Jomsom
| Jomsom | |
| Provinz | Nepal |
|---|---|
| Einwohnerzahl | 1.370 (2011) |
| Höhe | 2.800 m |
Jomsom | |
Das Dorf Jomsom (जोमसोम) liegt im Bezirk Mustang der nepalesischen Provinz Gandaki auf 2800 Höhenmetern. Verkehrsmäßig gut erschlossen ist es Einstiegsort für Wanderer am Annapurna Circuit.
Hintergrund
[Bearbeiten]Jomson liegt an der Nordflanke des Himalayas. Das Dorf ist am Kali-Gandaki, dessen Bett ein Stück südlich des Flugplatzes zur Schlucht wird.
Die meisten Stämme der Region haben tibetische Vorfahren, praktizieren Vajaryana-Buddhismus und sprechen tibeto-birmanische Sprachen. Von Ghāṁsā bis Jomsom sind es vor allem Thakālī, der Sprache ausstirbt. Weiter unten am Kali-Gandaki findet man Gurung und Magar. Um Muktinath und weiter oben in Mustang (= Mustāṅ) leben die Lopa („Lo“ war die alte Bezeichnung des Königreichs Mustang).
Im Sommer lebt man von der Landwirtschaft und seit den 1990ern zahlreicher werdenden Touristen. Die Hälfte der Bevölkerung sucht im Winter Arbeit in wärmeren südlicheren Gebieten Nepals.
Anreise
[Bearbeiten]Mit dem Flugzeug
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Auf der Straße
[Bearbeiten]Die Fernstraße, 152 km (5 Std.) aus Pokhara als Benī-Jomson Highway bzw. von Norden aus Kagbeni und Jharkot (18 km) ist in Teilen noch Schotterpiste.
Seit 2009 geht die Route (NH48) weitere fünfzig Kilometer nach Norden bis 1 Lo Manthang (लोमान्थाङ)
Aus Lo Manthang führt eine Straße über die Grenze weiter nach China. Drittstaatler dürfen sie nicht überqueren.
Mit dem Bus
[Bearbeiten]Am 1 Busparkplatz ist eine kleine Bretterbude das “Ticket Office”.
Mit Pokhara verbinden auch Jeeps als Sammeltaxis. Deren (teurere) Nutzung kann außerhalb der Trockenzeit (Okt. bis Mai) sinnvoll sein, da an den Südhängen Überschwemmungen häufig die Passage auf den ungeteerten Straßenabschnitten erschweren.
Mobilität
[Bearbeiten]Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten]Aktivitäten
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Wandern am Annapurna Circuit Siehe auch: Beschreibungen der einzelnen Etappen
- Kürzere Wanderwege
- Zum Bergsee 1 Chheyma tal ist die Strecke nur nepalisch ausgeschildert, auf den Wegweisern sind jedoch Längen-/Breitenangaben, so daß man mit GPS gut zurecht kommt.
- An den Rändern des Dorfes 2 Thinigaun (ठिनीगाउँ) sind die 2 „Leopardenhöhle“ (चितुवा गुफा, ehem. buddh. Einsiedelei) in rotem Sandstein, das Yangdung-Kloster und auf einem Hügel südlich der 1 Rest des Gharapjhong-Forts (घरपझोङ किल्ला) . Hier ist ein Fußweg weiter zum Dorf 3 Dhumba-See (eher ein größerer Teich und eingezäunt) ausgeschildert. Von hier kann man wieder zum Fluß absteigen und nach rechts schwenkend nach Jomsom zurück. Das sind aus Thinigaun 7,2 km Fußweg insgesamt.
Einkaufen
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Der Jomsom Basar ist der Bereich direkt vor dem Flughafenterminal.
Als Händlerstamm, der lange den Warenverkehr mit Tibet kontrollierte sind die örtlichen Thakālī „geschäftstüchtig,“ was für Besucher aus dem Westen vor allem heißt, man verlangt noch höhere Phantasiepreise als anderswo.
Küche
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Alle Hotels haben, landestypisch, auch ein öffentliches Restaurant.
Nachtleben
[Bearbeiten]Unterkunft
[Bearbeiten]Entlang der am Flughafen vorbeiführenden Hauptstraße reiht sich ein Gästehaus/Hotel an das nächste.
Klima
[Bearbeiten]Die durch Sonneneinstrahlung bedingte Erwärmung der Mustang-Felsmassive führt ganzjährig zum Entstehen von starken Winden aufgrund Luftdruckunterschieden, die ab dem späten Vormittag durch das Tal pfeifen. Die Bewohner haben ihren Baustil entsprechend angepaßt – Flachdächer und abgeschirmte Innenhöfe schützen und sind in ihrer Form in Nepal einmalig.
Tagestemperaturen im Sommer erreichen 23–25 °C, in Spitzen im August auch 28–30 °C. November bis Februar gibt es (nicht sehr tiefen) Nachtfrost, tagsüber 5–13 °C. Es liegen vier bis fünf Monate Schnee. Vegetationsphase ist nur Mai bis September.
Da man an der Nordseite des Himalaya ist, fällt hier auch Juli–August, zum Höhepunkt des Monsuns, nicht so viel wolkenbruchartiger Regen, der das Reisen in Pokhara schwierig macht.
Ausflüge
[Bearbeiten]Lete
[Bearbeiten]3 Lete (लेत, auf 2384 Höhenmeter) liegt 28,7 km südlich Jomsom am Benī-Highway. Es lohnt wegen prachtvoller Ausblicke auf die beiden Achttausender Annapūrṇā und Dhaulāgirī (im Westen) bzw. des Nilgiri-Bergzugs (im Osten) eine Pause einzulegen. Die beste Zeit mit klarer Luft für “picture opportunity” ist der frühe Morgen.
Speziell die Gästehäuser im nördlichen Teil des gut einen Kilometer langen Straßendorfes sind preislich in der gehobenen Klasse.
Muktinath
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1 Muktinath (मुक्तिनाथ) An diesem Wallfahrtsort soll Padmasambhava, Gründervater des tibetanischen Buddhismus, meditiert haben. Während des jährlichen Tempelfestes im September findet das Yartung genannte Pferderennen statt.
Hinter dem Tempel führt der Annapurna Circuit zum Paß 4 Thorang La (थोरङ्गला भञ्ज्याङ, 9½ km, ↥ 1738 m) auf 5400 Höhenmetern.
Außer der Autostraße gibt es auch einen markierten Wanderweg aus Josom.
Lo Manthang
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Die 1380 gegründete Hauptstadt des ehemaligen Königreichs Mustang (= „Lo“) Lo Manthang (लोमान्थाङ) , besuchen wenige Touristen. Vor allem der historische 5stöckige 2 Palast ist sehenswert. Er wurde beim Erdbeben 2015 beschädigt und 2021 in die Vorschlagsliste für Weltkulturerbe aufgenommen. Der letzte Raja Jigme Palbar Bista wurde 2008 abgesetzt).
Vom alten 3 Palast der Königin stehen auf einem Hügel außerhalb nur noch Ruinen.
Das 4 Heimatmuseum Lo Manthang ist ein vom Eigentümer umgestaltetes Wohnhaus. Chewang Rinzin Gurun gibt auf Englisch gute Informationen zu Kunst und Kultur.
Am Ort sind vier tibetische Klöster: Jampa Lhakhang (= Jampa Gompa), das älteste entstand im 15. Jhdt; südwestlich davon Thubchen Gompa ist kenntlich an der großen rostroten Halle, erbaut im späten 15. Jhdt. Dazu gibt es das „neue“ Kloster Choprang Gompa.
3 Chodey Gompa, ist heute das wichtige städtische Kloster.
Etwa einen Kilometer südöstlich vom Königspalast ist am Fluß eine 1 gefaßte heiße Quelle mit einem Becken im Freien.
Es sind etwa zehn Gästehäuser im Bereich um den Palast.
Literatur
[Bearbeiten]Siehe auch: Wanderführer zum Annapurna Circuit und Nepal allgemein
- Dana, Jessamine; Muktinath: an analysis of a multi-faith pilgrimage site in Nepal; Oxford Diss. 2011
- Darnal, Prakash [Direktor Nationalarchiv, Nepal]; Cultural, Religious and Araeological Heritage of Lomanthang and Their Restoration; Ancient Nepal, 148
Weblinks
[Bearbeiten](Stand: Dez 2025)
Eine offizielle Webseite ist nicht bekannt.

