Schäftlarn

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Südansicht
Schäftlarn
Bundesland Bayern
Einwohner 5451 (Dez. 2006)
Höhe 692 m ü. NN m
Tourist-Info Web www.schaeftlarn.de
Lage
Lagekarte von Deutschland
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Schäftlarn

Schäftlarn ist eine Gemeinde in Oberbayern einige Kilometer südlich von München. Die gleichnamige Benediktinerabtei ist eine der ältesten Klostergründungen in der Region.

Hintergrund[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Lage
Lagekarte von Deutschland
Schäftlarn
Schäftlarn
Entfernungen (Strassen-km)
Wolfratshausen 11 km
Starnberg 12 km
München 26 km
Bad Tölz 33 km
Tegernsee 59 km
Mittenwald 59 km
Garmisch-Partenkirchen 70 km
Innsbruck 128 km

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Nächster Großflughafen ist "Franz Josef Strauß" (MUC) in München (ca. 62km Entfernung);

Mit der Bahn[Bearbeiten]

  • MVV München: S-Bahn, Linie S7: (München - Wolfratshausen) Bahnhöfe: Hohenschäftlarn und Ebenhausen-Schäftlarn;

Auf der Straße[Bearbeiten]

  • Über die Autobahn A95, München-Garmisch-Partenkirchen, RWBA Autobahnausfahrt.svg Schäftlarn, weiter noch ca. 2,5km auf der Staatsstrasse bis Schäftlarn.
  • Parkmöglichkeiten am Kloster sind zu "Normalzeiten" ausreichend vorhanden.

Mobilität[Bearbeiten]

Kloster Schäftlarn[Bearbeiten]

Gesamtansicht von Südwesten

Anfahrt

  • Auto: Das Kloster selbst liegt ca. drei Kilometer südlich vom Ort Schäftlarn an der Isar;
  • Anfahrt MVV: S7, Bahnhof Ebenhausen-Schäftlarn, von hier 15 Minuten Fußweg (teilweise durch Wald) zum Kloster;

Klostergeschichte

Der Anfang des Schäftlarner Urklosters wird auf das Jahr 762 datiert. In diesem Jahr übereignete der fränkische adlige Grundherr Waltrich sich selbst und seine Siedlung von "Speerschäftern" (sceftilari - Schäftlarn) unweit der "Isure" (die Isar) an den Bischof von Freising, der die erste Kirche des neugegründeten Klosters dem fränkischen Reichsheiligen Dionysius weihte. Waltrich wurde zum ersten Abt des Klosters und machte später noch Karriere in Frankreich in Dijon und als Bischof von Langres.

Strategische Bedeutung hatte das Kloster durch seine Nähe zu der damals noch intakten Römerstrasse über die Alpen. Die herschenden agilofingischen Baiern und über 28 Schenkungen (darunter Schwabing in München und Hesselohe) führten zu einer ersten Blüte des Klosters, die über 200 Jahre währte bis im 10. Jahrhundert das Gesamtumfeld und die Ungarneinfälle zu einem Niedergang führte.

Nach neuester Forschung gilt Kloster Schäftlarn als die wahrscheinliche Heimat der Mönche jener namensgebenden Siedlung "bei den Mönchen", auf die sich die Stadtgründungsgeschichte der bayerischen Landeshauptstadt für das Jahr 1158 beruft.

Im Jahre 1140 errichtete Bischof Otto von Freising dann im Zuge einer Gesamtreform seiner Diözese eine Prämonstratenserpropstei neu. Im Mittelalter vom 12. bis zum 16. Jahrhundert entsteht im Kloster eine große Zahl teilweise prächtig geschmückter Handschriften, von denen sich heute ein Teil in der Staatsbibliothek in München befindet.

Vier Jahre nach der Weihe eines Kirchenneubaus im Jahre 1594 (die Klosteranlage war bei einem Brand 1527 weitestgehend zerstört worden) wurde die Probstei von Papst Clemens VIII 1598 zum Kloster erhoben. In den Jahren 1632, 1645 und 1648 wurde das Kloster durch schwedische Truppen geplündert. Ein weiteres kriegerisch düsteres Datum in der Klostergeschichte ist das Jahr 1705, in dem die Oberländer Bauern und Gebirgsschützen (geschätzte 3000 Personen) vom Kloster aus aufmarschierten, um München von den österreichischen Administration zu befreien. Das ganze endete dann im Massaker der "Sendlinger Mordweihnacht".

Die heutigen Klostergebäude entstanden in einer Bauphase von 1702-1707 als Vierflügelanlage um zwei Innenhöfe und der Klosterkirche als Zentrum, diese entstand von 1710 bis 1760;

In der Säkularisation wurde 1803 die Klosterkirche als Pfarrkirche umfunktioniert, die übrige Klosteranlage war zeitweise Fayencemanufaktur und Mädchenpensionat bis dann König Ludwig I. das Kloster kaufte, und es 1865 als Geschenk an die bayerischen Benediktiner übergab mit der Auflage eine Schule zu gründen. Die Benediktiner führten die Klosteranlage zunächst als Priorat, im Jahre 1910 wurde sie wieder zur Abtei erhoben.

Heute betreibt das Kloster ein Gymnasium, Forstwirtschaft und mehrere Wirtschaftsbetriebe, darunter eine Imkerei und eine Schnapsbrennerei.

Die Abtei liegt am Münchner Jakobsweg zum Bodensee der erst 2003 entstand, und vom Jakobsplatz in München an der Isar entlang auch durch das Kloster Schäftlarn führt.

Klosterkirche

Der heutige Kirchturm entstand im Jahre 1710. Die barocke Kosterkirche selbst wurde, nach dem Abbruch des baufällig gewordenen Vorgängerbaus, in einer ersten Phase von 1733 bis 1740 vom Münchner Hofbaumeister Francois Cuvillies d.Ä. (wikipedia) erbaut. Nach einem Baustop infolge Geldmangel wurde in einer zweiten Bauphase von 1751 bis 1760 die Kirche dann unter dem Hofbaumeister Johann Baptist Gunetzrhainer (wikipedia) und Johann Michael Fischer (wikipedia) fertiggestellt. Die Kirche gilt heute als eine Glanzstunde des bayerischen Rokoko.

Von 1954 bis 1959 wurde die Kirche restauriert, aktuell wird das Deckenfresko der Kirche saniert, das Kircheninnere ist daher komplett eingerüstet.

  • Sehenswürdigkeiten im Kircheninneren sind (unter anderem):
    • Deckenfresko, weitere Fresken und Stuckaturen des Wessobrunner Künstlers Johann Baptist Zimmermann;
    • Hochaltar, Seitenaltäre, Kanzel und Chorgestühl, geschaffen vom Rokokobildhauer Johann Baptist Straub;
    • Die Orgel, der Prospekt stammt aus dem Jahre 1762, das Instrument aus dem Jahre 1996;
Prälatengarten
  • Prälatengarten, Klostergarten unmittelbar südlich der Kirche;
  • Klosterladen: Klosterprodukte, Kunsthandwerk, Weine, Spirituosen, Literatur zu christlicher Spiritualität, Körperpflegeprodukte und Honig aus der eigenen Imkerei;
Öffnungszeiten: Mi. bis Sa. u. Feiertage: 14-17 Uhr; So.: 11-17 Uhr; Info

weitere Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • St. Georg in Hohenschäftlarn, erbaut von 1729 bis 1732 durch den Münchner Maurermeister Johann Georg Ettenhofer unter der Führung des bedeutenden Barockbaumeisters Giovanni Antonio Viscardi (wikipedia);
  • St. Michael in Zell (Ebenhausen), barocke Friedhofskirche, eingweiht am 20.September 1734;
  • Heimathaus der Gemeinde Schäftlarn (Neuchl-Anwesen);
Oberdorf 6, 82069 Hohenschäftlarn; Info;
Öffnungszeiten: Mai bis Okt. jeden 1. Samstag, 14-16 Uhr, Eintritt frei;

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Schäftlarner Konzerte; sechs Musikabende im Jahr in der Klosterkirche, mit renommierten Solisten und dem "Orchester der Schäftlarner Konzerte", zusammengesetzt aus Musikern der großen Münchner Orchester. Info;

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

  • Klosterbräustüberl, Landgasthof, Hotel und Biergarten im Kloster Schäftlarn;
Kloster Schäftlarn 16, 82067 Schäftlarn; Tel.: 08178 / 3694;

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

  • Gymnasium der Benediktiner Klostergymnasium mit Internat, gegründet 1884.
82067 Kloster Schäftlarn, Tel.: 08178 / 7920; Fax: 08178 / 7972; gymnasium@abtei-schaeftlarn.de;

Arbeiten[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Klarkommen[Bearbeiten]

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Vorwahl 08178
Postleitzahl 82067, 82069

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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