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Deir esch-Schuhadāʾ

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Deir esch-Schuhadāʾ ·دير الشهداء
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Deir esch-Schuhada (arabisch: ‏دير الشهداء‎, Dair asch-Schuhadāʾ, „Märtyrerkloster“) ist ein ägyptisches Kloster im Gouvernement Luxor, etwa 6 Kilometer südlich von Esna auf dem westlichen Nilufer.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Kloster der hl. Manaos und der Märtyrer (Deir Manayus wa esch-Schuhadāʾ), auch Kloster des hl. Ammonius und der 3600 Märtyrer genannt, wurde von Ammonius, Bischof von Esna im 4. Jahrhundert gegründet. Gelegentlich findet man auch die Angabe, dass die Gründung schon auf die Kaiserin Helena zurückgehen soll.

Noch während der römischen Herrschaft entwickelte sich Esna zu einem bedeutenden Zentrum des Christentums. Kaiser Decius und sein Nachfolger Diokletian ließen aber per Erlass die Christen von ihrem Glauben abschwören bzw. verfolgen. Ammonius, Bischof von Esna (301–310), schuf mit diesem Kloster ein Denkmal für die 3.600 christliche Märtyrer. Er soll es hier immer an Donnerstagen und Freitagen gebaut haben, während er sonntags und montags unter den Gläubigen in Esna weilte.

Das heutige Kloster ist von einer hohen Mauer umgeben. Es wird von etwa zwanzig Nonnen bewohnt.

Anreise[Bearbeiten]

Die Anreise kann nur mit einem PKW, Taxi oder Minibus erfolgen.

Mobilität[Bearbeiten]

Das Fahrzeug lässt sich unmittelbar an den Klostermauern parken. Im Kloster bewegt man sich zu Fuß.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Kloster verfügt über zwei Kirchen. Die ältere, nördliche stammt aus dem zehnten bis elften Jahrhundert und ist den hl. Märtyrern geweiht, während die neue, südlichere 1931 errichtet wurde und der hl. Jungfrau geweiht ist.

Im Ostteil der alten Kirche befinden sich drei Heikale (Allerheiligste) für den hl. Georg, die hl. Jungfrau und die hl. Märtyrer von Esna. In der Nordwestecke finden sich zwei weitere Heikale. Auf den Fresken ist das Jahr 502 AM (786 n. Chr.) zu finden.

Die neue Kirche verfügt über drei Heikale, die für den hl. Georg, die hl. Jungfrau und den Erzengel Michael bestimmt sind. Das Taufbecken befindet sich in der Südwestecke.

Im Norden des Klosters finden sich die Ruinen von Deir Abū Ischāq (Kloster des hl. Isaak).

Aktivitäten[Bearbeiten]

Am 23. Dezember jedes Jahres wird dem hl. Ammonius gedacht.

Küche[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Unterkünfte wählt man üblicherweise in Luxor. In Esna gibt es keine Hotels.

Ausflüge[Bearbeiten]

Der Besuch des Klosters lässt sich mit dem Besuch von Esna und dem Kloster Deir el-Fachūrī verbinden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Meinardus, Otto F. A.: Two thousand years of Coptic Christianity. Cairo: American University in Cairo Press, 2002, ISBN 977-424-757-4, S. 244 f.
  • Leroy, Jules: Les peintures des couvents du désert d’Esna. Le Caire: Inst. français d’archéologie orientale, 1975, (La peinture murale chez les Coptes ; 1), S. 1–16, Tafeln 1–49.
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