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Ibyār

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Ibyār · إبيار
GouvernementGharbīya
Einwohnerzahl
Höhe13 m
Lagekarte des Nildeltas in Ägypten
Lagekarte des Nildeltas in Ägypten
Ibyār

Ibyar (arabisch: إبيار, Ibyār) ist ein ägyptisches Dorf im Gouvernements in Ägypten el-Gharbīya etwa 14km Luftlinie westnordwestlich von Ṭanṭā. Im Dorf gibt es mehrere historische Bauten aus islamischer und koptischer Zeit.

Hintergrund

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Karte
Plan von Ibyār

Ibyār ist etwa 14km westnordwestlich von Ṭanṭā und etwa 6km östlich vom Rosetta-Nilarm entfernt. Das Dorf gehört zum Bezirk (Markaz) Kafr ez-Zaiyāt und zum Gouvernement el-Gharbīya. Die Stadt Kafr ez-Zaiyāt befindet sich etwa 5km südwestlich von Ibyār unmittelbar am Rosetta-Nilarm.

Namen

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Die Ortsbezeichnung Ibyār leitet sich von den dialektalen Pluralen Abyār und Biyār (أبيار ، بيار) des Worts für Brunnen بئر, Biʾr, ab und bedeutet somit mehrere Brunnen.[1][2] Beide Plurale waren für die Ortsbezeichnung in der Vergangenheit gebräuchlich. Erst in neuerer Zeit wandelte sich Abyār zu Ibyār. Es gibt mehrere koptische Ortsbezeichnungen wie die koptische Transkription von Abyār, ⲁⲃⲓⲟⲣ, Abior, die koptische Lehnübersetzung ϩⲁϩϣⲏⲓ, Hahschēi, „viele Brunnen“, und ⲡⲁⲡⲱⲣϯ, Papōrt, mit unbekannter Bedeutung.[1]

Geschichte

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Die Anfänge der Stadt liegen im Dunkeln. Es gibt (wohl bisher) keine Belege, dass es an der Stelle des heutigen Ibyār bereits eine Siedlung in pharaonischer oder griechisch-römischer Zeit gegeben hat. So handelt es sich bei Ibyār wohl um eine Neugründung, auch wenn man nicht entscheiden kann, ob es sich bereits um eine koptische oder eine spätere arabische Neugründung handelt. Ganz ausschließen kann man eine frühere Besiedlung nicht, wie wenige Granitfragmente mit Namen des spätzeitlichen Königs Amasis (26. Dynastie) in Ṭanṭā und Maḥallat Marḥūm belegen.[3] Auch soll sich seit etwa der 26. Dynastie beim Dorf Ṭawwa, etwa 3 Kilometer westlich von Ṭanṭā, südwestlich von Maḥallat Marḥūm und östlich von Kafr Masʿūd, die einstige Siedlung Taua, Taoua, Tava befunden haben.[4]

Wie Stefan Timm beschrieb, gibt es den ersten Hinweis auf Ibyār in der alexandrinischen Patriarchengeschichte, die für das Jahr 1117 einen Einsiedler namens Merkurius nannte.[5] Ein Jahrhundert später, im Jahr 1216, starb der Papst Johannes VI. von Alexandrien (Regentschaft 1189–1216), und es sollten 19 Jahre vergehen, bis sein Nachfolger Kyrillos III. (Regentschaft 1235–1243) gewählt wurde. Zwischenzeitlich hatte sich der ayyubidische Sultan el-Malik el-Kāmil Muḥammad (Regentschaft 1218–1238) dafür eingesetzt, einen/den Einsiedler (Mena) zum neuen Papst zu wählen, weil ein Einsiedler aus dem hiesigen Kloster des hl. Menes den Sultan 1221 mit einem Öl und Gebet von einem Herzleiden hatte heilen können.[6] In der Patriarchengeschichte ist jedoch auch zu lesen, dass es dem einflussreichen koptischen Beamten in der Heeresverwaltung des Sultans el-Malik el-ʿĀdil (I.) (auch Saphadin, Regentschaft 1200–1218), Naschʾ/Nischū el-Chilāfat Abū el-Futūḥ, gelang, diesen Papstkandidaten nach Hause zu schicken.[6] Bereits aus dem Jahr 1240 kennt man den hiesigen Bischof Markus, der mit verschiedenen anderen Bischöfen und dem Papst Kyrillos III. neue Kanone/Hymnentexte ausarbeitete. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts ist auch noch ein Bischof Johannes überliefert.[7] Zudem gab es hier in der Nähe des Orts bereits im Mittelalter ein Kloster des hl. Menas (دير الحبيس, Deir el-Ḥabīs, „Kloster des Einsiedlers“).

Zwischenzeitlich starb 1171 Kalif el-ʿĀdid (Regentschaft 1160–1171), der letzte Kalif der ismailitischen/schiitischen Fatimidendynastie, und der bisherige Wesir und Oberbefehlshaber Ṣalaḥ ed-Dīn (Saladin) wurde (erster) Sultan (Regentschaft 1171–1193) der von ihm begründeten sunnitischen Ayyubidendynastie, die aber nur bis 1250, gerade mal 80 Jahre, bestehen sollte. In seiner Amtszeit stellte er die sunnitische Orthodoxie wieder her, ernannte einen neuen obersten Rechtsgelehrten und trieb die Errichtung religiöser Stiftungen wie Madrasas, Rechtsschulen, voran. 1232, in die Zeit der Ayyubidendynastie fällt nun auch die Errichtung der hiesigen Sīdī-Aḥmad-el-Bagam-Madrasa und späteren Moschee.

Im Mittelalter erwähnten verschiedene arabische Geschichtsschreiber und Geografen wie ed-Dimaschqī (1256–1327), Ibn Baṭṭūṭa (1304–1368/1377), el-Qalqaschandī (1355–1418) und Chalīl ibn Schāhīn eẓ-Ẓāhirī (1410-1468) den Ort und beschrieben, dass er in der Provinz Gazīrat Banī Naṣr gelegen und später zum Distrikt Ṭawwa gehört habe.[8] Ḥamdallāh Mustaufī el-Qazwīnī (1281–1344) erwähnte das Vorkommen von Natron. Berühmtheit erlangte der Ort im Mittelalter für die Herstellung von Muḥarrar, einem seidenähnlichen Leinenstoff. In heutiger Zeit werden hauptsächlich Öle und Seifen hergestellt.

Auf dem Weg von en-Nahārīya, einem Dorf nordwestlich von Ibyār, nach Maḥalla el-Kubrā besuchte Ibn Baṭṭūṭa Ibyār und dort das Haus des hiesigen Qādī (mutmaßlich) am 29. Schaʿbān 726 AH (31. Juli 1326),[9] also einen Tag vor Beginn des Fastenmonats Ramaḍān:

„Von hier (en-Nahārīya) reiste ich nach Abyār, einer Stadt mit uralter Bauart, deren Umgebung [eigentlich die] einen betörenden Duft verströmt. Sie besitzt zahlreiche Moscheen und ist von außergewöhnlicher Schönheit. […] Abyār liegt in der Nähe von en-Nahārīya, von der es durch den Nil getrennt ist. In Abyār werden wunderschöne Stoffe hergestellt, die in Syrien, im Irak, in Kairo und anderswo hohe Preise erzielen. Erstaunlicherweise werden die in Abyār gefertigten Stoffe trotz der Nähe von Nahārīya in Nahārīya weder geschätzt noch anerkannt. (Dies liegt genau an ihrer leichten Verfügbarkeit.)“ Im Weiteren beschrieb er die Prozession in Abyār zur Mondbeobachtung in Vorbereitung des Ramaḍān.[10]

Am 29. Januar 1954 kam es zu einem Großbrand in Ibyār, bei dem 102 Häuser zerstört wurden, worüber auch das Time Magazin berichtete.[11]

1885 wurden in Ibyār 8.449 Einwohner gezählt,[12] und bei der Volkszählung 2006 28.779.[13] Heutzutage (2025) leben wohl schätzungsweise 40.000 Einwohner in dem Dorf. Koptische Christen sind dabei in der Minderheit.

Anreise

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Die Anreise erfolgt meist vom Bahnhof in Ṭanṭā. Von hier aus fährt man mit einem Mikrobus oder Taxi zum 1 Mikrobusbahnhof nach Maḥallat Marḥūm (موقف مكروبصات محلة مرحوم) , der sich im Norden von Ṭanṭā an der Landwirtschaftsstraße nach Alexandria befindet. Dort wählt man einen Mikrobus nach Ibyār. Auf letzterer Straße fährt man nach Westen, vorbei an Maḥallat Marḥūm, Schubrā en-Namla (شبرا النملة) und Kafr esch-Schūrbagī (كفر الشوربجي), bis man nach etwa 12km den 2 Abzweig nach Ibyār (30° 48′ 30″ N 30° 52′ 33″ O) erreicht. Nach 4km in nördlicher Richtung erreicht man Ibyār.

Mobilität

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Das Dorf hat eine maximale Ost-West-Ausdehnung von 2km. Die Monumente sind fußläufig erreichbar. Die Straßen in der Altstadt sind teilweise sehr eng, was einige Fahrkünste mit einem PKW erfordert. Das im Norden 1,7km außerhalb des Dorfs gelegene Kloster des hl. Menas kann man mit einem Taxi erreichen.

Sehenswürdigkeiten

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Islamische Monumente

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  • 1 Sīdī-Aḥmad-el-Bagam-Moschee (مسجد سيدي أحمد البجم) . (30° 50′ 26″ N 30° 51′ 53″ O)
    Wie der noch vor Ort existierenden Bauinschrift zu entnehmen ist, wurde die Sīdī-Aḥmad-el-Bagam-Moschee 629 AH (1231/1232) in ayyubidischer Zeit vom Rechtsgelehrten Ḍiyāʾ ed-Dīn Riḍwān bin Abī Muḥammad Chiḍr an der Stelle eines früheren christlichen Bauwerks als Madrasa (Rechtsschule) errichtet. Sie entwickelte sich schnell zu einer angesehenen Madrasa und zu einer Sufi-Pilgerstätte. Benannt ist die (spätere) Moschee nach Sīdī Aḥmad el-Bagam (dem Großen), einem Enkel des Sīdī Riḍwan, Sīdī Aḥmad el-Bagam war der Überlieferung nach ein reicher Landbesitzer. Die Madrasa diente auch als Begräbnisstätte des Erbauers und der Familie des Sīdī Aḥmad el-Bagam (Mutter, zwei Brüder und sein Sohn). Später breitete sich die Familie des Sīdī Aḥmad el-Bagam über weite Teile des Nildeltas aus.
    Nach der Vergrößerung der Madrasa 1042 AH (1632/1633) im osmanischen Stil diente sie bereits als Zāwīya, als Sufi-Moschee. Im 19. Jahrhundert gelangte die Zāwīya in die Hände der Naga-Familie, die Nachkommen des Propheten und Gelehrte der Rechtsschule der Schāfiʿiten waren und zudem den Rechtsgelehrten von el-Minūfīya vorstanden. Sīdī Radwan Naga el-Kabir ließ 1274 AH (1857/1858) das Minarett erneuern und finanzierte die aktuelle Kanzel (Minbar).
    Die 35m lange und 20m breite Moschee verfügt über ein Minarett im Nordosten und drei überkuppelte Mausoleen im Bereich der Ostfassade. Zudem weist sie eine Reihe mit farbigen Ziegeln ausgeführte Verzierungen auf.
    Man betritt die Moschee auf seiner Ostseite. Im Innenhof, südlich des Eingangs befindet sich die bereits benannte Bauinschrift. Um den quadratischen, 7m langen Innenhof sind eine einfache Halle im Osten, eine Säulenhalle Westen mit einem weiteren Zugang sowie zwei Iwane im Norden und Süden gruppiert, wobei sich im letzteren die Gebetsnische (Qibla, Miḥrāb) und die Kanzel (Minbar) befinden. Die Pfeilerhalle und jeder Iwan verfügen über Arkaden (Riwāqs) und eine Flachdecke, in den Iwanen jedoch mit drei hintereinander liegenden Säulenreihen. Der Übergang zu einer Vier-Iwan-Madrasa, wie aus Kairo bekannt, ist hier in Ibyār noch nicht vollzogen worden. Der nördliche Iwan stammt wohl noch aus der Zeit der Erbauung unter Sīdī Riḍwan: Er verfügt über Türen und Fenster zu den Zellen der Studentenwohnungen der Madrasa. Der südliche Iwan, zumindest die Qibla-Wand, wurden jedoch bei der Restaurierung im 17. Jahrhundert verändert.
    Zwischen und in den Iwanen gibt es Zugänge zu Räumen mit mehreren Grabstätten, über die sich die zugehörigen Kenotaphe erheben. Linkerhand vom Miḥrāb befinden sich die Gräber des Sīdī Aḥmad el-Bagam (des Großen) und das seiner Mutter. Im südlichen Eingangsbereich wurde Sīdī Riḍwan bestattet. Im Bereich des hinteren/nördlichen Iwans befinden sich die Gräber von Sīdī Aḥmad el-Bagam eṣ-Ṣaghīr (des Kleinen), dem Sohn des Sīdī Aḥmad el-Bagam, auf der östlichen Seite und im Iwan noch das des Sīdī Yūsif, eines Bruders von Sīdī Aḥmad el-Bagam.
  • 1 Ramaḍān-Ṣabīl (صبيل رمضان) . Zum Komplex mit einem Innenhof gehört neben dem Brunnenhaus auch ein Wohnhaus. (30° 50′ 23″ N 30° 51′ 55″ O)
  • 2 El-Scharīf-el-Mughrabī-Moschee (مسجد الشريف المغربي) . Im 19. Jahrhundert von Aḥmad Bey el-Scharīf errichtete dreischiffige Moschee mit vier Reihen und einer bemalten Balkendecke. Im Nordosten der Moschee befindet sich das Minarett. (30° 50′ 23″ N 30° 51′ 58″ O)
  • 3 Sīdī-Chalīfa-Moschee (مسجد سيدي خليفة) . Die 1895 errichtete Moschee besitzt ein Minarett und drei überkuppelte Mausoleen. Das Minarett im Nordosten erhebt sich über einem quadratischen Sockel. Es folgen ein achteckiger Aufsatz und eine kugelförmige Kuppel mit einer Mondsichel. (30° 50′ 21″ N 30° 51′ 48″ O)

Koptische Monumente

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  • 4 Kirche der hl. Jungfrau Maria (كنيسة السيدة العذراء مريم). Tel.: +20 (0)40 258 0084, (0)40 258 0085 . (30° 50′ 19″ N 30° 52′ 1″ O)
    Die heutige Kirche wurde 1848 errichtet, wobei Vorgängerbauten wohl schon seit dem 13. Jahrhundert existierten. Zwischen 1989 und 1997 wurde die Kirche erneuert, und sie erhielt in diesem Zusammenhang eine neue große Ikone der hl. Jungfrau.
    Die Kirche verfügt über zwei Glockentürme. Im Mittelschiff der dreischiffigen Kirche befindet sich vor der Ikonenwand eine Kuppel mit dem Bildnis Christi und in den Zwickeln die Bildnisse der vier Evangelisten Lukas, Markus, Matthäus und Johannes. Eine hölzerne Ikonenwand trennt den Gemeinderaum von den zwei Heikalen (Altären) des hl. Menas zur linken und der hl. Jungfrau in der Mitte. Über der Ikonostase befinden sich Ikonen Jesu und zu beiden Seiten die von sechs Aposteln und zwei Heiligen. Über allem befinden sich zwei Kreuze mit Jesus und Maria.
    An den drei Wänden hängen je zwei alte Ikonen, und zwar an der Nordwand die für den hl. Menas und die hl. Jungfrau, an der Südwand die für die Erzengel Michael und Raphael sowie an der Rückwand die für den hl. Georg, Abu Seifein (Merkurios) und die neue Ikone der hl. Jungfrau, die für viele Wunder bekannt ist. An der Südwand stehen zudem zwei Reliquienschreine.
    Südlich neben der Kirche befindet sich eine Begräbniskapelle.
  • 5 Kloster des hl. Menas (دير الشهيد العظيم مارمينا ، دير الحبيس) . (30° 51′ 0″ N 30° 51′ 10″ O)
    Das Kloster des hl. Menus ist seit dem Mittelalter bekannt. Die alljährliche Pilgerreise am 15. Ba'una (22. Juni) zu Ehren der Auffindung der Reliquien des hl. Menas in Mariut deutet darauf hin, dass es sich bei dem Schutzpatron um den hl. Menas selbst und nicht um einen lokalen Heiligen handelt. Im Hof des Klosters vor der Kirche befinden sich ein kleiner Wasserfall und ein Statuengruppe der hl. Familie.
    Die dreischiffige Klosterkirche der hl. Jungfrau verfügt über eine hölzerne Ikonenwand mit alten Ikonen, die etwa aus dem 18. Jahrhundert stammen, und über den Zugängen zu den Heikalen (Altären) Ikonen des hl. Menas (links), der hl. Jungfrau und der hl. Damyāna. Neben den Zugängen befinden sich die Ikonen des hl. Georg und des hl. Menas, der hl. Jungfrau und Jesu sowie die des Erzengels Michael und der hl. Damyāna. Über der Ikonostase, neben der Ikone Jesu, gibt es zu beiden Seiten die Bildnisse von je sechs Aposteln und drei Heiligen und wiederum darüber zwei Kreuze.
    An der linken (Süd)wand befinden sich mehrere moderne Ikonen, die Stationen aus dem Leben Jesu zeigen. An der Rück- bzw. Eingangswand wurden zwei Reliquienschreine aufgestellt.

Aktivitäten

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Einzige Aktivitäten sind die Teilnahme an den Gottesdiensten.

Alljährlich finden sich am 15. Ba'una (22. Juni) zahlreiche Pilger am Kloster des hl. Menas ein, um der Auffindung der Reliquien des hl. Menas in Mariut zu gedenken.[14][15]

Einkaufen

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Es gibt im Ort nur die Möglichkeit zum Erwerb von Dingen des täglichen Bedarfs. Christliche Andenken lassen sich auch in der Kirche der hl. Jungfrau erwerben.

Küche

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Restaurants gibt es in z.B. in Ṭanṭā.

Unterkunft

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Hotels findet man in Ṭanṭā oder in Kairo.

Sicherheit

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Das Dorf gilt als sicher.

Gesundheit

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Ausflüge

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  • Die Gouvernementshauptstadt 1 Ṭanṭā (طنطا) mit etwa 430.000 Einwohnern (2006)[13] besitzt eine sehenswerte Altstadt mit schönen Beispielen islamischer Architektur aus osmanischer Zeit. Alljährlich wird in der Stadt das größte islamische Heiligenfest Ägyptens, nämlich für den Sufi-Heiligen Saiyid Aḥmad el-Badawī, begangen.
  • Das Dorf 2 Birmā (برما) mit 21.386 Einwohnern (2006)[13] liegt elf Kilometer nordwestlich von Ṭanṭā und 5km östlich von Ibyār. Die hiesige Kirche des hl. Georg war die erste Kirche Ägyptens, die dem hl. Georg geweiht wurde. Die heutige Kirche wurde 1611 errichtet. Die Reliquien dieses Heiligen wurden im 14. Jahrhundert in das Samuel-Kloster in el-Qalamūn überführt. Am 3. Ba'una (10. Juni) findet hier alljährlich eine Pilgerprozession statt.

Literatur

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Allgemein

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  • Timm, Stefan: Abyār. In: Das christlich-koptische Ägypten in arabischer Zeit; Bd. 1: A - C. Wiesbaden: Reichert, 1984, Beihefte zum Tübinger Atlas des Vorderen Orients: Reihe B, Geisteswissenschaften; 41,1, ISBN 978-3-88226-208-7, S.60–63.

El-Bagam-Moschee

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  • Mayeur-Jaouen, Catherine: Holy Ancestors, Sufi Shaykhs, and Founding Myths: Networks of Religious Geography in the Central Nile Delta. In: Stauth, Georg (Hrsg.): On archaeology of sainthood and local spirituality in Islam: past and present crossroads of events and ideas. Bielefeld: Transcript-Verl., 2004, Yearbook of the sociology of Islam; 5, ISBN 978-3-89942-141-5, S.24–35, insbesondere S. 27–28.
  • Korn, Lorenz: Tradition und Innovation in der ayyubidischen Architektur in Ägypten. In: Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Abteilung Kairo (MDAIK), ISSN 0342-1279, Bd.55 (1999), S.265–292, insbesonder S. 289–291, Abb. 3 (Grundriss), Tafeln 40–46, insbesondere 45.c,d und 46.a.
  • Korn, Lorenz: Ayyubidische Architektur in Ägypten und Syrien: Bautätigkeit im Kontext von Politik und Gesellschaft 564-658/ 1169-1260. Heidelberg: Heidelberger Orientverlag, 2004, Abhandlungen des Deutschen Archäologischen Instituts Kairo: Islamische Reihe; 10, 11, S.154–155, 180 (Textband), 46–47, Abb. 10, Tafel 12.30 (Katalogband).

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Peust, Carsten: Die Toponyme vorarabischen Ursprungs im modernen Ägypten: ein Katalog. Göttingen: Seminar für Ägyptologie und Koptologie der Universität Göttingen, 2010, Göttinger Miszellen/ Beihefte; 8, S.50; PDF.
  2. Hinds, Martin; Badawi, el-Said: A dictionary of Egyptian Arabic. Beirut: Librairie du Liban, 1986, S.115.
  3. Gauthier, Henri: A travers la Basse-Égypte. In: Annales du Service des Antiquités de l’Egypte (ASAE), ISSN 1687-1510, Bd.23 (1923), S.68–72, insbesondere S. 71–72 (XVII. – Deux monuments d’Amasis dans la région de Tanta).
  4. Daressy, Georges: Les emplacements de la ville de Taoua. In: Annales du Service des Antiquités de l’Egypte (ASAE), ISSN 1687-1510, Bd.22 (1922), S.185–192.
  5. Sāwīrus Ibn-al-Muqaffaʿ; Burmester, Oswald Hugh Ewart; Khater, Antoine: History of the patriarchs of the Egyptian Church, known as the history of the Holy Church; Band 3,1: Macarius II-John V (A.D. 1102-1167). Caire: Société d’Archéologie Copte, 1968, Publications de la Société d’Archéologie Copte: Textes et documents; 11, S.15 (arabisch), 25 (Übersetzung).
  6. 1 2 Sāwīrus Ibn-al-Muqaffaʿ; Burmester, Oswald Hugh Ewart; Khater, Antoine: History of the patriarchs of the Egyptian Church, known as the history of the Holy Church; Band 3,2: Mark III-John VI (A.D. 1167-1216). Caire: Société d’Archéologie Copte, 1970, Publications de la Société d’Archéologie Copte: Textes et documents; 12, S.123–126 (arabisch), 206–210 (Übersetzung).
  7. Munier, Henri: Recueil des listes épiscopales de l’église Copte. Le Caire, 1943, Publications de la Société d’Archéologie Copte: Textes et documents; [2], S.31, 38–39.
  8. Maspero, Jean; Wiet, Gaston: Matériaux pour servir à la géographie de l’Égypte. Le Caire: Impr. de l’Institut français d’archéologie orientale, 1919, Mémoires/ Institut Français d’Archéologie Orientale du Caire; 36, S.3.
  9. Das Datum ist unter Wissenschaftlern umstritten, da es mit seiner Reise nach Damaskus kollidiert und gelegentlich in den April vorverlegt wird. Aber Ibn Baṭṭūṭa berichtete, dass er am Tag vor Ramaḍān im Haus des hiesigen Qādī war.
  10. Ibn-Baṭṭūṭa, Muḥammad Ibn-ʿAbdallāh; Defrémery, C[harles] [Übers.]; Sanguinetti, B[eniamino] R[affaello] [Übers.]: Voyages d’Ibn Batoutah: texte arabe, accompagné d’une traduction; tome premier. Paris: Imprimerie Impériale, 1853, Collection d’ouvrages orientaux. Série 1; 1,1, S.54–56; doi:10.25673/100515. Der Ort en-Nahārīya wurde fälschlich en-Nahrārīya geschrieben.
  11. EGYPT: Death Along the Nile. In: Time Magazine, Montag, 8. Februar 1954, abgerufen am 17. Januar 2026.
  12. Amélineau, É[mile]: La géographie de l’Égypte à l’époque copte. Paris: Impr. Nationale, 1893, S.1.
  13. 1 2 3 Einwohnerzahlen nach dem ägyptischen Zensus von 2006, Central Agency for Public Mobilization and Statistics, eingesehen am 1. Februar 2015.
  14. Muyser, Jacob; Viaud, Gérard [Bearb.]: Les pèlerinages coptes en Égypte: d'après les notes du Qommos Jacob Muyser. Le Caire: Inst. Français d’Archéologie du Caire, 1979, Bibliothèque d’études coptes; 15, S.29–30.
  15. Koptisches Synaxarium (Martyrologium) zum 15. Ba'una. In: Coptic Orthodox Church Network, abgerufen am 18. Januar 2026.
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