Birdsville Track
| Birdsville Track | |
| Streckenlänge: 517 km |
Der Birdsville Track ist eine 517 km lange Schotterpiste, die im Outback von Marree (Südaustralien) nach Birdsville (Queensland) führt.
Hintergrund
[Bearbeiten]Der 1 Birdsville Track wird im Straßensystem von Australien als Road D83 geführt. Er ist einer der beliebtesten Abenteuer-Strecken Australiens, obwohl die schwierigen Straßen- und Wetterbedingungen mit hohen Risiken für Gesundheit und Fahrzeug verbunden sind. Die Fahrt auf dem verkehrsarmen Birdsville Track ist nur mit höher gelegten Allradfahrzeugen möglich und vermittelt einen repräsentativen Einblick in die lebensfeindliche Landschaft des Outback.
Geschichte
[Bearbeiten]In der Gegend des Birdsville Track lebten einst unter anderen die indigenen Ngamini, Wangkangurru, Yarluyandi und Yawarawarrka, welche die ersten europäischen Siedler bekämpften.
Nachdem 1863 der oberste Landvermesser von South Australia die generelle Erlaubnis des Viehtriebs auf einer Viehtrieb-Strecke (englisch: stock route) und das dortige Grasen erteilte[1], wurde diese „Queensland Road“ (oder „Inside Track“) genannt, auf der das Vieh von Queensland spätestens ab 1875 nach Marree getrieben wurde.[2] Bis zu 2000 Tiere wurden von maximal acht Viehhirten (englisch: stockmen) getrieben. Erste europäische Farm war die 1875 von den Brüdern Hector und Norman Wilson erbaute „The Bluff station“ (oder „Salmonville“) an der Stelle des heutigen Birdsville, gefolgt von der 1876 gegründeten Pandie Pandie Station. Birdsville wurde 1881 als „Diamantina Crossing“ gegründet und erhielt 1885 seinen heutigen Namen.[3]
Auf der „Queensland Road“ gab es in der Zeit nach dem am 7. Februar 1884 eröffneten Bahnhof 1 Marree railway station den Höhepunkt des Viehtriebs, 1885 wurde sie in „Birdsville Track“ umbenannt. 1886 entstand der mit Kamelen betriebene Postdienst zwischen Marree und Birdsville. Zwischen 1890 und 1911 sorgte die Regierung von Südaustralien für Bohrlöcher im Abstand von etwa 50 km auf der Strecke, um das Vieh mit Wasser versorgen zu können. 1924 entstand die – heute nicht mehr existierende – Mulka Homestead. Die Kamele des Postdienstes wurden am 1. Januar 1936 durch Kraftfahrzeuge ersetzt. Diese belieferten als HE Ding Birdsville Mail service über 20 Farmen. Der Postdienst führte 26 Fahrten pro Jahr durch, drei Tage ab Marree bis Birdsville, einen Tag in Birdsville und drei Tage zurück.[4] Das Unternehmen des Harry E. Ding wurde 1947 von Tom Kruse übernommen, der es bis 1963 führte.
Klima, Flora und Fauna
[Bearbeiten]Auf dem gesamten Birdsville Track herrscht ein arides Wüstenklima. Im Sommer (Oktober bis März) steigen die Temperaturen auf 37 bis 46 °C (nachts 25 bis 35 °C) bei einer Luftfeuchtigkeit von durchschnittlich 23 %. Im Zeitraum April bis August liegen die Tagestemperaturen zwischen 20 und 25 °C (nachts 4 bis 6 °C) bei einer Luftfeuchtigkeit von 50 %. Im Jahr gibt es nur 22 Regentage, der meiste Regen fällt zwischen März und Mai. Die Regenmenge liegt im Durchschnitt bei höchstens 150 mm jährlich, kann aber – wie in den letzten Jahren – 100 mm monatlich betragen. Dadurch wird die Piste unpassierbar und gesperrt.
In der Nähe oder auf dem Birdsville Track halten sich Kamele und Kängurus auf. Das umgebende Buschland beheimatet zahlreiche Vogelarten wie den endemischen Gibberbird (Ashbyia lovensis; Wüstentrugschmätzer), Gürtelregenpfeifer oder die Zimtwachteldrossel. Auch die hochgiftigen Schlangen Taipan und Mulga kommen recht häufig vor.
Der Birdsville Track durchquert drei Teilwüsten des Outback, die 1 Tirari Desert (in der Umgebung des M V Tom Brennan Monument), 2 Sturt Stony Desert (Clifton Hills Station) im Osten und die 3 Simpson Desert im Westen.
Reisevorbereitung
[Bearbeiten]Die Fahrt über den Birdsville Track ist nur attraktiv für Off-Road-Fans, denn weder der Startort noch der Endort sind leicht zu erreichen und weit abgelegen von touristischen Zentren. Die An- und Abreise sind deshalb im Hinblick auf die Streckenlänge des Birdsville Tracks unökonomisch und zeitraubend. Außerdem sind die touristischen Fazilitäten in Marree und Birdsville sehr eingeschränkt. Mietwagen können nur in Marree und an dessen Flughafen, nicht aber in Birdsville oder dessen Flughafen gemietet werden. Wer ein allradgetriebenes Fahrzeug in Marree mietet (Fahrzeuge mit hoher Bodenfreiheit), benötigt eine ausdrückliche Off-Road-Genehmigung des Vermieters. Es ist dringend anzuraten, Mietwagen und Unterkünfte 6 Monate im Voraus zu buchen.
Beste Reisezeit ist April bis August wegen der erträglicheren Temperaturen. Allerdings besteht in diesem Zeitraum die Gefahr von Starkregen (englisch: flash floods), der die Piste innerhalb von Minuten auch für Allradfahrzeuge unpassierbar macht.
Anreise
[Bearbeiten]Der 2 Marree Airport (IATA: RRE) ist für Kleinflugzeuge geeignet, ebenso auch der 3 Birdsville Airport (IATA: BVI).
Marree ist per Auto von Port Augusta über die asphaltierte B83 zu erreichen (379 km). Birdsville wiederum hat Verbindung über die asphaltierte B83 Richtung Norden nach Mount Isa City, von wo Richtung Osten der Flinders Highway
nach Townsville führt (1202 km).
Streckenverlauf
[Bearbeiten]An der Strecke liegen viele Farmen (englisch: stations). Häufig neben der Strecke liegende Seen und Sümpfe fließen bei Überschwemmungen auf den Birdsville Track ab, so dass die Fahrspuren (englisch: galleys) verloren gehen.
Die Bodenbeschaffenheit des Birdsville Track besteht aus feinem, pulverartigen roten Staub (englisch: bull dust), der unvermittelt abwechselt mit glattem Schotter oder steinigem Boden (englisch: gibber) oder überschwemmten Abschnitten, jeweils versehen mit starkem Wellblechprofil (englisch: corrugations). Flüsse müssen mangels Brücken durchquert werden. Die Straßenbedingungen ändern sich rapide je nach Wetterlage, denn nach starken Regenfällen kann sie selbst für Allradfahrzeuge unpassierbar werden. Erforderlich sind deshalb Allradfahrzeuge mit großem Bodenabstand.
Übersicht
[Bearbeiten]Unterstellt wird die Fahrt von Marree nach Birdsville, aber auch die umgekehrte Fahrt ist möglich:
| geografischer Ort | Entfernung in km |
|---|---|
| 1 Marree | 0 |
| 4 Muloorina | 37 |
| 2 M V Tom Brennan Monument | 98 |
| 2 Mungeranie | 70 |
| 5 Clifton Hills Station | 150 |
| Pandie Pandie Station | 133 |
| 1 South Australia–Queensland Border | 16 |
| 3 Birdsville | 13 |
| Gesamtstrecke | 517 |
Der überwiegende Teil des Birdsville Track liegt in Südaustralien (97 %), nur 3 % befinden sich in Queensland.
Es gibt zwei Alternativen:
- Der westlicher gelegene Inside track (156 km) ist der kürzere über die Goyders Lagoon und die 1 Diamantina Überschwemmungsebenen; er ist nur bei absoluter Trockenheit passierbar.
- Der östlichere Outside track (183 km) über 2 Damperannie ist weniger gefährdet durch Nässe und deshalb auch bei normalen Regenfällen noch befahrbar. Er ist die bevorzugte und meist offene Alternative, dafür aber 27 km länger.
Einzelheiten
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Entlang des Birdsville Track gibt es nur wenige Hinweisschilder, so dass man auf die Sehenswürdigkeiten vorbereitet sein muss:
- Marree das Dorf mit 70 Einwohnern ist Ausgangs- oder Endort des Birdsville Track. Hier gibt es nur wenige touristische Versorgungsmöglichkeiten. Vom Oodnadatta Track D95 gibt es einen.
- 3 Abzweig zum Birdsville Track der Richtung Nordost führt und beschildert ist.
- 4 Frome Dam ein Stausee, der gespeist wird durch den.
- 6 Frome River Durchquerung des Frome River. Die Piste führt nun in Richtung Nordost zum.
- 7 Nor East Cliff selbst der nur 43 m hohe Hügel fällt in der flachen Landschaft auf.
- 2 Lake Harry Ruins oder Date Palm Ruins, alte verfallene Häuser mit Fenstern.
- 8 Lake Harry der kleine See liegt auf einer Höhe von 28 Metern.
- 9 Hayes Hill 71 m hoher Hügel.
- 6 Lake Harry Old Homestead Ruinen einer alten Plantage.
- 11 Clayton Station 1906 errichtete, 2600 km² große Rinder-Farm mit Übernachtungsmöglichkeit. 54 km von Marree entfernt.
- 12 Dulkaninna station 1896 entstandene, 2000 km² große Rinder-Farm.
- 13 Lake Tidnacoordooninna nicht immer wasserführender See.
- 14 Etadunna station um 1885 errichtete, 6216 km² große Schaf-Farm.
- M V Tom Brennan Monument ein Monument, das an den Lastkahn M V Tom Brennan erinnert, der ab 1949 die Bewohner nördlich des überschwemmten Cooper Creeks mit Waren und Post versorgte.
- 15 Cooper Creek (West Branch of Cooper Creek) Teil eines 1300 km langen Fluss-Systems aus Queensland kommend, das zu Überschwemmungen neigt, so letztmals im Juli 2025. Diese breiten sich wegen der flachen Landschaft großflächig über 5 km aus.
- 16 Lake Killamperpunna 27 m² großer See.
- 17 Lake Yandiya ein kleiner See, der zum Angeln einlädt.
- 18 Natteranna Swamp ein kleiner See, der zum Angeln einlädt.
- 19 Apatoonganie Waterhole (Apatoonganie Hill) das künstlich angelegte artesische Wasserloch heißt im australischen Englisch „billabong“.
- 20 Mulka Station vor 1889 gegründete, 5600 km² große Rinder-Farm.
- 21 Ooroowilanie Swamp am Sumpf liegen die Tagestemperaturen zwischen 41 und 47 °C, nachts zwischen 24 und 30 °C.
- Mungeranie (oder Mungerannie) ist ein Dorf mit 63 Einwohnern.
- 1 Mungerannie Roadhouse einziges Versorgungszentrum am Birdsville Track. Hier gibt es Verpflegung und Benzin. Ein Wegweiser zeigt die Entfernungen nach Marree (206 km) und Birdsville (311 km). Das Hinweisschild auf ein bald hier eröffnendes McDonald’s ist Ironie.
- 22 Murellie Hill 88 m Hoher Hügel.
- 23 Uwinya Hill mit 99 m der höchste Hügel am Birdsville Track.
- 3 Mungerannie Gap die Hügelkette ist ein Aussichtspunkt, der Vogelbeobachtung ermöglicht und einen Blick auf den Sonnenuntergang über der flachen Wüste zulässt.
- 24 Lake Howitt ein 16 m hoch liegender See.
- 25 Lake Milkapurda der See liegt 41 m hoch.
- Clifton Hills Station 1876 gegründete, 16.996 km² große Rinder-Farm. Sie ist die größte Farm am Birdsville Track und die zweit größte Farm weltweit.
- 26 Goyders Lagoon Waterhole ein mindestens 2.684 km² großes, nicht ganzjährig mit Wasser gefülltes Sumpfgebiet, das zur Clifton Hills Station gehört.
- 27 Lake Uloowaranie der See ist 72 km² groß und 23 km lang.
- 28 Pandie Pandie Station 1876 errichtete, 6.625 km² große Rinder-Farm. Sie ist die älteste am Birdsville Track.
- South Australia–Queensland Border die Grenze zwischen Südaustralien und Queensland verläuft hier am 26. Breitengrad Süd.
- Birdsville im 1881 gegründeten Dorf gab es am 2. März 1886 die erste Stadtverordnetenversammlung, heute leben hier 110 Einwohner. Am 24. Dezember 1972 gab es hier einen Temperaturrekord von 49,5 °C. Im Ort gibt es unter anderem.
- 4 Birdsville Racecourse (Birdsville Races) hier finden am ersten Wochenende im September die bekannten Pferderennen des Birdsville Cup statt.
- 1 Birdsville Hotel, Adelaide St, Birdsville, QLD 4482. Tel.: +61 (0)7 4656 32 44, E-Mail: info@birdsvillehotel.com.au ein Hotel mit Kneipe aus dem Jahre 1884.
- 7 Birdsville Courthouse das 1890 erbaute Gerichtsgebäude von Birdsville.
Wie sich zeigt, ist das Outback mit vielen Seen, Sümpfen und Flüssen nicht ganz wasserlos.
Unterkunft
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Unterkünfte in Marree und Birdsville sind knapp. In Marree gibt es nur das 1 Marree Hotel (Lot 200, Railway Tce; 28 Kabinen, 12 Hotelzimmer), in Birdsville sind 2 Unterkünfte zu erwähnen: Birdsville Hotel (66 Adelaide Str; 77 Zimmer, darunter 28 höherklassige Zimmer) und 2 Birdsville Lodge (59 Graham Str).
Auf dem Birdsville Track bietet die Farm 3 Clayton station Unterkunft (2 Einheiten mit je 2 Schlafzimmern) und Camping. Im Bereich des Mungerannie Roadhouse befindet sich das 1887 eröffnete 4 Mungerannie Hotel (15 Zimmer und Kneipe mit einfachen Mahlzeiten). Die Folgen der Überschwemmungen des Copper Creek im Juli 2025 auf den Fortbestand des Mungerannie Hotels sind noch nicht abzusehen.
Campingplätze am Birdsville Track sind 5 Clayton Wetlands Campsite, 6 Cooper Creek Campsite, 7 Mungerannie Hotel Campsite und 8 Birdsville Windmill.
Versorgung
[Bearbeiten]In Marree gibt es das 2 Outback Roadhouse (Oodnadatta Track), in Birdsville das 3 Birdsville Roadhouse (Lot 2, Frew Str). Am Birdsville Track bietet nur das Mungerannie Roadhouse Versorgung. An diesen Stellen sind die Vorräte aufzufüllen (Speisen und Getränke, Benzin). Diese Roadhouses führen auch einfache Kfz-Reparaturen durch.
Praktische Hinweise
[Bearbeiten]Da sich der Straßenzustand des Birdsville Track fast täglich wetterbedingt ändert, wird er durch Straßenbaumaschinen regelmäßig instand gesetzt. Über den aktuellen Streckenzustand informiert das 1 Wirrarri Visitor Information Centre (29 Burt Str, Birdsville; ☎ 07-4656-3300), das Government of South Australia/Department for Infrastructure and Transport oder die Webseite für den Birdsville Track (☎ 07-1300-361-033).
Über die Fahrt sollte man vorher die Polizei in Marree (☎ 08-8675-8346) oder in Birdsville (☎ 07-4656-3310) informieren.
Gesundheit
[Bearbeiten]Die Gefahr der Dehydrierung ist in der Wüstenlandschaft besonders hoch, so dass ausreichender Wasservorrat (5 Liter pro Tag/Person) mitzuführen ist. Bei großer Hitze ist jegliche Anstrengung zu vermeiden. Wenn der Körper Temperaturen über 40 °C nicht mehr regulieren kann, droht ein Hitzschlag.
Die Haut ist einer extrem hohen Exposition der Sonne ausgesetzt, so dass sonnenabweisende Kleidung, Sonnenbrillen und Sonnencremes mitzuführen sind (Lichtschutzfaktor über 50). Sehr störend und lästig sind die harmlosen, millionenfach vorhandenen Australischen Busch-Fliegen (Musca vetustissima), deren Verjagen mit der Hand vor dem Gesicht den Ausdruck des „australischen Grußes“ (englisch: Aussie salute) hervorgebracht hat. Die Australier haben hierfür den Akubra-Hut mit am Hutrand herunterhängenden Korken erfunden.
Zumindest erste Hilfe kann geleistet werden in Marree durch die 1 RFDS Marree Community Health Service (43-44 First Str) und in Birdsville von der 2 Birdsville Health Clinic (31 Adelaide Str).
Notfälle werden ausgeflogen durch den Royal Flying Doctor Service Queensland (☎ 07-3860-1122).
Sicherheit
[Bearbeiten]Siehe auch: Sicher reisen
Auf dem Birdsville Track ist keine erwähnenswerte Kriminalität vorhanden. Seit der flächendeckenden Einführung des „Low Aromatic Fuel“-Benzins der Marke „Opal“ im Jahre 2005 ist die Zahl der Benzinschnüffler (englisch: petrol sniffer) unter den Aborigines stark zurückgegangen, da diese Marke kaum Aromaten enthält und beim Schnüffeln nicht zum Rausch führt. Der Benzindiebstahl aus Auto-Tanks ist deshalb kaum noch von Bedeutung.
In Australien besteht Linksverkehr. Abseits der asphaltierten Straßen ist die nur mit Allradfahrzeugen befahrbare Naturpiste teilweise schwer zu bewältigen und befindet sich zudem in nicht besiedelter einsamer und gleichzeitig großflächiger Gegend. Die Pannengefahr (vor allem Reifenpannen) ist hier hoch, wobei kaum mit fremder Hilfe gerechnet werden kann. Ausreichender Benzinvorrat ist einzuplanen.
Vor Reiseantritt auf dem Birdsville Track sollte der Reifendruck um 0,2-0,3 bar gesenkt werden, in Matschphasen nochmals um 20 %. Im Outback kann die Begegnung mit gut getarnten, giftigen Schlangen, Skorpionen und Spinnen Lebensgefahr bedeuten. Auch Kängurus können gefährlich werden, sind aber weithin sichtbar. Auf dem Birdsville Track queren sie, Kamele und Emus häufig die Straße, so dass eine zu hohe Fahrgeschwindigkeit eine Vollbremsung erschwert. Auch Vieh der Farmen kreuzt häufig die Piste. Ein Handy nützt wegen fehlender Netzabdeckung im Outback meist nichts, Satelliten-Telefone sind erforderlich. Zur Navigation gibt es besondere offline-Karten. Bei Pannen sollte man in der Nähe des Autos bleiben, weil dies aus der Luft besser gesichtet werden kann als einzelne Personen.
Die Fahrt auf dem Birdsville Track kommt einem Survival-Training nah. Mangels ausreichender Versorgung sind Speisen und Getränke (vor allem Mineralwasser), 2 Ersatzreifen und ein 100 Liter fassender Benzinkanister erforderlich. Eine Reiseapotheke sollte mitgeführt werden. Es herrscht wenig Verkehr, der seltene Gegenverkehr (auch Road-Trains) birgt die Gefahr von Steinschlag, weshalb man ganz links an den Straßenrand fahren sollte.
Auch wenn es sich um eine Wüste handelt, so findet man neben und auf der Straße auch in der Trockenzeit häufig Wasser. Größere Wassertümpel oder Matsch müssen durch Off-Road-Driving umgangen werden. Außer der holprigen Piste gibt es Hindernisse wie Sandstürme und Seitenwind. Extreme Sommertemperaturen zwischen 40 und 50 °C sind ein hohes Sicherheitsrisiko für Reisende und Fahrzeuge. Am besten ist Fahren im Konvoi, wobei trockene Phasen mit 80 km/h durchfahren werden können. Generell gilt, dass man die Traktion halten muss. .
Literatur
[Bearbeiten]- Greg Walker/Josie Walker, Birdsville Track: With Regional Roads and Public Access Routes, Interaction Design, 2014; ISBN 978-0975800225.
Weblinks
[Bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten]- ↑ Department for Environment and Heritage (Hrsg.), Heritage of the Birdsville and Strzelecki Tracks, Dezember 2002, S. 50 (PDF)
- ↑ Rosemary Kerr, Roads, Tourism and Cultural History: On the Road in Australia, Channel View Publications, 2018, S. 315; ISBN 978-1845416683
- ↑ Frances Gage McGinn, Birdsville, in: Journal of the Royal Historical Society of Queensland 11 (1), 1977, S. 121 ff.; ISBN 0959566201
- ↑ Kristin Weidenbach, Mailman of the Birdsville Track, Hachette Australia, 2015, S. 26 ff.
