Bitola
| Bitola | |
| Opština | Opština Bitola |
|---|---|
| Einwohnerzahl | 69.287 (2021) |
| Höhe | 576 m |
| Tourist‑Info | bitola.info (engl.) |
Bitola | |
Bitola ist eine Stadt im Süden von Nordmazedonien ein wirtschaftlicher und Verkehrsknoten dessen Zentrum durchaus einen Aufenthalt rechtfertigt. Zu osmanischer Zeit hieß die Stadt Monastir.
Hintergrund
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In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts kam es zu vielen kriegerischen Handlungen. Nach den Balkankriegen 1912/13, im Herbst 1916 und nochmal Mai/Juni 1917 fanden um die Stadt heftige Kämpfe zwischen der serbischen und der bulgarischen Armee bzw. den an der Salonikifront vorrückenden Alliierten statt. Die Stadt kam zu Serbien und somit dann Jugoslawien. Nach der Zerschlagung des osmanischen Reichs kam es in der Region im Rahmen des „Bevölkerungstauschs“ vereinbart im Vertrag von Lausanne 1923–4 zu massenhafter Vertreibung und Umsiedlung.
Durch den Ort fließt der Dragor, der die Stadt in eine Nord- und Südhälfte teilt. In der Stadt verläuft entlang beider Ufer der „Boulevard 1. Mai,“ als Einbahnstraße am Nordufer in Fahrtrichtung nach Westen, am Südufer nach Osten. Der Ort wird im Norden von einer locker kieferbestandenen Hügelkette abgegrenzt.
Anreise
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Mit der Bahn
[Bearbeiten]Mit dem Bus
[Bearbeiten]Eventuelle Wartezeiten kann man in der 1 Imbißbude „Sandwich Mickey“ (Сендвичара Мики, 9.00-23.00 Uhr) oder im dahinter anschließenden Stadtpark verkürzen. Die kleine orange Bude neben dem Imbiß ist das 1 Postamt (Пошта на Северна Македонија).
Auf der Straße
[Bearbeiten]Aus Süden kommt man vom 2 Grenzübergang Medzhitlija (MK) / Niki (GR) (Граничен премин „Меџитлија“ (MK) / Τελωνείο Νίκης), 16 km auf der A3. Jene führt durch den östlichen Stadtteil zum 1 Kreisverkehr Dulie und dann weiter Richtung Prilep (43 km) bis wohin ein Ausbau zur Autobahn 2027 abgeschlossen sein soll. Vom Kreisverkehr führt die Av. Fillip II. in die Innenstadt bzw. die R1311 nach Osten zum Kohlekraftwerk.
Mobilität
[Bearbeiten]Die Webseite von bitolacitybus.mk informiert nur auf Makedonisch.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten]- 2 Uhrturm (Саат кула) Das dreißig Meter hohe Wahrzeichen der Stadt, quadratisch, in den 1830ern erbaut, im Park am Rande des zentralen Magnolien-Platzes. Der Legende nach wurde der Mörtel beim Bau mit Eiern gestreckt, um bessere Festigkeit zu erreichen. Die Terrasse des Turmes kann über eine Wendeltreppe bestiegen werden. Das heutige Uhrwerk wurde vom Deutschen Reich bezahlt, als jenes die Gegend verwaltete, zum Dank für die gute Pflege des deutschen Soldatenfriedhofs für die Gefallenen des ersten Weltkriegs.
- Am Magnolien-Platz ist auch ein Denkmal für Philipp II. Politischer Druck aus Griechenland hat die offizielle Bezeichnung „Statue des Gründers von Heraclea“ erzwungen. Der Brunnen dort ist vom Stern von Vergina inspiriert.
- 3 Kunstgalerie in der Yeni-Moschee (Јени џамија) 1558 auf den Fundamenten einer Kirche errichtet. Sie ist für ihre dekorativen Ornamente, Kalligrafien und Muqarnas bekannt, die in Mazedonien einzigartig sind. Der Minarett ist vierzig Meter hoch. Im Jahr 1950 wurden die Gebäude und der Friedhof rund um die Moschee verlegt und ein Park mit einem Brunnen angelegt. Die Moschee wurde zum Kulturdenkmal erklärt und in eine Kunstgalerie für zeitgenössische Grafik umgewandelt.
- 1 Ishak Çelebi (Исак џамија, vormals Ishakkiye; nördlich über den Fluß) Größte aktive Moschee der Stadt.
- 2 Demetrios-Kirche (Црква „Св. Димитриј“ - Битола) Die wichtigste orthodoxe Kirche der Stadt, erbaut 1830–42. Die älteren hier früher aufbewahrten Ikonen sind heute im Museum der Stadt Skopje.
- Kirche Heiliges Herz Jesu, am Širok Sokak. Neugotische katholische Kirche, vollendet 1909. Die Konkathedrale hat drei Altäre, der gotisch-deutsche Hauptaltar aus Holz stammt aus München. Der Turm wurde erst 1938–40 hinzugefügt.
- 4 Bitola-Museum (Завод и музеј, vormals: „Volksmuseum“), St Clement of Ohrid BB, Bitola 7000 Stadtmuseum, zugleich archäologisches Institut, das mehrere Außenstellen mit verwaltet. Hier sammelt man die Funde aus Heraclea Lyncestis. Ein Saal ist Kemal Atatürk gewidmet, der hier in der damaligen Kadettenanstalt 1896–98 seine Ausbildung erhielt. Hier bewahrt man auch die Funde der jungsteinzeitlichen Siedlung Veluška Tumba auf, die 1978 entdeckt wurde. Geöffnet: 8.00-20-00, im Winter bis 18.00.
- 5 Heraclea Lyncestis (Хераклеја Линкестис) Reste einer illyrischen, später Römersiedlung an der Via Egnatia mit Amphitheater hadrianischer Zeit und Fundamenten. Nach zweimaliger Zerstörung durch die Goten im 5. Jh. und dann Slawen im 6. Jh. verlassen. Bei Ausgrabungen in den dreißiger Jahren, 1960–1964 und 1970–1975 wurden Teile der befestigten Akropolis, das Theater, Bäder, zwei Basiliken mit spätantiken Mosaiken sowie Reste von einigen Privathäusern freigelegt. Die kleinere Basilika und das zugehörige Baptisterium wurden teilweise restauriert, ebenso die Überreste von Wohnhäusern aus hellenistischer Zeit. Die meisten Funde aus Herakleia werden im Museum von Bitola aufbewahrt und ausgestellt. Geöffnet: 8.00-18.00.
Aktivitäten
[Bearbeiten]Im südlich anschließenden Sportgelände mit Tennisplatz und Feldhandballplatz finden im Sommer auch Konzerte statt. Der sechshundert Meter lange 2 Stadtpark (Градски парк Битола) schließt sich an.
- Veranstaltungen
29. Juli – Nationalfeiertag 2. Aug.: Folklorefest Ilindenski Denovi („Ilinden-Tage“)
Einkaufen
[Bearbeiten]Die Nord-Süd durch die Altstadt verlaufende 1 Fußgängerzone Širok Sokak („Korzo“) ist das Zentrum der Stadt. Sie beginnt am Magnolienplatz und endet am Haus der Armee. Mit jeder Änderung des Regimes erfolgte eine Umbenennung. Angelegt und benannt ursprünglich nach Sultan Abdul Hamid II., dann König Petar von Jugoslawien, gefolgt von Marschall Tito …
Der 2 „Alte Basar“ (Стара битолска чаршија) ist heute ein normales Viertel der Altstadt mit einigen Geschäften. Der überdachte osmanische Markt 3 Besistan (nördlich des Magnolien-Platzes) wurde bereits im 15. Jahrhundert gebaut. Nach Umbau und Renovierungen ist es heute ein eher bescheidenes Einkaufszentrum.
Der eigentliche Markt ist 4 Nov Pazar (Нов Пазар) gut 2,5 km aus der Innenstadt nach Westen.
Eine basarartige Ansammlung von Buden ist beim Busbahnhof.
Küche
[Bearbeiten]- Bier
Die örtliche Brauerei ist Bitolska Pivara. Ursprünglich Teil des landwirtschaftlichen Kombinats hat man die postsozialistische Privatisierung schlecht überstanden. Es kam zur mehrmaligen Pleite mit Eigentümerwechsel. Die Braustätte ist neben der Kläranlage.
Nachtleben
[Bearbeiten]Die Innenstadt ist im Sommer bis nach Mitternacht lebhaft.
Unterkunft
[Bearbeiten]Mittel
[Bearbeiten]Gehoben
[Bearbeiten]Sicherheit
[Bearbeiten]Gesundheit
[Bearbeiten]Praktische Hinweise
[Bearbeiten]Konsulate
[Bearbeiten]Die für eine Kleinstadt ungewöhnlich große Zahl an Konsulaten hat ihre Ursache in der Spätzeit des osmanischen Reichs, als sie zum Schutz der jeweiligen Untertanen eingerichtet wurden. Fast alle sind entlang der Fußgängerzone. Sämtliche modernen Nachbarländer sind vertreten: Bulgarien, Montenegro, Rumänien, Griechenland, Serbien.
Im selben Gebäude Širok Sokak 42 sind Frankreich und die Türkei (die ebenfalls hier vertretenen Briten schlossen nachdem sie Europa mit dem Brexit verlassen haben). Auch das russische Konsulat wurde 2022 aufgegeben. Mitteleuropäer, die in Schwierigkeiten sind wenden sich sinnvollerweise an das
Ausflüge
[Bearbeiten]Pelister-Nationalpark
[Bearbeiten]Das Baba-Gebirge nach Westen ist als 4 Pelister-Nationalpark (Национален парк Пелистер) geschützt. Der namensgebende höchste Gipfel erreicht 2601 m. Insgesamt sind hier zehn Zweitausender. Die Berge trennen den Prespasee von Pelagonien. Wölfe, Bartgeier und europäische Ottern haben hier ein Rückzugsgebiet. Jagen, Feuer machen und Hunde sind generell verboten. Das Sammeln von Blaubeeren und Pinienkernen im geringen Umfang zum Eigengebrauch ist gestattet.
- 3 Kloster der Hl. Paraskeva von Rom (Манастир „Света Петка - Параскева Римјанка“; oberhal Capari) Nach Großfeuer 2014 neu renoviertes Klostergeviert in den Hügeln. Namenstag ist der 26. Juli. In den Klosterräumen besteht die Möglichkeit zur Übernachtung.
Es sind etwa vierzig Wanderwege (einige für Radfahrer oder Reiter) mit insgesamt rund einhundert Kilometern markiert. Einzelheiten und Unterkunftsübersicht bietet das 5 Infozentrum Pelister-Nationalpark (Tel. +38947237010; 7.00-14/15.00 Uhr, Mo. geschl.). Hier zweigt die kurze Straße zum Ski-Center Kopanki und dem Mittelklassehotel Molika (Хотел „Молика“, Tel. +38947229406) ab.
Vom Infozentrum steigt man in zwei Stunden auf einer Forststraße zur 3 Schutzhütte Shiroka. Von dort kann man in einem Bogen die Gipfel des Ilinden (2540 m; insgesamt 14,7 km, ↥ 1238 m) und Stiv (2468 m; Врв Стив) erreichen. Unterwegs ist ein 2 Abzweig Richtung Malo-See.
- Anfahrt
Mit Bussen aus Bitola kommt man bis zum Dorf 1 Magarevo (Магарево), wo es auch zwei Möglichkeiten zum Übernachten gibt.
Alternativ fährt man nach 2 Nižepole (Нижеполе), wo man gut auf Besucher eingestellt ist. Etwa 800 Meter südlich des Ortes beginnt der 3 Wanderweg zum Golemo-See für dessen sechs Kilometer man 2½ Stunden planen sollte (↥ 1075 m). Eine gefaßte Quelle passiert man bei km 2,9. Wer möchte kann von dort weiter 2,7 km (45 Minuten) bis zum 5 Malo-See (Мало Езеро) gehen (↥ 83 m, ↧ 127 m).
Skifahren kann man im 2 Schigebiet von Nižepole, 330 Höhenmeter und 5,8 km südlich vom eigentlichen Dorf.
Literatur
[Bearbeiten]- Dimitrov, Nikola; Valorization of the Pelister National Park: Macedonia: For Hiking, Sport, Education and Recreational Tourism; Turizam, Vol. 20 (2016), № 3, S. 141–152; doi:10.5937/Turizam1603141D
Weblinks
[Bearbeiten]- www.bitola.gov.mk (mk) – Offizielle Webseite von Bitola
- bitolanews.mk bietet Lokalnachrichten in Landessprache





