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Kalarrytes

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Kalarrytes
Kalarrytes
PräfekturIoannina
Einwohnerzahl41(2001)
Höhe1.150 m
Lagekarte von Griechenland
Lagekarte von Griechenland
Kalarrytes

Kalarrytes (griech.: Καλαρρύτες) ist eine Bergdorf im nördlichen Tzoumerka, politisch gehört die Gemeinde zur Präfektur von Ioannina. Das Dorf liegt nördlich der Schlucht des Kalarritikos, dieses Flüsschen mündet in den Arachthos.

Westlich der Kalarritikos-Schlucht liegt das ebenfalls malerische Bergdorf Syrrako, der direkte Weg ist allerdings nur zu Fuss möglich. Kalarrytes liegt an der Strassenverbindung, die die Tzoumerka-Ragio über den 1900m hohen Baros-Pass mit Metsovo an der Autobahn Egnatia Odos verbindet.

Hintergrund

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Das Gebiet östlich des heutigen Kalarrytes war bereits in prähistorischen Zeiten besiedelt, im Bereich des archäologischen Geländes von Avatos fanden sich eine Bronzeaxt und Figurinen.

Blick auf Kalarrytes
Blick auf Kalarrytes

Ab dem 10./11. Jhdt. wanderten Vlachen ins die Region ein und liessen sich ab dem 13, Jhdt. nieder, der mit dem Rumänischen verwandte Dialekt der Vlachischen Bevölkerung in Kalarrytes hielt sich bis in die Neuzeit. Das Dorf war für die Osmanen nur schwer erreichbar, unterwarf sich aber 1478 dann doch unter die osmanische Herrschaft. Wenig später wurde mit dem Bau der Ag. Nikolaos-Kirche begonnen. Ab 1700 entwickelte sich die Silberschmiedekunst in Kalarrytes und Kaufleute standen mit Ioannina und italienischen Städten in Kontakt. Die Händler von Kalarrytes waren weitherum bekannt nicht nur für Gold- und Silberschmiedearbeiten, sondern auch für die Herstellung von hervorragenden Wollstoffen für den Bedarf des Klerus, aber auch in der Seefahrt. Schafe wurden wegen der Fleischproduktion, Wolle und Felle gehalten. Nach der Erhebung des Epirus gegen die Osmanen 1821 und der Belagerung von Ioannina durch Ali Pasha wurde Ioannina und später auch das wohlhabende Kalarrytes geplündert und die Häuser in Brand gesteckt, die wohlhabenden Einwohner flohen und der Landstrich wurde weitgehend entvölkert, die wenigen verbleibenden Einwohnern verlgten sich auf die Landwirtschaft und Schafszucht und der Ort gelangte nie mehr zu seiner wirtschaftlichen Bedeutung zurück.

Nach den Erhebungen der Griechen 1821 und des Epirus 1854 gegen die osmanische Herrschaft wurde das Joch erst 1881 abgeschüttelt, 1882 entstand Kalarrytes als griechische Gemeinde und neue Gebäude wurden errichtet. Nachdem Ioannina mit dem Epirus im Jahr 1913 vom osmanischen Reich nach Griechenland gelangte, wurde Kalarrytes dann 1925 der Präfektur Ioannina angeschlossen. Neben der Landwirtschaft erlangt der sanfte Tourismus hier abseits der grossen Touristenströme an Bedeutung für die lokale Wirtschaft.

Karte
Karte von Kalarrytes

Anreise

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Mit dem Flugzeug

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Der nächste Flughafen ist derjenige von Preveza, die meisten internationalen Gäste dürften eher von Athen aus in die Tzoumerka-Region reisen.

Mit der Bahn / Mit dem Bus

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Der Nordwesten Griechlands ist nicht mit der Eisenbahn erreichbar, nach Kalarrytes existiert wohl auch keine Busverbindung.

Auf der Straße

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Von der Autobahn A2 Egnatia Odos ab der Ausfahrt 5A erreicht man die Tzoumerka-Region über eine kurvige Strasse über Petrovouni - Mystras in gut 1½ Stunden.

Etwa 2 Stunden dauert die Anreise von der A5 bei Arta aus, man nimmt die zu Beginn gut ausgebaute Strasse Grammenitsa-Rodavgi, quert den Arachthos bei Plaka und gelangt über Agnanta, Pramanta und Kipina nach Kalarrytes.

Genauso zeitraubend aber landwirtschaftlich ansprechend ist die Fahrt von Metsovo aus über den Skaphida- (1652 m) und dann den 1 Baros-Pass (1900 m), hier kann im Frühjahr noch lange Schnee liegen. Kalarrytes ist von Norden her kommend, das erste Dorf nach der Passhöhe. Weiter geht es vorbei am , die Brücke über den Kalarittikos nach Pramanta.

Mobilität

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Der Ort ist klein genug, um zu Fuss erkundet zu werden; auch mit dem Privatfahrzeug lohnt es sich, am Ortsrand zu parkieren, da ein Grossteil der Gässchen kein Durchkommen mit dem Auto erlauben.

So empfiehlt es sich, das Fahrzeug beim 2 Ostparkplatz , beim 3 Nordparkplatz oder wenn man eine Unterkunft im Westteil des Orts hat am 4 Westparkplatz zu lassen.

Sehenswürdigkeiten

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Agia Triada Kirche
Quellhaus Vrysi Tsora
Metamorfosis Sotiros Kirche

Der Ort ist mit dem Auto kaum erreichbar, etliche Gässchen und Gassen führen zur zentralen 1 Plateia (Platz im Ortszentrum) und durch den Ort. In Kalarrytes finden sich etliche klassische Wohnhäuser, meist Steinbauten mit einem Wirtschaftsteil im Erdgeschoss und den Wohnräumen im über eine Treppe erreichbaren Obergeschoss. Da die Ortschaft von drei wasserführenden Bächen durchzogen ist, finden sich im Dorf etliche Brunnen und Brücken, man sagt sich, es seien 23 Brücken.

  • 1 Agios Nikolaos Kirche , die Ortskirche wurde als dreischiffige Basilika um 1480 erbaut, nach einem Brand 1821 wurde die hölzerne Ikonostase 1845 neu gebaut, der Leuchter stammt aus Trieste.
  • 2 Agia Triada , die zweite Ortskirche am nordöstlichen Zugang ins Dorf, wurde 1818 erbaut und 1821 und erneut von den deutschen Besetzern 1943 schwer beschädigt, 1999 konnte sie renoviert werden.
  • 3 Metamorfosi Sotiros , die Kirche der Verklärung, oberhalb des Dorfes.
  • Die Kapelle 4 Agii Anargyri ist nur zu Fuss erreichbar.
  • Ebenso gelangt man zur Grottenkapelle 5 Agia Paraskevi nur zu Fuss.
  • 6 Panagia Kirche auf dem Bergrücken oberhalb des Orts; noch weiter in der Höhe steht die 7 Profitis Ilias Kapelle .
  • An der zentralen Plateia befindet sich ein kleines 2 Volkskundemuseum
  • Im renovierten Grundschulhaus befindet sich das 3 Museum zur Silberschmiedekunst , freier Eintritt.

Im Dorf gibt es, zumindest sagt man es sich so, 23 Steinbrücken, weitere in den Flusstälern:

  • 4 Karlibou Brücke
  • 5 Filou & Tourtourou Brücke
  • 6 Kouiasa Steinbrücke
  • 7 Brücke Punta di Chiar
  • zwei, drei weitere 8 Steinbrücken in Syrrako
Kipinas Kloster

An der Strasse nach Mystras liegt das sehenswerte

  • 8 Kipinas Kloster . Das an die Felswand gebaute Kloster, wohl im Bereich eines Höhlenausgangs, aus dem Wasser austritt, wurde 1212 erbaut - in der Zeit, als das Despotat Epirus entstand. Das Katholikum ist eine schmale einschiffige Basilika mit Fresken aus dem 17. Jhdt., aus den Mönchszellen ergibt sich ein toller Ausblick in die Schlucht des Flüsschens Kalaritikos. Zum Kloster führt eine hölzerne Ziehbrücke, der Zugang wurde teils in die steil abfallende Felswand gehauen. Meist ist die Aufseherin von 10:00 - 17:00 h anwesend, sonst muss der Schlüssel beim Priester erbeten werden.

Aktivitäten

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Mparos / Barros Pass

Wandern in und um Kalarrytes

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  • Der griechische Wanderweg O1 durchzieht die nördliche Tzoumerka-Region und verläuft auch durch Kalarrytes.
  • Kalarrytes Syrrako Circular Trail, 9.4km (Rundtour, 4½ h),
GPX Track: Zwischen Kalarrytes und dem jenseits der Schlucht des Chrousias liegenden Dorf Syrrako verläuft keine Strasse, sondern die Ortschaften sind durch den "Μονοπάτι Καλαρρύτες - Συρράκο" verbunden.
Von der zentralen Plateia in Kalarrytes gelangt man durch die Gässchen zum Parkplatz an der Westseite des Orts, dort beginnt ein Wanderweg, der die 300m in die Chrousias-Schlucht absteigt. Eine Felswand wird mit einem Geländer - gesicherten Abschnitt mit Stufen überwunden, auf der Steinbrücke Punta di Chiar wird das Flüsschen überquert und man macht sich an die 200m Anstieg nach Syrrako.
Wenn man eine Rundtour machen möchte, verlässt man den Ort Syrrako auf einem Wanderweg im Südwesten und steigt zur Kalogretsi-Quelle ab. Man quert einen Zufluss und den Bach Tsasi und steigt auf Stufen zu einem weiteren Brunnenhaus auf. Auf einem asphaltierten Strässchen geht es in südlicher Richtung, bald gelangt man auf die von Hauptstrasse nach Syrrako, die man nach Süden verfolgt. Bei einem mit einem Steinmäuerchen abgegrenzten Picknickplatz nimmt man auf den Wanderweg, der in weitem Zick-Zack zur Steinbrücke über den Chrousias hinabführt.
Wer mag kann an der Kreuzung bachaufwärts nach links bis zu einer alten Wassermühle mit einem Café wandern. Von der Chrousiasbrücke führt ein Pfad aufwärts in Richtung der Hauptstrasse nach Kalarrytes. Kurz bevor man die Strasse erreicht, führt ein Wanderweg linksseitig nach oben. Vorbei an der Koukouli-Quelle geht es in weiten Zick-Zack-Kurven nach oben und man erreicht den Ort Kalarrytes von Süden her.
  • Kalarrytes Matsouki Trail, 6.8km (ein Weg),
GPX Track:Um von Kalarrytes über das Kloster Viliza (Byliza) ins östlich gelegene Nachbardorf Matsouki zu gelangen, verlässt man den Ort auf der Hauptstrasse in südöstlicher Richtung. Unterhalb einer Rechtskurve führt mit einem blauen Strassenschild angezeigter Pfad zur Karlibou-Steinbrücke über den Monodendri-Bach hinab. Durch einen Waldabschnitt steigt der Pfad langsam zur Kuppe mit dem Kloster Viliza an.
Vom Kloster geht es auf dem entlang der Felswand führenden Kloster-Zugangsweg bequem in Richtung Matsouki. Wenn man zur Zufahrtsstrasse ins Dorf gelangt, kann man sich rechterhand halten, um von unten vorbei an einem Wasserfall in den Ort zu gelangen.
Der Schlüssel zum Kloster ist im Kafeneion an der Plateia in Matsouki auszuleihen, zur Klosterbesichtigung müsste die Tour allerdings in umgekehrter Reihenfolge angegangen werden.

Einkaufen

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Küche

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  • 1 Taverna Psistaria "O Baros" an der zentralen Pleteia
  • 2 Taverna Zervas
  • 3 Akanthos - Napoleon Zaklis
  • 4 La Godru

Nachtleben

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Unterkunft

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Praktische Hinweise

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Ausflüge

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Literatur

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