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Karlstadt

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Karlstadt von der Karlsburg.JPG
Karlstadt
BundeslandBayern
Einwohner
14.808 (2015)
Höhe
163 m
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Lage
Lagekarte von Bayern
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Karlstadt

Karlstadt ist eine historische Stadt im Maindreieck in Unterfranken im nördlichen Bayern. Sie ist Kreisstadt des Landkreises Main-Spessart.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Stadt hat insgesamt etwa 15.000 Einwohner, die sich auf folgende Stadtteile verteilen: Karlstadt, Heßlar, Karlburg, Gambach, Laudenbach, Mühlbach, Rohrbach, Stadelhofen, Stetten und Wiesenfeld. Der Stadtteil Karlstadt ist mit etwa 7000 Einwohnern am größten. In der Umgebung findet man mehrere Naturschutzgebiete mit seltenen Pflanzen- und Tierarten, zahlreiche Weinberge und die ersten Ausläufer des Spessarts. Das Klima ist sehr mild und eher trocken.

Karlstadt wurde um 1200 „am Reißbrett“ geplant, d.h. die Straßen und Gassen verlaufen nahezu rechtwinklig zueinander. Die Stadt war von Konrad von Querfurt so dimensioniert worden, dass sich die Siedlung bis ins 19. Jahrhundert vollständig innerhalb der Stadtmauern befand. Große Teile der Altstadt sind aufwändig restauriert.

Karlstadt wird in der Gegend oft Karscht oder Karscht am Mee genannt, die Bewohner werden als Flaak oder Karschter Flaak bezeichnet. Die Bezeichnung geht auf eine alte Geschichte zurück, wonach ein Karschter Bauerssohn sich in ein Mädchen aus Waldsassengau verguckt haben soll. Ihr gegenüber machte er Andeutungen reich zu sein. Als das Mädchen den angeblichen Reichtum überprüfen wollte, machte sie mit dem Bauerssohn einen Spaziergang durch die Flur. Bei jedem besseren Stück Land hielt dieser an, klopfte auf die Knie und sagte: "Dar Flaak da, dar ghört a mir!" Das Mädchen wurde ob des Reichtums stutzig und erkundigte sich bei der Behörde, wo sie erfuhr, dass dem Bauerssohn gar kein Land gehöre. Der Bauerssohn hatte bei jedem Stop nur auf einen Flecken auf seiner Hose gedeutet. Die Geschichte verbreitete sich in Windeseile und die Bezeichnung Karschter Flaak war entstanden.[1]

Anreise[Bearbeiten]

Maintorturm und Maintor (Im Hintergrund die Karlsburg)

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Der 3 Bahnhof Karlstadt (Main) liegt an der Main-Spessart-Bahn (Würzburg–Hanau). Er wird meist stündlich vom Regionalexpress der Linie Würzburg-Frankfurt (Main) und von Regionalbahnen der Linie Würzburg-Gemünden (Main)-Jossa angefahren. Die Schnellfahrstrecke Hannover-Würzburg verläuft zwar durch das Gemeindegebiet, es ist jedoch keine Haltestelle verfügbar.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Fernbusse haben Karlstadt noch nicht entdeckt.

Auf der Straße[Bearbeiten]

In Karlstadt treffen sich die Bundesstraßen B26 und B27. Im Süden von Karlstadt verläuft die Autobahn A3 (Frankfurt - Würzburg) in West-Ost Richtung, während sich im Osten die Autobahn A7 (Hannover - Würzburg) befindet. Parkplätze findet man rund um die Altstadt (Parkplätze rund um die historische Altstadt).

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Der Main-Radweg führt am Mainufer direkt an der Altstadt von Karlstadt vorbei. Gleichzeitig ist dieser Abschnitt Teil des der Ostschleife vom Main-Tauber-Fränkischer-Rad-Achter.

Der Wern-Radweg verläuft entlang der Wern von Schweinfurt nach Gemünden am Main und streift dabei den Karlsstädter Stadtteil Stetten.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Karlstadt liegt am Main. Der 4 Anleger für Personenschifffahrt befindet sich auf Höhe der Altstadt.
Zusätzlich gibt es einen 5 Betriebs- und Frachthafen im Industriegebiet.

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Karlstadt
  • 6 2 Stromladesäulen Typ 2 für Elektroautos (Typ 2 (22kW)), Zum Helfenstein 2. Parkplatz gegenüber der Stadtverwaltung
  • 7 kostenlose Stromtankstellen für Pedelecs, Am Marktplatz. in der Altstadt
  • 1 Radsport Volker Rosenberger, Bodelschwinghstraße 94, 97753 Karlstadt. Tel.: +49 (0)9353 8673, Fax: +49 (0)9353 8680, E-Mail: . Fahrradreparatur und -verleih: pro Rad und Tag 10,00 €, pro E-Bike und Tag 20,00 € Geöffnet: Mo geschlossen, Di - Fr 10 - 12.30 und 14.30 - 18.30 Uhr, Sa 9- 14 Uhr.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Altstadt[Bearbeiten]

Historisches Rathaus
Pfarrkirche St. Andreas

Der Stadtteil Karlstadt besitzt eine sehenswerte Altstadt mit einer großen Anzahl erhaltener und restaurierter Fachwerkhäuser aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Viele der Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Die rechtwinklig verlaufenden Gassen sind relativ eng, so dass die Zahl von Autos in der Altstadt überschaubar bleibt. Parken ist an vielen Stellen außerhalb der Stadtmauer möglich. In der Altstadt laden im Sommer zahlreiche Eiscafés und gastronomische Einrichtungen zum Verweilen ein. Außerdem gibt es einige kleinere Geschäfte.

  • 1 Historisches Rathaus, Marktplatz 1. Das historische Rathaus im Zentrum der Altstadt wurde 1422 als Rat-, Kauf- und Tanzhaus errichtet. Zum Marktplatz ist die Fassade als Treppengiebel gestaltet. Die Freitreppe bildete ursprünglich den einzigen Zugang zum oberen Saal. Die Steinbrüstung des Verkündpodests trägt das Wappen des Fürstbischofs Johann Philipp von Schönborn. Am Giebel des historischen Rathauses steht oberhalb der Rathausuhr, in einer Nische, das 1718 von dem Karlstadter Bildhauer Kilian Schüßler geschaffene „Schwedenmännle“. Es ist zum Wahrzeichen der Stadt geworden und spielt jeden Tag um 12 Uhr, 16 Uhr, 18 Uhr und 20 Uhr auf der Trompete das Landsknechtslied „Vom Barette schwankt die Feder“. Einer Überlieferung zufolge soll das Männchen einen schwedischen Trompeter darstellen, der bei dem überstürzten Abzug der schwedischen Besatzung vergessen wurde und auf dem Ausguck im Rathausgiebel zurück blieb.
  • 2 Katholische Stadtpfarrkirche St. Andreas, Kirchplatz 9. Die Katholische Stadtpfarrkirche St. Andreas wurde ab dem 14. Jahrhundert auf den Grundmauern einer spätromanischen Basilika errichtet. Reste der alten Kirche sind z. B. noch am Westturm zu erkennen.[2] Der Hauptteil der dreischiffigen Kirche ist im Stil der Gotik erbaut. Das Kircheninnere birgt eine Reihe von Kunstschätzen aus allen Jahrhunderten der Stadtgeschichte. Dazu zählen Plastiken und Epitaphien, eine steinerne Kanzel, bunte Bleiglasfenster, eine alte Orgel und vieles mehr.

Von der Stadtbefestigung sind große Teile der Mauern und Türme erhalten geblieben. Auf der Außenseite der Stadtbefestigung ist eine Grünanlage angelegt, durch die sich ein gewundener Pfad schlängelt. Zur Stadtbefestigung gehören auch:

  • 3 Maintor mit dem Maintorturm. Das Maintor bildet den westlichen Zugang zur Stadt. Außen am Maintor sind die Hochwasserpegel der letzten Jahrhunderte markiert, als der Main noch nicht kanalisiert war. Früher befand sich hier ein wichtiger Warenumschlagplatz für die Schifffahrt. Heute legen Flusskreuzfahrtschiffe weiter nördlich an.
  • 4 Oberes Tor. Das obere Tor befindet sich im Süden der Altstadt. Der Name ist von der Fließrichtung des Mains abgeleitet. Das obere Tor besteht aus dem hohen Torturm und dem vorgelagerten Torhaus. Zwischen dem Torhaus und dem Torturm überspannte eine Holzbrücke auf Pfeilern den Stadtgraben. Letzter wurde allerdings im 19. Jahrhundert vollständig verfüllt. Der obere Torturm wird im Volksmund auch „Katzenturm“ genannt. Der Name geht auf den letzten Stadttürmer zurück, der beim Heraufziehen von Brennholz einen Fall aus dem vorletzten Stockwerk auf einen großen Reisighaufen in der Hauptstraße wie eine Katze unbeschadet überlebte.
  • 5 Brückenturm (Mühlturm). Der Brückenturm befindet sich im äußersten Südwesten der Altstadt. Nach dem Bau der Brücke wurden hier die Abgaben eingefordert. Die ältere Bezeichnung Mühlturm geht auf die frühere Nutzung zurück. Direkt neben dem Mühlturm befindet sich die erst 1991 freigelegte und restaurierte Rossmühle. Das hölzerne Mahlwerk, das durch Pferde angetrieben wurde, ist aufwändig rekonstruiert worden.

Ruine Karlsburg[Bearbeiten]

  • 6 Karlsburg. Die Karlsburg auf der gegenüberliegenden Mainseite wurde im 10. Jahrhundert errichtet und mehrfach umgebaut. Im Bauernkrieg 1525 wurde sie von den Karlstädter Bürgern zerstört und ist nur noch als Ruine erhalten. Von der Ruine hat man einen wunderschönen Blick über Karlstadt und das Maintal.

Museen[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten]

Karlstadt bietet neben normalen Stadtführungen („Fünf vor Zwölf!“) auch Erlebnis- und Kostümführungen, Naturführungen durch die umliegenden Naturschutzgebiete oder die Weinberge an. Insgesamt ist Karlstadt Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen und Radtouren durch die Umgebung.

Wiederkehrende Veranstaltungen Über das Jahr verteilt gibt es zahlreiche Märkte und Feste. Dazu zählen unter anderem der Ostermarkt, der Maimarkt, das Bierfest, die Kulinarische Meile, der Oktobermarkt, die Auto-Meile, die Nikolaustage, sowie natürlich das Weinfest. Weinfeste gibt es auch in den anderen Stadtteilen.

Einkaufen[Bearbeiten]

Marktplatz

Karlstadt deckt als Mittelzentrum die wichtigsten Bereiche ab. Zur Stärkung der regionalen Wirtschaft wurde von der Stadtmarketing GmbH der „Karschter Flaak Taler“ als „lokale Währung“ eingeführt. Der Flaak-Taler gilt als Souvenir und kann in vielen teilnehmenden Geschäften wie Bargeld (Gegenwert 5€) eingesetzt werden. Der Taler ist bei der Raiffeisenbank und der Sparkasse erhältlich.

Der Wochenmarkt findet jeweils Donnerstag vormittags auf dem Marktplatz statt.

  • 2 Cafè Konditorei Schrödl, Hauptstraße 45, 97753 Karlstadt (Altstadt (Nähe Marktplatz)). Tel.: +49 (0)9353 1234, Fax: +49 (0)9353 6815, E-Mail: . Die Konditorei ist weit über die Stadtgrenzen bekannt für ihre Pralinen. Aber auch die anderen Erzeugnisse sind frisch hergestellt. Die „Schrödl-Hörnchen“ aus Plunderteig mit Mandelfüllung und Puderzucker sind der Klassiker unter den hauseigenen Gebäckstücken. Saisonal werden auch selbstgemachte Schokoladenerzeugnisse und Baumkuchen verkauft. Geöffnet: Mo-Sa 9-18 Uhr, So und Feiertag 10-18 Uhr.

Küche[Bearbeiten]

  • 1 Wirtshaus "Zur Rose", Marktplatz 6, 97753 Karlstadt. Tel.: +49 (0)9353 9767992, Fax: +49 (0)9353 9767748, E-Mail: . Mitten im Herzen Karlstadts, zentral auf dem Marktplatz gegenüber dem historischen Rathaus, gutbürgerliche fränkische Küche. Geöffnet: Mo – Fr 10.00 – 14.00 + 17.30 – 23.00 Uhr, Sa, So + Feiertags 10.00 – 23.00 Uhr, Mi ist Ruhetag.
  • 2 Restaurant "Zum Fehmelbauer", Hauptstraße 22, Karlstadt. Tel.: +49 (0)9353 3320, Fax: +49 (0)9353 7529, E-Mail: . Fränkische Küche. Geöffnet: Di – Sa 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 23.30 Uhr, So 10.00 – 14.30 Uhr + 17.00 – 22.30 Uhr, Mo 17.00 – 23.00 Uhr (Apr – Okt, restliches Jahr ist am Mo Ruhetag. Preis: Übernachtung ist auch möglich: EZ ab 38 €, DZ ab 65 €, DZ zur Einzelbelegung ab 40 € (jeweils incl. Frühstück).
  • 5 Landgasthof "Zum Stern", Karlstadter Straße 29, 97753 Karlstadt OT Wiesenfeld. Tel.: +49 (0)9359 99910, E-Mail: . Geöffnet: Mo 11.00 – 23.00 Uhr, Di ist Ruhetag, Mi 11.00 – 14.00 Uhr, Do + Fr 11.00 – 23.00 Uhr, Sa 18.00 – 23.00 Uhr, So 10.00 – 21.00 Uhr.

Daneben gibt es an wechselnden Orten Heckenwirtschaften. Die Regelung besagt, dass Winzer eine begrenzte Zeit im Jahr ihren Wein und Speisen anbieten dürfen, wobei die Zahl der Plätze beschränkt ist. Es darf jeweils nur eigener Wein ausgeschenkt werden.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Camping[Bearbeiten]

  • 1 Wohnmobilstellplatz. Kostenloser Stellplatz unmittelbar am Main für 6 Wohnmobile, keine Ver- und Entsorgung, nur WC, befestigter Untergrund
  • 2 Campingplatz-Karlstadt, Baggertsweg 6, 97753 Karlstadt. Tel.: +49 (0)9353 996107, E-Mail: . Sehr schön gelegener Platz, unmittelbar neben dem Freibad (Badeintritt inkl.!), Kiosk und Bistro mit Biergarten Geöffnet: Karfreitag bis 15.10. Preis: Pro Nacht: Stellplatz 7,00 € + 3,80 €/Pers.

Hotels und Pensionen[Bearbeiten]

  • 3 Hotel Mainpromenade, Mainkaistraße 6, 97753 Karlstadt. Tel.: +49 (0)9353 90650, Fax: (0)9353 9065-33, E-Mail: . Die Küche bietet regionale und internationale Spezialitäten und natürlich fränkische Weine. Wellness- und Relaxbereich mit Dampfbad, Finnischer Sauna und Whirlpool vorhanden. Geöffnet: Restaurant: täglich 11.30 – 14.00 Uhr + 17.00 – 21.30 Uhr. Preis: EZ ab 76 €, DZ ab 106 €, Halbpension 16 € Aufpreis pro Person (3-Gänge-Menü).

Lernen[Bearbeiten]

Als Schulen gibt es in Karlstadt das Johann-Schöner-Gymnasium, die Johann-Rudolph-Glauber-Realschule, die Konrad-von-Querfurt-Mittelschule, Grundschulen in Karlstadt, Wiesenfeld und Karlburg, sowie das Leo-Weismantel-Förderzentrum Karlstadt-Gemünden. Daneben gibt es die Staatliche Berufsschule Main- Spessart. Der musikalischen Erziehung dient die Städtische Sing- und Musikschule.

Arbeiten[Bearbeiten]

Die drei größten Arbeitgeber in Karlstadt sind die Eisenwerke Düker, das Zementwerk Schwenk Karlstadt und das Furnierwerk Kohl.

Sicherheit[Bearbeiten]

  • 2 Polizeiinspektion, Hauptstraße 42, 97753 Karlstadt. Tel.: +49 (0)9353 97410. Notruf: 110

Gesundheit[Bearbeiten]

  • Diverse Ärzte aller Fachrichtungen bieten eine gute Allgemeinversorgung.
  • Die allgemeinen Bereitschaftsdienste der Kassenärztlichen Vereinigungen erreicht man bundesweit einheitlich unter der vorwahlfreien Telefonnummer: 116 117
  • 3 Klinikum Main-Spessart, Gemündener Str. 15-17. Tel.: +49 (0)9353 7980. Mit einen Standort in Karlstadt.

Apotheken[Bearbeiten]

  • Der Apotheken-Notdienst kann auch schon mal ins entfernte Gemünden am Main führen. Einen stets aktuellen Hinweis findet man aber auch an der Eingangstür der o. g. örtlichen Apotheken.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Postleitzahl97753
Vorwahl9353, 9359

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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