Zum Inhalt springen

Korça

Brauchbarer Artikel
Aus Wikivoyage
Korça
QarkQark Korça
Einwohnerzahl43.254(2023)
Höhe850 m
Lagekarte von Albanien
Lagekarte von Albanien
Korça

Korça (= Korçë, griechisch: Κορυτσά; bulgarisch: Горица) ist eine Stadt im Südosten Albaniens und Verwaltungssitz des Landkreises Qarku Korçë, der hier mit behandelt wird. Die Stadt gilt als Wiege einer albanischen nationalen Kultur, die im 19. Jahrhundert geschaffen wurde.

Hintergrund

[Bearbeiten]
Karte
Korça

An mehreren Stellen im Umkreis wurden eisenzeitliche Hügelgräber und Befestigungsmauern der Illyrer ausgegraben. Die Stadt Korça, gegründet 1280 aber 1440 von den Osmanen verwüstet, liegt auf etwas über 800 Höhenmetern am Fuße des Westabhangs des Morava-Gebirges.

Die Entstehung eine Nationalbewußtseins mit modernen albanischsprachiger Literatur ist eng verbunden mit den Bemühungen zur Schaffung einer einheitlichen albanischen Schriftsprache, die Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzte und Bestandteil der ersten Phase der albanischen Nationalbewegung Rilindja war. Diese hatte eines ihrer Zentren hier. 1928 wurde die erste Zelle der KP gegründet.

Durch das Protokoll von Florenz am 19. Dez. 1913 wurde der Bezirk dem neu unabhängigen Albanien zugeschlagen. 1916–20 war die Region französisches Protektorat unter der Bezeichnung „Autonome Provinz“ Korçë. Aus jener Zeit stammt das Gymnasium Raqi Qirinxhi, damals an der Sotir Gura „französisches Lyzeum“ geheißen, wo bis heute, an neuem Standort bei Stadion, Französisch Unterrichtssprache ist. Zu den Oberschülern gehörte Enver Hoxha, der zum zweitbedeutendsten Politiker der albanischen Geschichte nach Skanderberg aufsteigen sollte. Er war hier 1937–9 dann Lehrkraft für Französisch und Ethik während einer Ära als die fortschrittlichen Kräfte hier zahlreiche Mitglieder gewinnen konnte.

Während die ländliche Umgebung Korças mehrheitlich von sunnitischen Muslimen und Bektaschis bewohnt wird, sind in der Stadt selbst die orthodoxen Christen stark vertreten. Der Landkreis hat seit 1989 ein Drittel seiner Einwohner verloren.

Anreise

[Bearbeiten]

Mit dem Bus

[Bearbeiten]

Der neue Busbahnhof (Schalteröffnung 6.50-17.50 Uhr) ist im Nordosten, nahe der Umgehungsstraße an der Rruga Midhi Kostani. Dort halten zahlreiche Stadtbuslinien, die Haltestellennr. ist KO-2.

Busse verbinden mit Tirana (dort Qemal-Stafa-Stadion; Linie TR13 oder Furgon) regelmäßig in 3½–4 Stunden, wobei man manchmal in Elbasan umsteigen muß. Zu anderen albanischen Städten gibt es einzelne Verbindungen. Manche Fernbusse Thessaloniki – Tirana halten ebenfalls.

Bus KO28 fährt zwischen Korça und 1 Pustec (frühmorgens aus Pustec, gegen Mittag ab Korça) am großen Prespasee.

Aus Gjirokastra fährt man via Përmet (oder nimmt ein Furgon.). Im Sommer verbinden Busse mit Saranda am Meer.

Auf der Straße

[Bearbeiten]

Tirana ist 164 Straßenkilometer entfernt, wofür man drei Stunden braucht.

 Auf der SH3 sind es 36 km vom 1 Grenzübergang Kapshticë (ALB) / Krystalopigji (GR) .

Von Mazedonien kommt man aus dem Norden vorbei am Prespasee 43 km ab 2 Grenzübergang Stenje (MK) / Goricë (ALB) („Стење“ (МКД)) .

Der 3 Grenzübergang Tre Urat-Përmet (ALB) / Konitsa (GR) ist abgelegen über eine Brücke am südlichen Ende des Landkreises (Gemeinde Kolonja).

Mobilität

[Bearbeiten]

In der Region fahren die landesüblichen Kleinbusse (Furgons) zu fixen Zeiten. U.a. nach Bilisht, Ersekë, Voskopoja. Häufig nach Pogradec.

Die innerstädtische Hauptstraße ist der Fan-Noli-Boulevard, der dem alten Flußbett der Morava folgt, die wegen häufiger Überschwemmungen umgeleitet wurde.

Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten]
Das Denkmal für den nationalistischen Rebellenführer Themistokli Gërmenji, 1917 von den Franzosen hingerichtet, steht am Hauptplatz

In einem von der giz finanzierten Projekt hat man einen Stadtrundgang mit zweisprachigen Tafeln (alb./engl.) an interessanten Objekten markiert.

Im Zenrum ist der 1 Theaterplatz ein guter Ausgangspunkt. Hier hat man auch einen 34 Meter hohen, modernen Aussichtsturm hingestellt. Zum Kreisverkehr sind Wechselstuben nebeneinander. Der Bau im Monumentalstil des italienischen Faschismus an der Nordseite ist das Gebäude der Zentralbank.
Die ältesten Bauten im alten Basarviertel sind die nach Großfeuer um 1870 wieder aufgebauten. Etwa zwanzig Häuser stehen unter Denkmalschutz.

Der 1 Parku Rinia (Park der Jugend) ist der Stadtpark am nördlichen Ortsrand mit Sportanlagen und Skanderbeg-Stadion (mit der obligatorischen Büste davor). Ein Teil ist als „Park der Tränen“ (Lëndina e lotëve) gestaltet. Erinnert wird hier an die Auswanderer, die die Reise zur Küste antraten. Vom Theaterplatz folge man dem Bulevard Gjergjit um hinzugelangen.

Am Anfang ist ein „Freilichtmuseum für zeitgenössische Bildhauerei.“ Das sind Steinmetzarbeiten, die während eines früher alle Jahre veranstalteten Kunstwettbewerbs der Stadt überlassen wurden. Beschriftungen fehlen leider.
Am hinteren Rand ist der 2 französische Soldatenfriedhof (Varreza Ushtarake Franceze në Korçë) . 640 Kreuze für Gefallene des ersten Weltkriegs.

Museen

[Bearbeiten]
  • 3 Schulmuseum (Muzeu Kombëtar i Arsimit, ​Mësonjëtorja), Bulevardi Shën Gjergji, Korçë . Im Gebäude der ersten Schule, in der in Landessprache unterrichtet wurde. Beschriftung auch Englisch. Geöffnet: 9.00-16.00. Preis: 300 Lek.
  • 4 Hausmuseum des Malers Vangjush Mio (Misafirhane e Vangjush Mihos), Rruga Spiro Ballkameni 3, Korçë (hinter der orthodoxen Kathedrale) . Vangjush Mio war der erste Impressionist Albaniens. Er spezialisierte sich auf Landschaftsbilder. 1920 organisierte er die erste Ausstellung in Albanien überhaupt. Nach Wirken in Bukarest war Lehrer am Lyzeums u. a. von Enver Hoxha. Er erhielt den Titel Maler des Volkes (Piktor i Popullit). Die hier gezeigten Werke sind aus dem Besitz seiner Tochter, die 2010 das Museum einrichtete. Der örtliche Kulturpalast ist nach ihm benannt.
  • 5 Archäologisches Museum (Muzeu arkeologjik i Korçës), 19, Rruga Mihal Grameno, Korçë . Gesammelt werden regionale Funde von der Jungsteinzeit bis zu den Illyrern. (Die besseren Stücke sind im Museum in Tirana.) Das als Museum Stadthaus des 19. Jhdts. ist typisch mit Eingangsarkade und überdachter Veranda (Kastoria). Geöffnet: seit Juli 2024 wegen Einsturzgefahr geschlossen.
  • Top-Sehenswürdigkeit 6 Nationalmuseum mittelalterlicher Kunst (Muzeu Kombëtar i Artit mesjetar Korçë), Bulevardi Fan Noli 59, Korçë . Große Sammlung aus 6500 Ikonen, von denen aber nur etwa 250 ausgestellt werden. Außerdem gibt es ein Lapidarium von Steinmetzarbeiten des Altertums. (51 der im Jahre 2012 gestohlenen Bilder waren bis 2025 noch nicht wieder aufgetaucht.) Geöffnet: 9.00-19.00. Preis: 700 Lek.
  • 7 Bratko-Museum asiatischer Kunst (Muzeu i Artit Oriental "Bratko"), Bulevardi Fan Noli 57, Korçë, ​Bulevardi Fan Noli, 57 (100 m vom Museum mittelalterlicher Kunst. Kenntlich am blauen Torii vorm Eingang) . Aufgebaut auf der Sammlung, die Georges Dimitria Boria (1903–90), als Leibfotograf von Douglas MacArthur während der Besatzungszeit in Japan zu sammeln begann. Geöffnet: 9.00-13.00, 17.00-19,00, Mo. geschl.
  • Freunde sozialistischer Ruinen können die 8 Reste einer Fabrik im Südosten „bewundern“

Sakralbauten

[Bearbeiten]
  • 9 Nationaler Heldenfriedhof (Varrezat e Dëshmorëve; am Ende der den Hang hinaufführenden Rruga Mbledhja e Beratit auf 961 Höhenmetern) . Die Präsentation in Stil des sozialistischen Realismus ist höchst sehenswert. Hinter der großen Statue eines Partisanan mit gereckter Faust, geschaffen 1969 von Avni Bilbili, Piro Dollaku and Ilia Xhano, sind die Heldengräber fächerförmig angeordnet. Am Hauptgebäude sind 122 Namenstafeln. Während der Renovierung 2015 wurden rote Sterne usw. beseitigt.
  • 1 Kreuz der Märtyrer (Kryqi Moravë) steht samt einer kleinen Kirche auf einem höheren Berg und ist weithin sichtbar von der Stadt aus. Hier ist auch das luxuriöse 1 Hotel La Montagna (Tel. +355693572602) sowie der Beginn von Wanderwegen zu Gipfeln des Morava-Gebirges.
  • 2 Mirahor-Moschee (Xhamia e Iljaz Mirahorit) . Die zweitälteste Moschee Albaniens, gegründet 1496.
Der Uhrturm von Korça ist nebenan. Der alte in typisch osmanisch-türkischem Stil von 1794 wurde bei Erbeben 1931 beschädigt, zwei Jahre später repariert und 1960 ganz zerstört. Der jetzige wurde 2015–16 neu gebaut.
  • In einem kleinen Park ehrt ein Denkmal den Dichter 10 Naim Frashëri , der zu den Pionieren albanischsprachiger Literatur gehörte.
  • 3 „Erlöserkirche“ (Kisha e Shën Sotirit) . Eine erste rumänisch-orthodoxe Kirche stand hier seit 1914. Der jetzige Bau wurde 1992–2003 neu errichtet.
Auch die im Park am Hügel darüber stehende Kirche ist orthodox: die „Kirche des Propheten Elias“ Kisha e Shën Ilias.
  • 4 Tekke "Baba Abdulla", Melcan . Ein Zentrum („Kloster“) des Derwisch-Ordens der Bektaschi.
  • 5 Auferstehungskirche in Mborja (Kisha e Ristozit) . Kapelle (4×6 m) mit Fresken des 14./15. Jhdts.

Aktivitäten

[Bearbeiten]

Anfang Juni: Karnavalet e Korçës ist ein Folklorefestival. Träger ist der Kulturverein „Rinia Korçare.“ Begonnen 1940, hat man die Veranstaltung seit den 1990ern in den angenehmeren Frühsommer verlegt. Seit 2008 werden Gruppen aus dem Ausland eingeladen.

Einkaufen

[Bearbeiten]
  • Neue 1 Markthalle (Markata e Shijes), Rruga Midhi Kostani, Korçë . Geöffnet: 9.00-17.00, die meisten Gemüsehändler schließen 13.00.
  • Eine verkehrsberuhigte Flaniermeile ist 2 Bulevard Shën Gjergjit . Dies ist der in den 1930ern mit repräsentativen Bauten (Bibliothek, Rathaus, Haus der Kultur) geschaffene „neue“ Stadtzenturm. Etliche Restaurants und Hotels sind hier. Sie verläuft vom Theaterplatz südöstlich Richtung Schulmuseum. Das „rumänische Haus“ (Shtëpia Rumune) an der Ecke von Rruga Konferenza e Pezës ist in seinem gelben Anstrich an mit der zweigeschossigen Erkerkolonnade auffällig. Durch den Seiteneingang kommt man zu einer Photoausstellung des albanisch-amerikanischen Fotografen Gjon Mili (9.00-14.00, 17.00-19.00 Uhr, Mo. geschl.).

Küche

[Bearbeiten]
An einem Tag Ende Juli/Anfang August zelebriert man die Festa e Lakrorit, wenn die örtliche Börek-Variante, das zweischichtige Lakror – hier gezeigt vor dem Backen – serviert wird.

Als lokale Spezialitäten Cevapcici, kërnacka genannt; pikante Würstchen aus Lamm- oder Schweinefleisch, kolloface; pispili ist Gemüseauflauf sowie der Flammkuchen Lakror meist mit Spinatfüllung.

Das Dorf Drenova ist für seinen Raki mani bekannt – Maulbeerenschnaps. Die örtlichen Bauern fanden diese sinnvolle Nutzung der Früchte nachdem die Seidenraupenzucht nicht mehr rentabel war.

  • 1 Birra Korça (Brauerei) . Man gibt an alle Zutaten, außer Wasser, aus Deutschland und Italien zu beziehen. Man braut Helles, Pils und, in Albanien als einziger Dunkles. Bei den Führungen erfolgt keine Verkostung, hierfür muß man in den hauseigenen Biergarten oder in die Birrari Panda 100m Richtung Museum für mittelalterliche Kunst. Geöffnet: Führungen nach Anmeldung.
Mitte August sponsert die Firma das 5tägige Bierfest beim Stadion.
  • 1 Café am Dach des Sky Tower, Rrugica Sedat Babani 2, Korçë . Guter Blick auf Kathedrale und Stadt. Geöffnet: 7.00-23.00.

Nachtleben

[Bearbeiten]

Das 3 alte Basarviertel (Sheshi i Lirisë) wurde 2015–16 aufgehübscht. Es ist heute verkehrsberuhigt mehr mit Cafés und Restaurants als Bauernmarkt oder Läden und im Sommer bis Mitternacht lebhaft
eingeschränkt barrierefrei Das grobe Kopfsteinpflaster macht es für Rollstuhl oder Kinderwagen schwer gängig.

Der Bulevard Republika bietet sich für eine Spaziergang an lauen Abenden an – die Einheimischen machen das auch.

  • 1 Kinema Majestik, Bulevardi Republika 12, Korçë . Kino, das schon wegen seiner Fassade aus der Zwischenkriegszeit sehenswert ist. Hier findet im September das KO:SH-Filmfest statt, ansonsten ist geschlossen.
  • 2 Versus Club, Rr. e Kolonjes nr 11 Korçë Korce, 7003 (an der SH75 nach Süden) . Disko weit genug südlich des Ortsrands, um niemanden zu stören.

Unterkunft

[Bearbeiten]

Im Umfeld des Theaterplatzes hat man eine gute Auswahl an Hotels.

Mittel

[Bearbeiten]
2 Hotel Kristal, Rruga Konferenca e Labinotit, Korçë (Am Hang mit atemberaubendem Blick über die ganze Stadt – besonders bei Sonnenuntergang.). Tel.: +355692098321 . Vormals Kurklinik der werktätigen Massen, durfte sich bei der letzen Renovierung ein moderner Innenarchitekt austoben – was zu geschmackvoll gestalteten Zimmern geführt hat.

Gehoben

[Bearbeiten]
3 Grand Hotel Palace (vormals Albturisthotel Iliria), Rruga Ismail Qemali, Korçë. Tel.: +35582242677 . Mit Wellnessbereich und Spielcasino.

Luxus

[Bearbeiten]
4 Life Gallery Hotel, Bulevardi Republika nr 24, Albania. Tel.: +355697090222 .

Sicherheit

[Bearbeiten]

Die ganze Region ist erbebengefährdet.

Gesundheit

[Bearbeiten]
Klima im Ortsteil Bilisht

Inhaber der europäischen Krankenversicherungskarte sollten beachten, dass diese in Albanien nicht gilt. Sofern es der eigene Zustand zuläßt, ist eine Fahrt zur Behandlung in Griechenland sinnvoll. Braucht man ein Krankenhaus, so muß man in das von Florina.

Praktische Hinweise

[Bearbeiten]
4 Postamt 7001, JQ9G+8QQ, Rruga Ismail Qemali, Korçë (beim Theaterplatz) .

Ausflüge

[Bearbeiten]
  • Pogradec ist am albanischen Ufer des Ohridsees.
  • Die Straße nach Përmet führt zum südlichen Ende des Landkreises in 2 Kolonjë (Bashkia Ersekë) . Will man hier die Berge Gramoz, Ostrovicë and Nemërçkë gelangt man in wirklich abgelegene Bergregionen ohne Versorgung.

Morava-Gebirge

[Bearbeiten]
Felsformation am Gur i Capit

Die höchsten Gipfel im 2 Morava-Gebirge (Malet të Moravës) erreichen Höhen von rund 2000 Metern. Teile sind als 3 Landschaftsschutzgebiet Drenonva (Peizazh tokësor e ujor i mbrojtur Bredhi i Drenovës-Sinicë) das zu neun Zehnteln bewaldet ist. Ein kleines Gebiet hiervon (viereinhalb Hektar) zwischen dem ehemaligen Morava-Kohlebergwerk (begehbarer Schacht) bei Drenova und Gur i Capit ist als Erholungsgebiet ausgewiesen. Hier sind einige bizarre Sandsteinformationen. Um hierhin zu gelangen muß drei Stunden vom 3 Dorf Drenova (Drenovë) auf, die letzten 2½ km steil bergauf oder mit einer Enduro fahren. Der Wanderweg beginnt am 1 Parkplatz am Dorfrand .
Am ehemaligen Campingplatz 2 Bozdovec stehen nur noch verfallene steinerne Hütten. Die gefaßte Quelle sprudelt aber noch. Von hier kann man nach Norden abbiegen und sechs Kilometer auf der Höhe bleiben, bevor nach Westen schwenkt und hinab ins Dorf 4 Dishnicë gelangt, das 5 km nördlich Korçë ist.

2 Ski Pista Bigell, Korçë-Dardhë km 12, Korçë 7002 (im Morava-Gebirge) . Zeitweise künstlich beschneiter Skihang mit Lift auf 1580 Metern. Übernachten kann man 3,7 km weiter im tiefer gelegenen Dorf Dardhë.

Voskopoja

[Bearbeiten]
Fresko von David Selenica in der 6 Kirche St. Nikolaus in Voskopoja (Kisha e Shën Kollit) , 1999

Das Dorf 5 Voskopoja (Voskopojë, ​21 km von Korça entfernt in den Bergen westlich auf einer Höhe von 1160 Metern) ist fast komplett von der Minderheit der Aromunen bewohnt, die eine eigene Sprache haben, welche ein Dialekt des Rumänischen ist. Die Bevölkerung ist stark rückläufig. 1989 wohnten hier über 3700 Menschen, in den 2020ern noch etwa 500 und ebenso viele in den umliegenden Weilern. Im 18. Jahrhundert war in der damaligen Stadt ein Zentrum des Buchdrucks im osmanischen Reich. Der Verfall begann mit der Eroberung 1769. Die Gebäude von Voskopoja wurden während der Partisanenkriege des Zweiten Weltkriegs dreimal zerstört.

Heute ist Voskopoja ein Bergdorf mit zugehörigem Skigebiet. Da die Aromunen orthodoxen Glauben waren gibt es im Dorf und an den Hängen entsprechende Kirchen, Mitte des 18. Jhdts. zählte man 24. Fünf von den erhaltenen wurden 2002 in die World Monuments Watch des [[en|World Monuments Fund}} aufgenommen. Es dauerte bis 2018 zur Planung der Restaurierung der insgesamt 4000 m² Fresken, die dann 2024 angegangen werden konnte. Die künstlerisch wichtigste ist die 7 Erzengel-Michaels-Kirche (Kisha e Kryeëngjëllit Shën Mëhill dhe Gabrielit) , 1766 erbaut. 1996 wurden 23 Gemälde von islamistischen Bilderstürmern beschädigt. In der Kirche der Jungfrau Maria ist Platz für 1000 Gläubige, was sie zu einer der größten Albaniens macht.

Unterkunft
  • 5 Pensionen . Drei Pensionen nebeneinander sind Vila 118 (Tel. +355692093201), Voskopojë Vila und Vila Mata (Tel. +355683729951).
  • 6 Hotel Restaurant Vila Ime, Rruga Shen Kolli , 100m nga Kisha Shen Mehilli Voskopoje Korce AL 7029, Voskopojë. Tel.: +355676990562 . Preis: geh. Mittelklasse.

Vithkuq

[Bearbeiten]
6 Vithkuq (Bythkuqi; 28 km in den Bergen südlich. Direkte Bergstraße mit Voskopoja 21 km) . Ein weiteres Dorf mit freskenreichen Kirchen wie Voskopoja, wenn auch nicht ganz so reich ausgestattet, wenn man von der prächtigen St.-Michaelskirche absieht.

Es gibt zwei Pensionen und ein Restaurant.

Bilisht

[Bearbeiten]
7 Bilisht (an der Landstraße zwischen Korça und der griechischen Grenze. Buslinien (am Kreisverkehr) KO24 nach Tirana; KO10 und KO25 nach Korça) . Gute Ortschaft, um vor der Weiterfahrt nach Griechenland noch einmal günstig zu Essen und Tanken. Die zahlreichen Damen am Straßenrand sind keine Anhalterinnen.
  • Hotel Bar Prive, E86, Bilisht 7006 (an der Durchgangsstraße). Einfaches Hotel, auf Durchreisende ausgelegt mit Restaurant.

Literatur

[Bearbeiten]
  • Durand, Maximilien; Patrimoine des Balkans: Voskopojë sans frontières 2004; Paris 2005 (Somogy Éd. d’Art); [mehrsprachig]
  • Tourta, Anastasia; Drakopoulou, Eugenia; Icons From the Orthodox Communities of Albania: Collection of the National Museum of Medieval Art, Korce; 2006 (European Centre for Byzantine and Post-Byzantine Monuments); ISBN 9789608906112
  • Dreisprachiger Bildbahnd: The house in which comrade Enver Hoxha lived (Korça, 1937-1939); [= «Shtëpia ku jetoi shoku Enver Hoxha (Korçë, 1937-1939)» oder «La maison où a vécu le camarade Enver Hoxha (Korçe, 1937-1939)»; Tirana 1984; Scan
[Bearbeiten]
Brauchbarer Artikel
Dies ist ein brauchbarer Wikivoyage-Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.