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Mzcheta-Mtianeti

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Lage der Region Mtskheta-Mtianeti in Georgien
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მცხეთა-მთიანეთი, Mzcheta-Mtianeti

Mzcheta-Mtianeti (georg. მცხეთა-მთიანეთი, engl. Mtskheta-Mtianeti) ist eine Verwaltungsregion (Mchare) von Georgien. Hauptstadt ist Mzcheta.

Regionen[Bearbeiten]

Stadtansicht von Mzcheta
Kirche von Dschwari oberhalb von Mzcheta
Sameba-Kathedrale oberhalb von Stepanzminda
Wehrkirche Ananuri
Schatili in Chewsuretien
Didgori-Denkmal zum Andenken des Feldherren Saakadse
Schifahren in Gudauri
Das Denkmal beim Geburtshaus von Wascha Pschawela in Tschargali

Die Verwaltungsregion Mzcheta-Mtianeti umfasst mit den Verwaltungsbezirken (Raionebi) Mzcheta, Duscheti, Tianeti und Kazbegi folgende historischen Regionen, die jedoch administrativ keine Bedeutung mehr haben: Teile von Schida Kartli (Innerkartlien), Chewi (Bezirk Kazbegi), Pschawi und Chewsureti (beide Bezirk Duscheti). Der Verwaltungsbezirk Achalgori gehört aus georgischer Sicht ebenfalls zu Mzcheta-Mtianeti, befindet sich jedoch seit dem Augustkrieg 2008 de facto nicht mehr unter georgischer Verwaltung, sondern ist derzeit Teil von Südossetien.

Orte[Bearbeiten]

Größere Siedlungen und lokale Zentren sind:

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Die Stadt Mzcheta ist eine der wichtigsten Orte der Georgischen Orthodoxie. Dort befinden sich die beiden Kathedralen Samtawissi und Swetizchoweli sowie die Ausgrabungsstätte Bagineti-Armasziche.

Entlang der Georgischen Heeresstraße:

  • Ananuri
  • Der Stausee Schinwali
  • Mleta
  • Der Kreuzpass
  • Sno und Dschuta
  • Die Dreifaltigkeitskirche Gergetis Sameba in Stepanzminda
  • Tamarisziche

Rund um Mzcheta:

Pschawi und Chewsureti

  • Wascha-Pschawela Hausmuseum in Tschargali
  • Wehrtürme von Schatili
  • Die Felsen von Roschka

Hintergrund[Bearbeiten]

Sprache[Bearbeiten]

Georgisch, teilweise auch Ossetisch. Gängigste Fremdsprache in den Dörfern ist Russisch, nur in einigen wenigen großen Hotels und Restaurants wird auch Englisch verstanden.

Anreise und Mobilität[Bearbeiten]

Die Region beginnt direkt am nördlichen Stadtrand von Tiflis. Auf der Strecke Tiflis-Mzcheta-Gori verläuft die Hauptverbindungsstraße nach Westgeorgien direkt durch den Süden der Region. Nördlich von Mzcheta zweigt die Georgische Heeresstraße in nördliche Richtung ab und führt über Pasanauri und Gudauri nach Stepanzminda und weiter ins russische Wladikawkas.

Die Eisenbahnstrecke Tiflis-Samtredia verläuft durch die Region, jedoch hat sie für die Anreise in die Region kaum Verkehrswert. Wer öffentliche Verkehrsmittel benötigt, kann auf zahlreiche Minibusverbindungen zurückgreifen. In den dünn besiedelten Regionen von Pschawi und Chewsuretien kommt man auch per Autostopp gut weiter.

In Natachtari, 5 km nördlich von Mzcheta, befindet sich ein kleiner Flughafen, von wo aus Charterflüge mit kleinen Flugzeugen und Helikoptern sowie seit Juli 2014 auch drei wöchentliche Flüge von/nach Mestia angeboten werden. Ansonsten befindet sich der nächste Flughafen mit Linienverkehr in Tiflis.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Der gebirgige Norden der Region ist ein sehr beliebtes Ziel für Bergwanderungen aller Schwierigkeitsstufen und Längen, von kurzen Wanderungen bis hin zu mehrtägigen, anspruchsvollen Bergtouren ist alles möglich. Beliebt sind:
    • Besteigung des Berges Kazbek von Stepanzminda aus, mit zwei Übernachtungen auf der Wetterstation
    • Wanderung von Dschuta nach Chewsuretien. Von dort aus kann man weiter nach Tuscheti wandern. Dauer: Mehrere Tage
    • In Stepanzminda gibt es zahlreiche Reiseveranstalter, die Bergführer und Ausrüstung vermitteln.
  • Rund um Stepanzminda werden inzwischen auch Mountainbike-Touren und Paragliding angeboten.
  • Die Flüsse Tergi und Aragwi bieten sich für Rafting und Kajak fahren in verschiedenen Schwierigkeitsstufen an.
  • In Gudauri befindet sich ein ausgedehntes Schigebie
  • Der Basaleti-See bei Duscheti bietet sich im Sommer zum Schwimmen an

Küche[Bearbeiten]

  • Die gebirgigen Landesteile der Region sind die Urheimat des georgischen Nationalgerichtes Chinkali, Teigtaschen gefüllt mit Fleisch. Besonders die Gegend um Passanauri ist bei Georgien für seine zahlreichen kleinen Chinkali-Buden bekannt.
  • Im Süden der Region wird Wein angebaut
  • Die gebirgigen Landesteile haben eine Jahrhunderte alte Bierbrautradition.

Ansonsten werden die üblichen georgischen Speisen und Getränke angeboten.

Die Ortschaften Saguramo und Natachtari nördlich von Mzcheta sind Standorte lebensmittelverarbeitender Industrie. Landesweite Bekanntheit haben folgende Marken:

  • Bierbrauerei Natakhtari aus dem gleichnamigen Ort - u.a. werden dort die Biermarken und Limonaden Natakhtari sowie in Lizenz Velkopopovicky Kozel hergestellt.
  • Bierbrauerei Zedazeni nahe Saguramo - u.a. werden dort die Biermarken und Limonaden von Zedazeni hergestellt sowie in Lizenz das König Pilsener.
  • Schokoladenfabrik Barambo in Natachtari, gleich neben der Brauerei.
  • Der Fruchtsafthersteller Campa betreibt bei Saguramo ein Abfüllwerk.

Nachtleben[Bearbeiten]

In Gudauri gibt es in der Schisaison einige Après-Ski-Hütten, aber ansonsten gibt es kaum Nachtleben.

Regionale Feste: Ende Oktober: Mzchetoba (Mzchetaer Stadtfest) 28. August: Zu Mariamoba (Marienfest) werden speziell die großen Kirchen der Region (speziell Gergetis Sameba bei Stepanzminda) von Heerscharen an Gläubigen besucht. Vor Ort werden Lämmer und Schafe geweiht, geschlachtet und sofort weiterverarbeitet.

Sicherheit[Bearbeiten]

  • Bezüglich Kriminalitätsrate ist die Region, wie auch der Rest Georgiens, sehr sicher.
  • Vorsicht an der Grenze zu Südossetien. Dort können Minen liegen. Wer über normale Straßen fährt, wird von der georgischen Polizei ohnehin schon mehrere Kilometer vor der Grenze aufgehalten. Doch beim Wandern in den Bergen sollte man sich genau informieren, wo die Grenze ist, um diese nicht versehentlich zu überqueren und in Schwierigkeiten zu kommen. Schusswechsel sind zwar inzwischen äußerst selten, können aber dennoch vorkommen. Am ehesten kann man von Grenzsoldaten verhaftet werden, die dann entweder juristischen Ärger verursachen oder sich teuer bestechen lassen wollen
  • Die größte Gefahr für Gesundheit und Leben stellen die Berge dar. Man sollte auch bei kurzen Wanderungen daher unbedingt die passende Ausrüstung mitführen und auch im Hochsommer warme Kleidung dabei haben. Es empfiehlt sich, im Zweifelsfall einen erfahrenen Bergführer zu engagieren. Jedes Jahr geraten auch erfahrene Alpinisten bei Schlechtwettereinbruch in Bergnot.

Klima[Bearbeiten]

Im Flachland heiße Sommer und nicht zu kalte Winter; in den Bergen Gebirgsklima, es kann auch im Hochsommer Nachts Frost geben.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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