Chārga

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Die Senke el-Charga (auch el-Kharga, el-Khargah, el-Khargeh, el-Kharijah, arabisch: الواحات الخارجة, al-Wāḥāt al-Chāriǧa, „die äußeren Oasen“) liegt bezogen auf die Nord-Süd-Lage im zentralen Teil der Westlichen Wüste in Ägypten, im Gouvernement Neues Tal (englisch New Valley), etwa 200 Kilometer westlich von Luxor. Sie ist die größte bevölkerte Senke in der Westlichen Wüste und reicht von 30° 25' O bis 30° 50' O (West – Ost) mit einer durchschnittlichen Breite von etwa 30 Kilometern und von 26° 00' N bis 24° 30' N (Nord – Süd) mit einer Länge von etwa 200 Kilometern. Der Hauptort ist die gleichnamige Stadt el-Chārga. Die Senke ist leicht von Luxor aus zu erreichen und stellt mit ihren Wüsten und antiken Monumenten ein attraktives, wenn auch wenig bekanntes Reiseziel dar.

Festung nahe der Quelle ʿAin Umm ed-Dabādīb in der Senke el-Chārga
Senke el-Chārga · الواحات الخارجة
Gouvernement Neues Tal
Einwohner 82.169 (2006)[1]
Lage
Lagekarte des Neuen Tals in Ägypten
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Chārga

Orte[Bearbeiten]

  • El-Chārga ist die größte Stadt der Senke el-Chārga und Verwaltungssitz des Gouvernements Neues Tal mit den Oasengürteln el-Chārga, ed-Dāchla und el-Farāfra. In der Stadt befinden sich mehrere Hotels, und sie bietet sich aufgrund ihrer zentralen Lage als Ausgangspunkt für Ausflüge sowohl in die nähere Umgebung als auch in die gesamte Senke selbst an.
  • Baris ist die zweitgrößte Stadt der Senke el-Chārga. In ihrer politischen, wirtschaftlichen und touristischen Bedeutung steht sie im Schatten der Stadt el-Chārga. Die Stadt befindet sich 86 Kilometer südlich der Stadt el-Chārga.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Nördlich des Chārga-Passes[Bearbeiten]

  • Wādī el-Baṭṭīch, auch Melonenfeld, ist eine Landschaft mit Tausenden Geoden, etwa 40 Kilometer nördlich des Chārga- oder Ramlīya-Passes.

Im Norden der Stadt el-Chārga[Bearbeiten]

Die Orte sind von Norden nach Süden gereiht. Bis auf el-Munira und ʿIzbat Muhammad Mustafa befinden sie sich alle westlich der Fernverkehrsstraße nach Asyūṭ.

  • Qasr el-Gibb ist der Standort einer römischen Festung im äußersten Norden der Senke.
  • Es-Sumeira ist der Standort einer römischen Siedlung mit Festung und Friedhöfen südlich von Qaṣr el-Gibb.
  • Das Dorf 'Izbat Muhammad Mustafa (25° 44' 58" N 30° 40' 6" O, arabisch: عزبة محمد مصطفى, ʿIzbat Muḥammad Muṣṭafā) liegt östlich der Fernverkehrsstraße nach Asyūṭ im äußersten Norden der Senke.
  • Top-Sehenswürdigkeit Qasr el-Labacha ist eine römische Siedlung mit einer Festung, einem funktionstüchtigen Aquädukt samt Quelle und Tempeln.
  • Top-Sehenswürdigkeit 'Ain Umm ed-Dabadib ist eine römische Siedlung mit einer Festung, einem Aquädukt und Felsgräbern.
  • Das Dorf 'Izbat Muhammad Tuleib liegt westlich der Fernverkehrsstraße nach Asyūṭ im Norden der Senke. Im Norden des Dorfes befindet sich eine römische Festung.
  • Im Osten des Dorfes el-Munira befindet sich die große römische Festung Top-Sehenswürdigkeit Deir el-Munira.
  • 'Ain et-Tarakwa bezeichnet den Ort eines verschütteten Sandsteintempel aus römischer Zeit.
  • Qasr ed-Dabaschiya ist eine römische Siedlung mit einem Kolumbarium und einem Tempel.
  • Der Hügel Gebel et-Teir verfügt über Felszeichnungen. Hier befindet sich auch die sog. Maria-Höhle.

Unmittelbar am nördlichen Stadtrand von el-Chārga[Bearbeiten]

Tempel von Hībis
  • Die wohl bedeutendste Sehenswürdigkeit ist der in persischer Zeit dekorierte Top-Sehenswürdigkeit Hibis-Tempel.
  • Der Tempel und das Dorf en-Nadura befinden sich östlich des Hibis-Tempels.
  • Der frühchristliche Friedhof Top-Sehenswürdigkeit Gabbānat el-Bagawāt, nördlich vom Hibis-Tempel, ist die bedeutendste christliche Stätte in der Westlichen Wüste.
  • 'Ain el-Charab (ʿAin et-Turba) ist der Ort einer römisch-christlichen Siedlung und mehrerer Felsengäber im Süden von el-Bagawāt.
  • Das Kloster 'Ain Mustafa Kaschif und das Kloster Deir el-Bagawāt befinden sich etwa 1 Kilometer nördlich des Friedhofs el-Bagawāt.
  • Die Siedlung 'Ain Sa'af einschließlich der christlichen Kapelle befinden sich nördlich von ʿAin Muṣṭafā Kāschif.

Im Westen der Stadt el-Chārga[Bearbeiten]

  • In geringer Entfernung zur Stadt el-Chārga befindet sich das Dorf 'Ain el-Bileida. Im Nordwesten des Dorfes befinden sich eine Siedlung und Tempel aus römischer Zeit.
  • 'Ain Chanafis ist der Standort einer alten römischen Siedlung und eines verschütteten Sandsteintempels.

Im Süden der Stadt el-Chārga[Bearbeiten]

Kloster ʿAin Muṣṭafā Kāschif
Friedhof el-Bagawāt
Nordostseite des Tempels von Ghuweita
Grab des Prinzen Chalid südlich von Būlāq
  • Qasr el-Baramuni, etwa 3,5 Kilometer südlich von el-Chārga westlich der Fernverkehrsstraße 25, ist der Ort einer römischen Siedlung mit einer Festung.
  • Qasr en-Nasima, etwa 6 Kilometer südlich von el-Chārga westlich der Fernverkehrsstraße 25, ist der Ort einer römischen Siedlung mit einer Festung, einem Taubenhaus und einer Kirche.
  • Etwa 15 Kilometer südlich von el-Chārga, westlich abseits der Fernverkehrsstraße, befindet sich das Dorf Ginah. 3 Kilometer westlich hinter diesem Dorf befinden sich die Überreste der römischen Siedlung ʿAin ed-Dib mit Lehmziegelruinen von Häusern und einem Friedhof (arabisch: عين الذئب, ʿAin aḏ-Ḏiʾb, „Wolfsquelle“, 25° 19' 51" N 30° 30' 26" O), die sich aber nur mit einem geländegängigen Fahrzeug (4 × 4) erreichen lässt.
  • Der Tempel Qasr el-Ghuweita, Tempel der thebanischen Triade, befindet sich etwa 20 Kilometer südlich von el-Chārga, etwa 4 Kilometer östlich der Fernverkehrsstraße. Etwa 500 Meter nördlich des Tempels befindet sich die archäologische Stätte ʿAin ʿAskar.
  • Der Tempel Qasr ez-Zaiyan, Tempel des Amenibis, des Amun von Hībis, befindet sich etwa 5 Kilometer südlich des Tempels el-Ghuweita.
  • Das Dorf 'Izbat Nāṣir (auch 'Ezbet Nasser, arabisch: عزبة ناصر, ʿIzbat Nāṣir) befindet sich etwa 24 Kilometer südlich von el-Chārga an der westlichen Straßenseite.
  • Das Dorf Būlāq (arabisch: بولاق) befindet sich etwa 28 Kilometer südlich von el-Chārga an der östlichen Straßenseite (25° 12' 20" N 30° 32' 10" O).
  • Vier Kilometer südlich des Dorfes Būlāq findet man zwei Gräber von Scheichs: Das südlichere Grab des Prinzen Chalid (arabisch: مقام الامير خالد, Maqām al-Amīr Chālid), der hier auf seinem Weg nach Mekka verstorben ist, befindet sich etwa 160 Meter östlich der Fernverkehrsstraße (25° 9' 57" N 30° 32' 22" O). Das nördlichere Grab des Scheichs Qamr (arabisch: مقام شيخ قَمر الدولة , Maqām Schaich Qamr ad-Daula) befindet sich etwa 50 Meter östlich der Fernverkehrsstraße (25° 10' 43" N 30° 32' 14" O).
  • Weiter im Süden liegen die modernen Dörfer el-Kuweit (arabisch: الكويت) und Palästina (arabisch: فلسطين, Filasṭīn) und weitere, die nach arabischen Ländern und Städten bezeichnet sind.

An der Stelle 25° 3' 50" N 30° 33' 16" O wechselt die Bahnlinie die Straßenseite. Nördlich davon befindet sie sich auf der westlichen, südlich davon auf der östlichen Straßenseite.

Im Norden von Bārīs[Bearbeiten]

  • Das Dorf el-Gāgā (auch el-Jaja, arabisch: الجاجا) liegt östlich der Fernverkehrsstraße (24° 47' 30" N 30° 35' 10" O).
  • Die Kirche und der Friedhof 'Ain Schams ed-Din liegen östlich der Fernverkehrsstraße etwa 70 Kilometer südlich der Stadt el-Chārga.
  • Tafnis bezeichnet einen Weiler nordöstlich von 'Ain Schams ed-Din. Etwa 5 bis 6 Kilometer östlich befindet sich der Gebel Tafnis mit christlichen Einsiedeleien. Deren Bewohner haben verschiedene Graffiti hinterlassen. Für den Besuch der archäologischen Stätte, der im Beisein eines Antikeninspektors erfolgen muss, benötigt man ein 4 × 4-Fahrzeug.
  • Etwa an gleicher Stelle wie Schams ed-Din befindet sich westlich der Straße das Hassan Fathy Village, das einstige Neu-Bārīs. Das Dorf wurde vom ägyptischen Star-Architekten Hassan Fathy (1900–1989) in traditioneller Lehmziegel-Architektur projektiert. Die Bauarbeiten wurden 1967 eingestellt. Heute ist das Dorf verlassen.

Im Süden von Bārīs[Bearbeiten]

  • Im Süden von Bārīs befinden sich an der Fernverkehrsstraße 25 die alten Zollstationen el-Maks el-Bahri (arabisch: المكس البحري, al-Maks al-Baḥrī, „die nördliche Zollstation“) und el-Maks el-Qibli („die südliche Zollstation“). Beides sind heute Dörfer mit mehreren Quellen und etwa 100 Einwohnern.
  • Die Festung und die Tempel von Top-Sehenswürdigkeit Qasr Dusch, u.a. der Tempel der Isis und des Sarapis, und die archäologische Stätte 'Ain Manawir befinden sich östlich von el-Maks el-Bahri bzw. el-Maks el-Qibli an einen Abzweig (Asphaltstraße) nach Osten in Richtung 'Ain Mansur (arabisch: عين منصور, ʿAin Manṣūr). 3,5 Kilometer östlich von Qasr Dusch befindet sich die archäologische Stätte 'Ain Ziyada.
  • El-Qasr ist ein Weiler im äußersten Süden der Senke. Südosten des Dorfes befindet sich eine römerzeitliche Lehmziegelruine.

Bedeutsame Gebirgszüge[Bearbeiten]

  • Der Gebel el-'Aguz (25° 49' 21" N 30° 43' 21" O, arabisch: جبل العجوز, Ǧabal al-ʿAgūz) befindet sich etwa 50 Kilometer nordöstlich der Stadt el-Chārga. Seine Höhe beträgt 460 Meter.
  • Der Gebel el-Ghanayim (25° 34' 26" N 30° 44' 13" O, arabisch: جبل الغنائم, Ǧabal al-Ghanāʾim, „Hügel der Beute“) befindet sich südlich des Deir el-Munīra. Er ist 375 Meter hoch.
  • Etwa 14 Kilometer südlich des Gebel el-Ghanayim, 24 Kilometer östlich von el-Chārga befindet sich der Gebel Ghanīma (25° 26' 32" N 30° 45' 56" O, arabisch: جبل غنيمة, Ǧabal Ghanīma). Er ist 383 Meter hoch.
  • Etwa 12 Kilometer nördlich von el-Chārga befindet sich der bis zu 312 Meter hohe Gebel et-Teir (25° 33' 1" N 30° 33' 19" O, arabisch: جبل الطير, Ǧabal aṭ-Ṭair, „Vogelberg“).
  • Der Gebel Tarif (25° 36' 7" N 30° 28' 27" O, arabisch: جبل تارف, Ǧabal Tārif) befindet sich etwa 10 Kilometer nordwestlich des Gebel et-Teir. Er ist 423 Meter hoch. Etwa 3 Kilometer westlich des Gebel Tarif befindet sich der ebenfalls 423 Meter hohe Gebel esch-Scheich (25° 35' 51" N 30° 26' 43" O, arabisch: جبل الشيخ, Ǧabal asch-Schaich).
  • Auf der anderen, der östlichen Straßenseite von Ginah befindet sich der Qurn Ginah (25° 19' 5" N 30° 33' 59" O, arabisch: قرن جناح, Qurn Ǧināḥ, „Horn von Ǧināḥ“).
  • Der Gebel Tafnis (24° 42' 48" N 30° 41' 35" O, arabisch: جبل طفنيس, Ǧabal Ṭafnīs) befindet sich nordöstlich der Kirche Schams ed-Dīn.
  • Der Gebel el-Qurn (auch Gebel el-Qarn, arabisch: جبل القرن, „Hornfelsen“) ist ein 190 Meter hoher Zwillingsfelsen 16 Kilometer südwestlich von Bārīs.
  • Etwa 50 Kilometer nordwestlich von el-Chārga befinden sich die östlichen Ausläufer des Abu-Tartur-Plateaus (arabisch: هضبة أبو طرطور, Haḍabat Abū Ṭarṭūr).

Hintergrund[Bearbeiten]

Namensgebung[Bearbeiten]

Römische Festung, Südseite, Deir el-Munīra

El-Chārga wird zumeist mit der etwa 190 Kilometer westlich gelegenen Senke ed-Dāchla als „Doppeloase“ zusammengefasst. In altägyptischer Zeit hieß diese Doppelsenke wḥA.t oder wḥA.t rsy.t (die Oase bzw. die südliche Oase), aber auch knm.t (südliche Oase). In griechisch-römischer Zeit heißt diese Verwaltungseinheit Oasis magna oder Oasis megale (griech. ῎Οασις μεγάλη), d.h. „die Große Oase“. Die administrative Trennung erfolgte etwa ab dem 4. Jahrhundert n. Chr. Sie trägt seitdem ihren heutigen Namen, die „äußeren Oasen“.

Politische und wirtschaftliche Bedeutung[Bearbeiten]

Der Hauptort der Oase war Hībis, in arabischer Zeit auch el-Miamun genannt. Das Verwaltungszentrum der Doppelsenke war wohl in islamischer Zeit immer in der Senke ed-Dāchla in el-Qalamūn. Erst seit 1958 ist die Stadt el-Chārga die Hauptstadt des Gouvernements Neues Tal, das auch die Senken ed-Dāchla und el-Farāfra umfasst.

Die Senke verdankt ihre wirtschaftliche Bedeutung als Haltepunkt an verschiedenen Karawanenrouten nach Libyen und in den Sudan (so z.B. der Darb el-Arbaʿīn). Zugleich ist sie Lieferant landwirtschaftlicher (Gemüse, Datteln, Wein) und mineralischer Erzeugnisse, zumindest seit dem altägyptischen Neuen Reich.

Lage[Bearbeiten]

Die Senke (geografische Lage siehe oben) erhebt sich etwa 30 bis 90 Meter über NN. Insbesondere im Norden und im Osten wird die Senke von Gebirgszügen begrenzt, die eine Höhe bis etwa 400 Meter erreichen können. Die teils schroffen Abhänge dieser Gebirgszüge erschweren auch den Zugang vom bzw. zum Niltal. Die Senke el-Chārga kann nur über folgende sieben Pässe (arabisch: نقب, Naqb) erreicht werden (von Nord nach Süd):

  • Naqb Ramlīya (arabisch: نقب رملية, „Sandpass“) liegt im äußersten Nordosten der Senke. Über diesen Pass führt die wohl berühmteste Piste, der 1800 Kilometer lange Darb el-Arbaʿīn von Asyūṭ in die Region Darfur im Sudan. Die moderne Asphaltstraße von Asyūṭ über die Stadt el-Chārga nach Bārīs folgt dieser alten Route.
  • 13 Kilometer südlich des erstgenannten Passes liegt der Naqb el-Yābsa (arabisch: نقب اليابسة, Naqb al-Yābsa, „Festlandpass“), der eine Alternative zum Naqb Ramlīya darstellt.
  • Der Naqb er-Rufūf (25° 41' 26" N 30° 50' 59" O, arabisch: نقب الرفوف) befindet sich 45 Kilometer nordöstlich der Stadt el-Chārga. Die Pisten, die ihren Ausgangspunkt in den Orten zwischen Sōhāg bis Abydos haben, erreichen die Senke über diesen Pass.
  • Der Naqb Umm Sirwāl (arabisch: نقب أم سِرْوال, auch Naqb Abū Sirwāl) liegt etwas südlich des Naqb Rufūf. Von der Nilortschaft Girgā (südlich von Sōhāg) oder von Abydos führt die Piste Darb Girga oder Darb ed-Deir zur Stadt el-Chārga vorbei an der römischen Festung Deir el-Munīra.
  • Der Naqb Būlāq (arabisch: نقب بولاق) befindet sich etwa 35 Kilometer südlich des Naqb Abū Sirwāl und etwa 25 Kilometer nordnordöstlich des gleichnamigen Dorfes. Den Pass erreicht man über die Piste von Armant (er-Rizaiqāt) aus.
  • Der Naqb el-Gāgā (auch Naqb el-Jaja, arabisch: نقب الجاجا) liegt nordöstlich des Dorfes el-Gāgā und wird von Pisten aus Farschūṭ (zwischen Qinā und Abydos) oder Armant benutzt. Die heutige Asphaltstraße nach Luxor führt entlang der antiken Piste Darb el-Gāgā über diesen Pass zum Dorf el-Gāgā. Die Eisenbahnlinie LuxorQināel-Chārga verläuft ebenfalls über diesen Pass, aber zumeist weit nördlicher als die Straße, und gelangt zwischen el-Gāgā und Būlāq in die Senke.
  • Der südlichste Pass ist der Naqb Dūsch (arabisch: نقب دوش) nordnordöstlich des gleichnamigen Dorfes. Pisten von Edfu und Esna aus erreichen hier die Senke.

Die Nachbarsenke ed-Dāchla erreicht man über zwei Pisten von el-Chārga aus, und zwar über die Pisten Darb ʿAin Amūr im Norden oder den Darb el-Ghubbārī im Süden. Die moderne Asphaltstraße folgt dem Darb el-Ghubbārī, etwa 30 Kilometer westlich von el-Chārga passiert man den sog. English Mountain. In früheren Zeiten war wohl der Darb ʿAin Amūr der beliebtere, weil u.a. ʿAin Amūr über einen Brunnen verfügte.

Die Ausläufer der Wanderdüne Ghurd Abū Muḥarrik passieren die Senke westlich der Straße nach Bārīs.

Geschichte[Bearbeiten]

Prähistorische Felszeichnungen, Gebel eṭ-Ṭeir

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Die Senke el-Chārga wurde seit dem Paläolithikum (Altsteinzeit) besiedelt, wohl nicht so sehr in der Senke selbst als vielmehr an den Berghängen. Das Klima unterschied sich vom heutigen deutlich: die sich damals abwechselnden Trocken- und Feuchtzeiten ermöglichten eine üppige Savannelandschaft mit reichhaltigem Baum- und Tierbestand. Die Hinterlassenschaften dieser Siedler, z.B. in 'Ain Umm ed-Dabādīb, sind vorwiegend Feuersteinwerkzeuge. Die Werkzeuge stammten von verschiedenen hier ansässigen Kulturen. Dies waren zum einen die Acheuléen, bestehend aus homo erectus (Altsteinzeitkultur [Paläolithikum], etwa 1,5 Millionen – 150.000 Jahre vor heute), und zum anderen die Atérien, bestehend aus homo sapiens, etwa im Zeitraum von 70.000 – 30.000 vor heute. Beide Kulturen lebten als Jäger und Sammler.

Vor 50.000–12.000 v. Chr. gab es eine Trockenperiode. Die Savanne verwandelte sich in eine Wüste. Im Neolithikum wurde die Senke wieder besiedelt, denn an den tieferen Stellen in der Senke gab es wieder ausreichend Wasser. Aus dem Neolithikum (Jungsteinzeit) stammen neben Feuersteinwerkzeugen auch Felszeichnungen, z.B. am Gebel eṭ-Ṭeir und südlich des Darb el-Ghubbārī auf halben Weg nach ed-Dāchla. Die ältesten finden sich am Gebel eṭ-Ṭeir und stammen aus der Zeit zwischen 4.500 bis 3.000 v. Chr. Dargestellt wurden Antilopen, Gazellen, Giraffen, Steinböcke, Strauße und Jäger mit Pfeil und Bogen.

Altes Reich bis Spätzeit[Bearbeiten]

Bisher wurden kaum Monumente gefunden, die zweifelsfrei aus dem Alten oder Mittleren Reich stammen. Das ist insofern verwunderlich, weil das alte Ägypten mit seinen Nachbarn im heutigen Libyen und Sudan Handel trieb. Mit dem Esel als damals einzig bekanntem Lasttier – das Kamel wird erst unter den Persern eingeführt – konnte man Wegstrecken über 200 Kilometer kaum durchführen, nach spätestens drei Tagen braucht ein Esel Wasser. Alle Karawanen müssen über el-Chārga oder ed-Dāchla geführt und hier Rast gemacht haben. Als Indizien sollen hier die erst 1971/1972 entdeckten Mastabagräber und der Gouverneurspalast von Balat in ed-Dāchla aus der 6. Dynastie, die Biografie des Herchuf an seinem Grabe 34n in Qubbet el-Hawa, in der er Transporte entlang der Oasenstraße, dem Darb el-Arbaʿīn, nannte und die ebenfalls aus der 6. Dynastie stammt, genannt sein.

In den letzten Jahren gab es aber auch neue Funde, die eben aus dieser Zeit stammen. 10–12 Kilometer südwestlich von ʿAin Umm ed-Dabādīb wurde eine Felsritzung mit einem Serech (stilisierte Palastfassade) und einem Falken gefunden, der den Namen des bisher unbekannten Königs Aa aus frühdynastischer Zeit trägt. Zudem befinden sich am Felsen des Aa auf Ritzungen von Giraffen, die von Menschen geführt werden, Antilopen, Hundeartigen und Fischen. In der Nähe wurden auch zwei weitere pharaonische Inschriften eines Intefs/Antefs aus dem späten Alten Reich oder der Ersten Zwischenzeit gefunden. Die Route Darb ʿAin Amūr ist also schon seit dem Alten Reich benutzt worden.[2]

Dokumente aus dem Mittleren Reich belegen, dass zumindest Beamte in der Senke el-Chārga tätig waren. Die Entdeckung der heute Umm Mawāgīr (arabisch: أم مواجير, „Mutter der Brotformen“) genannten Siedlung brachte eine Handelsstadt ans Licht, in der mehrere Tausend Menschen lebten. Es wurden zahlreiche Brotbäckereien gefunden, die zum heutigen Namen führten. Die Siedlung wurde wohl im Mittleren Reich gegründet und bestand bis zum Neuen Reich. Sie erlebte ihre Blüte am Ende des Mittleren Reis und in der Zweiten Zwischenzeit.[3]

Im Neuen Reich wurde den südlichen Oasen, so der Name der Doppeloase el-Chārga und ed-Dāchla, wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt. So gibt es Berichte über die Lieferung landwirtschaftlicher und mineralischer Erzeugnisse aus el-Chārga in den thebanischen Gräbern bzw. im Luxor-Tempel. Die Nähe zu Luxor und die Tatsache, dass in el-Chārga dieselben Hauptgötter wie in Theben verehrt wurden, lässt die Vermutung gerecht erscheinen, dass die ersten Heiligtümer in el-Chārga bereits im Neuen Reich errichtet wurden. Die Hauptstadt der Doppeloase befand sich in ed-Dāchla.

Aus der 21. Dynastie ist bekannt, dass unter den hiesigen Priestern Herihor, Hohepriester des Amun in Theben, wirkte. Und el-Chārga wurde als Verbannungsort auf der sog. Verbanntenstele genannt.[4]

Die ältesten Tempel der Senke el-Chārga, nämlich die von Hībis und el-Ghuweita, haben ihre Ursprünge in der Äthiopier- bzw. Saitenzeit (25. bzw. 26. Dynastie), auch wenn die Inschriften erst aus persischer Zeit stammen. Aus saitischer und persischer Zeit liegen Zeugnisse vor, die aus allen Teilen der Senke stammen, d.h., die gesamte Senke stand im Einflussbereich der jeweiligen Herrscher.

Griechisch-römische und christliche Zeit[Bearbeiten]

Seine erneute Blüte erreichte die Senke in griechischer bzw. noch deutlicher in römischer Zeit. Die Römer unterhielten in Ägypten zwei Legionen Soldaten, in der Senke el-Chārga wohl bis zu 1000 Soldaten. Neben Militärposten und Garnisonen wurden Siedlungen, Tempel und Aquädukte (arabisch: قناة, Qanāt) insbesondere im Nordteil der Senke erweitert oder neu angelegt. Die Festungen gehörten zu einem großen Festungssystem in Nordafrika. Die Aufgabe des hiesigen Militärs bestand in der Überwachung der Karawanenwege wie dem Darb el-Arbaʿīn und dem Darb ʿAin Amūr zum Niltal, nach ed-Dāchla und nach dem Sudan. Über die Festungen war bis zum Ende des 20. Jahrhunderts recht wenig bekannt, da sie von den Wissenschaftlern weitgehend ignoriert wurden.

Auch als Verbannungsort diente die Senke wieder seit römischer Zeit, häufig für die verfolgten Christen. Seit dem 3. Jahrhundert (n. Chr.) gibt es hier die ersten Christen. Zu den berühmtesten Verbannten zählen Athanasius (298–373) und Nestorius (381–451). Am Ende des vierten Jahrhunderts waren el-Chārga und ed-Dāchla fast vollständig christlich. Zahlreiche bedeutende Monumente wie der Friedhof el-Bagawāt und das Kloster 'Ain Mustafā Kāschif zeugen von dieser Zeit. El-Chārga wurde zudem Bischofssitz. Immer wieder erfolgende Angriffe aus Nubien und Libyen und zunehmende Feindlichkeiten mit den Muslimen ließen das Christentum und den Bischofssitz im 14. Jahrhundert erlöschen.

Möglicherweise besitzt der Abschwung seine Ursache auch in den immer weiter austrocknenden Quellen.

Islamische Zeit[Bearbeiten]

Maheibis-Moschee in der Altstadt von el-Chārga

Im Mittelalter war die Senke teilweise verwaist. Erst in mameluckischer Zeit wurden hier wieder Soldaten zur Bewachung der Karawanenwege stationiert. Der Darb el-Arbaʿīn war noch bis ins 19. Jahrhundert in Nutzung. Die Karawanenwege wurden nicht nur für den Handel genutzt, sondern dienten auch als Wege für Mekka-Pilger aus Nordafrika. In osmanischer Zeit wurden in der Senke sechs Zollstationen (von Süd nach Nord: el-Maks el-Qibli, el-Maks el-Bahri, 'Ain Schams ed-Din, Qasr ez-Zaiyan, Qasr el-Ghuweita und 'Ain Mustafa Kaschif) betrieben. Während der britischen Okkupation Ägyptens wurden hier ebenfalls Soldaten stationiert, die hier feindliche Angriffe aus dem Sudan und aus Libyen abwehren sollten.

Seit dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten]

1958 erlebte das damalige kleine Dorf Qasr el-Chārga einen bedeutenden Aufschwung. Unter Nasser wird das Gouvernement Neues Tal gebildet, zu dem auch die Senken ed-Dāchla und el-Farāfra gehören, und el-Chārga wird zu dessen Hauptstadt ausgebaut.

Eigentlich schafft es die Senke el-Chārga kaum in die Presse. Im Zusammenhang mit der 25.-Januar-Revolution fanden auch in der Stadt el-Chārga Demonstrationen statt, bei der drei Demonstranten erschossen wurden. Die Demonstranten setzen die örtliche Zentrale der mittlerweile verbotenen Nationaldemokratischen Partei, der einstigen Regierungspartei, sowie eine Polizeistation und ein Gerichtsgebäude in Brand.[5]

2012 lebten in der Senke 67.700 Einwohner.

Abenteurer und Forscher[Bearbeiten]

Als Reiseziele sind die Senken bisher auch noch nicht sehr bekannt. Das liegt sicher auch an ihrer Lage. Der teilweise große Aufwand schreckte auch in der Vergangenheit europäische Reisende ab. Die frühesten Reisenden wie z.B. der französische Apotheker, Arzt und Reisende Charles Jacques Poncet († 1706)[6] in Begleitung des Jesuitenvaters Charles François Xavier de Brévedent (Reise 1698) interessieren sich hauptsächlich für den Darb el-Arbaʿīn, die Senke selbst bot wenig Sehenswertes. Der Anfang des 19. Jahrhunderts gilt als große Zeit der Entdeckungen in der Westlichen Wüste. Der Franzose Frédéric Cailliaud entdeckte 1818 den Hībis-Tempel.[7] Ihm folgen Archibald Edmonstone (1819),[8] die Briten John Gardner Wilkinson (1825)[9] und George Alexander Hoskins (1832)[10], die Deutschen Heinrich Brugsch (1850–1880, erste wissenschaftliche Beschreibung des Hībis-Tempels),[11] Gerhard Rohlfs (1874)[12] und Georg Schweinfurth (1874),[13] der Russe Wladimir von Bock[14] (1888/9 und 1897/8, Beschreibung des Friedhofs el-Bagawāt), die britischen Kartografen Hugh John Llewellyn Beadnell[15] und John Ball[16] (1898), die amerikanischen Ägyptologen Herbert Eustis Winlock und Norman de Garis Davies (1909–1913, 1926–1939, Beschreibung des Hībis-Tempels)[17] sowie 1936 der deutsche Ägyptologe Rudolf Naumann (Beschreibung der Tempel von el-Chārga)[18].

Seit 1955, verstärkt seit 1976 wurden durch das Institut Français d’Archéologie Orientale unter Leitung von Serge Sauneron (1927–1976) unterschiedliche Stätten in der Senke erfasst und teilweise fotografisch dokumentiert.[19][20] 1978 besuchte der französische Ägyptologe Jean Gascou die Senke.[21] In den 1970er- und 1980er-Jahren wurden die Tempel durch die Egyptian Antiquities Organization vom Flugsand befreit.

Seit den späten 1990er-Jahren gibt es auch wieder archäologische Forschungen und weitere Freilegungen, wenn auch nicht in dem Umfang wie in ed-Dāchla. Hierzu gehören z.B. seit 1998 das Institut Français d’Archéologie Orientale unter Leitung von Françoise Dunand, der seit 2000 bestehende North Kharga Oasis Survey unter Leitung von Corinna Rossi und Salima Ikram,[22] das Kharga Oasis Coptic Grafiti Project unter Leitung von Eugene Cruz-Uribe[23] und ein japanisches Forscherteam unter den Leitung von Hiroyuki Kamei und Katsura Kogawa, das am Tempel von Qaṣr ez-Zaiyān tätig ist.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Der bedeutendste Wirtschaftszweig ist der Phosphatabbau in den Minen im Nordwesten der Senke.

Die meisten Einheimischen sind in der (defizitären) Landwirtschaft beschäftigt. Zu den Produkten gehören Datteln, Oliven, Hirse, Reis, Weizen und Gerste. Gemüse spielt nur eine geringere Rolle. Angebaut werden Bamia, Maluchīya (Jutekraut), Fūl (Saubohnen), Linsen, Eierfrüchte, Zwiebeln, Knoblauch, Dill, Koriander, Tomaten, Rettich, Kartoffeln, Karotten, Gurken, Melonen und Kürbisse. Als Tierfutter wird Klee und Alfa-Alfa-Gras angebaut. Produziert wird auch Obst wie Wein, Guaven, Zitrusfrüchte, Aprikosen, Orangen, Äpfel, Granatäpfel, Pflaumen und Feigen. Die Bewässerung erfolgt durch künstlich angelegte artesische Brunnen.

Das Handwerk fertigt Erzeugnisse hauptsächlich für den lokalen Markt. Aus den Palmblättern werden Tragekörbe, Taschen und Untersetzer geflochten. Aus den getrockneten Stängeln der Palmblätter werden Käfige für Kleintiere gefertigt. Aus Ton werden Keramikgefäße für den täglichen Bedarf hergestellt. Ton und Beton dienen Künstlern auch zur Herstellung von Skulpturen. Der bekannteste Vertreter ist der Künstler Mabrouk Ismail Mabrouk. Weiteren Erzeugnisse waren auch traditionelle Kleidung und Silberschmuck wie Armreifen und Nasenringe. Das traditionelle Handwerk wird wieder gefördert. Deren Erzeugnisse wie Teppiche und Töpferwaren können auch von Touristen erworben werden.

Die einzige Alternative zum Bergbau und zur Landwirtschaft ist nur der Staatsdienst.

Auch wenn mit teilweise großem Aufwand touristische Infrastruktur geschaffen wurde (der Flughafen, das Pioneers Hotel), steckt der Tourismus immer noch in den Kinderschuhen. Touristen, die nach el-Chārga kommen, sind keine Badetouristen, sondern an den Altertümern und an der Wüste Interessierte. Und hierfür fehlt noch eine eigene Infrastruktur.

Anreise[Bearbeiten]

Chārga-Pass an der Fernverkehrsstraße 25, Blick nach Westen
Chārga-Pass, Blick nach Osten

Die Oase el-Chārga ist über Fernverkehrsstraßen von Asyūṭ (Fernverkehrsstraße 25), ed-Dāchla (Fernverkehrsstraße 10) oder Luxor aus erreichbar. Die Fernverkehrsstraße 25 verbindet auch die Städte el-Chārga und Bārīs. Mit der Fertigstellung der Wüstenautobahn von Kairo nach Asyūṭ hat sich auch die Anreise von Kairo aus deutlich gegenüber der Fahrt entlang des Nils verkürzt. Die Fernstraße von bzw. nach Luxor ist seit 2005 für den Verkehr geöffnet. Es ist aber nicht erlaubt, von der Wüste aus mit einem geländegängigen Allradfahrzeug nach Luxor einzureisen. Die Kosten eines Taxis nach Luxor betragen etwa LE 350 (= 50 €) und sind geringer als die in Luxor. Es ist durchaus sinnvoll, sich mit einem Taxi aus el-Chārga in Luxor abholen zu lassen. Es gibt keine Tankstellen auf dem Weg von Luxor nach el-Chārga. Neben den drei Tankstellen in der Stadt el-Chārga gibt es noch eine in 'Izbat Nāṣir 25 Kilometer südlich von el-Chārga. Eine Cafeteria mit Moschee gibt es nur an der Fernverkehrsstraße 25, etwa 40 Kilometer nördlich des Chārga-Passes an der Westseite der Straße (26° 19' 24" N 30° 43' 11" O).

Die Anreise mit dem Bus erfolgt üblicherweise mit den Linienbussen von ed-Dāchla, Asyūṭ oder Kairo.

El-Chārga (UVL) besitzt einen Flughafen etwa 10 Kilometer nördlich der Stadt el-Chārga. Aufgrund zu geringer Passagierzahlen hat EgyptAir aber den Linienverkehr eingestellt. Von Petroleum Air Services (Kairo, Nasr City, 5 Doctor Batrawy St., neben der Genena Mall, Tel. +20 (0)2 2403 2180) gibt es Charterflüge zweimal wöchentlich, sonntags und donnerstags, von Kairo nach ed-Chārga und zurück.

Es gab eine Zugverbindung el-Chārga – QināLuxor, die einmal wöchentlich, donnerstags und freitags, bedient wurde. Da die Bahnstation etwa 5 Kilometer südlich von el-Chārga (25° 23' 27" N 30° 33' 18" O) liegt, benötigt man ein Taxi, um hierher zu gelangen. Bestellen Sie sich das Taxi einen Tag vorher, da der Freitag in Ägypten Feiertag ist. Anfang 2009 wurden bei Luxor Gleise auf einer Strecke von 10 Kilometern gestohlen. Diese Strecke wurde nicht wieder vervollständigt (Stand 9/2011)!

Weitere Informationen gibt es unter Anreise im Kapitel el-Chārga (Stadt).

Mobilität[Bearbeiten]

Auto[Bearbeiten]

Viele Ziele kann man mit einem PKW, Taxi oder Pickup erreichen.

Schwierigkeiten bereiten Exkursionen in die Wüste, weil es in el-Chārga ungefähr ein geländegängiges Fahrzeug gibt. Um ein derartiges Fahrzeug anzumieten, wende man sich am besten an Mr. Mohsen 'Abd el-Monaem, PR-Manager der Egypt Tourist Authority, Tel.: (0)92 792 1206, Fax: +20 (0)92 792 1205, Wohnung: (0)92 793 6575, Mobil: (0)100 180 6127, E-Mail: mohsen_dl@yahoo.com. Da er sehr umtriebig ist, besorgt er ein Fahrzeug aus ed-Dāchla.

Ja, richtig: aus ed-Dāchla. Es ist durchaus sehr sinnvoll, die Wüstenexkursionen in die Senke el-Chārga vom 200 Kilometer entfernten ed-Dāchla aus zu planen bzw. durchzuführen. Ein geländegängiges Fahrzeug mit Fahrer kostet aus ed-Dāchla etwa LE 700–800 (etwa 100–120 €), das aus el-Chārga vermittelte Fahrzeug leicht das Doppelte. Gut, manchmal geht es nicht anders.

Bus[Bearbeiten]

Busse fahren von El-Chārga nach Bārīs um 07:00, 09:00 und 14:00 Uhr. Der Fahrpreis beträgt LE 4. Die zentrale Haltestelle ist die Bassatin-Station in el-Chārga, etwa 500 Meter westlich des Midan el-Bassatin (arabisch: ميدان البساتين, Mīdān el-Bassātīn) im Stadtzentrum.

Minibusse und Service-Taxis fahren auch nach ed-Dāchla, Asyūṭ und Bārīs. Die zentrale Haltestelle hierfür ist in el-Chārga der Midan esch-Scha'ala (arabisch: ميدان الشعلة, Mīdān asch-Schaʿala).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wenn man nur wenig Zeit hat (1 bis 2 Tage), so besuche man in jedem Falle:

  • den persischen Hibis-Tempel,
  • den frühchristliche Friedhof Gabbānat el-Bagawāt nördlich vom Hibis-Tempel,
  • das Archäologische Museum in der Stadt el-Chārga und
  • den Tempel Qasr Dusch, der der Isis und dem Sarapis geweiht ist. Letzteren Tempel kann man mit der Fahrt von oder nach Luxor verbinden.

Aktivitäten[Bearbeiten]

El-Chārga wie ed-Dāchla sind geeignete Ausgangspunkte für Exkursionen in die Wüstengebiete, die mit Kamelen, (wüstentauglichen) Motorrädern oder Allradfahrzeugen unternommen werden können.

Küche[Bearbeiten]

Restaurants finden man fast ausschließlich in der Stadt el-Chārga.

Unterkunft[Bearbeiten]

Hotels[Bearbeiten]

Unterkunftsmöglichkeiten gibt es hauptsächlich in der Stadt el-Chārga und in Bārīs. Gehobenen Ansprüchen werden das Sol Y Mar Pioneers Hotel und das Tabuna Camp gerecht.

el-Chārga (Stadt)
Hamadalla Hotel, Jugendherberge, Kasablanka (Dar el-Beida), El Kharga Oasis Hotel, El-Mumtaza Resthouse, Oasis Hotel (Waha Hotel), El Radwan Hotel, Sol Y Mar Pioneers, Tourist Office Resthouse
Qaṣr el-Ghuweiṭa
Das Hamadallah Sahara City wird derzeit nicht betrieben.
Bārīs
Kein Hotel mehr
Qaṣr Dūsch
Tabuna Camp

Camps[Bearbeiten]

Zudem gab es weitere Unterkunftsmöglichkeiten in oder in der Nähe von Dörfen entlang der Straße von el-Chārga nach Bārīs, die aber allesamt nicht mehr bewirtschaftet werden:

  • Camp Nasser (arabisch: مخيم ناصر, Mucheim Nāṣir), Tel.: +20 (0)92 792 2088, im Dorf Nasser (arabisch: قرية ناصر, Qaryat Nāṣir), etwa 10 Kilometer südlich der Stadt el-Chārga.
  • Camp Ayoon el-Wadi (arabisch: مخيم عيون الوادي, Mucheim ʿAyūn el-Wādī) im Dorf Bulaq (arabisch: قرية بولاق, Qaryat Būlāq).

Kommunizieren[Bearbeiten]

Die Telefonvorwahl für el-Chārga ist 092 bzw. 002092 von Deutschland aus. Seit 2005 sind alle Telefonnummern siebenstellig, den vormals sechsstelligen Telefonnummern wurde eine 7 vorangestellt. Mobiltelefonnummern sind hiervon nicht betroffen.

Internet-Cafés gibt es in der Stadt el-Chārga.

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Gebiete in der Westlichen Wüste zählen zu den sichersten Gebieten Ägyptens.

Trotzdem wurden auch hier seit 2005 die Sicherheitsvorkehrungen intensiviert. Die Touristen werden von Polizisten begleitet, was wenigstens nervig ist, von einigen jedoch als Eingriff in die Privatsphäre aufgefasst wird. Es gibt so den Unmut oder gar Beschwerden zu hören. Meist hilft jedoch ein kleines Schreiben: Erklären Sie in Englisch, dass Sie keinen Begleitschutz bzw. Polizisten brauchen und welche Ziele Sie erreichen wollen. Sie sollten sicherheitshalber nur unverfängliche Ziele angeben (zumindest keine Wüstengebiete). Dies überprüft kaum niemand.

Man benötigt eine behördliche Erlaubnis aus Kairo, wenn man eine Reise in das Gebiet etwa 40 Kilometer südlich über Bārīs hinaus, dem Toschka-Projekt, unternehmen will.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima ist ganzjährig warm bis heiß und trocken. Regenfälle stellen eine absolute Ausnahme dar. Die Regendauer überschreitet wenige Minuten nie.

El-Chārga Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez    
Mittlere höchste Lufttemperatur in °C 22 25 29 34 38 40 40 40 37 34 28 24 Ø 32.6
Mittlere Lufttemperatur in °C 14 16 20 26 30 33 33 32 29 26 20 16 Ø 24.6
Mittlere tiefste Lufttemperatur in °C 6 7 11 17 22 24 24 23 22 18 12 7 Ø 16.1
Niederschläge in mm 0 0 0 0 0 0 0 0 1 0 0 0 Σ 1

Gefürchtet sind die Sandstürme, die Chamsīn (arabisch: خماسين, Chamāsīn, „fünfzig“, oder خمسين, Chamsīn) genannt werden. Dies sind heiße Süd- und Südostwinde, die den Wüstensand aufwirbeln und mit sich fortreißen. Die Entstehungsursache sind Tiefdruckgebiete im Mittelmeerraum. Die Stürme können ganzjährig auftreten, ihre Hauptsaison sind die Monate März bis Mai (ein Zeitraum von 50 Tagen nach Frühlingsanfang – auf den Zeitraum bezieht sich auch das arabische Wort), auch im Herbst treten sie gehäuft auf. Die Stürme dauern mehrere Tage an und sind in weiten Teilen Ägyptens anzutreffen. Weit gefährlicher, aber örtlich begrenzter, sind die Sandwirbelwinde, Soba'a genannt. Hier muss man in jedem Fall Augen und elektronische Geräte schützen. Die Stürme tragen nicht selten dazu bei, dass Flugpläne nicht mehr eingehalten werden. Im Jahr 2006 trat der erste Sandsturm (Chamsīn) bereits Ende Februar auf. Einheimische sagten, dass sie das seit 20 Jahren nicht erlebt hätten. Irgendwo im Staub waren sogar die Pyramiden von Gīza kaum zu erkennen.

Klarkommen[Bearbeiten]

Hilfe bei der Tourplanung (Klärung, ob Stätten besucht werden dürfen) und bei der Besorgung von geländegängigen Fahrzeugen kann man in der Touristik-Information in el-Chārga erhalten.

Es ist häufig einfacher, ein geländegängiges Fahrzeug von ed-Dāchla aus nach 'Ain Umm ed-Dabadib oder Qasr el-Labacha anzumieten, da es in el-Chārga kaum derartige Fahrzeuge gibt.

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Kartenblatt NG-35-09 (Al Khārijah) der U.S. Army
Kartenblatt NG-35-13 (Bārīs) der U.S. Army
  • Populärwissenschaftliche Darstellungen:
    • Vivian, Cassandra: The Western Desert of Egypt : An Explorer’s Handbook. Kairo : The American University in Cairo Press, 2008, ISBN 978-977-416-090-5, S. 117–172 (in Englisch).
    • Willeitner, Joachim: Die ägyptischen Oasen : Städte, Tempel und Gräber in der Libyschen Wüste. Mainz : von Zabern, 2003, (Zaberns Bildbände zur Archäologie), ISBN 978-3-8053-2915-6, S. 22–53.
    • Hölbl, Günther: Altägypten im Römischen Reich ; 3: Heiligtümer und religiöses Leben in den ägyptischen Wüsten und Oasen. Mainz : von Zabern, 2005, (Zaberns Bildbände zur Archäologie), ISBN 978-3-8053-3512-6, S. 35–72.
  • Wissenschaftliche Darstellungen:
    • Eine der wenigen Darstellungen zu den Tempeln von el-Chārga findet man in: Naumann, Rudolf: Bauwerke der Oase Khargeh. In: Mitteilungen des Deutschen Instituts für ägyptische Altertumskunde in Kairo (MDIK), Bd. 8 (1939), S. 1–16, Tafeln 1–11.
    • Eine Beschreibung prähistorischer Funde von el-Chārga findet man in: Caton-Thompson, G[ertrude] ; Gardner, E. W.: Kharga Oasis in prehistory. London : The Athlone Pr., 1952 (in Englisch).
    • Eine Übersichtsdarstellung wichtiger römischer Festungsbauten von el-Chārga findet man in: Reddé, Michel: Sites militaires romains de l’oasis de Kharga. In: Bulletin de l’Institut français d’archéologie orientale, ISSN 0255-0962, Bd. 99 (1999), S. 377–396 (in Französisch).
    • Bliss, Frank: Wirtschaftlicher und sozialer Wandel im „Neuen Tal“ Ägyptens : über die Auswirkungen ägyptischer Regionalentwicklungspolitik in den Oasen der westlichen Wüste. Bonn : Politischer Arbeitskreis Schulen, 1989, (Beiträge zur Kulturkunde ; 12), ISBN 978-3921876145.
    • Al-Wāḥ al-H̲āriga. In: Timm, Stefan (Hg.): Das christlich-koptische Ägypten in arabischer Zeit ; Band 6: T – Z. Wiesbaden : Reichert, 1992, ISBN 978-3-88226-561-3, S. 2956–2977.
    • Zur Geschichte des Christentums in der Westlichen Wüste: Ghica, Victor: Pour une histoire du christianisme dans le désert occidental d’Égypte. In: Journal des savants, ISSN 0021-8103, Nr. 2 (juillet-décembre) (2012), S. 189–280.
  • Karten:
    • Es gibt wenig gute Karten, auf die man möglicherweise in wissenschaftlichen Bibliotheken zugreifen kann.
    • Russische Generalstabskarten, Maßstab 1:200.000, Karten G-36-XIX (Эль Харга [El' Charga]), G-36-XXV (Булак [Bulak]) und G-36-XXXI (Эзбет-Душ [Ezbet-Dusch]) (russisch beschriftet, alle 1977).
    • U.S. Army Map, Maßstab 1:250.000, Karte NG-35-09 (Al Khārijah), 1952, Karte NG-35-13 (Bārīs), 1959.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Einwohnerzahlen nach dem ägyptischen Zensus von 2006, eingesehen am 3. Juni 2014.
  2. Rossi, Corinna ; Ikram, Salima: Petroglyphs and Inscriptions along the Darb Ayn Amur, Kharga Oasis. In: Zeitschrift für ägyptische Sprache und Altertumskunde (ZÄS), ISSN 0044-216X, Bd. 129 (2002), S. 142–151, Tafeln XXII–XXXI. – Ikram, Salima ; Rossi, Corinna: An Early Dynastic serekh from the Kharga Oasis. In: The journal of Egyptian archaeology (JEA), ISSN 0075-4234, Bd. 90 (2004), S. 211–215. – Ikram, Salima: Drawing the World : Petroglyphs from Kharga Oasis. In: Archéo-Nil: revue de la Société pour l’Étude des Cultures Prepharaoniques de la Vallée du Nil, ISSN 1161-0492, Bd. 19 (2009), S. 67–82.
  3. APA: Altägyptische Siedlung mit Bäckerei ausgegraben, Nachricht des Standard vom 25. August 2010; El-Aref, Nevine: Bread for an army, Nachricht in der Al-Ahram Weekly vom 26. August 2010; Wilford, John Noble: Desert Roads Lead to Discovery in Egypt, Nachrich in der New York Times vom 6. September 2010.
  4. Die Granitstele wurde im Tempel von Karnak gefunden und wird heute im Pariser Louvre aufbewahrt (Louvre C 256). Auf ihr erlässt Mencheperre, Hohepriester des Amun in der 21. Dynastie, eine Amnestie für die von ihm selbst verbannten Gegner und spricht ein Verbot zukünftiger Verbannungen aus. Siehe: Breasted, James Henry : Ancient records of Egypt : historical documents from the earliest times to the Persian conquest ; 4: The twentieth to the twenty-sixth dynasties, Chicago, Ill. [u.a.]: The Univ. of Chicago Pr., 1906, 1927, §§ 650–661; Beckerath, Jürgen von : Die „Stele der Verbannten“ im Museum des Louvre. In: Revue d’Égyptologie (RdE), ISSN 0035-1849, Bd. 20 (1968), S. 7–36, Tafel 1.
  5. dpa/Reuters/AFP: Tote bei Protesten im Süden Ägyptens, Nachricht des Spiegel Online vom 9. Februar 2011.
  6. Poncet, Charles Jacques: A voyage to Æthiopia, made in the years 1698, 1699, and 1700 : Describing particularly that famous empire; as also the kingdoms of Dongola, Sennar, part of Egypt, &c.. London : Lewis, 1709.
  7. Cailliaud, Frédéric: Voyage à l’oasis de Thèbes et dans les déserts situés à l’orient et à l’occident de la Thébaïde : fait pendant les années 1815, 1816, 1817 et 1818 ; vol. 1. Paris : Impr. Royale, 1821, S. 88–95, Tf. x–xxiii.
  8. Edmonstone, Archibald: A journey to two of the oases of Upper Egypt. London : Murray, 1822, S. 60–74.
  9. Wilkinson, John Gardner: Modern Egypt and Thebes : being a description of Egypt, including the information required for travellers in that country ; vol. 2. London : Murray, 1843, S. 366–371.
  10. Hoskins, George Alexander: Visit to the great Oasis of the Libyan desert. London : Longman, 1837.
  11. Brugsch, Heinrich: Reise nach der grossen Oase El Khargeh in der libyschen Wüste : Beschreibung ihrer Denkmäler. Leipzig : Hinrichs, 1878.
  12. Rohlfs, Gerhard u.a.: Drei Monate in der Libyschen Wüste. Cassel : Fischer, 1875, ISBN 978-3927688100, S. 306–314, Fotografie 15 gegenüber S. 308. Reprint: Köln: Heinrich-Barth-Inst., 1996
  13. Schweinfurth, Georg: Notizen zur Kenntniss der Oase El-Chargeh : I. Alterthümer. In: Mittheilungen aus Justus Perthes’ geographischer Anstalt über wichtige neue Erforschungen auf dem Gesammtgebiete der Geographie von Dr. A. Petermann, Bd. 21 (1875), S. 384–393, Tafel 19 (Karte).
  14. Bock, W. de: Matériaux pour servir à l’archéologie de l’Égypte chrétienne: édition posthume. St. Pétersbourg : Imprimerie Eugéne Thiele Succ., 1901.
  15. Beadnell, Hugh John Llewellyn: An Egyptian Oasis : an account of the oasis of Kharga in the Libyan dessert, with special reference to its history, physical geography, and water supply. London : Murray, 1909.
  16. Ball, John: Kharga Oasis : its Topography and Geology. Kairo : National Pr. Department, 1900, (Egyptian Geological Survey Report ; 1899,2).
  17. Winlock, Herbert Eustis ; Davies, Norman de Garris: The Temple of Hibis in el Khargeh Oasis. New York : Metropolitan Museum of Art, Egyptian Expedition, 1938–1953. 3 Bände, in Englisch.
  18. Naumann, Rudolf: Bauwerke der Oase Khargeh. In: Mitteilungen des Deutschen Instituts für ägyptische Altertumskunde in Kairo (MDIK), Bd. 8 (1939), S. 1–16, Tafeln 1–11.
  19. Sauneron, Serge: Les temples gréco-romains de l’Oasis de Khargeh. In: Bulletin de l’Institut français d’archéologie orientale (BIFAO), Bd. 55 (1955), S. 23–31, Tafeln I–XX.
  20. Sauneron, Serge: Les travaux de l’Institut français d’archéologie orientale en 1975-1976. In: Bulletin de l’Institut français d’archéologie orientale (BIFAO), Bd. 76 (1976), S. 391–425, insbesondere S. 404–412, §§ 593–606.
  21. Gascou, Jean ; Wagner, Guy ; Grossmann, Peter J.: Deux voyages archéologiques dans l’oasis de Khargeh. In: Bulletin de l’Institut français d’archéologie orientale (BIFAO), Bd. 79 (1979), S. 1–20, Tafeln I–VI.
  22. Ikram, Salima ; Rossi, Carolyn: Surveying the North Kharga Oasis. In: KMT : a modern journal of ancient Egypt, Bd. 13,4 (2002), S. 72–79.
  23. Cruz-Uribe, Eugene ; Piccione, Peter A. ; Westerfeld, Jennifer: Kharga Oasis Coptic Grafiti Project : Preliminary Report of the 2005 Field Season. In: The journal of the Society for the Study of Egyptian Antiquities (JSSEA), Bd. 31 (2004), S. 37–61.
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