Thema:Schwalm-Radweg
Der noch neue (2010) Schwalm-Radweg führt entlang der Schwalm von der Quelle bei Köddingen über Alsfeld nach Felsberg (Hessen). Hier in der Ederniederung mündet die Schwalm in die Eder. Besonders im oberen Abschnitt und weiter bis Borken verläuft er auf weiten Strecken naturnah durch ausgedehnte Wälder und kleinbäuerliche Dörfer und Felder. Mit einer Länge von über 100 km zählt er zu den größeren Wegen und kann auch bei der Wegweisung ordentlich punkten. Ab Storndorf verläuft der Radweg sehr oft zusammen mit dem Hess. Radfernweg R4. Sehenswert sind die Festung Ziegenhain mit dem Museum der Schwalm und die Fachwerkaltstädte von Alsfeld und Treysa. Am Ende der Tour hat Felsberg noch ein paar Burgen zu bieten.
Neue Strecke ab 2013
Die Route ist an einigen Stellen neu geführt. Borken wird ausgelassen und der Singliser See auf Schotterwegen östlich und nördlich umrundet. Rhünda musste auch daran glauben. Die Wegequalität hat sich weiter verschlechtert, aber die Strecke ist etwas ruhiger geworden und man sieht die Schwalm öfter.
Anm.: es gab einen Radweg R20, der einen Teil des Schwalm-Weges erfasste. Die dazu gehörige Ausschilderung wurde weitgehend entfernt.
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Streckenprofil [Bearbeiten]
- Länge: 106 km
- Ausschilderung: gut bis sehr gut mit normgerechten Wegweisern
- Steigungen: von der Quelle bis Alsfeld hügelig, von dort mit Ausnahme der kurzen Steigung in Schlierbach leicht hügelig bis flach
- Wegzustand: Quelle - Alsfeld inzwischen gut hergerichtete, abgesplittete Feld- und Waldwege, Alsfeld - Treysa bis auf 1 km asphaltiert, Treysa bis Gensungen viele gesplittete Feld- und Waldwege; siehe auch Abschnitt Sicherheit
- Verkehrsbelastung: es dominieren die ruhigen Abschnitte (Feld- und Waldwege), die Abschnitte neben Bundesstraßen, auf mäßig befahrenen Landstraßen und auf Ortstraßen machen weniger als 30% aus.
- Geeignetes Fahrrad: Tourenrad mit Profilreifen und 7-Gangschaltung, MTB
- Familieneignung: teilweise
- Inlinereignung: nur im Bereich Schwalmstadt (Loshausen, Ziegenhain, Treysa)
Hintergrund [Bearbeiten]
Region Schwalm.
Vorbereitung [Bearbeiten]
Anreise [Bearbeiten]
Bahn [Bearbeiten]
Regionalbahnhof in Felsberg (Hessen) (Regiotram)
Bahnhof in Wabern − IC alle 2 Stunden: Hamburg - Kassel - Frankfurt - Karlsruhe, schnelller RE alle 2 Std.: Kassel Hbf − Frankfurt, Regiotram stündlich Treysa − Kassel-Innenstadt, RB nach Bad Wildungen
Haltestelle in Borken - Regiotram stündlich, sonntags alle 2 Stunden
Haltestelle in Zimmersrode - Regiotram stündlich, sonntags alle 2 Stunden
Haltestelle in Schlierbach - Regiotram stündlich, sonntags alle 2 Stunden
Bahnhof in Treysa − IC alle 2 Stunden: Hamburg - Kassel - Frankfurt - Karlsruhe, schnelller RE alle 2 Std.: Kassel Hbf − Frankfurt, langsamer RE alle 2 Std. nach Frankfurt, Regiotram stündlich nach Kassel-Innenstadt.
Achtung: Zwischen den oben genannten Bahnhöfen und Alsfeld gibt es keine Verbindung ohne riesige Umwege.
Haltestelle in Renzendorf
Bahnhof in Alsfeld - Anschluss nach Gießen und Fulda.
Wenn man zur Quelle möchte: Einzelne Räder kann man mit dem Bus vom Bahnhof Mücke (Haltestelle der Vogelsberg-Bahn von Gießen über Alsfeld nach Fulda) nach Ulrichstein transportieren. Von dort gelangt man über den R 4 zum Schwalm-Radweg.
Fahrrad [Bearbeiten]
Anbindung an der Quelle an:
In Felsberg Anbindung an:
In Wabern Anbindung an:
In Schwalmstadt Anbindung an:
- Hess. Radfernweg R4: Von Dornröschen zu den Nibelungen
- Schwalm-Efze-Weg
- Efzetalweg R17
- Schwalm-Fulda-Radweg/Waldhessen R11
In Renzendorf Anbindung an:
- Hess. Radfernweg R2 aus Richtung Lauterbach
- Basalt-Tour aus Richtung Lauterbach
Auto [Bearbeiten]
Von Köddingen aus kann man mit dem Auto fast bis zur Quelle fahren. Einen Parkplatz gibt es dort nicht, aber die Strecke ist wenig befahren. Die A 49 - von Kassel kommend - verläuft grob parallel zur Route. Sie endet derzeit in Neuental.
Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Quelle - Alsfeld: 19 km [Bearbeiten]
- Schwalmquelle - ein kurzer Fußweg führt zur Quelle, die sich im Sommer recht zugewachsen präsentiert. Als Erstes kommt ein knapp 3 km langer gesplitteter Waldweg. Es folgt ein steiler, asphaltierter Feldweg mit Blick über die einsame Landschaft.
- Storndorf - vor Renzendorf trifft man den Hess. Radfernweg R2: Die Vier Flüssetour vor Renzendorf. Wer flussaufwärts geradelt ist, kommt hier Richtung Vulkanradweg weiter, wobei es die Basalt-Tour als alternative Strecke gibt
- Renzendorf - Ort hat einen Bahnhof. Weiter geht es durch ein grünes Tal auf guten Wegen. In Altenburg geht es auf einen unbefestigten Waldpfad neben der Schwalm nach
- → Biegt man nach der steilen Abwärtsstrecke links statt rechts ab, kann man entlang einer Landstraße nach Alsfeld radeln. Nach dem Ortseingang kommt ein R4-Wegweiser. Dieser Weg ist besser und kürzer, allerdings kein Abenteuer.
- Alsfeld - Radweg durch den Ort recht kompliziert. Wenn man sich verfährt, lernt man die alte Fachwerkstadt noch besser kennen.
Alsfeld - Treysa : 30 km [Bearbeiten]
- Münch-Leusel - hinter dem Ort verläuft der Radweg in einem leeren Staubecken, das dem Hochwasserschutz dient. Man radelt auf den Staudamm zu (Foto). Sollte das Becken voll sein, muss die Landstraße von Münch-Leusel nach Heidelbach genutzt werden.
- Röllshausen - 1000-jährige Kapelle auf dem Schönberg (ein Basaltkegel) vor dem Ort auf der rechten Seite
- Salmshausen - wenn man hier statt links geradeaus radelt, geht es über eine Brücke und man erreicht, der schmalen Landstraße und am Ende dem R17 folgend, den Bahnradweg Rotkäppchenland.
- Zella - Fachwerkdorf. Im Anschluss ein Stück Landstraße bis
- Loshausen. hier zweigt die Mittelland-Route nach Osten ab.
- → Nach dem Ort gibt es 2 Alternativen. Die linke (inzwischen nicht mehr ausgeschildert) geht auf einem Schotter- und Grasweg (zur Hälfte) direkt nach Treysa. Rechts geht es auf besseren Wegen (siehe Foto oben) nach Ziegenhain.
- → hier kreuzt auch der neue Bahnradweg Rotkäppchenland den R4 und die Schwalm-Route. Zweigt man nach links ab, gelangt man komfortabel fast zum Bahnhof Treysa. Dort, wo der Bahntrassenradweg zu Ende ist, ist auch ein Parkplatz und hinter diesem ein asphaltierter Weg, der uns wieder zum Schwalm-Weg führt. In dem Moment, wo man die Wegweiser der Route wieder erblickt, ist zur Rechten ein SB-Warenhaus der Kaufland-Kette, wo man den Proviant gegebenenfalls aufstocken kann.
- Schwalmstadt-Ziegenhain - bereits vor Ziegenhain beginnt ein schöner Radweg auf einem Damm (Foto). Dieser Weg lässt den Ort rechts liegen. Wer die Festung Ziegenhain sehen möchte, muss geradeaus weiter (man sieht links einen Tegut- und Aldi-Markt).
- → hinter Ziegenhain geht der R4 eigene Wege, die etwas besser und kürzer sind. Bei Allendorf stößt er wieder auf den Schwalm-Radweg. Wählt man den R 4, verpasst man allerdings Treysa.
- Schwalmstadt-Treysa − wer Treysa einen Besuch abstatten möchte, kann hinter dem Bahn-Viadukt nach links über die Zwalmstraße Richtung Fachwerk-Altstadt mit gemütlichem Marktplatz, Rathaus und Johannisbrunnen und dem Treysaer Wahrzeichen, der Ruine der Totenkirche St. Martin mit Ausblick Richtung Schwalmtal, Ziegenhain und Knüll abbiegen.
Treysa - Felsberg : 52 km [Bearbeiten]
- ein sandiger und hügeliger Feldweg führt nach
- Neuental-Schlierbach - Bahnhof am Radweg macht verlassenen Eindruck, aber hier halten stündlich (So. zweistündlich) RegioTrams. Meist neben der Bahnlinie geht es auf hügeligen Feldwegen (gesplittet) nach
- Neuental-Bischhausen - Nicht so ruhige Landesstraße.
- → Bereits vor dem Ort und der Mühle (Foto) trifft man auf den Gilsatal-Radweg R19. Rechts ab über Trockenerfurth nach Borken ist eine schöne Abkürzung (ca. 10 km).
- Niederurff - nach dem Ort ein wenig befestigter, holpriger Naturweg.
- → man trifft auf den Hess. Radfernweg R5 mit Anschluss Richtung Fulda oder Eder.
- Bad Zwesten - hinter dem Campingplatz (Waldcamping, bietet auch Bett & Bike) ist der Weg wieder besser und man passiert kurz den Ort und begegnet der B3. Im weiten Tal geht es nach
- Kerstenhausen - es folgt ein Landstraßenabschnitt mit Unterquerung der A 49. Am Ortseingang von Arnsbach zweigt man nach links ab, um nach
- Kleinenglis zu gelangen. Es folgen nun viele Schotterwege (bis Uttershausen). Hinter
- Gombeth kann man rechts einen großen See sehen, der durch ehemaligen Braunkohlen-Tagebau entstanden ist.
- Singlis − der östliche der beiden großen Seen ist der Singliser See, den man erreicht, wenn man vor dem Ort rechts abbiegt. Im Sommer gibt es eine kleine Gastronomie am See.
- → nach Überquerung des Flusses biegt rechts eine ausgeschilderte, aber sehr schlechte (Gras) Alternativ-Strecke ab. Sie führt auf recht direktem Wege in der Nähe der Schwalm nach Unshausen
- Der R4 verlässt den Schwalm-Radweg in Uttershausen und führt nach Wabern.
- Unshausen - die B 254 ist wieder da, aber nur für ca. 3 km.
- Wabern - der Weg passiert nur den Ortsteil Harle.
- → da dieser Abschnitt von zwei Flüssen begleitet wird, kann man auf den Eder-Radweg wechseln und so eine kleine 2-Flüsse-Rundtour fahren.
- Von der Bundesstraße geht es links ab in die Felder und über zwei kleine, neue Radfahrer-Brücken. Die erste ist die vorletzte Brücke über die Schwalm, bevor sie in die Eder mündet. Die Route unterquert die Bahnlinie und folgt nun der Eder nach
- Felsberg - am Bahnhof endet die Tour. Wenn man will, kann man der Eder weiter folgen.
Weitere Übernachtungsorte [Bearbeiten]
Sicherheit [Bearbeiten]
Es gibt nach wie vor zwei kritische Punkte.
- Der Asphalt zwischen Alsfeld-Münch-Leusel und Heidelbach weist zahlreiche Aufbrüche durch Baumwurzeln auf und bei der Auffahrt beim Heidelberger Hochwasser-Rückhaltebecken (direkt bei Durchlass, siehe Bild im Abschnitt Treysa-Felsberg) liegt nach stärkeren Regenfällen Geröll in der Kurve, was zu Stürzen führen kann.
- Kurz vor Schwalmstadt-Rommershausen aus Richtung Schwalmstadt-Treysa wurde Sand auf den Weg geschwemmt, was zum Verreißen des Lenkers führen kann.