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Palenque

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Die Maya-Ruinenstadt Palenque liegt in Chiapas und ist nicht nur irgendeine Ruinenstadt der Mayas. Gut erreichbar und touristisch erschlossen liegt diese traumhaft im Regenwald an einem Berghang. Die auch innerhalb der Maya-Welt einmalig schöne Architektur und zahlreiche gut erhaltene Reliefs fügen sich dabei so gut in die Landschaft, dass selbst ein Rundgang ohne jegliche Vorkenntnisse zum lohnenswerten Pflichtprogramm einer Mexikorundreise gehört. Dabei ist die Stadt Ursprungsort zahlreicher spektakulärer Entdeckungen oder Legenden. Bis heute finden hier renommierte Archäologen wie Nikolai Grube oder Pseudo-Wissenschaftler wie Erich von Däniken Quellen und Indizien für ihre Theorien.

GranPlazaFromTempleCrossPalenque.JPG
Palenque
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Lage
Lagekarte von Mexiko
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Palenque

Hintergrund[Bearbeiten]

Hieroglyphe der Stadt Palenque

Die Ruinenstadt Palenque und der gleichnamige Ort liegen im Hochland von Chiapas am Rio Usumacinta. Die Tempelstadt wird durchzogen von einem System von Wasserkanälen, über denen die Gebäude errichtet wurden.

Aufstieg und Fall einer Metropole[Bearbeiten]

Königsfolge in Palenque (Diese konnte bis heute noch nicht vollständig ermittelt werden)
  • U-Ch'ix-K'an (um 993 v. Chr.) wahrscheinlich fiktiv

(...)

  • K'uk Balam (431 n.Chr. bis 435 n.Chr.)
  • Kasper (435 n.Chr. bis 487 n.Chr.) echter Name unbekannt
  • Butz'aj Sak Chiik (487 n.Chr. bis 501 n.Chr.)
  • Ahkal Mo' Naahb I. (501 n.Chr. bis 524 n.Chr.)
  • K'an Joy Chitam (529 n.Chr. bis 565 n.Chr.)
  • Ahkal Mo' Naab II. (565 n.Chr. bis 570 n.Chr.)
  • K'an Balam I. (572 n.Chr. bis 583 n.Chr.)
  • Yohl Ik'nal (583 n.Chr. bis 604 n.Chr.) erste Herrscherin
  • Aj Ne Ohl Mat (605 n.Chr. bis 612 n.Chr.)
  • Sak-K'uk (612 n.Chr. bis 615 n.Chr.) zweite Herrscherin
  • K'inich Janaab' Pakal I. (615 n.Chr. bis 683 n.Chr.)
  • K'inich Kan Balam II. (684 n.Chr. bis 702 n.Chr.)
  • K'inich K'an Joy Chitam II. (702 n.Chr. bis 711 n.Chr)
  • Xok (711 n.Chr. bis 721 n.Chr.) Statthalter aus Toniná
  • K'inich Ahkal Mo' Naab III. (721 n.Chr. bis 736 n.Chr.)
  • K'inich Janaab Pakal II. (um 742 n.Chr.)
  • K'inich Kan Balam III. (um 751 n.Chr.)
  • K'inich K'uk Balam II. (764 n.Chr. bis 783 n.Chr.)
  • Wak Kimi Janaab Pakal III. (Um 799 n.Chr.)

Der Legende nach wurde bereits im Jahre 993 v.Chr. der erste Herrscher geboren, die frühesten Siedlungsspuren weisen jedoch auf das 4. Jahrhundert v. Chr. hin. Über die Anfänge der Stadt ist wenig bekannt. Doch als im Jahre 431 n.Chr. der König K'uk' B'alam I. die Bildfläche betritt ist die kleine Siedlung schon zur Stadt gereift. Dieser erste bekannte König nannte sich weiterhin auch als Herr von Toktan. Ein Titel, den noch weitere frühe Könige tragen sollten. Theorien über diesen Titel weisen auf eine weitere Stadt im Herrschaftsbereich dieser Dynastie oder auf die schon früh erbaute Escondido Gruppe hin, die etwa 2km vom Stadtzentrum entfernt liegt. Der Name des alten Palenques lautete übrigens Lakamha’.

Nun folgte in lückenloser Reihe ein König dem anderen und Palenque stieg zur regionalen Macht auf, die das gesamte westliche Gebiet um das Mündungsgebiet des Rio Usumacintas kontrollierte. Dadurch hatte man die Kontrolle über eine der wichtigsten Handelsrouten der Maya-Region. Zudem verlief ein Großteil des Handels zwischen Zentral-Mexiko und der Maya-Region durch den Herrschaftsbereich. Um sich diese Region vor anderen Großmächten zu sichern, schloss man ein Bündnis mit Tikal. Doch als dieses von Calakmul und Caracol 562 n.Chr. geschlagen und besetzt wurde fehlte die Schutzmacht. Und so sollte es nicht lange Dauern bis im Jahre 599 Calakmul gegen Palenque in den Krieg zog und die Stadt zerstörte. Zwölf Jahre später (611 n.Chr.) folgte ein zweiter Angriff, dem nahezu die ganze Oberschicht von Palenque zum Opfer fiel. Der Schlag saß tief und die Königsfolge wurde unterbrochen.

Mittlerweile glaubt man, dass die Stadt einige Jahre von Sak-K'uk' einer Königin regiert wurde, bis im Jahre 615 n.Chr. ihr damals 12 Jahre alter Sohn K'inich Janaab' Pakal I. auf den Königsthron gehoben werden konnte. Dieser schaffte das Unmögliche und stabilisierte die Stadt als regionale Macht. Doch hatten einige Städte in der Region über die Zeit einen eigenen Machtbereich gegründet. So entführte die Stadt Piedras Negras 628 n.Chr. einen Adligen aus Palenque. Doch an erster Stelle ist hier das mit Calakmul verbündete Yaxchilán zu nennen. Denn diese Stadt griff im Jahre 654 n.Chr. Palenque an und fügte Ihr eine schwere Niederlage zu. Doch der Stabilität der Stadt tat dieses keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil war die Stadt sogar in der Lage, dem von den Truppen von Dos Pilas aus Tikal vertriebenen König Nuun Ujol Chaak im Jahre 657 n.Chr. Asyl zu gewähren. In den folgenden Jahren sorgte K'inich Janaab' Pakal I. durch gezielte Angriffe auf kleinere Verbündete von Calakmul für Ruhe und baute die Stadt entscheidend aus. So fallen der Bau von großen Teilen des Palastes und der komplette Bau des Templo Olvidado in die Regierungszeit des Königs. Als sich der Tod des Königs abzeichnete, begann man mit dem Bau des Tempels der Inschriften. Im Jahre 683 n.Chr. starb dieser und übergab das Zepter an seinen Sohn K'inich Kan Balam II. der den Tempel der Inschriften vollendete und in diesem seinen Vater beerdigte. Weiterhin ließ er die Kreuzgruppe bauen, die als eine der schönsten der Maya-Welt gelten. Politisch konnte 687 n.Chr. die aufstrebende Stadt Toniná in die Schranken gewiesen und deren König getötet werden. Wiederum hatte Palenque die Macht über den gesamten Westen der Maya-Welt erlangt.

Doch schon 10 Jahre später erstarkte Toniná erneut und überfiel Palenque in den Jahren 692 n.Chr und 696 n.Chr. Im Jahre 702 folgte nach dem Tod von K'inich Kan Balam II sein Bruder K'inich K'an Joy Chitam II. als nächster König auf den Thron. Im Jahre 711 kam es erneut zu einem Überfall von Toniná. Und dieses Mal gelang es den Truppen den König von Palenque gefangen zu nehmen. Es wurde von Toniná ein Stadthalter namens Xok installiert, der jegliche Königsfolge unterband. Erst als im Jahre 721 n.Chr. der alte König starb, konnte aus einer Nebenlinie ein neuer König namens K'inich Ahkal Mo' Naab' III. auf den Thron folgen. Danach begann ein rascher Abstieg der Stadt, der bisher nicht erklärt werden konnte. Die Aufzeichnungen werden spärlich. Im Jahre 742 n.Chr. verheiratete ein König aus Palenque mit dem Namen K'inich Janaab' Pakal II. eine Prinzessin mit einem König in Copán. Die letzte Inschrift mit einem Kalenderdatum findet sich auf einer Tonscherbe und zeigt das Datum 799 n.Chr. Die letzte Erwähnung von Palenque findet sich in Comalcalco und ist auf das Jahr 814 n.Chr. datiert. In den folgenden Jahren wurde die Stadt komplett verlassen.

Neubeginn und Wiederentdeckung[Bearbeiten]

Ausgrabungen in Palenque

Im Jahre 1564 n.Chr. ließen sich etwa 9 km von der Ruinenstätte entfernt die Dominikaner nieder und gründeten die Siedlung Palenque. Ende des 18.Jahrhunderts entdeckten diese die Ruinenanlage wieder und berichteten an die spanische Krone. Diese rüstete eine Expedition aus, die einige Zeichnungen anfertigten und erste Funde bargen. Im Jahre 1822 wurde ein Bericht über diese Expedition veröffentlicht. Dieser Bericht weckte Aufmerksamkeit, so besuchte Jean Frédéric Waldeck die Ruinen im Jahre 1832, der mehrere Jahre in Palenque blieb und forschte. Er legte auch den Grundstein für die bis heute anhaltende Begeisterung einer großen Esoterik-Szene, da er in seinen Publikationen den Bau der Stadt allen Völkern wie z.B. Phönizier oder gar den Nachkommen von Atlantis zuschrieb, nur nicht den Mayas. Doch regte er weitere Besucher an die Anlage zu besuchen, wie z.B. im Jahre 1839 n.Chr. John Lloyd Stephens und Frederick Catherwood, die die ersten detaillierten Zeichnungen erstellten.

Die ersten Ausgrabungen begannen allerdings erst im Jahre 1940 n.Chr. und spektakuläre Funde ließen das internationale Interesse erneut aufflammen. 1952 fand man dann im Tempel der Inschriften die Grabkammer des K'inich Janaab' Pakal I. mit einer reichhaltig dekorierten Grabplatte. Weitere Funde steuerten nicht nur wichtige Erkenntnisse zur Archäologie bei, sondern machten den Ort auch zu einem der bekanntesten der Maya-Welt. So bietet der Ort Palenque z.B. im Jahre 1957 im Roman Homo Faber von Max Frisch einen Rahmen zur Handlung.

Doch auch die Esoterik-Szene machte weiter von sich reden. So wurden Verbindungen zu allen Hochkulturen der Welt angedichtet oder sogar von Erich von Däniken die Theorie aufgestellt, dass die Grabplatte des K'inich Janaab' Pakal I. diesen nicht auf dem Weg ins Totenreich darstellt, sondern als Raumfahrer in einer Rakete. Diese Theorie kann anhand der Symbolik und der Schriftzeichen als klar widerlegt angesehen werden. Allerdings wird vielfach selbst von den Führern diese Theorie noch vertreten, um die Führung spannender zu machen. Heute hat die moderne Stadt etwa 50.000 Einwohner und bietet über tausend Hotelbetten und eine reichhaltige Gastronomie. Leider ist dabei der Charme der Stadt etwas auf der Strecke geblieben. Aber die Stadt bietet sich als gutes Drehkreuz zur Besichtigung der zahlreichen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung an.

Palenque zählt zum kulturellen Welterbe der UNESCO

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Palenque hat einen eigenen kleinen Flughafen (Kennung PQM). Dieser wird aber von keiner Airline regulär angeflogen und ist daher nur für Selbstflieger interessant. Der nächst gelegene Flughafen ist in Villahermosa und eine weitere, jedoch entferntere Alternative ist Campeche. Von hier aus geht es mit der Straße weiter.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die wichtigsten Busbahnhöfe liegen direkt an der Juárez. Von hier aus lassen sich alle wesentlichen Hotels in der Stadt je nach Gepäck zu Fuß erreichen. Wer eine Unterkunft außerhalb der Stadt hat, oder zu viel Gepäck mitführt, für den bleibt immer noch ein Taxi.

Der ADO-Busbahnhof liegt vom Kreisverkehr mit Maya-Denkmal etwa 100 Meter Stadteinwärts. Von hier aus gibt es Verbindungen mit Campeche (4 mal täglich/5 Stunden Fahrt) über Champotón, Cancún (5 mal täglich/13 Stunden Fahrt), Mérida (4 mal täglich/8 Stunden Fahrt), Mexiko-Stadt (2 mal täglich/14 Stunden Fahrt), Oaxaca (1 mal täglich/15 Stunden Fahrt), Ocosingo (1 mal täglich/3 Stunden Fahrt), San Cristóbal de las Casas (10 mal täglich/6 Stunden Fahrt), Tulum (5 mal täglich/11 Stunden Fahrt), Tuxtla Gutiérrez (10 mal täglich/6 Stunden Fahrt) und Villahermosa (12 mal täglich/2 Stunden Fahrt).

Der Busbahnhof wird auch von OCC und TRF angefahren, die weitere 1.Klasse und 2.Klasse Angebote haben.

Der AEXA Busbahnhof liegt einen Block weiter stadteinwärts und hat ein ähnliches Verbindungsangebot.

Wer die Carretera Fronteriza in Richtung Guatemala entlang will, der ist, sofern er keinen eigenen Wagen besitzt, auf den Transport einer der zahlreichen in der Stadt befindlichen Travel-Agenturen angewiesen.

Die Línea Comitán Lagos Montebello hat sich auf einen VAN-Liniendienst spezialisiert und fährt die Carreta Fronteriza entlang und hält dabei in Bonampak und der Kreuzung zu Frontera Corozal.

Mit dem Auto fährt man von Villahermosa oder von Chetumal und Campeche die Mex 186 entlang und biegt diese n südlicher Richtung bei der Ortschaft Catazajá in südlicher Richtung auf die MEX 199 ab und folgt der Strasse ca. 30 km bis Palenque. Von San Cristóbal de las Casas fährt man 11 km in südlicher Richtung und biegt dann auf die MEX 190 über Ocosingo und erreicht Palenque nach etwa 200 km. Auf dieser Strecke kam es früher häufig zu Überfällen. Durch eine starke Militärpräsenz hat sich das deutlich verbessert. Doch trotzdem sollte man sich vorher über den Status erkundigen und nicht nachts fahren. Das gleiche gilt für diejenigen, die die Carreta Fronteriza entlang fahren wollen.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Der Bahnhof liegt in der Nähe des Flughafens an der MEX 199 etwa 3km vom Stadtzentrum entfernt. Dieser ist seit Jahren geschlossen, da keine Personenzüge mehr nach Palenque fahren.

Mobilität[Bearbeiten]

Übersichtskarte Archäologische Stätte

Die Ruinen sind etwa 9 km vom Stadtzentrum entfernt und lassen sich gut von der Stadt aus mit einem Collectivo erreichen. Einfach zum Kreisverkehr mit dem Mayadenkmal gehen und nach Kleinbussen mit dem Ziel "Ruinas" Ausschau halten. Die gibt es reichlich und suchen immer Fahrgäste. Die Fahrt dauert einige Minuten.

In der Stadt und in der Ruinenanlage ist das beste und teilweise einzig zulässige Fortbewegungsmittel immer noch die Benutzung des Fußwerkes.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Highlight ist natürlich die Ruinenanlage. Die Anlage liegt im Regenwald und ist nur zu 5% ausgegraben. Das sollte einen nicht von einem Besuch abhalten, da alleine der Palast schon voller Highlights ist und die Besichtigung eine Stunde dauern kann. Will man alles sehen, sollte man eher zwei Tage investieren.

Totenkopf Motiv am Templo XII
  • Templo de La CalaveraNr01.png - Der Tempel des Totenkopfes oder auch nur Templo XII genannte Tempel ist eine kleine Pyramide, die einen kleinen Tempel auf der Spitze hat. Im Tempel ist eine Abbildung eines Totenkopfes zu finden, was zur Namensgebung führte. Die Pyramide ist zu besteigen. Neben dem Tempel befindet sich noch eine kleinerer unbedeutende Pyramide
  • Templo XIIINr02.png - In dieser Pyramide hat man eine Grabkammer gefunden, die auch begangen werden kann. Über einen kleinen Gang erreicht man das Innere in der mehrere kleine Kammern zu sehen. Besonders interessant ist eine Kammer mit einem Sarkophag. Der Sarkophag beherbergte das Grab der roten Königin (Tumba de la Reina Roja). Im Sarkophag wurden neben den Gebeinen auch eine Totenmaske und tausend Stücke aus Jade gefunden. Da der Tempel neben dem Tempel der Inschriften liegt gibt es Theorien, dass hier das Grab der Königin Tz'akbu Ajaw, der Frau K'inich Janaab Pakals I. oder das Grab der Frau Sak K'uk', der Mutter Pakals zu sehen ist. Gegenüber befindet sich der überwucherte Tempel XI.
Templo de las Inscripciones und Templo XIII
  • Templo de las InscripcionesNr03.png - Der Tempel der Inschriften liegt direkt neben dem Templo XIII und gehört zweifellos zu den bekanntesten Gebäuden in Palenque. Diese etwa 21 Meter hohe Pyramide wurde 690 n.Chr. fertig gestellt. Im Jahre 1949 ließ der mexikanische Archäologe Alberto Ruz Lhuillier hier eine Platte entfernen und entdeckte darunter einen Schacht. Dieser wurde Stück für Stück freigelegt und entdeckte drei Jahre später am Ende des Schachts eine Grabkammer mit einer Grundfläche von 4 x 10 Metern. Hier wurden neben Skeletten, Tongefäßen und Stuckköpfen ein Sarkophag mit dem Gebeinen von K'inich Janaab Pakals I. gefunden. Dieser Trug eine Maske aus Jade und die Grabplatte wird von einem riesigen Relief geschmückt, welches den König auf seinem Weg ins Totenreich zeigt. Der Tempel und die Grabkammer sind derzeit (Stand 2011) leider nicht zugänglich. Eine komplette Kopie des Grabes ist im archäologischen Museum in Mexiko-Stadt zu sehen. Alberto Ruz Lhuillier übrigens verfügte, dass er möglichst nahe an seiner größten Entdeckung begraben werden sollte und so findet sich sein Grab am Fuße der Pyramide.
Im Palast im Osthof
  • El PalacioNr04.png - Der Palast mit dem vierstöckigen Turm ist nicht zu unrecht das bekannteste Gebäude und, wenn man so will, Aushängeschild von Palenque. Es ist mit einer Grundfläche mit 80 x 100 Metern das größte Gebäude und mehrfach überarbeitet oder teilweise auch überbaut worden. Der Grundstein wurde schon im fünften Jahrhundert nach Christus geschaffen. Damals errichtete man eine drei Meter hohe Plattform auf der einige kleinere Gebäude errichtet wurden. Im Laufe der Jahre wurde die Anlage immer wieder erweitert. Den größten Schritt machte der Palast unter K'inich Janaab Pakals I. im 7.Jahrhundert n. Chr.. Als letzte Erweiterung wurde der Turm im 8. Jahrhundert n. Chr. unter K'inich K'uk Balam II. auf die mittlerweile auf zehn Meter Höhe angewachsene Plattform hinzugefügt. Man betritt in der Regel den Palast über eine Treppe auf der Westseite vom Palast der Inschriften kommend. Schon hier sieht man die ersten Reliefs von Pakal I. Über die Westreppe kommt man in ein scheinbares Labyrinth von Gängen. Interessant sind die T-förmigen Durchbrüche, die zu einem ausgeklügelten Belüftungssystem gehörten und die großen Kleeblatt-Ähnlichen Nischen im Gewölbe, die aus Statik-Gründen eingefügt oder besser herausgenommen wurden. Auch hier in den Gängen finden sich noch gut erhaltene Reste von Stuckarbeiten. Sogar Farbreste sind hier und da noch erkennbar, so dass man einen guten Eindruck vom ursprünglichen Erscheinungsbild bekommt. Im Inneren finden sich insgesamt vier Höfe, die von zahlreichen Gebäuden gesäumt werden.
Stuck von K'inich Janaab Pakals I. im Palast

Besonders hervorzuheben ist der Osthof. Er enthält noch zahlreiche gut erhaltene oder restaurierte Reliefs unter anderem Darstellungen von Kriegsgefangenen, die absichtlich anatomisch verzehrt dargestellt werden, oder eine kleine Hyroglyphentreppe. Das berühmteste Highlight des Palastes ist allerdings der Turm. Dieser steht auf einem vier Meter hohem Sockel mit einem Grundriss von etwa sieben mal sieben Metern und ragt drei Stockwerke in die Höhe. Im Inneren befinden sich enge Treppen die auf die oberste Etage führen, auf der sich ein kleiner Altar befindet. Im Jahre 1955 wurde der Turm restauriert und ihm das jetzige Dach aufgesetzt. Ob der Turm wirklich ein Dach besessen hat und wenn ja, wie dieses ausgesehen hat, ist unklar. Zum Zeitpunkt der Wiederentdeckung der Stadt besaß der Turm kein Dach. Gesichert ist jedoch, dass der Turm auch eine astronomische Funktion erfüllte. Zur Tag-und-Nacht-Gleiche geht vom Tempel der Inschriften aus gesehen die Sonne genau über dem Altar im Turm auf. Beim genauen Hinsehen fällt übrigens eine leichte Schräge im Turm auf. Diese könnte aus Korrekturgründen beim Bau eingefügt worden sein um die astronomische Funktion sicher zu stellen. Der Turm ist nicht besteigbar. Im südlichen Bereich des Palastes findet man Schwitzbad und Toiletten, die an das unterirdische Kanalisationssystem angeschlossen sind. Von der Südseite her sind die unterirdischen Gewölbe zugänglich. Diese dienten aufgrund der angenehmen Klimatisierung unter anderem als Schlafraum. Besonders interessant ist hier, dass die Wände mit einem Gemisch mit Muschelfragmenten verputzt wurden. Sie reflektieren das geringe Licht welches in das Gewölbe fällt und sorgen so für eine bessere Ausleuchtung.

Templo del Sol
  • Grupo de las Cruzes - Die Kreuzgruppe mit Templo del Sol, Templo de la Cruz und Templo de la Cruz Foliada zählt zu den schönsten architektonischen Werken in der Maya-Welt. Ende des 7. Jahrhunderts wurde diese Gruppe von K'inich Kan Balam II. errichtet. Diese wurde den drei Hauptgöttern der Stadt gewidmet. Die Gruppe wurde aufgrund der großen Kreuzdarstellungen in den drei Tempeln auf den Pyramiden Kreuzgruppe genannt. Mittlerweile weiß man, dass das Kreuz eine Ceiba-Baum Darstellung ist, die das Universum der Maya-Mythologie wiedergibt. Die Gruppe besteht im Wesentlichen von drei Pyramiden unterschiedlicher Größe, die sich um eine kleine Plaza gruppieren. Auf der Plaza befindet sich eine kleine Plattform.
* Im Westen befindet sich auf der kleinsten Plattform der Templo del SolNr05.png. Dieser ist sehr gut erhalten. Unter anderem gehört der Dachkamm zu einem der Vollständigsten in Palenque. Auf der äußeren Fassade sind Reste von reichhaltigem Stuck zu sehen, die verschiedene Personen und Glyphen zeigen. Im Inneren des Tempels findet sich ein großes gut erhaltenes Wandrelief aus drei großen Platten welches als zentrales Element die Sonne mit zwei gekreuzten Lanzen zeigt. Flankiert wird dieses von zwei Personen, die sowohl K'inich Kan Balam II. als auch K'inich Janaab Pakals I. zeigen.
* Im Osten befindet sich auf einer mittleren Pyramide der Templo de la Cruz FoliadaNr06.png. Dieser ist genauso wie die anderen beiden Tempel der Kreuzgruppe aufgebaut. Die Pyramide ist bisher nicht freigelegt, aber der Tempel auf der Spitze ist über eine künstlich angelegte Treppe zu erreichen. Leider ist der Dachkamm stark angegriffen und die vordere Fassadenfront fehlt ganz. Doch das gibt einen guten Einblick auf den architektonischen Aufbau der Tempelbauten. Auch hier gibt es im hinteren Raum ein großes dreiteiliges Relief. Dieses zeigt große Ähnlichkeit mit dem Relief im Templo del Sol. Auch hier säumen K'inich Kan Balam II. und K'inich Janaab Pakals I. (die kleinere Darstellung) eine mythologische Darstellung. Doch dieses Mal befindet sich im Mittelpunkt eine Darstellung des Maisgottes.
Templo del la Cruz
* Im Norden befindet sich auf der größten Pyramide der Templo de la CruzNr07.png. Diese wurde 692 n.Chr. fertig gestellt und hat auf der Spitze einen Tempel, dessen Fassade ebenfalls schwer beschädigt ist. Doch der Dachkamm ist in einem relativ guten Zustand und an der Hinterwand ist auch hier ein großes dreiteiliges Relief zu finden. Dieses zeigt die früher als Kreuz interpretierte Darstellung des mythologischen Weltenbaums auf deren Spitze die Gottheit Itzamnaaj in Vogelform sitzt. Flankiert wird diese Darstellung links von dem etwas klein dargestellten K'inich Janaab Pakals I. und dem wesentlich größer dargestellten K'inich Kan Balam II., dem sich Itzamnaaj direkt zuwendet. Von der Pyramide aus hat man einen guten Blick auf den Palast und den Tempel der Inschriften und ist daher auch ein beliebter Ort für Fotografen.
  • Acrópolis Sur - Die südliche Akropolis liegt wie der Name schon sagt südlich der Kreuzgruppe und bildete wahrscheinlich mit dieser zusammen eine Einheit. Große Teile der Akropolis sind derzeit wegen Ausgrabungen gesperrt, aber ein abgesteckter Bereich ist zugänglich. Auf der Akropolis befinden sich zahlreiche Tempel, in denen man schon jetzt einige sensationelle Funde gemacht hat. Hier wäre Templo XVIINr08.png, in dem eine Relieftafel gefunden wurde, die im Jahre 687 n.Chr. einen Gefangenen aus Toniná zeigt, der dem König K'inich Kan Balam vorgeführt wird. Hier ist eine Kopie zu sehen, das Original steht im Museum in Palenque. Weiterhin findet sich hier der Templo XIXNr09.png in dem eine Hyroglyphenschrift auf einer Sitzbank gefunden wurde, die im Wesentlichen anhand der Schöpfungsmythologie der Maya die Inthronisierung des Königs K'inich Ahka Mo' Naab III. im Jahre 721 n.Chr. beschreibt. Auch hier ist eine Kopie zu sehen. Weitere Tempel sind Templo XXNr10.png aus dem Jahre 540 n.Chr. der ein Grab einer unbekannten Persönlichkeit beinhaltete und Templo XXINr11.png in dem man einen Thron mit feinen Steinmetzarbeiten fand, die Ahkal Mo' Nahb' und einige seiner Vorfahren zeigen.
Ballspielplatz und im Hintergrund weitere Tempel der Grupo Norte
  • Grupo Norte - Diese besteht im Wesentlichen aus dem BallspielplatzNr12.png, die als Grupo NorteNr13.png bekannte kleine Tempelgruppe aus den Jahren 695 n.Chr. bis 730 n.Chr. , dem Tempel X und dem Templo del CondeNr14.png aus dem Jahre 647 n.Chr.. In diesem lebte der Graf von Waldeck ab 1831 n.Chr. für zwei Jahre während seiner Untersuchungen. Auf zwei Pfeilern finden sich Reste von Stuck und Glyphen.
  • Grupo CNr15.png - Hier finden sich einige Plazas die von diversen Gebäuden umgeben sind. Diese stammen zumeist aus dem späten 8. Jahrhundert. Die Ausgrabungen dauern hier noch an.
  • Grupo MurciélagosNr16.png - Als Fledermausgruppe wir eine Ansammlung von Gebäuden bezeichnet, die im Norden der Anlage auf kleinen Plattformen um die Wasserläufe angesiedelt ist. Hier hat man zahlreiche tägliche Gebrauchsgegenstände von hoher Qualität sowie Jade und andere Kostbarkeiten gefunden. Daher geht man hier von Wohnvierteln der Oberschicht aus.
  • Grupo 1 & 2Nr17.png - Westlich der Fledermausgruppe liegen diese beiden ehemaligen Wohnviertel aus dem 8. Jahrhundert. Der große Teil ist noch nicht freigelegt, doch das macht gerade das Flair dieser Baugruppen aus.
  • Wasserkanäle - Das Gelände wird mit zahlreichen natürlich mit Wasser gespeisten Kanälen durchzogen. Diese wurden künstlich angelegt und waren Grundlage lange Garant für Hygiene und stetige gute Ernten. Am Ende der Stadt fließen diese zusammen und über einige schöne Wasserfälle durch den Regenwald ins Tal. Ein schön angelegter Wanderweg führt an diesem Entlang bis zum Museum.
  • Museo de SitioNr18.png - Sind viele Museen direkt an Maya-Ruinen eher Übergangslager von Fundstücken auf dem Weg zu größeren Museen, ist hier ein Museum, dass wirklich noch einmal zu den Highlights der Stätte gehört. Hier gibt es zahlreiche Funde im Original oder Kopie zu sehen. Dazu gehören Masken, Reliefplatten und zahlreiche Gefäße. Höhepunkt ist sicherlich die Nachbildung des Sarkophags von K'inich Janaab Pakals I. in einem klimatisierten Raum. Alles ist auf Spanisch und Englisch erläutert. Eine Cafétería und Kunsthandwerksladen schließen sich an.
Museo de Sitio, KM 7 Carreta Palenque Ruinas, Palenque, México., Tel.: 348 9331. Di-So 9:00 Uhr - 16:30 Uhr geöffnet. Eintritt Frei
Parque Central in Palenque
  • Die Stadt Palenque - Die Stadt zählt sicherlich nicht zu den Hauptattraktionen vor Ort, ist aber wesentlich besser als ihr Ruf. Häufig wird sie in Reiseführern nur als notwendige Bleibe abgetan, doch es gibt hier einige schöne Ecken. Besonders der Bereich um den Parque Central mit der Kirche und dem Casa de la Cultura laden zum verweilen ein. Um den Platz herum gibt es einige Cafés und Restaurants, die aber nicht zu den besten in Palenque gehören. Von hier führt die einen Kilometer lange Juárez in westlicher Richtung zur Kreuzung mit der großen Maya Statue (Glorieta de la Cabeza Maya). Diese Straße bildet zugleich die Lebensader mit Busbahnhöfen und Einkaufsmöglichkeiten.
  • Misol-Ha - Fährt man den Highway 199 20km in Richtung Oscosingo so erreicht man eine ausgeschilderte Abzweigung, die einen nach 1,5 km zu einem kleinen Becken umringt vom Regenwald bringt. In dieses stürzt sich 35 Meter tief der Misol-Ha Wasserfall. Baden ist hier erlaubt, solange das Becken aufgrund von zuviel Regen nicht übervoll ist. Ein Pfad führt in eine Höhle hinter den Wasserfall. Hier bekommt man noch einen anderen Eindruck von den Fällen. Der Eintritt beträgt 10 Mex$ und es ist auch möglich hier zu übernachten. Alternativ zum Selbstfahrer bietet fast jeder Reiseveranstalter in Palenque einen Tagesausflug nach Misol-ha und Agua Azul an.
Die Cataratas de Agua Azul
  • Agua Azul - Fährt man den Highway 199 in Richtung Oscosingo befindet sich in 60km Entfernung eine Abzweigung zu den Wasserfällen Agua Azul. Nach 4,5 km Fahrt auf einer befestigten Strasse erreicht man diese durchquert aber zwei ejidos, wo man pro Person 10 Mex$ zahlen darf. An den Wasserfällen gibt es dann Parkplätze von denen ein befestigter Weg an den Wasserfällen entlang nach oben führt. Die Wasserfälle sind atemberaubend, da auf mehreren Ebenen weißes aufgeschäumtes Wasser in türkisblaue Becken stürzt. Nur in der Regenzeit sind diese Becken eher Braun als Blau. Das Baden ist hier möglich, aber nicht ungefährlich. Je nach Jahreszeit kann die Strömung extrem stark werden, und unter Wasser liegen Steine und Baumstämme. Am Wasserfall gibt es zahlreiche kleine Stände, die Souvenirs und kleine Snacks verkaufen. In den vergangenen Jahren waren gerade die Wasserfälle ein beliebtes Ziel für Raubüberfälle doch seit das Militär hier starke Präsenz zeigt, hat sich dieses beruhigt, und so wird das Reiseziel von fast allen Reisegesellschaften wieder angefahren (Stand 2011). Trotzdem sollte man sich vor dem Besuch über die Lage informieren. Am Wochenende sind die Wasserfälle stark überlaufen, daher ist es besser diese an Werktagen zu besuchen. Agua Azul lässt sich auch mit Aexa per Bus erreichen. Allerdings steigt man an der Abzweigung aus und hat noch 4,5 km zu laufen. Alternativ bietet fast jeder Reiseveranstalter in Palenque einen Tagesausflug nach Misol-ha und Agua Azul an.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Wanderweg von der Grupo Norte zum Museum
  • Entdecken - Natürlich ist das der Grund, weshalb die meisten der Besucher nach Palenque kommen. Die Ruinen gehören zu den schönsten der Maya-Welt und sind daher hoch frequentiert. Wer dem entgehen will, kommt früh morgens. Die Minimalroute verläuft vom Eingang zum Tempel XII & XIII und dem Tempel der Inschriften. Von hier aus besteigt man über die Westtreppe den Palast. und verlässt diesen wieder in Richtung Kreuzgruppe, die als nächstes Ziel auf dem Programm steht. Von hier geht es vorbei an der Nord Gruppe über einen malerischen Wanderweg zum Museum. Am Eingang stehen zahlreiche Reiseführer, die ihre Dienste anbieten. Leider haben diese nicht den besten Ruf, welches zumindest in einem nachgewiesenen Fall bestätigt werden konnte. Hier wurde ein indischer Ursprung aufgezeigt, Nikolai Grube für inkompetent erklärt, Rio Bec nach Guatemala verlegt und auch nach längerer Diskussion war für den Guide immer noch sicher, dass Comalcalco nichts mit den Mayas zu tun hatte, sondern klar eine 100% Stätte der Olmeken ist. Sicherlich gibt es auch hier eine Reihe von gut ausgebildeten Guides, doch man sollte in einem Vorabgespräch so gut es geht die Qualifikation abfragen.
  • Wandern - Standard ist zumindest die Wanderung von der Grupo Norte zum Museum. Doch Palenque kann noch mehr. Zusätzlich zu der Runde über de Ruinenanlage, werden von den Reiseführen auch Wanderungen verschiedener Länge durch den Regenwald angeboten. Palenque ist dabei besonders bekannt für die große Anzahl an Brüllaffen und die umfangreiche Vogelwelt. Doch auch hier oder besser besonders hier gilt: Der frühe Vogel fängt den Wurm.
  • Shoppen - Palenque gilt als touristische Drehscheibe im nördlichen Chiapas. Daher gibt es neben einem reichlichen Hotel und Restaurant-Angebot vor allem gute Einkaufsmöglichkeiten für Handwerkskunst, Souvenirs und Produkte für den täglichen Bedarf bzw. für Ausflüge.
  • Baden - Es ist zumeist heiß hier und der nächste Karibik-Strand ist weit entfernt. Doch in Palenque gibt es einige Alternativen. So kann man gegen ein geringes Entgelt im Nututun Palenque Hotel (siehe Unterkunft) (Hotelgäste haben freien Zugang)im Rio Chacamax baden. Weitere Möglichkeiten findet man in Misol-Ha.

Einkaufen[Bearbeiten]

Palenque ist die touristische Drehscheibe im nördlichen Chiapas. Daher gibt es neben einem reichlichen Hotel und Restaurant-Angebot vor allem gute Einkaufsmöglichkeiten für Handwerkskunst, Souvenirs und Produkte für den täglichen Bedarf bzw. für Ausflüge.

Souvenirverkauf in Palenque

In der Ruinen-Anlage gibt es keine wesentliche Einkaufsmöglichkeit für Getränke oder Speisen. Wer dieses sucht muss sich bis zum Museum gedulden, welches eine Cafeteria bietet. Da es hier sehr heiß und schwül ist, ist es unbedingt notwendig sich vorher in der Stadt mit genügend Wasser einzudecken. Aber im Laufe des Tages bauen hier immer mehr Mayas kleine Stände auf oder breiten auf dem Boden Decken aus auf denen zahlreiche Souvenirs angeboten werden. Zum großen Teil sind dies Souvenirs, die der Stadt durchaus preiswerter bekommt, doch man trifft hier auch in der Regel auf die in traditionellen weißen Gewändern gekleideten Lacondonen-Indios, die mit Waren aus ihrem Stammesgebiet Handel treiben, so z. B. mit gefiederten Pfeilen. Diese werden in der Stadt so nicht vertrieben. Weitere Einkaufsmöglichkeiten für Handwerk aus der Region bestehen in dem am Museum angegliedertem Instituto de las Artesanias.

In der Stadt reihen sich im Wesentlichen die Einkaufsmöglichkeiten an der Juárez auf. Von Kleidung über Apotheke bis hin zu Elektroartikeln, hier gibt es für jeden Bedarf das passende Geschäft. Doch handelt es sich hier jeweils um kleine Läden mit einem eingeschränkten Angebot, so dass lediglich der Grundbedarf gedeckt wird. Anders sieht es im Souvenir–Bereich aus. Hier gibt es um den Parque Central zahlreiche Souvenir-Geschäfte, die deutlich preiswerter sind als die Händler in der Ruinenanlage aber in der Regel nur klassische Souvenirs und keine Handwerkskunst anbieten. Wer das besondere sucht und bereit ist etwas mehr auszugeben, der sollte noch einmal in der nordwestlich von der Juárez liegenden Cañada schauen. Hier gibt es einen Kunsthandwerksladen von hoher Qualität und ein Café welches mit gutem Kaffee aus der Region handelt.

Küche[Bearbeiten]

Imbiss in Palenque

Um den Parque Central gibt es zahlreiche Restaurants und Cafés auf Touristenjagd. Das Preisleistungsverhältnis ist aber nicht immer optimal. Wer auf die Lage verzichten kann, der sollte ein paar Meter (die reichen zumeist schon) sich vom Park entfernen und wird belohnt werden. Natürlich gibt es auch hier zahlreiche Garagen-Restaurants, die im Imbissstil auf einem kleinen Herd manchmal Erstaunliches für sehr wenig Geld zaubern. Wer bereit ist auf Luxus zu verzichten, sollte dies unbedingt ausprobieren. Hier gilt die einfache Regel, da wo die Einheimischen hingehen, da ist es gut. Da wo keiner oder nur Touristen sind, da ist es nicht so gut.

Doch es gibt hier auch zahlreiche gute Restaurants, die hauptsächlich von Touristen aufgesucht werden. Ein paar Restaurants von hoher Qualität mit schönen Terrassen findet man an der Cañada. Diese bieten internationale Küche angereichert mit regionalen Produkten. Eine gute Cocktail-Karte ist selbstverständlich. Die Preise für Hauptgerichte beginnen hier bei etwa 100 Mex $.

Weitere gute Möglichkeiten gibt es in den Seitenstrassen rund um die Juárez:

  • Restaurant Las Tinajas, An der Ecke Absolo mit der 20 de Noviembre, Tel.: 345-4970. geöffnet 07:00 Uhr bis 23:00 Uhr. Hauptgerichte beginnen hier bei 70 Mex $ – Regionale hausgemachte Gerichte. Gute Qualität und große Portionen. Mittlerweile gibt es mehrere Filialen im Ort.
  • Café de Yara, Hidalgo 66, Tel.: 345-0269. geöffnet 07:00 Uhr bis 23:00 Uhr. Hauptgerichte beginnen hier bei 70 Mex $ – Einer der besten Orte für ein Frühstück. Guten Bio-Kaffee gibt es dazu. Abends gibt es gelegentlich auch Live-Musik

Doch auch außerhalb der Stadt gerade in Richtung Ruinen-Anlage gibt es einige Restaurants.

  • La Selva, Highway 199 (Am Weg zu den Ruinen etwa 100 Meter südlich vom Kreisverkehr mit Maya-Denkmal entfernt), Tel.: 345 - 0363. geöffnet von 11:30 Uhr bis 23:30 Uhr – Restaurant von hohem Standard und Qualität mit romantischer Einrichtung. Hier gibt es Steaks und Meeresfrüchte. Hier lässt sich wunderbar in tropischer Atmosphäre der Abend ausklingen.

Nachtleben[Bearbeiten]

Das Nachtleben in Palenque beschränkt sich häufig auf Cocktails nach dem Essen, da viele Touristen von dem Erlebten entweder müde sind oder früh wieder aufstehen wollen. Ein paar Ausnahmen gibt es hier und diese sind im Wesentlichen auf dem Weg zu den Ruinen zu finden:

  • El Tapanco, Juárez 65C, Tel.: 345-0415 – Freitags und Samstags Livemusik. Für hungrige Gäste gibt es Pizza
  • La Palapa, Carretera Palenque Ruinas KM5. Geöffnet bis 18:00 Uhr bis 04:00 Uhr morgens. 10 Mex $ – Ab 18:00 Uhr gibt es Open Air Kino. Anschließend gibt es Musik mit wechselnden DJs. Es wird getanzt, doch wer ein wenig ausruhen will, für den stehen Sofas bereit.

Unterkunft[Bearbeiten]

Obwohl Palenque sicherlich nicht zu den größten Orten in Mexiko zählt und sich nicht mit den Touristen-Hochburgen wie Playa del Carmen oder Cancun vergleichen kann, hat die Stadt doch ein recht großes Angebot an Betten. Prinzipiell gibt es drei verschiedene Areale mit Übernachtungsmöglichkeiten:

  • In der Stadt – Hier gibt es natürlich die beste Infrastruktur und die Busbahnhöfe sind nicht weit entfernt.
*Hotel Regional, Juárez 119, Tel.: 345-0183, E-Mail: reservaciones@hotelregionalplazaross.com. DZ ab 230 Mex$ – Low Budget Unterkunft mit Innenhof mit Teich
  • La Cañada – Alles ist ein bisschen ruhiger und grüner so dass sich hier ein gewisses Dschungel Feeling einstellt.
*Hotel Maya Tulipanes (Cañada 6), Tel.: 345-0201, Fax: 345-1004, E-Mail: reservas@mayatulipanes.com.mx. DZ Ab 1300 Mex$ – Sehr gutes Hotel mit gepflegtem Pool und eigenem Restaurant. Auch bei Reisegruppen beliebt. In der Eingangshalle hängt eine sehr gute Kopie eines Reliefs aus der Kreuzgruppe.
  • Zu den Ruinen – Hier liegen die meisten Unterkünfte schon direkt im Regenwald. Morgens wird man von Brüllaffen geweckt und kann schon beim Frühstück Vogelbeobachtung betreiben.
*Nututun Palenque Hotel, Carretera Palenque Oscosingo km3,5, Tel.: 345 0100, Fax: 345 0620. DZ 800 Mex$ – Die Anlage liegt in einem tropischen Garten. Besonders anzumerken sind schöne Pool und die eigene Badestelle am Rio Chacamax.
*Centro Turístico Ejidal Cascada de Misol-Ha, Tel.: 55-5329-0995. DZ 300 Mex$ – In der Nähe der Wasserfälle von Misol-Ha stehen Holzhütten mit Bad und Moskitonetz. Ein Restaurant gibt es hier auch.

Gesundheit[Bearbeiten]

Es gibt hier Giftschlangen, daher ist allzu sorgloses Herumlaufen nicht angebracht. Doch angesichts der Tatsache, dass der Mensch nicht auf der Speisekarte dieser Tiere steht, sollte ein dem Regenwald entsprechendes vorsichtiges Verhalten und angemessene Kleidung genügend Schutz garantieren. Das "Gefährlichste" sind hier fast schon die Moskitos, daher sollte auf Mückenschutz nicht verzichtet werden. Dem von Moskitos vereinzelt übertragenen Dengue-Fieber kann nicht durch eine Impfung vorgebeugt werden. Anderen Krankheiten kann aber vorgebeugt werden:

  • Eine Malaria Prophylaxe sollte zumindest für den Notfall mitgeführt werden.
  • Eine Typhus-Impfung sollte vorher durchgeführt werden.
  • Die Hepatitis A, B, Tetanus- und Tollwutimpfungen sollten aufgefrischt sein.

Die örtliche Klinik liegt an der Velasco Suárez 33 und ist telefonisch über 345-0273 zu erreichen

Klarkommen[Bearbeiten]

Es ist schwülwarm in Palenque, daher sollte jederzeit an die ausreichende Wasserversorgung gedacht werden. Zumal gerade das Besteigen der Pyramiden eine anstrengende Angelegenheit sein kann. Dafür ist auch unbedingt festes Schuhwerk mitzunehmen.

Palenque selber kann als sicher angesehen werden. Vielleicht sollte man in Menschenaufläufen gerade an den sehr kleinen Busbahnhöfen ein wenig mehr Augenmerk auf sein Gepäck legen. In der Umgebung in Richtung Yaxchilán und Agua Azul hat es früher viele Raubüberfälle gegeben die unter anderem den Zapatisten zugeschoben werden die sich hier in den Regenwald zurückgezogen haben. In den letzten Jahren hat das Militär starke Präsenz gezeigt und die Lage beruhigt. Fast alle Reiseunternehmen bieten diese Route wieder an (Stand 2011). Es schadet aber nicht, sich vorher aber noch über den derzeitigen Stand zu informieren.

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Die Post befindet sich in der nähe am Park an der Independencia und hat Montags bis Freitags von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet. Samstags schließt diese schon um 13:00 Uhr.

Ausflüge[Bearbeiten]

In der Region bieten sich folgende Reiseziele:

Yaxchilán Templo Mayor.JPG

Yaxchilán - Liegt in traumhafter Lage direkt am Usumacinta-Fluss. Die Anfahrt erfolgt teilweise mit dem Boot und bietet dabei die Möglichkeit für einen Zwischenstopp in Bonampak im Lacondonen Reservat.

Cristobal-kath.jpg

San Cristóbal de las Casas - Gilt hier immer noch als regionale Hauptstadt der Mayas. Berühmt für das bunte Treiben auf dem Markt

Toniná Pyramid 1.jpg

Toniná - Burgartige und auf Terrassen aufgebaute Ruine der ehemaligen Maya-Metropole, die letztendlich den regionalen Machtkampf in der späten Klassik gegen Palenque für sich entscheiden konnte.

Literatur[Bearbeiten]

  • Maya. Gottkönige im Regenwald von Nikolai Grube erschienen im Könemann-Verlag, Köln 2000. ISBN 3-829-01564-X.
  • A Forest of Kings: The Untold Story of the Ancient Maya von David Freidel und Linda Schele erschienen bei William Morrow Paperbacks. ISBN-10 0688112048 bzw. ISBN-13 978-0688112042

Weblinks[Bearbeiten]

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