Wetterstein

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Das Wetterstein oder auch Wettersteingebirge mit der Zugspitze gehört zur Nordkette der Kalkalpen und liegt in Bayern und Österreich.

Abstieg vom Schachen ins Reintal mit Blick auf Zugspitzplatt, Hochblassen und Alpspitze (von links nach rechts)

Inhaltsverzeichnis

Regionen [Bearbeiten]

Orte [Bearbeiten]

in Bayern [Bearbeiten]

  • Garmisch-Partenkirchen: 700-800 m; Kurort und internationales Tourismus- und Wintersportzentrum.
  • Grainau: 750 m; Zugspitzdorf und Höhenluftkurort.
  • Mittenwald: 913 m ; Luftkurort und Touristenzentrum am Fuße der westl. Karwendelspitze.

in Österreich [Bearbeiten]

  • Ehrwald: (1000 m); Luftkurort am Fuß der Zugspitze.
  • Lermoos: (1004 m);
  • Leutasch: (1050-1130 m); Berggemeinde am Fuß von Wetterstein und Hoher Munde.

Hintergrund [Bearbeiten]

Geographisch wird das Wetterstein an seiner Südseite von der Mieminger Kette, an der Ostseite vom Karwendel, an der Nordseite vom Estergebirge in den bayerischen Voralpen und an der Westeite von den Lechtaler Alpen begrenzt.

In der Alpenvereinseinteilung wird das Wetterstein mit der Mieminger Kette als eine gemeinsame Berggruppe geführt.

Panorama kompletter Wettersteinkamm von Süden: Im Vordergrund das Gaistal und rechts Leutasch; Hinten links: schneebedecktes Zugspitzplatt mit der Zugspitze etwa mittig dahinter und dem Einschnitt des Gatterls davor; im linken Bilddrittel Hochwanner und der schneefreie Kegel des Predigtstuhls niedriger davor; etwa Bildmitte Garmischer und Leutascher Dreitorspitze; rechts Gehrenspitze; ganz rechts hinter Leutasch die Arnspitze und das Karwendel (Gipfel in Wolken).

Sprache [Bearbeiten]

Anreise [Bearbeiten]

Mobilität [Bearbeiten]

Den Gebirgsstock erkundet man am besten zu Fuss. Zahlreiche Bergwanderwege und Klettersteige erschließen das Gebiet. Es gibt ferner einige MTB-Routen. Die Zugspitze ist gut mit Bergbahnen erschlossen. Die Auffahrt ist sowohl von Garmisch-Partenkirchen in Oberbayern wie auch von Ehrwald in Tirol möglich.

Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Alpspitze (halblinks) und Zugspitze(rechts)

Gipfel [Bearbeiten]

Nordseite [Bearbeiten]

  • Zugspitze (2962 m), Deutschlands höchste Erhebung, wird im eigenen Artikel behandelt;
  • Alpspitze (2628 m), mit Klettersteig "Alpspitz-Ferrata" (leichter Klettersteig);
  • Partenkirchner Dreitorspitze (2634 m), Zustieg von der Meilerhütte über den Hermann-von-Barth Weg (ca. 1 1/2 Std. teilw. leichter Klettersteig);

Südseite [Bearbeiten]

Hochwanner, Nordseite über dem Reintal
  • Hochwanner (2.744 m), höchste Erhebung im Wetterstein-Hauptkamm mit steiler Felswand zur deutschen Seite über dem Reintal.
Der Anstieg erfolgt von der Südseite aus dem Gaistal über die Rotmoosalm (1904 m). Der vergleichsweise wenig frequentierte Gipfelanstieg ist nur erfahrenen Bergwanderern zu empfehlen: etwas unterhalb des Gipfels ist eine Rinne zu durchklettern, hier droht auch Steinschlaggefahr durch Voraussteigende. Im anschließenden Restteil der Strecke bis zum Gipfel ist bei Nebel gutes Orientierungsvermögen erforderlich.
  • Obere Wettersteinspitze (2297 m), steiler Aussichtsberg am Ostende des Wettersteins gelegen; :Für den Anstieg aus Mittenwald ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich;
  • Arn-Spitze (2178 m), Einzelberg westlich von Scharnitz;
Zustieg aus Leutasch und Scharnitz; Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich;

Täler [Bearbeiten]

  • Reintal: wildromantisches Tal ("Kanada-Feeling") von Partenkirchen bis zum Zugspitzplatt. Nach Nordosten entwässert die Partnach das Zugspitzplatt, mit Hinterer Klamm, Mittlerer Klamm und Partnachklamm. Die berühmten "Blauen Gumpen" (Erklärung Gumpe(n)) sind leider seit Sommer 2005 durch ein Unwetter zerstört.
  • Gaistal: an der Südseite des Gebirges, Grenztal zur Mieminger Kette, Zugang aus Leutasch im Osten und Ehrwald im Westen, beliebtes Mountainbike- und Wandergebiet. Durch das Tal fließt von West nach Ost die Leutascher Ache, die bei Mittenwald in die Isar mündet.

Sonstiges Sehenswerte in der Natur [Bearbeiten]

Partnachklamm
Höllentalklamm

Leutaschklamm [Bearbeiten]

Die Klamm liegt bei Mittenwald; neuer, moderner und leicht begehbarer Stahlsteig, ca. 1 km lang und bis zu 43 m hoch über der Schlucht der reißenden Leutascher Ache; Gehzeit ca. 1 1/2 Stunden; ganzjährig geöffnet; für Hunde wenig geeignet, da Metallgitterroste;

Zugang: zu Fuß von der Ortsmitte Mittenwald aus in ca. 1/2 Stunde erreichbar; Parkplätze an der Klammbrücke bzw. am alten Zollamt Leutasch;

Partnachklamm [Bearbeiten]

Bereits seit 1912 ist die Partnachklamm erschlossen. Das von der Partnach hier auf 700 m Länge und bis zu 80 m tief in in den Fels eingeschnittene Tal ist dank angelegter Stege, Galerien und Tunnel leicht und ohne Stufen und Treppen begehbar. Fahrräder und Kinderwagen können jedoch nicht mitgenommen werden. Auch in regenarmen Zeiten ist der Weg nass. Festes Schuhwerk und Regenkleidung ist zweckmäßig, Regenschirme aber eher ungeeignet. Im Winter bilden sich schöne Eisgebilde aus geforenem Wasser. Von der eisernen Klammbrücke hat man einen Tiefblick in die Schlucht.

Parken: Parkplatz am Olympischen Skistadion, ca. 1.5 km zum Eingang (Pferdekutschen);

Öffnungszeiten: Geöffnet von 8.00 bis 18.00 Uhr, im Sommer bis 19 Uhr, November bis April 9.00 bis 17.00 Uhr; Begehung außerhalb der Betriebszeiten auf eigene Gefahr (?)

Eintritt 3,50 € (Juli 12), für Kurgäste 3 €

Höllentalklamm [Bearbeiten]

liegt bei Hammersbach/ Grainau; wilde Klamm mit Wasserfällen, Laufstege mit Brücken über die reisende Klamm, Treppen und engen Tunnels;

vom Parkpklatz in Hammersbach (753 m) in ca. 1 1/2 Std. bis zur Eingangshütte (1047 m, bewirtschaftet) am Klammende, in ca. 1 Std. durch die Klamm bis auf 1193 m am Klammanfang; nochmals ca. 1/2 Std. bis zur bewirtschafteten Höllentalangerhütte (1381 m) im Talboden des idyllischen Höllentalangers mit Zugspitzblick; Regenbekleidung hilfreich;

Geöffnet von Ende Mai (je nach Schneelage) bis Oktober; Höllentaleingangshütte: Tel. 08821/ 8895; im Winter wegen akuter Lawinengefahr unzugänglich;

Königshaus am Schachen [Bearbeiten]

Schachenhaus
im Alpengarten

Das oft auch als "Jagdschloss Schachen" bezeichnete Gebäude kann inoffiziell als das Kleinste der bayerischen "Königsschlösser" von König Ludwig II. angesehen werden. Der Schachen ist nur zu Fuss oder per MTB zugänglich.

  • Jagdschloß: 1870/ 71 wurde das kleine Schloß unter König Ludwig II. im "Schweizer Chaletstil" erbaut. Es enthält eine aufwändige maurische Inneneinrichtung.
  • Alpengarten Der Alpengarten zeigt auf über 1 ha mehr als 1000 Hochgebirgspflanzen. Neben Pflanzen aus diversen Regionen der Alpen sind auch Hochgebirgsgewächse aus Übersee wie z.B. den Rocky Mountains oder dem Himalaya zu sehen.
  • Schachenhaus - Berghütte mit Gastronomie, Zimmern und Lager in den ehemeligen Wirtschaftsgebäuden;

Ausführliche Informationen, auch zum Zustieg, gibt es im eigenen Artikel zum Schachen;

Sonstiges [Bearbeiten]

  • AlpspiX: Im Juli 2010 eröffnete spektakuläre Aussichtsplattform am Osterfelderkopf: zwei bis zu drei Meter breite und dreizehn Meter auskragende, sich kreuzende Gitterrostwege mit Ausblick auf die Zugspitze und 1.000 Meter Tiefblick.
Lage: Rund 50 Meter oberhalb der Bergstation der Alpspitzbahn.

Aktivitäten [Bearbeiten]

Wandern und Bergsteigen [Bearbeiten]

  • von Garmisch durch das Höllental auf die Zugspitze (Gletscherbegehung und Klettersteig, langer Zustieg);
  • von Garmisch durch das Reintal auf die Zugspitze (langer Anstieg);

Mountainbiken [Bearbeiten]

  • Mountainbiketour über Elmau auf den Schachen (auf 1885 m) - Weghinweise siehe Artikel Schachen Wetterstein

Wintersport [Bearbeiten]

Skitouren [Bearbeiten]

Ski Alpin [Bearbeiten]

Liste der Skigebiete (Stand Januar2007):

Höhe 980-1390 m; Abfahrten insgesamt 15 km; Flutlichtskifahren; mittelschwere Pisten;
  • Ehrwald (A), Tiroler Zugspitzarena
Höhe 980-2830 m; Abfahrten insgesamt 110 km;
  • Ehrwald (A), Wetterstein/ Sonnenlifte
Höhe 1000-1420 m; Abfahrten insgesamt 11 km; mittelschwere Pisten;

Ski nordisch [Bearbeiten]

Küche [Bearbeiten]

alte Rotmoosalm;

Bewirtschaftete Almen:

Südseite / Gaistal [Bearbeiten]

  • Steinernes Hüttl (1905m) über dem Gaistal; einfache Almküche - eigene Produkte, Übernachtung (8 Lager) möglich;
Zustieg aus Ehrwald bzw. Leutasch in ca. 2 bis drei Stunden durch das Gaistal, Anfahrt mit MTB bis zur Alm nicht möglich;
Öffnungszeiten: Mitte Mai bis Ende September;
Tel.: +43 (0) 664 55 16 344; [1];
  • Die beliebte Rotmoosalm (1904 m) über dem Gaistal wurde im Winter 2008/09 von einer Lawine zerstört, soll aber an neuer und sicherer Stelle wiedererrichtet werden.
Zustieg zur alten Hütte ab Parkplatz Gaistal (1140 m) über 770 Hm in ca. zwei bis zweieinhalb Stunden;
Gipfelmöglichkeiten; Predigtstuhl, Hochwanner;
  • Hämmermoosalm, (1417 m) am Ganghoferweg im Gaistal;
Zustieg ab Parkplatz Gaistal (1140 m) mit ca. 2,5km Wegstrecke,
Öffnungszeiten: ab ca. 20. Dezember bis Ende März und von Mitte Mai bis bis Anfang November; der Zustieg ist beliebte Familienrodelbahn;
Tel.:+43 (0)676 33 37 000;
  • Ehrwalder Alm am Skigebiet in Ehrwald;
Parkmöglichkeit am Parkplatz Skiegebiet; Info;

Nordseite [Bearbeiten]

Unterkunft [Bearbeiten]

Höllentalangerhütte

Liste der Berghütten des deutschen Alpenvereins (DAV) und des österreichischen Alpenvereins (OeAV) sowie Privathütten für Wanderer, Bergsteiger und MTBiker (Stand März 2007).

Die Hütten an den den Anstiegen zur Zugspitze sind die Höllentalangerhütte im Höllentalanger, die Knorrhütte am Zugspitzplatt und die Innere Wiener Hütte. Diese Hütten und das Münchner Haus am Gipfel werden im Abschnitt Unterkunft der Zugspitze behandelt.

  • Kreuzeckhaus, auch Adolf Zoeppritz Haus (1652 m, DAV Sektion Garmisch-Partenkirchen ) auf dem Kreuzeck südlich von Garmisch.
Bewirtschaftet Mitte Mai bis Anfang November, Mitte Dezember bis Mitte April.
Zustieg: in der Regel Auffahrt mit der Kreuzeckbahn.
Touren: Alpspitze (2628 m) und Abstieg ins Höllental.
  • Meilerhütte, ( 2372 m, DAV Sektion Garmisch-Partenkirchen) im Dreitorspitzgatterl.
Bewirtschaftet Mitte Juni bis Anfang Oktober.
Tel. in der Saison: 0171 522 7897; Meilerhütte D-82467 Garmisch-Partenkirchen Info
Zustieg: Von Elmau auf dem beschilderten Fahrweg über das Schachenhaus, ca. 5 Std; oder aus dem Partnacher Skistadion durch Partnachklamm und dann über den Kälbersteig oder durch das Reintal in ca. 5 Std.
Touren: Partenkirchner Dreitorspitze (Hermann-von-Barth Weg, leichter Klettersteig), Törlspitzen, Musterstein, Frauenalplkopf.
Reintalangerhütte
  • Reintalangerhütte (1367 m, DAV Sektion München) im Reintal.
"Familienfreundlich", auch wegen gefahrlosem Zustieg durch das Reintal.
Tel. +49 8821/ 29 03; Partenkirchen 1, 82467 Garmisch-Partenkirchen
Zustieg: Vom Skistadion in Partenkirchen durch die Partnachklamm und das Reintal ca. 5 Std.; vom Kreuzeckhaus ca. 4 1/2 Std.
Die Hütte ist auch beliebte Endstation für Mountainbiketouren ins Reintal.
Öffnungszeit je nach Wettersituation von Mai bis Mitte Oktober.
Seit der Herbstsaison 2009 ist die Hüttenwirtlegende Charly Wehrle im wohlverdienten Ruhestand, Nachfolger als Hüttenwirt ist sein bisheriger Partner Simon Neumann. Die frühaufstehenden Hüttengäste müssen aber auch unter dem neuen Hüttenwirt auf den traditionellen musikalischen Weckruf nicht verzichten, ebensowenig auf die gelegentliche abendliche Hausmusik.
  • Wettersteinhütte (1717 m, Privathütte) über dem Gaistal im Südosten des Wettersteins.
Bewirtschaftet Mitte Mai bis Mitte Oktober; Ende Dezember bis Ostern.
Tel. +43 664/ 4153747, Martha Neuner, A-6105 Leutasch; Info.
Zustieg: von Oberleutasch (Klamm) 570 mH, ca. 1 1/2 Std.; vom Kirchplatzl im Leutaschtal über Forststrasse auch mit dem MTB erreichbar (17 km / 500 mH/ ca.: 1,5h Std.).
Klettertouren im Oberreintal.
  • Gaistalalm (1366 m, Privat) im Gaistal;
Bewirtschaftet Mitte Mai bis Mitte Oktober, ab 25. Dezember bis Ostern. Im Winter nur Tagesbetrieb;
Tel. +43 664/ 4338712, Tal: +43 5214/ 5190;
Bergtouren: Predigtstuhl 2234 m; sehr beliebt bei MTBikern;

Klima [Bearbeiten]

Literatur [Bearbeiten]

  • Mark Zahel : Wetterstein und Ammergauer Alpen, 60 Gipfeltouren, Höhenwege, Klettersteige. München : Bruckmann, 2007, (Tourenführer), ISBN 978-3-7654-4475-3, 192 Seiten. 19,90 €
  • Helmut Pflanzelt : Wetterstein mit Mieminger Kette. München : Rudolf Rother, 1994 (7. überarbeitet. Auflage), ISBN 3-7633-3129-8, 256 Seiten (deutsch).
  • Baumgartner, Peter und Harry: ; Deutscher und Österreichischer Alpenverein (Hg.) : Alpenvereinsjahrbuch "Berg 92", Bd. 116. München : Bergverlag Rother, 1992, ISBN 3763380558, 288 Seiten. Gebietsthema Wettersteingebirge / Mieminger Gebirge
  • Charly Wehrle : 25 Jahre Hüttenwirt im Wetterstein. Panico-Verlag, ISBN 3-936740-20-8, 648 Seiten. 19,80€
  • Charly Wehrle : Das Reintal: Der alte Weg zur Zugspitze. Panico-Verlag, 2010, ISBN 978-3936740011, 238 Seiten. 19,80€
  • siehe auch Artikel Bergsteigen - Enthält auch wichtige Infos zu Thema Bergwandern

Karten [Bearbeiten]

  • freytag & berndt (1:50.000) Blatt WK322 (Wanderer, Rad und Schitourenkarte);
  • Alpenvereins Karten (1:25.000) Blatt 4/1, 4/2, 4/3; (für Bergsteiger);

Weblinks [Bearbeiten]