel oder Kragenechsen. Zu den 140 Schlangenarten (200 in ganz Australien, davon 23 See-Schlangenarten) gehören höchst giftige Exemplare wie die Mulga oder der Taipan. Immerhin gedeihen 1500 Pflanzenarten in der ariden Region (24000 in ganz Australien), darunter auch 2 Arten des Eukalyptusbaums (englisch: gum tree), Akazien, der Australische Baobab, Banksien, Kasuarinen und Mulgas. An Gräsern dominiert das Spinifex-Gras.

Ein Dingo-Zaun soll die Zivilisation vor dem Eindringen dieser verwilderten Haushunde in landwirtschaftlich genutzte Gebiete schützen. Die Wildkaninchen werden durch einen weiteren Zaun ferngehalten.

Reisevorbereitung

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Für Europäer sind Langstreckenflüge nach Australien mit einer reinen Flugdauer von knapp 23 Stunden (Frankfurt-Sydney) verbunden. Die Zeitverschiebung zu Sydney beträgt +11 Stunden (englisch: jet lag), die klimatischen Unterschiede führen vom deutschen Winter in den australischen Sommer. Entsprechend schwer fällt die Akklimatisation. Um diese zu erleichtern, sollte man am Ankunftsort (etwa Sydney) die dortige Tageszeit zu wenig anstrengenden Tätigkeiten nutzen und erst am Abend (Ortszeit) schlafen gehen, keineswegs wegen der starken Müdigkeit tagsüber zu Bett gehen.

Anreise

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Im Zentrum des Outbacks liegt Alice Springs mit dem 1 Alice Springs Airport (IATA: ASP) , der Flugverbindungen zu allen internationalen Flughäfen Australiens hat. Von „The Alice“ aus kann man per Auto/Bus über den Stuart Highway das Outback Richtung Norden (bis Katherine) oder Richtung Süden (bis Woomera) erkunden. Am 1 Abzweig zum Lasseter Highway führt Richtung Westen der asphaltierte Lasseter Highway nach Yulara zum dortigen Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark (446 km von Alice Springs). Auch ein Flug zum 2 Ayers Rock Airport (IATA: AYQ) ist möglich.

Regionen

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Zum Outback gehören ganz oder teilweise die Bundesstaaten 1 Northern Territory , der Westen von 2 Queensland , der Osten von 3 Western Australia , der äußerste Nordwesten von 4 New South Wales und der Norden von 5 South Australia . Damit haben alle kontinentalen Bundesstaaten Australiens einen Anteil am Outback.

Wüsten

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Karte
Karte von Outback
Die Great Victoria Desert am Anne Beadell Highway

Zum Outback gehören folgende 10 Wüstengebiete:

  • 5 Great Victoria Desert : 348.750 km²
  • 6 Great Sandy Desert : 284.993 km²
  • 7 Tanami Desert : 184.500 km²
  • 8 Simpson Desert : 176.500 km²
  • 9 Gibson Desert : 155.000 km²
  • 10 Little Sandy Desert : 111.500 km²
  • 11 Strzelecki Desert : 80.250 km²
  • 12 Sturt Stony Desert : 29.750 km²
  • 13 Tirari Desert : 15.250 km²
  • 14 Pedirka Desert : 1.250 km²

Alleine diese Wüstengebiete machen 25% der Landfläche des Outbacks aus.

Bedeutende Ortschaften

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Alice Springs: Zentrum des Outback

Schutzgebiete

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Der Uluru (Ayers Rock): Wahrzeichen des Outback

Im Outback befinden sich 18 Nationalparks:

Straßen und Eisenbahnstrecken

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Typisches australisches Verkehrsschild am Stuart Highway
Das Straßensystem des Red Centre Way

Der Australien in einer Länge von 14.808km umrundende 2 National Highway 1 führt im Northern Territory und Western Australia durch das Outback. Der 3 Stuart Highway verläuft fast in seiner gesamten Länge von 2.720km durch das Outback. Der 4 Oodnadatta Track 95 ist eine 650km lange Schotterpiste ausschließlich im Outback und Reiseziel vieler Off-Road-Touristen. Der 5 Anne Beadell Highway ist 1325km lang und verbindet Coober Pedy mit 10 Laverton in Westaustralien.

Durch das Red Centre gibt es ein System von Straßen, welche die erwähnten Nationalparks miteinander verbindet, der so genannte 6 Red Centre Way . Er besteht aus

  • Namatjira Drive S2 (asphaltiert; zum West MacDonnell National Park),
  • Larapinta Drive S2 / S6 (asphaltiert; zum Finke Gorge National Park),
  • Mereenie Loop Road (Schotterpiste zum Watarrka National Park),
  • Luritja Road S3 (asphaltiert; zum Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark) und
  • Lasseter Highway S4 (asphaltiert; zum Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark).

Der berühmte Fernzug 1 The Ghan fährt in Nord-Süd-Richtung über 2.979km quer durch Australiens Outback. Der Fernzug Indian Pacific durchquert die Nullabor Plain , wo er die längste geradeaus führende Gleisstrecke der Welt mit 478km Streckenlänge befährt.

Sonstige Sehenswürdigkeiten

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Die Nulllarbor-Plain
Der Lake Eyre (South) in der Nähe des Oodnadatta Tracks

Ebenfalls zum Outback gehört die 33 Nullabor Plain , eine 197.195km² große Karstwüste, die entgegen ihrer Bezeichnung nicht ganz baumlos ist (lateinisch nulla arbor, „kein Baum“). Auch im Outback befindet sich der 2 Cameron Corner , wo die Grenzen der Bundesstaaten Queensland, South Australia und New South Wales aufeinandertreffen. Das 34 Heavitree Gap ist eine spektakuläre Schlucht in den 35 MacDonnell Ranges , durch das der Stuart Highway und die Gleise des The Ghan nach Alice Springs hindurch führen. Sehenswert sind auch die Meteoritenkrater der 36 Henbury Meteorites Conservation Reserve , die „Teufelsmurmeln“ der 3 Karlu Karlu / Devils Marbles Conservation Reserve , die Monolithen des 37 Mount Olga / Kata Tjuta sowie die Schluchten des 38 Kings Canyon .

Die 1863 gegründete 39 Anna Creek station ist mit 23.677km² die weltweit größte Rinderfarm mit bis zu 17.000 Rindern. Die 1962 gegründete 40 Rawlinna Station gilt mit 60.000 Schafen auf einer Fläche von 10.117km² als die weltweit größte Schaffarm. Die Anzahl der Tiere schwankt zwischen Trocken- und Regenzeit. Touristen können auf beiden Farmen arbeiten.

Zahlreiche Salzseen sind charakteristisch für das Outback:

  • 41 Lake Eyre / Kati Thanda : 9.690km²
  • 42 Lake Gairdner : 4.351km²
  • 43 Lake Mackay : 3.494km²
  • 44 Lake Amadeus : 1.032km²
  • 45 Lake Woods : 850km²
  • 46 Lake Lewis : 380km².

Der größte Salzsee Lake Eyre liegt 13 Meter unter dem Meeresspiegel und kann vom Oodnadatta Track aus gesehen werden. Nach ergiebigen Regenzeiten kann er viel Wasser enthalten, was die Größe aller Salzseen schwanken lässt.

Unterkunft / Versorgung

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Touristisches Zentrum des Outbacks ist Alice Springs. Die Webseite Booking.com listet für die Stadt 21 Unterkünfte aller Kategorien auf. In der Stadt gibt es Reisebüros, die Pauschalreisen in die Umgebung anbieten und Läden für sonnenschützende Kleidung. Weitere Unterkünfte befinden sich in Coober Pedy (21), Tennant Creek (3), Katherine (17), verstreut am Stuart Highway und im Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark (11 Yulara mit 6 Hotels).

Sprache

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Siehe auch: Australien#Sprache
Amts- und Umgangssprache ist Australisches Englisch, das sich sowohl in der Aussprache als auch im Wortschatz vom britischen/amerikanischen Englisch unterscheidet. Das kommt bereits hier im Artikel zum Ausdruck. „Hotels“ sind in Australien keine Unterkünfte, sondern Kneipen (englisch: pubs), „Stations“ sind keine Bahnhöfe, sondern eine Farm/Ranch. „Arvo“ ist der Nachmittag (englisch: afternoon), „esky“ ist eine „air condition“ oder eine Kühlbox, „servo“ eine Tankstelle, „tucker“ sind Speisen (englisch: meals). Entweder muss man in Gaststätten den Alkohol mitbringen („bring your own“, BYO) oder es wird dort „bevy“ (Bier) oder „goon“ (preiswerter Wein) serviert.[7] Pommes Frites heißen „hot chips“ („chips“ in England, „fries“ in den USA). Wenngleich mit abnehmender Tendenz, Schafe (englisch: sheep) heißen „jumbuck“. Was Australier überhaupt nicht tolerieren, sind „dole bludger“, also arbeitsscheue Personen („bludger“), die von der Sozialhilfe leben („dole“).

Sicherheit

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Siehe auch: Sicher reisen
Das Outback weist keine erwähnenswerte Kriminalität auf. Seit der flächendeckenden Einführung des „Low Aromatic Fuel“-Benzins der Marke „Opal“ im Jahre 2005 ist die Zahl der Benzinschnüffler (englisch: petrol sniffer) unter den Aborigines stark zurückgegangen, da diese Marke kaum Aromaten enthält und beim Schnüffeln nicht zum Rausch führt. Der Benzindiebstahl aus Auto-Tanks ist deshalb kaum noch von Bedeutung.

In Australien besteht Linksverkehr. Abseits der asphaltierten Straßen sind die nur mit Allradfahrzeugen befahrbaren Schotterpisten teilweise schwer zu bewältigen und befinden sich zudem in nicht besiedelter einsamer und gleichzeitig großflächiger Gegend. Die Pannengefahr ist hier hoch, wobei kaum mit fremder Hilfe gerechnet werden kann. Ausreichender Benzinvorrat ist einzuplanen.

Im Outback kann die Begegnung mit gut getarnten, giftigen Schlangen, Skorpionen und Spinnen Lebensgefahr bedeuten. Auch Kängurus können gefährlich werden, sind aber weithin sichtbar. Auf dem Stuart Highway queren sie häufig die Straße, so dass eine zu hohe Fahrgeschwindigkeit eine Vollbremsung erschwert. Ein Handy nützt wegen fehlender Netzabdeckung im Outback meist nichts, Satelliten-Telefone sind erforderlich. Zur Navigation gibt es besondere offline-Karten. Bei Pannen sollte man in der Nähe des Autos bleiben, weil dies aus der Luft besser gesichtet werden kann als einzelne Personen. Braucht man dringende ärztliche Hilfe, kann der 1 Royal Flying Doctor Service (Standort: 28 Davis Drive, Alice Springs; Tel. 08 8958 8600) kontaktiert werden.

Gesundheit

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Die Gefahr der Dehydrierung ist in der Wüstenlandschaft besonders hoch, so dass ausreichender Wasservorrat (5 Liter pro Tag/Person) mitzuführen ist. Bei großer Hitze ist jegliche Anstrengung zu vermeiden. Wenn der Körper Temperaturen über 40°C nicht mehr regulieren kann, droht ein Hitzschlag.

Die Haut ist einer extrem hohen Exposition der Sonne ausgesetzt, so dass sonnenabweisende Kleidung, Sonnenbrillen und Sonnencremes mitzuführen sind. Sehr störend und lästig sind die harmlosen, millionenfach vorhandenen Australischen Busch-Fliegen (Musca vetustissima), deren Verjagen mit der Hand vor dem Gesicht den Ausdruck des „australischen Grußes“ (englisch: Aussie salute) hervorgebracht hat. Die Australier haben hierfür den Akubra-Hut mit am Hutrand herunterhängenden Korken erfunden.

Literatur

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  • Steffen Albrecht, Australien mit Outback, Iwanowski's Reisebuchverlag, 17. Auflage, 2025; ISBN 978-3861972822.

Einzelnachweise

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