Thema:Reiseapotheke

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Inhaltsverzeichnis

Medikamente [Bearbeiten]

  • Mittel gegen Hautverletzungen – Desinfektionsspray
  • Verbandsmaterial (inklusive Schere und Pinzette)
  • Mittel gegen Schmerzen, Fieber und EntzündungenIn tropischen Ländern sollte man auf die Einnahme von Medikamente, die Acetylsalicylsäure (ASS) enthalten (z.B. Aspirin) verzichten, da diese bei Tropenkrankkeiten schwere Nebenwirkungen haben. Stattdessen sollte man Medikamente wie Paracetamol oder Ibuprofen verwenden.
  • Medikamente gegen Durchfall – In Länder mit unzureichenden hygenischen Bedingungen kann es zu Infektionen des Darmbereichs kommen. Bekannte Regionen hierfür sind Mittelamerika oder der Nahe Osten.
  • Medikamente gegen Schnupfen – Mit der Zunahme von Klimaanlagen in Hotels und Restaurants steigt auch die Gefahr sich einen Schnupfen zuzuziehen. Daher sollte man zumindestens ein Nasenspray mitnehmen oder Meersalzlösungen, um Austrocknung vorzubeugen.
  • Medikamente gegen Erbrechen und Übelkeit
  • Medikamente gegen Halsschmerzen
  • Medikamente gegen Augenbeschwerden
  • Sonnenschutzmittel – Als Sonnenschutzmittel wird allgemein von Hautärzten der höchstmögliche Sonnenschutzfaktor empfohlen, mindestens jedoch der Faktor 30. Bitte beachten Sie, dass der Sonnenschutzfaktor in vielen Länder anders als im deutschsprachigen Raum angeben wird. Außderdem sollte man ein kühlendes Mittel gegen einen leichten Sonnenbrand mitnehmen. Der beste Sonnenschutz ist übrigens lange Kleidung an Armen und Beinen und eine ausreichende Kopfbedeckung.
  • Medikamente gegen Insektenstiche bzw. Vorbeugung
  • Antibiotikum – dies kann gerade in ländlichen Regionen helfen. Vorher aber den Hausarzt konsultieren!

Die Medikamente sollten gegen Hitze geschützt aufgewahrt werden und auf ihr Haltbarkeitsdatum überprüft werden (übernimmt jede Apotheke kostenfrei).

Beachten Sie vor allem bei rezeptpflichtigen Medikamenten, dass diese nicht in jedes Land eingeführt werden dürfen. Dies betrifft vor allem Psychopharmaka wie Neuroleptika usw. Die entsprechenden Konsulate und Botschaften geben über die Einfuhrbestimmungen Auskunft.

Schutzimpfungen [Bearbeiten]

Impfungen können vom Hausarzt, vom spezialierten Tropenarzt oder z.B. von einer Impfstation einer Klinik erfolgen. Die Kosten sind in allen Fällen vergleichbar, der Tropenarzt oder die Impfstationen haben aber den Vorteil, dass der Impfstoff vorrätig ist, beim Hausarzt muss man meist noch den Impfstoff auf Rezept bei einer Apotheke einkaufen bzw. mit einem Tag Vorlauf bestellen.

  • Die Hepatitis A Schutzimpfung ist generell zu empfehlen, wenn es in Länder und Regionen mit mangelhaften Sanitäreneinrichtungen geht. Einzig Westeuropa, USA, Kanada, Japan, Südkorea, Australien und Neuseeland gelten als sicher. Sie gilt als eine der häufigsten Reisekrankheiten. Es werden zwei Impfungen im Abstand von 6 bis 12 Monaten benötigt.
  • Hepatitis B – es werden drei Impfungen für die Grundschutz benötigt, die innerhalb eines Jahres verabreicht werden. Die ersten beiden Impfungen erfolgen innerhalb von 4 Wochen, die dritte nach einem halben Jahr.
  • Tetanus (Wundstarrkrampf ) ist eine häufig tödlich verlaufende Infektionskrankheit, gegen die man sich schon ab dem 2. Lebensmonat durch eine Impfung schützen lassen kann. Es sind drei Impfungen notwendig, um ein Schutz zu erlangen. Nach 10 Jahren ist für einen Erwachsenen eine Auffrischung notwendig.
  • Tollwut – Es sind drei Impfungen im Abstand von 1 Woche bzw. 2 Wochen nach der 2. Impfung notwendig, so dass man 3 Wochen für eine vollständige Impfung benötigt. Für den genauen Impfplan kommt es aber auf das Präparat an. Die Kosten liegen bei ca. 180 € für drei Impfungen. Auch nach der Impfung benötigt man am Tag einer möglichen Infektion sowie drei Tage später eine Nachimpfung. Falls man nicht geimpft ist, benötigt man sofort eine Aktivimpfung an 6 verschiedenen Tagen sowie Tollwut-Immunglobulin.
  • Typhus – wird durch Bakterien (Salmonellen) im Essen verursacht. Der Impfschutz tritt etwa 7 Tage nach der Impfung ein.
  • Japanische Enzephalitis – Tropenerkrankung, die duch Viren ausgelöst wird. Zwei Impfungen sind innerhalb von 30 Tagen notwendig. Der heute verwendete Impfstoff ist erst seit April 2009 freigegeben.
  • Polio – Früher war dies eine Schluckimpfung, jetzt wird die Impfung mit der Spritze verabreicht. Die Ansteckungsgefahr ist in der Mitte Afrikas und Asien (Länder rund um Indien) am größten. Die Kosten für die Impfung trägt die Krankenkasse.
  • Diphterie – eine bakterielle Atemgwegsinfektion. Vor allem in der früheren Sowjetunion sowie in Indien verbreitet. Die Kosten für die Impfung tragen die Krankenkassen.
  • FSME-Impfung – Gerade bei Urlauben in Regionen, in denen der FSME-Virus durch Zecken übertragen wird (Große Teile von Bayern und Baden-Württemberg) sollte man gegen diesen Virus geimpft sein. Es sind drei Impfungen für den Grundschutz notwendig.
  • Grippe-Virus, vor allem bei älteren Personen und anderen Risikogruppen zu empfehlen. Die jährliche Impfung enthält auch einen Wirkstoff gegen die aus Asien stammende sogenannte Schweinegrippe.

Prophylaxe [Bearbeiten]

  • Vor allem in Afrika und Südostasien ist die Malaria verbreitet. In einigen Gegenden Südostasiens (so z.B. Kambodscha) sind die Erreger bereits resistent gegen die gängige Prophylaxe. Daher ist es schwierig eine Empfehlung für oder gegen eine Prophylaxe auszusprechen, auch Ärzte haben hier keine einheitliche Meinung.
  • Wichtig sind als Schutz die üblichen Vorbeugemaßnahmen gegen Mückenstiche (lange, helle Kleidung; Mückenspray, Moskitonetz). Als Notfallmittel sollte hier jeder Tourist ein Medikament (z.B. Malarone) dabeihaben. Die Malariamedikamente sind in Deutschland rezeptpflichtig. In jedem Fall sollte man vor der Abreise einen Arzt konsultieren, um die notwendigen Vorkehrungen abzusprechen. Malarone wird 1 Tag vor dem Eintritt in ein Malariagebiet und bis 7 Tage nach dem Verlassen des Gebietes genommen. Die Kosten für Malarone betragen für 12 Tabletten in der Apotheke bis 75 € pro Schachtel, im Internet ist eine Schachtel schon ab 37 € zu finden, wobei man darauf achten muss keine Fälschungen zu erhalten. Einige gesetzliche Krankenkassen übernehmen diese Kosten.

Regionen [Bearbeiten]

Südostasien [Bearbeiten]

Eine Hepatitis-A-Impfung ist notwendig. Ebenso empfohlen sind die Impfung gegen Typhus und mittlerweile teilweise auch Tollwut (bei Reisen in die ländliche Region). In einigen Quellen findet man auch Hinweise und Empfehlungen, sich gegen die japanische Enzephalitis zu impfen.

"Dritte Welt" [Bearbeiten]

  • Spritzenbesteck, gibt es "ungebraucht" in Deutschland in jeder Apotheke und verringert die Gefahr einer Aidsinfektion bei Krankheit im medizinisch unterentwickelten Hinterland erheblich, z.B. in Afrika oder Asien. Vor der Rückreise freut sich dann auch jeder Arzt über die verschenkten Kanülen.

Hinweis [Bearbeiten]

Äskulapstab Diese medizinischen Hinweise sind sorgfältig recherchiert, allerdings erfolgen sie ohne Gewähr. Ein Gespräch mit dem zuständigen Hausarzt oder einer reisemedizinischen oder tropenmedizinischen Beratungsstelle wird bei gesundheitlichen Problemen oder Unsicherheiten empfohlen. Siehe auch: Gesund Unterwegs

Weblinks [Bearbeiten]