Havelhöhenweg
| Havelhöhenweg | |
| Bundesland | Berlin |
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Havelhöhenweg | |
Der Havelhöhenweg ist ein Wanderweg in Berlin und führt auf rund zehn Kilometern durch den Berliner Grunewald vom S-Bahnhof Pichelsberg zum S-Bahnhof Nikolassee. Er folgt dabei dem Lauf des Flusses Havel vom Stößensee (im Norden) bis hin zum Großen Wannsee (im Süden). Der Havelhöhenweg ist der 12. der 20 grünen Hauptwege Berlins.
Vorbereitung
[Bearbeiten]Vorwiegend geht es auf dem Havelhöhenweg durch Waldgebiete, was eine Passage in den Wintermonaten besonders reizvoll macht, weil durch das fehlende Laub Blicke frei werden, die im Sommer zugewachsen sind. Aber auch im Sommer ist der Weg sehr empfehlenswert, weil er meist nicht überlaufen ist, viele Bademöglichkeiten bietet und zudem meist im Schatten verläuft.
Hintergrund
[Bearbeiten]Die Idee zum Havelhöhenweg soll dem Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné schon vor mehr als 100 Jahren gekommen sein. Realisiert wurde er in den 1950er Jahren im Rahmen des Notstandprogramms, verwahrloste dann und erlebte eine Wiedergeburt durch das Forstamt Grunewald.
Er verläuft mal näher mal ferner vom Ufer der Havelgewässer entfernt meist moderat auf Anhöhen, die einzigartige Panoramen freigeben. Der Weg ist durch das ständige Auf und Ab als mittelschwer eingestuft, im südlichen Abschnitt ist er barrierefrei ausgebaut worden.

Die Markierung des Havelhöhenweges erinnert an eine Windmühle, wobei der blaue Flügel an das Wasser, der gelbe Flügel an Wissen und der grüne Flügel an den Wald denken lässt.
Anreise
[Bearbeiten]- Wanderung in nördliche Richtung
Der Einstieg in den Havelhöhenweg in nördliche Richtung erfolgt vom 1 S-Bahnhof Nikolassee . Entweder man nimmt den Bus 312 bis zum Strandbad Wannsee (Wanderer) oder verlässt den Bahnhof auf der Spanischen Allee in nordwestliche Richtung (separater Gehweg, Wanderer und Rollstuhlfahrer). Es folgt alsbald die Spinnerbrücke über die AVUS und zwei Imbisse. Nach 10 Minuten überquert man den Kronprinzessinnenweg und rechts den Wannseebadeweg. Links geht nun ein als Privatweg gekennzeichneter Waldweg in den Wald hinein (keine Markierung, kurz darauf ist ein Stadtplan aufgestellt). Im Wald passiert man eine 4-Wege-Kreuzung (Markierung vorhanden) und anschließend eine 3-Wege-Kreuzung (keine Markierung) nahezu in gerader Richtung. Nach weiteren 8 Minuten kommt eine große 6-Wege-Kreuzung mit einem Markierungsstein. Von hier ist es zu Fuß noch eine Viertel Stunde bis man den Rastplatz mit phantastischer Aussicht über die Havel erreicht.
Der hier beschriebene Weg ist auch von Rollifahrern zu nutzen. Er ist breit genug für bis zu 2 Rollstühle, geschottert oder mit festem Untergrund. Zudem ist er mit der Markierung des Havelhöhenweges und einem blauen Rollstuhl ausgeschildert.
Rollstuhlfahrer mit viel Energie können den Wanderweg aber auch entlang der Havelchaussee befahren. Einst wurde hier ein separater Radweg angelegt, den die Radfahrer nur selten nutzen (meist fahren diese mit ihren sportlichen Flitzern auf der Straße). Dieser Radweg ist asphaltiert und überwiegend in einem guten Zustand. Zudem besteht immer wieder eine Einstiegsmöglichkeit in den Bus 218. Ein Begleiter zu Fuß sei hier empfohlen.
Auf diese Weise kann auch der Rollstuhlfahrer so fast den gesamten Havelhöhenweg mitsamt seinen Sehenswürdigkeiten erleben.
- Wanderung in südliche Richtung
Mit der S-Bahnlinie S5 fährt man vom Berliner Stadtzentrum in Richtung Spandau und steigt an der 2 Haltestelle Pichelsberg Haltestelle Pichelsberg aus. Diese verlässt man über eine Treppe am Ausgang Angerburger Allee. Man folgt der Angerburger Allee bis zur Kreuzung mit der Havelchaussee. Auf diese biegt man links ab und ist nach einigen Schritten unter der 1 Stößenseebrücke . Kurz darauf startet die Ausschilderung des Wanderweges.
Rasten
[Bearbeiten]Bänke, gefällte Bäume und Baumstümpfe laden zum Rasten ein. Einkehrmöglichkeiten bieten sich im:
- 1 Tiroler Stuben
- 2 Restaurantschiff Alte Liebe
- 3 Seehotel Grunewald
- 4 Kaisergarten des Grunewaldturms
- 5 Restaurant auf der Insel Lindwerder (kostenpflichtige Fähre).
- 6 Wannseeterrassen
Höhepunkte
[Bearbeiten]- 1 Schwanenwerder Auf keinen Fall entgehen lassen sollte man sich einen Rundgang über das Sylt in der Havel.
- 2 Denkmal Schildhorn Das Denkmal bezieht sich auf die Sage vom slawischen Fürsten Jaxa von Köpenick (auch Jacza oder Jaxa genannt), der im 12. Jahrhundert gegen den askanischen Markgrafen Albrecht den Bären kämpfte. Der Legende nach floh Jaxa nach einer Niederlage über die Havel und gelobte, zum Christentum zu konvertieren, wenn er gerettet würde. An der Stelle, wo er sein Schild und sein Horn an einen Baum hing (daher der Name "Schildhorn"), soll er sich taufen lassen haben.
- 3 Grunewaldturm Der sehenswerte Turm ist auf einem Umweg vom Wegpunkt 13 über die Havelchaussee oder vom Wegpunkt 14 durch den Wald zu erreichen.
- der Weg ist das Ziel und damit schon allein ein Höhepunkt
- Brücken (Stößensee- und Freybrücke)
- mehrere Inseln, Wiesen, Lichtungen
Der Havelhöhenweg wird von der Ausflugsbuslinie 218 (S-Messe Nord - S-Wannsee - Pfaueninsel) begleitet. Zu ausgewählten Zeiten verkehrt ein Traditionsbus ansonsten ist die genüssliche Fahrt im Oberdeck des Doppeldeckers auch schon ein Erlebnis ohne Gleichen.
Unterkunft
[Bearbeiten]Günstig
[Bearbeiten]- 1 Schwanenwerder Gästehaus, Inselstr. 20-22, 14129 Berlin Jugendgästehaus. Tolle Finnhütten.
Literatur
[Bearbeiten]- : Wanderungen/Havelland. Abgerufen am 30. Juli 2025. Projekt Gutenberg
- : Wanderungen durch Brandenburg: 50 Touren durch das ganze Land. Trescher Verlag, 2010 (2. aktualisierte und erweitere Ausgabe (1. September 2010)), ISBN 978-3-89-794165-6, S. 297.
Weblinks
[Bearbeiten]- [https://www.berlin.de/forsten/_assets/walderlebnis/waldspaziergang-havelhoehenweg/havelhoehenweg_gesamt.pdf Wegbeschreibung des Havelhöhenwegs auf
berlin.de, (PDF, 755 kB), abgerufen am 11. April 2012.]




