Sankt Petersburg

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St. Petersburg, das „Venedig des Nordens“, ist die zweitgrößte Stadt Russlands. Zwischen 1924 und 1991 hieß sie Leningrad.

Blick von der Peter-und-Paul-Festung auf die Isaakskathedrale und die Spitze der Admiralität
Sankt Petersburg · Санкт-Петербург
Oblast Russland     
Einwohner 4,6 Mio
Lage
Lagekarte von Russland
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Sankt Petersburg

Stadtteile[Bearbeiten]

Die Auferstehungskirche

Hintergrund[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der St. Petersburger Flughafen Pulkovo (LED) gehört mit ca. 4 Millionen Passagieren zu den größten Russlands. Es gibt ein Inlandsterminal auf der Südseite des Flughafens und ein internationales Terminal auf der Nordseite. Dies kann unter Umständen zu langen Transferzeiten für Umsteiger führen. Aus dem deutschsprachigem Raum fliegt mehrmals täglich die Deutsche Lufthansa ab Frankfurt und München, Germanwings kommt Köln/Bonn (weitere Umsteigeverbindungen werden angeboten) und Air Berlin hingegen aus Berlin-Tegel. Die Swiss steuert St. Petersburg aus Zürich und Austrian Airlines aus Wien an. Größte russische Fluggesellschaft am Platz ist Rossiya, die auch Flüge zu vielen Zielen in Europa anbietet. Wichtig: Das Visum muss bereits vorhanden sein, sonst darf man in Frankfurt nicht in das Flugzeug nach St. Petersburg steigen.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Ab Berlin-Lichtenberg fahren täglich Züge nach St. Petersburg. Fahrzeit etwa 36 Stunden. Von Helsinki gibt es dreimal täglich eine Verbindung nach St. Petersburg und zurück. Züge von Moskau sind sehr günstig (das Rückfahrticket kostet um die 35 €).

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Eurolines fährt St. Petersburg ab vielen Städten in Deutschland an. Preise um 80 Euro für die einfache Strecke. Von Helsinki aus fahren zum einen dreimal täglich die offiziellen Busse von Matkahuolto und zum anderen zahlreiche inoffizielle Busse (unter anderem von Wojasch), die deutlich billiger (einfache Fahrt für 10 €) und qualitativ nicht schlechter sind. In Helsinki fahren die Busse täglich morgens zwischen 11 und 12 Uhr (um 10 Uhr da sein) am Finnkinokomplex ab. Ankunft und Abfahrt (zwischen 21 und 22 Uhr, um 20 Uhr da sein) in St. Petersburg ist am Ploschtschad Vosstanija (Ecke Ligovskij Prospekt).

Auf der Straße[Bearbeiten]

Von Berlin aus sind es über Danzig, Riga und Pleskau/ Pskow etwa 1600 km. Von Wien geht die 1800 km lange Fahrt über Brünn, Warschau und Kaunas nach Daugavpils und St. Petersburg. Die Grüne Versicherungskarte gilt nicht in Rußland, es muß eine Extra-Versicherung an der Grenze abgeschlossen werden. Stimmt seit dem 01.01.2009 nicht mehr. Die Grüne Versicherungskarte wird anerkannt wenn auf dieser "RUS" nicht durchgestrichen ist. Beim Autoversicherer entsprechend anfordern.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Es gibt unregelmäßg Verbindungen per Kreuzfahrtschiff ab verschiedenen deutschen Ostseehäfen.

Vom ca. 100 km entfernten Hafen Ust-Luga gibt es wöchentlich eine Fährverbindung aus Kiel mit DFDS Seaways. Die Fährüberfahrt dauert 2,5 Tage pro Fahrtrichtung und erfordert sowohl ein Visum als für Individualreisende auch eine Fahrzeugmitnahme.

Mobilität[Bearbeiten]

St. Petersburg hat ein sehr gut ausgebautes Metronetz, wobei die Eingänge in den Untergrund nicht immer einfach zu finden sind. Fahrten bezahlt man mit Jetons zu 28 R, die an den Kassen der Metrostationen verkauft werden und die man vor Fahrtantritt in die dafür vorgesehenen Schlitze an den Sperren einwirft. Man kann anschließend so lange Metro fahren und die Linien wechseln wie man will, da die Jetons so lange gültig sind, bis man das System verlässt. Die Ausschilderung der einzelnen Metrostationen ist immer in der entsprechenden Richtung angeschrieben. Die Russen nehmen es sehr genau mit den reservierten Sitzplätzen für Schwangere und invalide Personen. Also immer aufstehen. Auch Busse und Sammeltaxis sind in St. Petersburg unterwegs. Sie haben jedoch keine festen Haltestellen. Nach Betriebsschluss des öffentlichen Nahverkehrs (gegen 0:30 Uhr) kann man entweder mit einem offiziellen Taxi fahren oder ein Privatauto anhalten. Das ist sehr üblich und es dauert normalerweise keine Minute, bis ein alter Lada (oder vergleichbares Fabrikat) neben einem hält, nachdem man sich bemerkbar gemacht hat. Vorsichtshalber sollte man nicht mitfahren, wenn sich bereits mehr als eine Person im Fahrzeug befindet. Von der Innenstadt zum Park Pobedy kommt man so für 100 R (den Preis verhandelt man vor Fahrtantritt).

Bahn[Bearbeiten]

Strecke: St. Petersburg - Tallinn (Sankt-Peterburg Vitebskij - Tallinn Baltij)
Betreiber: GO Rail
Preis: 638.70 Rubel (Ticket: 282.00 Rubel, Plazkarta: 356.70 Rubel)
gekauft bei: RZD
Datum: 08.09.2007
zusätzliche Informationen: 1.5 Stunden Aufenthalt an Grenze in Ivangorod und Narva.

Tram[Bearbeiten]

Eine Fahrt mit dem seit 1907 existierenden Petersburger Tram kostet 25 Rubel; bezahlt wird beim Schaffner/bei der Schaffnerin ("Konduktor").

U-Bahn[Bearbeiten]

Eine Fahrt mit der Petersburger Metro kostet 25 Rubel. Der Zutritt zu den Zügen ist mit Jetons möglich, welche in die Abschrankungen vor den nach unten führenden Rolltreppen geworfen werden; an vielen Stationen können mit einem 100-Rubelschein bequem 4 Jetons bezogen werden. Daneben gibt es auch Abonnemente verschiedener Gültigkeitsdauer bzw. Anzahl Fahrten, welche sich grob gesagt ab 30 Fahrten zu lohnen beginnen. Man erhält somit eine Magnetkarte.
Einmal zu den Zügen gelangt, sind im Prinzip innerhalb eines Tages beliebig viele Fahrten möglich, solange man das unterirdische Metrosystem nicht verlässt.

Bus[Bearbeiten]

Fahrten mit den Petersburger Bussen oder Marschrutkas kosten typischerweise 10, 12, 14, 16 oder 18 Rubel (meist aber 14 Rubel). Bezahlt wird beim Einstieg entweder direkt beim Fahrer, oder (eher in größeren Autobussen) bei der Ticketverkäuferin.

S-Bahn[Bearbeiten]

S-Bahnen, d.i. elektrische Vorortzüge (sog. "Elektritschkas") fahren zu den Vororten der Stadt bis zu Ortschaften in 150 Kilometer Entfernung. Die Preise sind für westeuropäische Verhältnisse günstig. Beispiele:
Sankt-Peterburg (Finlandskij) - Ladoshskoe Ozero [44 Km]] retour --> 140 Rubel
Sankt-Peterburg (Vitebskij) - Novij Petergof retour --> 96 Rubel

zu Fuß[Bearbeiten]

Seit einigen Jahren sind die Straßenschilder sowohl auf russisch als auf englisch beschriftet, so dass man sich auch als Tourist gut orientieren kann. Die Sehenswürdigkeiten sind jedoch in der Stadt verteilt, so dass man gut zu Fuß sein muß, um diese zu besichtigen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Auferstehungskirche ist nicht nur von außen umwerfend, auch die vielen Mosaike im Inneren der Kirche sind kleine Meisterwerke. Achtung: Eintrittspreis variiert je nach Jahreszeit.

Der Komplex der Eremitage. Von links nach rechts: Eremitage-Theater – Alte Eremitage – Kleine Eremitage – Winterpalast

Das Eremitage im ehemaligen Winterpalast ist nicht nur für Kunsthistoriker sehenswert. Achtung: Jeden 1. Donnerstag (Stand 2006) ist der Eintritt frei. Studenten (auch ausländische) haben immer freien Eintritt (allerdings nur mit Internationalem Studentenausweis). Eintritt für ausländische Erwachsene 350 R. In der Hochsaison kann es je nach Wetter und Andrang rasch zu sehr langen Wartezeiten kommen (bis zu 2 Stunden). Die Wartezeit kann etwas umgehen, wenn man sich einer geführten Tour anschließt. Man erkundige sich vor Ort über Zeit und Preise. Die Touren werden meist in russisch und englisch angeboten. [[1]]

Der Newski Prospekt ist die längste Straße und zugleich auch die Hauptstraße von St. Petersburg. Links und rechts davon gibt es viele kleine Geschäfte und Parks.

Isaaks-Kathedrale
Isaaks-Kathedrale

Die Isaaks-Kathedrale [[2]], welche nach 40 Jahren Bauzeit 1858 vollendet wurde, lässt sich nicht nur von innen besichtigen. Man kann die Kuppel besteigen und oben eine tolle Aussicht auf St.Petersburg genießen.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

Im Gostini Dwor am Newski Prospekt gibt es alles, was das Herz begehrt. Es ist jedoch kein Einkaufszentrum wie man es in Deutschland gewöhnt ist. Man läuft von einem Laden in den nächsten, wie bei einem Rundgang. Das Gebäude ist doppelstöckig und nicht nach Waren sortiert.

Küche[Bearbeiten]

Blini (Pfannkuchen) bekommt man in zahlreichen Kiosken und Schnellrestaurants.

Sehr empfehlenswert ist das georgische Restaurant Ket in der Nähe des Moskauer Bahnhofs (Stremjannaja ulitsa 22). Neben landestypischen Gerichten wie lobio (Bohnenmus) und khinkali (Fleischtaschen) bekommt man auch vorzüglichen georgischen Wein und Wodka (entspricht dem italienischen Grappa). Die Preise für ein Hauptgericht liegen bei 250 bis 300 R.

Nachtleben[Bearbeiten]

Gerade im Sommer, spezielle während den "weißen Nächten" scheint die ganze Stadt bis spät in die Nacht unterwegs zu sein. Ein Highlight ist um 01.30 Uhr das Hochziehen diverser Newabrücken. Die ersten zwei, Blagoweschenskij-Brücke und Litejnyj-Brücke werden um 01.25 Uhr hochgezogen, gefolgt von der Troizkij-Brücke um 01.35 Uhr. Man beachte das Spektakel von der "richtigen" Seite zu beobachten, da die Bürcken für 2-3 Stunden hochgezogen bleiben und man gegebenenfalls nicht in die eigene Unterkunft zurück kann...

Unterkunft[Bearbeiten]

Das Hostel "All Seasons" (IYHF) ist sehr einfach, aber im Großen und Ganzen sauber. Es liegt im Süden der Stadt in der Nähe der Metrostationen Park Pobedy und Elektrosila. Übernachten kann man hier bereits für 4,50 € im Winter und für 8,50 € im Sommer.

  • Friends hostels, Vier Standorte: Griboedov Kanal, Newskij Prospekt, Bankovsky pereulok und Vosstania Straße, +7 812 331 77 99, E-Mail: . From 400 rubles per person. Benannt nach dem berühmten TV-Show, wurde die Hostel-Kette "Friends" von Lonely Planet Stadtführer überprüft und als makellos Schlafsälen, tolle Lage und sehr hilfsbereites Personal haben.

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

St. Petersburg eilt der Ruf nach, ein gefährliches Pflaster zu sein. Dieser ist jedoch nur teilweise berechtigt.

Die Mafia interessiert sich nicht für Touristen (zumindest nicht direkt). Das größte Ärgernis sind Taschendiebe, die wie in anderen Großstädten auch vor allem auf belebten Straßen (Newskij Prospekt) und in der Metro zuschlagen. Man sollte seine Wertgegenstände daher soweit möglich sicher am Körper verstauen und wachsam sein.

Es gibt allerdings durchaus auch Gewaltkriminalität und insbesondere nachts ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten.

St. Petersburg ist stark vom auffachenden Rassismus in Russland betroffen. Die Zahl fremdenfeindlich-motivierter Übergriffe auf Ausländer steigt.

Insbesondere Farbige, Araber oder Menschen kaukasischer Abstammung sollten zu später Stunde die Metro meiden sowie ihren Aufenthalt generell auf die Innenstadt fokussieren.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Klarkommen[Bearbeiten]

  • Die Touristeninformation befindet sich bei der Eremitage, nicht mehr am Newskij Prospekt 41.

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Die Hauptpost von St. Peterburg befindet sich in der Potschtamtskaja ulica, 9 in einem schönem Gebäude, nur wenige Gehminuten von der Isaaks-Kathedrale. Von Liebhabern von Briefmarken können dort auch russische Sonderbriefmarken für den Postversand gekauft werden. An anderen Orten in St. Petersburg sind Briefmarken dagegen schwer zu bekommen.

Ausflüge[Bearbeiten]

Ein Lohnenswerter Ausflug ist der Besuch des Katharinenpalastes [3] in Zarskoje Selo (vor einigen Jahren hieß der Ort noch Puschkin), ca. 26 Kilometer südlich von St.Petersburg. Die ganze Anlage hat nebst dem Katharinenpalast mit dem Bernsteinzimmer mehrere weitere schöne Gebäude, die sich über einer riesigen Parkanlage mit kleinem See erstrecken. Man zahlt einen Eintrittspreis für die Parkanlage und weiter Eintrittspreise für die meisten anderen Gebäude. Der Ausflug beansprucht mindestens einen halben Tag. Will man in der Hochsaison bei schönem Wetter das Bernsteinzimmer besichtigen ist mit einer langen Wartezeit (1-2 Stunden) zu rechnen. Evtl. lohnt sich in diesem Fall eine geführte Tour, welche dann teurer ist als der Eintrittspreis. Nährer Informationen über Eintrittspreise und Öffnungszeiten entnimmt man der offiziellen Website (russisch/englisch): [4] Auf dieser Website ist auch die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut beschrieben.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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