Kuba

Aus Wikivoyage
Wechseln zu: Navigation, Suche
Lage
Karte der Karibik mit hervorgehobener Lage von Kuba
Flagge
Flagge von Kuba
Kurzdaten
Hauptstadt: Havanna
Staatsform: Sozialistische Republik
Währung: 1) 1 Kubanischer Peso (CUP)
= 100 Centavos
2) 1 konvertibler kubanischer Peso (CUC)
= 100 Centavos (für Touristen)
Fläche: 110.861 km²
Bevölkerung: 11,3 Mio
Sprachen: Spanisch
Religionen: Katholiken 39,6 %, Protestanten 3,8 %, Konfessionslose 55,1 %
Stromnetz: A, B, C, L; 110 V, 60 Hz
Telefonvorwahl: +53
Internet TLD: .cu
Zeitzone: MEZ-5h; MESZ-6h

Kuba (span.: Cuba) ist ein Inselstaat in der Karibik. Aufgrund seiner Geschichte und seiner aktuellen politischen Situation gilt Kuba als Reiseziel der besonderen Art. Kuba hat eine stark zelebrierte Kultur zu der Musik, Tanz, Zigarren, spanische Kolonialbauten und nicht zuletzt die Revolution von 1959 gehören.

Im Nordwesten hat die Insel einen Küstenstreifen zum Golf von Mexiko, die gesamte Nordküste liegt am Atlantischen Ozean.

Inhaltsverzeichnis

Regionen [Bearbeiten]

Kuba ist in insgesamt 14 Provinzen und ein Sonderverwaltungsgebiet (Isla de la Juventud) unterteilt.

Westen

Karte von Kuba

Zentrum

Osten

Städte [Bearbeiten]

Ein Straßenzug im Zentrum von Havanna
Der Stadtpark von Cienfuegos
  • Camagüey - die drittgrößte Stadt besitzt die nach Havanna zweitgrößte erhaltene Altstadt.
  • Cienfuegos - die Stadt an der Karibikküste ist bekannt für das Stadtzentrum.
  • Havanna - die Hauptstadt mit Verfall und Nachtleben.
  • Santa Clara - hier steht das monumentale Mausoleum für die Gefallenen der Revolution 1956-1959, das auch Che Guevaras Grabstätte enthält.
  • Santiago de Cuba - die zweitgrößte Stadt des Landes.
  • Trinidad - kleine Stadt, deren spanische Bauten im Zentrum zum Weltkulturerbe gehören.

Weitere Ziele [Bearbeiten]

Trinidad - Die alte Zuckerhauptstadt

Hintergrund [Bearbeiten]

Geschichte [Bearbeiten]

Kuba wurde am 28. Oktober 1492 von Christof Kolumbus auf seiner ersten Reise in die Neue Welt entdeckt und Juana getauft. Ab 1511 begannen die Spanier unter dem Gouverneur Diego Velázquez de Cuéllar mit der Gründung von Ortschaften, der Suche nach Gold und der Landwirtschaft. Trotz einsetzender Zuwanderung durch Spanier aus allen Regionen waren diese zu Beginn in der Minderheit und nahmen die Indianer als Sklaven für den Arbeitseinsatz. Zu diesem Zeitpunkt gab es auf der Insel zwei Eingeborenenstämme, die Taíno and Ciboney, die sich technisch noch auf dem Niveau der Steinzeit befanden und den hochgerüsteten Spaniern nichts entgegensetzen konnten. Man schätzt, dass vor der Eroberung durch die Europäer 60.000 bis 300.000 Indianer auf Kuba lebten. Wer die erste Welle der Eroberung überlebte, starb bald darauf an eingeschleppten Krankheiten oder den miserablen Lebensbedingungen, in welche die Einwohner gezwungen wurden.

Glockenturm in Cienfuegos, ein typisches Beispiel der Kolonialarchitektur

Später diente Kuba in erster Linie als Basis für die Spanier, die von dort aus die weitere Eroberung des amerikanischen Kontinents angingen. Es diente als Durchgangshafen für viele Güter, die aus Nord- und Südamerika nach Europa verschifft wurden. Durch diese spanischen Einflüsse blieb Kuba vergleichsweise isoliert, bis 1762 die Briten Havanna eroberten und jahrelang hielten. In dieser Periode kamen neue Einflüsse hinzu. Der Handel mit neuen Gütern und Sklaven blühte auf und der Zuckeranbau wurde ein Hauptwirtschaftszweig. Zwischen 1791 und 1804 flohen viele Franzosen vor der Haitianischen Revolution nach Kuba, wobei sie Kenntnisse in der Zuckerverarbeitung, dem Kaffeeanbau und Sklaven mitbrachten. Infolgedessen wurde Kuba der weltgrößte Zuckerproduzent. Erste Unabhängigkeitsbestrebungen gab es am Ende des 19. Jahrhunderts. Im Zehnjahreskrieg von 1868 bis 1878 wurden nur geringe Erfolge erzielt. Der intellektuelle José Martí landete 1895 mit einigen Exilrebellen an, um für Kubas Freiheit zu kämpfen. Obwohl er nur knapp einen Monat später getötet wurde, gilt er noch heute als Nationalheld, dessen Namen viele Straßen und Plätze tragen. Im Spanisch-Amerikanischen Krieg okkupierten die USA 1898 die spanische Kolonie und gewährten ihr vier Jahre später 1902 eine teilweise Autonomie, bei der sie jedoch großen Einfluss behielten.

Im 20. Jahrhundert gab es wie in vielen anderen Ländern Mittel- und Südamerikas viele Regierungen, die meist nur von kurzer Dauer waren. 1940 kam Fulgencio Batista ins Amt, wurde jedoch 1944 wieder abgewählt und wurde Armee-Chef.

Kuba entwickelt sich in den vierziger und fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts zu einem beliebten Urlaubsziel für US-Amerikaner. Nur wenige hundert Kilometer entfernt und bedeutend weniger prüde als die US-Amerikaner, boten geschäftstüchtige Kubaner und US-Amerikaner den Touristen viele Formen des Vergnügens: Musik, Tanzrevues, Spiel, Alkohol, hübsche Mädchen und Prostitution in vielen Varianten (z.B. Prostituierte all-inclusive zum Hotelzimmer).

Bis zum Sieg - Die Statue Che Guevaras auf seinem Mausoleum in Santa Clara

Mit seinem Putsch 1952 errichtete Fulgencio Batista eine Militär-Diktatur, die von den USA unterstützt wurde, weil sie sich vehement gegen den Kommunismus stellte. In einem ersten Versuch griff Fidel Castro 1953 die Moncada-Kaserne an, wurde jedoch gefangen genommen. Nach einer Generalamnestie Batistas reiste Castro nach Mexiko, um dort die Revolution zu organisieren. Er kehrte im November 1956 mit 82 Kämpfern, unter ihnen Che Guevara, auf einem Motorboot namens 'Granma' zurück. Es gelang ihnen am 1. Januar 1959 die Macht an sich zu reißen. Im Laufe der nächsten Jahre näherte sich Fidel Castro immer mehr dem kommunistischen Staatenblock an, obwohl seine Machtübernahme keineswegs eine reine kommunistische Revolution gewesen war (obwohl das die Propaganda heute so darstellt). Aufgrund dieser Annäherung und weil auf Kuba 1962 sowjetische Atomraketen installiert wurden was zur Kubakrise führte, brachen die USA jeden Kontakt ab und verhängten einen Handelsboykott, der bis heute anhält.

Kuba öffnete sich für ausländischen Tourismus 1980, wobei nur Gäste aus den sozialistischen Bruderländern einreisen durften. Die ersten Hotels und Touristenanlagen wurden allerdings schon vorher für kubanische Feriengäste erbaut. Umgekehrt reisten auch immer wieder Kubaner als Touristen nach Osteuropa und besuchten dort z.B. die DDR.

Der Kollaps des Ostblockes 1989 traf Kuba schwer, weil es bis dahin einen Großteil seiner Zuckerproduktion gegen Erdöl beim großen Bruder eintauschen konnte. Die Sowjetunion kaufte kubanischen Zucker zum doppelten Weltmarktpreis und verkaufte russisches Erdöl zu einem stark reduzierten Preis. Der Zwang, den Zucker nun auf dem Weltmarkt verkaufen zu müssen, wo er viel weniger wert war und der Ausfall der Erdöllieferungen, führte innerhalb von zwei Wochen zu einer schweren Wirtschaftskrise, die viele Jahre anhielt. Die Regierung gab dem Problem 'Wirtschaftskrise aufgrund des Zusammenbruchs der sozialistischen Volkswirtschaften in Osteuropa' sofort den Namen 'período especial' (Spezialperiode). Diese Periode dauert immer noch an und Kubaner, die die Zeit vor 1989 als Berufstätige erlebt haben, meinen oft, dass vieles damals besser war als heute (Stand 2006).

Eine weitere Reaktion der Regierung auf die angespannte Wirtschaftslage war die Öffnung 1989 gegenüber Touristen aus kapitalistischen Ländern. Spanische Hotelketten ('Meliá') und Tourismusunternehmen begannen Joint Ventures mit dem kubanischen Staat, wobei dieser mit 51 % die Aktienmehrheit bis heute behalten hat und die Spanier Material und Know-How brachten. Die meisten solchen Hotels werden von zwei Direktoren geführt, einem spanischen und einem kubanischen, wobei letzterer sich im Wesentlichen darauf beschränkt die Menschen zu überwachen. Das grösste Kontingent an Touristen stellen die Kanadier, für die Kuba bloss rund drei Flugstunden entfernt ist. US-Amerikaner sind selten, reisen jeweils über Kanada oder Mexiko ein, da es keine direkten Flüge zwischen USA und Kuba gibt.

Mit der Öffnung 1989 für Touristen aus kapitalistischen Marktwirtschaften begann leider auch der Ausverkauf der beweglichen Kulturgütern. Tausende von alten Büchern, Skulpturen und anderen kulturell bedeutsamen Gegenständen wechselten für wenige Dollars den Besitzer und wurden unter der Hand ins Ausland verkauft. Die Wirtschaftskrise machte die Menschen erfinderisch.

1994 wurde als Touristenwährung der 'Peso Cubano Convertible' (Abkürzung CUC) eingeführt, ursprünglich in 1:1-Parität zum US-Dollar. Seit November 2004 ist der US-Dollar nicht mehr als Zahlungsmittel zugelassen, beim Umtausch gegen CUC wird eine 'Strafgebühr' von 10 % erhoben. Beispiel: Auf einer Autobahnraststätte kostet ein Kaffee CUP 0,50. Von Touristen wird für denselben Kaffee CUC 0,50 verlangt (was ca. 25 Mal mehr ist). Zudem hat die Regierung den Wechselkurs zu US-Dollar und Euro angehoben, was die Preise für Touristen z.T. spürbar erhöht hat. Kuba ist ein teures Ferienland (sofern man nicht mit kubanischen Produkten auskommt und diese in Pesos Cubanos zahlt).

Erst seit dem Ende der 1990er Jahre entspannt sich die Lage etwas, weil Kuba mit dem Tourismus einen neuen und lukrativen Wirtschaftszweig erschlossen hat, der mit Abstand wichtigster Devisenbringer für das noch immer sozialistische Land ist. Dank eigenem Öl (deckt etwa 90 % des Verbrauchs) sowie den freundlich gesinnten Staaten Kanada, Venezuala und der Volksrepublik China sowie der Europäischen Union, geht es Kuba mittlerweile wieder deutlich besser. Offiziell herrscht zwar immer noch die Spezialperiode (wobei ein Reiseführer 2009 von einer Zeitdauer von 1990 - 1995 sprach), doch wächst die Wirtschaft wieder, und die langsame Öffnung des Landes bringt auch einen moderaten Fortschritt. Das Land profitiert ebenfalls als Erzfeind der USA von deren wenig diplomatischem Vorgehen weltweit.

Seit ca. 2000 spürt auch Kuba die weltweit rückläufigen Umsätze im Tourismus.

Die fragwürdigen Seiten Kubas [Bearbeiten]

Kuba ist ein Entwicklungsland. Es wird von vielen "das am weitesten entwickelte Drittweltland" genannt: Kuba liegt mit seinem HDI 'Human Development Index' von < 0.80 weltweit auf Rang 52 (siehe Human Development Index). Vor allem die medizinische Versorgung und der Grad der Alphabetisierung sind für ein Entwicklungsland recht hoch.

Organisationen wie "Amnesty International" kritisieren allerdings die prekäre Menschenrechtssituation (Kuba-Kogruppe.de):

  • Oppositionelle werden für ihre Aktivitäten drastisch bestraft.
  • Schon wer vom Recht auf Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit Gebrauch macht, muss u.U. mit Verhaftung rechnen, wenn das dem Regime nicht gefällt. Verhaftung bedeutet oft Isolationshaft in 2 qm kleinen Zellen.
  • 2005 wurden drei Männer, die mit einem gestohlenen Boot in die USA fliehen wollten, trotz internationaler Proteste hingerichtet.

Organisationen wie "Reporter ohne Grenzen" kritisieren die fehlende Pressefreiheit in Kuba. Von 166 Ländern liegt Kuba im internationalen Ranking auf Rang 163. Ähnlich schlechte Bedingungen für Reporter gibt es nur noch in Ländern wie Nordkorea, Myanmar oder Saudi-Arabien.

Auch dass es wenig Religionsfreiheit gibt, ist im sozialistischen Kuba ein Problem: Im sogenannten "Weltverfolgungsindex" liegt Kuba auf Platz 24, d.h. es gehört zu den 25 Staaten, in denen am wenigsten Religionsfreiheit herrscht. Opendoors-de.org

Ferner gibt es für Kubaner keine Freizügigkeit (freie Wahl des Wohn- und Aufenthaltsortes).

Anreise [Bearbeiten]

Zeitzone
Die Zeitzone, in der Kuba liegt, ist UTC-4h, also die europäische Winterzeit minus 5 Stunden. Bis 2004 gab es eine Sommerzeit. Aufgrund der Energiekrise wurde diese bis heute beibehalten. Seitdem muss man bei der Anreise aus Mitteleuropa im Winter die Uhr um 5 Stunden und im Sommer um 6 Stunden zurückstellen.

Die Anreise ist zur Zeit nur mit dem Flugzeug möglich. Es gibt keine Flugverbindung von den USA. Man kann auch keine Flüge in Reisebüros der USA buchen (Embargo). Wer von den USA aus nach Kuba möchte, sollte über Mexiko einreisen. Es gibt von Mexico-City und Cancun aus Direktflüge. EU-Bürger benötigen einen noch sechs Monate gültigen Reisepass und eine sogenannte "Touristenkarte", die am besten vorab beim Kubanischen Konsulat besorgt werden sollte (für Individualreisende) oder über das Reisebüro bzw. beim Serviceschalter von größeren Flughäfen erhältlich ist. Unbedingt vor Abflug kontrollieren: Die "Touristenkarte" muss auf der Rückseite einen Stempel des Reisebüros besitzen (einfacher Firmenstempel reicht). Falls dieser aus Nachlässigkeit fehlt, wird die Karte u.U. nicht anerkannt und man muss beim kubanischen Zoll nochmals eine kaufen. Bei der Einreise in Kuba wird die „Touristenkarte“ mit einem Stempel registriert, im Pass wird keine Eintragung vorgenommen. Es ist wichtig zu wissen, dass bei der Ausreise 25 CUC pro Person verlangt werden. Diese Kosten werden Pauschaltouristen mit "all-inclusiv" Buchungen meistens vom Preis abgezogen, müssen dann aber lokal bei der Ausreise bezahlt werden. Am besten gleich bei der Anreise pro Pass 25 CUC auf die Seite legen.

Bei der Einreise ist ein Visum, das man aber im Vorfeld erhält und ausfüllt, vorzuzeigen. Die eigentliche Einreise kann dennoch eine Weile dauern, weil jeder Pass genau kontrolliert wird. Ausnahmen gibt es kaum, als Faustregel haben Personen mit einem Pass eines freundlich gesinnten Landes deutlich weniger Wartezeit als US-Amerikaner (als Beispiel für sehr lange Wartezeiten, auch Mexikaner müssen momentan mit längeren Wartezeiten rechnen). Europäer und Chinesen können hingegen meist ohne Probleme (aber nach einer seriösen Überprüfung) einreisen. Die Kontrollen sind aber immer freundlich und korrekt, es werden immer mindestens Spanisch und Englisch, meist auch Deutsch und Französisch gesprochen, "US-amerikanische" Verhörmethoden sind nicht bekannt.

Eine abgetrennte Hälfte der "Touristenkarte" muss bis zur Ausreise zusammen mit dem Pass aufgehoben werden. Geht sie verloren, kann dies an der Grenze problematisch sein. Für Reisende, die im Land unterwegs sind, empfiehlt es sich vielleicht, zur Sicherheit mit der Digitalkamera scharfe Fotos aller Dokumente zu machen.


Am 16. Februar diesen Jahres hat die kubanische Regierung festgelegt, dass alle ab dem 1.5.2010 nach Kuba einreisenden Ausländer und ständig im Ausland lebende Kubaner bei der Einreise nach Kuba eine Krankenversicherungspolice vorweisen müssen. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, muss jeder Reisende über eine Reiseversicherung, die eine medizinische Behandlung in Kuba einschliesst, oder über eine Krankenversicherung verfügen, die die Behandlungskosten in Kuba übernimmt. Die Police muss in dem Land des aktuell ständigen Aufenthaltes erworben worden sein. Reisende, die zum Zeitpunkt der Einreise über keinen ausreichenden Versicherungsschutz verfügen, können sich eine von einer kubanischen Versicherung ausgestellte Police am Flughafen oder im Hafen ausstellen lassen (weitere Informationen siehe Anlage). Versicherte, die über eine von Versicherungsgesellschaften in Kuba ausgestellte Police sowie Versicherte mit Policen fast aller international agierender Versicherungsgesellschaften können an 365 Tagen im Jahr und 24 Stunden täglich von den Leistungen des kubanischen Unternehmens Asistur profitieren. Erfahrungsgemäss verfügen 80 % der nach Kuba einreisenden Personen bereits über eine in ihrem Herkunftsland ausgestellte Versicherung, mit der die Krankenkosten in Kuba abgedeckt sind. Staatsbürger der Vereinigten Staaten die auf direktem Wege nach Kuba reisen sind verpflichtet, in ihrem Heimatland eine Police einer kubanischen Versicherung die über das Netz der Firma Havanatur-Celimar vermarktet werden zu erwerben, da andere US Amerikanischen Versicherungsunternehmen keine Deckung der in Kuba anfallenden Krankenkosten garantieren können. Reisende, die bei Einreise einer Kontrolle unterzogen werden, müssen eine Krankenversicherungspolice oder eine Reiseversicherung mit Krankenversicherungsschutz vorweisen können, die jeweils den Zeitraum des geplanten Aufenthaltes in Kuba abdeckt. Besucher, die nach Kuba kommen sollen nicht nur die natürliche Schönheit der Insel und die sprichwörtliche Gastfreundschaft der Menschen, sondern auch eine umfassende Sicherheit, die natürlich auch das Wohlbefinden und die Gesundheitsversorgung beinhalten, geniessen können. Durch ein dichtes Netz von Polikliniken und Krankenhäusern, die bis in die entlegensten Ecken des Landes ihre Dienste anbieten, garantiert ihnen das kubanische Gesundheitssystem in medizinischen Notfällen jedweder Art fachmännische Betreuung. In der überwiegenden Mehrzahl der Hotelanlagen wird eine medizinische Primärversorgung angeboten. Für weitere Informationen zur Planung Ihrer Reise nach Kuba besuchen Sie bitte deren Website, kontaktieren Sie direkt die Botschaft oder das nächstgelegene kubanische Konsulat oder ein Fremdenverkehrsbüro des kubanischen Tourismusministeriums. Zum gleichen Zweck können Sie die Webseiten des Ministerium für Tourismus (www.cubatravel.cu) und der Versicherungsgesellschaft Asistur (http://www.asistur.cu) besuchen. Phones (53 7) 866-8527, 866-8339, 867-1315. Fax (53 7) 8-66-80, E-Mail: asisten@asistur.cu; seguros@asistur.cu

Flugzeug [Bearbeiten]

Der typische Pauschaltourist wird auf einem der internationalen Flughäfen in Varadero, Havanna, Cayo Coco oder Holguin landen.

Schiff [Bearbeiten]

Es existieren keine regelmäßigen Schiffsverbindungen nach Kuba, obwohl das eine oder andere Kreuzfahrtschiff die Insel ansteuert. Yachtfahrer sollten an den Marinas anlegen. Weiterhin sind die meisten Häfen nicht zugänglich und es ist nicht erlaubt, sich dort frei zu bewegen.

Mobilität [Bearbeiten]

Für längere Strecken empfiehlt sich ein Mietwagen, wobei man besser ein neueres Modell den schadanfälligen, schönen Oldtimern vorzieht. Unbedingt informieren, ob gerade Ölprobleme vorliegen, dank Eigenproduktion und Venezuala sind aber kaum Lieferengpässe bekannt. Reparaturen sind fast überall möglich; sofern man nicht in abgelegene Gebiete fährt, sind keine speziellen Vorkehrungen nötig, man sollte aber immer genug CUC mit sich führen. Nachtfahrten sind, wenn möglich, zu vermeiden, da kaum Strassenlaternen den Weg leuchten. Außerdem sollte man unbedingt gute Straßen- bzw. Landkarten dabeihaben, da die Beschilderung äußerst lückenhaft ist. Wer etwas Spanisch spricht fährt oft gut damit, einheimische Anhalter mitzunehmen. Diese wissen in der Regel genau wo es lang geht (siehe dazu auch Sicherheit).

Hauptrisiken auf den Strassen (gemäss Auskunft eines Busfahrers):

  • tagsüber und generell: neue Mietwagen mit alten Reifen (unbedingt Reifenprofile bei der Übernahme prüfen) oder gemischter Bereifung (Reifendimensionen prüfen), Schlaglöcher (es gibt Strecken mit Schlaglöchern, die mit ca. 4 Metern Durchmesser fast die gesamte Strassenbreite ausmachen)
  • nachts: unbeleuchtete Pferdekarren, Radfahrer ohne Rückblende (Tipp: Fahrrad-Rückblenden als Geschenk mitbringen), Fussgänger, unbeaufsichtigte Tiere

Für kurze Strecken sind Motorroller oder Fahrrad zu empfehlen. Nur für besonders wagemutige Personen empfiehlt sich das Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel, diese sind äusserst alt, langsam, voll und unbequem und das Einhalten des Fahrplans ist Glücksache.

Immer noch beliebt ist das Autostoppen ('hacer botella'), Touristen werden für Strecken bis zu etwa 30 km gerne mitgenommen, als Faustregel sollte man etwa 1 CUC pro 5 km Strecke bezahlen.

Taxis sind meist überteuert und wenn möglich zu vermeiden, ausser in Notfällen. Taxifahrer müssen ein Monatssoll an Umsatz in CUC machen und sind deswegen berechtigt über den Preis zu verhandeln. Tipp: Bei längeren Distanzen sich vorher bei einer neutralen Person über den Normal-Preis erkundigen und dann mit einem oder mehreren Taxifahreren den Preis bis zum Normalpreis runterhandeln (hart bleiben). Anmerkung: Wer jedoch kurz nachrechnet wird draufkommen, dass eine Taxifahrt die 25 CUC kostet und 4 Stunden dauert (von Trinidad nach Havanna) gleich teuer bzw. billiger ist als ein Mietwagen für 75 CUC plus Benzin. Noch dazu muß man nicht auf die Geisterradfahrer oder die Bananenverkäufer auf der Überholspur (die bis auf die Fahrbahnmitte reinlaufen) aufpassen.

Sprache [Bearbeiten]

In Kuba wird Spanisch gesprochen und das leider nicht in seiner saubersten Form. So kann es passieren, dass selbst jemand, dessen Muttersprache Spanisch ist, Schwierigkeiten mit dem Verstehen hat. Wer sich außerhalb eines Pauschal-Hotels aufhält, sollte unbedingt wenigstens Spanisch-Basics beherrschen (gilt besonders für Individualreisende), da Englisch oder auch andere Sprachen (noch) nicht sehr verbreitet sind. Die Kubaner sind aber sehr kontaktfreudig. Kubaner ab etwa 35 sprechen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch Deutsch, da größere Austauschprojekte mit der DDR liefen.

Siehe auch: Sprachführer Spanisch

Faustformel (in ganz Lateinamerika):

"Wenn Du Englisch sprichst, öffnen sich alle Türen. Wenn Du Spanisch sprichst, öffnen sich auch die Herzen".

Kaufen [Bearbeiten]

Bezahlung [Bearbeiten]

Für den Kubanischen Peso (Moneda National MN oder CUP) sind nur wenig Waren erhältlich. Der Wechselkurs lautet 1 CUC = 24 CUP (Verkauf) für Touristen.

Alle Importwaren sind stattdessen mit CUC (Cuba Convertible Peso; früher mit US-Dollar) zu bezahlen. Seit dem 08.11.04 ist der US-Dollar als Zahlungsmittel abgeschafft. An seine Stelle trat der bei den Kubanern eigentlich ungeliebte "Peso-Convertible". Der Peso-Convertible ist ein Peso-Schein, der ursprünglich mit dem US-Dollar 1 zu 1 eingetauscht werden konnte, jedoch mit 10 % 'Umtauschsteuer'. Im April 2005 wurde von der Kubanischen Regierung beschlossen den CUC um 8 % gegenüber dem USD aufzuwerten. Zur Zeit (Stand 2006) liegt der Wechselkurs nicht mehr bei 1:1, sondern man bekommt für 1 USD ca. 0,9259 CUC. Dazu kommt die erwähnten 10 % 'Strafsteuer' beim Bargeldtausch, sodass man für 1 USD ca. 0,79 CUC erhält (1 CUC = 1,18 USD). Die Einfuhr und der Besitz von US-Dollar ist jedoch weiterhin erlaubt. Aktuelle Wechselkurse der kubanischen Zentralbank - nur als Orientierung, da nicht für Touristen gültig: hier

Sortenkurse

Ein kleines Rechen-Beispiel: Stand 17. Juni 2006

Wechselkurse Internationale Referenz (Schlusskurs): 1 EUR = 1,264 USD -> dies ergibt rechnerisch einen EURO Referenzkurs von 1,17037 zum CUC, da CUC/ USD = 1,08

In Kuba 17.06.06: 1 CUC = 1,1124 USD bei Zahlung mit Eurocard; Sorten 1 EUR = Ankauf 1,1148 CUC/ Verkauf 1,2189 CUC. Deshalb ist die Zahlung mit Kreditkarte in USD etwa gleich günstig wie Euro-Bargeld umzutauschen, da Ankauf und Verkaufskurs zum Euro Bargeld sehr groß ist. Der Kurs von 1,1124 ergibt sich aus festgelegtem CUC/ USD-Kurs 1,08 zzgl. 3 % Kreditkartengebühr. Die 10%-Umtauschsteuer für USD-Bargeld wurden hier nicht erhoben.

Hinweis: Die Kreditkarte wird dann zum besseren Devisenkurs USD/ EUR von der Kreditkartengesellschaft abgerechnet - ggf. zzgl. Auslandseinsatz - hier waren es 1,2625 (bzw. 1,2437 mit 1,5% Auslandsgebühr; valuta 19. Jun 2006). Bei diesem Beispiel war der Einsatz der Kreditkarte also günstiger als der Bargeldumtausch von Euro; für den Euro bekam man somit 1,1799 CUC anstatt 1,1148 CUC also 5,8% mehr.

In einigen touristischen Gebieten kann auch mit Euro bezahlt werden (Varadero, Jardines del Rey, St. Lucia, Playa Covarrubias und die Strandregionen von Holguín).

Traveller-Checks von US-Banken werden in Cuba nicht angenommen (AMEX, City), auch wenn diese in Deutschland ausgegeben wurden. Keine Probleme gibt es z.B. mit Thomas Cook-Schecks.

Bei Bargeld-Bezügen von CUC ab Kreditkarte wird erstens via USD umgerechnet (also nicht EUR oder CHF!) und zweitens werden 11 % Gebühr belastet.

Man sollte sich bei Einkäufen immer fragen, ob das, was man jetzt kauft, wirklich einen CUC kostet oder nur einen Peso Cubano (z.B. die Pizza am Straßenstand oder die Zeitung des Zentralkommittees 'Granma'), da sich einige Kubaner auf diese Weise ein paar Dollar resp. CUC extra "besorgen" (weil das Leben ohne Dollars auf Kuba schwierig zu managen ist).

Es ist aber wichtig zu wissen, dass man mit Bargeld immer besser fährt, als mit Traveller-Checks oder Kreditkarten. Je nach Kurs sind Kanadischer Dollar oder Schweizer Franken am besten, um gute Wechselraten zu erhalten. Wer Dollar wechselt, zahlt wie bereits erwähnt 10 % Taxabgaben. Bei Traveller Checks werden meist 4 bis 8 % Taxabgaben verrechnet, für Euro, Kanadische Dollar und Schweizer Franken usw. erhält man die CUC ohne Wechselgebühren; dabei aber auf den Kurs für An- und Verkauf achten. Alle Wechselbüros offerieren die gleichen Kursraten, da dies national festgelegt ist.

Vorsicht: Es ist auch schon vorgekommen, dass in einem Touristenladen als Umrechnungskurs 1 EUR für 0.95 CUC angegeben wurde - und nicht umgekehrt. In Vardero ist das auf den Märkten üblich, daher lohnt sich der Geldwechsel in CUC.

Da man mit Bargeld am günstigsten fährt ist es wichtig abzuschätzen, wieviel Bargeld man benötigt. Dazu folgende Faustregel: Da die Preise zumindest in den Pauschaltouristenzentren etwa gleich hoch sind wie im deutschsprachigen Europa oder in Spanien, sollte man für Essen, Taxis, Exkursionen, Miete von Motorrollern etc. gleich viel einplanen. Für eine Famile mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern sind das ca. 1.000 € pro Woche. Wer in einem all-inclusive Hotel logiert kommt (für Exkursionen und Motorroller) mit der Hälfte aus, da Essen auswärts gar nicht möglich ist.

Im restlichen Kuba kann man hingegen als Individualtourist recht günstig reisen. Umgerechnet erhält man für 1 Euro zurzeit 1,12 CUC. Hier eine kurze Preisliste in CUC/ Euro:

  • Taxifahrt von 4 Stunden: 25 CUC pro Person = 22,30 Euro
  • Taxifahrt (Rad) in der Stadt: 2 CUC pro Person = 1,80 Euro (Empfehlung: Es gibt auch illegale Privattaxis, die meist nochmal 30 % billiger sind, und mit einem 1952er Ford oder Chevy zu fahren macht mal richtig Spaß)
  • Zimmer für 2 Personen: 20-25 CUC = 17,90 - 22,30 Euro
  • Abendessen im Privathaus (beim Vermieter): 5-8 CUC = 4,50 - 7,20 Euro
  • Frühstück im Privathaus: 3 CUC = 2,86 Euro
  • 1 Bier: 1 CUC (Gasthaus), 0,80 CUC (Geschäft), 1,50 oder 2 CUC (Touristenfalle) = ~90 Eurocent pro Bier
  • 1,5-Liter-Wasser: 0,70 CUC (Tankstelle) = 63 Eurocent
  • Pesopizza (kleine dicke Pizza mit Käse): 5-10 PesosCubano = 18 bis 34 Eurocent!
  • Abendessen im Restaurant: 4,80 für Huhn bis ~12 für Hummer = 4,28 - 10,70 Euro
  • Obst beim Straßenverkäufer (Bananen, Mango, Ananans): 1-5 Pesos = 3 - 18 Eurocent
  • Mietauto (sehr teuer!!): 55 CUC (Fiat Uno), 75 Euro (Mittelklasse) pro Tag = 50 - 67 Euro (Empfehlung: Wer nicht mehrere hundert Kilometer täglich fährt, ist mit Taxis billiger bedient)
  • 1 Flasche Rum, 5-jähriger: 5,80 CUC = 5,18 Euro
  • Fahrt auf LKW-Ladefläche: Gratis = viel Spaß mit Kubanern

Kubaner leben von Trinkgeldern: 0,5 CUC pro Koffer für den Träger, oder 3 CUC/ Woche für das Zimmermädchen sind üblich. Kellner, Gärtner, Animateure und Musiker, die in Gaststätten spielen, sollten auch nicht vergessen werden.

Zigarren [Bearbeiten]

Leider gehen viele Kubaner mit den feinen Zigarren barbarisch um und lagern sie ungeschützt in den von Klimaanlagen auf 18 °C runtergekühlten und entsprechend trockenen Geschäften, was die feinen Zigarren brüchig macht und ungenießbar. Gleichzeitig sind die Preise gleich hoch oder höher als in Fachgeschäften in Europa. Zudem zwingt eine bürokratische Regelung Touristen, die mehr als 23 Zigarren mitnehmen wollen (24 Zigarren = 1 große Schachtel) Export-Formulare auszufüllen. Offensichtlich hat die Regierung kein Interesse an kleinen Privat-Exporten.

Oft werden Zigarren auf der Straße angeboten. Dabei handelt es sich um gefälschte (= mindere Qualität) oder aus der Fabrik gestohlene Ware (= gute Qualität); Zigarrendreher in den Fabriken erhalten zwei Zigarren am Tag kostenlos. Typischer Verhandlungspreis ist 1 CUC pro Zigarre oder 24 CUC pro Kiste (die Kiste ist dann nicht Original). Die Regierung hat sich auch dagegen etwas einfallen lassen: Kleber mit einem schwer fälschbaren Hologramm bezeichnen offizielle und legale Zigarrenkisten.

Qualitativ gute handgedrehe Bauern-Zigarren, also keine Fälschungen, kauft man am besten auf einer Reise nach Pinar del Rio oder Vinales - (ggf. Reiseleiter fragen).

Die Preise in den offiziellen Läden liegen in etwa gleichauf mit denen in Duty-free-Läden an den Flughäfen in Europa. Ersparnis also fast Null (abhängig vom jeweiligen USD-Kurs zum EURO).

Küche [Bearbeiten]

Die Kubaner essen zwar gern und unglaublich viel, etwas besonderes ist die Küche aber leider nicht. Häufig ist das Essen eines der folgenden: Reis mit Hühnchen, Hühnchen mit Reis oder Käsepizza. Typischerweise ist der Reis (es gibt in vielen Gegenden Reisfelder, die man da nicht erwartet) mit schwarzen Bohnen (arroz con frijoles oder kurz: congris) vermengt. Das Fleisch (Schwein, Hühnchen) wird meistens frittiert, und ist dementspechend oft fettig. Als Beilage erhält man oft Bananen- oder Kartoffelchips, in Scheiben geschnittene und frittierte Kochbananen oder Yucca. Nachtisch ist meist Obst wie Ananas, Papaya, Wassermelone oder Banane.

Viele Hotels offerieren sog. "all-inclusive" Ferien. Dabei erhält man als TouristIn ein farbiges Armband, das ohne Zerstörung kaum abgenommen werden kann. Damit ist man in der gesamten Hotelanlage berechtigt zu essen (Frühstück = desayuno, Mittagessen = almuerzo, Abendessen = cena), zu trinken (mit und ohne Alkohol) und alle Freizeittätigkeiten auszuüben, bei denen kein Benzin verbraucht wird (z.B. Bogen schiessen, Surfen, Schnorcheln, Segeln). Man bekommt so auch eine Ahnung wie das Leben in einer kommunistischen Gesellschaft wäre.

  • Softdrinks: angeboten werden kubanische Versionen von Coca-Cola = 'Tu Cola', Fanta, Sprite, Schweppes = 'Tonica'
  • Bier: meist wird Bier der kubanischen Marke 'Cristal' (ca. 4.9%) ausgeschenkt; weiter gibt es 'Bucanero' (ca. 5.4%) und das etwas günstigere Mayabe (4.0 %)
  • Wein: meist wird billiger, aus Spanien in 10-Liter-Gebinden importierter Weiss- und Rot-Wein ausgeschenkt; man bekommt jedoch auch Wein in Flaschen aus Spanien, Italien, Frankreich, Australien, Chile etc.; was auch viele Kubaner nicht wissen: es gibt auch kubanische Weine
  • Spirituosen: Kubanischer Rum in verschiedenen Variationen ist sehr günstig. Gin, Wodka etc. gibt es auch, ist aber importiert und damit deutlich teurer.

Cocktails werden nahezu überall angeboten wo man essen kann und auch in Cafés und sind sehr viel interessanter als das Essen. Mojitos, Daiquiris und Cuba Libres sind nur ein paar Beispiele kubanischer Mischkunst, deren Resultate oft viel besser sind als das was man in Europa unter selbem Namen angeboten bekommt. Wichtig ist hier vor(!) dem Bestellen den Preis zu erfragen oder auf der Karte nachzusehen (falls überhaupt vorhanden), sonst kann man danach schonmal 6-10 CUC pro Cocktail bezahlen.

Die Auswahl an Nahrungsmitteln ist allerdings gering und viele Hotels wiederholen sich im Speiseplan mehr als einmal pro Woche. Zudem kommt es immer wieder vor, dass bestimmte Produkte für einen oder mehrere Tage ausgegangen sind ('no hay' = 'es hat keine/ keins').

Wichtig: Wer in einem all-inclusive-Hotel logiert hat praktische keine Möglichkeit auswärts essen zu gehen:

  • es gibt fast keine staatlichen und keine privaten Restaurants ausserhalb der Hotelanlagen
  • die anderen Hotels verlangen happige Halbtages-Nutzungsgebühren ('media jornada' von z.B. CUC 45 pro Person)

Nachtleben [Bearbeiten]

Unterkunft [Bearbeiten]

Für Pauschaltouristen gibt es in Kuba ein reichhaltiges Angebot in verschiedenen Hotelkategorien. Allerdings sind viele der Strandhotels in bestimmten, zum Teil nur für ausländische Touristen zugänglichen Gebieten, weit abseits größerer Städte geballt; so beispielsweise auf der Halbinsel Varadero oder auf den verschiedenen Cayos. Ausser in Havanna finden sich keine erstklassigen Stadthotels.

Wenn man in Kuba auf Individualreise geht und dabei mit den Einheimischen auf Tuchfühlung gehen will, so eignen sich am besten die sogenannten "casas particulares" als Übernachtungsplätze. Diese sind in praktisch jedem noch so kleinen Dorf zu finden. Man erkennt die Privatzimmer bei Familien an den weissen Klebern mit blauem Dreieck drauf an den Haustüren. Dies bedeutet auch, dass diese Vermieter eine staatliche Lizenz zur Vermietung besitzen. (Ein Kleber mit einem roten Symbol ist ein Hinweis für Vermietung nur an Kubaner.) Der Preis ist Verhandlungssache, ist oft aber zwischen 15 -25 CUC. Meistens hat man auch die Gelegenheit dort ein reichhaltiges Frühstück mit viel frischem Obst und dem obligaten Reis mit Bohnen einzunehmen. Oder sogar ein Abendessen, zum Beispiel einen frischen Hummer. Beides natürlich gegen Aufpreis. Da die Lizenz sehr teuer ist, und die Vermieter einen Grossteil der Einnahmen dem Staat abgeben müssen (150 CUC pro Monat), gibt es logischerweise nicht nur die legalen sondern auch die illegalen, also nicht registrierten Unterkünfte. Oft wird man auf der Straße angesprochen, ob man noch eine Unterkunft suche. Die legalen Unterkünfte und auch Esslokale sind wegen den hohen, dem Staat zu entrichtenden Lizenzabgaben gegenüber den illegalen stark benachteiligt. Fairerweise sollten deshalb die illegalen Anbieter gemieden werden. Offiziell heisst es, bei den Legalen kann man von guter Behandlung ausgehen. Denn jede Beanstandung von Touristen kann sie ihre Lizenz kosten und sie geben sich dementsprechend ausgesprochene Mühe. Wenn man dann auch noch einige Brocken Spanisch spricht, so steht einem interessanten Gespräch mit den offenen, warmherzigen und temperamentvollen Einheimischen nichts mehr im Wege. Ein Ärgerniss bei der Übernachtung in casas particulares sind leider die Vermittler (Jineteros), die Touristen oft schon bei der Ankunft im Ort abfangen und sehr aufdringlich ihre Dienste anbieten. Das schlägt sich in der Regel in einer Vermittlungsgebühr im Preis von etwa 5 $ pro Nacht nieder. Es empfiehlt sich daher, bereits im Vorfeld eine Unterkunft auszusuchen und eventuell zu reservieren. Die privaten Vermieter sind auch immer gerne bereit einen Vermieter im nächsten Zielort zu empfehlen und das Zimmer zu reservieren. Man wird also quasi von Vermieter zu Vermieter weitergereicht.

Lernen [Bearbeiten]

Kuba verfügt über ein ausgezeichnetes Bildungswesen, es ist aber schwierig, Austauschjahre oder ähnliches dort zu organisieren, außer bei persönlichen Kontakten. Bitte immer mit dem entsprechenden Konsulat überprüfen. Es ist möglich auf Kuba zu studieren. Allerdings können je nach Nationalität recht hohe Studiengebüren anfallen, da sich diese am BIP des Herkunftslandes orientieren.

Arbeiten [Bearbeiten]

Der Durchschnittslohn eines Kubaners liegt bei 15 US-$ im Monat. Ausländer können trotzdem eine Arbeitserlaubnis erwerben, vorausgesetzt, sie gehen einer legalen Tätigkeit, z.B. einer Anstellung bei der Regierung, nach. Die Arbeitserlaubnis ist nach sechs Monaten erneuerbar.

Feiertage [Bearbeiten]

Termin Name Bedeutung
1. Januar Triunfo de la Revolución Befreiungstag (1959)
16. April Ausrufung des Sozialismus (1961)
1. Mai Día de los trabajadores Tag der Arbeit
20. Mai Unabhängigkeitstag (1902)
26. Juli Asalto al cuartel Moncada Tag des Aufstandes (1953)
10. Oktober Día de la Independencia Gedenktag Erster Unabhängigkeitskrieg (1868)
25. Dezember Navidad Weihnachten. Das Weihnachtsfest war jahrzehntelang verboten, wurde aber nach dem Besuch von Papst Johannes Paul II. 1998 wieder eingeführt.

Sicherheit [Bearbeiten]

Kuba gilt als relativ sicheres Reiseland. Was es jedoch immer mal wieder geben wird, sind Taschendiebstähle in großen Menschenmengen. Aufgrund des sozialistischen Systems werden von der Regierung vermutlich nur die Daten veröffentlicht, die man veröffentlicht sehen will. Sprich, es gibt natürlich auch auf Kuba Kriminalität, auch wenn die Regierung dies gerne anders darstellt. Es sollte also jeder überlegen, wo er bei Dunkelheit hingeht oder nicht (eigentlich selbstverständlich, da dies sicher nicht nur für Kuba gilt).

Speziell in Tourismusgebieten wie z.B. Varadero wurde in den letzten Jahren hart gegen die so genannten Jineteros (span. Reiter) durchgegriffen. Die Strafen wurden hierfür drastisch erhöht, trotzdem wird man beim Herumlaufen in den Städten in kaum einer Straße nicht mit "Wanna buy cigar?" angesprochen. Auch Auf Touristenmärkten, vor allem dem berüchtigten spanischen Markt in Havanna, darf man aber auch nicht allzu erschreckt sein, wenn man dennoch öfters angefragt wird. Meist reicht ein einfaches No um die Händler loszuwerden. Touristen lohnen für sie ein gewisses Risiko, und mit der Öffnung Kubas sind auch gewisse Gesetze weniger abschreckend geworden, vor allem da sich Kuba gegenüber den USA als möglichst freundliches Land darstellen will, auch was den Umgang mit der eigenen Bevölkerung angeht.

Einige Beispiele von vorkommender Kleinkriminalität sind:

  1. Geldwechsel: Sehr oft wird beim Geldwechsel betrogen. Das passiert meist in verschiedenen Hotels oder Wechselstuben. Der Trick besteht darin, dass der Kassierer keinen Beleg herausgibt und zuwenig auszahlt, oder dass er den Beleg herausgibt, dann aber sehr viele Münzen herausgibt, deren Betrag nicht stimmt (daher auch Münzen immer nachzählen und den Beleg verlangen). Oder es wird einfach gesagt, dass das Hotel eine Gebühr von x% einbehält, obwohl das nicht zulässig ist – einen Beleg mit der Gebühr gibt es in diesem Fall nicht.
  2. Geldwechsel am Flughafen: Beim Rücktausch wird einfach zugunsten des Kassierers abgerechnet; d.h. Wechselgeld aus der Differenz zum aktuell festgelegten Wechselkurs wird einfach einbehalten. Vehement aufs Wechselgeld bestehen.
  3. Diebstahl von Kleidung: Es wird Kleidung aus dem Koffer entwendet. Dies kann auch, oder insbesondere in guten Hotels passieren.
  4. Verkauf: Waren in staatlichen Läden sind meist mit einem Preis ausgezeichnet. Dieser wird dann so versteckt angebracht dass man ihn erst suchen muss; der Verkäufer nennt einen viel höheren Preis, dessen Differenz er dann wahrscheinlich selbst einbehält.
  5. Verkauf: Waren in staatlichen Läden sind nicht ausgezeichnet. Die Preisangabe „schwankt“ je nach Laune der Verkäufer stündlich bei der jeweiligen Anfrage. Beim Bezahlen ist er dann auf alle höher als erwartet. Einen Beleg gibt es nur bei Zahlung mit Kreditkarte. Deshalb z.B. beim Zigarrenkauf immer genau nachrechnen; beim multiplizieren könnte dem Verkäufer ja ein „kleiner“ Rechenfehler unterlaufen sein - zu seinen Gunsten versteht sich.
  6. Schlepper: In Havanna usw. lernt man auf der Strasse nette Kubaner kennen, meist Pärchen - sie schwanger oder mit Kind. Es kommt zum Smalltalk. Meist landet man zum Schluss in einer Bar und die Kubaner erwarten die Einladung und trinken schnell und viel. Die Rechnung ist am Schluß ganz schön hoch.
  7. Sammler: Wo sich viele Touristen aufhalten gibt es auch viele Sammler die einen nach Seife, Kugelschreiber, Rasierzeug, Kosmetika aber auch Fernsehgeräten, Kleidung und Schuhen fragen und Ihren Beutel randvoll füllen. Dies jedoch nicht für den Eigenbedarf. Keine Frage, der Bedarf ist bei der "armen" Bevölkerung da. Diese Leute jedoch sammeln, um die Artikel dann an die Landsleute zu verkaufen – ein einträgliches Geschäft also. Wer also wirklich helfen will sollte Bedürftige direkt beschenken.
  8. Anhalter: Da die Situation der öffentlichen Verkehrsmittel für Einheimische bekanntermassen sehr schlecht ist, gibt es viele Anhalter auf den Strassen. Im Prinzip spricht nichts dagegen Anhalter mitzunehmen (eine gute Gelegenheit etwas mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen), man sollte sich jedoch vor Jineteros (meist junge Männer) in Acht nehmen, die auf diese Weise versuchen Touristen abzuschleppen oder zu bestehlen. Man sollte also nichts Wertvolles im Auto rumliegen lassen und zugängliche Reisetaschen sichern.

Gesund bleiben [Bearbeiten]

Für Kuba sind keine besonderen Impfungen notwendig. Gegen Tetanus und Diphtherie sollte jeder schon geimpft sein. Malaria kommt auch nicht vor. Wichtig: Dengue Fieber kommt in Kuba vor. Bei längeren Aufenthalten oder näherer Kontakt zur Bevölkerung, bzw. einfachen Unterkünften wird z.B. Hepatitis A, B Impfung empfohlen.

Weitere aktuelle Gesundheits-Infos gibts über das Auswärtige Amt: Gesundheits-Infos Auswärtiges Amt

Das Trinkwasser in den großen Hotels ist einwandfrei, außerhalb sollte man aber zur Sicherheit nur gekaufte Getränke nehmen und auf Eiswürfel, Speiseeis von der Straße und dergleichen verzichten.

Interessanterweise ist die durchschnittliche Lebenserwartung in Kuba deutlich höher als in Deutschland, was aber kaum am Rum und den Zigarren liegen dürfte, sondern eher am gemächlichen Lebensrhythmus.

Das kostenlose Gesundheitssystem ist nur für Kubaner zugänglich. Für Touristen gibt es spezielle Arztpraxen (in allen Ferienresorts als Teil der Hotelanlage oder in den Großstädten). Diese müssen aber privat bezahlt werden. Die staatlichen Apotheken sind oft unzureichend versorgt und nicht für Ausländer zugänglich. Man sollte deshalb besonders als Individualreisender eine minimale Reiseapotheke (für Fieber, Durchfall, Halstabletten, Aspirin, Antibiotikum, Pflaster) mitführen. Übrige Medikamente sind bei den Gastgebern als Geschenk extrem begehrt. Bei kleineren Unpässlichkeiten sind die Vermieter der casa particular oft rührend besorgt und holen inoffiziell einen Arzt aus der Nachbarschaft herbei.

In Kuba ist AIDS nach wie vor ein Tabu. In der letzten Zeit gibt es jedoch große Anstrengungen seitens der Regierung und der Medien (z.B. eindringliche Großplakate an den Autobahnen, Fernsehspots und seit Anfang 2006 eine telenovela, die la SIDA (AIDS) in einer Familie zum Thema hatte). Besonders Touristen, die an sexuellen Dienstleistungen interessiert sind, stecken sich häufig beim ungeschützten Verkehr mit dieser oder einer anderen Krankheit an. Tip: Die im Land erhältlichen oft minderwertigen Kondome werden nicht gern benutzt. Die Abtreibungsrate gerade bei jungen Leuten ist dementsprechend hoch. Auch wenn man keine sexuellen Absichten hat, ist es eine gute Geste, ein paar hochwertige Kondome aus Europa zu verschenken.

Klima [Bearbeiten]

Man kann Kuba generell ganzjährig bereisen. Da es nahe am Äquator liegt und von warmen Meeren umgeben ist, bleiben die Temperaturen relativ konstant. Frost kommt praktisch gar nicht vor, allerdings weht im Winter manchmal ein unangenehmer kalter Wind aus Norden, der die Temperaturen auch schon mal bis auf 10 Grad drücken kann. September Remember heisst es in vielen Staaten der Karibik und am Golf von Mexiko. Das bezieht sich auf die alljährliche Hurrikanzeit, die im September ihren Höhepunkt erreicht. Im Gegensatz zu vielen unterentwickelten Ländern kann Kuba gerade auch wegen des strengen Regimes relativ gut mit solchen Ereignissen umgehen. Selbst wenn die einheimische Bevölkerung Hab und Gut verlieren sollte (was sehr selten vorkommt), wird man als Tourist nie allein gelassen, sondern lieber in sichere Hotels transferiert.

Monat J F M A M J J A S O N D
Regentage 6 4 4 5 7 10 9 10 10 11 7 6
Sonnenstunden 7 7 9 9 8 8 9 8 7 6 7 6
Tagestemperaturen in °C 26 26 28 29 30 31 31 32 31 29 28 26

Der Juli und August sind die heißesten Monate. Dabei ist die eigentliche Temperatur weniger ein Problem, als die oft hohe Luftfeuchte. Am Meer ist es aber selbst im Hochsommer gut auszuhalten.

Respekt [Bearbeiten]

Kuba ist nach wie vor ein sozialistisches Land, das besonders gut auf seine Einwohner aufpasst. Kritik am Sozialismus oder an Fidel Castros Person ist vielleicht nicht gerade gefährlich, man sollte sich aber dennoch zurückhalten. Es lohnt sich aber durchaus auf die Zwischentöne in einem Gespräch mit Einheimischen zu achten. Viele Kubaner äussern sehr freizügig Kritik am System. Allerdings sollten Sie auf Ihren Reiseleiter Rücksicht nehmen und Ihn nicht durch zu offene Fragen in "Bedrängnis" bringen. Als Tourist haben Sie nichts zu befürchten, die Einheimischen sind jedoch von Repressalien bedroht.

Kommunikation [Bearbeiten]

Kubareisenden wird recht schnell das bunte Gemisch an Hautfarben auffallen, wie es selbst für die Karibik nicht unbedingt typisch ist. Durch Kubas lange Geschichte im Sklavenhandel und die zeitige (wie bitte ?) Abschaffung der Sklaverei, herrscht in dieser Beziehung heute eine frohe Farbenvielfalt. Konsequenterweise ist Rassismus auch kein Thema.

Mobilfunk

Kuba ist schon fast flächendeckend vom einzigen (staatlichen) Mobilfunkanbieter C_COM erschlossen. Jede(r) sollte mit seinem eigenen Mobilfunkanbieter prüfen, ob bereits ein Roaming-Vertrag besteht. Falls ja kann man auf den wichtigsten Strassen (Autobahn und Nationalstrassen) sowie in den Städten und Touristenzentren mit Abdeckung rechnen, wobei man u.U. lokal einen guten Ort suchen muss, um genügend Feldstärke zu erhalten. Auch Anrufe von einem Mobiltelefon zu einem anderen funktionieren. SMS funktioniert ebenfalls Incoming und Outgoing.

Die Kosten pro Minute sind sehr hoch (teilweise 5 EUR/ Minute). Die aktuellen Preise bitte beim eigenen Provider nachschlagen.

Falls kein Roaming-Vertrag besteht, kann man ein Mobiltelefon vor Ort mieten.

Literatur [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]