Thema:Reisen mit dem Zug in Deutschland
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Fernverkehr [Bearbeiten]
ICE [Bearbeiten]
Die schnellste und komfortabelste Art, mit der Bahn zu reisen, ist der InterCity Express, kurz ICE. Der im Jahre 1991 eingeführte Zug verbindet bei hoher Laufruhe und Klimatisierung zahlreiche Städte. Empfindliche Menschen sollten auch im Sommer einen Pullover mitnehmen, da es im Zug doch recht kühl werden kann. In der 1. Klasse, die nur mit drei Sitzen je Reihe bestuhlt ist, werden neben aktuellen Tageszeitungen auch Speisen und Getränke serviert. Für Gäste der 2. Klasse gibt es manchmal einen mobilen Service am Platz mit Snacks und Getränken, ansonsten steht in allen ICEs ein Bordbistro zur Verfügung. Züge der ersten und zweiten Generation besitzen auch ein Restaurant. In der ersten und dritten Generation findet man in den Expresszügen an jedem Platz eine 230-Volt-Steckdose und kann somit die Akkus der zahlreichen Geräte, die heutzutage auf Reisen mitgeführt werden, aufladen. Nachteilig an dem ICE-Angebot sind die vielen Verspätungen, unter denen der Fahrgast zu leiden hat. Auch warten nicht mehr alle Anschlusszüge (außer die letzten Züge einer Fahrstrecke), so dass man dann auch seinen Anschlusszug verpassen kann. Daher empfiehlt es sich, die Zahl der Umstiege gering zu halten und zudem eine Umstiegszeit von mindestens 15 Minuten einzukalkulieren. Diese Option kann bei der Fahrkartenbuchung angegeben werden.
Für die Züge gilt die höchste Tarifklasse (Tarif A), wobei bei ICE-Benutzung die gesamte Fahrstrecke zu diesem Tarif berechnet wird. Das macht das Fahren teurer als bei der Nutzung anderer Zugarten. Im Gegensatz zu anderen Fernverkehrszügen ist eine Mitnahme von Fahrrädern grundsätzlich nicht möglich. Dieses Problem kann trickreich umgangen werden, wenn das Fahrrad vollständig verpackt mitgeführt wird.
Die verschiedenen ICEs [Bearbeiten]
Es gibt drei ICE-Generationen. Im Inneren und im Ambiente unterscheiden sie sich nur leicht. Die ICE-Züge werden dort eingesetzt, wo sie ihre hohen Geschwindigkeiten ausfahren können. Das Netz der Hochgeschwindigkeitsstrecken wird erweitert, ab 2015 zwischen Leipzig und Erfurt und ab 2017 bis Nürnberg. Die Strecke Karlsruhe–Basel wird schrittweise auf 250 km/h ausgebaut.
Der ICE 1 [Bearbeiten]
Der ICE 1 ist ein kompletter Zug, der durch zwei Triebköpfe, am Anfang und am Ende des Zuges angetrieben wird. In den beiden Triebköpfen befinden sich keine Fahrgastplätze. Der ICE 1 hat einen Speisewagen mit Restaurant und Bistro. Dieser fällt auch nach außen auf, denn er hat eine eigene Stromversorgung, und die Wagen sind höher als die normalen Wagen des ICE 1. Bei allen ICE 1 ist mittlerweile die Inneneinrichtung erneuert worden. Sie erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 280 km/h. Eingesetzt werden sie hauptsächlich im Nord-Süd-Verkehr.
Der ICE 2 [Bearbeiten]
Der ICE 2 hat jeweils einen Triebkopf mit 7 Passagierwagen, wobei der letzte als Steuerwagen ausgeführt ist und somit der Zug gezogen und geschoben werden kann. Zwei Einheiten fahren in der Regel zusammen gekoppelt, werden aber im Ruhrgebiet „geflügelt“, jede Einheit setzt einen anderen Weg fort. Das Bordrestaurant wurde durch ein Bistro ersetzt. Da der Zug, im Gegensatz zum ICE 1, noch nicht renoviert wurde, ist er von der Ausstattung her gesehen derzeit das älteste Modell der Linie. Ihm fehlen vor allem die Steckdosen an allen Plätzen. Er wird hauptsächlich zwischen Berlin und dem Ruhrgebiet, sowie zwischen München und Hamburg/Bremen eingesetzt.
Der ICE 3 [Bearbeiten]
Der ICE 3 hat keine Triebköpfe, die Antriebe sind auf jeden zweiten Wagen verteilt. Somit hat keine Achse des Zuges mehr als 17 Tonnen zu tragen. Das war Voraussetzung, um im internationalen Verkehr auf Hochgeschwindigkeitsstrecken fahren zu können. Mit der Motorleistung von 8.000 kW und drei Bremssystemen pro Zugeinheit mit 8 Wagen bei 4-prozentigen Steigungen ist der Zug für 330 km/h zugelassen. Lediglich auf den Neubaustrecken Köln–Frankfurt und Nürnberg–Ingolstadt dürfen 300 km/h gefahren werden. In Frankreich fährt der ICE 3MF 320 km/h, nach Paris planmäßig 320 km/h. Die „steile“ Schnellfahrstrecke Frankfurt–Köln wird ausschließlich von ICE 3 befahren.
Der erste und der letzte Wagen hat auch Plätze für die Passagiere. Die Form wurde besonders windschlüpfrig gemacht. Auch der ICE 3 hat kein Bordrestaurant. Sein Einsatz liegt zwischen dem Ruhrgebiet und dem Rhein-Main-Gebiet und weiter bis nach Nürnberg und München. Die Internationale Mehrsystem-Variante ICE 3M bedient Amsterdam und Brüssel, die französische Variante ICE 3MF fährt von Frankfurt am Main über Saarbrücken nach Paris.
Der ICE Velaro [Bearbeiten]
Der ICE Velaro D (Baureihe 407) ist der Nachfolger des ICE 3MF. Diese Züge sind in Spanien, China und Russland bereits im Einsatz. Erprobungsfahrten durch den Ärmelkanaltunnel wurden bereits durchgeführt. Ab Anfang 2013 sollen die Züge nach erheblichem Lieferverzug im Inland eingesetzt werden, später im Verkehr mit Frankreich und Belgien.
ICE-T und ICE-TD [Bearbeiten]
Hierbei handelt es sich um Neigezüge, welche zwar eine Höchstgeschwindigkeit von „nur“ 230 km/h haben, aber auf ausgebauten Altbaustrecken, durch die Neigetechnik Fahrzeitgewinne von bis zu 30 % erzielen können. Sie besitzen wie die ICE 3 keine Triebköpfe. Sie sind vom Komfort her mit den ICE 3 vergleichbar und besitzen ein Bord-Bistro (7-teiliger ICE-T-Bord-Restaurant). Mehrere Züge der Dieselvariante (ICE-DT), verkehren zwischen Deutschland und Dänemark (Hamburg–Kopenhagen und Hamburg–Aarhus) mit ausgeschalteter Neigetechnik. Die elektrischen ICE-T verkehren unter anderem zwischen Hamburg und München, sowie zwischen Wiesbaden und Dresden über Erfurt und Leipzig. Wegen Störanfälligkeiten wurden die Züge zwischen Stuttgart und Zürich gegen konventionelle Züge wieder umgestellt.
InterCity IC [Bearbeiten]
Der Intercity ist meist die weniger komfortable Alternative zum ICE. Allerdings gehören auch hier klimatisierte Wagen zum Standard und die Züge erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Die Fahrpreise liegen etwas unterhalb der ICE-Preise.
In den meisten IC ist Fahrradmitnahme möglich; dazu ist Reservierung erforderlich.
EuroCity EC [Bearbeiten]
Diese Zuggattung ist die internationale IC-Variante. Sie verbinden viele europäische Länder miteinander. Die Stammkompositionen dieser Züge müssen zu mindesten 80% aus klimatisierte Wagen bestehen und sollten ein Verpflegungskonzept im Zug aufweisen (mindestens auf der Hauptstrecke), um als EC bezeichnet werden zu dürfen.
In den meisten EC ist Fahrradmitnahme möglich; dazu ist Reservierung erforderlich.
Weitere Fernverkehrszüge [Bearbeiten]
- Der französische TGV fährt grenzüberschreitend von München über Ulm, Stuttgart, Karlsruhe und Straßburg nach Paris.
Ein Zugpaar fährt zusammen mit mehreren ICEs von Frankfurt am Main über Saarbrücken ebenfalls nach Paris.
Seit März 2012 fährt täglich ein TGV die neue Linie von Frankfurt über Straßburg und Lyon nach Marseille, die später mit den neuen ICEs ergänzt werden soll.
- Der französische Thalys fährt zwischen Köln über Brüssel nach Paris. Fahrradmitnahme ist umständlich.
- Der österreichische Railjet fährt von Frankfurt und München über Salzburg, Linz und Wien nach Budapest. Eine weitere Verbindung besteht von Zürich über Innsbruck und Salzburg nach Wien.
Nahverkehr [Bearbeiten]
Regionalbahn und Regional-Express [Bearbeiten]
Die Regionalbahnen haben die klassischen Nahverkehrszüge abgelöst. Auf vielen Strecken bedient nicht die DB Regio, sondern eine Privatbahn diesen Zugtyp. Auf vielen Nebenbahnstrecken stellt die Regionalbahn den einzigen Bahnverkehr dar. Neben den normalen Regionalbahnen (RB), die häufiger kleinere Bahnhöfe und Haltepunkte anfahren, gibt es auf stärker befahrenen Strecken beschleunigte Züge, die sogenannten Regional-Express-Züge (RE). Im Zuge von Rationalisierungsmaßnahmen werden zunehmend Haltepunkte zum Bedarfshalt erklärt und die Reisenden per Lautsprecherdurchsage aufgefordert, einen gewünschten Halt durch Betätigen der Haltetaste (wie im Linienbus oder der Straßenbahn) anzuzeigen. Bei Verkehrsverbünden gelten Verbund-Fahrscheine zumeist für alle Nahverkehrszüge (bis zur Tarif- oder Verbundgrenze), Straßenbahnen und Busse. Platzreservierungen gibt es hier nicht.
Charakteristisch für viele Regional-Express-Züge sind die laufruhigen Doppelstockwagen, die im Gegensatz zu den älteren Modellen klimatisiert sind. Der End-Wagen hat ein geräumiges Mehrwegabteil, das für Rollstühle, Fahrräder, Kinderwagen und Fahrgäste mit großem Gepäck bestimmt ist. Leider sind im Osten auch noch sehr viele ältere Fahrzeuge aus den 1970er Jahren im Einsatz, die im Berufsverkehr verwendet werden. Gerade im Sommer sind diese Waggons unkomfortabel, da sie tagsüber in der Sonne stehen und sich somit aufheizen und eine sinnvolle Kühlung während des Einsatzes mangels Klimaanlage nicht möglich ist.
Bei Verspätungen im Fernverkehr der Deutschen Bahn ist zu bedenken, dass Privatbahnen des Nahverkehrs in der Regel nicht auf die Fahrgäste warten. Es kann also vorkommen, dass der Anschluss verpasst wird.
S-Bahn [Bearbeiten]
Die S-Bahnen erschließen die Stadtzentren mit dem Umland und halten an jeder Station. Der Haltestellenabstand ist größer als bei Straßen-, Stadt- und U-Bahn und damit auch schneller, jedoch langsamer als Regional- und Fernzüge. Die Pünktlichkeit ist zwar höher als bei Fernzügen, aber trotzdem nicht zufriedenstellend.
Mit Ausnahmen in Berlin und Hamburg, fahren die S-Bahnen außerhalb der Stammstrecken im Mischverkehr mit den Regional- und Fernbahnen und den Güterbahnen auf denselben Gleisen. Bis auf München, Rhein-Neckar und Hannover wird zum Teil noch altes Wagenmaterial ohne Klimaanlage eingesetzt, die den heutigen Komfortansprüchen nicht mehr entsprechen, sodass der Komfort sehr schwankend ist. Im Rhein-Main-Gebiet verschwinden die alten Wagen zunehmend zugunsten der klimatisierten Baureihe. S-Bahnen haben keine Toiletten, auch das unterscheidet sie von den Regionalzügen. Während in Berlin und Hamburg sowie auf den neuen S-Bahn-Netzen Rhein-Neckar, Hannover und Bremen Züge eingesetzt werden, deren Wagen-Fußbodenhöhe gleich hoch mit der Bahnsteighöhe ist, muss man in München, Stuttgart, Rhein-Main (Frankfurt) und Ruhrgebiet außerhalb der Stammstecken meist eine Stufe überwinden. Die älteren S-Bahn-Typen BR 420 sind überhaupt nicht behindertengerecht, sie führen noch nicht einmal eine auslegbare Rampe mit.
Die Breisgau- und Ortenau-S-Bahnen sind dieselbetriebe Reigionalbahnen. Die Regio-S-Bahn Basel ist eine elektrisch betriebene Regionalbahn im Länderdreieck Schweiz, Frankreich und Baden-Württemberg. Die Rhein-Neckar-S-Bahn fährt in andere Stadtbahnnetze wie Karlsruhe hinein oder haben Anschluss an die Stadtbahn Heilbronn in Eppingen oder am S-Bahn-Netz Rhein-Main im Mainz (ab 2015).
Während in Berlin und Hamburg im 10-Minuten-Takt gefahren wird, liegen die Takte in anderen Städten bei 15, 20 oder 30 Minuten, bei manchen Strecken sogar nur stündlich. Die Verbindungen sind im Fahrplan der DB enthalten, auch wenn die Züge nicht von der DB (wie in Bremen) betrieben werden. Vorzugsweise ist ein Fahrschein des Verkehrsverbundes zu lösen. Überschreitet man die Verbundgrenze, muss eine DB-Fahrkarte gelöst werden, die dann aber nicht zum Umsteigen in Bussen, Straßen-, Stadt- und U-Bahnen genutzt werden kann. Am Sonntag gilt meist ein weniger dichter Fahrplantakt.
Weitere Bahnen im Regionalverkehr [Bearbeiten]
- Inzwischen werden viele Regionalbahnen von Wettbewerbern der DB betrieben. Einige von Ihnen haben schlechtere Bedingungen für die Fahrrad-Mitnahme (weniger Stellplätze).
- Einige grenzüberschreitende Linien werden mit Zügen aus den Nachbarstaaten befahren.
U-Bahn/Stadtbahn/Straßenbahn [Bearbeiten]
Die zuverlässigste aber auch langsamere Art mit dem Schienenverkehr zu fahren ist die U-Bahn oder Stadtbahn. Hohe Taktraten (oft 5 oder 10 min.) binden einen nicht an feste Fahrzeiten. Leider sind viele Züge schon 30–40 Jahre im Einsatz, abgenutzt und laut, auf Annehmlichkeiten wie eine Klimaanlage muss man oft verzichten.
Während die U-Bahnen in Berlin, Hamburg, München und Nürnberg getrennt vom Eisenbahnverkehr und vom Straßenverkehr mit seitlicher Stromschiene fahren, sind die Stadtbahnen mit Oberleitung oft auf den Straßen unterwegs oder kreuzen häufig unbeschrankt die Straßen. Das U-Symbol steht oft auch für die Stadtbahnen. So fährt die Stadtbahn in Köln teilweise als klassische U-Bahn, aber auch auf der Straße neben dem regulären Verkehr und auf einigen Streckenabschnitten als Hochbahn.
In Karlsruhe, Saarbrücken und Kassel fahren die Stadtbahnen sowohl im Straßenverkehr, wie auch auf Eisenbahngleisen und sind für beide Stromsysteme (Gleichstrom 750 V und 15 kV, 16 2/3 Hz bzw. Dieselantrieb) ausgerüstet.
Nicht alle Straßenbahnen sind Niederflurfahrzeuge. Nur wenige Straßenbahnen haben eine komfortable Breite von 2,65 m.
Die Bedingungen für die Fahrradmitnahme sind unterschiedlich; meistens sind sie ungünstiger, als in den S-Bahnen.
Fahrradmitnahme [Bearbeiten]
Siehe Artikel Fahrradtransport und Abschnitt Radtransport in „Deutschland per Rad“
- Fernverkehr: nur IC, EC und Nachtzüge mit Reservierungspflicht, keine Beförderung im ICE! Die Reservierungspflicht bezieht sich hier nur auf einen vorher gekauften Aufpreis, die exakte Reisezeit ist egal, wobei die Mitnahme nur zur auf dem Aufpreis angegebenen Zeit garantiert wird. · Kosten: 9,- Euro, mit Bahncard 6,- Euro. Im internationalen Verkehr: 10,- Euro, in einigen Nachtzügen: 15,- Euro.
- Nahverkehr Bahn: Tages-Fahrradkarte: 5,- Euro, innerhalb eines Verkehrsverbund sehr unterschiedlich.
- In einigen S-Bahnen, aber vor allem in U- und Straßenbahnen gibt es oft für die Fahrradmitnahme im Berufsverkehr Sperrzeiten!
Zusammengeklappte Fahrräder, die wie Handgepäck in den Zügen untergebracht werden können, dürfen unentgeltlich auch in ICEsmitgenommen werden. Die frühere Verpackungspflicht ist wohl nicht mehr vorhanden (siehe Artikel Deutschland per Rad).
Fahrkarten [Bearbeiten]
Fahrkarten kann man buchen über:
- die Website der Bahn - http://bahn.de
- die mobile Website der Bahn - http://m.bahn.de
- Fahrkartenautomaten die an Bahnhöfen und einigen anderen Plätzen aufgestellt sind
- Reisezentren an Bahnhöfen
- DB-Agenturen, wobei hier die Qualität und Kompetenz sehr unterschiedlich ist
- im Fernverkehr in den Zügen selbst (in einigen Nahverkehrszügen ist das ebenfalls der Fall)
- Reisebüros (unter Umständen erhält man hier günstiger Fahrkarten die aber nur in Verbindung mit einer Hotelbuchung, Konzert oder ähnlichem gültig sind)
- Unabhängige Agenturen (vorallem bei sehr speziellen Wünschen nützlich)
Fernverkehr [Bearbeiten]
Sparpreis [Bearbeiten]
Die Preise richten sich nach der Auslastung der Züge. Wenn die preiswertesten Kontingente ausgebucht sind, wird ein höherer Fahrpreis angeboten. Strecken bis 250 km werden schon ab 19,- Euro angeboten, längere Strecken ab 29,- Euro, zu zweit ab 49,- Euro und Strecken in das Ausland ab 39,- Euro. · BahnCard 25-Inhaber erhalten auf alle Sparpreise zusätzlich 25 % Rabatt. · Familienkinder unter 15 Jahren reisen kostenlos mit. · Am Bahnschalter wird ein Aufschlag von 5,- Euro erhoben. Beim Umtausch der Sparpreis-Fahrkarte werden 15,- Euro Gebühren erhoben (nur vor dem ersten Geltungstag möglich). · Es besteht Zugbindung für die Fernzüge und 3 Tage Vorkaufsfrist. Es muss eine Teilstrecke mit dem IC/EC, CNL/EN oder ICE/TGV gefahren werden. Für die vorangegangene oder nachfolgende Fahrt mit dem Nahverkehr gilt keine Zugbindung, Fahrtunterbrechungen sind möglich.
Nahverkehr [Bearbeiten]
Schönes-Wochenende-Ticket [Bearbeiten]
Für 42,- Euro an DB-Automaten (Stand 9.12.2012). Am Schalter kostet das Ticket 44,- Euro. In einigen Verkehrsverbünden ist der Stadtverkehr mit eingeschlossen. Gültig an Samstagen und Sonntagen in ganz Deutschland (einige im Ausland verlaufende Strecken sind ebenfalls eingeschlossen), von 0 Uhr bis 3 Uhr des Folgetags.
Quer-Durchs-Land-Ticket [Bearbeiten]
Für die 1. Person 44,- Euro, für die 2. bis 5. Person jeweils weitere 6,- Euro am DB-Automaten (Schalter 2€ Aufpreis). Gültig Montags bis Freitags von 9 Uhr bis 3 Uhr das Folgetags (bei bundesweiten Feiertagen auch schon ab 0 Uhr).
Ländertickets [Bearbeiten]
Für jedes Bundesland existiert ein Ticket. Ein einigen Bundesländern gibt es auch eine 'Single'-Variante (für eine Person), eine Variante für die erste Klasse und Nachtvarianten. Gültig sind die Ländertickets im Bundesland, das im Namen genannt wird (Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen geben zwar Tickets mit verschiedem Namen heraus, die aber jeweils alle drei Länder umfassen), von 9 Uhr bis 3 Uhr des Folgetags, and Samstagen, Sonntagen und bundesweiten Feiertagen schon ab 0 Uhr. Hamburg, Bremen und das Saarland sind in die Tickets ihrer jeweiligen Nachbarn integriert (Saarland -> Rheinland-Pfalz / Hamburg -> Schleswig-Holstein / Bremen -> Niedersachsen).
Verbundfahrkarten [Bearbeiten]
Sind zu regional sehr unterschiedlichen Tarifen erhältlich und werden von Verkehrsverbünden ausgegeben. Generell sind sie auch für Nahverkehrszüge innerhalb des Verbundgebiets freigegeben (auch wenn so mancher Verbund das gerne verschweigt). Manche Verbünde erlauben auch das Benutzen von Fernverkehrszügen unter bestimmten Bedingungen.
Allgemeine Fahrkarten [Bearbeiten]
Normalpreis [Bearbeiten]
Die Preise sind exakt gleichbleibend und nicht zuggebunden. Normalpreise können darüber hinaus auch in den Zügen selbst erworben werden (gegebenfalls mit geringem Aufschlag) und unterliegen keiner Vorverkaufsfrist. Der Umtausch ist grundsätzlich immer möglich, solange die Fahrkarte nicht benutzt wurde. Vor dem ersten Geltungstag kostet das nichts, danach 15€ Gebühr. Der Klassenübergang ist ebenso wie Umwege und das 'dranhängen' von Strecken (weiter fahren als angegeben) möglich. Im Zug selbst (nur Fernverkehr) oder am Schalter (Automat/Internet ist nicht möglich), wird dann eine Ergänzungsfahrkarte ausgestellt, die die Differenz zum Preis der ursprünglichen Fahrkarte kostet (kein Aufpreis, allerdings werden eventuelle Gebühren (z.B. Bordzuschlag) nicht eingerechnet).
Bahncard [Bearbeiten]
Mit der BahnCard 25 zu 61,- Euro (ermäßigt 41,- Euro) oder BahnCard 50 zu 249,- Euro (ermäßigt 127,- Euro) kann man, wenn man öfter mit der Bahn unterwegs sein sollte, Geld sparen. Man spart dann, entsprechend dem Namen, 25% oder 50% Fahrpreises. Beide Varianten gibt es auch in der Variante 'First', die zusätzlich zur zweiten Klasse auch Rabatte in der ersten Klasse gewährt. Hier ist mit etwa dem doppelten Kaufpreis zu rechnen. Ein Sonderfall ist hier die Bahncard 100 (auch First), die innerhalb Deutschlands auf allen regulären Bahnstrecken als Fahrkarte gilt. Ebenfalls ist für Kinder/Jugendliche unter 18 eine Jugendbahncard erhältlich (einmalig 10€), die 25% Rabatt für beide Klassen gewährt. Ermäßigte Karten werden unter anderem an Personen unter 26, Studenten/Schüler, Schwerbehinderte, Personen über 60 und Wehr-/Zivildienstleistende ausgestellt. Welche BahnCard für einen die richtige Karte ist, hängt von der Häufigkeit der Fahrten ab. Unter Umständen macht es sogar Sinn verschiedene Bahncards gleichzeitig zu besitzen (25 für langfristig geplante Reisen -> Sparpreise, 50 für kurzfristige Reisen -> Normalpreise). Ein Umstieg auf eine teurere BahnCard ist immer möglich (wenn auch reichlich kompliziert).
Die BahnCard wird im Abonnement verkauft. Sie ist ein Jahr gültig und verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn sie nicht sechs Wochen vor Ablauf der Gültigkeit schriftlich gekündigt wurde.
Bei Benutzung einer BahnCard erhält man ein sogenanntes City-Ticket, mit dem man bei einer Fahrstrecke von mehr als 100 km innerhalb Deutschlands ab Ausstiegsbahnhof die Strecke bis zum Ziel innerhalb einer größeren Stadt kostenfrei zurücklegen kann (bzw. bei der Rückfahrt vom Ziel in der Stadt zurück zum Einstiegsbahnhof vor Ort). Das City-Ticket steht derzeit in 120 Städten zur Verfügung. Das damit befahrbare Tarifgebiet ist jeweils verschieden groß und richtet sich nach den Gegebenheiten des teilnehmenden Tarifverbunds. Es handelt sich dabei nicht um eine Tageskarte, sondern ausschließlich um eine Fahrkarte zur unmittelbaren Weiterfahrt im Zusammenhang mit einer Bahnfahrt im Fernverkehr. Für weitere Fahrten im Nahverkehr sind daher gesonderte Fahrkarten zu lösen. Seit Dezember 2012 ist auch das City-Ticket für den Startort enthalten. – CityTickets sind nicht für das gleich teure Handy-Ticket verfügbar! BahnCard 100-Inhaber können alle öffentlichen Nahverkehrsmittel in den City-Gebieten der einbezogenen Städte kostenlos nutzen. Fahrkarten können frühestens 92 Tage im Voraus gebucht werden. Bei der Online-Bestellung mit Zusendung der Fahrkarte fallen zusätzlich 3,50 Euro an.
Zuschläge [Bearbeiten]
Der zusätzliche ICE-Sprinter Aufpreis in der 2. Klasse beträgt 11,50 Euro (erste Klasse: 16,50€). Wird die Fahrkarte im Zug gekauft, werden 10% Aufschlag erhoben, mindestens 2 Euro höchstens 10 Euro, es sei denn, am Bahnhof ist kein (geöffneter) Fahrkartenverkauf und/oder Automat mit Bargeldannahme vorhanden.
Sitzplatzreservierung [Bearbeiten]
Sitzplatzreservierungen sind in der Regel nur in Fernzügen möglich. Sie kostet einheitlich 4,- Euro, eine Familien-Reservierung kostet 8,- Euro.
Bahnhöfe [Bearbeiten]
Die Qualität der Bahnhöfe hängt sehr vom Standort ab. Man kann pauschal sagen, dass die Qualität mit zunehmenden Größe zunimmt. So findet man Paläste wie den Berliner Hauptbahnhof, aber auch die Hauptbahnhöfe in anderen Großstädten glänzen mit einer guten Infrastruktur. So findet man dort Geldautomaten, eine Warteraum für Vielfahrer bzw. Reisende der 1. Klasse (Lounge) oder zahlreiche Geschäfte oder Restaurants. An kleineren Bahnhöfe nagt dagegen oft der Zahn der Zeit, so dass diese Orte nicht zum Verweilen einladen.
Geldautomaten [Bearbeiten]
Die meisten Geldautomaten an Bahnhöfen werden von der Reisebank betrieben. Hier sollte man als Kunde einer der üblichen Banken das Geldabheben an diesen Automaten möglichst vermeiden, da hier Gebühren von 5 Euro (bei der Postbank) pro Abhebung entstehen können.
Lounge [Bearbeiten]
Zutritt haben Fahrgäste der ersten Klasse (nur im Fernverkehr) und Inhaber einer Bahncard mit bahn.comfort Status (erhält man ab 2000 Punkten - jeder Euro Fahrkartenwert gibt einen Punkt - innerhalb eines Jahres, der Kaufpreis der Bahncard wird angerechnet). Inhaber einer entsprechenden Bahncard können auch Gäste mitnehmen (einer kostenfrei, jeder weitere pro Tag 10€). Darüber hinaus gibt es eine Prämie die den Zugang ermöglicht. Man erhält kostenfreie Kalt- und Heißgetränke sowie Tageszeitungen in Selbstbedienung. In manchen Lounges erhalten Fahrgäste erster Klasse deren Start und Ziel nicht im selben Verkehrsverbund liegt auch Snacks mit Bedienung. Reisenden mit Eurail- oder Interrail-Pässen erster Klasse ist der Zutritt nicht erlaubt.
Parken [Bearbeiten]
An vielen Bahnhöfen gibt es Parkplätze, die vor allem für Pendler gedacht sind.
Pünktlichkeit [Bearbeiten]
Die Deutsche Bahn spricht von 90 % Pünktlichkeit, unabhängige Untersuchungen von Stiftung Warentest kommen gerade im Fernverkehr auf andere Zahlen. So sind nur 62 % aller ICEs pünktlich, eine Aussage, die auch die meisten Reisenden teilen. Die vor einigen Jahren in zahlreichen Bahnhöfen zu sehenden Aussagen zur Pünktlichkeit der Bahn mittels Statistiken sind mittlerweile komplett verschwunden.
Für Verspätungen im Fernverkehr muss die Bahn Entschädigungen zahlen:
- Bei Zugverspätungen von über einer Stunde müssen nun 25 % des Fahrpreises in bar ausgezahlt werden.
- Bei mehr als zwei Stunden müssen 50 % des Fahrpreises in bar ausgezahlt werden.
- Zeichnen sich Verspätungen von über einer Stunde ab, kann der Bahnkunde auf die Reise verzichten und den Gesamtbetrag der Fahrkarte einfordern.
- Bei Verspätungen von über 20 Minuten im Nahverkehr darf der Bahnkunde kostenfrei auf IC- und ICE-Züge ausweichen, wenn diese keine Reservierungspflicht besitzen.
- Bei einer Ankunft nach Mitternacht kann der Kunde auf einer Hotelübernachtung bzw. auf einer Taxifahrt bis zu 80 Euro bestehen, wenn keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr verkehren.
Literatur [Bearbeiten]
- Eisenbahnatlas Deutschland 2009/2010 – zeigt das deutsche Bahnnetz im Maßstab 1:300.000. Teilweise gibt es auch Detailkarten im Maßstab 1:50.000 und 1:100.000; 270 Seiten, Format 23,5 x 27,5 cm, gebunden ISBN 978-3-89494-140-6 (8. Auflage von 2011), erschienen für 48 Euro im Verlag Schweers + Wall - Das aktuelle Buch kann bei der unten angesprochenen Streckensuche (siehe VCD-Fahrplankarte) auch helfen.
- VCD-Fahrplankarte Deutschland – Die Karte im Maßstab 1:750.000 stellt das gesamte deutsche Bahnnetz dar. So kann man beispielsweise sehen, welche Strecken noch oder wieder in Betrieb sind. Sehr gut kann man anhand der Karte auch feststellen, ob es zeitlich akzeptable Varianten im meist billigeren Nahverkehr im Vergleich zum Fernverkehr gibt. In der DB Auskunft muss man dazu "Nur Nahverkehr" bei den Verkehrsarten auswählen. Ferner muss man teilweise die gewünschten Umsteigebahnhofe extra eintragen. Bei den Umsteigebahnhöfen am besten erst einmal das System frei entscheiden lassen. In Regel findet es auch die beste Verbindung, aber leider nicht immer.
- Weitere Infos: Kartenbeschreibung mit Bestellmöglichkeit der 3. Auflage 2004 (6 Euro + 2,50 Euro Portokosten in 10-2012) auf der Seite des VCD.
- Kundenzeitschrift DB Mobil der Deutschen Bahn. Die Zeitschrift, die monatlich erscheint, liegt kostenlos in den Fernzügen der Bahn (ICE und Intercity) zum Lesen aus. Berichtet wird über Kultur und Gesellschaft, das Reisen und natürlich auch über die Bahn selbst. Wer gerade mal nicht Bahn fährt, erhält die Zeitschrift auch kostenlos in den Reisezentren der Deutschen Bahn AG oder im Abo für 25 Euro pro Jahr (Preis im Monat 10/2012).
Weblinks [Bearbeiten]
- www.bahn.de - offizielle Seite der Deutschen Bahn AG
- Fahrgastverband Pro Bahn - unabhängiger Interessenverband für Fahrgäste der Bahn
- Verkehrsclub Deutschlandland - unabhängiger, umweltorientierter Fach- und Lobbyverband, der sich auch mit dem Thema „Bahnfahren“ beschäftigt.