Ebene der Steinkrüge
| Ebene der Steinkrüge | |
| Provinz | Xieng Khouang |
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Ebene der Steinkrüge | |
Die Ebene der Steinkrüge (laotisch: ທົ່ງໄຫຫີນ, englisch: Plain of Jars, auch: Ebene der Tonkrüge) umfasst 11 megalithischen Stätten und liegt in der Provinz Xieng Khouang in Laos und zählt seit 2019 zum UNESCO-Welterbe. Dort liegen insgesamt 1.325 große Steinkrüge, deren Herkunft, Transport und Zweck noch immer nicht komplett geklärt sind. In der Provinz sind mittlerweile an die einhundert Plätze mit Steingefäßen bekannt. Touristisch besucht werden im Regelfall aber nur die Stätten 1 bis 3, aber mehr Stätten sind für interessierte Besucher erschlossen.
Hintergrund
[Bearbeiten]Die Steingefäße und die archäologischen Ausgrabungen an den Stätten sind Zeugen örtlichen Zivilisation des Eisenzeitalters, welches in Südostasien von 500 v. Chr. bis 500 n. Chr. reichte. Es gibt Spuren von Bestattungsritualen vor dem Eisenzeitalter bis danach. Die Steinkrüge variieren in Größe, Form und Design. Zusätzlich gibt es auch Steinscheiben und Grabmarkierungen. Es gibt einzeln stehende Gefäße und Stätten mit bis zu 400 Objekten. Das Gebiet selbst lag früheren Handelsrouten vom Golf von Tonkin ins Innere Südostasiens und verband die Bewohner Vietnams, Thailands und Laos.
An den Fundorten der Krüge lag einst das Königreich der Phuan. Welches Volk die Krüge hergestellt hat ist nicht bekannt. Vor den Phu siedelten dort wahrscheinlich die Khmu.
Die französische Geologin und Archäologin Madeleine Colani (1866–1943) führte in den Jahren 1931 bis 1933 in drei Expeditionen erste wissenschaftliche Untersuchungen an der Ebene der Steinkrüge durch. Ihr waren damals 17 Stätten bekannt und betrachtete Stätte 1 als Zentrum der Zivilisation, die die Gefäße schuf. Sie war der Meinung, dass die Toten in der Höhle der Stätte verbrannt und die Reste dann in und um die Gefäße bestattet wurden. In früheren 1990er Jahren gab es Untersuchungen, die Colanis Bestattungstheorie zu bestätigen scheinen. Neueste Erkenntnisse deuten drauf hin, dass die Körper zunächst in den Steinkrügen bestatten wurden und die Knochen später um die Gefäße herum beerdigt wurden. Neben den Gefäßen fand man Töpferwaren, Gegenstände aus Stein, Eisen und Bronze, Glasperlen, Muscheln und menschliche Überreste.
Nach dem Tod einer Person wird die Leiche zu den Steingefäßen gebracht und dort in einen der Steinkrüge gelegt. Die Familie wartet dann, bis nur noch Knochen übrig sind. Schließlich sammelt die Familie oder möglicherweise eine priesterähnliche Person die Knochen ein und begräbt sie in der Erde. Manchmal wird eine Keramikurne verwendet, aber manchmal werden die Knochen einfach in eine Grube gelegt. Später wurden sie möglicherweise als Urnen verwendet, da man verbrannte Überreste fand.
Im Juli 2013 waren 77 Stätten mit insgesamt 1999 Gefäßen untersucht und vermessen, 30 weitere bekannt. Die Höhe variiert von 1 bis 3 Metern und einige wiegen bis zu 14 Tonnen. Der größte Steinkrug befindet sich an Stätte 1, der längste an Stätte 2.
Legenden
[Bearbeiten]Um die Steinkrüge ranken sich auch lokale Legenden. Eine geht auf König Khun Jueang im 5. oder 6. Jh. zurück. Er besiegte den grausamen Chao Ankha und die Bevölkerung feierte ein, je nach Quelle, Wochen bis Monate dauerndes Fest, für das die Steinkrüge angefertigt wurden. Sie wurden laut Legende aus Sand, Zucker und Kuhdung gefertigt und in der Höhle der Stätte 1 gebrannt.
Man findet auch Aussagen, wonach die Krüge Becher von Riesen sind.
Herstellung
[Bearbeiten]Die Krüge wurden aus dem Felsen herausgehauen und dann bearbeitet. Dabei wurden kleine Spalten rund um den künftigen Krug herum geschnitten. War der Krug gelöst wurde zuerst die Außenseite herausgearbeitet. Danach wurde das Loch ausgehöhlt. An der Stätte 23 kann man noch verschiedene Stadien des Prozesses sehen. Als Material findet man Sandstein, Kalkstein, Granit und Konglomerate sowie an einer Stätte auch Brekzie.
Gefährdung der Gefäße
[Bearbeiten]Die Krüge waren und sind über die Jahrhunderte der Gefahr einer Zerstörung ausgesetzt. Die Natur verursachte kleiner Zerstörungen von Gefäßen. An der Stätte 2 kann man ein durch einen Baum auseinander getriebenen Krug entdecken. Frühere chinesische Überfälle als auch der Vietnamkrieg führte zur Zerstörung von Gefäßen, zum einen mutwillig, um die lokale Bevölkerung zu demütigen, als auch militärische durch Beschuss dieser teilweise strategischen Positionen. Spätere Schäden entstanden durch unangebrachte Wiederverwendung als auch Infrastrukturmaßnahmen.
Steingefäße außerhalb von Laos
[Bearbeiten]Ähnliche Steingefäße fand man auch außerhalb von Laos in Indien und Indonesien.
Anreise
[Bearbeiten]Der kleine 1 Flughafen Xieng Khouang (IATA: XKH) liegt südwestlich des Stadtzentrums von Phonsavan und wird von Lao Arlines, Lao Skyway und Lane Xiang von Vientiane aus angeflogen. Andere Flugziele gibt es derzeit nicht.(Stand: Dez 2025)[1][2][3]
Mobilität
[Bearbeiten]Zwischen den Stätten sind größere Entfernungen zurückzulegen. Die drei „Klassiker“ (Stätten 1 bis 3) und die „Krugfabrik“ (Stätte 21) liegen im Umkreis von 25 Kilometern von Phonsavan und können mit dem Moped oder einer geführten Tour gut als Tagestour erreicht werden.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten]Nahe der Stätte 1 südöstlich von Phonsavan befindet sich das 1 Besucherzentrum . Dort gibt es die Tickets für die Stätte, Parkplätze und ein kleines Museum. Jeweils 30.000 ₭ Eintritt ist an den Stätten 1 bis 3 zu bezahlen.
Stätte 1
[Bearbeiten]Die bekannteste und größte 2 Stätte 1 liegt ca. 8 km südwestlich von Phonsavan. Hier liegen in fünf Gruppen 334 200–1000 kg schwere Steinkrüge mit einem Durchmesser bis zu 1 m. Hergestellt wurden die Gefäße an der Stätte 21 (jar quarry) am Berges Phu Keng, wobei noch nicht bekannt, wie sie hierher transportiert wurden. Es gibt ein paar Hinweise, dass sie teilweise an der Stätte 1 vollendet wurden. Der Zweck bleibt aber ein Mysterium. An dieser Stätte wurden keine Zeichen einer Wohnsiedlung gefunden, nur Elemente von Bestattungen, wie Metallfragmente, Murmeln, Keramiktöpfe und Scherben aus verschiedenen Zeitepochen. Sie ist also ein Friedhof, aber nicht gesichert, ob die Gefäße als Sarg oder temporärer Aufbewahrungsort der Gebeine diente. Plünderer zerstörten einige auf der Suche nach Wertvollem. Der zweite Indochinakrieg zerstörte weitere Objekte.
Die 3 Gruppe 1 auf dem nördlichen Hügel ist die am umfassendsten untersuchte Stelle aller Stätten mit Funden die vom Neolithikum bis zum 19. Jh. In den Krügen fand man Knochen und Zähne sowie Holzkohle und Glasperlen, daneben wurden menschliche Knochen, Keramik, Stein- und Metallgegenstände sowie Glasperlen entdeckt. Es gab auch mehrere Bestattungen an einzelnen Gefäßen. Hochrechnungen ergaben, das allein an dieser Gruppe 1.000 bis 2.500 Bestattungen vorhanden sein könnten. Ebenfalls vorhandene weißliche Steine (Quarzite) sind Grabmarkierungen bzw. eine Art Grabsteine. Während des Krieges in den Jahren war dieser Hügel von 1964 bis 1974 ein Militärposten. Noch heute sieht man hier Reste von Schützengräben und Bombenkrater.
Zwischen den Gruppen 1 und 2 gab es eine 4 alte Straße die auf die französische Kolonialzeit zurückgeht und nach Luang Prabang führte. Laut einer Theorie benötigten die Menschen hier Salz, welches entlang der Straße vom Händlern geliefert wurde.
Im Zentrum der Stätte gibt es eine natürliche 1 Kalksteinhöhle mit zwei künstlichen Öffnungen. Man fand im Inneren zahlreiche verbrannte Knochen, Holzkohle und einige Grabbeigaben. Man vermutet hier ein ehemaliges Krematorium. Die Höhle diente im Indochina-Krieg auch als Unterschlupf. In der Provinz glaubt man auch, dass die Töpfe nicht gemeißelt sind, sondern aus Zement hergestellt wurden und die Höhle als Brennofen diente.
Einige Gefäße der 5 Gruppe 2 bestehen aus Konglomeraten, verkalkten Flusssedimenten. Bei näherem Hinsehen versteht man auch, warum man teilweise denkt, sie währen aus Zement hergestellt. Diese Konglomerate sind aber eine art natürlicher Zement.
Es ist gibt ein bekanntes 6 Gefäß , dass mit einer komplettem menschlichen Gestalt verziert ist, die man in der Form an insgesamt zwei Stelle in der Provinz Xieng Khouang sowie auch an einer Stelle in Assam (Indien) fand. Der Stein, der das Objekt abdeckt, ist kein klassischer Deckel, sondern eine Steinscheibe, die normalerweise als Grabmarkierung dient. Man findet diese Steinscheiben hauptsächlich an der Stätte 52. Möglicherweise wurde an dieser Stätte normalerweise Holz oder Bambus verwendet.
Folgt man dem Pfad, passiert man die 7 Gruppe 3 und erreicht die 8 Gruppe 4 . Dort findet man nur zerstörte Gefäße. Meist erfolgte dies durch vorsätzliche Zerstörung durch Plünderer oder den Zweiten Indochinakrieg.
9 Gruppe 5 liegt auf einem Hügel, der von einer schweren Bombe getroffen wurde. Man findet auch Reste einer Panzergrube. Auf dem Weg zurück zum Parkplatz kann man noch den Hügel mit der Höhle ansteuern. Dort sieht man die Reste zweier Boden-Luft-Stellungen und die zwei Deckenlöcher der Höhle.
Vom Besucherzentrum verkehrt ein kleines Elektro-Shuttle. Es kostet 5.000 ₭. Das Ticket wird einem ungefragt mit verkauft. Man kann die 700 Meter aber auch laufen, wenn man möchte und muss das Shuttle-Ticket dann explizit abwählen. Am Beginn der Stätte 1 befindet sich auch eine Toilette.
Stätte 2
[Bearbeiten]Die 10 Stätte 2 liegt ca. 8 km südlich der Provinzhauptstadt und besitzt 93 Sandsteinkrüge, von denen der größte eine Länge von 3,23 Metern besitzt. Die Objekte verteilen sich auf zwei Hügel, getrennt durch einen Einschnitt durch eine ehemalige koloniale Straße. Der zugehörige Steinbruch, aus dem das Material geliefert wurde liegt ca. 2 km von der Stätte entfernt. Insgesamt 14 Steinscheiben findet man hier. Eine davon zeigt eine humanoide Figur umgeben von konzentrischen Kreisen. Keramik, die hier gefunden wurde weist Ähnlichkeiten mit der 2.000 Jahre alten Kultur der Sa-Huynh im benachbarten Vietnam auf.
Nach dem Stop am Ticketschalter kann man noch 500 Meter weiter mit dem Auto bzw. Moped weiterfahren. Dort gibt es einen Parkplatz. Zur ersten Stätte geht man links die Treppen hinauf. Dort befindet sich auch ein sehenswerter von einem Baum auseinandergetriebenen Steinkrug. In einem spitzen Winkel rechts folgt man dem Weg nach unten und erreicht nach einem kleinen Ab- und Aufstieg die andere Gruppe. Es ist möglich, unter Führung eines lokalen Guides zur Stätte 3 zu wandern.
Stätte 3
[Bearbeiten]Die 11 Stätte 3 ist der südlichste, der drei bekannten Plätze. Sie liegt ca. 25 km südlich von Phonsavan. Man parkt am 1 Ticket-Shop (Eintrittspreis 30.000 ₭) und muss dann noch einige Minuten über Reisfelder laufen, um die erste Gruppe zu erreichen. Die weiteren Gruppen sind allerdings schwer zu finden. Am Ticketshop gibt es an der Informationstafel ein wenig detailliertes Luftbild mit den eingezeichneten Gruppen, doch auch damit kann man die anderen Stellen kaum finden. Sie sind vor Ort auch nicht ausgeschildert und nicht jeder Tourguide kommt mit zu den Krügen. Hier hilft nur eine gute Vorbereitung und präzise GPS-Navigation. Auch das Kartendokument der UNESCO ist hilfreich (Seite 3).
Die Stätte enthält 158 Steinkrüge und 33 Scheiben in insgesamt acht Gruppen 12 Gruppe 1 erreicht man zuerst nach eine kleinen 700 Meter langen Wanderung über eine Brücke, Reisfelder und einige Bambuszäune. In einem Wald findet man ca. 100 Gefäße. Beachtenswert ist hier, dass die Gefäße länglich und eher rechteckige Form aufweisen.
Weitere Fundplätze dieser Stätte sind 13 Gruppe 2 , 14 Gruppe 4 , 15 Gruppe 5 und 16 Gruppe 7 . Auch die 17 Stätte 8 . liegt in Reichweite, ist aber gesperrt.(Stand: Dez 2025)
Im nahe gelegenen Dorf Ban Napia gibt es Handwerker, die aus Metallschrott der Munition Löffel gießen. Mit einem lokalen Guide kann man zur Stätte 2 wandern.
Stätte 8
[Bearbeiten]Die Stätte 18 Stätte 8 ist der Steinbruch für die Krüge der Stätte 3. Das der Ort noch nicht komplett von nicht explodiertem Material bereinigt ist, ist sie nicht öffentlich zugänglich.(Stand: Dez 2025)
Stätte 12
[Bearbeiten]Stätte 21
[Bearbeiten]Ca. 15 km westlich von Phonsavan befindet sich die 20 Stätte 21 , die auch als jar quarry bezeichnet wird. Hier wurden die Steinkrüge für die Stätte 1 hergestellt. Wie man sie dann dorthin transportiert hat, ist noch nicht bekannt. Der Steinbruch befindet sich am Hang des Berges Phu Keng. Es gibt 5 Gruppen, aber entlang des Aufstiegs lassen sich nur insgesamt fünf Steinkrüge erkennen. Lohnenswert ist aber der Aufstieg auf den Gipfel. Er bietet zwei schöne Aussichtspunkte. Dafür sind aber 300 Höhenmeter zu überwinden. Die Stufen sind gemauert und sicher, aber Trittweite und -höhe bei jeder Stufe unterschiedlich.
Kurz vor dem Gipfel teilt sich der Pfad. Folgt man dem Weg in linker Richtung erreicht mal einen alten Tunnel und eine sehr schöne Aussicht auf die umgebende Provinz. Der andere Weg führt noch etwas höher in die Nähe des Gipfels. Dort gibt es eine Höhle und auch einen schöne Aussicht.
Die Anreise erfolgt am besten mit dem Moped. Man passiert den Flughafen an seiner Nordseite. Nach dem Stadion hält man sich am nächsten Dorf rechts und folgt dem Weg noch ca. 1,5 Kilometer. Dann ist rechts ein Weg ausgeschildert. Man kann bis zum mittlerweile verlassenen Besuchergebäude fahren. Ab dem Tor muss man laufen. In dem Gelände Links vom Besuchergebäude befindet sich eine Gruppe. Am Ende des asphaltierten Weges gibt es erste Informationstafeln.
Stätte 23
[Bearbeiten]36 Gefäße in 4 Gruppen findet man an der 21 Stätte 23 (Ban Nam Hom Jar) in der Nähe der heißen Quelle von Muang Kham. Eine dieser Gruppen war auch eine Produktionsstätte für die Gefäße, an dem man den Herstellungsprozess nachverfolgen kann. Neben dem Konglomeratgestein wurde hier auch Brekzie verwendet. Testgrabungen bestätigen, dass es sich hier um eine Begräbnisstätte handelt. Gefunden wurden Keramik, Eisenmesser. Einige Muster weisen auch hier Ähnlichkeiten mit der Sa-Huynh-Kultur (wie an der Stätte 2) auf.
Stätte 25
[Bearbeiten]Die 22 Stätte 25 liegt bei dem Dorf Ban Songhak und ist gut erhalten, da sie bei den Dorfbewohnern als heilig gilt und das Fällen der umgebenden Bäume untersagt ist. Die Verehrung der Stäte geht auf eine alte Geschichte zurück, bei der einige Mönche ein Gefäß in ihren Tempel trugen, um es als Wasserspeicher zu benutzen. Bewohner erkrankten, bis der Krug wieder an seinen alten Platz zurückbefördert wurde. Seitdem glaubt man an heilende Kräfte des Wassers aus diesem Gefäß.
An diesem Ort befinden sich insgesamt 40 Steinkrüge in 5 Gruppen von denen einige im zweiten Indochinakrieg zerstört wurden, da die Stätte auf einem Hügel strategisch gut gelegen war und Blick auf das Phoukoud-Tal bot. In der Nähe sieht man noch Reste von Schützengräben. Seit 2007 ist die Stätte von Minen geräumt. Es gibt auch einige unvollendete Gefäße, obwohl der zugehörige Steinbruch ca. 8 klm entfernt liegt.
Der Ort liegt 36 Straßenkilometer nordwestlich von Phonsavan. Man benötigt in etwa 1 Stunde Fahrzeit.
Stätte 28
[Bearbeiten]Die Stätte 23 Stätte 12 liegt im Westen der Provinz in den Bergen.
Stätte 42
[Bearbeiten]Die Stätte 24 Stätte 42 südlich von Muang Kham.
Stätte 52
[Bearbeiten]Die 25 Stätte 52 befindet sich auf dem Gipfel des Pha Kheo und bietet 400 fein gearbeitete Sandsteinkrüge in 4 Gruppen. Besonders einzigartig an dieser Stätte sind die steinernen, kuppelförmigen Deckel, die auf die Öffnungen der Krüge passen. Hier findet man ebenso Steinscheiben, die als Grabmarkierungen dienen. Einige dieser Scheiben besitzen Gravuren von Affen und Tigern. In der Nähe der Stätte wurden auch einige Steinbrüche entdeckt, in denen die Krüge hergestellt wurden. Der Ort ist stark bewaldet, sodass einige der Gefäße von Baumwurzeln zerstört wurden. Am Fuße und auf dem Berg gibt es einige Hmong-Dörfer.
Die Anfahrt erfolgt von Phonsavan über die Straße 7 in nordöstlicher Richtung, nach ca. 32 Kilometern geht es in südöstlicher Richtung hinauf in die Berge.
Weitere Stätten
[Bearbeiten]Es gibt weitere Stätten, die nicht als Besdtandteil des Welterbes gelistet sind.
- Die Stätte 16 liegt 6 Kilometer östlich der Stadt Muang Khoun an einem Hang und beherbergt 35 Gefäße aus Granit und einem aus Sandstein. Die Stätte ist überwuchert und die Krüge sind in schlechtem Zustand (erbrochen oder verwittert. Südlich der Stätte befindet sich das Dort Ban Phai. Während der Trockenzeit kann man von hier aus auch Ban Phakeo mit der Stätte 52 erreichen.
Einkaufen
[Bearbeiten]Einkaufsmöglichkeiten gibt es nicht. Lediglich am Besucherzentrum gibt es ein paar typische Souvenirstände.
Küche
[Bearbeiten]Wer die Steinkrüge besucht muss während der Fahrt zwischen den einzelnen Stätten etwas essen, da die einzelnen Objekte im Regelfall nichts bieten. Am Besucherzentrum gibt es ein kleines Café. Wer die Stätten 2 und 3 ansteuert, findet im nahe gelegenen Dorf 1 Cha Ho im Zentrum einheimische Restaurants, auch mit englischer Speisekarte.
Unterkunft
[Bearbeiten]Phonsavan bietet als Ausgangspunkt zu den wichtigen erschlossenen Stätten eine Reihe von Hotels und Gästehäusern. In Cha Ho, nahe der Stätten 2 und 3 gibt es ein 1 Guesthouse . In der Nähe der Stätte 52 gibt es einige Homestay-Möglichkeiten in den Hmong-Dörfern.
Sicherheit
[Bearbeiten]Wie in der gesamten Provinz Xieng Khouang besteht auch in der Ebene der Steinkrüge außerhalb der markierten Wege die Gefahr von nicht explodierten Kampfmitteln. Allein An der Stätte 1 wurden 127 Objekte entschärft. Die erschlossenen touristisch erschlossenen Stätten kann man besuchen. Entsprechende Beschilderungen und Bodenmarkierungen sind unbedingt zu beachten.
Klima
[Bearbeiten]Wer, wie häufig in Südostasien, im europäischen Winter Laos und Ebene der Steinkrüge besucht, sollte langärmelige Kleidung dabeihaben. Sobald die Sonne untergeht und vormittags wird es recht frisch. Wer in einem Ganztagesausflug die Stätten mit den Steinkrügen besucht muss trotzdem für ausreichend Sonnenschutz sorgen, auch wenn man mit einer Jacke startet. Ab dem späten Vormittag ist es warm und die Gefahr eines Sonnbrands oder Hitzschlags ist hoch.
Literatur
[Bearbeiten]- : Laos Finds New Life After the Bombs. In: National Geographic, Aug. 2015, abgerufen am 16. Mai 2020 (in Englisch). Archiviert vom Original am Freitag, 21. Juli 2017.
- : The Plain of Jars. In: Air Force Magazine, 1. Juni 1999, abgerufen am 16. Mai 2020 (in Englisch).
- Branfman, Fred (Hrsg.): Voices from the Plain of Jars: Life Under an Air War. Madison: University of Wisconsin Press, 2013, ISBN 9780299292249; abgerufen am 16. Mai 2020 (in Englisch).
- : The Plain of Jars. In: Air Force Magazine, 1. Juni 1999, abgerufen am 16. Mai 2020 (in Englisch).
- : Laos Plain of Jars in the Wake of American Bombing. In: The Asia-Pacific Journal, Bd. 7,24–3 (15. Juni 2009), abgerufen am 16. Mai 2020 (in Englisch).
Weblinks
[Bearbeiten]- Megalithic Jar Sites in Xiengkhuang – Plain of Jars. In: UNESCO, abgerufen am 4. Januar 2026.
- Megalithic Jar Sites in Xiengkhuang – Plain of Jars - Maps of the inscribed property. 2019, abgerufen am 19. Dezember 2025. Luftbilder und Karten der Stätten mit eingezeichneten Gruppen und Fundorten.
Einzelnachweise
[Bearbeiten]- ↑ Lao Airlines: Route Map. In: Lao Airlines, abgerufen am 7. Dezember 2025 (in Englisch).
- ↑ Lao Skyways: Flight Schedule. In: Lao Skyways, abgerufen am 7. Dezember 2025 (in Englisch).
- ↑ LaneXiang: Destinations. In: Lane Xang, abgerufen am 6. Dezember 2025 (in Englisch).





























