St. Gallen

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St. Gallen liegt in der Schweiz.

St. Gallen
StGallenAltstadt.jpg
Kurzdaten
Einwohner: 69.907
Höhe: 675 m
Lage
Lagekarte der Schweiz
St. Gallen
St. Gallen

Inhaltsverzeichnis

Hintergrund [Bearbeiten]

Die Stadt St. Gallen verdankt ihren Namen und ihre Entstehung dem irischen Wandermönch Gallus, der vom Bodensee her ins Hochtal der Steinach kam. Um seine Zelle entstand im 8. Jahrhundert ein Kloster und später die Stadt. Im Kloster St. Gallen wurden Kunst und Wissenschaft gepflegt, deren Zeugen heute noch in der weltberühmten Stiftsbibliothek bestaunt werden können. Bis ins 18. Jahrhundert blühte der Handel des Leinwandgewerbes, später die Baumwoll- und Stickereiindustrie. Mit ihren Produkten aus der Textilindustrie trieben die St. Galler Kaufleute seit dem Spätmittelalter einen regen Handel, zuerst in Europa, später in Asien und Amerika.

Anreise [Bearbeiten]

Flugzeug [Bearbeiten]

Der nächstgelegene Flughafen ist der Flughafen Altenrhein, von wo aus Linienverbindungen nach Wien bestehen. Doch auch vom internationalen Flughafen Zürich aus ist St. Gallen nur eine Bahn- oder Autostunde entfernt.

Bahn [Bearbeiten]

Der Hauptbahnhof St. Gallen ist an das internationale Zugnetz angeschlossen. Vom Bahnhof aus führen viele S-Bahnlinien und Intercity-Züge sowohl in die Vororte und Nachbarstädte als auch in grosse Schweizer Städte wie Zürich, Bern oder Genf. Fahrpläne gibt es unter www.sbb.ch.

Bus [Bearbeiten]

St. Gallen ist durch Fernbusse der Eurobus www.eurobus.ch verbunden.

Für den innerstädtischen Verkehr bieten sich die Stadtbusse an: www.vbsg.stadt.sg.ch. Einfache Tickets kosten 2.20 CHF (ohne Ermässigungen) und haben eine Gültigkeitsdauer von 30 Minuten. Sie sind auf dem ganzen Stadtnetz gültig. Für 6.00 CHF können Tageskarten erworben werden, mit denen man 24 Stunden lang auf dem ganzen Stadtnetz verkehren darf. Im Unterschied zu anderen Schweizer Städten, wo das Ticket im Voraus am Automaten an der Haltestelle gelöst werden muss, hat in St. Gallen jeder Stadtbus im Bus einen Ticketautomaten, an dem die Tickets gelöst werden können. Automaten gibt es nur an den grössten Haltestellen.

Mehr zum Zonensystem der Region St. Gallen, das vor allem dann interessant ist, wenn man Fahrten ausserhalb des Stadtnetzes plant: www.ostwind.ch.

Auto [Bearbeiten]

In der Stadt St.Gallen verzichtet man vor allem tagsüber an Wochentagen besser auf das Auto. Parkplätze sind selten und in der Innenstadt oft sehr teuer. St. Gallen hat dafür den Vorteil, dass alles sehr nahe beieinander liegt und sehr gut zu Fuss oder mit dem Bus erreichbar ist. An Wochenenden kann auf blau markierten Parkplätzen ausserhalb der Innenstadt (den sogenannten Blaue Zonen) kostenlos geparkt werden (im Unterschied zu anderen Städten greift die 1.5-h Regel für Blaue Zonen am Samstag nicht).

Fahrrad [Bearbeiten]

Eine Stichstrecke der nationalen Veloroute 4 Alpenpanorama-Route endet in St. Gallen.

Mobilität [Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Kirchen [Bearbeiten]

  • Die Kathedrale. Die Stiftskirche St.Gallen (heute Kathedrale) ist ein Werk des späten Barocks. Sie stellt eine der letzten monumentalen Klosterbauten des Barocks im Abendland dar. Erbaut wurde sie von 1755 bis 1767. Dort, wo heute die Kathedrale, das ehemalige Kloster, steht, errichtete Gallus um 612 eine Einsiedelei. Nach seinem Tod blieb sein Grab ein Ort der Verehrung. Der Priester Otmar baute Gallus' geistliche Niederlassung zu einem eigentlichen Kloster aus. Die Abtei erreichte bald europäische Ausstrahlung. In kultureller Hinsicht bildeten das 9. bis 11. Jahrhundert die Blütezeit des Klosters. Im Jahre 1805 verliess der letzte Mönch das Kloster.
  • St.Laurenzenkirche. Die St.Laurenzenkirche ist neben der Kathedrale die bedeutendste Kirche der Stadt. Mit der Reformation wurde die Kirche zur Hauptkirche der reformierten Bürgerschaft St. Gallens. Vom Turm aus hat man einen herrlichen Blick über die Stadt.

Burgen, Schlösser und Paläste [Bearbeiten]

Bauwerke [Bearbeiten]

Der Stickereiboom Ende des 19. Jahrhunderts löste eine Baubegeisterung mit hohem künstlerischen Anspruch aus: Palastartige Fabriken, Villen und Museen entstanden in den Formen des Jugendstils. In den letzten Jahren setzen Bauwerke von Santiago Calatrava und Herzog & de Meuron moderne Akzente.

  • Stiftsbibliothek. Die Stiftsbibliothek zählt zu den ältesten und schönsten Bibliotheken der Welt. Bereits im 8. Jahrhundert verfügte das Kloster St.Gallen über eine Sammlung von Büchern, die sich rasch vergrösserte. Der heutige Bibliothekraum entstand zwischen 1758 und 1767. Jedes Jahr besuchen rund 100 000 Personen die Ausstellung voller wertvoller Manuskripte. Über dem Portal des Bibliotheksraums laden zwei Putten mit dem griechischen Schriftband "Psyches iatreion" (Seelen-Apotheke) zum Besuch ein. Die Bibliothek soll de Besuchern und Benützerinnen zur geistigen Unterstützung und als Heilstätte der Seele dienen.

Denkmäler [Bearbeiten]

Museen [Bearbeiten]

  • Naturmuseum. Das Naturmuseum lädt zu einer Entdeckungsreise durch die Naturgeschichte ein. Die Themen sind vielfältig und für Jung und Alt gleichermassen spannend.
  • Kunstmuseum. Das 1877 eröffnete Kunstmuseum gehört zu den schönsten klassizistischen Gebäuden der Schweiz.
  • Historisches- und Völkerkundemuseum. Das Historische und Völkerkundemuseum wurde als zweites städtisches Museum erbaut. Das Museum ist in eine kulturgeschichtliche und eine ethnologische Abteilung unterteilt.
  • Textilmuseum. Die permanente Ausstellung im Textilmuseum geht auf die geschichtliche Entwicklung der Ostschweizer Textilindustrie und auf ihre Einbindung in die Weltmärkte ein. Bis zum Ende des Ersten Weltkriegs stellte die St.Galler Stickerei den wichtigsten Bereich der Schweizer Exportgüter dar. Aus dieser Zeit sind Hand- und Maschinenstickereien, repräsentative Grossstickereien für Weltausstellungen und andere kostbare Textilien zu sehen. Sonderausstellungen zeigen zeitgenössische Werke in- und ausländischer Künstler. In der zum Museum gehörenden Textilbibliothek finden sich Musterbücher aus der Maschinenstickerei, der Weberei und des Textildrucks sowie Textilentwürfe, Modezeichnungen und -fotografien.
  • Museum im Lagerhaus
  • POINT JAUNE museum. In der ehemals berüchtigten Linsebühlstrasse ist ein Postbüro aus dem Jahr 1898 praktisch vollständig erhalten geblieben. Diese Räumlichkeiten beherbergen das POINT JAUNE museum, das sich zur Aufgabe gemacht hat, traditionelle Kommunikationstechniken wie Buchdruck (Hand-/Bleisatz) und Briefpost mit zeitgenössischer Kunst–Mail Art, Postpostismus etc. zu verbinden.

Straßen und Plätze [Bearbeiten]

Die Gassen der Stadt verlaufen heute noch etwa so, wie sie nach dem grossen Brand von 1418 angelegt wurden. Spiser-, Multer-, Markt- und Neugasse bilden heute St. Gallens Fussgänger- und Einkaufszone, sozusagen das Herz St. Gallens. Die 111 Erker der Stadt St.Gallen verleihen dem Gassenbild zusätzlich Abwechslung und künstlerischen Schmuck. Die Erker zeugen vom Wohlstand zahlreicher Kaufleute der Stadt. Sie schmückten mit den oft reichverzierten Ausbauten die Fassaden ihrer Wohnhäuser.

Parks [Bearbeiten]

Der Stadtpark von St. Gallen liegt mitten in der Stadt. Rund um den Stadtpark liegen die Museen und das Stadttheater St. Gallen, ebenso die Tonhalle, die für verschiedene Konzerte und andere Anlässe benutzt wird. Im Stadtpark kann man sich wunderbar erholen und die Ruhe geniessen.

Verschiedenes [Bearbeiten]

Aktivitäten [Bearbeiten]

In St. Gallen kann man vieles unternehmen - egal ob Sommer oder Winter, Sonne oder Regen. St. Gallen bot im Advent 2005 erstmals einen großen Weihnachtsmarkt in der verkehrsfreien historischen Altstadt zwischen Kathedrale und Waaghaus an. Dazu gab es eine Vielfalt von kulturellen Veranstaltungen mit Bezug zur Weihnachtszeit. St. Gallen-Bodensee Tourismus bietet täglich um 17 Uhr geführte Stadtrundgänge durch die St. Galler Altstadt an.

Einkaufen [Bearbeiten]

Die Einkaufsmöglichkeiten in der Gallusstadt sind reichhaltig. Die meisten Geschäfte liegen nahe beieinander, viele in den verkehrsfreien Gassen Multergasse, Spisergasse und Neugasse.

Küche [Bearbeiten]

St. Gallen bietet eine grosse Zahl von Restaurants und "Beizli". Zahlreiche Hotels, Gasthäuser und Restaurants bieten einheimische, italienische, französische, griechische, chinesische und indische Gerichte an. Typisch für die Stadt sind die sogenannten Erststock-Beizli. Zu den St. Galler Spezialitäten gehören der Biber, verschiedene Süssigkeiten aus Schokolade, die von den Confiserien kunstvoll fabriziert werden, und natürlich die wohl populärste St. Gallerin, die St. Galler Bratwurst, die schon vor vielen hundert Jahren hergestellt wurde. Gegessen wird die St. Galler Bratwurst stilecht mit einem St. Galler Bürli - und ohne Senf!

Nachtleben [Bearbeiten]

Günstig [Bearbeiten]

  • Casablanca
  • KUGL
  • Cave
  • Christinas
  • DownTown
  • Timeout
  • Birreria
  • Rock Story
  • O' Five Pub
  • the room
  • La Bohème

Mittel [Bearbeiten]

Gehoben [Bearbeiten]

  • Elephant Club
  • Seeger
  • Grand Casino St.Gallen

Unterkunft [Bearbeiten]

Günstig [Bearbeiten]

  • Jugendherberge
  • Hotel Papagei
  • Hotel Weisses Kreuz

Mittel [Bearbeiten]

Gehoben [Bearbeiten]

  • Hotel Einstein
  • Radisson SAS Hotel
  • Best Western Hotel Walhalla

Lernen [Bearbeiten]

Arbeiten [Bearbeiten]

Sicherheit [Bearbeiten]

Die üblichen Vorsichtsmassnahmen gegen Kleinkriminalität sind zu berücksichtigen.

Gesund bleiben [Bearbeiten]

Klarkommen [Bearbeiten]

Post und Telekommunikation [Bearbeiten]

Ausflüge [Bearbeiten]

  • Meteowanderweg - Der Weg bei St. Gallen informiert an 11 Stationen über das Wetter. Dauer der Wanderung: ca. 3 - 3 1/2 Stunden. Die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr ist möglich. Weiteres siehe Seite des Wanderwegs.

Literatur [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]