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Elbe-Oderhaff-Radweg

Fahrrad
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Aus Wikivoyage
Panoramablick vom Aussichtsturm Kniepenberg auf die Elbaue. Der Turm liegt abseits der offiziellen Strecke des Elbe-Oderhaff-Radweg. Ein Besuch kann aber in die Radreise integriert werden (siehe Etappe 1. Lüneburg - Hitzacker)
Strandblick am Oderhaff bei Ueckermünde. Hier am Badestraße von Ueckermünde endet der Elbe-Oderhaff-Radweg

Der Elbe-Oderhaff-Radweg ist ein 445km langer Radfernweg von Lüneburg über die Mecklenburgische Seenplatte bis nach Ueckermünde am Haff. Die Route kann in 6 bis 7 Etappen gefahren werden.

Der Fernradweg ist weitgehend eben, lediglich vereinzelt gibt es Hügel. Von gut ausgebauten Radwegen mit Asphalt über naturnahe Strecken bis hin zu Führungen direkt auf Landstraßen ist alles dabei. Er eignet sich damit für fortgeschrittene Einsteiger. Ein E-Bike bzw. Pedelec ist aufgrund von ein paar Hügeln und den wechselnden Oberflächen durchaus sinnvoll.

Am Oberhaff endet der Radweg offiziell. Von Ueckermünde kann per Schiff auf die Insel Usedom übergesetzt werden. Alternativ kann mit einer Zusatzetappe über Anklam die Insel auch per Rad ohne Fähre angefahren werden.

Für einen Radurlaub zwischen Lüneburg und dem Oberhaff sollte man eine Reisezeit von einer Woche einplanen. Wer möchte kann auch zwei Wochen unterwegs sein und Zeit auf Usedom verbringen. Im weiteren Verlauf werden die Etappen mit Karten, Sehenswürdigkeiten und praktischen Hinweisen ausführlich beschrieben. Der Elbe-Oderhaff-Radweg ist ein ruhiger, naturnaher Fernradweg abseits der großen Klassiker – ideal für alle, die Entschleunigung suchen.

Streckenprofil

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  • Länge: 445km
  • Ausschilderung: Die Strecke wurde 2024 komplett neu beschildert. Das Routenlogo ist in orange gehalten und zeigt ein weißes "sportliches" Radsymbol. Unten im Logo Schriftzug "Elbe-Oderhaff Radweg".
  • Steigungen: recht moderat, Strecke teilweise wellig bis leicht hügelig. "Stramm hügelig" wird es allerdings auf der Tagesetappe zwischen Waren und Neubrandenburg. Offiziell besitzt die Strecke laut tourenportal.auf-nach-mv.de in Fahrtrichtung Lüneburg - Ueckermünde 921m im Anstieg und 957m im Abstieg.[1] Dies klingt als absolute Zahl nach viel, ist real bezogen auch die Routenlänge von fast 450km allerdings recht moderat. Real ist die Anzahl der Höhenmeter vielleicht auch noch geringer. Denn erfahrungsgemäß besitzen viele Höhenmodelle bei ebenen Strecken oft ein "unrealistisches Gezackel" in den Höhendaten. Diese Steigungsfehler, die sich gerade bei ebenen längeren Routen je nach Datengrundlage summieren, sind real in den Strecken meist so nicht vorhanden. Wer beispielsweise die offiziellen GPX-Daten von auf-nach-mv.de lokal am Rechner in das Programm Google Earth importiert, dort ein Höhenprofil erstellt, erhält stolze 1815m im Anstieg und 1833m im Abstieg.[2]. Die reale Zahl düfte also eher um die 900 Höhenmeter liegen.
  • Wegzustand: Von der Oberfläche her insgesamt noch gut zu fahren, aber wechselnde Ausbauzustände: Einige Teilstücke wurden in den vergangenen Jahren geteert (ab 2010), aber es gibt auch Kopfsteinpflaster. Das Pflaster findet sich besonders in den Orten. Es gibt auch wenige Wurzelpfade (hinter Plau!). Und Sandwege sind zum Teil ebenfalls dabei. Die Radroute besitzt ferner öfter schmale befestigte Spurwege bzw. Schotterspurwege mit "massiver" Grasnarbe in der Mitte.
  • Verkehrsbelastung: Viel autofreie Führung und separate Radwege, aber auch Abschnitte direkt auf Landstraßen mit wenig bis mittlerem Verkehr.
  • Geeignetes Fahrrad: Strecke geeignet für einspurige stabile Aufrecht-, Sessel- oder Liegeräder. Aufgrund der Hügel und z. T. schlechteren Wegstücke ist auch ein E-Bike bze. Pedelec sinnvoll. Dreiräder oder sehr große Gespanne wie Liegetrike mit Fahrradwohnwagen müssten vermutlich einige schmälere "einspurige" Streckenpassage umgehen. Dazu liegen im Detail keine Infos vor. Die Radroute besitzt öfter schmale befestigte Spurwege bzw. Schotterspurwege mit "massiver" Grasnarbe in der Mitte. Solche Abschnitte prinzipiell mit Fahrradanhänger usw. "fahrbar". Aber hier wird es mit einem zweispurigen Anhänger bzw. auf einem mehrspurigen Fahrrad sehr "rumpeln".
  • Familieneignung: durchgängig nein, bzw. nur mit Kindern ab 10 bzw. 12 Jahren, die auch sicher im Verkehr mit schnelleren Kfz auf Landstraßen Radfahren können.
  • Inlinereignung: nein

Hintergrund

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2024 wurde der bisherige Mecklenburgische-Seen-Radweg neu als "Elbe-Oderhaff-Radweg" konzipiert. Der Streckenverlauf wurde gestrafft. Natürlich wurde die Strecke auch neu beschildert (laut Beitrag NDR Nordmagazin 2024). Die Strecke wurde von 645 auf 445 Kilometer gekürzt und auf attraktivere Routen gelegt. Die große Schleife über Mirow, Wesenberg und Neustrelitz des ehemaligen Mecklenburgischen-Seen-Radweg ist entfallen.

Die Strecke lässt sich zeitlich nun ideal in einem einwöchigen Radurlaub absolvieren.

Vorbereitung

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Karte Elbe-Oderhaff-Radweg

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Karte
Karte mit Verlauf des Elbe-Oderhaff-Radweg. Für die Darstellung weiterer Strecken hier im Plan bei den Ebenen „Radwege“ anklicken. Achtung: Stand 03-2026 ist der Streckenverlauf in Openstreetmap und damit in der Ebene "Radwege" (Kürzel EOR) falsch. Die hier überlagerte blaue Linie ist der korrekte Streckenverlauf.

In der interaktiven Karte sind die wichtigsten "Point oft Interests" (POI), also Orte der Etappen, am Elbe-Oderhaff-Radweg gelistet. In Auswahl sind Rastplätze mit Wetterschutz und bezogen auf die Etappen Campingplätze genannt. Gastronomie, Unterkünfte und weitere Sehenswürdigkeiten sind bei größeren Orten in den Ortsartikeln vermerkt.

Reisedauer und Etappen

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Die komplette Route lässt sich in einer Woche absolvieren. Dafür sind aber Etappen bis 80km Länge notwendig. Wer noch Usedom mit Aufentshaltstagen näher entdecken möchte, für den ist eine Woche zu knapp. Hier besser 10 Tage bis zwei Wochen einplanen.

Aufenthaltstage ergeben auch in der Mecklenburgischen Seenplatte mit dem Nationalpark Müritz Sinn.

In der Streckenbeschreibung hier wurde die Route in 6 Etappen eingeteilt. Mit der 7. Zusatzetappe ergeben sich inklusive An- und Abreisetage neun Urlaubstage. So passt die Radreise inklusive Wochenenden noch genau in eine Woche.

Reisezeit

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Beste Reisezeit für den Elbe-Oderhaff-Radweg ist von Mai bis September.

Im Gegensatz zu Süddeutschland ist der April im Nordosten Deutschlands oft noch recht kühl und es grünt auch noch wenig. Je nach Frühlingseinzug und Witterung kann aber auch der April bereits schöne Radreisetage bieten – dies gilt vor allem für die 2. Monatshälfte.

Ähnlich sieht es im Oktober aus. Auch hier sind schöne Radreisetage möglich, allerdings sehr von der aktuellen Witterung abhängig.

Unterkünfte

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Unterkünfte sind in der Regel genügend vorhanden. Lediglich zwischen Neubrandenburg und Ueckermünde sind Gästebetten etwas rar. Vorbuchung an Wochenenden (und vermutlich in den Ferien) sinnvoll, sonst auch spontan etwas zu finden. In Bereichen mit sehr wenig Unterkünften finden sich vereinzelt Hinweise auf Gästebetten in der Streckenbeschreibung.

Fahrradfreundliche Beherbergungsbetriebe bundesweit sind im ADFC Projekt Bett+Bike gelistet. Für die Aufnahme müssen die Betriebe bestimmte Kriterien erfüllen. So muss die Buchung auch für nur eine Nacht möglich sein und es muss eine sichere Fahrradabstellmöglichkeit vorhanden sein. Weiteres zu den Betrieben siehe www.bettundbike.de

Camping

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Eine naturnahe Reisevariante ist das Bikepacking mit Zelt. Entlang der Strecke finden sich ausreichend Campingplätze. Die Plätze sind gut über die Opencampingmap zu finden. Etappenbezogene Campingplätze sind in Auswahl in der Streckenbeschreibung gelistet. Details zu den Campingplätzen und weiteren Unterkünften siehe Ortsartikel.

Anreise

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Öffentliche Verkehrsmittel

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Fahrradabteil Metronom

Der Routenbeginn am 1 Bahnhof Lüneburg ist gut in den Fern- und Regionalverkehr der Bahn eingebunden. Hier halten ICE und Regionalexpresszüge des Metronom. Wer von Hannover im Regionalverkehr nach Lüneburg möchte, muss teilweise in Uelzen einmal umsteigen. Im 2-Stundentakt gibt es allerdings durchgehende Regionalexpresszüge von Hannvover über Uelzen und Lüneburg nach Hamburg (Fahrzeit ab Hannover 1:43h). Der Metronom besitzt in seinen Doppelstockzügen großzügige Mehrzweckabteile für Fahrräder. An schönen Ausflustagen kann es hier trotzdem schon einmal voll werden.

Der 2 Bahnhof Ueckermünde Stadthafen ist per Regionalbahn Richtung Pasewalk angebunden. Mit einem Umstieg kann hier Berlin erreicht werden.

Auch von Usedom ist mit der Usedomer Bäderbahn die Rückreise per Zug möglich.

Es bietet sich an, separate An- und Abreisetage einzuplanen. So kann z.B. am Vorabend in Lüneburg noch die Stadt erkundet werden und es gibt auf der 1.Etappe keinen Stress mit der Zeit.

Bei den reservierungspflichtigen Stellplätzen im Fernverkehr evtl. frühzeitig buchen. Je nach Strecke sind die Plätze zu beliebten Reisezeiten oft bereits Monate vorher ausgebucht.

Mit dem Fahrrad

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Lüneburg: Platz "Am Sande", im Hintergrund St. Johannis
  • Eine direkte Anbindung per Rad aus Hannover nach Lüneburg besteht nicht. Die ehemalige bzw. inoffizielle Radverbindung Hannover–Lüneburg (Kürzel H-LG in der Ebene Radwege der dynamischen Karte) ist in Kartenprojekten wie OpenStreetMap noch verzeichnet, jedoch nicht mehr durchgehend als ausgeschilderte Route nachweisbar. Die rund 130 bis 140km lange Städteverbindung Hannover-Lüneburg lässt sich individuell per Radnavi gut in zwei Tagen zurücklegen. Es bietet sich an über Celle, Eschede und Uelzen nach Lüneburg zu radeln. Alternativ bietet sich auch der Korridor über Walsrode und Soltau an. Auf dieser etwas weiteren Strecke kann noch das bekannte Naturschutzgebiet Lüneburger Heide mit Wilsede, Wilseder Berg und Totengrund besucht werden.

Auf der Straße

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Da es sich um eine Streckentour handelt, ist eine Anreise mit Rad und Bahn sinnvoll.

Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten

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Die hier gelisteten sechs Etappen plus Zusatzetappe nach Usedom erlauben mit separaten an An- und Abreisetagen noch genau eine Reisedauer von einer Woche. Inklusive Nutzung der entsprechenden Wochenenden also 9 Reisetage.

Natürlich sind auch zwei Wochen für den Elbe-Oderhaff-Radweg nicht verkehrt. So lässt sich noch der ein oder andere Aufenthaltstag in die Fahrt integrieren. Oder man kann noch Zeit auf Usedom verbringen.

Hinweis: Routenrelevante Campingplätze wurden als einfache Ortsmarke in Auswahl im Text gelistet. Denn die Plätze liegen öfter abseits der Orte. Das Gleiche gilt in absoluter Auswahl für Unterkünfte und Gastronomie abseits der Hauptorte. Für Sehenswürdigkeiten, Gastronomie und Unterkünfte in den größeren Orten bitte in die Ortsartikel schauen bzw. diese Dinge bitte dort listen.

1. Etappe: Lüneburg – Hitzacker (etwa 73km)

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Luftbild Hebewerk Scharnebeck im Jahr 2013. Der Elbe-Oderhaff-Radweg führt direkt am Bauwerk vorbei.
Blick vom Hochufer der Elbe, das in Hitzacker endet, auf Ort und Fluss. Bei „Etappe“ in Hitzacker bietet sich der kleine Spaziergang auf den Weinberg an.

Diese erste Etappe führt über Scharnebeck an die Elbe.

Km 0: 1 Lüneburg – "Hauptstadt" der Lüneburger Heide mit schöner Altstadt. Die Strecke beginnt am Bahnhof Lüneburg .

Km 8: 2 Scharnebeck am 1 Schiffshebewerk Scharnebeck

Km 30: 3 Bleckede – mit Biosphaerium Elbtalaue: Attraktiv gestaltete Ausstellung zum Biosphärenreservat mit Aquarium und Biberfreianlage im ehemaligen Elbschloss. 3 Elbfähre "Amt Neuhaus" Der Elbe-Oderhaff-Radweg quert hier den Strom.

1. Variante zwischen Bleckede und Dömitz auf Elbe-Oderhaff-Radweg nördlich der Elbe:

~ ~> 1: Zwischen Darchau und 4 Fahrradfähre bei Hitzacker (Betrieb 1. April bis 15. Oktober) macht die Strecke einen Schlenker nordwärts über 4 Neuhaus . Dieser Schlenker kann auf dem Elbdeich abgekürzt werden. Ferner verläuft die Strecke im weiteren Verlauf bis Dömitz oft abseits der Elbblicke auf einer ruhigen Landstraße nördlich abseits der Flussblicke. Der Elberadweg dagegen liegt zwischen Drachau und Dömitzer Brücke dagegen meist aussichtsreich auf dem nördlichen Elbdeich. Hier fährt es sich attraktiver, aber man ist anfälliger für den Wind. Wer nördlich der Elbe fährt findet auf dieser Strecke einen keinen Zeltplatz ( Naturcampingplatz Bankerhof ).

2. Variante zwischen Bleckede und Dömitz südlich der Elbe auf dem Elbe-Radweg:

~ ~> 2: Einfacher bei Übernachtung in Hitzacker: Alternativ kann man ab Bleckede einfach auch bis Dömitz komplett südlich des Flusses auf dem Elberadweg bleiben. Hier ist die Strecke hügelig. Vor Hitzacker bietet sich vom Elberadweg ein Abstecher hinauf zum 1 Aussichtsturm Kniepenberg an. Von hier oben ergibt sich ein toller Panoramarundblick. Wer die kurvige Landstraße zum Turm aufgrund Kfz nicht nutzen möchte, kann das Rad an der Kirche in Drethem parken und den Turm auf Wanderpfaden erklimmen (etwa guter Kilometer einfach zu Fuß). Der Elberadweg führt übrigens zwischen Drethem und Tiesmesland südlich abseits der Straße. Nach Übernachtung in Hitzacker wechselt man dann auf der Dömitzer Brücke die Elbeseite und ist zurück auf dem Elbe-Oderhaff-Radweg.

Km 73: 5 Hitzacker liegt am Südufer der Elbe abseits der Route. Der beliebte Erholungsort ist mit der saisonalen Fahrradfähre bei Hitzacker (Betrieb 1. April bis 15. Oktober) erreichbar. Das charmante Fachwerkstädtchen ist eine attraktive Etappenstadt. Einen Campingplatz gibt es in Hitzacker nicht. Der nächste Platz findet sich in Dannenberg (etwa 8km südöstlich, Campingplatz Dannenberg , der Umweg am folgenden Tag Richtung Dömitz zurück zur Route hält sich in Grenzen).

2. Etappe: Hitzacker – Ludwigslust (etwa 65km)

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auf der Variante südlich der Elbe sehenswert: Blick auf die alte Eisenbahnbrücke bei Dömitz. Hier mit Hochwasser.
Festung Dömitz direkt am Elbe-Oderhaff-Radweg
Das Barockschloss Ludwigslust ist der Endpunkt der 2. Etappe auf dem Elbe-Oderhaff-Radweg

Am Ende dieser Etappe wartet als Belohnung die Schlossanlage in Ludwigslust auf Entdeckung. Aber auch unterwegs gibt es einiges zu erkunden. Die Kilometrierung bezieht sich ab Hitzacker auf den Elbe-Oderhaff-Radweg nördlich der Elbe (mit Nutzung der Fahrradfähre in Hitzacker).

Km 0: Hitzacker in der Ortsmitte - Etappenstart

~ ~> Von Hitzacker aus hat man im Elbbereich bis Dömitz die Wahl:
1. Mit der Fahrradfähre bei Hitzacker (Betrieb 1. April bis 15. Oktober) auf die Nordseite und hier nach Dömitz radeln.
2. Oder ab Hitzacker südlich des Stroms bleiben und die Brücke bei Dömitz nutzen.
2 Ruine der Eisenbahnbrücke Dömitz - Vor der Fahrt über die Straßenbrücke nach Dömitz bietet sich ein Abstecher an die Eisenbahnbrücke Dömitz an. Das Bauwerk kann zu Fuß auf einem Aussichtssteg begangen werden.
~> Von den Kilometern her sind beide Varianten etwa gleich lang. Nach gut 20km ist Dömitz erreicht.

Km 21: 6 Dömitz – mit Festungsanlage. Die mächtige Festungsanlage soll in den nächsten Jahren saniert werden. Im Bauwerk hat das Infozentrum UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe seinen sitz (Bauwerk und Infozentrum kostenlos zugänglich, Spende erwünscht, Öffnungszeiten und weitere Infos). Im Ort Einkehrmöglichkeiten.

Abkürzung ab Dömitz: Wer nachmittags mehr Zeit für Schloss Ludwigslust einplanen möchte, kann ab Dömitz abkürzen: Vom Hafen Dömitz auf der Westseite der Müritz-Elde-Wasserstraße nach 7 Neu Kaliß fahren. Auf dem Radweg entlang B 191 geht es dann direkt nach 8 Malliß . Diese Variante ist 10km kürzer.

Km 25: 1 Binnendüne bei Klein Schmölen - von der Binnendüne ergibt sich ein kleiner Ausblick. Hintergrundinfos siehe Wikipediaartikel Naturschutzgebiet Binnendünen bei Klein Schmölen.

~ ~> Auf Radwegen an Landstraßen geht es weg von der Elbe.

Km 36: Bootsanleger Neu Göhren mit Gastronomie und Campingplatz Die Route überquert hier die Müritz-Elde-Wasserstraße. Große Binnenschiffe verkehren hier nicht. Auf dieser Wasserstraße fahren heute Freizeitkapitäne gerne von der Elbe in die Mecklenburgische Seenplatte. Auch Wasserwandern im Kanu oder Kajak ist eine beliebte Aktivität. Hier bei Neu Göhren Einkehrmöglichkeit.

~ ~> In Malliß findet sich für Selbstverpfleger ein kleiner Lebensmittelmarkt (Edeka).
Südblick vom Aussichtsturm Karenz (Turm frei zugänglich)
~> Vor Conow findet sich etwas abseits der Strecke der Rastplatz am alten Solebrunnen . Bei Karenz lohnt ein Abstecher zum 2 Aussichtsturm Karenz auf dem Steinberg (frei zugänglich). Nach der Besteigung des 20m hohen Stahlturms eröffnet sich ein weiter Ausblick. Am Bauwerk findet sich ferner ein Picknickplatz. Kein Regenschutz im Bereich des Turms. Der gesamte Höhenrücken wird auch als "Wanzeberg" bezeichnet. Die weithin sichtbare Landmarke ist übrigens der nahe Feuermeldeturm.
~> Auf dem Weg nach Ludwigslust werden ruhige Landstraßen genutzt. Teilweise gibt es auch Radwege. Unterwegs noch ein Rastplatz mit Schutzhütte .

Km 64: 9 Ludwigslust – Etappenende am Schloßplatz. In der Etappenstadt lädt das Schloss mit Park zur Erkundung ein. Details zum Schloss siehe Ortsartikel.

Camping: Der nächste Zeltplatz findet sich 10km nordöstlich bei Neustadt-Glewe: Campingplatz Neustädter See - Barracuda Beach

3. Etappe: Ludwigslust – Plau am See (etwa 82km)

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Elde-Müritz-Wasserstraße in der Lewitz: Kanalblick vom Elbe-Oberhaff-Radweg an der K 65 östlich Matzlow
Abseits des Elbe-Oderhaff-Radweg, aber ein netter Zwischenstopp: Blick vom Aussichtsturm Dütschower Brücke.

Die 3. Etappe ist eine längere Etappe "über Land", vor allem in Parchim lohnt eine Pause. Es geht durch die Weiten der Lewitz. Der Elbe-Oderhaff-Radweg begleitet teilweise auch die Elde-Müritz-Wasserstraße. Die ebene Strecke wechselt zwischen Abschnitten auf verkehrsfreien Strecken und ruhigen bis mäßig befahrenen Landstraßen. Es werden oft straßenbegleitende Radwege und in Einzelfällen auch naturnahen Wege genutzt.

Km 0: Ludwigslust – Etappenstart am Schloßplatz

~ ~> Die ersten 3km ab Ludwigslust werden auf Radwegen entlang der stärker befahrenen Landstraße zurückgelegt. Ab 1 Abzweig Groß Laasch wird es ruhiger. Es werden nun Radwege an kleineren Landstraßen genutzt. Bei Klein Laasch findet sich an der Kanalbrücke ein Blick auf die Elde-Müritz-Wasserstraße.

Km 13: 10 Neustadt-Glewe - An der Eldebrücke Abzweig zur Altstadt (500m einfach). Hier findet sich eine beachtenswerte Burganlage mit Museum und Gastronomie.

~ ~> Nördlich Neustadt-Glewe führt der Elbe-Oderhaff-Radweg in die weite Niederung der Lewitz. Ab der Kanalbrücke nördlich Neuhof ist die Route auf 6km fast komplett verkehrsfrei. Es geht an einigen großen Karpfenteichen vorbei.
Ein junger Seeadler im NSG Fischteiche in der Lewitz.

Km 23: 2 Abzweig Friedrichsmoor : Hier zweigen die Radrouten Richtung Schwerin ab (siehe auch Artikel Radtour Elbe–Ostsee). Das Jagdschloss Friedrichsmoor (2km abseits der Route) besitzt keine Gastronomie mehr.

→ Wer möchte kann alternativ auch über die 3 Dütschower Brücke fahren. Diese Variante abseits der Route ist sogar 2km kürzer. An der Kanalbrücke findet sich ein 3 Rastplatz mit Aussichtsturm . Vom überdachten Holzturm ergibt sich ein Blick auf das Naturschutzgebiet Fischteiche in der Lewitz. Das NSG besitzt eine reiche Vogelwelt.
~ ~> Auf Landstraßen geht es nach Matzlow. Hier findet sich an der Dorfkirche eine E-Bike-Ladestation (Ladefächer mit Münzpfandschloss).
~> In Garwitz findet sich am Kanal das 1 Lewitzcamp (kleiner Naturcampingplatz, auch Kanuverleih) .
~> Zwischen 11 Garwitz und 12 Malchow 4km uriger Weg am Kanal. Der naturnahe Erd- bzw. Sandweg besitzt eine massive Grassnarbe in der Mitte. Wer mit einem Mehrspurer unterwegs ist, kann alternativ ab Matzlow die Landstraße über das Dorf Damm nutzen.
~> Ab Malchow führt der Radweg auf asphaltierten Nebenstraßen hinein nach Parchim.

Km 43: 13 Parchim am Rathaua. Ein Besuch der Altstadt lohnt. Hier bietet sich auf halber Strecke der Etappe eine Pause an. Es gibt viele Backsteingebäude zu sehen. Ferner: St.-Georgen-Kirche, Rathaus und Einkehrmöglichkeiten.

4 Fahrradstation Mönchehof in der Altstadt. Hier gibt es überdachte Fahrradständer, Schließfächer mit Lademöglichkeit (Schukosteckdose), eine öffentliche Toilette (20 bis 5 Uhr geschlossen), Trinkbrunnen und eine Werkzeugstation.
Parchim: Westblick vom Turm der Kirche St. Georgen
~ ~> Vorbei am Wockersee wird die Stadt verlassen. Am Gewässer findet sich das beliebte 1 Café Wockersee . Weiter geht es auf einem Asphaltweg durch den Wald. Wer einen ruhig legenen Rastplatz sucht, wird hier ein paar Meter rechts der Route fündig. Am Waldweiher findet sich ein einfacher Picknicktisch mit Wetterschutz .
~> Im Weiler Darze zweigt die Route nach Osten ab. Über asphaltierte Nebenstraßen geht es über die Dörfer Richtung Lübz.
Amtsturm in Lübz

Km 62: 14 Lübz am Markt. In der Stadtmitte finden sich die Reste des Schlosses. Die Altstadt bietet Einkehrmöglichkeiten. Ferner findet sich in der Stadt die Lübzer Brauerei.

~ ~> Zwischen Lübz und Plau am See bestehen potentiell drei Varianten:
1. Auf dem beschilderten Elbe-Oberhaff-Radweg südlich der Bundesstraße (20km): Route komplett Asphalt. Auf ruhigen Landstraßen mit schönen Allen rollt es sich schön durch die Dörfer. Östlich Schlemmin wird durch ein Waldgebiet schließlich Plau erreicht. Wer Lust auf ein Bad hat: In Kritzow kann ein Abstecher zur 1 Badestelle am gleichnamigen See unternommen werden.
2. Radweg entlang der Bundesstraße (17km): falls es am Nachmittag zu spät geworden ist, ist man hier am schnellsten in Plau am See. Der durchgehende straßenbegleitende Radweg besitzt eine Asphaltdecke.
Kanalblick zwischen Weisin und Kuppentin
3. Mit Teilstrecke entlang des Elde-Müritz-Kanals nördlich der Bundesstraße (25km): Die hier beschilderte Radroute des "Eldetal Rundweg" führt auf 4km sehr romantisch entlang der Kanals. Zwischen 15 Weisin und 16 Kuppentin radelt man hier direkt am Kanal durch einen "grünen Tunnel". Allerdings ist die Route hier ein sehr naturnaher Erd- bzw. Schotterspurweg mit massiver Grasnarbe. Vor Kuppentin findet sich am Kanal ein kleiner Naturcampingplatz (2 Naturcamping Bermudadreieck , auch Kanuverleih). Über Kuppentin (3 schmucke Dorfkirche) geht es auf asphaltierten Strecken nach Plau.
Luftbild von Plau am See aus nordöstlicher Richtung
Hubbrücke Plau am See über die Elde-Müritz-Wasserstraße

Km 82: 17 Plau am See - Etappenende an der Hubrücke. Plau am See ist ein beliebtes Touristenzentrum am gleichnamigen See. Wer am Abend Lust auf eine Unternehmung hat, kann zum Leuchtturm an der Mole spazieren.

Camping: Ein Campingplatz findet sich im Ortsteil Plötzehöhe direkt am Plauer See: 3 Campingpark Zuruf , etwa 3km südlich der Stadtmitte.

4. Etappe: Plau am See – Waren (etwa 68km)

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Die Etappe führt abwechslungsreich über Röbel nach Waren ins Herz der Mecklenburgischen Seenplatt. Im letzten Drittel der Etappe geht es an der Müritz entlang.

Kürzere Varianten:

  • Wer mehr Zeit in Waren verbringen möchten kann nördlich des Plauer Sees über 18 Alt Schwerin fahren. Hier dann abseits der Route nur rund 40km. Diese Variante ist landschaftlich allerdings weniger attraktiv, da viele straßenbegleitende Radwege.
  • Attraktiver ist es dagegen ab Röbel auf das Schiff umzusteigen. So kann die Etappe von 68km auf 38km verkürzt werden. Die Weisse Flotte transportiert auch Fahrräder.

Km 0: Plau am See - Etappenstart an der Hubrücke.

~ ~> Von Plau am See geht die Route nah am See entlang durch schönen Laubwald. Die Strecke ist naturnah, sehr romantisch, aber gegen Ende bis zur Ansiedlung Bad Stuer immer wurzeliger und anstrengender zu fahren. Bei Stuer (Km 13) kann gegen Eintritt der 4 Bärenwald Müritz besichtigt werden.
~ ~> Unterkunft z.B. etwas abseits des Radweges in Kogel 4 Gasthaus am See hinter Plattenbauten, selbst aber sehr schön am See gelegen. Ab Kaeselin wird die Route besser. Von hier Nebenstraßen zwischen Feldern und extra gut gebauter Radweg.
Über einen sehr guten Radweg geht es schließlich nach Röbel hinunter, das mit Plattenbauten und einem Supermarkt begrüßt.
Röbel: Blick vom Turm der St. Marien-Kirche Richtung Müritz

Km 38: 19 Röbel - Kreisel am Stadthafen. Röbel besitzt eine schöne Altstadt mit zwei imponierenden Kirchen und viel Fachwerk. Gute Aussicht gibt es von der alten Windmühle und dem besteigbaren Turm der St. Marienkirche.

Tipp: Wer möchte kann, wie bereits in der Einleitung erwähnt, ab Röbel den zweiten Teil der Etappe mit dem Schiff zurücklegen. Bis Waren benötigt das Fahrgastschiff 80 Minuten. Fahrradtransport ist gegen Aufpreis möglich. Fahrzeiten siehe www.weisse-flotte-mueritz.de.
~ ~> Bei der Weiterfahrt Richtung Waren schöne Einkehrmöglichkeiten am See, gut asphaltierter Weg durch die Wiesen mit viel Seeblick. In Dorf Sietow lohnt es sich, zum Hafen runterzurollen (Radweg geht hier vorbei). Das imposante Schloss Klink ist zu einem Hotel ausgebaut, Terrasse mit Seeblick und Kuchenbüffet. Danach mittelguter Weg durch Laubwald mit einigen Steigungen. Nach Waren hinein stets eigener Radweg.

Km 68: 20 Waren (Müritz) - Etappenende am Stadthafen. Waren ist das größte touristische Zentrum an der Müritz. Es gibt einen großen Hafen und das Erlebnismuseum Müritzeum. Zur Hochsaison ist in der Stadt viel Betrieb. Wer hier die Strecke teilen möchte, besitzt über den 5 Bahnhof Waren (Müritz) gute Zugverbindungen Richtung Berlin.

Camping: Waren besitzt zwei Campingplätze, die beide außerhalb der Stadt am Wasser liegen.
Panorama: Du kannst das Bild waagerecht scrollen.
Stadthafen Waren, Blick vom Turm der Marienkirche
Stadthafen Waren, Blick vom Turm der Marienkirche

5. Etappe: Waren – Neubrandenburg (etwa 64km)

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Am Schliemannmuseum in Ankershagen
Gemütliche Ortsmitte am Elbe-Oderhaff-Radweg: Teich in Alt Rehse

Diese Etappe enthält die größten Steigungen der gesamten Route. Aber keine Angst: Es handelt sich nur um Hügel. Aber die sind teilweise schon recht ausgeprägt. Dafür entschädigt die schöne Landschaft.

Mirow, Wesenberg und Neustrelitz liegen nicht mehr an der Strecke. Stand 03-2026 ist hier der Streckenverlauf auf Openstreetmap falsch. Der neue Elbe-Oderhaff-Radweg führt ab Federow über Ankershagen direkt Richtung Neubrandenburg.

Km 0: Waren (Müritz) - Etappenende am Stadthafen.

~ ~> Hinter Waren geht der Radweg gut befahrbar auf Asphalt durch die Wälder des Nationalpark Müritz.

Km 8: 21 Federow Hier liegt ein gut ausgestatteter Nationalpark-Infopunkt mit naturkundlicher Ausstellung. Hier besteht kann ein Fischadlernest per Webcam beobachtet werden.

~ ~> Ab Federow geht durch offene Landschaft über die Dörfer. Es werden ruhige Landstraßen befaren. Hier wird teilweise der Radweg Berlin-Kopenhagen genutzt.

Km 28: 22 Ankershagen am Schliemann-Museum. Hier findet sich als Spielplatz ein großes trojanisches Holzpferd.

Ab Ankerhagen geht es hügelig auf ruhigen Landstraßen über Peckatel nach Prillwitz am See Lieps.

Km 47: 23 Prillwitz - kleiner Weiler mit Jagdschloss. Der Bau wird als Tagungsherberge genutzt und ist nicht regulär zugänglich. Seitlich an der Schlosszufahrt vorbei gelangt man aber zur öffentlichen Badestelle am See Lieps (mit Blick auf eine Kormoran-Insel).

~ ~> Landschaftlich sehr schön, aber recht hügelig führt die Radroute Richtung Alt-Rehse. Zwischen Zippelow und Neu Wustrow etwa 2km geschotterte Wirtschaftswege. Die Landschaft entschädigt aber für die Steigungen. Teilweise ergeben sich schöne Ausblicke. Auf diesem Streckenabschnitt findet sich ein Rastplatz mit überdachtem Picknicktisch .

Km 54: 24 Alt-Rehse - gemütliches Dorf, hübsche Dorfkirche, Bistro im Ort, Gutshaus nicht zugänglich.

~ ~> Die letzten Kilometer nach Neubrandneburg werden am bewaldeten Ufer des 2 Tollensesee zurückgelegt. Hier gibt es Feinschotterwege, aber auch ein Stück Kopfsteinpflaster.
Stargarder Tor in Neubrandenburg

Km 64: 25 Neubrandenburg - Etappenende am Treptower Tor. Neubrandenburg hat beeindruckende, gut erhaltene Stadttore und eine intakte Stadtmauer mit angebauten schwarz-weißen Fachwerkhäuschen. Wer hinter diesen Mauern eine Altstadt vermutet, irrt. Die Innenstadt ist eher geradlinig und nicht sehr alt. Denn im II.Weltkrieg wurde die Altstadt zerstört. Der große Freizeitbereich am Tollensesee lädt zur Erholung ein. Wer einen Ausblick auf den See genießen möchte, kann den 4 Aussichtsturm Behmshöhe besuchen (geöffnet Mitte April bis Mitte November 9-18 Uhr).

Camping: Etwa 5km südlich der Stadt findet sich direkt am Tollensesee und am Elbe-Oderhaff-Radweg der 5 Campingplatz Gatsch Eck

6. Etappe: Neubrandenburg – Uckermünde (etwa 80km)

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Auf der Schlussetappe geht es weitgehend eben vorbei an den Brohmer Berge an das Oberhaff. Man durchradelt viel dünn besiedelte Landschaft mit Feldern und Wäldern.

Km 0: Neubrandenburg - Etappenstart am Treptower Tor. Neubrandenburg - Etappenstart im Zentrum.

~ ~> Die Stadtausfahrt erfolgt auf einem Radweg entlang der geschäftigen B 104. Die Strecke verläuft hier durch Wohnblöcke und Industrieareale. Außerorts wird es dann ruhig auf mittelmäßig gut geschotterten Wegen durch flache Wiesen.
~> Zwischen 26 Warlin und Eichhorst werden ruhige Nebenstraßen genutzt.
~> Im Ort 27 Eichhorst holpriges Kopfsteinpflaster. Hinter Eichhorst auf den dann sehr schönen, asphaltierten Radpfad durch Wald und Wiesen. Die Strecke wird jetzt wieder sehr abwechslungsreich und gut befahrbar. Bei Brohm (Km 32) Imbiss auf dem Campingplatz an der Strecke: 6 Star Camp Cosa (eine der wenigen Einkehrmöglichkeiten hier).

Km 40: 28 Galenbeck - Kleiner Weiler, hier lohnt eine Pause: Kirche, Herrenhaus, Burgreste und Aussichtstürmchen am See. Der Galenbecker See steht unter Naturschutz (keine Bademöglichkeit). Ferner gibt es im Ort eine nette Einkehrmöglichkeit: Café Fischerhaus Galenbeck. Einkehrmöglichkeiten sind auf diesem Teilstück nicht so häufig! Der Feldweg zurück zur Landstraße nach Rohrkrug ist gut zu befahren.

Brohmer Berge am Fuchsberg

Abstecher in die Brohmer Berge: Der Endmoränenzug aus der letzten Eiszeit erhebt sich bis in rund 150m Höhe. Am Fuchsberg gibt es einen kleinen 5 Aussichtsturm . Wer zum Turm möchte: Die Radroute in Neuensund bei Km 46 am 5 Abzweig zum Aussichtsturm Fuchsberg verlassen. Eine kleine Asphaltstraße führt hoch in die Brohmer Berge. Hier oben bei 6 das Fahrrad parken. Von hier läuft man über einen kleinen Wanderpfad etwa 600m bis zum Turm. Vom Bauwerk ergibt sich ein weiter Nordblick Richtung Galenbecker See. Achtung, wichtiger Tipp: Nicht über Gehren zum Fuchsberg fahren. Hier gibt es auf 1,5km sehr grobes Kopfsteinpflaster.

Übernachtung im Bereich Brohmer Berge: 7 Park Hotel Schloß Rattey (auch Bett+Bike Unterkunft).
~ ~> Zwischen Galenbeck und Ferdinandsdorf teilweise Feldwege (meist gut fahrbar, geschottert, kleinere Stücke naturnah). Wer möchte kann einen kurzen Abstecher 3 zum kleinen Schmiedgrundsee mit öffentlicher Badestelle machen.

Km 62: 29 Ferdinandshof - Einkehrmöglichkeit, Bahnhof an der Strecke Stralsund - Berlin.

~ ~> Vor Ueckermünde längeres Stück schnurgerade durch Nadelwald an straßenbegleitenden Radweg; am Ortseingang beim Schild "Reiherkolonie" lohnt es sich, stehenzubleiben und in die Baumwipfel zu schauen.
Ueckermünde: Markt
Ueckermünde: Stadthafen

Km 77: 30 Ueckermünde - Stadtzentrum am Markt. Ueckermünde ist eine kleine lebendige Hafenstadt am Oderhaff.

~ ~> Von der Stadtmitte erreicht man über die 5 historische Klappbrücke den Strand am Oderhaff. Die Klappbrücke ist der damaligen historischen Klappbrücke von 1927 in der Altstadt nachempfunden. Sie wurde hier 2003 errichtet, da die alte Vorgängerbrücke marrode geworden war. Durch die Wiesen ist es nicht mehr weit zum Oderhaff.

Km 79: 2 Strandbad Ueckermünde - Hier hat man den Zielpunkt der Tour, das Oderhaff, erreicht. Es gibt Gastronomie und den beliebten Badestrand.

7. Zusatzetappe: Ueckermünde – Ahlbeck auf Usedom (12, 60 oder 86km)

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Radweg auf der Zecheriner Brücke
Fähre Kamp vor den Resten der Hubbrücke Karnin

Ab Ueckermünde bietet sich natürlich ein Besuch der Ostseeküste auf der Insel Usedom an. Je nach Variante ist man auch auf dieser Zusatzetappe unterschiedliche lange im Sattel:

  • 1. direkte Schiffsverbindung Ueckermünde nach Usedom: In der Sommersaison gibt es eine direkte Schiffsverbindung mit Fahrradtransport nach 31 Kamminke auf Usedom (Infos der Reederei Peters). Auf Usesom sind es dann nur noch 12km nach Ahlbeck.
  • 2. Etappe über die Fähre Kamp: Nutzt man die 6 Personen- und Fahrradfähre bei Kamp ist die Etappe 60km lang.
  • 3. Komplette Tour über Anklam und Zecheriner Brücke: Auf diese Varinate mit 86km kommt man ohne Schiff nach Usedom. Die D-Route 12 ist so beschildert.

Beschreibung der Etappe über Anklam bzw. Kamp:

Die Strecke von Ueckermünde über 32 Anklam nach 33 Ahlbeck auf Usedom gehört nicht mehr zum Elbe-Oderhaff-Radweg. Sie liegt auf dem Radfernweg Berlin - Usedom bzw. der D-Route 12.

Ueckermünde - Etappenstart im Stadtzentrum am Markt.

~ ~> Die Strecke führt nördlich Ueckermünde flach am Stettiner Haff entlang, von dem man allerdings so gut wie nie etwas sieht. In 34 Mönkebude schöne Bademöglichkeit am Strand. Guter Deichweg in Asphalt zwischen 35 Bugewitz und 6 Aussichtsturm am Naturschutzgebiet Anklamer Stadtbruch . Hier findet sich auch eine Schutzhütte.
Nördlich des Aussichtsturms geht die Strecke in einen Schotterweg auf einem Damm über: Links liegt der Kanal "Rosenhäger Beck", rechts finden sich weite Wasserflächen des NSG.

7 Abzweig Kamp - Hier am Sperrwerk geht es rechts auf der Kreisstraße nach Kamp, links kommt man nach Anklam.

~ ~> Links geht es zu den weithin sichtbaren Resten der Eisenbahnhubbrücke und auch zur Personen- und Fahrradfähre bei Kamp . Mit dieser Fähre kann man direkt nach Karnin auf Usedom übersetzen und den Bogen über Anklam herauskürzen (spart etwa 25km). Das 2021 in Dienst gestellt Fährschiff Antonia vom Kamp ist übrigens eine Elektrofähre. Die weithin sichtbaren Überreste der Hubbrücke Karnin stehen unter Denkmalschutz. Die Seitenteile des Bauwerks wurden zum Ende des II. Weltkriegs von der Wehrmacht gesprengt. Ziel war es das Vordringen der Alliierten zu verzögern. Es wird über einen Wiederaufbau dieser Bahnlinie nach Usedom diskutiert. Dabei würde hier parallel des Denkmals eine neue Klappbrücke für die Bahn entstehen. Gegenüber der bestehen Bahnanbindung über Wolgast könnten so die Fahrzeiten von Berlin nach Usedom reduziert werden. Politisch ist das Projekt allerdings umstritten. Stand 2026 gibt es keine konkrete Projekt- bzw. Bauplanung.
~ ~> Wer über Anklam fahren möchte, wendet sich am Abzweig rechts. Die Strecke führt in einem großen Bogen über Anklam zur 6 Zecheriner Brücke . Im Bereich der vielbefahrenen Straßenbrücke gibt es einen straßenbegleitenden Radweg, aber auch viel Verkehrslärm.

Ostseeinsel Usedom - Ab Usedom (Stadt) teilen sich die Routen auf der Insel. Wie eine Perlenkette reihen sich hier an der Küste die Badeorte aneinander. In Ahlbeck (Ortsteil von Heringsdorf) an der deutsch-polnischen Grenze endet die D-Route 12 und die Ostsee ist erreicht.

Panorama: Du kannst das Bild waagerecht scrollen.
Die Ostsee ist erreicht: Der Strand von Heringsdorf
Die Ostsee ist erreicht: Der Strand von Heringsdorf


Sicherheit

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Auch beim Radwandern kann ein Fahrradhelm die Schwere von Kopfverletzungen bei Stürzen entscheidend mindern (siehe z.B. auch dieser Fachartikel zum Thema).

GPX-Daten

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Weiter geht's

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Literatur- und Kartenhinweise

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  • Mecklenburgischer Seen-Radweg. Von Lüneburg zur Insel Usedom, Quadrat-Spiralo 1:75.000, BVA Bielefelder Verlag 2010, ISBN 978-3-87073-260-8 (Hinweis: Natürlich alte Streckenführung).
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Vollständiger Artikel
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Einzelnachweise

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  1. offizielle Höhenangaben auf tourenportal.auf-nach-mv.de - abgerufen 28. März 2026
  2. Nutzung der offziellen GPX-Daten von auf-nach-mv.de für Höhenprofil in Google Earth - Daten abgerufen 28. März 2026