Halberstadt
Halberstadt ist eine Stadt in Sachsen-Anhalt. Sie liegt an der Holtemme in der Magdeburger Börde.
| Halberstadt | |
| Landkreis: | Harz |
|---|---|
| Einwohner: | ca. 41.850 |
| Tourist-Information: | http://www.halberstadt.de |
| Tourist-Information: | +49 3941 551815 |
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Lage
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Inhaltsverzeichnis |
Hintergrund [Bearbeiten]
Ihren Aufschwung verdankt die Stadt den Bischöfen, welche seit 804 hier ihren Sitz hatten, und deren Sprengel sich anfangs über Nordthüringau, Hartiuggau, Darlingau, Hassigau und Schwabengau erstreckte, bald aber zu Gunsten des neuerrichteten Erzbistums Magdeburg beschränkt wurde. Doch wussten in der Folge die Bischöfe ihre Stiftsgüter ansehnlich zu vermehren und die Landeshoheit zu erringen, Unter anderem brachten sie noch kurz vor der Säkularisation des Stifts (1643) die Grafschaft Regenstein an sich. Die Reformation hatte schon seit 1542 im Bistum Eingang gefunden; doch wurde dasselbe erst 1648 durch den westfälischen Friedensschluss aufgehoben und als Fürstentum Halberstadt (1980 km²), mit Sitz und Stimme auf dem Reichstag, an Brandenburg gegeben. Durch den Tilsiter Frieden wurde es 1807 an das Königreich Westfalen abgetreten. 1813 nahm es Preußen wieder in Besitz und schlug es größtenteils zum Regierungsbezirk Magdeburg: das übrige kam zu Merseburg.
Anreise [Bearbeiten]
| Entfernungen | |
| Halle: | 91 km |
|---|---|
| Braunschweig: | 64 km |
| Bernburg: | 60 km |
| Magdeburg: | 57 km |
| Goslar: | 52 km |
| Helmstedt: | 44 km |
Bahn [Bearbeiten]
Mit der Bahn ist Halberstadt direkt zu erreichen aus Magdeburg, aus Halle über Aschersleben, aus Hannover über Hildesheim und Wernigerode. Außerdem fahren von Halberstadt Züge nach Thale über Quedlinburg und nach Blankenburg. In der Region fahren die Züge der Deutschen Bahn und vor allem der Harz-Elbe-Express (HEX). In der Regel werden die genannten Reiseziele im Stundentakt bedient. Und wenn man dann schon einmal am Bahnhof ist, sollte man sich etwas Zeit nehmen, diesen 2011 ausgezeichneten Bahnhof etwas genauer anzuschauen.
Bus [Bearbeiten]
BerlinLinienBus fährt montags, mittwochs und samstags Halberstadt von Berlin aus an. Abfahrt ist um 8.00 Uhr am ZOB am Funkturm, Ankunft am Halberstädter Busbahnhof am Bahnhof um 10.45 Uhr. Für eine einfache Fahrt zahlt man 20 €, junge Leute bis 26 Jahre fahren für 16 €. Rückfahrt ist dienstags und donnerstags um 12.00.
Auto [Bearbeiten]
Halberstadt ist über drei Bundesstraßen direkt erreichbar:
- B 79 Wolfenbüttel–Halberstadt–Quedlinburg
- B 81 Magdeburg–Halberstadt–Harz
- B 245 Haldensleben/Helmstedt–Halberstadt
Südlich der Stadt führt die neue autobahnähnliche B 6n ("Nordharzautobahn") entlang, die durchgängig von der A395 bei Bad Harzburg ausgebaut ist bis zum Anschluss an die A14 bei Bernburg. Reisende nach Halberstadt aus Richtung Goslar bzw. Wernigerode benutzen die Ausfahrt Heimburg um dann weiter auf der B81 nach Halberstadt zu fahren. Aus Richtung Bernburg kann man bereits die Abfahrt Quedlinburg, Nord benutzen um dann auf der B79 nach Halberstadt zu fahren. Aus Richtung Helmstedt kann man folgende interessante Alternative verwenden: Im kleinen Ort Neudamm verlässt man die B245, fährt in Richtung Schlanstedt, weiter über Eilsdorf die Landstraße über den Huy weiter nach Halberstadt.
Mobilität [Bearbeiten]
Die Halberstädter Verkehrs-GmbH betreibt ein Straßenbahnnetz, das aus zwei Linien besteht:
- 1 Hauptbahnhof–Holzmarkt–Friedhof und zurück
- 2 Hauptbahnhof–Herbingstraße–Holzmarkt–Sargstedter Weg und zurück
Hinzu kommen folgende Buslinien:
- 11 Sargstedter Siedlung–Holzmarkt–Hauptbahnhof–Harsleben und zurück
- 12 Klusberge–Holzmarkt–Hauptbahnhof–Wehrstedt und zurück
- 13 Harsleben-R.-Diesel-Str.–Holzmarkt–Kuckucksfeld–Holzmarkt–Harsleben
- 14 Zuckerfabrik–Friedhof–Klein Quenstedt und zurück
- 15 Siedlung–Voigtei–Holzmarkt–FSZ Am Sommerbad–Hauptbahnhof–Landgraben–Harsleben und zurück
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Kirchen [Bearbeiten]
Unter den Kirchen sind die Liebfrauenkirche (1005-1284), in der Hauptsache 1135-46 in romanischem Stil aufgeführt, und der Dom St. Stephan die wichtigsten. Letzterer wurde nach dem Brand von 1179 erbaut, zuerst die Fassade und die Türme 1235 im Übergangsstil, dann 1252 bis 76 der westliche Teil des Langhauses in frühgotischen Formen, im 14. Jh. das übrige. Die Einweihung fand 1492 statt, eine Restauration 1850 bis 70, danach wurden die Türme neu aufgemauert. Am 8. April 1945 wurde der Dom stark getroffen, jedoch in der Nachkriegs- und Nachwendezeit wieder restauriert. Im Inneren findet sich ein im reichsten spätgotischen Stil ausgeführter Lettner (Bischofsstuhl, 1510) mit Holzskulpturen (12. Jh.) und im Domschatz ein Tragealtar.
Der mittelalterliche Domschatz (Tel.: +49 (0)03941 24237), der weltgrößte seiner Art, besteht aus 650 Stücken, zu denen 300 Textilien, Gold- und Silberschmiedearbeiten wie die berühmte byzantinische Weihbrotschale, Teppiche, Altarbilder, Elfenbeinschnitzereien und seltene Reliquien gehören. Hiervon sind 300 in der Ausstellung zu sehen. Die Stücke wurden hauptsächlich in der Zeit des vierten Kreuzzuges zusammengetragen. Der Schatz stand immer unter dem Schutz der katholischen und evangelischen Kirche und konnte bis heute vor jeglicher Plünderung und Raub bewahrt werden. Der Domschatz kann dienstags bis samstags von 10 bis 17 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt kostet 6 € bzw. ermäßigt 4 €.
Burchardikirche - hier wird das langsamste und längste Musikstück der Welt aufgeführt.
Martinikirche
Moritzkirche
Andreaskirche
Burgen, Schlösser und Paläste [Bearbeiten]
Straßen und Plätze [Bearbeiten]
In der Altstadt befinden sich sehr schöne bunte Fachwerkhäuser. Besonders hervorzuheben ist hier die Voigtei und ihre Nebenstraßen, z.B. die Bakenstraße.
Bauwerke [Bearbeiten]
Das Rathaus der Stadt wurde 1945 zerstört und danach unter Rekonstruktion von Teilen der Fassade und der Ratslaube rekonstruiert.
Denkmäler [Bearbeiten]
Vor dem Rathaus befindet sich ein Roland mit der Jahreszahl 1433 auf dem Gürtel.
Museen [Bearbeiten]
- Vogelkundemuseum "Heineanum"
- Schraube-Museum
- Ein Kleinod für Literaturfans ist das Gleimhaus, ein Literaturmuseum mit einer festen und wechselnden Ausstellungen. Man findet das Gleimhaus direkt neben dem Dom, an der NO-Seite in einem Fachwerkhaus mit modernem Anbau. Eintritt: 5,-€.
- Städtisches Museum Halberstadt
- Schachmuseum Ströbeck (im Ort Schachdorf Ströbeck, etwa 5km westlich von Halberstadt)
Parks [Bearbeiten]
Halberstadt verfügt über zahlreiche Parks und Grünanlagen. Eine dieser Grünanlagen zieht sich rund um die alte Stadtmauer, die in einigen Abschnitten noch erhalten ist. Besonders schön sind dabei die Plantage, der Schwanenteich, aber auch die Grünanlage zwischen dem Breiten Tor entlang der Schützenstraße.
Etwas außerhalb des Stadtgebietes befinden sich die Spiegelsberge und die Klusberge. Der Freiherr von Spiegel hat im 18. Jahrhundert veranlasst, dass dieser Höhenzug südlich von Halberstadt aufgeforstet wird. Heute ist das ein wunderschönes Gebiet zum Wandern, Radfahren, aber auch Reiten, denn an den Füßen der Spiegelsberge befindet sich ein Reiterhof. Ebenfalls in den Spiegelsbergen kommen Tierfreunde im dortigen Tiergehege auf ihre Kosten.
Freiherr von Spiegel hat seinerzeit auch ein Schlösschen errichten lassen, von dessen Terasse man einen wunderschönen Blick auf die Stadt Halberstadt hat.
Die Klusberge, die etwas weiter östlich liegen, sind ebenfalls ein Kleinod für Wanderer. Aber auch für Kletterer gibt es dort Interessantes: die Klusfelsen. Mitten im Kiefernwald heben sich diese markanten Felsen 20m bis 30m zwischen den Bäumen hoch in den Himmel. Viele Besucher haben sich dort schon im weichen Sandstein verewigt.
Verschiedenes [Bearbeiten]
Aktivitäten [Bearbeiten]
Einkaufen [Bearbeiten]
Mitten in der Stadt, direkt neben dem nach historischem Vorbild wieder aufgebauten Rathaus angrenzend an den Fischmarkt und den Holzmarkt befinden sich die Rathauspassagen, die nicht nur zum Shopping einladen, sondern auch zum Verweilen in Cafés. Von der Kühlinger Straße aus kann man in das angeschlossene Parkhaus fahren und so in nur wenigen Schritten trockenen Fußes diese Passagen erreichen. Auch mit der Straßenbahn oder dem Bus erreicht man diesen Ort.
Küche [Bearbeiten]
Günstig [Bearbeiten]
Mittel [Bearbeiten]
Gehoben [Bearbeiten]
Nachtleben [Bearbeiten]
Unterkunft [Bearbeiten]
Günstig [Bearbeiten]
Mittel [Bearbeiten]
Gehoben [Bearbeiten]
Lernen [Bearbeiten]
- Gymnasium Martineum
- Gymnasium Käthe Kollwitz
- Hochschule Harz
Arbeiten [Bearbeiten]
- HALKO - Halberstädter Würstchenfabrik
Sicherheit [Bearbeiten]
Gesund bleiben [Bearbeiten]
Klarkommen [Bearbeiten]
- Halberstadt Information, Hinter dem Rathause 6, 38820 Halberstadt, Tel.: +49 39 41 55 18 15, Fax: +49 39 41 55 10 89, E-Mail: halberstadt-info@halberstadt.de
Post und Telekommunikation [Bearbeiten]
Die Vorwahl für Halberstadt lautet 03941. Die Postleitzahl ist 38820.
Ausflüge [Bearbeiten]
- Huy: Der Huy (sprich: Hüh) ist ein langgestreckter, ca. 12 km langer und bis zu 3 km breiter Höhenzug im nördlichen Harzvorland in Landkreis Harz, etwa 8 km nördlich von Halberstadt.
Man erreicht den Huy mit dem Auto entweder auf der Landstraße in Richtung Dingelstedt oder auf der Bundesstraße B79 in Richtung Wolfenbüttel bis Athenstedt und biegt dann rechts ab in Richtung Huy-Neinstedt bzw. Badersleben.
- Der Huy erstreckt sich von Osten nach Westen zwischen den Orten Schwanebeck und Dardesheim. Sein höchster Punkt ist mit 314 m über NN der Buchenberg. Im Huy wachsen vor allem Buchen. Dort gibt es nicht nur interessante Wanderwege, sondern viele sehenswerte Orte, wie z.B. die Huysburg, Röderhof, Huy-Neinstedt, Mönchhai und Wilhelmshall. Im Huy bei Wilhelmshall wurde vor Jahrzehnten Bergbau (Kali) betrieben. Am Südhang oberhalb des Ortes Sargstedt hat man einen wunderschönen Blick von der Sargstedter Warte auf die Gegend um Halberstadt und den Harz.
Auch geologisch kann der Huy etwas Besonders bieten: Die so genannten Gletschertöpfe sind Zeugen der letzten Eiszeit. Die Gletschertöpfe findet man zwischen Huy-Neinstedt und Athenstedt. Nahe des Ortes Röderhof befindet sich ein künstlich aufgestauter Teich, der Röderhofer Teich. An den Nord- und Südhängen des Huy sind in der Vergangenheit viele Obstplantagen angelegt worden, die zu jeder Jahreszeit zum Wandern einladen, insbesondere zwischen dem Röderhofer Teich und Dingelstedt.