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Neuirland

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Neuirland (englisch: New Ireland, Tok Piksin: Niu Ailan; vormals Neumecklenburg) ist in Papua-Neuguinea (PNG) die mit 7404 km² und ca. 110.000 Bewohnern die zweitgrößte Insel des Bismarck-Archipels. Zwar ist sie von Nordwest nach Südost in der Bismarcksee liegend 470 km lang, aber nur im Süden mehr als zehn Kilometer breit. Die wichtigste Ortschaft ist Kavieng nahe der Nordspitze. Dieser vorgelagert ist Neuhannover. Die einzige weitere Ortschaft ist Namanatai in der Mitte der Ostküste. Die gleichnamige Provinz umfaßt mit den umliegenden Inseln 8650 km².

Hintergrund[Bearbeiten]

Sprachen auf Neuirland.
Schädelmasken
Südseeabteilung Völkerkundemuseum Berlin.

Durch die Mitte der Insel verläuft das bis knapp unter 1500 m hohe, von tropischem Regenwald bestandene Schleinitz-Gebirge. In der südlichen „Knolle“ ist das Hans-Meyer-Gebirge, mit dem 2379 m hohen Mount Taron als höchster Erhebung der Insel, auf der es keine aktiven Vulkane mehr gibt. Neuirland ist in niedrigen Lagen von Ölpalmen- und Kokospalmenplantagen landschaftlich geprägt.

Wie ganz Neuguinea ist die Insel ethnologisch und linguistisch sehr divers. Bekannt sind etwa zwanzig Sprachen und 25 Dialekte.

Kulturell lassen sich drei distinkte Kulturkreise feststellen. Im Norden Malanggan, deren aufwendige Totenriten (Tatanua), die aus Kostengründen oft für mehrere Verstorbene zusammen abgehalten werden, haben Ethnologen schon lange fasziniert. Besonders die von spezialisierten Schnitzern auf der Insel Tabar und bei Konos hergestellten Masken sind oft hochwertige Kunstwerke. Die Kabai-Kultur findet sich in der Mitte der Insel. Ethnographische Studien zu ihr gibt es kaum. Im Süden dominiert die vom Waldgeistern geprägte Tumbuan-Kultur, die mit den ausgewanderten Angehörigen der Tolai auch auf Neubritannien Fuß gefaßt hat.

Im zweiten Weltkrieg japanisch besetzt, machten sich die Alliierten nicht die Mühe die Insel zu stürmen, sondern holten die hiesigen japanischen Soldaten im November 1945 ab. Es finden sich trotzdem genug Überreste.

Orte[Bearbeiten]

Ortschaften auf Neuirland.

Kavieng[Bearbeiten]

Der Verwaltungssitz Kavieng hat weniger als zwanzigtausend Einwohner, ist aber mit Markt und Flughafen die einzige Stadt von Bedeutung.

New Ireland Tourist Bureau, Tanga St. Vermittelt Fahrräder und Homestays in Dörfern. Für letztere sollten Taschenlampen mit ausreichend Batterien und etwas Lebensmittel mitgebracht werden. Toilettenpapier und ein Moskitonetz schaden auch nicht. Geöffnet: Mo.-Fr. 9.00-16.00.

Namanatai[Bearbeiten]

1 Namanatai, die zweitgrößte Ansiedlung hat rund 1500 Bewohner.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

1 Kavieng Airport (IATA CodeKVG, ICAO CodeAYKY), direkt im Ort. Täglich Flüge verbinden mit Port Moresby, teilweise weiter nach Lorenagau. Mehrmals wöchentlich fliegt PNG Air über Rokua (Rabaul) und Kimbe.

Ein Ausbau mit neuem Terminal und verlängerter Landebahn soll ab 2020/21 internationale Flüge möglich machen.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Offene Boote sind im Süden, von Uluputur aber auch ab Namatai, nach Kokopo auf Neubritannien 2-3 Stunden unterwegs und fahren meist am Morgen, seltener am frühen Nachmittag für 80 Kina. Nicht in jedem Boot gibt es Schwimmwesten.

Segelyachten[Bearbeiten]

Formalitäten für aus dem Ausland kommende können auf den Feni Islands, Kavieng, oder Lihir Island erledigt werden.

Mobilität[Bearbeiten]

Der Bezirkshauptmann Franz Boluminski amtierte 1900-13. Er veranlaßte den Bau der Kaiser-Wilhelm-Chaussee entlang der Nordküste, die heute als Boluminski Highway über 264 km Kavieng und Namatanai verbindet. Bis vor wenigen Jahren war nur die nördliche Hälfte geteert, Ende 2018 schloß man den Ausbau der letzten 32 Kilometer zwischen Pinatgin und Loloba ab. Finanziert wurde das Projekt mit australischer Entwicklungshilfe vor allem weil die australische Newcreat Mining in Lihir eine Goldmine betreibt.

Bei 2 Fangalawa ist ein Abwzeig, der zur Südküste führt, die Ausbaustrecke dort geht dann gut 240 km bis 3 Palabong. Eine weitere Querverbindung ist die Piste zwischen Karu und 4 Konogongo.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten in Form von Bauwerken gibt es keine, die Attraktionen sind das Meer mit Sandstränden und die Unterwasserwelt. Die zunehmende Ölpalmen-Plantagenwirtschaft hat weite Teile des zugänglichen Flachlandes entwaldet.

Kavieng

Als Cathy’s Eels füttert eine ehemalige Stewardess für Air Niugini, gegen Bezahlung, beim Dorf Laraibana Frischwasseraale an, die bis zu zwei Meter lang, dann von Besuchern photographiert werden.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Wassersport.

Einkaufen[Bearbeiten]

Kann man nur in Kavieng.

Unterkunft[Bearbeiten]

Kavieng
  • Schräg gegenüber in Enuk Street sind 1 Venbert Cottage (☎ +675 7171 8826) und 2 Kalaro Guest Haus.
  • 3 Niu Lodge, Tanga St.
  • Kavieng Hotel. Tel.: +675 984 2199. Meeresfrüchte-Buffet freitags. Zugleich TNT-Kurierdienst.

Besonders auf australische Wassersportler zielen außerhalb die luxuriösen:

  • Lissenung Island Resort. 7 Doppelzimmer und 3 Bungalows mit je 2 Zimmern. Österreichischer Betreiber. Preis: 7 Nächte mit 10 Tauchgängen A$ 2020-2450 + tax.
  • 4 Nusa Island Retreat. Tel.: +675 7231 8302. Bungalows aus traditionellen Materialien, jeweils für 5-6 Pers. Australische Betreiber.
  • 5 Rubio Plantation Retreat (220 km von Kavieng am Highway). Geöffnet: Surf-Saison Mitte Oktober bis Mitte Mai.

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Schlangen verstecken sich gerne unter den Abfallhaufen von Kokosnußhüllen. Häufig sind auch Hundertfüssler (Scolopendra sp.) deren im ersten Beinpaar sitzendes Gift bei Berührung tagelang äußerst schmerzhaft ist. Zu Giftschlangen in PNG und Behandlung (engl.)

Als „sicher“ von Tsunamis, die als Folge der häufigen Erdbeben zu erwarten sind, gilt zehn Meter über Meereshöhe, was sinnvollerweise bei Wahl der Unterkunft beachtet werden sollte.

Ausflüge[Bearbeiten]

Lihir-Inseln[Bearbeiten]

Orte auf Lihir Island, vormals Gardenay Inseln.

2 Lihir Island Airport (IATA CodeLNV, ICAO CodeAYKY). Air Niugini bedient Port Moresby und Rabaul/Kokopo. Charterflüge direct aus Cairns. Geöffnet: Alle Abflüge frühmorgens.

Die hohen erloschenen Vulkane der etwa 22 ⨉ 15 km großen Insel sorgen durch Stauung für Regenmengen vom 4800 mm. Die etwa 17000 indigenen Einwohner sind fast alle Subsistenzbauern. Weitere 3500 Personen sind hier wegen der an der Ostseite gelegenen Ladolam Gold Mine, deren Abraum ins Meer gekippt wird. Sie wird vom australischen Minenkonzern Newcrest betrieben. Vulkanische Aktivität zeigt sich an heißen Quellen, kochenden Schlammtöpfen und Solfataren. Die Mine gewinnt ihre Energie vor allem geothermisch.

Londolovit beim Flugplatz ist die einzige nennenswerte Ortschaft, hier ist das Krankenhaus. Eine Ringstraße führt um die Küste, die wegen ihrer Korallenriffe für Wassersportler interessant ist.

Unterkunft
  • Poche Lodge, Londolovit.
  • Lakunbot Resort, Londolovit.
  • 6 Lakakot Resort, Samo.

Neuhannover[Bearbeiten]

Neuhannover (= Lavongai).

1 Neuhannover etwa 1200 km² groß mit rund 18.000 Einwohnern. Strom (außer Generatoren) und Telephon gibt es nicht. Auf der Insel sind nur zwei weitere Säugetierarten bekannt, nämlich die Fledermäuse Nyctimene albiventer und Rousettus amplexicaudatus. Die Mohrennonne, eine kleine Prachtfinkenart mit einem überwiegend schwarzen Körpergefieder, kommt ausschließlich auf dieser Insel vor.

Anreise erfolgt im offenen Boot von Neuirland (30-40 Kina) ab Kavieng.

Unterkunft

Keine auf Neuhannover, jedoch auf den nahen Inseln, die per Boot erreichbar sind.

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch allgemeine Reiseführer zu Papua-Neuguinea. Aufgrund der kolonialen Vergangenheit haben die meisten deutschen Völkerkundemuseen entsprechende Ausstellungen und Informationen.

  • Floch, Daniel; Port-Breton, la colonie tragique; Rennes 1987 (Ouest France); ISBN 2737300355
  • Grüntzig, Johannes W.; Mehldorn, Heinz; Expedition ins Reich der Seuchen, Medizinische Himmelfahrtskommandos der deutschen Kaiser- und Kolonialzeit. München 2005 (Spektrum Akademischer Verlag; ISBN 3-8274-1622-1
  • Gunn, Michael; New Ireland: art of the South Pacific; Milano 2006 ( 5 Continents Ed.); ISBN 9788874393695
  • Haberberger, Simon; Kolonialismus und Kannibalismus: Fälle aus Deutsch-Neuguinea und Britisch-Neuguinea 1884-1914; Wiesbaden 2007 (Harrassowitz); ISBN 9783447055789
  • Hübner, Herbert; Musik im Bismarck-Archipel: Musikethnologische Studien zur Kulturkreislehre u. Rassenforschung; Berlin 1938 (Hahnefeld) [mit Noten]
  • König, Viola; Meyer, Hans; Kunst aus Neuirland: die Hans Meyer-Sammlung Bismarck-Archipel; Berlin 2010 (Ethnologisches Museum Berlin)
  • Krämer-Bannow, Elisabeth; Bei kunstsinnigen Kannibalen der Südsee: Wanderungen auf Neu-Mecklenburg, 1908-1909; Berlin 1916 (Reimer)
  • Mayr, Ernst; Diamond, Jared M.; Birds of northern Melanesia: speciation, ecology & biogeography; Oxford 2001 (Oxford University Press); ISBN 0195141709
  • Peekel, Gerhard; Religion und Zauberei: auf dem mittleren Neu-Mecklenburg, Bismarck-Archipel, Südsee; Münster 1910 (Aschendorff)
  • Rossi, Milène C.; Blut, Prunk, Ritual: Keulen und ihre Funktion in den Gesellschaften Ozeaniens; Wien 2015 (IVA-ICRA); ISBN 9783900265311
Landkarten

Weblinks[Bearbeiten]

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