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Kalifornische Südküste

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Kalifornische Südküste
Fläche: 28.500 km²

Die Kalifornische Südküste ist ein Teil der Westküste der USA und liegt in Südkalifornien zwischen Santa Barbara und San Diego.

Hintergrund

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Die Großregion der 1 Kalifornischen Südküste umfasst die Küsten am Pazifik und die östlich davon liegenden küstennahen Regionen. Ihre Fläche beträgt rund 28.500km². Pendants sind die Kalifornische Zentralküste und die Kalifornische Nordküste.

Geschichte

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Etwa 1000 vor Christus besiedelten die indigenen Chumash, Tongva und Tataviam die südliche Küstenregion Kaliforniens und sind bis 1500 nach Christus nachweisbar.[1] Die Tataviam lebten am Oberlauf des 1 Santa Clara River [2], die Chumash in der Höhe des heutigen Malibu.

Der erste Europäer an Südkaliforniens Küsten war der Seefahrer Juan Rodríguez Cabrillo, der am 28. September 1542 in der Nähe von San Diego an Land ging. Am 23. November 1542 kehrte er mit seiner Mannschaft in der Höhe von San Francisco (Nordkalifornien) um, ohne jedoch die Bucht von San Francisco entdeckt zu haben, und steuerte wieder San Diego an. Am 1. Oktober 1769 drang der Spanier Gaspar de Portolà bis zum heutigen Los Angeles vor, wo der mitgereiste Pater Juan Crespí den Festtag Nuestra Señora de Los Angeles de Porciuncula feiern ließ.[3] Bereits 1771 begannen die Spanier mit der Missionierung der Indigenen, welche durch die Errichtung von Klöstern (spanisch: monasterio de la misión) an der kalifornischen Küste manifestiert werden sollte. Auf diese Weise entstanden 21 Missions-Stationen, davon 7 an der südkalifornischen Küste. Die erste war die Mission San Gabriel Arcángel. Am 4. September 1781 wurde Los Angeles formal als Nuestra Señora de la Reina de los Angeles de Porciuncula gegründet. Hinzu kamen Militärposten (spanisch: presidios) wie 1782 in Santa Barbara.[4]

Am 14. Juni 1846 wurde das zu Mexiko gehörende Kalifornien (spanisch: Alta California) durch die USA annektiert.

Klima

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Der Pazifik beeinflusst das Klima der Küsten und des angrenzenden Festlandes erheblich. Im Sommer fließt Richtung Norden der kalte Kalifornien-Strom und im Winter die nach Süden gerichtete warme Kuroshio-Strömung.[5] Deshalb werden die Sommer in Küstennähe nicht heiß, die Winter bleiben mild.

Die südkalifornische Küste weist aus diesen Gründen ein mediterranes Klima mit warmen und trockenen Sommern sowie milden und feuchten Wintern auf, in denen kühles Wetter und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt selten sind. Der Sommer beginnt im Juni und dauert an bis zum September. In jenem Zeitraum können die Tagestemperaturen auch bis auf 28°C ansteigen, nachts kühlt es auf 18°C ab. Die höchsten Niederschläge fallen im Februar.

Reisevorbereitung

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Die Küstenregionen Südkaliforniens können ganzjährig bereist werden. Die Hauptsaison ist zwischen Mai und Oktober, während der auch die Einheimischen unterwegs sind. Dadurch kann es an bekannten Attraktionen zu einem hohen Publikumsandrang kommen, so dass deren Besuch an Wochenenden und Feiertagen nicht ratsam ist. Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, hat eher die Möglichkeit, einem hohen Andrang durch Auswahl weniger frequentierter Reiseziele auszuweichen.

Anreise

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Die Anreise kann für eine Rundreise an der Westküste der USA oder durch Südkalifornien vom 1 Los Angeles International Airport (IATA: LAX) erfolgen. Eine Anreise per Auto/Bus ist im Abschnitt Mobilität erläutert.

Regionen

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Karte
Karte von Kalifornische Südküste

Von den folgenden Counties gehören lediglich die Küste und küstennahen östlichen Regionen zur kalifornischen Südküste:

Die staatliche Behörde CNRA bezeichnet dies als die South Coast Bioregion.[6]

Der nördlichste Teil der kalifornischen Südküste bei Santa Barbara

Erwähnenswert sind insbesondere folgende Ortschaften:

Größte Stadt an der kalifornischen Südküste und von ganz Kalifornien ist Los Angeles, gefolgt von San Diego.

Schutzgebiete

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Der Mugu Rock im Point Mugu State Park

Weitere Sehenswürdigkeiten

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Höchster Berg der Region: San Gorgonio Mountain
Disneyland

Folgende küstennahen Gebirgsketten gehören zur südkalifornischen Küste:

Höchster Berg der südkalifornischen Küstenregion ist mit 3506 Metern der 16 San Gorgonio Mountain , längster Fluss mit nur 154km Länge ist der 17 Santa Ana River .

Ein stark frequentiertes Reiseziel ist 1 Disneyland mit 16,9 Millionen Besuchern jährlich und Vorbild für alle weltweiten Freizeitparks. Wem dies nicht genügt, sollte 2 Knott's Berry Farm aufsuchen. Lohnenswert ist ein Blick hinter die Filmkulissen von 19 Hollywood in den 3 Universal Studios .

Empfehlenswert sind drei Museen über das Surfing, das 1 International Surfing Museum in Huntington Beach, das 2 Santa Barbara Surfing Museum in Santa Barbara und das 3 California Surf Museum in 20 Oceanside .

In der Region befinden sich die Missionsstationen 1 Mission Santa Barbara , 2 Mission San Buenaventura , 3 Mission San Fernando Rey de España , 4 Mission San Gabriel Arcángel , 5 Mission San Juan Capistrano , 6 Mission San Luis Rey de Francia und 7 Mission San Diego de Alcalá .

Die Küstenregion Südkaliforniens verfügt auch über Weinanbau, der allerdings keine Konkurrenz zu den weltberühmten Weinregionen Nordkaliforniens darstellt. Bekannte Weingebiete des Südens sind das San Diego County, 21 Temecula oder das 18 Santa Ynez Valley .

Mobilität

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Auf dem U.S. Highway 101 an der Grenze des Ventura County
Die California State Route 1 überquert den Santa Ana River in Höhe seiner Flussmündung
Strecke des Pacific Surfliner
  • Mit dem Auto können insbesondere drei Nord-Süd-Verbindungen genutzt werden:
    • Der Interstate I5 tritt ab Santa Clarita in die Region ein und führt ab 22 Dana Point nah an der Küste entlang bis San Diego.
    • Auch der U.S. Highway H101 verläuft – nicht immer küstennah – in der Region.
    • Die California State Route S1 tritt ab Santa Barbara in die Region ein und endet in Dana Point.
  • In Ost-West-Richtung gibt es unter anderen zwei Straßen:
    • Die legendäre Route 66 tritt in San Bernardino in die Region ein und endet in Santa Monica .[7]
    • Der Interstate I15 tritt bei 23 Victorville in die Region ein und endet im Nordosten von San Diego.

Amtrak betreibt den 2 Pacific Surfliner , der eine Eisenbahnstrecke vom 3 Santa Fe Depot in San Diego nach San Luis Obispo über 563km fährt.

Aktivitäten

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Die südkalifornische Küste ist ein Freizeitparadies ersten Ranges. Weltbekannt sind die Strände 4 Huntington Beach , wo das Wellenreiten erstmals 1907 an der Westküste der USA eingeführt wurde und wo alljährlich im September die Weltmeisterschaften ausgetragen werden[8], ferner 5 Seal Beach , 6 Newport Beach , 7 Venice Beach bei Los Angeles oder – last but not least – 8 Malibu Beach . Der 19 Salt Creek Beach Park in Dana Point im südlichen Orange County war einer der Ausgangspunkte der Surfer-Bewegung in den 1950er- und 1960er-Jahren und gilt bis heute als eines der schönsten Surfgebiete an der gesamten kalifornischen Küste. Auch der 9 Black's Beach / Scripps Beach bei 24 La Jolla ist ein exzellentes Gebiet für Surfer aller Erfahrungsklassen.

In der gesamten Region sind neben Wassersport jeder Art (Baden, Rudern, Schwimmen, Surfen) auch Angeln, Bootsfahrten, Fahrradfahren, Jogging, Unterhaltung in den Freizeitparks oder Wandern möglich.

Ausflüge

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Nicht zum Channel-Islands-Nationalpark gehören die westlich von Los Angeles liegenden drei Inseln 20 Santa Catalina Island , 21 San Clemente Island und 22 San Nicolas Island .

Unterkunft

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Südkalifornien ist ein beliebtes Reiseziel, so dass eine unüberschaubar hohe Anzahl von Hotels/Lodges/Motels/Resorts aller Kategorien zur Verfügung steht. Selbst in ausgesprochenen Touristenorten gibt es während der Hauptsaison keine Engpässe.

Sicherheit

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Siehe auch: Südkalifornien#Sicherheit
Siehe auch: Kalifornien#Sicherheit
In ganz Kalifornien werden Waldbrände (englisch: wildfires) thematisiert, die gerade die Hauptreisesaison beeinträchtigen können. Dann kann es zu Straßensperrungen in den betroffenen Gebieten kommen, wodurch Reiseziele nicht erreicht werden können. Da das Rettungspersonal (englisch: fire fighters) in Hotels untergebracht wird, kann es zu Engpässen bei Unterkünften kommen.

Literatur

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  • Regis St. Louis, Lonely Planet Reiseführer USA, MairDumont, 2012, S. 1043 ff.; ISBN 978-3829723367.

Einzelnachweise

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