Rumänien

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Rumänien ist ein Staat in Südosteuropa, der am Schwarzen Meer liegt. Rumänien grenzt an Bulgarien, Serbien, Ungarn, die Ukraine und Moldawien. Rumänien ist Mitgliedsstaat der Europäischen Union.

Lage
Karte von Osteuropa mit hervorgehobener Lage von Rumänien
Flagge
Flagge von Rumänien
Kurzdaten
Hauptstadt: Bukarest
Staatsform: Republik
Währung: Lei (RON), (gültig bis 30.12.2006: ROL)
Fläche: 238.000 km²
Bevölkerung: 22,4 Mio.
Sprachen: Rumänisch (Amtssprache), Ungarisch, Deutsch
Religionen: Rumänisch-Orthodox 87%, Katholiken, Protestanten
Stromnetz: 220V/ 50Hz
Telefonvorwahl: +40
Internet TLD: .ro
Zeitzone: UTC+2

Regionen[Bearbeiten]

Rumänien ist ähnlich wie Frankreich in viele kleine Verwaltungseinheiten (Judeţe) gegliedert. Reisende orientieren sich aber am besten an den historischen Regionen:

Städte[Bearbeiten]

Karte von Rumänien

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige visafrei mit Reisepass oder Personalausweis möglich.

Flugzeug[Bearbeiten]

Rumänien hat folgende internationale Flughäfen:

Blue-Air, ein low-cost Carrier, fliegt dreimal die Woche aus Deutschland von Frankfurt-Hahn nach Bukarest-Baneasa. Mit dem Billigflieger Wizzair kann man von Tirgu Mures über Budapest nach Deutschland (EasyJet) fliegen. Ebenso bietet Wizzair die Strecke CLUJ-NAPOCA - DORTMUND, TIRGU MURES - DORTMUND sowie HENRI COANADA - DORTMUND und umgekehrt dreimal wöchentlich an. Air Berlin fliegt täglich aus vielen deutschen Städten nach Bukarest, meist mit Zwischenlandung in Wien.

Bahn[Bearbeiten]

Bahnfahren ist in Rumänien sehr günstig, aber auch nicht besonders schnell. Alle größeren Ortschaften sind an das Bahnnetz angeschlossen. Zwischen den Großstädten verkehren zahlreiche Schnellzüge. Die Kategorien sind:

  • Personal (P) - Sehr langsam, hält überall.
  • Accelerat (A) - Der Eilzug.
  • Rapid (R, RI) - Der Schnellzug.
  • Expres (IC, EC) - Empfehlenswert, da nicht nur relativ zügig, sondern auch mit modernen Waggons ausgestattet.

Der EN "Ister" zwischen Budapest und Bukarest wird als Rapid behandelt.

Für Rumänien ist das InterRail-Ticket ein schlechter Kauf, da die Fahrkarten ohnehin so günstig sind. InterRail lohnt sich erst, wenn außer Rumänien noch weitere Länder besucht werden und/oder man sich das ständige Kaufen von Einzelfahrscheinen ersparen will. Alle schnelleren Züge sind aufpreispflichtig.

Für alle Züge außer Personal sind Platzkarten nötig. Diese kauft man in sogenannten "Agentie de Voiaj" (C.F.R.) oder am Bahnhof, allerdings bekommt man die Tickets dort erst kurz vor Abfahrt. Meist ist nur ein bestimmtes Kontingent vorhanden, daher ist es ratsam, die Tickets frühzeitig zu kaufen.

Wer des Rumänischen mächtig ist, findet nähere Informationen unter diesem Weblink.

Bus[Bearbeiten]

Zwischen den größeren Städten und nach Westeuropa besteht mittlerweile ein dichtes Netz an Busverbindungen privater Anbieter.

Kleinere Ortschaften sind hingegen mit dem Bus oft sehr schwer zu erreichen.

Auto[Bearbeiten]

Zu beachten ist, dass in Rumänien Überlandstraßen (auch nicht-Autobahnen) mautpflichtig sind. An der Grenze muss man eine Vignette, die so genannte Rovinieta, kaufen. Wird man unterwegs oder bei der Ausreise ohne Vignette erwischt, zieht das hohe Strafen nach sich. In der Vergangenheit kam es öfter vor, dass "nette" Grenzbeamte ausländische Fahrzeuge an der Verkaufsstelle der Vignette einfach vorbeigelotst haben ("Deutsche dürfen vor", zwinker!), damit dann die Kollegen bei der Ausreise die Strafe (oder ein Schmiergeld) kassieren können.

Schiff[Bearbeiten]

Theiss, Muresch, Siret, Pruth und Donau sind die schiffbaren Flüsse Rumäniens. Vor allem die Donau und der Donau-Schwarzmeer-Kanal werden vom Schiffsverkehr nach der Reparatur der serbischen Kriegsschäden wieder rege in Anspruch genommen. Schiffahrten auf der Donau und vor allem ins Donau-Delta sind beliebt.

Mobilität[Bearbeiten]

Eigenes Fahrzeug[Bearbeiten]

In Rumänien gilt gelten im Strassenverkehr 0 Promille. PKW und Wohnmobile sowie LKW müssen auf Nationalstraßen und Autobahnen Maut bezahlen. Diese wird über eine (mittlerweile virtuelle) Vignette erhoben. Für PKW kostet die Wochenvignette 3 Euro, die Monatsvignette 7 Euro, die 3-Monatsvignette 13 Euro und die Jahresvignette 28 Euro. Motorräder sind mautfrei unterwegs. Die Vignette ("Rovinieta") kann man an Tankstellen. Postämtern oder auch online erwerben. Der Zahlungsbeleg muss aufgehoben werden, da er bei Kontrollen vorzuweisen ist.

Achten Sie unbedingt auf die Gültigkeit der Vignette, es drohen Geldstrafen bis 150 Euro, wenn keine gültige Vignette vorliegt. Seit Ende 2006 ist auf Freilandstraßen das Fahren mit Ablendlicht auch tagsüber Pflicht, desweiteren muss man neben Autoapotheke und Pannendreieck auch einen Feuerlöscher und Reserveglühbirnen im Auto mit sich führen. Die Strafen bei Verkehrsdelikten haben sich drastisch erhöht, man sollte sich daher an die Regeln halten. Polizeikontrollen sind insgesamt recht häufig.

Tips zum Verhalten im Strassenverkehr[Bearbeiten]

Dem Reisenden mit dem Auto wird schnell auffallen, dass der Straßenverkehr viel dynamischer und rauher ist als in Deutschland. Wenn man vom Gegenverkehr per Lichthupe angeleuchtet wird, sollte man sich freundlich per Handzeichen bedanken und darauf warten, dass auf der Strecke vor einem ein Polizist ist.

Fahrten im Dunkeln sollten vermieden werden, da zahlreiche Fahrzeuge ohne Licht oder mit nur unzureichendem Licht unterwegs sind. Auch auf Fernstraßen gehören Pferdefuhrwerke zum alltäglichen Bild. Insgesamt muss im Straßenverkehr mit allem gerechnet werden, also unbeleuchtete Fahrzeuge jeder Art, auch Kutschen und landwirtschaftliche Großgeräte ohne Beleuchtung, Fußgänger, Hunde u.a.m. mit insgesamt eher unberechenbarem Verkehrsverhalten. Der Fahrstil in Rumänien ist in der Regel chaotisch und Verkehrsregeln werden oft ignoriert. So kann es durchaus vorkommen, dass einem Fahrzeuge auch nachts und unbeleuchtet in einer Einbahnstraße als Geisterfahrer entgegenkommen! Außerdem kommt es vor, dass Unfallverursacher handgreiflich werden! Man sollte daher immer vorsichtig fahren und im Falle eines Unfalls immer die Polizei benachrichtigen. Bei der Ausreise an der Grenze kann es bei nicht polizeilich aufgenommenen Unfallschäden sonst zu Problemen kommen.

Inzwischen hat sich die Situation insofern gebessert, dass es für alle Fahrzeuge eine Haftpflichtversicherung gibt (Aussage gilt mit Vorbehalt!). Im Falle eines Unfalls kommt Fahrerflucht jedoch immer noch vor und besonders nachts ist das Eintreffen der gerufenen Polizei und Krankenwagen erst nach 30 Minuten oder länger zu erwarten. Dies gilt zum Teil auch für große Städte.

Bei einer Anhaltung durch die Polizei muss die Warnblinkanlage eingeschaltet werden! Weiterhin sollte man immer genau zuhören oder sich anders verständigen. Ein Aufenthalt im Revier, auch bei einer einfachen Unfallaufnahme, kann durchaus einen ganzen Tag in Anspruch nehmen. Strafzettel lassen sich auch in Euro begleichen, daher ist es ratsam Euronoten mit sich zu führen.

Straßenzustand[Bearbeiten]

Die Europastraßen sind mittlerweile in einem passablen Zustand, der Verkehr besonders auf den Transitstrecken jedoch höllisch. Die gilt besonders für die Strecke von Arad nach Sibiu auf der sehr viel Schwerlastverkehr unterwegs ist. Das Autobahnnetz befindet sich erst im Aufbau, es existieren bisher knapp 235 km Autobahnen die A1 von Bukarest nach Pitesti (113 km), geplant ist diese über Sibiu-Deva-Timisoara-Arad über Nadlac nach Ungarn zu erweitern, die A2 von Bukarest nach Fetesti (120 km) die Fertigstellung bis Constanza (220 km) wurde Sommer 2012 fertiggestellt. Desweiteren ist die Autostrada Transilvania A3 in Bau und gilt als das momentan größte Infrastruktur-Projekt in Europa. Sie wird über (415 km) Brasov-Sighisoara-Cluj-Oradea-Bors mit Ungarn verbinden. Die Fertigstellung ist 2013 geplant. An der Karpaten-Autobahn der Verlängerung der A3 von Brasov bis Bukarest (174 km) wird gearbeitet. Die Fertigstellung hätte 2010 sein sollen, läßt aber auf sich warten. Die Landstraßen sind oftmals eher eine Piste als eine Straße.

Die meisten Straßenschilder sind nicht wie in Deutschland aus einem reflektierendem Material, sondern einfacher. Das heißt bei Dunkelheit kann es vorkommen, dass man schnell ein solches übersieht. Des Weiteren sollte jedem klar sein, dass es in Rumänien weniger Straßenschilder gibt, als in Deutschland, die Beschilderung auf Landstraßen ist aber ausreichend. Es gilt also der Grundsatz, "Wo 40 steht, wird 40 gefahren!"

In den großen Städten kommt es oft zu Staus und es wird äußerst temperamentvoll gefahren, jenseits davon sind Staus o.ä. jedoch eine Seltenheit.

Kraftstoff[Bearbeiten]

Es gibt wie in Mitteleuropa Diesel ("Motorina"), Superbenzin ("Premium 95") und Super Plus ("Premium 98" bzw. "Premium 100"). Man wird in der Regel betankt. Nur zum Zahlen muss man aussteigen. Der Tankwart ist meist ein sehr hilfsbereiter Mensch. In der Zeit, wo man bezahlt, putzt dieser die Autoscheiben und wenn man freundlich auf die Reifen zeigt, macht er auch den Luftdruck. Man sollte aber daran denken, dass man ihm oder ihr eine Kleinigkeit zusteckt. Taktisch sollte dazu geraten werden, das vor dem Verlassen des Fahrzeuges zu tun. Schließen sie ihr Fahrzeug dann aber auch unbedingt ab, selbst wenn sie nur wenige Sekunden weg sind.

Taxi[Bearbeiten]

Taxifahren ist deutlich günstiger als in Deutschland. Oft liegt der offizielle Tarif bei umgerechnet nur 30 bis 50 Cent pro Kilometer. Es wird geraten nur offizielle Taxis zu verwenden. In vielen Städten haben diese auch die Tarife angeschrieben, an die sich die Taxifahrer auch halten. Man sollte sich aber eine Karte des Hotels mitnehmen, da der Fahrer dann besser weiß, wo man hin möchte. Bei Taxis kann man eventuell etwas sparen, wenn man in Euro bezahlt, man sollte aber in jedem Falle das Taxameter im Auge haben.

Fahrrad[Bearbeiten]

Ein Fahrradurlaub in Rumänien ist natürlich noch etwas abenteuerlich, aber durchaus möglich. Auf bikeromania.de sind umfangreiche Informationen und Literaturhinweise zum Radfahren in Rumänien zu finden. Bikeromania ist eine deutsche Privatiniative zur Förderung des Radtourismus im Lande. Ziel ist es, dem recht armen Land zusätzliche zukunftsfähige Einkommensquellen zu erschließen.

Das fahren auf normalen Landstraßen ist nicht zu empfehlen, da es im Regelfall keinen Radstreifen gibt. Mit einer sehr guten Karte lassen sich aber Schleichwege z.B. durch Transilvanien finden die extrem schön sein können.

Sprache[Bearbeiten]

Anders als bei den meist slawischen Sprachen der umliegenden Länder handelt es sich beim Rumänischen um eine romanische Sprache, verwandt mit dem Französischen, Spanischen und Italienischen. Die Bedeutung einfacher Sätze oder einzelner Begriffe lässt sich so für Sprachkundige leicht erraten. Im Norden Rumäniens, in Siebenbürgen, finden sich gelegentlich deutsche Sprachinseln. Man bezeichnet die deutschen Einwanderer als "Sachs" oder "Sachsen". Daher kann die Frage einem immer begegnen, dass man als Sachse gilt. Es sollte dennoch klar sein, dass die deutschen Einwanderer z.B. aus dem Gebiet der Karpaten, eigentlich mehr aus dem Niederrheingebiet kommen. Allgemein sind grundlegende Englischkenntnisse bei jüngeren Leuten vorhanden.

Die rumänische Bevölkerung ist normalerweise Reisenden gegenüber sehr hilfsbereit. Allerdings ist in ländlichen Gebieten mit Analphabetismus zu rechnen. Somit ist es nicht immer angebracht, mit einer Landkarte den Einheimischen zu fragen versuchen, wo ein bestimmter Ort liegt. Ein Rumänisch-Wörterbuch kann recht hilfreich sein. Deutsch sprechen zu versuchen kann nicht schaden, viele Rumänen sprechen ein paar Worte. Besonders im Banat und Siebenbürgen, wo manche Orte sogar nur deutsche Namen haben (Nitschdorf, Liebling usw.)

Kaufen[Bearbeiten]

Das Preisniveau in Rumänien ist für im Lande hergestellte landwirtschaftliche Produkte, Obst und Gemüse, Tiere, Wein und Dienstleistungen recht niedrig. Es gibt starke Preisunterschiede zwischen Stadt und Land! Beispielsweise kostet im Dorfcafé ein Espresso circa 50 Cent (Preisstand Juli 2005). Märkte finden in Städten fast täglich statt, wo man frisches Gemüse und Obst aus der Umgebung bekommt. Importierte Waren sind teilweise teurer als in Westeuropa. In ländlichen Gegenden gibt es überwiegend kleine Tante-Emma Läden. Größere Lebensmittel-Märkte gibt es in Städten. Metro, Real, Kaufland, Penny, Plus und andere in Deutschland nicht bekannte wie Carrefour, Cora, Intermarché, Billa, nur um einige zu nennen, sind vertreten. Desweiteren entstehen oder gibt es in den größeren Städten, riesige Mehrstöckige-Einkaufszentren ab 30000 qm Fläche, da die Konkurrenz recht gering ist, sind die Preise auch recht hoch. Trotzdem kann ich jeden nur empfehlen sich mal so ein Einkaufszentrum (Mall) anzusehen, die "Julius-Mall" in Timisoara ist auf jedenfall sehenswert.

Am 1. Juli 2005 wurde die Landeswährung ROL ("Lei vechi" - alte Lei) durch die neue Währung RON ("Lei noi" - neue Lei) ersetzt, wobei vier Nullen gestrichen wurden. Obwohl die Umstellung schon einige Zeit her ist, rechnen weite Teile der Bevölkerung immer noch in der alten Währung. Das führt gelegentlich zu Verwirrungen, wenn jemand beispielsweise als Preis "100" sagt, damit "100.000 ROL" meint, womit er sagen will, daß es 10 RON kostet. Gegenüber Ausländern werden Preise zwar meist in RON genannt, wenn ein Preis allerdings absurd hoch erscheint, sollte man nachfragen.

Geld[Bearbeiten]

Es ist günstiger, mit Banknoten (Euro oder Dollar) einzureisen und diese bei Wechselstuben zu tauschen, als Geld am Bankautomaten zu ziehen. Viele Banken arbeiten mit recht großen Spannen und Gebühren (auch dann, wenn sie in Deutschland gebührenfreies Abheben versprechen).

Küche[Bearbeiten]

Die rumänische Küche ist zugleich traditionsreich und voller Einflüsse aus der bewegten Geschichte des Landes: Mit Ungarn hat man den Gulasch (heißt in Rumänien "tocanà") und die gefüllten Paprika gemein, mit Griechenland die Weinblätterröllchen ( oder auch aus frischen oder milchsauren Weisskohlblättern mit Füllung gerollten "sarmale", das Auberginenmus ("vinete"), Creme von gegrilltem Gemüse ("zacuscà") und die Schafskäsegerichte, mit der Türkei die sauren Suppen ("ciorbe") und die auf Honig basierenden Süßspeisen wie "baclava" und "sarailie".

Zu den meisten rumänischen Gerichten passen die vielfältigen Weine, die im Land wachsen und von den Abertausenden von Kleinproduzenten vor allem im Herbst und Winter sehr günstig zu erwerben sind.

Die im Land gebrauten Biere sind nicht zu unterschätzen, da diese wie die restliche Küche sehr von unterschiedlichen Einflüssen beherrscht wird. Was einen deutschen Biertrinker etwas überraschen wird sind die Bierflaschen. Hier gibt es nicht nur die in Deutschland üblichen 0,5 l Flaschen, sondern auch 2 l Flaschen.

Beliebtester Likör ist die "visinatà" auf Sauerkirsch-Basis, berühmtester Schnaps die "tuicà" (gesprochen: zuika) oder "palincà" aus Pflaumen oder Treber. Die beiden letztgenannten werden oft von der ländlichen Bevölkerung in Eigenregie hergestellt und sind nicht für jeden verträglich.

Gerade bei der älteren Landbevölkerung ist es Brauch ein Gläschen zur Mahlzeit zu nehmen. Lassen sich sich ruhig darauf ein, gerade die "tuicà" ist eine Wohltat. Aber nicht zu viel, da in Rumänien die 0,0-Promillegrenze gilt.

In Lokalen ist darauf zu achten, dass es meist nicht möglich ist getrennt zu bezahlen. Abgerechnet wird pro Tisch, daher kann man sich diese Frage oft sparen.

Man sollte sich im Übrigen darauf einstellen, dass man mehr als eine Bedienung hat. In der Regel werden Bestellung und Bedienung von unterschiedlichen Personen gemacht. Das Nachordern sollte daher nur bei der Bedienung gemacht werden, bei der vorher schon bestellt wurde. Außerdem sollte man die Gesamtsumme des Verzehrten im Auge behalten, denn gerne wird mal eine Cola zu viel angerechnet oder die Preise auf der Rechnung einfach teurer angegeben als auf der Speisekarte - also: Nachrechnen!

Nachtleben[Bearbeiten]

Die Musik wird wie die Küche sehr von vielen unterschiedlichen Einflüssen beherrscht.

Als deutschprachiger Tourist sollte man immer eine Rammstein-CD dabei haben. Gerade die Jüngeren werden oft nach Übersetzungen fragen.

In Diskotheken oder anderen Lokalen wird einem sehr schnell auffallen, daß die Rumänen wissen wie man feiert. Es gibt selten solch ausgelassene Stimmung wie in den Beachclubs in Constanta.

Für Punks oder Gothics sei anzumerken, dass es davon in Rumänien recht wenige gibt. Zumindest wird dort nicht der gleiche Modekult betrieben, wie in Deutschland.

Vor zufälligen "Damenbekanntschaften" sollte aber gewarnt werden.

Tipp: Alkohol aus Rumänien ist gut und preiswert. Der Rest meist sehr teuer. Taxifahren ist im übrigen billiger als in Deutschland. Man sollte sich aber eine Karte des Hotels mitnehmen, da der Fahrer dann besser weiß, wo man hin möchte.

Unterkunft[Bearbeiten]

In jeder größeren Stadt gibt es Hotels in allen Preisklassen. Im Rest des Landes findet sich mittlerweile ein dichtes Netz kleiner und größerer Pensionen und Unterkünfte bei Privatpersonen.

Lernen[Bearbeiten]

Die meisten Rumänen erwerben nach zwölf Jahren die Hochschulreife und sehr viele von ihnen studieren auch. Bukarest, Klausenburg, Timisoara und Iasi verfügen über Universitäten, die auch Bachelor- und Master-Studiengänge anbieten. Ausländische Studierende müssen in der Regel Studiengebühren zahlen, die allerdings zum Glück nicht mit denen angelsächsischer Länder vergleichbar sind.

Arbeiten[Bearbeiten]

Das Durchschnittsgehalt liegt in Rumänien bei 950 Lei das sind etwa 280 Euro Netto/ Monat. Dabei gibt es starke Schwankungen: die höchsten Durchschnittslöhne haben die Bank- und Versicherungsangestellte 840 Euro Netto/ Monat, der niedrigsten Lohn wird in der Holzverarbeitung bezahlt 161 Euro Netto/ Monat. Der gesetzliche Mindestlohn liegt bei knapp etwas über 100 Euro im Monat. Rumänien ist eines der ärmsten Länder der Europäischen Union. (Alles Stand 2006)

Feiertage[Bearbeiten]

01.12. Nationalfeiertag Der Nationalfeiertag der Rumänier, ist vergleichbar mit dem Nationalfeiertag in Deutschland.

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Wahrscheinlichkeit, in Rumänien Opfer einer Straftat zu werden, ist kaum höher als in Westeuropa. Das Land kann als sicheres und gastfreundliches Reiseland bezeichnet werden. Wer der Landessprache nicht mächtig ist, wird des Öfteren übers Ohr gehauen. Reisende sollten die gleiche Vorsicht walten lassen, wie auch in anderen Ländern. Lass keine Wertsachen in Autos, auch kein Autoradio. Vertraue keinen Fremden, auch wenn diese sich als "Freunde" oder "Reiseführer" anbieten. Diebstahldelikte sind relativ häufig. Allein reisende "Herren" sollten besondere Vorsicht bei spontanen "Damenbekanntschaften" walten lassen. Des Weiteren sollte auf keinen Fall auf der Straße Geld gewechselt werden, egal wie gut der Kurs ist, die Chance betrogen zu werden ist extrem hoch. In Städten gibt es überall offizielle Wechselstuben oder Banken zu guten Kursen ohne Kommission.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Für Rumänien sind Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A empfohlen, aber nicht zwingend. In Bukarest sollte man vom Genuss großer Mengen Leitungswasser absehen. Vorsicht bei Eis im Straßenverkauf! Medikamente bzw. Hausmittel (Solletti und Cola) gegen Durchfall kann man mitnehmen oder natürlich auch vor Ort kaufen.

Klima[Bearbeiten]

In Rumänien herrscht ein gemäßigtes Kontinentalklima. Die Sommer sind in der Regel sehr heiss, teilweise bis 40 Grad Celsius. Die Winter meist sehr kalt mit Temperaturen bis zu 25 Grad unter Null.

Respekt[Bearbeiten]

Sollte man in jedem Land gegenüber den Menschen mitbringen, auch nicht anders in Rumänien.

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Internetcafés sind mittlerweile auch in kleinen Orten anzutreffen und kosten pro Stunde ab 2 RON. Zum Teil können in Hotels Computer mit Internetanschlüssen gratis verwendet werden, auch WLAN ist in Hotels und Kaffeehäusern weit verbreitet.

Für Benutzer eines Mobiltelefons kann sich das Erwerben einer SIM-Karte eines rumänischen Mobilfunkbieters rasch lohnen, da die Roaminggebühren oft ein mehrfaches ausmachen (betrifft vor allem schweizerische Mobilfunkanbieter). Vorausgesetzt, das eigene Handy ist SIM-lock-frei. Für etwa 17 RON erhält man zum Beispiel bereits eine neue SIM-Karte mit ca. 50 Gesprächsminuten auf das gesamte nationale Fest- und Mobilnetz. Eine Registrierung der Personalien wird nicht verlangt und das Prozedere in einer Filiale dauert nur wenige Minuten (Stand April 2011).

Literatur[Bearbeiten]

Zwei interessante Artikel über Rumänien sind im Frühling 2008 in der schweizerischen Zeitschrift Das Magazin veröffentlicht worden. www.dasmagazin.ch Kostenlos im Archiv nachzulesen (Schlagwort Bukarest; Bukarester Szenenleben [1] und Rumänien; Dracula wohnt nicht mehr hier [2]).

Weblinks[Bearbeiten]

Artikelentwurf Dieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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