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Bulawayo

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Bulawayo
(koBulawayo)
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Bulawayo ist eine Stadt im Südwesten Simbabwes in der Provinz Matabeleland North. Mit heute geschätzt rund 700.000 Einwohnern ist sie die zweitgrößte Stadt des Landes. Die Stadt liegt am Fluss Matsheumhlope.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Name der Stadt kommt aus der Ndebele-Sprache und bedeutet soviel wie „Ort des Schlachtens.” Gegründet wurde der Ort 1893 von Cecil Rhodes nach einem Sieg der Briten über den damaligen König der Matabele Lobengula. Schon wenige Jahre später wurde der Ort ans Eisenbahnnetz angeschlossen.

Die Innenstadt (“Central Business District”) ist schachbrettförmig angelegt 17 „Avenues“ queren 11 „streets.“

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Tipp
Flughafensteuern (2015: US$ 5-35) sind bei Air Zimbabwe nicht im Preis des Flugscheins inbegriffen und müssen bar vor Abflug bezahlt werden.

Das neue Terminal des zwanzig Kilometer nördlich liegenden 1 Joshua Mqabuko Nkomo International Airport. Geöffnet: 24 h. (IATA: BUQ, ICAO: FVBU) eröffnete Ende 2013.

Internationale Verbindungen bestehen 2015 mit Air Botswana nach Gaborone. Nach Jo'burg gelangt man täglich mit Airlink, Air Zimbabwe (die im Jan. 2015 in finanziellen Schwierigkeiten steckt) und die auch Harare und Vic Falls bedient sowie dem 2014 gegründeten Billigflieger Zimbabwe flyafrica.com, die ebenfalls nach Harare fliegt. Proflight Zambia hat seine Flüge wieder eingestellt.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

(Zeiten und Preise 2015)

Als ehemaliges industrielles Zentrum Rhodesiens ist die Stadt auch der nationale Bahnknotenpunkt. Die Staatsbahn NRZ hat hier ihren Verwaltungssitz. Senioren über 60 erhalten 25% Rabatt an off-peak Tagen (Mo.-Do., nicht die Woche vor Feiertagen). Beim Rail Leisure Restaurant am Vorplatz ist der Name Programm, eine wunderschöne Bahnhofsgaststätte (alkoholfrei) alten Stils. Im Bahnhof gibt es Dienstmänner und (? auf Antrag beim station master) eine Dusche.

Vom Bahnhofsvorplatz geradeaus in die Basch St. gelangt man, an der “Zesa Power Station“ (zur Rechten) vorbei, nach einem Kilometer zum Egodini Public Transport Terminal.

Züge

Nach Harare führt die teilweise elektrifizierte Strecke – Mo., Do., Sa. ab 20.00 – über Somabhula (dort einmal wöchentlich Anschluß zur mosambikischen Grenze in Chicualacuala [Bulayawo ab Mi. 12.15] mit Zugwechsel nach Maputo) und Gweru. Reservierungen nur im Bahnhof bis zu 30 Tage im voraus. Schalteröffnung Mo.-Sa. 7.00 (Sa. 9.00)-10.00 und 15.30-18.45.

Die 472 km lange Strecke Victoria Falls, wird, seit 2004 vermehrt von Dampfloks, einmal täglich über Nacht (ab 19.30) bedient. Fahrkarten werden nur am Reisetag verkauft: Mo.-Fr. 8.00-19.30, an Wochenenden erst ab 16.30. Der Fahrpreis 1. Klasse war 2013 US$ 12 (+ 4 $ Bettzeug) in musealen Waggons. Nur wenige touristische Sonderzüge fahren über die berühmte Brücke.

Bulawayo (ab So.) nach Chiredzi (ab Mo.) wird einmal wöchentlich gefahren.

Nach Botswana: Die Strecke nach Francistown über den Grenzübergang bei Plumtree betreibt die simbabwische Staatsbahn zwei Mal wöchentlich. Fahrplanmäßige Abfahrt sollte Montag und Freitag 9.00 Uhr sein. Ab Francistown jeweils um 12.00 Uhr mittags, Dienstag und Samstag. Diese Züge kommen wegen Verspätungen oft erst nach Einbruch der Dunkelheit an, es empfiehlt sich aus Sicherheitsgründen schon aus Botswana ein Zimmer zu reservieren.

Nach Südafrika (Grenze Beitbridge/Messina): Auf der als “public-private partnership” 1999 eröffneten Strecke der “Beitbridge-Bulawayo Railway“ sollten Züge am Sonntag und Donnerstag um 18.00, mit fahrplanmäßiger Ankunft am nächsten Morgen 5.40 verkehren. Aus Südafrika kommend wäre die Abfahrt um 21.00, an 8.45. (Die Strecke wurde im Juli 2014 „bis auf weiteres“ eingestellt. Dies gilt auch für den Anschlußzug nach Johannesburg ab Messina.)

Mit dem Bus[Bearbeiten]

2 Entumbane Bus Terminus, Luevee Rd., Entumbane. gut 7 km von der Innenstadt ist der Endpunkt der Überlandbusse aus dem Norden und Victoria Falls. Busse aus Botswana und dem Westen enden meist am Nkulumane Bus Terminus.

3 Inter-City Bus Terminal, 8th Ave. / George Silundeka Av. . Südlich hinter dem Rathaus (“city hall”). Nebenan auch ein Busbahnhof für Lokalverkehr. Zum 4 Blue Arrow Bus, Lobengula St., Makokoba. gelangt man, mit dem Rücken zum IC-Terminal stehend, gut 100 m die 8th Ave. hinauf, dann nach rechts in die Fife St. (ggü. ist die Polizeistation), etwa 250 m bis vor der 6th Ave.
Geht man die 8th stattdessen 500 m weiter steht an vor dem “High Court,” sich an diesem vorbeischlängelnd kommt man nach 250 m zur Basch St., nach rechts 100 m und man ist beim Egodini Public Transport Terminal.

Bravo Tours fahren täglich vom Amakhosi Cultural Centre in der Basch St. nach Vic Falls für US$ 16 in ordentlichen Kleinbussen.

Von/nach Johannesburg/Pretoria fahren Übernachtbusse in etwa 13 Stunden. Bedient wird die Strecke sowohl von Greyhound (Preis 2015: Rand 465) als auch Intercape für R. 560-660. (Intercape Pathfinder Travel Centre, N1 Hotel Building, 114 Joshua M Nkomo Street, Bulawayo).

Das 5 Renkini Bus Terminal, 6th Ave. Extension/Waverley St., Makokoba. cum Basar, hat zurecht seinen Ruf als dreckig und chaotisch. Sie ist auch ein Treffpunkt Arbeitsloser und kleiner Ganoven, die es besonders auf die vom flachen Lande Kommenden abgesehen haben.

Auf der Straße[Bearbeiten]

In und um Bulayo treffen sich die Fernstraßen A5 (Ri. Nordosten und Gweru), A6 (Ri. Südosten, Mbalabala), A7 (Ri. Südwesten und Botswana) und A8 (nördlich, Ri. Lupane).

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Bulawayo

Wie überall im südlichen Afrika wird der Nahverkehr vor allem durch Minibusse besorgt. Das 6 Egodini Public Transport Terminal, Bash St. ist am Rande des Zentrums.

Taxis sind zwar nicht einheitlich gestaltet, aber doch klar als solche kenntlich gemacht.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Natonalgalerie in einem kolonalzeitlichen Gebäude (2010).
Naturkundemuseum (2011).

1 Bulawayo Herbal Gardens, Park Rd. Typ ist Gruppenbezeichnung botanischer Garten, dem etwas mehr Pflege nicht scchaden würde, im Centenary Park hinter dem Naturkundemuseum.

“Old Bulawayo (KoBulawayo)” war ein 1990-8 von National Museums & Monuments aufgebauter Themenpark an der Stelle der alten Ndebele-Residenz (aus der Zeit um 1870). Ein Buschfeuer hat 2010 den Großteil der Ausstellung vernichtet.[1]

Museen[Bearbeiten]

  • National Art Gallery, Main St. / Leopold Takawira Ave. Geöffnet: Di.-So. 9.00-17.00. mit nettem Cafe im Innenhof.
  • 2 Natural History Museum, Leopold Takawira Ave. / Park Rd. Tel.: +263-9-250 045, E-Mail: . Geöffnet: tgl. 8.30-17.00. Preis: Einheimische US$ 3; Ausländer-Sonderpreis US$ 10.. Man sollte sich gut überlegen, ob man die „Apartheid andersrum“ bei der Preisgestaltung unterstützen will.
  • 3 Railway Museum, Crew Rd. Preis: US$ 1.. Seit 1972 gibt es das nationale Eisenbahnmuseum, sinnigerweise in Bahnhofsnähe.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Das Kino Bulawayo Theatre ist etwa 100 m vom Naturkundemuseum im Centenary Park. Ebenfalls im Park, dem südlich der Leopold Takawira Ave. gelegenen Teil, Central Park genannt, gibt es das städtische Freibad (“Municipial Swimming Pool”), eine für diesen Teil der Welt höchst ungewöhnliche Einrichtung. Die Gemeinde betreibt im Park auch den großen 1 Municipal Caravan Park & Camp, Caravan Way/Park St. Tel.: +263 (09) 73378..

Einkaufen[Bearbeiten]

Normale Ladenöffnungszeiten sind wochentags 8 bis 17 Uhr, Samstag bis 13 Uhr. Banken öffnen 8 bis 15 Uhr, Samstag bis 11.30. Es gibt im Zentrum genügend Supermärkte. Die Kette TM Supermarkets wurde 2015 in Pick’n Pay umbenannt.

An der Matopos Rd., zwischen 24 und 26 Ave. gibt es den “open market.”

Küche[Bearbeiten]

Die auch andernorts im Lande gut vertretenen Chicken Inn, Pizza Inn und Creamy Inn versorgen ihre Kundschaft mit der üblichen fetthaltigen “”westlichen” Kost.

Nachtleben[Bearbeiten]

Bessere Ausgehgelegenheiten sind der Horizon Night Club, Bulawayo Athletics Club (BAC), trotz des Namens kein Sportverein, Baku Club, die Bar im Rainbow Hotel (zw. Robert Mugabe way und Josiah Tongogara Rd. auf Höhe 9th Av). Weniger gute Clubs, oft mit herumlungernden Prostituierten, finden sich z.B. an der 13th Ave.

Unterkunft[Bearbeiten]

Bulawayo Club-Gebäude des nachts.

Preise Anfang 2015

  • 2 White Hollows Youth Hostel, 3rd Steet/Townsend Rd. Tel.: +263 256488. Geöffnet: Schließzeit 21.30.
  • 3 Berkeley Place, 71 Josiah Tongogara Rd. eher rustikales Hostel, aber mit herzlicher Betreiberin.
  • 4 Burkes' Paradise, 11 Inverleith Drive, Burnside. Tel.: +263 92 46 48 1. Preis: Schlafsaal US$ 15, Einzel 25, Doppel 25.. Wenige Zimmer, viel Platz zum Campen (US$ 7) im großen Garten hinter dem Haus des Eigentümers. Ohne die Wegbeschreibung auf der Website nicht leicht zu finden.
  • 5 Bulawayo Club, 8th Ave. / Forts St. Tel.: +263 9 881964 5, E-Mail: . Preis: Einzel ab US$ 85, Doppel ab 110 (Aug. 2014).. 2010renovierter „Herrenclub,“ bester britscher Tradition; Jackett und Krawatte vorgeschrieben, mit Zutritt zum (vorzubestellenden) Essen nur für von Mitgliedern eingeführte Gäste (was aber problemlos für Tagesgäste erledigt wird), oder Übernachtungsgästen. Für eine kräftige Dosis Kolonialherrendekadenz nicht zu schlagen.
  • Nesbitt Castle, 6 Percy Avenue, Hillside. Tel.: + (263 9) 282735. Preis: Einzel: US$ 150-190, Doppel: 170-210.. Stein gewordener Traum eines Kolonialherrn vom eigenen Schloß, heute ein luxuriöses Boutiquehotel.

Sicherheit[Bearbeiten]

„In Notfällen ist von den Sicherheitskräften in der Regel keine Hilfe zu erwarten.“[2]

  • 1 Main Police Station, Leopold Takawira Ave (= 6th Ave.) / Fife St. Tel.: +263 72516.

Gesundheit[Bearbeiten]

Die Wasserversorgung wird nicht ausreichend gewartet. 2008 kam es zu einem Choleraausbruch. Die heiße Jahreszeit ist von September bis November.

  • 2 Galen House, 93, Josiah Tongogara/9th Avenue. Tel.: (0)9 881 051. Privatpraxis.
  • 3 Mater dei Hospital, Burns Drive, Malindela. Tel.: (0)9 240000 5.. Privates Krankenhaus für Notfälle.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Die Einwanderungsbehörde (“immigration control;” Tel.: 65621) hat ihre Büros an der Ecke Herbert Chitepo St./11th Ave. Es gibt in der Stadt keine Konsulate bei denen man eventuell Einreiseerlaubnisse für visumspflichtige Nachbarländer beantragen könnte.

Postämter
  • 4 Main Post Office, Joshu Nkomo St. (A5), Makokoba. Tel.: +263 62535. Geöffnet: Mo.-Fr. 8.00-17.00, Sa. 8.00-11.30.
  • 5 Post, Lobengula St., Makokoba.

Ausflüge[Bearbeiten]

Männliche Siedleragame (Agama agama) im Matobo Nationalpark (2012).
  • 23 km in östlicher Richtung auf der Gwanda Road (A6) 4 Chipangali Wildlife Orpahnage. Tel.: +263-9-287739, E-Mail: . Geöffnet: D.-So. 9.00-17.00. Typ ist Gruppenbezeichnung, betrieben als gemeinnütziger Verein von den Kindern des ehemaligen Kurators des Naturkundemuseums, Viv Wilson.
    Auf der A6 weiter bis Mulungwane gelangt man zum Umzingwane Recreational Park, etwa bei 35 km.
  • Mazwi Nature Reserve, ein städtisch betriebener Park, geringer Eintritt. 28 km von der Innenstadt: die 13th hinab. An der Khami Prison Rd. nach 6 km rechts abbiegen und weitere 6 km fahren bs zum Tor.
  • Etwa 60 km entfernt liegt das Amagugu International Heritage Centre, Kezi/Maphisa Rd. Tel.: +263 712 701 651, E-Mail: . Typ ist Gruppenbezeichnung gegründet 2010, will traditionelle Lebensweisen und Kunstformen erhalten, fördern und das Wissen darüber einer breiten Allgemeinheit vermitteln. Dabei handelt es sich um einen profitorientierten Betrieb in Privatbesitz.

Unter Verwaltung des Naturkundemuseums stehen die Weltkulturstätten:
Für beide Orte gelten Ausländer-Spezialpreise die 3-5fach höher sind als die für Einheimische.

  • 22 km Straßenkilometer westlich ist die Mazwi Nature Reserve mit den eisenzeitlichen 5 Khame Ruins. Geöffnet: bis 16.30. Typ ist Gruppenbezeichnung und kleinem Museum, der ehemaligen Hauptstadt des Butua-Reichs, das um 1644 unterging.
  • Der 2000 km² große 6 Matobo Nationalpark. Geöffnet: 6.00-18.00. Typ ist Gruppenbezeichnung liegt gut 50 km südlich der Stadt. Sehenswert ist er nicht nur wegen seiner Tierwelt, sondern auch den 200 indigenen Baumarten und höchst ungewöhnlichen Felsformationen, u.a. den “ringing rocks” mit Echo. Auf dem Gipfel Malindidzimu befindet sich das Grab von Cecil Rhodes. Am Ufer des Maleme-Stausees gibt es Campinggelegenheiten im “rest camp”. Die 2015 dort neueröffnete White Rhino Lodge, vermietet ihre sechs Betten für US$ 100.
    Man gelangt zum Park auf der Matopos Rd. aus dem Zentrum. Dabei fährt man bald hinter der Stadtgrenze zunächst am Rhodes Sactuary vorbei. Beachte: Der Nationalpark beginnt im Norden mit einem schmalen Streifen (500 m breit), dem Matobo-Damm und Stausee (26 km von B.), setzt sich dann mit dem “Lake Matopos Recreational Park“ fort, der 3-4 km breit ist um dann in einem Trapez, daß etwa 25×7 km groß ist abzuschließen. Neben dem Nordende, näher an der Stadt, liegt der ebenfalls gebührenpflichtige Tshabalala Nationalpark.

Weiter zum Hwange Nationalpark.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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