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Nachrichten:2026-08-19: Reisen mit und für Social Media

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Inhalte in sozialen Netzwerken beeinflussen immer mehr Entscheidungen zur Wahl einer Reise. Dies übt aber auch Druck auf die Reisenden aus.

Selfie mit Angehörigen der Mursi, Äthiopien

Hannover (Deutschland), 19. August 2026. – In einer Zeit, in der Menschen sich nicht mehr von ihren Smartphones trennen wollen oder können, entscheiden soziale Netzwerke bzw. deren Influencer in immer stärkeren Maße, wohin die nächste Reise gehen könnte. Zweck ist häufig nicht der Ort selbst, sondern das Posten von Social-Media-Inhalten.

TUI Musement ließ im Januar 2026 durch das Marktforschungsinstitut Appinio aus Hamburg eine Umfrage in Spanien, Italien und Großbritannien durchführen. Einige Ergebnisse waren:

  • 39% der Reisenden, bei den Millennials und der Generation Z (etwa Jahrgänge 1995 bis 2010) sogar 48%, haben schon mindestens einmal einen Ort besucht, um dort Fotos oder Videos für soziale Netzwerke aufzunehmen. Suchmaschinen schneiden insgesamt mit 42% noch etwas besser ab. Persönliche Empfehlungen von Familie und Freunden besitzen für die Generation Z schon weniger Anziehungskraft.
  • Für die Generation Z ist TikTok die wichtigste Quelle. Wichtig sind Fotos und kurze Videos, Texte sicher nicht.
  • Soziale Netzwerke beeinflussen nicht nur die Wahl des Reiseziels, sondern auch die Wahl des Reisebegleiters.
  • Ziel ist es nicht den „perfekten“ Urlaub zu haben, sondern ihn zu präsentieren. Etwa 73 % der Befragten veröffentlichen zumindest gelegentlich Urlaubsinhalte in sozialen Medien. Insbesondere unter etwa 40% den Millennials und der Generation Z wird dies bereits zum echten Bedürfnis und sie fühlen sich unter Druck gesetzt, ihre Erlebnisse besonders spannend erscheinen zu lassen.

Natürlich lassen sich auch Reiseveranstalter beeinflussen: man könnte ja damit Geld verdienen.

Quellen

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