Hitachi
| Hitachi | |
| Präfektur | Ibaraki |
|---|---|
| Einwohnerzahl | 172.709 (2021) |
| Höhe | |
| Tourist‑Info | +81 (0)294 24 79 78 |
| Hitachi, Hitachinaka (jp.) | |
| Social Media | |
Hitachi | |
Hitachi (japanisch: 日立市, Hitachi-shi) ist eine Stadt in der japanischen Präfektur Ibaraki am Pazifik. Es ist ein wichtiger Industriestandort vor allem für Geschäftsreisende von Interesse, lediglich der gut ausgebaute Strandbetrieb und der frische Fisch zieht Besucher an.
Hitachi-Ōta, Hitachinaka und Tōkai sind nominell eigne Kommunen, werden aber hier wegen ihrer engen Verbindung ebenso wie der Hafen von Nakaminato mit behandelt.
Hintergrund
[Bearbeiten]

Die alte Provinz 常陸, Hitachi wurde 1602 unter den Lehnsherrn von Mito und Hitachi-Fuchū geteilt. Der alte Dorfkern vom damals Miyata genannten Ort war im Gebiet des modernen Kamimine-chō. Die Kantō-Ebene endet im Norden am Kuji-Fluß, der Grenze zwischen Hitachi und 1 Tōkai (東海村). Die Taga-Berge liegen im Westen.
Das Dorf Hitachi wuchs in der ausgehenden Meiji-Zeit, als das Kuhara-Zaibatsu begann das in der Präfektur gewonnene Kupfer und Eisenerz hier zu verarbeiten. Das weltbekannte Konglomerat Hitachi wurde 1901 gegründet. Obwohl man das Hauptquartier schon 1939 nach Tōkyō verlegte, blieben etliche Werke hier, weshalb es Juni–Juli 1945 zu Luftangriffen und Beschießung von See kam. Um Verwechslungen zwischen Stadt- und Firmennamen zu vermeiden, nennen die Einwohner die Stadt „Hitachi“ und die Firma „Nissei.“ Rund 40 % der Stadtbevölkerung sind Angestellte (oder deren Familienangehörige) von Hitachi Ltd., Mitsubishi Heavy Industries und den Konzerntöchtern. Von 1000 Kleinbetrieben am Ort fungieren 700 als Zulieferer.
Durch Eingemeindungen wuchs das Stadtgebiet Am 1. September 1939 fusionierte die Stadt Sukegawa mit der neuen Stadt Hitachi, in der sich die Hitachi-Mine befand. 2 Toyoura (豊浦町) und der Kreis Kuji wurden 1956, Juō 2004 eingemeindet. Trotzdem hat sich die Einwohnerzahl 2000–2020 um über ein Zehntel verringert.
Das breite Bett des Flusses Naka trennt die südlichen Ortschaften 3 Hitachinaka (ひたちなか市) und 4 Nakaminato (那珂湊市) von Mito.
Anreise
[Bearbeiten]Mit dem Flugzeug
[Bearbeiten]Der RoseLiner von Keisei vom Flughafen Narita bedient von allen drei Terminals die Halte: Hitachi (Bhf. vorm Haupteingang), Shin-Tanakochi, Tōkai (Bahnhof Ostausgang), Büro der Ibaraki Kotsu Katsuta am Westausgang Katsuta.
Mit der Bahn
[Bearbeiten]Siehe auch: Regionalbahnen in Ibaraki.
Aus Norden, von Kōriyama in der Präfektur Fukushima, kommt inland die Suigun-Linie durch 1 Hitachi-Ōta (常陸太田駅) … – … 2 Naka-Sugaya (中菅谷駅) … – … 3 Hitachi-Taga (常陸多賀駅) und weiter nach Mito.
Den Bahnhof Hitachi erreicht man aus Tōkyō-Nippori direkt mit der Jōban-Linie. Jene verbindet mit Regional- und Schnellzügen [Shinagawa]/[Ueno] – Nishi-Nippori … – … Mito – Katsuta – Hitachi-Taga (常陸多賀駅) – Iwaki … – … Sendai.
Wichtiger als der
Bahnhof Hitachi (日立駅) sind im Süden des Gemeindegebiets zum Umsteigen Mito und der
Mit dem Bus
[Bearbeiten]Fernbusse halten am Bahnhof Hitachi. Verbindungen in Mito sind besser.
Auf der Straße
[Bearbeiten]Die drei Nord-Süd verlaufenden Hauptstraßen sind weitgehend parallel
die mautpflichtige Autobahn Jōban Expressway mit de drei Abfahrten: Hitachi-Minamiota Interchange, Hitachi-Chūō Interchange, Hitachi-Kita.
Nationalstraße 6 Tōkyō – Sendai.
küstennah, die Nationalstraße 245, die die 42 km zwischen Mito und Hitachi abdeckt.
Mobilität
[Bearbeiten]Im Allgemeinen ist jeder Bezirk um einen Bahnhof der Jōban-Linie herum angelegt und in zwei Gebiete unterteilt: Omika, Taga, Sukegawa, Ogitsu und Jūō entlang der Nationalstraße 6 sowie Nakazato an der Nationalstraße 349. Das Gebiet Nakazato hat viele Verbindungen zur Stadt Hitachiota, welche ebenfalls an der Nationalstraße 349 liegt.
Die Stadtbusse betreibt Ibaraki Kotsu 茨城交通
Hitachi BRT (ひたちBRT) ist eine am 5 Bahnhof Ōmika (大甕駅) beginnende, 6 km lange Busstrecke mit separater Spur auf der seit April 2025 „autonom“ gefahren wird. Bedient werden vor allem Werkstore und Schulen.
Ab den Bahnhöfen Takahagi und Jūō fahren die Busse von Shiina. Auf deren Strecken gilt ein Einheitspreis (2025: ¥ 200).
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten]

Im Jahr 1901–14 wurde im Nordwesten der Stadt die Hitachi-Mine errichtet – sie wurde 1981 stillgelegt. Um der Rauchbelastung entgegenzuwirken, wurde der damals mit 155,7 Metern höchste Schornstein der Welt gebaut und war lange Zeit ein markantes Wahrzeichen. Am 19. Februar 1993 stürzte der Kamin aufgrund starker Winde und altersbedingter Schäden ein. Der stehengebliebene Stumpf mißt heute nur noch 54 Meter.
1948 begann man den 1 Kamine-Park (日立市かみね公園), mit Zoo und Kamine-Freizeitland, anzulegen und 1951 an der Heiwa-dōri Kirchbäume zu pflanzen. Sehr ernst nimmt man seitdem die Kirschblüte. Es gibt sogar eine eigene in den 1960ern gekreuzte Sorte, die „Hitachi rote Winterkirschblüte“ (日立紅寒桜, Hitachi Benikanzakura) die schon im Januar austreibt.
- Das Stadtmuseum ist im Kamine-Park.
- Hitachi Origin Park (日立オリジンパーク, Ōdaira Memorial Museum), 6 Chome-19-22 Ōmikachō, Hitachi, Ibaraki 319-1221, 茨城県日立市大みか町六丁目19番22号 (150 m hinterm Bhf. Ōmika) Firmenmuseum in hölzener alter Halle in der Maschinen und Produkte aus der Geschichte der Firma gezeigt werden. Inklusive einer kräftigen Dosis japanischen „Firmenkultur-Sprech“ à la „Harmonie, Aufrichtigkeit, Pioniergeist.“ Der früher firmeneigene 6-Loch-Golfplatz samt Clubhaus ist öffentlich zugänglich. Geöffnet: 9.30-16.30, Mo. geschl.
In den Taga-Bergen
[Bearbeiten]- 1 Gyokuren-ji (宗教法人玉簾寺), 901 Higashigoudochō, Hitachi, Ibaraki 311-0403, 茨城県日立市東河内町899番地 (Stadtteil Nakazato. Keine Parkmöglichkeiten) Zum Rinzai-Zen gehörig. № 14 auf der Pilgerroute „33 Kannon von Hitachi.” Sehenswert ist der Tamadarenotaki-Wasserfall. Geöffnet: nur nach Anfrage im Büro zugänglich.
- 2 Kozan-Mine und Bergbaumuseum, 3585 Miyatachō (Haltestelle Nikko Kinenkan-mae, ca. 30 Min. ab Bhf. Hitachi Busse Ri. Higashi-gōdo) Geöffnet: Di.-So. 9.00-16.00. Preis: gratis.
- 2 Okukujichanosato-Park (奥久慈茶の里公園), 1920 Sanuki, Daigo, Kuji Zum Park gehört, neben einem Teehaus, ein Museum in dem etwa 600 aus Pappmaché von Japanpapier hergestellte Figuren (Washi Ningyo) zu sehen sind. Geöffnet: Museum 9.30-16.00, Mi. geschl.
In Hitachi-Ōta
[Bearbeiten]- 3 Seizansō (西山荘) Klause des Tokugawa Mitsukuni, der hier um 1700 sich Zusammenstellung der „Großen Geschichte Japans“ widmete. Das ursprüngliche Gebäude brannte ab, 1817–19 wurde die heutige, kleinere Anlage erbaut. Geöffnet: Buchung mit Zeitfenster. Preis: ¥ 2500.
- 4 Heimatmuseum Hitachi-Ōta (常陸太田市郷土資料館), 2186 Nishinichō, Hitachi-Ōta, Ibaraki 313-0055 Geöffnet: 9.00-17.00, Mo. geschl.
In Hitachinaka
[Bearbeiten]Hitachinaka war 1938–73 Schieß- und Übungsplatz der Luftwaffe, erst der japanischen, dann der Amerikaner. Nach Schließung wurden weitläufige Gewerbegebiete angelegt. Die Nordseite am Meer gehört zum Werk eines Baumaschinenherstellers.
- 3 Hitachi Seaside Park (国営ひたち海浜公園; Bahnhalt Ajiga’ura. Busse ab Bussteig 2 vom Bhf. Katsuta. Direktbusse der „Katsuta Tōkai Line“ ab Tōkyō-Yaesu) Sanft hüglig, renaturiertes 350 ha großes Gelände eines Truppenübungsplatzes, 190 ha bepflanzt mit Blumenfeldern, wie Narzissen oder Ziergräser (Besen-Radmelde im Herbst). Im April blühen Tulpen und Millionen Nemophila. Dazu Freizeiteinrichtungen, Riesenrad, BMX-Piste. Drei Eingänge (Haupt, Süd und meerseitig). Geöffnet: 9.30-16.30/18.00. Preis: Park 1 Tag ¥ 450, 2 Tage ¥ 500, jeweils + 350 zur Hauptblühsaison im April und Oktober; Vergnüngungspark mit Fahrgeschäften ¥ 4400.
- 100 Meter nördlich vorm Haupteingang ist ein großes Einkaufszentrum.
- 1 Coton Hitachinaka Glamp Villa, 25 Shinkochō, Hitachinaka, Ibaraki 312-0005. Tel.: +81292127077 Luxuriöse Kugelzelte für „Glamping.“
Aktivitäten
[Bearbeiten]Strände
[Bearbeiten]
Mit einer Küstenlinie, die sich im Gemeindegebiet Hitachi 27 km von Norden nach Süden erstreckt, verfügt die Stadt über sechs Badestrände. Von der Kuji- zur Nakamündung im Süden sind es 17 km. Der Tidenhub liegt bei Vollmond bei 70–80 cm, bei Neumond um einen halben Meter.
Siehe auch: Beschreibungen der Strände
Onsen
[Bearbeiten]Veranstaltungen
[Bearbeiten]Neujahrsparade der Feuerwehr am zweiten Sonntag im Januar. Ungefähr siebzig Feuerwehrfahrzeuge nehmen teil.
Hitachi Sasara: Eine volkstümliche darstellende Kunst (San San Raku), bei der drei Tänzer mit Löwenköpfen zur Begleitung traditioneller japanischer Musik tanzen. Sie findet statt als Teil der Prozessionen bei denen die Mikoshi der sieben Schreine von Hitachi-Stadt durch die Straßen getragen werden.
April oder Mai findet ein „internationales Straßenkonzert“ vor dem Bahnhof Hitachi und dem Bahnhof Hitachitaga statt.
28. Juli-19. Aug.: Andon-Fest im Kamine-Park.
22.–31. März 2075: Die 18. Wallfahrt mit Mikoshi zum großen Fest des Kanasa-Schreins. Die Prozession legt eine Strecke von etwa 75 km vom Nishikanasa-Schrein und dem Higashikanasa-Schrein zurück und beginnt und endet in Mizukihama in Hitachi. Der eigentliche Umzug dauert etwa eine Woche. Der Nishikanasa-Schrein startet zuerst, drei Tage später folgt der Higashikanasa-Schrein. Die Feierlichkeit wird nur alle 72 Jahre im Jahr des Schafes durchgeführt.
Einkaufen
[Bearbeiten]- 1 Hitachi Osakana Center (日立おさかなセンター), 5779-24 Minatochō, Hitachi, Ibaraki 319-1223 (an der Nationalstr. 245 beim Hafen Ibaraki-Hitachi) Eine massiv zur Tourismuswerbung ausgebaute Raststätte (道の駅). Die Hauptanlage ist in drei Teile gegliedert: Fischmarkt „Hitachi Seafood Market,“ ein Fachgeschäftbereich mit Restaurants und drittens die „Minatomachi Yokocho Shopping Street.“ Jeweils am vierten Oktoberwochenende hält man das Fest „Herbstgeschmäcker“ ab. Geöffnet: Läden 9.00-18.00, Jan.-März 17.00; Restaurants teilw. länger.
- 2 Fischmarkt in Nakaminato, 19-8 Minatohonchō, Hitachinaka (am Hafen, 10 Min. zu Fuß vom Bhf. Nakaminato) Treffpunkt für Liebhaber von ganz frischem Fisch, speziell im Spätherbst wenn die Seeteufel-Saison beginnt. Zwölf kleine Restaurants.
Küche
[Bearbeiten]Siehe auch: Spezialitäten Ibarakis
Der in Okukuji angebaute Tee hat eine dunklere Farbe und stärkeres Aroma als andere japanische Sorten.
- 1 Daikon (だいこん), 671 Daigo, Kuji District, Ibaraki 319-3526 (Bhf. Hitachi-Daigo, vom Ausgang links zur Ampel, dann rechts 20 m linke Seite) Spezialisiert auf verschiedenste Zubereitungsarten von Hühnchen der lokalen Rasse Okukuji Shamo. Geöffnet: Di.-Sa. 18.00-22.00, gelegentlich im Sommer Mittagstisch. Preis: überdurchschnittlich.
- 2 Kura + Soba Nakaya, 1257 Konosu, Naka (3 Min zu Fuß Bhf. Hitachi-Konosu) Restaurant der Kleinbrauerei Kiuchi, Hersteller von Hitachino Nest Beer, Gin und Ume-shu (Pflaumenwein). Serviert wird hausgemachtes Soba eigenen Anbaus, da Buchweizen sich in Abwechslung mit der Brauereigerste gut ziehen läßt. Geöffnet: 11.30-14.30, am Wochenende auch 17.30-20.00; Di. Ruhetag. Ladenverkauf 10.00-18.00.
- 3 Ume Café Waon, 624 Isohamachō, Oarai, Higashiibaraki District, Ibaraki 311-1301 Wie im Namen angedeutet serviert man vor allem Pflaumen, in der eingelegten Variante umeboshi sowie saisonal unterschiedlich, ansprechend dekoriert andere eingelegte Gemüse (tsukemono). Geöffnet: 10.00-17.00, Mi. geschl,.
Unterkunft
[Bearbeiten]- Am Bahnhof Hitachi sind drei der landesweiten Business-Hotelketten vertreten.
- Hotel Kokumin Shukusha (国民宿舎 鵜の岬), 640 Jūō-chō Ishi. Tel.: +81294392202. Thermalbadhotel mit Blick auf den Pazifischen Ozean oberhalb des Strandes Ishihama. Preis: Luxus.
Gesundheit
[Bearbeiten]Hitachi ist eine von zwei japanischen Städten, die über einen eigenen Wetterdienst verfügen. Dessen Vorhersage online.
Von Juni bis September kommen Tageshöchsttemperaturen über 37 °C vor, liegen jedoch meist etwas über 30 °C.
Ausflüge
[Bearbeiten]- In die Region.
- Besuch von Tempeln an der Route „33 Tempel der Kannon in Hitachi“
Literatur
[Bearbeiten]- Hitachi no kuni fudoki ein 713–721 zusammengetragener „Almanach,“ ist die älteste erhaltene Lokalgeschichte. Siehe dazu: Funke, Mark C.; Hitachi no Kuni Fudoki; Monumenta Nipponica, Vol. 49 (1994), S. 1–29; doi:10.2307/2385502
- Die weitere Entwicklung des Dorfes Hitachi ist detailliert in den 1874 verfassten Sato Keichu Jishisho („Aufzeichnungen zur Geschichte von Sato Keichu“) sowie in historischen Dokumenten aus der späten Taishō-Zeit dokumentiert.
- Der Kamin der Mine inspirierte Nitta Jirō zu seinem Roman „Der hohe Schornstein einer Stadt“ (ある町の高い煙突) 1968, verfilmt 2019.
- Der Besuch von Godzilla 2000: Millennium, teilweise im Flußbett des Kuji gedreht, hat nicht zur Verbesserung des Stadtbildes beigetragen.
Weblinks
[Bearbeiten](Stand: Nov 2025)
- www.city.hitachi.lg.jp (ja) – Offizielle Webseite von Hitachi
- Touristeninfo Daigo (engl.); Tel. 0295-72-0285
