Leipzig

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Leipzig ist mit knapp 532.000 Einwohnern die größte Stadt in Sachsen. Sie besitzt eine für deutsche Großstädte ungewöhnlich gut erhaltene historische Innenstadt und elegante Stadtviertel aus der Gründerzeit. Außerdem ist sie ein industrielles Zentrum. Im Bereich der Musik und Bildenden Kunst genießt sie Weltruf. Aus dieser Stadt kamen die wesentlichen Impulse, die zur friedlichen Revolution und Wiedervereinigung Deutschlands (1989/90) führten. Leipzig ist reich an Sehenswürdigkeiten, Shoppinggelegenheiten und man trifft auf ein ausgeprägtes Nachtleben.

Neues Rathaus

Inhaltsverzeichnis

Stadtteile[Bearbeiten]

Seit 1992 besteht Leipzig aus zehn Stadtbezirken, die wiederum in Ortsteile unterteilt sind. Die statistischen Bezirke samt Ortsteilen haben jedoch nichts mit den historisch gewachsenen Ortsteilen gemeinsam. Deshalb und weil sich ein Großteil der Sehenswürdigkeiten auf das Zentrum konzentriert, ist es sinnvoller, eine räumlich-bauliche Unterteilung vorzunehmen.

  • Mitte - vom Hauptbahnhof über die Innenstadt bis zur Deutschen Bücherei im Osten und über Schleußig bis zur Weißen Elster im Westen.
  • Westliche Vorstädte - alle westlich der Weißen Elster mit ihren Auen gelegene: Böhlitz-Ehrenberg, Rückmarsdorf, Burghausen, Leutzsch, Lindenau, Plagwitz, Grünau, Lausen, Miltitz, Zschocher, Knautkleeberg, Knauthain und Knautnaundorf.
  • Nördliche Vorstädte - Gohlis, Möckern, Wahren, Stahmeln, Lützschena und Wiederitzsch mit dem Neuen Messegelände.
  • Östliche Vorstädte - Schönefeld, Mockau, Sellerhausen, Paunsdorf, Engelsdorf und Anger-Crottendorf.
  • Südliche Vorstädte - Stötteritz mit Völkerschlachtdenkmal, Connewitz und Lößnig.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt Leipzig verdankt ihren Ursprung einem kleinen Fischerdörfchen, das die wendischen Sorben am Zusammenfluss von Pleiße und Parthe gründeten und Lipsk (von lip oder lipa, die Linde) nannten. Erst 1015 wurde der Ort als Stadt erwähnt, die unter den Grafen des Gaues Chutici stand. 1017 verschenkte Kaiser Heinrich II. Leipzig an das Stift Merseburg. 1082 wurde es von dem Böhmenherzog Wratislaw zerstört, erhob sich aber bald wieder. 1134 brachte es Konrad von Wettin durch Tausch an sein Haus. Unter Otto dem Reichen (1156-89) wurde Leipzig, damals 5000 bis 6000 Einwohner zählend, erweitert und befestigt und erhielt seine beiden Hauptmessen. Um die ihm besonders wegen der Gründung des Thomasklosters (nebst der Thomaskirche 1213), dem er das Patronat der Leipziger Kirche übergab, feindlich gesinnten Bürger im Zaum zu halten, ließ Markgraf Dietrich 1218 die Stadtmauer schleifen und drei feste Schlösser errichten. Während der Minderjährigkeit Heinrichs des Erlauchten (1221-63) ließ dessen Vormund, Landgraf Ludwig von Thüringen, das Schloss am Grimmaischen Thor wieder niederreißen, worauf die Dominikaner auf dieser Stelle ihr Kloster zum heiligen Paulus erbauten. Heinrich vergrößerte die Stadt durch Anlegung des Brühls, der Ritterstraße, der Nikolaistraße und eines Teils der Reichsstraße (1237). Um diese Zeit bildete sich in Leipzig auch eine Kaufmannsgilde, zu welcher sich die italienischen Kaufleute (Lombarden), die seit der Rückkehr Konrads von Wettin aus Italien sich hier niedergelassen hatten, gesellten.

Bei der von Heinrich vorgenommenen Länderteilung kam Leipzig mit dem Osterland an Dietrich den Weisen, Markgrafen von Landsberg (1263-1283). Er erteilte den nach Leipzig reisenden Kaufleuten für ihre Person und Güter einen Schutzbrief und befreite die Bürger vom Gerichtszwang ihres Amtmanns und verlieh 1273 der Stadt das Münzrecht. Bei der Länderteilung unter den Söhnen Friedrichs des Ernsthaften 1349 fiel Leipzig mit dem Osterland Friedrich dem Strengen (1349-81) zu. Dieser und sein Bruder Wilhelm stifteten am 4. Dezember 1409 auf Grund der Errichtungsbulle des Papstes Alexander V. (vom 9. Sept.) eine Universität, welche zu Ende des 15. Jahrhunderts schon über 660 Studierende zählte. 1423 erlangte die Stadt, welche bisher von markgräflichen Vögten verwaltet worden war, jedoch nur auf Wiederkauf, die Ober- und Niedergerichte und bestellte einen Stadtrichter. 1454 wurde der Stadtgraben um die innere Stadt gezogen, und 1483 erfolgte die Gründung des Oberhofgerichts. 1458 kam zu den beiden schon bestehenden Messen noch die Neujahrsmesse hinzu. Bei der neuen Teilung der Wettinschen Lande 1485 fiel Leipzig der Albertinischen Linie zu. Georg der Bärtige (1500-1539) gab der Stadt das Stempel- und Niederlagsrecht, erweiterte die Grenzen des Weichbildes und überließ ihr 1508 nunmehr erblich die Ober- und Untergerichte.

Das 1519 in der alten Pleißenburg zwischen Luther, Karlstadt und Eck gehaltene sogen. Leipziger Kolloquium war für die weitere Entwickelung der Reformation von großem Einfluss. Georg unterdrückte zwar die evangelische Lehre in Leipzig gewaltsam, indes schon sein Bruder Heinrich der Fromme (1539-41) führte die Reformation förmlich ein (der jedoch die Universität erst später sich anschloss) und erteilte dem Rate das Patronatsrecht über die Kirchen und Schulen. 1545 ließen sich die ersten Buchhändler, Steiger und Boskopf, in Leipzig nieder. Im Schmalkaldischen Krieg erlitt Leipzig 1547 eine Belagerung durch Johann Friedrich den Großmütigen, bei der die Vorstädte gänzlich eingeäschert wurden. Unter dem neuen Kurfürsten Moritz wurden dagegen die Festungswerke verstärkt, die Pleißenburg neu aufgebaut; die Vorstädte entstanden in ihrer jetzigen Entfernung von der inneren Stadt, und 1550 wurde das Konsistorium aus Merseburg hierher verlegt. Im März 1549 wurde hier von den sächsischen Landständen das sogen. Leipziger Interim beschlossen. Durch Kurfürst August veranlasst, ließen sich viele niederländische Kaufleute in Leipzig nieder.

Ungemein litt die Stadt in dem Dreißigjährigen Krieg. 1631 erschien Tilly vor Leipzigs Mauern und nötigte es zur Übergabe. Gustav Adolfs glänzender Sieg bei Breitenfeld am 17. September. des Jahres befreite jedoch schon am 22. September die Stadt vom Feind. 1632 und 1633 wurde sie vom kaiserlichen General Holk eingenommen, 1642 von den Schweden unter Torstensson, welche sie trotz des 1648 abgeschlossenen Westfälischen Friedens wegen rückständiger 267.000 Taler Kriegssteuer bis 1650 besetzt hielten. Der Dreißigjährige Krieg hatte der Stadt über 1.070.000 Taler gekostet und ihren Wohlstand gänzlich zerrüttet.

Nach wiederhergestelltem Frieden wurde Leipzig stärker befestigt. Auch wurden damals die Lindenalleen auf den Wällen angepflanzt. 1677 wurde die Ratsbibliothek gegründet und 1678 die Börse errichtet. Seit 1667 zog sich der Buchhandel aus Frankfurt a. M., wo zu strenge Zensur geübt wurde, nach Leipzig, und seit Anfang des 18. Jahrhunderts wurde Leipzig der Hauptstapelplatz des deutschen Buchhandels. 1682 wurde das Handelsgericht errichtet und eine Handelsgerichts- und eine Wechselordnung bekannt gemacht. 1687 trat eine Bücherkommission ins Leben, und 1690 wurde die Münzkonferenz gehalten, der 1691 die Einführung des Leipziger Münzfußes (1 Mark = 12 Thlr.) folgte. Unter August II. (1694-1733) ließ sich, nach Aufhebung des Edikts von Nantes, die sogen. französische Kolonie (meist Kaufleute) in Leipzig nieder. Leipzig gehörte zu den vier Legestädten des Reichs und hatte bei den sächsischen Landtagen das Direktorium unter den Städten.

Von den traurigsten Folgen war der Siebenjährige Krieg für Leipzig, das von Friedrich d. Gr. mit schweren Kontributionen (über 15 Mio Taler) belegt wurde. In der Zeit des nachfolgenden Friedens nahmen der Handel und die Messen einen Aufschwung wie fast niemals vorher. Die Universität wurde von Friedrich August I. sehr begünstigt, seit 1784 die Festungswerke abgetragen und der Stadtgraben in einen Park verwandelt. Eine ganz veränderte Richtung gab dem Handel der französisch-preußische Krieg von 1806. Die französische Beschlagnahme aller englischen Waren musste durch Zahlung von 7 Mio. Franc losgekauft werden, doch hatte Leipzig sich mitten in den folgenden Kriegsjahren starker Messen zu erfreuen. Im Krieg von 1809 wurde es am 22. Juni von den Österreichern und am 26. Juni von einem Korps Braunschweiger besetzt, das eine Kontribution erhob. Die größten Leiden brachte der französisch-russische Krieg über Leipzig. Am 31. März 1813 wurde es zuerst von Kosaken und andern russischen Truppen besetzt, die aber, bis auf eine geringe Besatzung, 30. April wieder abzogen, worauf 2. Mai, nach der Schlacht bei Lützen, ein Korps Franzosen unter General Lauriston die Stadt besetzte.

Ein Leipziger Wahrzeichen: Völkerschlachtdenkmal

Das welthistorische Ereignis der großen Völkerschlacht vom 16. bis 19. Oktober 1813 brachte furchtbare Schreckenstage über Leipzig. Die Stadt wurde mit Sturm genommen und erhielt einen russischen Kommandanten. Viele Tausende raffte das in den zahlreichen überfüllten Spitälern, zu denen Kirchen und andere öffentliche Gebäude eingerichtet waren, ausgebrochene Nervenfieber dahin. Von Nachteil für die Stadt wurde auch die Teilung Sachsens 1815, welche die preußischen Schlagbäume bis zwei Stunden vor die Stadt rückte. Am 5. April 1831 wurde die verhasste alte städtische Regierung durch einen neuen, von den provisorischen Kommunerepräsentanten gewählten Magistrat ersetzt. Von großer Bedeutung für Leipzig wurde der 1833 erfolgende Anschluss Sachsens an den Deutschen Zollverein, dem schnell die Anlegung von Eisenbahnen folgte. Das Jahr 1835 brachte die Beseitigung des Schöppenstuhls, des Oberhofgerichts und des Konsistoriums, wogegen die Stadt Sitz des Appellationsgerichts und der Kreisdirektion wurde. Hierzu kamen 1836 die Buchhändlerbörse und am 1. September 1838 die Leipziger Bank. Eine durch die Maßregeln gegen eine sich in Leipzig konstituierende deutschkatholische Gemeinde sowie durch eine Bekanntmachung der Minister in Beziehung auf den Symbolzwang der protestantischen Kirche hervorgerufene Missstimmung der Bürger ließ es am 12. August 1845 bei der Anwesenheit des Prinzen Johann zu einem Volksauflauf kommen, bei welchem das Einschreiten des Militärs mehreren Personen das Leben kostete. Während des Sturmjahrs 1848 wirkten hier zahlreiche politische Vereine in verschiedenen Richtungen, namentlich entwickelte Robert Blum eine große agitatorische Tätigkeit. In der Nacht zum 17. Mai 1849 kam es zwischen der Kommunalgarde und den Tumultuanten zu blutigen Zusammenstößen. 1866 war Leipzig mehrere Monate von preußischen Truppen besetzt. 1868 wurde das Reichsoberhandelsgericht und 1879 das Reichsgericht nach Leipzig verlegt.

Anreise[Bearbeiten]

Rollbrücke West über die A 14

Leipzig ist eine bedeutende Verkehrsdrehscheibe in Mitteldeutschland.

Flugzeug[Bearbeiten]

Der Flughafen Leipzig Halle befindet sich 15 km nordwestlich von Leipzig. Er ist vor allem als aufstrebender Frachtknotenpunkt bekannt geworden und fertigt mehr als zwei Millionen Passagiere jährlich ab.

Der Flughafen Leipzig/ Halle ist an das Fern- und Regionalbahnnetz angeschlossen. Mit dem Regionalexpress (RE 5, aller 30 Minuten) sind es 14 Minuten Fahrzeit zum Leipziger Hauptbahnhof zu einem Preis von ca. 3,60 €. Auf dieser Linie gibt es während der Nachtstunden nur ein sehr eingeschränktes Zugangebot. Für eine Taxifahrt in das Leipziger Stadtgebiet ist mit Kosten von 25 bis 30 € zu rechnen. Am Flughafen stehen mehrere kostenpflichtige Parkplätze und ein Parkhaus zur Verfügung. Mit dem Auto gelangt man über die A14 nach Leipzig.

Bahn[Bearbeiten]

Schnelltriebwagen SVT 137 von 1935 mit planmäßiger Höchstgeschwindigkeit 160 km/h.
Zu sehen sind auf Gleis 24 des Hauptbahnhofs: Dampflok BR52, SVT 137, E-Lok: E04, E44 u. E94
Regionalbahn im Hauptbahnhof 2013

Der Leipziger Hauptbahnhof liegt direkt im Nordosten der Altstadt. Hier kreuzen sich zwei ICE-Linien:

Desweiteren gibt es eine stündliche InterCity-Verbindung von/ nach Hannover über Magdeburg. Von dort aus fahren die Züge weiter über Bremen nach Oldenburg oder über das Ruhrgebiet nach Köln. Am Freitag- und Sonntagnachmittag ist eine Reservierung nach Berlin, Hamburg und Frankfurt am Main sehr zu empfehlen. Durch den Ausbau der Bahn-Strecke nach Berlin und Hamburg mit 200 bzw. 230 km/h geht es gen Norden zügig voran. Die anderen Strecken sind nur teilweise ausgebaut oder im Bau, so dass die Reise länger dauert:

  • Hamburg Hauptbahnhof 3 h
  • Berlin Hauptbahnhof 1 h 15 min
  • Nürnberg 3 h 10 min
  • München Hauptbahnhof 4 h 40 min
  • Erfurt 1 h 10 min
  • Frankfurt am Main 3 h 30 min
  • Hannover 2 h 40 min

Leipzig Hauptbahnhof ist Knotenpunkt von Nahverkehrslinien (RE und RB) unter anderem aus Dessau, Bitterfeld, Cottbus, Hoyerswerda, Dresden und Riesa, Chemnitz, Zwickau sowie Gera. Etwa 30 Minuten Fahrzeit entfernt liegt der Knoten Halle (Saale), erreichbar mit der S 10 oder der RE 5; wobei nur die RE 5 über den Flughafen Leipzig-Halle fährt.

Bus[Bearbeiten]

Mit Fernbussen ist Leipzig neben einer Reihe von deutschen Städten z.B. auch aus Amsterdam, Antwerpen, Brüssel, London, Rotterdam und Sofia erreichbar.

Auto[Bearbeiten]

Zeichen 270.1.svg Achtung: In Leipzig wurden Umweltzonen im Sinne der Feinstaubverordnung eingerichtet. Ohne entsprechende Plakette riskiert man bei Einfahrt in eine Umweltzone einen Punkt in Flensburg sowie ein Bußgeld. Dies gilt auch für ausländische Verkehrsteilnehmer.

Einfahrverbot für Fahrzeuge der   Schadstoffgruppe 1 + 2 +3    (Info Umweltbundesamt)

Zusatzzeichen 1031-51.svg


Die Umweltzone trat in Leipzig am 01.03.2011 in Kraft. Auch Urlauber, die mit einem Auto ohne die entsprechende Plakette in den Umweltzonen erwischt werden, müssen mit einem Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen. Siehe auch www.umwelt-plakette.de.

Lage
Lagekarte von Deutschland
Leipzig
Leipzig
Entfernungen
Nürnberg: 282 km
Hannover: 262 km
Prag: 255 km
Berlin: 190 km
Chemnitz: 132 km
Dresden: 111 km

Leipzig kann leicht mit dem Auto erreicht werden: die beiden Autobahnen A 14/ A 9 führen direkt an Leipzig vorbei. Mittlerweile ist der Ring um Leipzig durch die A 38 geschlossen, hier findet sich auch eine Raststätte der besonderen Art, Deutschlands einziges "Rastschloss" am Belantis-Park.

Es führen folgende Bundesstraßen durch Leipzig:

Schiff[Bearbeiten]

Leipzig ist mit dem Schiff so gut wie nicht zu erreichen. Die nächsten größeren Gewässer sind Saale, Mulde und Elbe, allerdings ist die nächstgelegene Stadt an der Elbe (Torgau) reichlich 50 km entfernt.

Der Bau des Saale-Leipzig-Kanals wurde 1943 eingestellt, derzeit gibt es Diskussionen zum Fortbau.

Mobilität[Bearbeiten]

S-Bahn Leipzig-Halle

Die S-Bahn Leipzig-Halle ist ein Stadt- und Vorortverkehr auf auch vom übrigen SPNV genutzten Bahnstrecken, der von DB Regio und der Mitteldeutschen Regionalbahn (MRB) betrieben wird. Vom Leipziger Hbf fährt die S10 nach Halle im 30-Minutentakt. Seit Dezember 2009 bedient die MRB die ehemaligen Linien 2 und 11 (Linienbezeichnung MRB 2, MRB 11).

MRB 2Leipzig Hauptbahnhof – Borna (stündlich, bis Neukieritzsch alle 30 Minuten mit den RB-Zügen nach Altenburg),
MRB 11Leipzig Hauptbahnhof – Wurzen

S 10 Halle Hauptbahnhof – Leipzig Hauptbahnhof

Der Flughafen Leipzig Halle wird stündlich von einer RE-Linie bedient. Es gilt der Verbundtarif des MDV.

In der Stadt ist die Straßenbahn das Mittel der Wahl. Von den 13 Straßenbahnlinien fahren bis auf die Linie 2 alle zum Hauptbahnhof. Tagsüber besteht ein Zehnminutentakt, der sich durch die Überlagerung zweier Linien auf den wichtigsten Strecken zu einem Fünfminutentakt verdichtet. Ab 19 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen gilt ein 15-min-Takt. Von 22 Uhr bis 1 Uhr fahren die Bahnen alle 30 min, wobei ein Sammelanschluss am Hauptbahnhof besteht.

Die Busse verbinden die Tangenten untereinander. Dabei haben die Linien 60, 70, 80 und 90 Metrobus-Charakter - sie verkehren zu den selben Takten, wie die Straßenbahnen. Die Linie 89 führt als einzige Buslinie im Viertelstundentakt durch die Innenstadt und verbindet den Hauptbahnhof mit dem Musikerviertel südwestlich der Innenstadt und Connewitz.

Nachtbusse starten am Hauptbahnhof um 1:11 Uhr, 2:22 Uhr und 3:33 Uhr. In den Nächten von Freitag zu Sonnabend bzw. Sonnabend zu Sonntag starten am Hauptbahnhof zusätzliche Busse um 1:45 Uhr und 3:00 Uhr.

Eine Straßenbahn- oder Bushaltestelle ist in Leipzig selten mehr als 5 Minuten weit weg, so lohnt es sich das Auto stehen zu lassen und mit dem ÖPNV die Stadt zu erkunden. In den meisten Fällen ist die Straßenbahn dank eigenem Schienenbett und Vorrangschaltung an Ampeln auch deutlich schneller.

Im gesamten Stadtgebiet, sowie in den umliegenden Kreisen gelten die Tarife des MDV (Mitteldeutscher Verkehrsbund). Ein Einzelfahrschein kostet innerhalb der Stadt 2,30 € ( Kinder 1,- €), eine Tageskarte 5,50 € und für Leipzig mit Umgebung 7,- €. Für Familien und Gruppen bis zu fünf Personen lohnt sich eine Gruppenkarte für 16,30 € bzw. 21,- € für Leipzig + Umland. Stand Dez. 2011.

Eine Fahrradmitnahme ist in der Stadt Leipzig von 19.00 Uhr bis 5.00 Uhr möglich. Im Zügen können Fahrräder im MDV kostenlos mitgenommen werden.

Liniennetzplan Leipzig - Tram / Bus / S-Bahn (PDF)

Nachtbusnetz Leipzig - Nightliner (PDF)

Am 8. Dezember 2013 soll der City-Tunnel Leipzig zwischen Leipzig Hbf und dem Bahnhof Leipzig Bayrischer Bahnhof eröffnet werden. Durch ihn sollen dann 5 S-Bahn-Linien verkehren, die von der S-Bahn Mitteldeutschland GmbH betrieben werden. Die stillgelegte S1 wird dann wieder reaktiviert und nach Oschatz verlängert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Stadtplan

In der Stadtmitte[Bearbeiten]

Die Altstadt mit dem Groß der baulichen Sehenswürdigkeiten liegt innerhalb eines Straßenrings südlich des Hauptbahnhofes (1915 fertiggestellt) und ist in weiten Teilen Fußgängerzone. Bevor man vom Hauptbahnhof aus die eigentlichen historischen Sehenswürdigkeiten erreicht, kommt man am Sachsenplatz Nr01.png vorbei, der ein Neubau aus den 1960er Jahren ist und vor dem Krieg dicht bebautes Gebiet ersetzte. An Stelle der ehemaligen Touristinfo wurde hier 2004 das Museum der bildenden Künste neu eröffnet.

Der Marktplatz Nr02.png wird vom Alten Rathaus beherrscht, das 1556 im Renaissancestil erbaut wurde. Es beherbergt das Stadtgeschichtliche Museum mit ständiger Ausstellung. Am Nordrand des Marktes liegt die Alte Waage, ein altes Handelsgebäude, das 1943 zerstört und in den Jahren 1963 bis 1964 wiederaufgebaut wurde. Hinter dem Alten Rathaus wiederum liegt der Naschmarkt (1556) Nr03.png mit der Alten Handelsbörse, die früher Versammlungsort der Kaufleute war. Davor das Goethedenkmal, das an die Zeit des Dichters während seines Studiums in Leipzig erinnert.

Nikolaikirche, rechts dahinter Specks Hof

Auf der anderen Seite des Naschmarktes beginnt die Mädlerpassage Nr04.png, die nur einen Teil des Passagensystems darstellt. Gleich am Eingang der Mädlerpassage liegt ein weiteres berühmtes Wahrzeichen der Stadt: Auerbachs Keller, wie zu erwarten ausgeschmückt mit Figurentruppen aus der „Faust“-Szene. Folgt man der Grimmaischen Straße nun ostwärts, gelangt man zum Hansahaus Nr05.png, das ein weiteres, wenn auch nicht so eindrucksvolles Passagensystem bildet, und nebenan zu Specks Hof. Gegenüber liegt die Nikolaikirche, die als Ausgangspunkt für die Demonstrationen im Herbst 1989 gilt.

Am östlichen Ende der Altstadt liegt der Augustusplatz Nr06.png, der wie der Sachsenplatz im Norden nach dem Krieg völlig neu gebaut wurde. Es handelt sich dabei um den Universitätskomplex mit der Universität, dem Neuen Gewandhaus, dem Opernhaus (trotz Neubaues mit historischen Elementen) und dem City-Hochhaus Leipzig, ehemals Universitätshochhaus. Das City-Hochaus Leipzig ist 142,0 Meter, mit Antenne 155,4 Meter, hoch und ist damit das höchste Gebäude Leipzigs und Mitteldeutschland. Es hat zudem die Form eines aufgeschlagenen Buches.

Im Südwesten der Altstadt findet man die Thomaskirche Nr07.png, welche durch den Thomanerchor weltweit bekannt ist. Wiederum südlich davon liegen das Stadthaus Leipzig und daneben das Neue Rathaus,Nr08.png, welches seit dem Jahr 1905 der Sitz der Leipziger Stadtverwaltung ist.

Speck's Hof − Messehaus und älteste erhaltene Ladenpassage

Passagen und Handelshöfe[Bearbeiten]

  • Messepalast Speck's Hof − älteste erhaltene Ladenpassage in Leipzig, erbaut 1908-11. Mit 10.000 m² Ausstellungsfläche war sie der größte Messeplatz der damaligen Zeit. Passagenneugestaltung 1982/83 und 1993/95, gegenüber der Nikolaikirche
  • Barthels Hof
  • Stenzlers Hof
  • Mädlerpassage mit dem Auerbachs Keller
  • Städtisches Kaufhaus
  • Handelshof

In den Stadtteilen[Bearbeiten]

Andreaskapelle in Knautnaundorf

Neben der Innenstadt ist auch der Südosten Leipzigs von Interesse: Hier findet man die beiden gewaltigen Komplexe der Deutschen Bücherei und des alten Messegeländes. Ganz in der Nähe der Deutschen Bücherei findet sich die russische Gedächtniskirche, die an die in der Völkerschlacht gefallenen russischen Soldaten erinnert. Das Völkerschlachtdenkmal liegt im Stadtteil Stötteritz und ist eines der Wahrzeichen Leipzigs. Von der Aussichtsplattform hat man eine schöne Rundsicht über die Umgebung.

Das 1996 fertiggestellte neue Messegelände befindet sich hingegen im Norden der Stadt und ist dort eine der wichtigsten Landmarken.

Besonders für junge Leute interessant ist der Stadtteil Connewitz im Südwesten, während im Westen das Waldstraßenviertel mit Gebäuden aus der Zeit von 1870 bis 1900 lockt.

  • Schloss Schönefeld in der östlichen Vorstadt.
  • Zu kulturellen Veranstaltungsstätten umgewidmete ehemalige Industrieanlagen wie die ehemalige Armaturenwerke in Plagwitz[1] oder die Baumwollspinnerei in Lindenau[2].
  • Die Andreaskapelle in Knautnaundorf ist die älteste in Sachsen erhaltene Kirche.

Museen[Bearbeiten]

Leipzig besitzt eine vielfältige Museumslandschaft. Die Leipziger Museen werden in einem eigenen Artikel beschrieben.

Das Stadtgeschichtliche Museum besteht aus mehreren Häusern. Neben dem Haupthaus Altes Rathaus am Markt existiert seit 2004 ein Neubau im Böttchergäßchen mit dem Kinder- und Jugendmuseum „Lipsikus“, der Bibliothek und der Fotothek, sowie das Schillerhaus in Leipzig-Gohlis, das Völkerschlachtdenkmal und FORUM 1813, das Museum Zum Arabischen Coffe Baum, die Alte Börse und das Sportmuseum. · Eintritt für jedes Haus zwischen 3,- und 6,- €. · Im Museum Zum Arabischen Coffe Baum in der Kleine Fleischergasse ist der Eintritt frei, im Restaurant, dem Cafe Francais, dem Wiener Cafe und in der arabischen Kaffeestube kann man den Museumsbesuch ausklingen lassen.

Aussichtspunkte[Bearbeiten]

Leipziger Innenstadt vom Fockeberg aus gesehen
  • Aussichtsplattform auf dem City-Hochhaus am Augustusplatz. Das Gebäude ist mit 142,5 m das höchste Gebäude der Stadt. Von der Dachterrasse hat man einen schönen Blick über Leipzig. Im 29. Stockwerk knapp unter der Spitze des Gebäudes befindet sich auch ein Restaurant. (Kleiner Tip: Wer nicht sofort als Tourist erkannt werden will, nennt das Gebäude, so wie alle Leipziger, einfach Uniriese.)
  • Trümmerhalde "Fockeberg" - Der Berg wurde mit den im II. Weltkrieg entstandenen Trümmern zwischen 1947 und 1950 aufgeschüttet. Der 153,3 m hohe Berg überragt die Umgebung um etwa 45 m. Die Schutthalde ist heute eine parkartige Anlage mit schönen Ausblicken. Zu sehen sind die ca. 2 km entfernte Stadtmitte und der südliche Teil des Leipziger Auwalds. Der Hauptzugang zur Halde befindet sich in Verlängerung der Hardenbergstraße (bei 51° 19' 8" N 12° 21' 56" O). Von hier führt ein 850 m langer mit Skulpturen gesäumter Asphaltweg zur Bergspitze. Weitere Infos über den Fockeberg (auch Bilder der Aussicht) sind bei Wikipedia zu finden.
  • Aussichtsturm Rosental im Nordteil des Leipziger Auwalds, knapp 3 km vom Stadtzentrum entfernt.
  • Aussichtsplattform auf Völkerschlachtdenkmal - Die Plattform im Südwesten der Stadt (ca. 4 km vom Zentrum entfernt) ist über teilweise recht enge Treppen zugänglich, sowie über einen Fahrstuhl.

Parks und Seenlandschaften[Bearbeiten]

Johannapark in Leipzig, Blick über den Teich nach Osten in Richtung Cityhochhaus und Rathausturm

Leipzig ist eine sehr grüne Stadt, vom Promenadenring der Stadt, über den Auenwald, bis hin zu einzigartigen Parkfriedhöfen, die an Paris oder Wien erinnern.

  • Clara-Zetkin-Park − Zusammenschluss der Anlagen Johannapark, Palmengarten, Scheibenholz und König-Albert-Park.
  • Botanischer Garten der Universität Leipzig
  • Zoologische Garten Leipzig
  • Kulturpark Die Nonne
  • Friedenspark
  • Rosental
  • Leipzig hat den größten städtischen Auwald Europas.
  • Im Süden vor der Stadtgrenze hat sich durch Flutung der ehemaligen Braunkohlentagebaugruben eine Seenlandschaft mit 17 Seen gebildet, genannt Neuseenland. Am südlichen Stadtrand westlich von Markkleeberg liegt der im Jahr 2000 eröffnete Cospudener See. Er bietet Sport-, Freizeit-, Erholungsmöglichkeiten und Schiffsrundfahrten. Südlich von ihm entsteht bis 2013 der doppelt so große Zwenkauer See.

Mehr Informationen über Leipzigs Stadtgrün sind hier verfügbar.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Tropenhalle Gondwanaland des Zoos
Weißen Elster; links zwischen den Bäumen der Beginn des Karl-Heine-Kanals

Der Leipziger Zoo ist einer der meistbesuchten deutschen Zoos. Die sehenswerte Anlage liegt mitten im Stadtgebiet und ist mit der Straßenbahnlinie 12 gut zu erreichen. Hunde sind nicht erlaubt.
Eintritt April - Oktober: 17,- €, ermäßigt: 14,-, Kinder 4-14 Jahre: 10,- €, Familien: 43,- €.
November - März: 14,- €, erm.: 12,- €, Kinder 4-14 J.: 8,- €, Familien: 35,- €. (Stand 2013) .

Der Leipziger Hauptbahnhof ist eine Augenweide. Außerdem ist dort das Shoppen bis 22 Uhr und auch am Sonntag möglich. Auch die gesamte Innenstadt ist sehenswert und aufgrund ihrer überschaubaren Größe an einem Nachmittag mit einem Spaziergang zu erkunden.

Es gibt innerhalb den Stadtgebietes viele kleinere und größere Parks. Mitten durch Leipzig zieht sich eines der größten Auenwaldgebiete Mitteleuropas.

Das Neuseenland im Süden Leipzigs entsteht derzeit durch die Flutung ehemaliger Tagebaue. Während der Cospudener See bereits seit dem Jahr 2000 genutzt wird, kann man derzeit noch die allmähliche Entstehung des benachbarten Zwenkauer Sees beobachten. Im Gebiet der neuen Seen befinden sich viele Freieit- und Sportangebote, wie Bootsanleger für Segelboote, eine Tauchschule, Surfmöglichkeiten, ein Golfplatz, Strände, Rad-, Skate- und Joggingwege, eine Wildwasserstrecke für Kanus und Raftingboote und vieles mehr.

Neben der Vielzahl an Seen bietet Leipzig weitere Wasserwege, die es zu beschreiten lohnt. So laden beispielsweise der Karl-Heine-Kanal und die Weiße Elster zu verschiedenen Bootstouren ein. An verschiedenen Einstiegsstellen, wie zum Beispiel am Bootsverleih Herold oder am Bootsverleih am Klingerweg kann man zwischen verschiedenen Aktivitäten wählen - von der Kaffeefahrt mit Erzählungen rund um den Karl-Heine-Kanal und das westliche Stadtgebiet bis hin zum Verleih von Kanus und Kajaks.

Leipzig bietet allen, die mehr über die Stadt bzw. ihre Sehenswürdigkeiten erfahren wollen, eine Vielzahl an Stadtführungen. Es gibt Rundgänge im Zeichen von Kunst und Musik, Stadtführungen mit der Straßenbahn oder dem Rad und sogar geführte Kneipentouren. Die Tourist-Information in der Katharinenstraße 8 hat viele unterschiedliche Führungen unter der Leitung von ausgebildeten Stadtführern im Programm.

Einkaufen[Bearbeiten]

Einkaufspassage im Hauptbahnhof

Die Innenstadt, zu einem großen Teil Fußgängerzone, lädt zum Einkaufen ein. Ehemalige Handelshöfe sind heute Passagen, überdachte Wege durch die Gebäude und Höfe. Hier besonders hervor zu heben ist die wunderschöne Mädlerpassage. In der Stadt finden sich kleine und große Läden ebenso wie Kaufhäuser und natürlich Cafés, Restaurants (von einfach bis nobel) oder auch einen einfacher Imbiss.

In den Promenaden des Hauptbahnhofs ist das Einkaufen bis 22 Uhr möglich, ausgewählte Geschäfte öffnen hier auch Sonntag.

Ebenso finden sich Bioläden und Geschäfte, in denen fair gehandelte Waren angeboten werden.

Außerdem gibt es in Leipzig noch mehrere große Einkaufszentren, mit teils mehr als 100 Geschäften. Bis auf das im September 2012 neueröffnete Einkaufszentrum Höfe am Brühl an der gleichnamigen Straße sind diese jedoch eher am Rand der Stadt und mit den für Einkaufzentren typischen Läden. Ausserhalb der Innenstadt sind dies z.B. das Allee-Center in Grünau und das Paunsdorf Center (P.C.) in Sommerfeld oder um die Stadt herum Nova Eventis und der Pösna Park.

Küche[Bearbeiten]

Mädlerpassage mit den Kellertreppen zum Aucherbachs Keller vor den Figurengruppen

Das bekannteste Gericht aus Leipzig ist Leipziger Allerlei. Das ist eine Mischung aus jungem Gemüse, Morcheln und Flusskrebsen. Ebenfalls typisch für Leipzig sind Leipziger Lerchen, ein kleiner Mürbeteigkuchen welcher mit Marzipan und Marmelade gefüllt ist. Desweiteren natürlich typisch sächsische Küche wie Kartoffelsuppe, Quarkkeulchen usw.

Ein ganz besonderes touristisches und kulinarisches Erlebnis ist ein Besuch des Restaurants Panorama Tower in der 29. Etage des City-Hochhauses. Das höchste Restaurant Mitteldeutschlands bietet neben der atemberaubenden Aussicht auf Leipzig eine junge und freche Küche im Stil von Jamie Oliver. In einem modernen Ambiente klarer Linien und Kontraste stört nichts den Blick über die Messestadt und den unkonventionellen Gaumenschmaus. Im wahrsten Sinne des Wortes ein Hochgenuss! Ebenso zum Programm sollte der weltberühmte Auerbachskeller gehören, der dank Goethes Faust, zu Weltruhm kam.

Wer sehr gut essen gehen möchte, sollte den Stadtpfeiffer im Leipziger Gewandhaus aufsuchen. Hier gibt es ausgezeichnete Küche bei exzellentem Service. Die Preise sind allerdings auch (angemessen) hoch. Ein weiteres Gourmet-Restaurant ist das Falco, im Hotel The Westin gelegen (Gerberstraße 15), das sicher hinsichtlich Preis und Qualität in Leipzig momentan nicht überboten wird.

Weitere Gastronomieeinrichtungen finden sich in den Stadtteilartikeln.

Nachtleben[Bearbeiten]

Ein Kneipenbummel führt nahezu immer in das Barfußgässchen, unmittelbar am Markt. Solange es die Temperaturen erlauben, sind in der schmalen Gasse über Hundert Plätze im Freien. Diese "Kneipenmeile" nennt man im Leipziger Sprachgebrauch auch Drallewatsch. Viele weitere Lokale sind in der Innenstadt und weiter westlich in der Gottschedstraße. Etwas alternativer ist es in der Südvorstadt und wer es besonders alternativ oder einfach mal anders mag begibt sich nach Connewitz oder Plagwitz.

Eine Leipziger Bierspezialität ist die Gose, ein nachvergorenes, trübes Bier von sehr eigenem Geschmack.

Besonders am Freitag und Wochenende ist in der Innenstadt was los! Beliebte Ziele sind:

  • Alpenmax
  • Nachtcafe, Diskothek (mehrere floors).
  • Nightfever, 1970er, 1980er, 1990er Jahre-Diskothek.
  • Beatclub
  • Dark Flower, Tanzkeller für Freunde der düsteren Musik.
  • Der Anker, Soziokulturelles Zentrum (auch Livekonzerte).
  • Conne Island, links-alternatives Jugendzentrum.
  • Distillery, Ostdeutschlands dienstältester Technoclub außerhalb Berlins.
  • Flower Power, Erlebnis-Gastronomie mit Musik der 1970er, 1980er Jahre.
  • Leipzigbar, stylische Loungebar.
  • Lunapark, Haus Auensee.
  • Moritzbastei, Europas größter Studentenclub, beherbergt in einer mittelalterlichen Festung.
  • Spizz, Café und Jazzkeller.
  • Werk II

Sowie andere Cafés und Bars, in denen man wunderbar einen Kaffee schlürfen kann oder kleine Clubs für einfach jeden Geschmack vom Techno- bis zum Heavy-Metal-Fan.

Unterkunft[Bearbeiten]

  • Jugendherberge, Volksgartenstraße 24 (Schönefeld), Tel.: 0341 245700, Fax: 0341 2457012, E-Mail: jhleipzig@djh.de. Preise: Ü/F ab 19,15 €, HP ab 24,65 €, (Stand 2010)· Aufschläge bei 1 Übernachtung: 2 €, März - Ende Oktober: 2 €, für Personen über 27 Jahre: 3,50 €, 2-Bett-Belegung: 4 €, 1-Bettbelegung: 10 € ·. 170 Betten in 57 Zimmern mit 2- bis 5-Bettzimmern. · Hausprospekt (Pdf)
  • WGs und Wohnungen: Die meisten WG-Angebote findet man rund um die Altstadt. Besonders beliebt sind die Gründerzeitviertel Zentrum-Süd mit der anschließenden Südvorstadt und Connewitz, Gohlis im Norden und Reudnitz im Osten. Die Mieten gehören zu den niedrigsten Deutschlands. Ein 20 qm-WG-Zimmer in einem Gründerzeithaus ist für 150-200 € zu haben. Trotz steigender Studentenzahlen ist es nach wie vor recht einfach, auch kurzfristig ein Zimmer zu bekommen.

Weitere Unterkünfte in den Stadtteilartikeln...

Lernen[Bearbeiten]

Paulinum der Uni Leipzig am Augustusplatz, rechts das Augusteum.

Die 1409 gegründete Universität Leipzig ist die nach Heidelberg zweitälteste Universität Deutschlands. An 14 Fakultäten lernen 29.000 Studenten.

Das Augusteum soll zum Sommersemester 2012 der Universität übergeben werden. An seiner Stelle stand der zwischen 1831 − 1836 errichtete prachtvolle Vorgängerbau. Es wurde 1968 auf Anordnung der DDR-Führung gesprengt und durch einen Neubau in funktional-nüchterner DDR-Architektur ersetzt. Der jetzige Neubau soll das Hauptgebäude der Universität werden. Baubeginn war 2007.

Das Paulinum ist ein im Bau befindliches Gebäude der Universität Leipzig am Augustusplatz direkt neben dem Augusteum und soll 2013 fertig sein. Es steht an der Stelle, an der 1968 die Paulinerkirche gesprengt wurde, die nur wenig beschädigt war. Im Gebäude sind die neue Aula, ein Andachtsraum und Arbeitsräume für Wissenschaftler der Fakultät Mathematik und Informatik unter einem Dach vereinigt. Im Andachtsraum sollen die vor der Sprengung aus der Paulinerkirche geborgenen Epitaphien und der Altar integriert werden.

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Leipzig verfügt über zahlreiche Kliniken mit entsprechenden Notdiensten. Daneben ist ein dichtes Apothekennetz mit 24-stündigen Notdienst vorhanden. Fachärzte aller Fachrichtungen sind im niedergelassenen Bereich ausreichend vorhanden.

Klarkommen[Bearbeiten]

Gottesdienste:

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Die Vorwahl für Leipzig lautet 0341. Aus dem Ausland wählt man 0049341 als Vorwahl.

Die Postleitzahlen für Leipzig sind 04003 bis 04357.

Ausflüge[Bearbeiten]

Merseburg
Schloss zu Altenburg

Ziele in der näheren Umgebung sind neben Halle (Entfernungsangaben ab Stadtzentrum):

  • Leipziger Neuseenland im Süden von Leipzig. Zum Teil noch in Flutung.
  • Werbeliner See − nördlich von Leipzig
  • Goitzschesee − zweitgrößtes Gewässer im Sächsischen Seenland westlich von Bitterfeld.
  • Geiseltalsee − einer der größten künstlichen Seen in Deutschland und das größte Gewässer im Sächsischen Seenland westlich von Merseburg.
  • Die kleinere Nachbarstadt Halle (Saale) ist über die A 14 oder mit der S-Bahn erreichbar.
  • Belantis Vergnügungspark (17 km südlich, B 2 bis Gaschwitz bzw. Kreuz Leipzig-Süd, dann A 38 Ri. Göttingen) - Ostdeutschlands größter Freizeitpark auf 27 Hektar Fläche.
  • Delitzsch (25 km nördlich, B 184) - Barockschloss Delitzsch.
  • Eilenburg (26 km nordöstlich, B 87) - Stadt an der Mulde; Burg Eilenburg.
  • Pegau (26 km südlich, B 2) - Kleinstadt an der Weißen Elster; Sankt-Laurentius-Kirche und Rathaus.
  • Bad Dürrenberg (27 km westlich, B 181, in Leipzig-West auf die A 9, an der Abfahrt Bad Dürrenberg wieder runter) - größtes zusammenhängendes Gradierwerk Europas.
  • Wurzen (28 km östlich, B 6) - auch mit der Leipziger S-Bahn erreichbar; das Schloss Wurzen gilt als ältestes Schloss im deutschsprachigem Raum.
  • Merseburg (29 km westlich, B 181) - Kaiserpfalz an der Saale, Dom mit den Merseburger Zaubersprüchen.
  • Borna (30 km südöstlich, B 2/ B 95 Ri. Chemnitz) - Marktplatz mit Rathaus und Goldenem Stern.
  • Altenburg (38 km südlich, B 2/ B 95 Ri. Chemnitz, bei Borna auf die B93) Skatstadt mit Schloss, großer historischer Altstadt, Kunstmuseum und Sportwagenmanufaktur.

Weitere Ziele:
Weimar, ehemalige Kulturhauptstadt Europas mit vielen schönen Bürgerhäusern und großem Park, ist mit dem ICE weniger als eine Stunde entfernt. Auch Erfurt und Dresden (schöne Städte mit sehenswerter Altstadt, Kirchen und Brücken) sind binnen einer Zugstunde erreichbar.

Literatur[Bearbeiten]

  • Tobias Gohlis: DuMont-Reisetaschenbuch „LEIPZIG“. DuMont Reiseverlag Köln, 2004
  • Janka Löwe, Bettina Meißner: DUMONT direkt „Leipzig“. DuMont Reiseverlag, Köln 2005
  • Gabriele Walter: Merian „Leipzig“. 4. Aufl., Gräfe & Unzer, München 2005
  • Maren Goltz: „Musikstadtführer Leipzig“. Kamprad Verlag, Altenburg 2004
  • Stefan Sachs: Go Vista CITY GUIDE „Leipzig“. Vista Point Verlag, Köln 2005
  • Toma Babovic, Edgar S. Hasse: Leipzig. In englischer, deutscher und französischer Sprache. Verlag Ellert & Richter Hamburg 2005, ISBN 3-8319-0024-8
  • Evelyn TerVehn: Marco Polo „Leipzig“ mit City Atlas. 2. aktual. Aufl., Mairs Geographischer Verlag, Ostfildern 2003
  • D. Mundus: Leipziger Landpartien. 15 Tagesausflüge für Neugierige. 3. überarb. Aufl., Edition Neureuter, Leipzig 2002
  • Wolfgang Hocquél: Leipzig - Architektur von der Romanik bis zur Gegenwart. Passage-Verlag, Leipzig 2004, ISBN 3-932900-54-5
  • Thomas Nabert (Red.): Quer durch Leipzig mit dem Rad. Herausgegeben von PRO LEIPZIG in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro StadtLabor und dem ADFC Leipzig, Leipzig, 2. überarb. Aufl. 2006, ISBN 3-9807201-5-2, 292 Seiten mit zahlreichen Karten und ca. 500 farbigen Abbildungen, Format: 12 x 18 cm, fadengeheftete Broschur.
  • Oliver Schröter: 111 Orte in Leipzig die man gesehen haben muss. Emons, März 2012, ISBN 978-3897059108, 240 Seiten

Weblinks[Bearbeiten]

  1. http://westwerk-leipzig.de/
  2. http://www.spinnerei.de/