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Unesco-Welterbestätten in Asien
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Hiroshima

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Peace-Dome
Hiroshima
RegionChūgoku
Einwohner
1.306.589 (2018)
Höheunbekannt
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Lage
Lagekarte von Japan
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Hiroshima

Hiroshima (広島) ist eine Industriestadt im Westen der japanischen Region Chūgoku. Die Stadt erfuhr traurige Berühmtheit durch den weltweit ersten Atombombenabwurf und zieht seit ihrem Wiederaufbau zahlreiche Touristen an.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die sog. "Karpfenburg"

Hiroshima war schon im 16. Jahrhundert eine bedeutende Stadt. Im 2. Weltkrieg war sie eines der militärischen Zentren Japans und hatte ca. 350.000 Einwohner. Die Stadt liegt am Otagawa, der auf dem Gebiet von Hiroshima ein Delta bildet und in die Seto-Inlandssee mündet. Das flache Stadtgebiet war einer der Gründe, warum die Amerikaner im 2. Weltkrieg ihre neue Waffe hier ausprobieren wollten. Hiroshima wurde deshalb vor dem Atombombenabwurf von Angriffen verschont. Bei dem Angriff vom 6. August 1945 wurde das Stadtgebiet zu über 80 % zerstört, weit mehr als 100.000 Menschen starben sofort, durch Spätfolgen sind bis heute über 250.000 Atombombenopfer in Hiroshima zu beklagen.

Bereits 3 Tage nach der Atombombendetonation fuhr in Hiroshima wieder die erste Straßenbahn, und die Bürger von Hiroshima lieben auch deshalb dieses Verkehrsmittel. Straßenbahnwaggons aus aller Welt, auch Niederflurwagen aus Deutschland, können im Stadtbild beobachtet werden. Heute ist Hiroshima eine moderne Großstadt mit mehr als 1 Million Einwohnern, auch die "Krähenburg" wurde an alter Stelle wieder aufgebaut, aber der Atombombendom, der Friedenspark und viele andere Details sorgen dafür, dass die die Erinnerung an die Katastrophe von 1945 lebendig bleibt.

Anreise[Bearbeiten]

Modernes Hiroshima: am Kyobashi-gawa Nähe Bahnhof

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Flughafen (HIJ) ist mit den wichtigsten Ausgangspunkten in Japan verbunden. Sowohl ANA als auch JAL bieten Flüge von Tokio Haneda und Sapporo Chitos an. Internationale Flüge gibt es von Peking, Shanghai, Seoul und Taipei. Busse verbinden den Flughafen mit dem Bahnhof der Stadt (50 Minuten, 1.300 ¥).

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Hiroshima ist ein wichtiger Bahnhof an der San'yo-Shinkansen-Linie. Die Stadt ist 40 Minuten von Okayama und 90 Minuten von Osaka entfernt. Mit den billigen, jedoch langsamen Regionalzügen ist Osaka hingegen ganze 7 Zugstunden entfernt. Von Tokio aus liegt die Fahrzeit bei 4 Stunden mit dem Nozomi und 5 Stunden mit dem Hikari (Umsteigen!, am besten in Shinosaka). Bei einer Fahrt mit dem Hikari müssen Inhaber des Japan Rail Passes keinen Aufpreis entrichten. Günstigere, jedoch langsamere Regionalzüge steuern die Stadt aus anderen Städten der Region an.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Nachtbusse aus Tokio benötigen 12 Stunden und kosten 12.000 ¥. Damit stellen sie die günstigste, aber nicht die komfortabelste Verbindung dar.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Das Stadtzentrum ist sehr klein und die Straßenbahnen sind zuverlässig und verkehren in dichtem Abstand. Der 1 Typ ist Gruppenbezeichnung Bahnhof befindet sich außerhalb der Innenstadt; daher ist es notwendig, nach der Ankunft mit dem Zug die Straßenbahn zu nehmen. Der Busbahnhof (広島バスセンター) hingegen befindet sich im Sogo-Kaufhaus im Stadtzentrum. Hondori, eine lange überdachte Shoppingmeile, eignet sich sehr gut zur Orientierung. Die meisten Sehenswürdigkeiten sind übrigens problemlos zu Fuß erreichbar.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Diejenigen, die eine von Zerstörung gezeichnete Stadt erwarten, werden überrascht sein: nach dem Verlassen des Bahnhofs erwartet den Besucher eine Stadt, die jeder anderen japanischen Metropole ebenbürtig ist.

Blick vom Friedenspark auf den Atombombendom
Im Friedenspark
Friedensmuseum Hiroshima
  • Der 1 Typ ist Gruppenbezeichnung Peace-Dome (原爆ドーム Genbaku Dōmu) ist das wohl bekannteste Bauwerk von Hiroshima. Vor dem Atombombenabwurf war er eine Ausstellungshalle und bei der Detonation nur einige Meter vom Ground Zero entfernt. Von dem Gebäude ist nur noch das Skelett übrig geblieben; es zählt zu den wenigen erhaltenen Gebäuden der Vorkriegszeit und ist Weltkulturerbe der UNESCO.
  • Der 2 Typ ist Gruppenbezeichnung Peace Memorial Park liegt zwischen dem Ota-gawa-Fluss und dem Motoyasu-gawa-Fluss auf einer dreieckigen Fläche gegenüber dem Peace-Dom. Die Flüsse erscheinen aus der Luft wie ein Y und erleichterten dem Bomber-Piloten die Orientierung. Hier ist heute ein grüner Park, auf dem der Friedensturm steht. Dieser wurde errichtet zum Gedächtnis an die Kinder, die Opfer der Atombombe waren. Die kleine Sadako Sasaki überlebte zunächst die Bombe, bekam Leukämie und faltete entsprechend einer alten Legende 1000 Kraniche in der Hoffnung zu gesunden. Täglich bringen heute Besucher unzählige Papierkraniche in Erinnerung an den Überlebenswillen und den Tod des Mädchens. Unweit davon sind weitere Mahnmale, so die Friedensglocke und ein Denkmal zu Ehren der umgekommenen koreanischen Zwangsarbeiter. Zentraler Punkt des Parks ist ein Kenotaph mit dem Namen aller Opfer. Weiter in Richtung Atombombendom ist die Friedensflamme.
Diorama im Museum: Vor der Detonation
Nach der Detonation
  • Das 3 Typ ist Gruppenbezeichnung Peace Memorial Museum (平和記念資料館 Heiwa Kinen Shiryōkan) dokumentiert den Bombenabwurf und die Zeit danach. Zu sehen sind u.a. Modelle, die den Zustand "Vorher" und "Nachher" dokumentieren, geschmolzene Dreiräder und eine erschütternde Rekonstruktion eines zerstörten Straßenzuges. Warnung: Ein Besuch des Museums, auch wenn er äußerst empfehlenswert ist, kann emotional sehr berühren und daher eine weitere touristische Erkundung der Stadt erschweren oder auch verhindern! Der Eintritt in das Museum beträgt nur 50 ¥. Ein Flyer mit Übersicht über das Museum ist (auch in Deutsch) kostenlos erhältlich, für 300 ¥ kann man einen Audio-Guide in deutscher Sprache ausleihen (sehr empfehlenswert).
Friedensturm mit Tausenden Papierkranichen
Friedensglocke, sie ertönt täglich zur Stunde der Detonation
Kenotaph mit den Namen aller Opfer
Mahnmal zum Gedenken der koreanischen Opfer
  • Der 4 Typ ist Gruppenbezeichnung Chuo-Park oder Central Park liegt nördlich des Peace Memorial Parks auf der anderen Flussseite. Hier befindet sich der Yu Hua Garten, das Kunstmuseum der Stadt Hiroshima Museum of Art, das Hiroshima Children's Museum mit Planetarium, das Baseballstadion und ein Freibad (Family Swimming Pool).
  • Auf dem Parkgelände direkt im Anschluss nach Osten ist das 5 Typ ist Gruppenbezeichnung Hiroshima Castle oder die Karpfenburg.
  • Etwas weiter östlich ist der 6 Typ ist Gruppenbezeichnung Shukkeien Garden mit dem Kunstmuseum der Präfektur, Hiroshima Prefectural Art Museum.
  • Südlich des Parks ist die Memorial Cathedral for World Peace, eine katholische Kirche, erbaut 1954.
  • Im Südosten der Stadt liegt der 7 Typ ist Gruppenbezeichnung Hijiyama-Park, in ihm ist das Hiroshima City Museum of Contemporary Art.
  • Die Firma Matsuda, bei uns besser bekannt unter dem Namen Mazda, produziert bei Hiroshima. Sie hat ein Museum, in dem es auch Führungen in englischer Sprache gibt.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

Modernes Hiroshima: Kaufhaus in der Innenstadt

Küche[Bearbeiten]

  • Okonomiyaki ist in der Region recht beliebt, man bezeichnet es auch als japanische Pizza. Häufig zu finden auch in einfachen Restaurants in den unterschiedlichsten Varianten, meist recht preisgünstig.
  • Die Gegend um Hiroshima ist auch für ihre Austern bekannt.

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Die Webseite Get Hiroshima gibt einen guten Überblick in Englisch über Bars, Clubs von Hiroshima.

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

  • Hotel Granvia Hiroshima, unmittelbar neben dem Bahnhof. Vom Bahnhofsvorplatz kommt man durch eine Fußgängerunterführung zur Ekimae-ohashi-Brücke, von hier geht die Ekimae-dori Avenue nach Südwesten, dann die Aioi-dori-Avenue nach Westen, nach ca. 2 km erreicht man den Atombombendom.

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Hiroshima ist eine moderne, weltoffene und saubere Stadt. Sie ist sicher und freundlich, so dass Besucher keine Probleme haben dürften.

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Auf der kleinen Insel Miyajima, nur einen kurzen Straßenbahn- und Fährentrip entfernt, befindet sich der wohl bekannteste japanische Schrein. Man fährt bis Miyajima-guchi und nimmt eine der Fähren, die ca. 20 Minuten zum Übersetzen brauchen.
  • Die Kleinstadt Onomichi, 75 Minuten mit dem Zug entfernt, ist für ihre Tempel und Romanautoren bekannt.
  • Das Flusstal von Sandan-kyo lädt besonders während der Herbstfärbung zu einer Wanderung zu verschiedenen Wasserfällen ein. Nach ca. 3/4 der Wanderstrecke gibt es eine Shuttle Bus Haltestelle der einen zum "main gate" des Tales zurückbringt. Es ist vom Hiroshima Bus Center in 1.5h (express Bus 1400 Yen) bis 2h (normaler Bus 1200 Yen) zu erreichen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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