Thailand

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Thailand liegt in Südostasien. Es grenzt an Myanmar, Laos, Kambodscha und Malaysia.

Lage
Karte von Südostasien mit eingezeichneter Lage von Thailand
Flagge
Flagge von Thailand
Kurzdaten
Hauptstadt: Bangkok
Staatsform: Konstitutionelle Monarchie
Währung: Baht (THB),
1 € = 42,82 THB (21.11.2013)
Fläche: 514.000 km²
Bevölkerung: 69,5 Mio
Sprachen: Thai, regionale Minderheitensprachen, Englisch als Zweitsprache und im Tourismus
Religionen: Buddhismus (Theravâda) 95 %, Islam 4 %, Christentum 0,7 %, Hinduismus 0,1 %, andere 0,2 %
Telefonvorwahl: +66
Internet TLD: .th
Zeitzone: UTC+7 (MEZ+6, MESZ+5), keine Sommerzeit

Regionen[Bearbeiten]

Thailand ist administrativ in 76 Provinzen aufgeteilt, die sich fünf geografischen und kulturellen Regionen zuordnen lassen.

Die Regionen Thailands
  Nordthailand: Chiang Mai ·  Chiang Rai ·  Mae Hong Son ·  Sukhothai ·  Uthai Thani ·  Uttaradit ·  mehr ...

mit den Städten Chiang Mai, Chiang Rai, Sukhothai und den Gebirgsregionen (Goldenes Dreieck). Thailändische Bezeichnung:Lan Na (historisch) oder Bahn Nork
  Nordostthailand: Buriram ·  Khon Kaen ·  Nong Khai ·  Nakhon Ratchasima ·  Udon Thani ·  mehr ...

auch als Isaan bekannt, der touristisch noch weitgehend unerschlossene Nordosten des Landes - Reisfelder, "Hochebenen" und kulturelle Schätze, reiche Musiktradition, mit den Städten Nong Khai, Nakhon Ratchasima, Udon Thani, Khon Kaen
  Zentralthailand: Ayutthaya ·  Kanchanaburi ·  Phetchaburi ·  Prachuap Khiri Khan ·  mehr ...

mit der Hauptstadt Bangkok, dem zentralen Tiefland und der historisch bedeutenden Stadt Ayutthaya
  Ostthailand: Chanthaburi ·  Chonburi ·  Rayong ·  Sa Kaeo ·  Trat ·  mehr ...

östlich von Bangkok bis zur Grenze zu Kambodscha, mit dem Touristenzentrum Pattaya, vielen Stränden und den Inseln Koh Samet und Koh Chang
  Südthailand: Chumphon ·  Krabi ·  Phangnga ·  Phuket ·  Satun ·  Surat Thani ·  mehr ...

bekannt für die Inseln Phuket, Ko Phi Phi, Ko Samui, Ko Phangan und Ko Tao mit ihren palmengesäumten Stränden und einigen der besten Tauchspots in Südostasien. Am Festland (Isthmus von Kra) gibt es eine Reihe von Nationalparks (Urwälder) zu besuchen
Karte von Thailand

Städte[Bearbeiten]

  • Ayutthaya - historische Hauptstadt mit einer Vielzahl historischer Bauwerke
  • Bangkok - Hauptstadt des Landes und Weltmetropole
  • Kanchanaburi - Im Osten des Landes. Mit der legendären Brücke am Kwai zieht dieser Ort einige Touristen an.
  • Chiang Mai - größte Stadt im Norden und frühere Hauptstadt des Lanna-Thai-Reiches, Ausgangspunkt für Reisen in die Berge des Nordwestens
  • Chiang Rai - Stadt im äußersten Norden
  • Nakhon Ratchasima - größte Stadt im Nordosten, dem Isaan, auch "Korat" genannt
  • Hua Hin - traditionelles Urlaubsziel der thailändischen "High Society", auch heute noch mit dem Flair früherer Glanzzeiten. Das ehemalige Badeparadies ist sicher eine Reise wert.
  • Pattaya - früher ein kleines Fischerdorf, in den 1980er Jahren die touristische Boom-Town Thailands; Hotel-(Beton-)Burgen und berüchtigtes Nightlife. Hier erwarb das Land leider seinen schlechten Ruf, als sich amerikanische Soldaten während des Vietnamkrieg nach dem Bombardieren der Bevölkerung dort entspannten bzw. "austobten".
  • Phuket - das touristische Zentrum Südthailands, Traumstrände in der Andamanensee und Massentourismus in der Inselhauptstadt
  • Songkhla - hübsches Städtchen in Südthailand auf einer Landzunge mit langem Meeresstrand.
  • Sukhothai - die erste Hauptstadt des Thai-Reiches, sehenswerter "Historical Park" mit Ruinen aus dem 13. und 14. Jahrhundert
  • Surat Thani - Hafenstadt im Süden, Fährverbindungen nach Koh Samui, Koh Phangan, Koh Tao und in die südlichen Länder Malaysia, Singapur und Indonesien
  • Hat Yai - Großstadt im Süden unweit der malaysischen Grenze

Eine ausführliche Liste der Orte Thailands findet man hier.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Vorschläge für eine einmonatige Reiserouten gibt es hier.

Hintergrund[Bearbeiten]

Ayutthaya

Zur Mitte des 14. Jahrhunderts wurde ein vereinigtes Thai-Königreich geschaffen. Bis 1939 als Siam bekannt, ist Thailand das einzige südostasiatische Land, das nie von einer europäischen Macht annektiert wurde - und auf diese Tatsache ist man bis heute stolz. Eine friedliche Revolution im Jahre 1932 brachte dem Land die konstitutionelle Monarchie. Im Zweiten Weltkrieg war Thailand zunächst ein Verbündeter Japans und wurde nach dem Konflikt Bündnispartner der USA. Nach einer Kette von Militär-Regierungen, die nur kurz von Zivilregierungen unterbrochen wurde, hat sich das Land trotz der Krise von 1997 politisch und wirtschaftlich stabilisiert. Über allem steht nach wie vor König Bhumibol Adulyadej (Rama IX.), der seit 1946 regiert und damit der dienstälteste Monarch der Welt ist.

Heute ist Thailand eines der beliebtesten Reiseziele in Asien. Es ist ein klassiches Reiseland für Backpacker, verfügt über Angebote für Pauschal- und Resorturlauber und ist beliebt bei Europäern, die ihren Ruhestand im Süden verbringen wollen.

Anreise[Bearbeiten]

Einreisebestimmungen[Bearbeiten]

Bei der Einreise ist ein mindestens noch sechs Monate gültiger Reisepass vorzulegen. Plant man einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen, erhält man das Visum nach der Ankunft mit dem Flugzeug gebührenfrei als Stempel im Pass. Bedingung für die Einreise ist auch ein bestätigtes Rückflugticket, ein Stand-By-Ticket ist nicht ausreichend. Einreisen auf dem Luftweg sind beliebig oft möglich. Bei einer Einreise über Land wird in der Regel nur ein Aufenthalt von maximal 15 Tagen eingetragen. Für ununterbrochene Aufenthalte von mehr als 30 Tagen ist ein vorab von einer thailändischen Auslandsvertretung ausgestelltes Visum erforderlich.

Mit dem Pass ist eine ausgefüllte Ein- und Ausreisekarte am Checkpoint vorzulegen. Diese Formulare werden während des Hinfluges ausgegeben und liegen auch im Flughafenbereich aus. Einzutragen sind neben Namen und Passnummer unter anderem auch Beruf, eine Angabe zum Einkommen, die Nummer des Rückfluges sowie eine (Unterkunfts-) Adresse. Es ist nur der beabsichtigte Aufenthaltsort anzugeben. Jedoch werden in Einzelfällen durch die Behörden auch Befragungen durchgeführt und nähere Angaben oder sogar Nachweise verlangt. Nach der Website des dt. Auswärtigen Amtes könnte das zum Beispiel manche Rucksackreisende treffen. Unterstellt man, das Einreiseprocedere will die Frage beantworten, ob im konkreten Einzelfall die Ausreise nach Ablauf des Visums machbar und geplant ist und der Reisezweck dem eines Touristenvisums entspricht, sollte sich jeder im Vorfeld auf die Situation einstellen können.

Wird die im Pass eingetragene Aufenthaltsdauer überschritten, fällt eine Gebühr von 500 Baht pro Tag ohne Visum für den Overstay an und es muss die sofortige Ausreise erfolgen. Kann die Gebühr nicht bezahlt werden oder überschreitet der Betrag die Grenze von 20.000 Baht, erfolgt üblicherweise die gerichtliche Verurteilung zu einer Geldstrafe und weiteren Maßnahmen wie einer Wiedereinreisesperre.

Das "Visa on Arrival", auf das Schilder auf dem Flughafen hinweisen, ist für deutsche, österreichische und schweizer Staatsbürger nicht notwendig.

Flugzeug[Bearbeiten]

Die Flugzeit von Deutschland nach Thailand direkt beträgt etwa 11 Stunden. Linienflüge sind ganz überwiegend auf den internationalen Flughafen von Bangkok orientiert. Von BKK oder Bangkok Suvarnabhumi aus stehen zahlreiche Inlandsflugziele zur Auswahl. Seit der Wiedereröffnung des alten Flughafens von Bangkok, Don Muaeng starten Inlandsflüge auch von dort. mehr ...

Direktflüge werden täglich von Lufthansa und Thai Airways ab Frankfurt und München angeboten. Mehrere Wochen im Voraus gebucht liegen 700 € für einen Direktflug (FRA - BKK mit Thai Airways) im üblichen Rahmen. Günstige Ticketpreise sind sind häufig bei den arabischen Airlines wie Qatar Airways, Etihad oder Emirates zu erzielen, die allerdings mit einer Zwischenlandung in Doha, Abu Dhabi oder Dubai in das Land der Thais fliegen.

Non-Stop-Flüge nach Phuket im Süden des Landes sind teilweise bei den "Ferienfliegern" wie Condor oder Airberlin auch ohne Pauschalangebot direkt bei der Airline oder über einen Reiseveranstalter buchbar.

Bahn[Bearbeiten]

Man kann mit dem Zug aus Singapur und Malaysia nach Thailand reisen.

Eine weitere Möglichkeit zur Einreise mit dem Zug von Malaysia nach Thailand ist die tägliche Verbindung von Butterworth nach Hat Yai - Bangkok. Tägliche Abfahrt ist um 13.40 Uhr (Malaiische Zeit)

Es gibt täglich mehrfache Verbindungen von Penang nach Hat Yai.

Auto/ Motorrad/ Fahrrad[Bearbeiten]

Es gibt täglich mehrere Verbindungen mit Sammeltaxis von Malaysia meist bis Hat Yai. Hinweis: In Thailand ist Linksverkehr! Wenn man vorhat sich ein Auto auszuleihen, was ab vier Personen günstiger ist als die Inlandsflüge, unbedingt auf ein Navigationsgerät bestehen!

Schiff[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Bahn[Bearbeiten]

Der Bahnhof Hua Lamphong in Bangkok

Es gibt ein Bahnnetz von etwa 4000 km Streckenlänge, das von Chiang Mai im Norden bis in den Süden an die malayische Grenze reicht. Die Fahrzeiten sind recht lang, die Höchstgeschwindigkeit auf 1000 mm Spurweite (das ist in Deutschland eine Schmalspurbahn wie im Harz auf den Brocken) ist eben nicht sehr hoch. Viele Abschnitte sind eingleisig und damit verspätungsanfällig.

Die Bahn ist in der Attraktivität und in der Bedeutung für den Personenverkehr längst vom Fernbus oder dem Flugzeug überholt. Dennoch kann eine Bahnfahrt mit dem vorbeieilenden Geschehen auf den Bahnhöfen und der Landschaft vor dem Fenster interessanter Teil einer Thailandreise sein.

Fahrpläne und Preise sind auf der Website der staatlichen Eisenbahngesellschaft SRT zu finden. Es gibt 1., 2. und 3. Klasse. Die Preise sind sehr niedrig, in der dritten und oft auch noch in der zweiten Klasse günstiger als im Bus.

Eine gute Reisealternative ist eine Nachtfahrt in der 1. oder 2. Klasse im Schlafwagen. So kommt man relativ ausgeruht z.B. in Chiang Mai oder anderen entfernten Zielen an. In der 1. Klasse schläft man in einem eigenen Abteil mit zwei Betten und Klimaanlage. Oft ist die Klimaanlage sehr kalt eingestellt, lange Hose und eine Jacke daher empfehlenswert. In der zweiten Klasse gibt es Großraumabteile und Ventilatoren. Zusammen mit dem Fahrtwind ergibt dies auch in der 2. Klasse ausreichend Kühlung. Frische Bettwäsche gibt es in beiden Klassen.

Bus[Bearbeiten]

Das Land verfügt über ein sehr gut ausgebautes Busnetz, das von der staatlichen Gesellschaft Transport Co. betrieben wird. Kurz in thai: บ.ข.ส., „Bor Khor Sor, lang Borisat Khong Song“ bezeichnet, ist damit die Firma als auch der Busbahnhof gemeint. Jeder Ort, der vom Fernbusnetz erreicht wird, hat einen solchen Busbahnhof. Auch wenn es dann in kleinen Orten nur eine bestimmte Stelle am Straßenrand ist. Ausgewählte private Busunternehmen haben das Recht, die Busbahnhöfe der staatlichen Gesellschaft mit zu benutzen. Der Unterschied für den Fahrgast ist kaum wahrnehmbar, da Preise und Standards den Regeln der Staatsgesellschaft entsprechen.

Die Website von Transport Co. bietet nur wenige Informationen in Englisch und ist für eine Reiseplanung kaum brauchbar. Das Liniennetz ist stark auf die Hauptstadt Bangkok ausgerichtet. Bangkok verfügt über drei Busbahnhöfe, von denen jeweils Linien in einen bestimmten Teil des Landes verkehren. mehr...

Die Busse sind mit dem Logo der Gesellschaft versehen und das Fahrtziel oder die Relation auf Schildern oder mit fester Farbe angeschrieben. Die Unterschiede sind erheblich und Überschneidungen zwischen den Standards möglich. So hält der klimatisierte und komfortable Bus zwischen Ayutthaya und Bangkok sehr oft unterwegs für Schüler- und Berufsverkehr. Upcountry fern von Bangkok wären für ein ähnliches Angebot kaum Fahrzeuge mit Aircon unterwegs.

Neben den unklimatisierten Bussen auf Linien über die Dörfer gibt es diese Fahrzeugklassen

  • Second Class - mehr Zwischenstops als First Class und mit Umwegen über die Landstraßen unterwegs, Busse blau und weiß mit orangenem Streifen, mit Klimaanlage und häufig Toilette an Bord
  • First Class - unterwegs auf direkten Routen mit wenigen Zwischenstops, Busse in blau und weiß mit Klimaanlage und Bordtoilette
  • VIP - Busse mit 32 - 34 Sitzen auf First Class Linien mit Aircon und Bordtoilette. Im Preis enthalten ist eine einfache Mahlzeit, häufig während eine Zwischenstopps
  • Super-VIP - ähnlich wie VIP-Busse, aber nur 24 Sitzen, anzutreffen auf Übernacht-Routen

Auf häufig verkehrenden Linien reicht es, das Ticket vor Abfahrt auf der Station am Schalter zu kaufen. Ohne weitere Nachfrage erhält man ein Ticket meist mit einem reservierten Sitzplatz für die nächste noch nicht ausverkaufte Abfahrt. Unterwegs verkauft die Schaffnerin. Für klimatisierte Busse kann man Tickets meist ab drei Tagen im Voraus erwerben, das empfielt sich für längere Touren und Nachtfahrten im VIP-Bus. Rund um thailändische Feiertage steigt die Nachfrage stark an, dann kann es ohne vorab gekauftes Ticket zu langen Wartezeiten kommen.

Von Privatunternehmen werden viele Verbindungen in der Regel mit Minibussen oder Vans angeboten. Derartige Angebote werden auch von den Thais genutzt. Allerdings gibt es in diesem Geschäft Anbieter jeder Colour und es kommt immmer wieder zu Berichten über Nepp, Diebstahl während der Fahrt und schlechte Fahrzeuge. Insbesondere über Firmen, die vorwiegend in ausgesprochenen Touristenareas operieren. Vorsicht ist sicher geboten, wenn man sich auf Schlepper einlässt. Will man sich in einem der zahlreichen Reisebüros nach einer Busverbindung erkundigen, verkaufen diese in der Regel ein Ticket eines privaten Anbieters.

Die besseren Busklassen sind übliche Reisebusse mit Raum für Gepäck. Bei den Fahrzeugen auf Linien, die über Land von Dorf zu Dorf fahren, ist das oft nicht der Fall.

Flugzeug[Bearbeiten]

Inlandsflüge sind eine relativ günstige Alternative zu einer Fahrt über 12 Stunden zum Beispiel von Bangkok nach Chiang Mai, über Nacht mit dem Bus oder dem Zug. Chiang Mai und Phuket sind regelmäßig von mehreren Gesellschaften angeflogene Ziele im Inland. Daneben gibt es kleinere Flughäfen wie in Sukhothai oder Trat. Auch einige der Ferieninseln wie Ko Samui haben Verkehrsflughäfen.

Onlinebuchung ist üblich. Auch wenige Tage im Voraus sind Inlandsflüge oft noch buchbar. Die Flugbuchung über Reisebüros vor Ort ist auch möglich.

Diese Airlines betreiben Inlandsverbinungen:

Der Low-Cost-Carrier Air Asia bietet eine große Anzahl Verbindungen in Asien und innerhalb Thailands. Es ist oft die preisgünstigste Variante. Der gesamte Verkehr in Bangkok läuft über den alten Airport Don Muaeng (DMK).

Bangkok Airways wirbt mit dem Label Asia's Boutique Airline. Oft etwas höherpreisig als andere Airlines. Einige Flughäfen wie Ko Samui oder Sukhothai betreibt die Airline selbst und hat dort teilweise das Monopol inne.

Thai Airways ist die oft komfortabelste und bewährte Alternative, meist auch die teuerste. In Bangkok fliegt Thai Airways ab Suvarnabhumi (BKK).

Nok Air, Thai Smile und Orient Thai Airlines sind aus jeden Fall günstige Alternativen, wobei zu beachten ist, daß einige Gesellschaften oder einzelne Verbindungen häufig den alten Flughafen BKK Don Mueang anfliegen, anstatt den neuen Flughafen Suvarnabhumi. Die Entfernung beträgt fast 50 km und man sollte ein entsprechendes Zeitpolster beim Umsteigen auf Fernflüge einplanen.

Taxi[Bearbeiten]

Taxi mit Taxameter sind in Bangkok allegegenwärtig, in Städten wie Chiang Mai oder Pattaya beginnt die Verbreitung von Taxi als gewohntes Verkehrsmittel. In weiten Teilen des Landes ist der Taxistandard (klimatisierter Pkw, Taxameter) selten. Soweit verfügbar, ist es eine sehr bequeme Art des Vorwärtskommens. Allerdings sprechen viele Taxifahrer kein Englisch, eine Notiz mit dem Namen des Hotels oder des Fahrtziels in Thai daher hilfreich.

Bei längeren Strecken empfiehlt es sich vorher einen Fahrpreis auszuhandeln, sofern man den Level des üblichen Preises für die Strecke kennt. Fernfahrten, teilweise auch Limousinenservice genannt, sind eine durchaus gebräuchliche Option für längere Strecken. Zum Beispiel vom Flughafen oder der Stadt Bangkok nach Pattaya für etwa 1400 - 1800 THB. Auch Hotels oder Reiseagenturen vermitteln diese Leistungen. Man kann sich problemlos 150 oder mehr Kilometer fahren lassen, darf dann aber vom Fahrer keine Ortskenntnisse erwarten.

Als letzte Alternative zur Fortbewegung, seien noch die zahlreichen Motorradtaxis genannt. Keineswegs preiswerter als alle anderen Taxis, aber oft deutlich schneller und vor allem fahren sie auch in enge Gassen, benutzen Wege, die für normale PKW unpassierbar sind. Auch hier gilt, der Preis ist Verhandlungssache und Europäern gegenüber wird oft ein viel zu hoher Fahrpreis genannt. Alles was in höchstens zehn Minuten erreichbar ist, sollte nicht mehr als 50 bis 80 THB kosten. Weitere Strecken legt man in der Regel damit sowieso nicht zurück.

Tuk-Tuk[Bearbeiten]

Tuk-Tuk-Handel in Udon Thani

Das Tuk-Tuk ist ein dreirädriges Gefährt mit Dach (Fahrer vorn, bis zu zwei Fahrgäste hinten). Da Tuk-Tuks kein Taxameter besitzen, sollte bzw. muss der Fahrpreis vor der Fahrt ausgehandelt werden. Preise für ein Tuk-Tuk übertreffen oft den Fahrpreis für ein Taxi, das auch noch nach dem Verhandeln. Dafür sitzt man direkt auf Höhe der Auspuffe der LKW und die Fahrweise der Fahrer stellt sich meistens als beängstigend heraus, ganz zu schweigen von Regengüssen, denen die Fahrgäste ausgesetzt sind. Jemand schrieb einmal, daß "eine Fahrt mit einem Tuk-Tuk im Verkehrsgetümmel Bangkoks eines der letzten großen Abenteuer Asiens" sei. Das sollte jeder für sich herausfinden.

Ein Vorteil könnte es sein, dass sich Tuk-Tuks eventuell durch einen Stau quetschen können. Viele Tuk-Tuk-Fahrer arbeiten auch als Schlepper für Restaurants und Schmuckhändler. Oft wird man dann ohne Ankündigung irgendwo abgeliefert. Solche Schleppaktionen sind besonders häufig, wenn der Fahrpreis niedrig (unter 100 THB) ist. Persönliche Fragen ("Woher kommen Sie?","Wie lange noch in Thailand?") dienen der Optimierung der Schleppaktion. Man sollte die Fahrer nicht nach dem Weg fragen und ihnen keinen Glauben schenken, wenn sie erklären, eine Sehenswürdigkeit sei geschlossen.

Motorrad[Bearbeiten]

Motorräder (110, 125, 250 ccm) gibt es oft und günstig (meist zu 150.- THB/ Tag) zu mieten, die Viertakter verbrauchen erstaunlich wenig Sprit. Zwei oder auch drei Personen haben bequem Platz. Ein besonderes Augenmerkt sollte der Versicherung gelten: Während im Norden üblicherweise nur eine geringe Selbstbeteiligung im Schadensfall fällig wird, zahlt man im Süden alles selbst. Hat beispielsweise der Besitzer den Motor schlecht gewartet und er versagt, zahlt man mal eben einen neuen! Bei einem UNFALL allerdings darf man sowieso alles zahlen, da es keine Haftpflicht gibt.

Empfehlung: Achten Sie darauf, dass das Motorrad mit einem allumfassenden Versicherungsschutz zur Nutzung überlassen ist.

Es gibt in Thailand genauso eine Haftpflichtversicherung wie bei uns. Man erkennt es an den grünen Plaketten mit der Jahreszahl. Zu beachten ist, dass die Thai Zeitrechnung gegenüber unserer um 543 Jahre voraus ist. Also ein gültiges Versicherungspickerl für 2008 wäre dann 2551. Die Unfallschuld wird i.d.R. nach den zu vermutenden Vermögen der Unfallgegener geregelt. Bei Unfällen mit reiner Thaibeteiligung ist immer das hubraumstärkere Fahrzeug schuld. Bei Unfällen mit einem von einem Ausländer gemieteten Fahrzeug ist i.d.R. der Ausländer Schuld. Aus Ihrem Rechtsverständnis mag das zwar ungerecht erscheinen. Bedenken Sie aber bitte, dass die meisten Thailänder keine Krankenversicherung haben und thailändische Polizisten eher ein Herz für schuldige, aber arme Thailänder haben als für unschuldige, aber reiche Ausländer. (Eine solche Praxis, die sich nicht an der Schuldfrage, sondern am sozialen Ausgleich orientiert, ist in vielen Ländern der Welt üblich; vgl. den Artikel "Dominikanische Republik")

Außer einer "Spende" von vier Euro für die notleidende (mit Absicht nicht in Anführungszeichen) Polizei kostet Sie diese Erfahrung nichts, weil die thailändische Versicherung Ihres Fahrzeugs alle weiteren Kosten übernimmt. Alternativ können Sie natürlich auf Ihr Recht der Unschuld bestehen. Nehmen Sie sich einen Anwalt, der Ihren Sprachkenntnissen genügt und bereiten Sie eine Überweisung von 1.000 - 1.500 Euro vor. Der Ausgang des Verfahrens ist selbstverständlich offen. Auch das Herz des Richters schlägt i.d.R. auf der Verliererseite.

Sprache[Bearbeiten]

Im Land werden hauptsächlich verschiedene Thai-Sprachen gesprochen. Hierbei gilt die Sprache der Zentralregion (Thai Klaang) als allgemein verbindliche Hochsprache, die auch an Schulen oder im Umgang mit Behörden in anderen Landesteilen verwendet und vereinfacht als "Thai" bezeichnet wird. Daneben gibt es als wichtige Varianten der Thai-Sprache im Norden "Kham Mueang", im Nordosten "Lao" sowie "Dambro" im Süden und eine Vielzahl von Thai-Sprachen, die nur von wenigen Sprechern verwendet werden (wie "Lü" oder "Shan"). "Thai" ist eine ausgesprochene Mischsprache und hat neben vielen Begriffen aus den altindischen Sprachen Sanskrit und Pali auch viele Wörter sowie syntaktische Strukturen aus dem Mon und Khmer übernommen (beispielsweise ist die gebräuchliche Anrede "khun" ein Mon-Wort). Die thailändische Sprache ist sicher nicht leicht zu lernen. Dasselbe Wort in bis zu fünf verschiedenen Betonungen kann ebenso viele Bedeutungen haben. Englisch wird (vor allem in den touristisch frequentierten Gegenden) verstanden. In Teilen der Region Isaan wird Laotisch, in anderen Teilen Khmer (die Landessprache Kambodschas) gesprochen. Laotisch ist eng mit Thai verwandt und wird in Thailand aus politischen Gründen mit thailändischen Schriftzeichen geschrieben, in Laos hingegen mit der eigenständigen Lao-Schrift. Die Bergstämme im Norden haben eigene Sprachen. Eine kleinen hilfreichen Exkurs in die thailändische Sprache bietet unser Sprachführer Thai

Aktivitäten[Bearbeiten]

Eine Reise mit dem luxuriösen Eastern & Oriental Express von Singapur bis Bangkok.

Einkaufen[Bearbeiten]

Geld[Bearbeiten]

Die Landeswährung ist der Thailändische Baht, die gebräuchliche Kurzform THB. In Thai geschhrieben บาท oder abgekürzt , wird das Wort mit einem langen aa ausgesprochen. Als Münzen gibt es 1, 2, 5 und 10 Baht. Münzen zu 25 oder 50 Satang, 100 Satang entsprechen 1 Baht, werden kaum noch genutzt. Als Banknoten sind Scheine zu 20, 50, 100, 500 und 1000 Baht im Umlauf. Straßenverkäufer oder viele kleine Händler können oft keine großen Scheine wechseln, während Minimärkte wie 7-Eleven darauf eingestellt sind. In schlechtem Licht kann der 500 Baht-Schein in blaurot leicht mit dem 100er in rot verwechselt werden: Es ist geschickt die 500er separat zu halten oder im Unterschied zu den anderen Scheinen einmal gefaltet in die Geldbörse zu packen.

Der Wechselkurs schwankt nicht sonderlich stark und lag zuletzt über mehrere Jahre etwa bei 40 THB für einen Euro als Untergrenze. Im April 14 war der Kurs bei 44 THB für einen Euro oder 36 THB pro Schweizer Franken.

Geldautomaten, die praktisch immer auch eine Menüführung in Englisch haben, sind weitverbreitet. Der übliche Höchstbetrag bei der Auszahlung sind 10.000 THB. Verfügt man über eine Karte, die kostengünstig den Auslandseinsatz erlaubt und im Heimatland zum Devisenkurs umrechnet, sind die ATM ein praktischer Weg um an Bargeld zu kommen. Doch auch hier gibt es ein Minus: Für jede Transaktion mit einer ausländischen Karte wird ein Aufschlag von 150 THB erhoben. Es erfolgt ein Hinweis auf diese surcharge mit der Möglichkeit die Transaktion abzubrechen. Einzig an Geldautomaten der AEON-Bank soll dieser Aufschlag nicht erhoben werden.

Die gängige Alternative ist der Umtausch in einer der ebenfalls, in touristischen Gebieten auch reichlich vorhandenen Wechselstuben. Ein- und Ausfuhr ausländischer Währungen ist ebenso wie die von Thai-Baht unbegrenzt gestattet, nur müssen wertmäßig höhere Beträge als 20.000$ bei der Einreise deklariert werden. Sofern man nicht den Platz mit dem schlechtesten Wechselkurs im Viertel erwischt, ist es sogar möglich, die Kosten des Geldtauschs am Automaten (um ein paar Baht) zu schlagen. Wegen des fixen Aufschlages am ATM sollten kleinere Beträge wie 50 oder 100€ an einer Wechselstube getauscht werden. In sehr ländlichen Gegenden wozu auch einige weniger erschlossene Inseln zählen, gibt es keine Wechselstuben oder Geldautomaten; man sollte sich rechtzeitig ausreichend Bargeld besorgen. Hotels wechseln ebenfalls, oft aber zu sehr ungünstigen Kursen.

Kreditkarten wie Mastercard und VISA werden in touristischen Einrichtungen wie Hotels und Restaurants ebenso wie in Shopping-Malls akzeptiert. Gelegentlich wird jedoch ein Zuschlag bei der Zahlung mit Kreditkarte verlangt. Oder die thailändische Partnerbank des Unternehmens rechnet bereits zu einem ungünstigen Kurs in die Heimatwährung um. In solchen Fällen ist Barzahlung die günstigere Alternative.

Märkte[Bearbeiten]

Einkaufen oder besser gesagt Shoppen gehen gehört zu den Dingen, die Thais liebend gern und mit viel Ausdauer tun. So gibt es immer noch eine große Anzahl von Märkten. Selbst Haushaltsgegenstände und Wohnungseinrichtungen werden an Marktständen gehandelt, von denen es dann für eine Gruppe an Produkten meist gleich mehrere nebeneinander gibt. Manche Plätze versorgen eher Wiederverkäufer. Bankgkok verfügt über eine große Zahl sehr unterschiedlicher, teilweise schon sehr lange bestehender Märkte.

Viele Waren sind recht günstig zu haben, auch Bekleidung. Für den asiatischen Markt hergestellte Produkte, oft von passabler Qualität, sind ebenfalls preisgünstig. Auffallend billige Markenartikel dürften jedoch höchst selten echt sein.

Mehr ein Freizeitvergnügen sind die inzwischen in fast jeder Stadt vorhandenen Nachtmärkte. Neben Souvenirs, vielerlei Schnickschnack bis zu Kunstgewerbe und den nahezu unvermeidlichen Massageangeboten gibt es auf Nachtmärkten auch eine reichliche Essensauswahl. Bekannt ist der Night Bazar in Chiang Mai. Schon sehr touristisch ist der Chatuchak Market am Wochenende im nördlichen Bangkok. Thais bevorzugen da eher das MBK nahe dem Siam Square, das mit seinen vielen kleinen Marktständen mit viel Krimskrams eine eigenen Atmospähre hat. An allen derartigen Plätzen ist Handeln üblich oder mindestens einen Versuch wert. Vor allem wenn es keine ausgezeichneten Preise gibt und man den Händler nach dem Preis fragt. Wie immer beim Handeln gilt, das man schon eine Vorstellung vom Wert der Ware haben sollte oder sich wenigstens vorab überlegt was man bereit ist zu zahlen.

Einige wenige Schwimmende Märkte gibt es noch, sie haben dank der Touristen überlebt. Oder wurden sogar wie in Pattaya neu angelegt, um Pauschalurlaubern eine weitere Attraktion zu bieten.

Bekannt und beliebt bei Käufern ist thailändische Seide. Viele Geschäfte bieten die Maßanfertigung von Anzügen an, ein Fehlkauf auf Grund mangelnder Qualität und Haltbarkeit aber nicht ausgeschlossen. Ein weiteres Ziel kauflustiger Touristen in Thailand sind kunsthandwerkliche Produkte aller Art. Dabei sind aber die internationalen Ein- und Ausfuhrbestimmungen zu beachten. Insbesondere die Regeln auf Grund von Artenschutzabkommen, wenn tierische oder pflanzliche Materialien geschützter Arten verwandt wurden. Von thailändischer Seite wird eher die verbotene Ausfuhr religiöser Gegenstände wie Buddhastatuen verfolgt.

Besondere Vorsicht ist bei Waren angezeigt, deren wahrer Wert nicht sofort ersichtlich ist. Das gilt zum Beispiel für Antiquitäten, Gold, Perlen, Schnitzereien, Keramik, Seide, Edelsteine oder Produkte aus Leder. Ist noch ein Schlepper im Spiel, man eigentlich gar nicht selbst zielgerichtet zu diesem Händler gegangen, sollte jede Alarmglocke angehen. Hier wird sehr häufig versucht minderwertige Produkte zu deutlich überhöhten Preisen an den Mann/ die Frau zu bringen. Die Werbung mit der Registrierung bei der Tourismusbehörde T.A.T. gilt mindestens als umstritten: Ein Logo der "Tourismus Authority of Thailand", darunter eine Registriernummer findet man auch sehr häufig in Reisebüros und Hotels. Sich auf die Echtheit eines solchen Zeichens zu verlassen in einem Land, in dem gefälschte Pässe und Führerscheine aller Herren Länder auf manchen Märkten offen gehandelt werden, könnte naiv genannt werden.

Shoppingmalls[Bearbeiten]

Einkaufstempel mit Filialen internationaler Luxusmarken, Malls mit ihren gepflegten, aber künstlichen Flaniermeilen, auch das hat Thailand zu bieten. So wie in Bangkok am Siam Square, in den Touristenorten an der Küste genauso wie im Zentrum vieler größerer Städte. Nett zum Schauen und Bummeln und um der Tageshitze in die Kühle der Klimaanlagen zu entfliehen. Die meisten Malls haben große Food Courts, manche über mehrere Etagen mit viel Systemgastronomie.

Es ist eine ganz andere Welt zu den traditionellen Märkten. Meist penibel sauber, werden überall die Umsätze gebont, zu jedem Kaffee der Kassenbeleg mit ausgewiesener Mehrwertsteuer ausgehändigt, sind alle Waren ausgepreist. Feilschen um den Preis ist hier nicht.

Supermärkte[Bearbeiten]

In einigen Einkaufszentren der großen Städte, insbesondere Bankgok gibt es sehr große Lebensmittelmärkte, die ihren Pendants in westlichen Ländern in Nichts nachstehen. Im Gegenteil, ein Besuch zum Stöbern lohnt sich durchaus. Da ist zum Beispiel das sehr internationale Angebot, oft auch nach Ländern sortiert. Man kann durch japanische, koreanische, mexikanische, britische, italienische und auch deutsche Markenartikel stöbern. Manche kennt man als deutscher Tourist, viele nicht. Das Angebot richtet sich an die Mittelschicht des Landes inklusive der Beschäftigten in den internationalen Firmen. Preise liegen auf westlichem, aus deutscher Sicht noch höherem Niveau, Thailand hat teilweise recht hohe Einfuhrzölle.

Für den täglichen Bedarf, wozu unter anderem Trinkwasser gehört, gibt es nahezu im ganzen Land rund um die Uhr geöffnete Minimärkte. Marktführer ist die Kette 7-Eleven, deren Name auch schon synonym für diese Art Läden gebraucht wird. Die Märkte verkaufen auch Bier und andere alkoholische Getränke, jedoch nur zu bestimmten gesetzlich geregelten Zeiten, nicht am Nachmittag und nicht nach 24 Uhr.

Für eine Flasche gekühltes Trinkwasser mit 0,5 bis 0,8l Inhalt bezahlt man im Minimarkt zwischen 6 und 10 THB. Manchmal weisen kleine Aufkleber an der Tür des Kühlregals auf Sonderangebote hin. Ausreichend symbolhaft gestaltet lässt sich trotz Thaischrift erkennen bei welcher Marke zum Beispiel ein günstigerer Preis beim Kauf von zwei Flaschen gilt.

Küche[Bearbeiten]

Green Curry

"Essen" heißt umgangssprachlich in thai: กินข้าว, „gin khâo“, "Reis essen". Reis ist Bestandteil fast jeder Mahlzeit. Schon zum Frühstück gehört Kao Tom, eine Reissuppe, für die der Reis mit viel Wasser und gemeinsam mit verschiedenen Zutaten gekocht wird. Sie ist milder als es bei Speisen in der thailändischen Küche oft üblich ist und wird vor dem Servieren meist mit frischen Frühlingszwiebeln, manchmal auch geröstetem Knoblauch, garniert. Kao Tom Gai bezeichnet eine Reissuppe mit Hühnerfleisch, Kao Tom Gung jene mit Garnelen.

Die thailändische Küche ist bekannt für ihre Vielfalt und Raffinesse. Auch Einflüsse anderer Länder Asiens wurden in die Thaiküche integriert und man benutzt für die ursprünglich aus China stammenden Nudelgerichte Stäbchen. Doch werden Reisgerichte mit dem Löffel und der Hilfe einer Gabel gegesssen. Die Zutaten - Gemüse, Fleisch vor allem Huhn (Gai), daneben auch Rind (Nüa) und Schwein (Muu) - sind frisch und werden oft im Wok zubereitet, wodurch sie schnell erhitzt werden und ihren frischen Geschmack behalten. Wegen der Lage am Meer sind Fisch (Bpla) und andere Meeresfrüchte ein wichtiger Bestandteil des Angebots.

Die häufigsten Gewürze, neben Knoblauch (kràtiam) und Chilli (phrik), sind Zitronengras (ta-krai), Limettensaft, Tamarindensaft (náam makhaam), Galgant (khàa), Ingwer (khing), schwarzer Pfeffer, Korianderblätter (pak chii), Thai-Basilikum (bai horapah), Zitronenblätter (bai magrud) und Austern-Sauce (náam manhoy). Salz wird kaum verwendet, stattdessen sorgen Fischsauce (náam pla) und Shrimp-Paste (kà-pi) für einen salzigen Geschmack. Gewöhnungsbedürftig ist mitunter die Schärfe mancher Speisen. Restaurants nehmen auf den Unterschied im Verständnis von "scharf" zwischen Thai und Europäern üblicherweise Rücksicht. Anders im Straßenimbiss: Die Frage Spicy? oder Ped Mai(?) hilft. Bei der Antwort Mai Ped oder "nicht scharf" kann man es auf einen Versuch ankommen lassen, bei Ped Maak oder "sehr scharf" lieber nicht.

Kokosmilch (nam mapao) ist Bestandteil einer Vielzahl von Suppen, Curries und Saucen. Thailändische Curries unterscheiden sich von indischen Curries. Statt langem Einkochen wird ein Thai-Curry im Allgemeinen auf Basis von Curry-Pasten schnell zubereitet. Diese Pasten werden vorab im Mörser gestampft und halten sich dann einige Zeit. Im Norden Thailands ist ein Curry eher dünnflüssig ähnlich einer Suppe und wird gern mit Klebreis gegessen. Im Isaan oder im Süden isst man eher cremige Currys. Typische Currygerichte sind Rotes Curry mit Huhn und Bambussprossen oder das auf die muslimische Bevölkerung Südthailands zurückgehende Masaman Curry mit Rindfleisch und Kartoffeln.

Unbedingt einen Versuch wert ist die milde Tom Khaa Gai, eine Kokosmilchsuppe mit Hühnerfleisch, Pilzen, Tomaten, Zitronengras und Galgant. Die Stengel des Zitronengras und die Galgantwurzeln werden nur zur Würze mitgekocht und serviert - sie werden ebenso wie die harten Blätter der Kaffernlimette nicht mitgegessen. Eine sehr bekannte Suppe ist Tom Yam Gung, eine säuerlich-scharfe Garnelensuppe mit Pilzen, Zitronengras, Koriander, Galgant und weiteren Gewürzen.

Gutes Essen ist Thais wichtig. Speisen sind im Allgemeinen von hoher Qualität und sehr preiswert. Es gibt keine feste Menüplanung oder Gänge wie sie im Westen und im arabischen Raum üblich sind. Speisen werden zusammen serviert - auch ein Grund weshalb es empfehlenswert ist nicht alleine, sondern in einer Gruppe essen zu gehen - und nach Lust und Laune kombiniert.

Einfache Gerichte sind verschiedene Reis- und Nudelteller mit unterschiedlichen Zutaten - meist Gemüse und/ oder Huhn. Überall in Thailand findet man auch Imbiss-Wagen, die am Straßenrand Hühnerfleischspieße, einfache aber raffinierte Reisgerichte und Früchte anbieten.

Fisch wird sowohl im Wok gebraten oder gegrillt angeboten. Ngob Plaah sind beispielsweise gewürzte und in Bananenblättern eingewickelt gegrillte Fischfilets.

Als Dessert werden meist frische Früchte - Papayas, Mangos, Rambutan und Ananas - oder mit Früchten gesüßter Klebreis in Bananenblättern gegessen. Eine Spezialität sind Durian-Früchte, deren Verzehr wegen ihres durchdringenden und von vielen als ekelerregend empfundenen Geruches in geschlossenen Räumen aber vielerorts ausdrücklich verboten ist.

Nachtleben[Bearbeiten]

Alkoholische Getränke, insbesondere Bier, sind nicht wesentlich günstiger als in Deutschland. Seit 2004 gibt es neue Sperrstundenregelungen. Discos, Beerbars und Massagesalons müssen in der Regel um 2 Uhr früh schließen. In den Touristenregionen, d.h. insbesondere auf den Inseln, gibt es jedoch zumeist keine Einschränkungen. Restaurants und Essstände dürfen durchgehend offen bleiben. Dadurch spielt sich das Nachtleben fast durchwegs auf der Straße ab. Die Leute sitzen rund um die Essbuden, holen sich ihre Getränke aus den durchgehend offenen Minimärkten 7/ 11 und es herrscht eine tolle Stimmung bis in die frühen Morgenstunden.

Unterkunft[Bearbeiten]

Unter Rucksackreisenden weltweit bekannt ist die Khao San Road in Bangkok, wo Dutzende Schlafmöglichkeiten angeboten werden und alles zu finden ist, was ein unsicherer Erstreisender braucht, z.B. Reisebüros, Internetcafés und Restaurants mit hauptsächlich englischsprachigen Menükarten. Die Hostels bieten vom fensterlosen billigen Schlafkämmerchen bis zum Zimmer mit Fernseher und Klimaanlage an und es ist ein guter Ort, um in Thailand anzukommen und sich darüber zu informieren, wie es weitergehen soll.

Auch als Neuling in Thailand ist es nicht notwendig ein Hotelzimmer oder Bungalow bereits vor der Reise zu buchen. Vor allem, wenn man nicht genau weiß, wo man hin will und was man unternehmen will. Direkt vor Ort gibt es zahlreiche Möglichkeiten in allen Preisklassen. Gute saubere Hotelzimmer mit Klimaanlage, Doppelbett und Kühlschrank liegen zwischen 750 und 1500 THB. Wobei ein und dasselbe Zimmer zu verschiedenen Jahreszeiten oftmals das Doppelte kosten kann. Zum Jahreswechsel ein Bungalow für zwei Personen auf Koh Phi Phi für 2500 THB zu bekommen ist fast unmöglich. In der Nebensaison im Juni kostet derselbe Bungalow etwa 1500 THB.

Sollte man partout nichts auf eigene Faust finden, kann man sich problemlos an einen Taxifahrer wenden und ihn bitten, daß man zu einem preiswerten Hotel in der Nähe gefahren werden möchte oder sich von einem Tuk-Tuk-Fahrer in Bankgok "abschleppen" lassen. Meist wird man dann nicht zu einem Hotel gefahren, sondern zu in einem Reisebüro, wo natürlich versucht wird einem möglichst viel zu "verkaufen". Man ist auf diese Art von Tourismus eingestellt und die Angebote sind durchaus brauchbar. Mit ein bisschen Handeln und Gespür für die ortsüblichen Preise kann sich so problemlos die nächsten Tage der Reise individuell zusammenstellen lassen oder auch einfach von Tag zu Tag neu entscheiden.

Man bekommt dann für jedes Hotel und für jeden Transfer (Reisebus, Flugzeug usw.) einen Umschlag mit Anweisungen, Uhrzeiten und Telefonnummern für den Notfall, falls etwas dazwischen kommt. Thailand ist prädestiniert für diese Art des Reisens, wo man eben nicht 14 Tage oder länger in einem Hotelkomplex zubringen muss, sondern unkompliziert das ganze Land bereist, ohne genau zu wissen wo es morgen hingeht.

Lernen und Studieren[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Arbeiten ist mit dem Touristen-Visum nicht möglich. Wer in Thailand eine Arbeitsstelle annehmen möchte, muss an einer thailändischen Botschaft oder Konsulat ein Non-Immigrant-Visum beantragen. Dazu muss der künftige Arbeitgeber einige Papiere bereitstellen. In den Anrainerstaaten sind die Beamten in den Botschaften und Konsulaten ziemlich streng, während in Europa das Ausstellen eines Non-Immigrant-Visums mit relativ geringem Aufwand möglich ist. Aber auch hier gilt: Ohne thailändischen Arbeitgeber gibt es auch in Europa kein Non-Immigrant-Visum!

Das Arbeiten für Ausländer ist von der Regierung eingeschränkt. Es gibt zahlreiche Berufe die für Ausländer "gesperrt" sind.

Feiertage[Bearbeiten]

  • Neujahrstag: 1. Januar
  • Chinesisches Neujahr: Die Feierlichket über drei Tage im Zeitraum von Ende Januar bis Mitte Februar.
  • Chakri Tag: 6. April, zum Gedenken von Rama I, der am 6. April 1872 die Chakri-Dynastie gründete
  • Thail. Neujahr: 13.- 15. April (songkran): Rechtzeitig zum Beginn des Hitzemonats wird dieses Fest meistens bereits schon Tage zuvor mit viel Wasser gefeiert. Neben Bangkok ist Chiang Mai der Platz an dem dieses Fest besonders intensiv gefeiert wird.
  • Tag der Arbeit: 1. Mai
  • Krönungstag des Königs: 5. Mai, König Rama IX., am 5.Mai 1950 fand die offizielle Krönungszeremonie von König Bhumibol statt.
  • Geburtstag der Königin: 12. August: Ausnahmezustand in Bangkok, nicht nur der Geburtstag der Königin, auch jeder andere feierliche Anlaß der Königsfamilie bringt ein Verkehrchaos in Bangkok. Dennoch ist ein Großteil Bangkoks farbenfroh mit Blumen geschmückt. Eilige Reisende jedoch, sollten möglichst diesen Tag/ Nachmittag in Bangkok meiden.
  • Todestag König Rama V.: 23. Oktober: Der damalige König verbrachte dem thailändischen Volk die jetzigen westlichen Einflüsse. Als ältester Sohn des an Malaria erkrankten Königs Rama IV. wurde er im Alter von 16 Jahren gekrönt. In 42 Jahren entwickelte sich durch seinen Einfluß das damalige Siam zu einem modernen Staat.
  • Geburtstag des Königs: 5. Dezember: Ausnahmezustand in Bangkok, nicht nur wegen des Geburtstags.
  • Tag der Verfassung: 10. Dezember: der Constitution Day erinnert an dem 10. Dezember 1932, als Thailand, das damals noch Siam hieß, die erste Verfassung erhielt.

Sicherheit[Bearbeiten]

In Thailand gibt es außerhalb von Städten keinen Grund Angst zu haben, solange man sich auf den üblichen Touristenpfaden aufhält. Es ist leicht und sicher mit Bus oder Bahn zu reisen. Das gut ausgebaute Busnetz ermöglicht es, so gut wie das ganze Land zu erkunden. Auch für Frauen ist alleine zu reisen weitgehend ungefährlich. Aktuelle Sicherheitshinweise findet man auf der Seite des Auswärtigen Amtes (D).

Kriminalität: In den Städten oder größeren Menschenansammlungen (z.B. Strandparties) gilt dasselbe wie z.B. in europäischen oder amerikanischen Städten - Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste; insbesondere vor den trickreichen Taschendieben.

Betrugsversuche: An den beiden Hauptattraktionen Wat Phra Kaew und Wat Pho werden Touristen öfters von Schleppern angesprochen, die behaupten, der Tempel wäre geschlossen (in Wirklichkeit ist der Wat Phra Kaew nur an zwei Tagen im Jahr geschlossen: zum Geburtstag des Königs und 'habe ich vergessen' ;-)) und stattdessen eine Tour zu anderen Attraktionen anbieten. Zumeist wird man dann in Edelstein-Geschäfte gelotst, in denen wertlose Edelsteine als "einmalige Gelegenheit" extrem überteuert verkauft werden.

Eine ähnliche Masche wenden auch manchmal die Bangkoker Taxifahrer an. Wenn man z.B. morgens zum Grand Palace fahren will, behaupten sie, dass der Palace erst um 10:00 Uhr öffnet (in Wirklichkeit kann man ihn bereits ab 08:30 Uhr besichtigen). Sie bieten dann einem an, in der Zwischenzeit in ein Schmuckgeschäft zu fahren, in dem man angeblich "Schnäppchen" bekommen soll. Darauf sollte man sich keinesfalls einlassen. Am besten sofort die Fahrt beenden und sich ein neues Taxi suchen.

Vorsicht sollte man auch bei einer Taxifahrt ins Vergnüngungsviertel Patpong walten lassen: So schlagen einem manchmal die Taxifahrer den Besuch einer "PingPong-Show" (Erotikshow) vor (u.a. wird versprochen, dass man nur 1.000 BHT zahlen muss und alle Getränke frei sind). Dabei kommt es auch vor, dass man ungefragt vor einer Bar abgesetzt wird, bei der diese Show stattfindet. Betreten Sie diese Bar niemals, da dann oftmals noch "Zusatzgebühren" (ominöse Trinkgelder u.Ä.) verlangt werden, die die Kosten für den Besuch dieser Show in atemberaubende Höhen treiben können.

Bewaffnete Konflikte: Besondere Vorsicht ist bei Reisen in den südlichsten Provinzen (insbesondere Pattani, Yala, Narathiwat) nahe der Grenze zu Malaysia geboten, wo es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen muslimischen Separatisten und Polizei bzw. Militär kommt. Es gab in dieser Region in den letzten Jahren (inkl. 2004) bereits mehrere tausend Tote. Auch an der nordwestlichen Grenze zu Myanmar ("goldenes Dreieck") gab es in der Vergangenheit immer wieder bewaffnete Auseinandersetzungen, teils mit dem Militär des Nachbarlandes, teils mit bewaffneten Drogenschmugglern. In keiner dieser Regionen sind Touristen das eigentliche Ziel von Gewalt, dennoch sollte man vorsichtig sein.

Gesundheit[Bearbeiten]

Dringend empfohlen ist eine Reiseauslandskrankenversicherung. Von dieser wird der Aufenthalt und die Behandlung für medizinisch notwendige Massnahmen (Krankheit oder Unfall) voll übernommen, das Hospital muss aber vorerst direkt selbst bezahlt werden. Man sollte daher Arztbericht, Diagnose, Medikation sowie andere Rechnungen auch als Durchschrift zum Einreichen bei der Versicherung verlangen, dies alles wird auf Verlangen auch in Englisch gedruckt. Man sollte sich unbedingt gegen Hepatitis A und B impfen lassen.

  • Malaria: Malaria ist in der westlichen Gebirgsregion an der Grenze zu Myanmar (Burma), in den Tropenwaldgebieten der malaiischen Halbinsel (nördl. der Stadt Krabi) und in den Grenzgebieten zu Kambodscha relativ weit verbreitet. Insbesondere für Trekking-Reisende ist eine Prophylaxe zu empfehlen. Im übrigen Thailand besteht, laut Tropenmedizinern, "mittleres" Risiko. Sehr geringe Malariagefahr besteht im Großraum Bangkok und den Hochebenen im Nordosten (Roi Et). Keine Malariagefahr besteht auf Koh Samui und Koh Phangan.
  • Dengue-Fieber: Von den Inseln Koh Samui und Koh Phangan wurde in den vergangenen Jahren (2000-2004) immer wieder Fälle von Dengue-Fieber gemeldet. Zum Schutz empfiehlt es sich Insektenschutzmittel zu verwenden, in der Dämmerung und am frühen Morgen im Freien Kleidung mit langen Hosen und Ärmeln zu tragen und unter einem Moskitonetz zu schlafen.
  • HIV: Auch in Thailand besteht ein erhöhtes Risiko, sich mit HIV zu infizieren. Kondome sind überall erhältlich. Asiatische Kondome sind allerdings etwas kleiner als die in Europa erhältlichen.

Klima und Reisezeit[Bearbeiten]

Man kann in Thailand gut von insgesamt drei Jahreszeiten ausgehen. Kühl (unter 30° am Tag), Heiß, Nass:

  • Kühl - Von November bis Februar spricht man von der kühleren Zeit. Insbesondere im Norden sollte man sich auf kältere Nächte vorbereiten. (meist aber immer noch über 20°)
  • Heiß - Von März bis Mai sollte man den Aufenthalt in Bangkok oder im Norden/ -Nordosten Thailands möglichst meiden. Wasserknappheit und über 40 °C sind dort keine Seltenheit. In Bangkok wird der Smog unerträglich, im Norden werden die Reisfelder und das Gestrüpp abgebrannt.
  • Nass - Mai bis Oktober Wobei die Monate September und Oktober besonders hevorzuheben sind, weil die meisten Niederschläge dann landesweit zu verzeichnen sind.

Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit sind die gefühlten Temperaturen oft höher als die tatsächlichen, da die Möglichkeit durch Schwitzen abzukühlen, eingeschränkt ist.

Die beste Reisezeit bleibt die Zeit zwischen Juni und August. Dort herrscht landesweit akzeptables Klima. Jedoch sollte man die Sommerferien in Thailand berücksichtigen. Bis Anfang Juli kann es daher in einigen Gebieten zu einer Zimmerknappheit kommen. Für Europäer, die im Winter Wärme suchen, ist eher die Periode Dezember bis Februar zu empfehlen. Dort, wo die Ausländer in der Mehrzahl sind, ist das dann auch die Hochsaison mit höheren Preisen.

Regeln und Respekt[Bearbeiten]

Buddha-Statue in Sukhothai

Verhalten gegenüber den Thailändern: Der sicherste Weg nicht respektiert zu werden ist, sich laut und ausfallend zu benehmen. Thais sind sehr höfliche Menschen. Der Beiname "Land des Lächelns" ist auch heute noch berechtigt. Nur sollte man als Gast das allgegenwärtige Lächeln nicht mit freundschaftlicher Herzlichkeit verwechseln. Es ist ein Zeichen der Höflichkeit und mehr eine Lebensart als ein Zeichen von Erheiterung.

Besonderen Respekt kann man als Gast erlangen, wenn man sich bemüht, zumindest ein paar Wörter oder Sätze in Thai zu erlernen. Die Sprache ist nicht leicht zu erlernen, Mißverständnisse sind zumindest anfangs vorprogrammiert, aber davon sollte man sich nicht entmutigen lassen.

Was man gegenüber Thailändern nicht tun sollte:

  • Sich lauthals beschweren, herumschreien.
  • Mit dem Finger auf Menschen oder geheiligte Gegenstände zeigen.
  • Beim Sitzen die Füße anderen entgegenstrecken.
  • Kindern über den Kopf streicheln (Erwachsenen sowieso nicht).
  • Auf Buddha-Statuen herumklettern. Buddha-Bildnisse sind heilig und sollten immer mit Respekt behandelt werden. Man sollte sich auch nie so in einem Tempel hinsetzen, dass die Füße zum Buddha-Abbild zeigen. Man kann auch als Nicht-Buddhist keine größeren Buddha Statuen aus Thailand ausführen. Damit soll verhindert werden, dass die Statuen im Ausland (z.B. als Briefbeschwerer) zweckentfremdet werden.
  • Tempel mit Schuhen betreten.
  • Tempel und Gebäude / Paläste der Königsfamilie in "Strandkleidung" - z. B. Shorts oder ärmellosen Tops - betreten.
  • Als Frau einen Mönch berühren oder ansprechen.
  • Sich in einem Autobus auf die hinterste Sitzbank setzen, da diese in der Regel für Mönche reserviert ist.
  • Geheiligte Gegenstände wie Hausaltäre oder eines der allgegenwärtigen "Geisterhäuschen" berühren.
  • Sich respektlos gegenüber der königlichen Familie äußern oder beispielsweise auf einen Geldschein mit dem Abbild des Königs treten. Beschmieren oder verunreinigen Sie nie die in Thailand allgegenwärtigen Bilder des Königs. Dafür kann man sehr großen Ärger bekommen.
  • Sich während der Nationalhymne, die 8 Uhr morgens und um 18 Uhr abends an großen Plätzen und Märkten ertönt, nicht zu erheben und nicht schweigen.
  • Geizig sein.
  • Schlecht gekleidet sein.
  • Als Ausländer mit dem Wai zurückgrüssen. Der Wai stellt einen Ausdruck des Statusverhältnis dar. Ein Ausländer hat generell einen eigenen Status. Ein kurzes freundlichen Nicken reicht im Normalfall völlig.
  • In alten Thaihäusern auf die Türschwelle treten.

Weitere Besonderheiten:

  • Es ist nicht üblich, auf der Toilette das Papier mit hinunterzuspülen. Das führt zu Verstopfungen im Abwassersystem. Man benutzt die danebenstehende Plastikschale für die Reinigung und trocknet sich mit dem Papier nur ab (sofern überhaupt welches vorhanden ist). Danach wirft man es in den bereitstehenden Behälter oder Papierkorb.
  • Seit Februar 2008 gilt in ein Thailand ein generelles Rauchverbot in Restaurants, Bars, Clubs und Diskotheken. Raucher drohen Bussgelder von 44 Euro. [Rauchverbot in Thailand|mehr....].
  • Es ist in Thailand eine Straftat, den König oder die Monarchie in irgendeiner Weise zu kritisieren oder lächerlich zu machen. Bei Verstößen drohen hohen Geld und Haftstrafen !
  • Und - auch wenn es eigentlich selbstverständilich ist: Drogen sind in Thailand recht leicht zu bekommen, Aber es drohen einem - sollte man erwischt oder (häufiger der Fall) angezeigt werden - sehr hohe Haftstrafen bis hin zur Todestrafe. Diese wird auch an westlichen Ausländern vollstreckt!! Deshalb gilt: Man mache um jegliche illegalen Drogen einen großen Bogen!

Buddhismus:

  • Buddhistische Feiertage:
    • Makha Puja
    • Visakha Puja
    • Asalha Puja
    • Ok Phansa
    • Thot Kathin

Religiöse Traditionen:

  • Sart Thai-Tag (Gedenktag für die Verstorbenen)

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

In allen touristisch erschlossenen Städten und Regionen gibt es im Allgemeinen eine große Anzahl von öffentlich zugänglichen Internet-Cafés, meist mit der Möglichkeit von dort auch internationale Telefonanrufe zu tätigen.

Mit dem eigenen Handy kann man fast überall in Thailand problemlos telefonieren, jedoch sind die Minutenpreise für Gespräche nach Europa bisweilen atemberaubend. Thailändische Prepaid-SIM-Karten für das Handy - wiederaufladbar - sind dagegen vergleichsweise billig (etwa 200 Baht inkl. 50 Baht Gesprächsguthaben). Damit kostet die Gesprächsminute nach Europa nur etwa 10 Baht pro Minute. Recht problemlos funktioniert beispielsweise die Happy-Card der thailändischen Mobilfunkgesellschaft DTAC, erhältlich in Handy-Shops, Drogerien, Foto-Läden und in jedem 7-Eleven-Laden. Die freundlichen Bedienungen helfen gerne bei der sachgerechten Code-Eingabe. Solche SIM-Cards kann man allerdings nur nutzen, wenn das eigene Handy SIM-Lock-frei ist.

Zum Wählen nach Deutschland gibt man +49 oder 00149 und danach die Rufnummer ohne die 0 der Städtevorwahl ein. Billiger geht es aber mit 00949. Dann telefoniert man über VoIP (Voice over IP).

Mittlerweile bieten Supermärkte wie 7-Eleven und Minimart eigene Prepaid-Karten an, die einen International Call auch nach Europa für nur 1 Baht pro Minute ermöglichen.

Nützliche Adressen und Rufnummern:

Nützliche Telefonnummern
Polizei 191
Tourismuspolizei 1155
Feuerwehr 199

Literatur[Bearbeiten]

zur Geschichte Siams & Thailands:

  • Andreas Stoffers: Im Lande des weißen Elefanten - Die Beziehungen zwischen Deutschland und Thailand. Schriftenreihe der Deutsch-Thailändischen Gesellschaft Köln:Band 22, 1995, S. 340 (Deutsch).
  • Ampha Otrakul: König Chulalongkorn's Reisetagebuch-Glai Baan. Schriftenreihe der Deutsch-Thailändischen Gesellschaft Köln:Band 23, 2001, S. 103 (Deutsch).
  • Sven Trakulhun: Siam und Europa-Das Königreich Ayutthaya in westlichen Berichten (1500 - 1670). Schriftenreihe der Deutsch-Thailändischen Gesellschaft Köln:Band 24, 2006, ISBN 3865252508, S. 283 (Deutsch).
  • Adolf Bastian: Die Völker des Östlichen Asiens-Reisen in Siam im Jahre 1863. Adamant Media Corporation, 2001, ISBN 1421245663, S. 563 (Deutsch).
  • Markus Bötefür: Auf Elefantenrücken durch das alte Siam. Ostasien Verlag, 2009, ISBN 3940527386, S. 128 (Deutsch).

zur Kultur Thailands:

  • Werner Schäppi: Feste in Thailand. Schriftenreihe der Deutsch-Thailändischen Gesellschaft Köln:Band 10, 1985, S. 100 (Deutsch).
  • Phya Anuman Rajadhon: Leben und Denken in Thailand. Schriftenreihe der Deutsch-Thailändischen Gesellschaft Köln:Band 14, 1988, S. 167 (Deutsch).
  • Ampha Otrakul: Perlen vor die Säue werfen oder dem Affen einen Kristall geben-Thailändische und deutsche Sprichwörter im Vergleich. VVB Laufersweiler Verlag, 1995, ISBN 3930954362, S. 129 (Deutsch).
  • Rainer Krack: KulturSchock Thailand. Reise Know-How Verlag, 2012, ISBN 9783831716333, S. 264 (Deutsch).


Thai-Küche:

  • Vatcharin Bhumichitr: Schnelle Thai-Küche. Fona, Januar 2006 (1. Auflage), ISBN 3037802340; 160 (Deutsch).
  • Vatcharin Bhumichitr: Thailändisch Kochen. Moewig, November 2007 (1. Auflage), ISBN 3927801518; 144 (Deutsch).

weitere empfehlenswerte Literatur:

  • Wolf-Ulrich Cropp: Models und Mönche: Reise ins Innere Thailands. Wiesenburg, April 2010, ISBN 394075692X, S. 340 (Deutsch).

Autoren über Siam & Thailand:

  • Johann Jakob Merklein * 1620; † 3. September 1700, als junger Mann besuchte er 1644 Indien und war von Asien fasziniert. Im Dienste der ostindischen Compagnie bereiste er dann bis 1653 grosse Teile Asiens und führte danach seine Reisen nach Persien, Vorderindien, Ceylon, Taiwan, Südostasien und Japan weiter. 1663 erschienen in Nürnberg sein Werk "Wahrhaftige Beschreibungen zweyer mächtigen Königreiche Japan und Siam". Er gilt als erster Deutscher, der die Stadt Ayutthaya betrat.

Glossar[Bearbeiten]

Einige spezielle Begriffe, die in den Artikeln immer wieder auftauchen seien hier im Vorfeld kurz erklärt:

  • Wat
  • Chedi
  • Viharn
  • Prang


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