Chemnitz
Die 243.000 Einwohner zählende Großstadt Chemnitz befindet sich im Westen des Freistaates Sachsen. Sie liegt am Fuß des Erzgebirges im Kesseltal des gleichnamigen Flusses Chemnitz, der sich bei Altchemnitz aus der Zwönitz und Würschnitz bildet und nach 82 km langem Lauf zwischen Wechselburg und Lunzenau in die Zwickauer Mulde mündet. Chemnitz bezeichnet sich selbst als Stadt der Moderne.
Inhaltsverzeichnis |
Hintergrund [Bearbeiten]
Hervorgegangen aus einem Benediktinerstift, wurde im 12. Jahrhundert die Reichsstadt Chemnitz gegründet. Nachdem die Stadt im 13. Jahrhundert wiederholt den meißnischen Markgrafen verpfändet gewesen war, wählte sie 1308 den Markgrafen Friedrich den Freidigen zu ihrem Schutzvogt und wurde von Johann von Böhmen als Reichsvikar 1311 und von Kaiser Ludwig 1329 definitiv an Meißen als Pfand überlassen. Obwohl durch die Hussitenkriege arg mitgenommen, erhob sich Chemnitz bald wieder, und auch als Wilhelm III. im Bruderkrieg die Stadt (1449) niedergebrannt hatte, erstand sie schnell wieder. Bei der Teilung Sachsens (26. August 1485) fiel Chemnitz der Ernestinischen Linie zu und nahm 1539 die Reformation an. Im Schmalkaldischen Krieg kam es an Herzog Moritz, wurde ihm aber bald vom Kurfürsten Johann Friedrich wieder entrissen. Der Dreißigjährige Krieg vernichtete die Blüte der Stadt völlig. Nachdem sie 1617 abgebrannt und 1632 von den Schweden teilweise in Asche gelegt war, lag sie öde und menschenleer. Hier besiegte Banér am 14. April 1639 das sächsische Heer. Dem Aufstieg als wichtiger Handelsort im Vorerzgebirge folgte im Zuge des aufkommenden Bergbaus im Erzgebirge im 16. Jahrhundert die Etablierung der Stadt als Handels- und später als Industriestandort.
Schon seit alter Zeit war die Leinweberei in Chemnitz zu Hause, wozu später die Bleicherei, Färberei und Tuchfabrikation kamen. Gestützt vor allem durch Steinkohleabbau in Westsachsen, entwickelte sich Chemnitz im 19. Jahrhundert zu einem der wichtigsten Zentren des deutschen Maschinenbaus und der Textilindustrie. Chemnitz wurde in dieser Zeit auch Little Manchester oder auch Rußchemnitz genannt. In dieser Zeit entstanden unter anderem auch die großen im Jugendstil errichteten Arbeiterviertel (Kaßberg, Sonnenberg).
Die wirtschaftliche Bedeutung sorgte dafür, dass Chemnitz ein primäres Angriffsziel für die alliierten Luftwaffen im Zweiten Weltkrieg war, so dass die Stadt 1945 nahezu komplett zerstört war.
Von 1953 bis 1990 hieß Chemnitz Karl-Marx-Stadt - obwohl Karl Marx die Stadt nie besuchte - und war Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks. Von ihrer industriellen und vor allem sozialistischen Vergangenheit zeugen noch sehr viele Bauten, mehr als in anderen Städten der neuen Bundesländer.
Anreise [Bearbeiten]
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Lage
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| Entfernungen | |
| Nürnberg: | 238 km |
|---|---|
| Prag: | 222 km |
| Halle: | 168 km |
| Erfurt: | 150 km |
| Leipzig: | 133 km |
| Dresden: | 78 km |
Flugzeug [Bearbeiten]
Chemnitz verfügt über keinen eigenen Flughafen. Einen Verkehrslandeplatz (privater Flugbetrieb, Firmenkunden) gibt es im nahen Jahnsdorf (Kreis Stollberg, 16 Kilometer). Über die Flughäfen Dresden (81 Kilometer) und Leipzig-Halle (125 Kilometer) besteht Anschluss u.a. von/ nach Paris, Wien, Madrid und Budapest. Nahezu alle großen Linien starten und landen dort.
Bahn [Bearbeiten]
Chemnitz liegt direkt an der Sachsen-Franken-Magistrale, welche stündliche Verbindungen von Dresden und Nürnberg/Hof bietet (am Wochenende alle 2 Stunden). Auf der Relation Dresden–Zwickau verkehren Züge alle 30 Minuten über Chemnitz. Ab Leipzig gibt es stündlich Regional-Express-Züge mit einer Fahrzeit ca. einer Stunde.
Weitere Nahverkehrslinien verbinden die Stadt mit Riesa und Elsterwerda sowie mit den Erzgebirgsstädten Aue, Annaberg-Buchholz, Vejprty, Olbernhau und Marienberg.
Bus [Bearbeiten]
Die Autobus GmbH Sachsen verbindet im Regionalverkehr Chemnitz mit zahlreichen Ortschaften des Umlandes. Außerdem bestehen auch saisonabhängige Fernlinien aus Karlsbad (Karlovy Vary), Prag, Usti nad Labem, vom Budapest, vom Balaton und von der Ostsee einschließlich den Inseln Usedom und Rügen sowie den Seebädern Zingst und Rerik.
Auto [Bearbeiten]
Aus West-Ost-Richtung ist Chemnitz über die A 4 erreichbar. Während sie östlich der Stadt inzwischen durchgehend auf sechs Streifen befahrbar ist, ist die Erweiterung im Westen derzeit etwa nur zur Hälfte fertiggestellt. Bei der Fahrt aus Richtung Westen sollte man unmittelbar vor Chemnitz an der Abfahrt Limbach-Oberfrohna aufpassen, denn dort werden bei erlaubten 100 km/ h Höchstgeschwindigkeit oftmals teure Fotos gemacht. Anschlussstellen sind Chemnitz-Mitte (
69), Chemnitz-Glösa (
70) und Chemnitz-Ost (
71).
Aus Richtung Bayern erfolgt die Anreise über die A 72. Da diese Autobahn nur zwischen der Abfahrt Chemnitz-Süd (
15) und dem Kreuz Chemnitz sechsstreifig ausgebaut ist und es sich um die Hauptverbindung zwischen Süddeutschland und Sachsen handelt, ist die Verkehrsbelastung recht hoch. Die Fortsetzung der A 72 nach Leipzig ist immer noch im Bau, obwohl die Fertigstellung schon zur Fußball-WM 2006 vorgesehen war. Im Dezember 2006 erfolgte eine Teilübergabe der A 72 in Richtung Leipzig bis zur Anschlussstelle Niederfrohna.
Durch Chemnitz führen die Bundesstraßen B 95 von Oberwiesenthal nach Leipzig, die B 169 von Neuensalz/ Vogtland nach Cottbus und die B 173 von Bamberg nach Dresden. In Chemnitz endet die von Norden aus Pritzwalk kommende und über Eilenburg und Grimma führende B 107. Die B 174 beginnt/ endet ebenfalls in Chemnitz und führt nach Reitzenhain als Teil der Straßenfernverbindung in Richtung Prag.
Fahrrad [Bearbeiten]
Chemnitz ist ein Start- oder Endpunkt der Radweges Bayreuth-Chemnitz.
Mobilität [Bearbeiten]
ÖPNV [Bearbeiten]
Chemnitz verfügt über ein recht gut ausgebautes Nahverkehrssystem, welches von der Chemnitzer Verkehrsaktiengesellschaft (CVAG) betrieben wird. Die vier Stadtbahnlinien und 24 Omnibuslinien bedienen am Tag nahezu den gesamten Stadtbereich von Chemnitz. In der Nacht verkehren acht Buslinien von der Zentralhaltestelle in der Innenstadt in die dicht besiedelten Wohngebiete.
In der Stadt Chemnitz wird derzeit der Versuch unternommen die Trassen der Stadtbahn mit denen der Eisenbahn zu verknüpfen, um somit direkte umsteigefreie Verbindungen von der Chemnitzer Innenstadt in das Umland zu schaffen. Eine Pilotstrecke des so genannten „Chemnitzer Modells“ existiert bereits und verbindet Chemnitz mit der Erzgebirgsstadt Stollberg. Weitere Strecken nach Burgstädt, Hainichen, Mittweida und Limbach-Oberfrohna sollen in Zukunft folgen. Die Strecken des Chemnitzer Modells werden von der City-Bahn GmbH betrieben. Liniennetzplan Chemnitz (PDF)
Am 30. März 2008 wurde das Stadtverkehrsnetz neu geordnet. Die vier Chemnitzer Stadtbahnlinien:
Linie 2
- Schönau/Popowstraße – Zentralhaltestelle – Straße der Nationen – Wartburgstraße – Bernsdorf/ Sommerbad
Linie 4
- Hutholz – Morgenleite – Bahnhof Mitte – Zentralhaltestelle – Hauptbahnhof
Linie 5
- Hutholz – Morgenleite – Markersdorf – Annaberger Straße – Zentralhaltestelle – Gablenzplatz – Gablenz
Linie 6/ 522
- (Stollberg –) Altchemnitz – Zentralhaltestelle – Hauptbahnhof (Linie 522 Stollberg–Chemnitz City-Bahn Chemnitz GmbH)
Die Stadt Chemnitz bildet die Tarifzone 13 im Verkehrsverbund Mittelsachsen. Empfehlenswert sind folgende Tickets:
- Einzelfahrschein: 1,80 €, ermäßigt: 1,20 €
- Tageskarte: 3,80 €, ermäßigt 2,50 €
- Gruppentageskarte: 8,- €
Auto [Bearbeiten]
Die Stadt verfügt über ein sehr gut ausgebautes Straßennetz innerhalb ihres Stadtgebietes und kann mit recht als „Paradies für Autofahrer“ bezeichnet werden. Die Hauptverkehrsadern sind alle mehrspurig ausgebaut und durch Ausschilderungen gut gekennzeichnet. Zu Staus in der Innenstadt in den Hauptverkehrszeiten kommt es selten, da durch den Innenstadtring sowie durch den Südverbund gute Alternativen zur Stauvermeidung geschaffen wurden und somit ein zügiges Vorankommen sicherstellen.
Es gibt ein gut funktionierendes Parkleitsystem in der Innenstadt, auf dem die Anzahl der verfügbaren Parkplätze angegeben wird. Es ist generell kein großes Problem einen Parkplatz zu finden, jedoch sind diese meist mit Gebühren verbunden. Direkt in der City kostet eine Stunde Parken circa einen Euro. Nach 20 Uhr sind alle Parkplätze (jedoch nicht Parkhäuser oder Tiefgaragen) kostenfrei.
Fahrrad [Bearbeiten]
Für Fahrradfahrer hat Chemnitz wenig zu bieten, da die Stadt nur über wenige Radwege verfügt. Auch die Hanglangen vieler Stadtteile macht das Radfahren doch recht mühsam. - Empfehlenswert sind zum Beispiel die Strecken von der Chemnitzer Innenstadt durch den Stadtpark in den südlichen Stadtteil Altchemnitz sowie entlang dem Kappelbach, parallel zur Zwickauer Straße, in den westlichen Stadtteil Reichenbrand.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Kirchen [Bearbeiten]
Am Markt steht die dreischiffige Jakobikirche. Ihre Westfassade ist im Jugendstil gehalten.
An der Kreuzung Zschopauer Straße/ Bahnhofstraße am Park der Opfer des Faschismus befindet sich die älteste Chemnitzer Kirche, die Johanniskirche.
Auf dem Schloßberg befindet sich die Schloßkirche mit der Geißelsäule von Hans Witten aus dem Jahr 1515.
Im Stadtteil Ebersdorf steht die Stiftskirche "Zu unserer lieben Frauen", erbaut 1400 bis 1470.
Am 24. Mai 2002 wurde die Neue Synagoge der Stadt Chemnitz geweiht. Sie wurde vom Architekten Professor Alfred Jacoby entworfen und als konisch-ellipsenförmiger Bau an der Stollberger Straße errichtet.
Burgen, Schlösser und Paläste [Bearbeiten]
Die Burg Rabenstein, die kleinste mittelalterliche Burg Sachsens, befindet sich im Chemnitzer Stadtteil Rabenstein. Unweit der Burg befindet sich das Schloss Rabenstein sowie der Stausee Oberrabenstein, an den sich der Rabensteiner Wald anschließt.
- Burg Rabenstein, Oberfrohnaer Straße 149, 09117 Chemnitz, Tel.: +49 371 853353, +49 371 884501, E-Mail: schlossbergmuseum@stadt-chemnitz.de. Öffnungszeiten: Mai–Oktober Di–So 9–12 und 13–18 Uhr. Eintritt: 1,20 €, erm. 0,60 €.
Im Süden des Stadtgebietes befindet sich das Wasserschloss Klaffenbach. Das Schloss, unweit des Flusses Würschnitz gelegen, war früher auch unter der Bezeichnung Schloss Neukirchen bekannt. Es stellt ein für Sachsen nahezu einzigartiges Beispiel eines Wasserschlosses der Renaissance dar.
Bauwerke [Bearbeiten]
Am Markt befindet sich das Neue Rathaus (1907-1911) mit Jugendstilausstattung und Glockenspiel, bestehend aus 48 Glocken. Direkt daneben liegt das Alte Rathaus (1498).
200 m vom Rathaus und der Jakobikirche entfernt liegt der Rote Turm, der ein Überbleibsel der 1860 niedergerissenen Stadtmauer ist.
Denkmäler [Bearbeiten]
Vor dem ehemaligen Bezirksratsgebäude (vom Markt aus über die Straße der Nationen) steht die eindrucksvolle Büste von Karl Marx (1971), von den Chemnitzern „der Nischel“ genannt. Dahinter steht auf einer riesigen Aluminiumtafel in mehreren Sprachen der letzte Satz des Manifestes: „Proletarier aller Länder vereinigt Euch!“
Museen [Bearbeiten]
- Museum Gunzenhauser - neu eröffnetes Museum mit über 2500 expressionistischen Werken
- Industriemuseum an der Kappler Drehe (Zwickauer Straße)
- Naturkundemuseum im dasTietz (Bahnhofstraße, an der Zentralhaltestelle)
- Kunstsammlungen am Theaterplatz
- Schlossbergmuseum (Heimatgeschichte)
- Ebersdorfer Schulmuseum
- Deutsches SPIELEmuseum e.V. (Neefestraße 78)
- Henry van de Velde Museum in der Villa Esche
- Museum für sächsiche Fahrzeuge Chemnitz e.V. im Wasserschloß Klaffenbach
- Medizinhistorische Sammlungen der Kliniken Chemnitz GmbH
- Straßenbahnmuseum Kappel
- Schaubergwerk Felsendome Rabenstein
- Museumsspeicher Ebersdorf
- Sächsisches Eisenbahnmuseum
Straßen und Plätze [Bearbeiten]
Die schönsten Plätze von Chemnitz sind sicherlich der Markt und der Theaterplatz.
- Markt: Um den Markt herum befinden sich einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Chemnitz, so zum Beispiel das Alte und Neue Rathaus, die Jakobikirche, sowie das Siegertsche Haus.
- Theaterplatz: Am Theaterplatz steht das wohl schönste Architekturensemble der Stadt: das neobarocke Opernhaus, das König-Albert-Museum, sowie die neogotische Kirche zu St. Petri. Alle drei Gebäude sind Sandsteinbauten.
Parks [Bearbeiten]
- Stadtpark
- Küchwald
- Zeisigwald
- Am Schlossteich
Verschiedenes [Bearbeiten]
- Tierpark Chemnitz, Nevoigtstr. 18, Tel.: +49 (0)371 850028, Fax: 0371 8577693, E-Mail: tierpark@stadt-chemnitz.de. Öffnungszeiten: November-Februar: 9-16 Uhr, März & Oktober: 9-17 Uhr, April-September: 9-19 Uhr. Letzter Einlass jeweils eine Stunde vor Schließung. Eintritt: 6,- €, erm. 3,- €. Hunde sind nicht erlaubt. Gegründet 1964. Auf dem ca. 10 ha großen Gelände werden ca. 1000 Individuen von 200 Tierarten gehalten. In den letzten Jahren wurde große Bereiche saniert, sehenswert ist das Tropenhaus und das Vivarium mit einer großen Zahl seltener Amphibienarten.
- Wildgatter, Thomas-Müntzer-Höhe. Öffnungszeiten: Oktober-März: 8-16 Uhr, April-September: 8-18 Uhr, Einlass bis Schließung. Eintritt: Erwachsene: 3 €, Ermäßigte: 2 €, Kombikarte: 7,- €, Familienkarte: 9 - 15 €. Das seit 1973 bestehende Wildgatter ist eine circa 36 Hektar große Wildoase, in der ca. 100 Wildtiere von 14 Arten unter naturnahen Bedingungen beobachtet werden können.
Aktivitäten [Bearbeiten]
Schwimmbäder:
- Stadtbad, Mühlenstraße 27, Tel. +49 (0)371 488-5252.
- Schwimmhalle Gablenz, Augustusburger Straße 194, Tel. +49 (0)371 71126 / 722060.
- Schwimmhalle „Am Südring“, Max-Schäller-Straße 5, Tel. +49 (0)371 228124.
- Schwimmhalle Bernsdorf, Bernsdorfer Straße 64, Tel. +49 (0)371 55144.
Freibäder:
- Stausee Rabenstein, Oberfrohnaer Straße 165, Tel. +49 (0)371 851060.
- Freibad Gablenz, Am Gablenzer Bad 34a, Tel. +49 (0)371 7007997.
- Freibad Bernsdorf, Bernsdorfer Straße 213, Tel. +49 (0)371 55503.
- Freibad Einsiedel, Berbisdorfer Straße 51, Tel. +49 (0)37209 2436.
- Freibad Erfenschlag, Am Erfenschlager Bad 13, Tel. +49 (0)371 584864.
- Freibad Wittgensdorf
Einkaufen [Bearbeiten]
Einkaufsstraßen sind der Rosenhof und die Klosterstraße, beide vom Markt ost- bzw. westwärts wegführend. Am Neumarkt (Rathaus) befindet sich die Einkaufsstätte Kaufhof Galeria und die Galerie „Roter Turm“ mit zahlreichen Geschäften. Zur Adventszeit ist der Chemnitzer Weihnachtsmarkt eine besondere Attraktion im Erzgebirgsvorland.
Außerhalb der Innenstadt, an der A 4 bei Röhrsdorf (Abfahrt Chemnitz-Nord), liegt der größte Einkaufspark Sachsens, das Chemnitz-Center. Weitere größere Einkaufszentren sind der „Neefepark“ an der A 72 (Abfahrt Chemnitz-Süd), die Sachsenallee am Thomas-Mann-Platz (B 169/ B 173), sowie das „Altchemnitz-Center (ACC)“ an der Annaberger Straße (B 95).
Küche [Bearbeiten]
Günstig [Bearbeiten]
Wie auch in anderen deutschen Großstädten verfügt Chemnitz über zahlreiche Möglichkeiten eine kleinen Imbiss einzunehmen. Ob nun Bratwurst, Döner, Asianudeln, Pizza, Hamburger oder Sushi – alles kann man relativ schnell in Chemnitz bekommen. Imbissstände in den Einkaufszentren abzuraten sind meist teurer als die zahlreichen Buden und Einzelläden an den Straßen.
- Hallo Döner Drive, Zschopauer Straße 2, 09111 Chemnitz, Tel.: +49 371 6660530, Fax: +49 371 6947888. Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag von 9.00–2.00 Uhr; Mittwoch, Freitag, Samstag 9.00–5.00 Uhr Ein Tipp für Nachtschwärmer ist der so genannte Döner Drive-in an der Ecke Bahnhofstraße/Zschopauer Straße, der eine Vielzahl von guten und preiswerten Gerichten anbietet und teilweise bis 5 Uhr morgens geöffnet hat.
- Gasthof Goldener Hahn, Zschopauer Straße 565, 09218 Chemnitz, Tel.: +49 371 772338, Fax: +49 371 8082662. Öffnungszeiten: Montag: 10.00–20.00 Uhr, Dienstag: Ruhetag, Mittwoch–Sonntag: 10.00–22.00 Uhr. Wer wirklich gut und günstig in einer original erzgebirgischen Schenke speisen will, sollte den „Gasthof Goldener Hahn“ im Stadtteil Kleinolbersdorf-Altenhain aufsuchen. Sehr leckere traditionelle Küche aus dem Erzgebirge im niedrigen Preissegment.
Mittel [Bearbeiten]
Eine große Auswahl an Restaurants mit moderner, hauptsächlich mediterran inspirierter Küche findet man in der Innenstadt. Typische regionale Küche servieren die Restaurants in den urigen Fachwerkhäusern am Schloßberg (unterhalb der Schloßkirche, am nördlichen Ende des Schloßteiches).
- Restaurant Hispano, Straße der Nationen 104, Tel.: +49 (0)371 421799, Fax: 0371 421725, E-Mail: info@hispanochemnitz.de. Öffnungszeiten: Montag-Sonntag 17-24 Uhr. Sehr leckere spanische Küche. Die Tapas sind einfach traumhaft.
- Ristorante Antica Roma, Hartmannstraße 7, Tel.: +49 (0)371 4660737. Öffnungszeiten Di.–So. 11.30–14.30 Uhr, / 17.30–24.00 Uhr. Ein netter Italiener, bei dem man, umgeben von einem schönen Ambiente, leckere Pizza oder eine andere italienische Spezialität genießen kann.
- Shalom, Heinrich-Zille-Straße 15, 09111 Chemnitz, Tel.: +49 371 6957769. Öffnungszeiten: Sonnabend bis Donnerstag 17.00–22.00 Uhr Jüdisches Restaurant mit exzellenter Küche im künftigen „Szene-Viertel“ am Brühl. Laut „Süddeutscher“ das größte koschere Restaurant Deutschlands: Hier werden auf der Karte alle Speisen als fleischig, milchig bzw. neutral ausgewiesen. Reservierung empfehlenswert.
Gehoben [Bearbeiten]
- Restaurant Villa Esche, Parkstraße 58, Tel.: +49 (0)371 2361363, Fax: 0371 2361365, E-Mail: info@restaurant-villaesche.de. Öffnungszeiten: Dienstag-Samstag 12.00-14.30 / 18.00-24.00 Uhr (Küche bis 22.00 Uhr) / Sonntag: 12-18 Uhr. Stilvolles Restaurant in Gründerzeitvilla.
Nachtleben [Bearbeiten]
Die Szenelandschaft in Chemnitz ist begrenzt, aber durchaus divers. Zu empfehlen sind vor allem das Atomino auf der Schloßstraße, der Bunker, Club FX, Südbahnhof, Cube Club, ...
Unterkunft [Bearbeiten]
Günstig [Bearbeiten]
- CITY HOTEL CHEMNITZ, Blankenauer Straße 75, 09113 Chemnitz, Tel.: +49 (0)371 45867100, Fax: +49 (0)371 45867101, E-Mail: info@cityhotel-chemnitz.de. Bei Buchung über das Buchungstool der hoteleigenen Website sparen Sie sich teilweise bis zu € 3,- pro Nacht.
Mittel [Bearbeiten]
- AMBER HOTEL Chemnitz Park****, Wildparkstraße 6, Tel.: +49 03722-5130, Fax: +49 03722-513100, E-Mail: Chemnitz@AMBER-HOTELS.de.
- Mercure Kongress, Brückenstraße 19, Tel.: +49 0371-6830, Fax: +49 0371-683505, E-Mail: H1581@accor.com. Hoch aufragender Bau; das wohl bekannteste Chemnitzer Hotel.
- Hotel Kleinolbersdorf, Ferdinandstr. 105, Tel.: +49 0371-772402, Fax: +49 0371-772404, E-Mail: info@hotel-kleinolbersdorf.de - Ruhige, nette und sehr empfehlenswerte Adresse am Stadtrand von Chemnitz in einem der eingemeindeten Dörfer. Das Hotel besitzt 13 Zimmer und eine Hochzeitssuite. Das Restaurant hat einen Kamin und 50 Plätze und serviert gute bürgerliche Küche.
Gehoben [Bearbeiten]
- Günnewig Chemnitzer Hof, Theaterplatz 4 (unweit vom Hauptbahnhof), Tel.: +49 (0)371 6840, Fax: 0371 6762587, E-Mail: chemnitzer.hof@guennewig.de.
- Renaissance Hotel, Salzstraße 56 (hinter dem Schlossteich), Tel.: +49 (0)371 33410, Fax: 0371 3341111.
Lernen [Bearbeiten]
Die Volkshochschule Chemnitz bietet zweimal pro Jahr ein umfangreiches Kursprogramm an.
Ein Studium ist an der TU Chemnitz in vielen Wissenschaftszweigen möglich.
Die Berufsfachschule der SWA Weiterbildungsakademie Sachsen in Chemnitz bietet vier Ausbildungsrichtungen an: Fremdsprachenkorrespondent/in, Internationale/r Touristikassistent/in, Assistent/in für Hotelmanagement und Technische/r Assistent/in für Informatik.
Arbeiten [Bearbeiten]
Sicherheit [Bearbeiten]
Gesund bleiben [Bearbeiten]
Klarkommen [Bearbeiten]
Post und Telekommunikation [Bearbeiten]
Die eigentliche Vorwahl für Chemnitz lautet 0371. Die nach der „Wende“ eingemeindeten Stadtteile besitzen jedoch z.T. andere Vorwahlen. So zum Beispiel der Stadtteil Euba die 03726, Einsiedel die 037209, der Stadtteil Röhrsdorf die 03722 und Wittgensdorf die 037200.
Internet-Cafés in Chemnitz:
- Internet Café und mehr, Hainstraße 106, Tel.: +49 (0)371 4010113.
- PC-Team, Oberfrohnaer Straße 62, Tel.: +49 (0)371 8577580.
Ausflüge [Bearbeiten]
Rabenstein [Bearbeiten]
Rabenstein ist das Chemnitzer Naherholungsgebiet, finden sich doch hier beliebte Ziele wie die Burg Rabenstein, der Stausee Oberrabenstein, das Wildgatter und der Rabensteiner Wald mit dem Totenstein. Ganz in der Nähe ist außerdem der Tierpark Pelzmühle (siehe auch Abschnitt Sehenswürdigkeiten). Eine schöne Wanderung führt beispielsweise von der Burg Rabenstein (erreichbar mit der Bus-Linie 73, Haltestelle Rabenstein/Grünaer Straße oder mit der Überlandlinie 253, Haltestelle Thomas-Müntzer-Höhe) zum Totenstein. Auf dem Totenstein befindet sich ein Aussichtsturm, der an guten Tagen Blick bis zum Fichtelberg und ab und zu sogar bis nach Leipzig mit dem Völkerschlachtdenkmal und dem Uniriesen bietet. Auf dem Gipfel bieten außerdem mehrere Imbisse Stärkungen an. Auf dem Rückweg nach Rabenstein lohnt sich bei warmem Wetter ein Abstecher zum Stausee Oberrabenstein. Alternativ kann man über das Forsthaus Grüna zum Haltepunkt Grüna der Eisenbahn laufen.
Schloss Augustusburg [Bearbeiten]
Eines der klassischen Ausflugsziele der Chemnitzer ist das Schloss Augustusburg, das im 16. Jahrhundert erbaute Jagdschloss des sächsischen Kurfürsten August. Es beherbergt einen Adler- und Jagdfalkenhof mit Vorführungen im Sommerhalbjahr dienstags bis sonntags jeweils 11.00 und 15.00 Uhr sowie ein Motorradmuseum mit – nach eigenen Angaben der „bedeutendsten Motorradsammlung Europas und der umfassendsten DKW- und MZ-Exposition der Welt“. Einmalig ist in jedem Falle die Kulisse: ein Technikmuseum in einem Renaissancebau aus dem 16. Jahrhundert.
Auch die Stadt Augustusburg hat ihren Charme: Die Gassen mit zahlreichen Restaurants, Cafes und einigen Kunsthandwerksgeschäften sind durchaus eine Erkundung wert. In dem umgebenden Wald lassen sich Spaziergänge und Wanderungen unternehmen, z. B. zum Kunnerstein mit vorzüglicher Aussicht auf das Zschopautal, zur Holzbrücke Hennersdorf oder zum Hetzdorfer Viadukt, einer alten Eisenbahnbrücke. Außerdem existiert im Ort eine Sommerrodelbahn, im Winter ist am gleichen Hang Abfahrtsskilauf möglich.
Von Chemnitz zu erreichen ist Augustusburg am besten mit der Erzgebirgsbahn nach Erdmannsdorf. Von dort nimmt man die Standseilbahn hinauf nach Augustusburg.
Kleinstädte in der Umgebung [Bearbeiten]
Ausflugsziele der Umgebung (Entfernungsangaben jeweils ab Stadtzentrum):
- Flöha (12 km östlich, B 173) - an der Fernbahnstrecke von Chemnitz nach Dresden gelegen; historische Baumwollspinnerei.
- Augustusburg (13 km östlich) - Renaissanceschloss, zu dem eine Standseilbahn hinaufführt. Motorradmuseum.
- Frankenberg (13 km nordöstlich, B 169 oder vom Chemnitzer Norden aus über die A 4) - hier wurde in der DDR der „Barkas“ gebaut. Nach der „Wende“ und der damit verbundenen Einstellung der Produktion wurde dann das Fahrzeugmuseum Frankenberg eingerichtet.
- Zschopau (16 km südöstlich, B 174) - Stadt der Motorradproduktion (MZ), Rathaus und Pfarrkirche.
- Hohenstein-Ernstthal (20 km westlich, B 173 bis Oberlungwitz, dort rechts ab auf die B 180; optional über die A 4 bis zur Abfahrt Hohenstein-Ernstthal) - Geburtsstadt von Karl May.
- Mittweida (20 km nördlich, über Chemnitz-Hilbersdorf und Ottendorf) - Standort einer Fachhochschule; Evangelisch-Lutherische Stadtkirche „Unser lieben Frauen“.
- Stollberg (23 km südwestlich, A 72 bis zur Abfahrt Stollberg-West) - Burg Hoheneck und Marienkirche.
Literatur [Bearbeiten]
- Thematische Stadtpläne Chemnitz. 5 Teile zu einzelnen Architekturepochen. edition vollbart, Chemnitz 2002/2003.
- Jens Kassner, Christine Weiske: Reformarchitektur in Chemnitz. edition vollbart, Chemnitz 2003.
- Zur Entstehung und Frühgeschichte der Stadt Chemnitz. Kolloquium des Stadtarchivs Chemnitz, 24. April 2002, Volksbank Chemnitz. Aus dem Stadtarchiv Chemnitz. Bd 6. Stollberg 2002, ISBN 3-00-011097-6.
- Aus dem Stadtarchiv Chemnitz. Schriftenreihe. Chemnitz 1998 ff.
- Mitteilungen des Chemnitzer Geschichtsvereins. Jahrbuch. Chemnitz 1992 ff.
- Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. Bd 2. Mitteldeutschland. Im Auftrag der Konferenz der landesgeschichtlichen Kommissionen Deutschlands mit der Unterstützung des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser. Stuttgart 1941.
- Chemnitz. Neue Bauten in der Stadtmitte 1990-2003. Edition Leipzig, Leipzig 2003.
- Jens Kassner: Chemnitz in den „Goldenen Zwanzigern“. Architektur und Stadtentwicklung. Heimatland Sachsen, Chemnitz 2000.
- Jens Kassner: Wohnen in Chemnitz. 75 Jahre kommunale Wohnungswirtschaft 1928-2003. edition vollbart, 2003.
- Stadtphotographien. Chemnitz 2003. ISBN 3-933169-02-X
- Das Bilderbuch Der Roboter und die Sprache von David Füleki spielt teilweise in Chemnitz. Erhältlich über http://www.sprachberatung.tu-chemnitz.de