Córdoba (Spanien)

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Córdoba ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in Andalusien, Spanien. Hauptanziehungspunkt für Touristen ist das historische Viertel Judería in dessen Zentrum die Mezquita steht, eine große Moschee in die eine Kirche gebaut wurde.

Córdoba (Spanien)
Blick auf die Mezquita
Kurzdaten
Einwohner: 322.867
Höhe: 120 m m
Lage
Lagekarte von Spanien
Córdoba (Spanien)
Córdoba (Spanien)

Inhaltsverzeichnis

Hintergrund[Bearbeiten]

Córdoba hat ein wechselvolle Geschichte. Gegründet wurde der Ort durch die Iberer. Die Römer besetzten die Siedlung und nannten sie Codurba. Sie war Hauptstadt der Provinz Betica. Die römische Brücke über den Guadalquivir zeugt von der Römerzeit. Später wurde Corduba von Westgoten und Byzantinern erobert. Man hat jetzt ein römisches Amphitheater entdeckt, das nach seinen Ausmaßen das drittgrößte im Römischen Reich gewesen sein könnte. 711 begann die maurische Zeit. Die Stadt wurde zum Regierungssitz des Kalifen von Córdoba und war eine der mächtigsten im ganzen Land. 1236 gewannen die Reyes catholicos (katholische Könige) die Stadt zurück. Heute lebt Córdoba vom Tourismus. Die Mezquita, eine Moschee-Kathedrale großen Ausmaßes zieht viele Besucher an. Durch den AVE kann man schnell in andere wichtige spanische Städte, wie Madrid, Barcelona, Sevilla und Málaga reisen.

Anreise[Bearbeiten]

Entfernungen
Sevilla: 135 km
Granada: 169 km
Jaen: 96 km
Torremolinos: 192 km

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Córdoba besitzt nur einen kleinen Flughafen, der westlich der Stadt gelegen ist. Von Deutschland fliegt man nach Sevilla oder Málaga und benutzt zur Weiterfahrt den AVE Schnellzug oder ein Auto.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Córdoba ist an das Schnellbahnsystem AVE der RENFE angeschlossen. Man kann von Málaga, Sevilla oder Madrid nach Córdoba fahren. Vom Flughafen Malaga aus benötigt man rund 2,5 Stunden mit dem Auto und von Sevilla etwa 2 Stunden.

Mit dem Auto[Bearbeiten]

Córdoba ist gut an das Schnellstraßennetz in Andalusien angebunden. Von Malaga aus benötigt man rund 2,5 Stunden mit dem Auto und von Sevilla 2 Stunden. Auch Madrid kann man über Autobahnen erreichen. Parken in der Nähe der Mezquita ist ein Problem. Das unterirdische Parkhaus am Paseo de la Victoria liegt in der Nähe der Moschee-Kathedrale. Man kann zu Fuß an der Stadtmauer entlang gehen.

Mobilität[Bearbeiten]

Die Innnenstadt mit ihrer weiträumigen Fußgängerzone kann man gut zu Fuß erlaufen. Aber es gibt auch Kutschen, mit denen man die Höhepunkte der Stadt erreichen kann. Der Nahverkehr in Córdoba wird über ein Stadtbusnetz abdeckt, Straßen- oder U-Bahnen gibt es dagegen nicht.
Auch außerhalb der Fußgängerzone wird der Verkehr durch ein Gewirr teilweise sehr enger Einbahnstraßen und ortsgebundener Parkzonen geregelt. Nicht ortskundigen Autofahrern ist dringend zu empfehlen, eines der ausgeschilderten Parkhäuser anzusteuern (z.B. Paseo Victoria).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Mezquita von innen
Maurische Gebetsnische in der Mezquita
  • Mezquita. Diese große Moschee liegt unweit des Rio Guadalquivir am Rande der Juaderia (Judenviertel). Sie wurde in mehreren Bauabschnitten ab 785 bis ins 12. Jh. auf den Mauern der westgotischen Basilika San Vincente gebaut. Nach der Rückeroberung durch Fernando III von Kastilien wurde die Moschee zur Kirche geweiht. Karl V., der spanische König Carlos I, ordnete im 16. Jh. den Bau der Kathedrale im Herzen der Moschee an. So blieb sie erhalten. Auf über 1.000 Säulen ruht das Dach. Sie sind aus Granit, Jaspis oder Marmor immer in rot-weiß. Die Plaza de los Naranajos (Orangenplatz) mit den Waschanlagen in denen sich die Moslems einst vor dem Gebet wuschen, steht auch noch. Dort werden jetzt die Eintrittskarten verkauft. Die reich verzierte Gebetsnische (Mihrab) ist erhalten. An der Stelle des maurischen Minaretts steht heute der 93 m hohe Glockenturm. Die Mezquita ist mit ca. 23.000 m² die drittgrößte ehemalige Moschee, die je gebaut wurde und die größte in Europa. Die Säulen stammen zum Teil aus römischen Tempeln und von anderen römischen Gebäuden aus der Provinz Betica. Die Mezquita ist eines der berühmtesten und beeindruckendsten Bauwerke Spaniens und Weltkulturerbe der UNESCO. Cardenal Herrero, Öffnungszeiten: Mo-Sa 10.00-19.00 Uhr, So und an Feiertagen 14.00-19.00 Uhr, Eintritt 8€. Während der Gottesdienste Mo-Sa 9.00-10.00 Uhr und So 9.00-11.00 Uhr ist der Eintritt frei. Man muss allerdings bis zum Ende der Messe bleiben.
  • Judería - Die Judería ist das historische Judenviertel von Córdoba in dem sich viele bedeutende Baudenkmäler der Stadt befinden.
  • Torre La Calahorra - Turm gegenüber der Mezquita auf der anderen Flussseite. Von der Anlage die auf der Stelle einer maurischen Befestigung steht, hat man einen schönen Panoramablick auf die Stadt. Eine Stiftung des französischen Philosophen Roger Garaudy, der zum Islam konvertiert ist, hat in diesem Gebäúde ein kleines Museum über die Errungenschaften der islamische Kultur eingerichtet. Öffnungszeiten von Mai bis September 10.00-14.00, 16.30-20.30 Uhr, von Oktober bis April 10.00 - 18.00 Uhr, Eintritt 4 €.
Die Gärten des Alcázar de los Reyes Cristianos
  • Alcázar de los Reyes Cristianos - Die ehemalige Residenz der katholischen Könige. Sie ist nach den Königen Isabella von Kastilien und Ferdinand II. von Aragón, die eine Zeit lang hier lebten, benannt. Kolumbus wurde vor Beginn seiner Fahrt in die Neue Welt hier empfangen. Bis 1821 saß die Inquisition in dem Gemäuer, danach wurde der Palast als Gefängnis genutzt. Öffnungszeiten: 10-14 Uhr, 16:30 - 18:30 Uhr. Eintritt: 4 €
  • Museo Arqueológico y Etnológico - das archäologisches Museum präsentiert interessante Funde aus der römischen, westgotischen und arabischen Herrschaft in Córdoba. Plaza de Jerónimo Páez 7, (Tel 957 47 40 11), Öffnungszeiten Di 14.30-20.30 Uhr, Mi-Sa 9.00-20.30 Uhr, So 9.00-14.30 Uhr, Eintritt frei für EU-Bürger.
  • Mit einer Statue erinnert Córdoba nicht nur an den großen jüdischen Religionsphilosophen Maimonides auf der Plaza de Tiberiades, sondern auch an den arabischen Philosophen Averroes in der Calle Cairúan und mit einem Denkmal an der Puerta de Almodovar an den römischen Philosphen Seneca, der in dieser Stadt geboren wurde.
  • Plätze - Während im ehemals jüdischen Viertel Córdobas ein Andenkenladen neben dem anderen nach Kunden schreit, locken im ehemals arabischer Viertel östlich der Mezquita enge Gassen und Plazas zum Flanieren. Darunter die Plaza de la Correda, wo früher Stierkämpfe stattfanden, als es noch keine Arenen gabe, oder die Plaza del Potro mit der Posada del Potro, die schon von Cervantes im Don Quijote erwähnt wurde, oder auch die Plaza de las Tendillas, heute eine Haupteinkaufszone.
  • Palacio de Viana ist ein Palast der Familie Viana mit einem schönen Garten.
Palacio de Viana

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Baños Árabes - Arabisches Bad mit mehreren unterschiedlich warmen Becken. Massage und Aromatherapie werden auch angeboten. Gebadet wird mit Badekleidung. In der Nähe der Mezquita. Adresse: Calle Luis de la Cerda 51. Tel (+34) 957 484746.

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

  • Pensión Hostal Alcázar - westlich am Rande der Altstadt. Einfache Zimmer mit Bad aber ohne Klimaanlage. Gutes Frühstück und sehr freundlicher Vermieter. Die Pension verfügt auch über eine Parkgarage. Adresse: Calle San Basilio 2, Tel. (+34) 957 202561. Preis: DZ 35€.


Sicherheit[Bearbeiten]

Man sollte auf Frauen, die mit Rosmarinsträußen oder einer Blume auf einen zu kommen, aufpassen. Man sagt, dass sie sehr geschickt stehlen.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Klarkommen[Bearbeiten]

Officina Central, Rey Herredia 22, Tel. 957 201 774.

Weitere Touristeninformations-Stützpunkte: Plaza de las Tendillas, Estación de Tren, Campo Santo de los Martires

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Mezquita de Medina Azahara
  • Medina Azahra (oder Medina al-Zahra) - Residenz der Mauren, ungefähr 10 Kilometer westlich von Córdoba an der A-431 Richtung Palma del Rio. Die Stadt wurde 936 errichtet und 1010 wieder zerstört. Von Córdoba fährt ein Touristenbus um 10.00 Uhr ab Glorietta Cruz Roja Richtung Medinat Al-Zahra ab, 6.50 Euro (Eintritt inklusive), Rückfahrt 13.45 Uhr. Tickets müssen vorher am Informationbüro Campo Santo de los Martires gekauft werden. Öffnungszeiten des Archäologieparks Medinat Al-Zahra vom 1. Mai bis 15. September: Di-Sa 10.00-20.30 Uhr, So 10.00-14.00 Uhr; vom 16. September bis 30. April Di-Sa 10.00-18.30 Uhr, So 10.00-14.00 Uhr Der Archäologiepark besteht aus einem Ausstellungsgebäude, in dem die Ausgrabungsergebnisse in einer sehr informativen Präsentation vorgestellt werden. Zu dem eigentlichen Ausgrabungsgelände fährt man mit Pendelbusssen. Die Palastanlage spiegelt die Hierarchie des Kalifenstaates wieder, oben liegt die Residenz des Kalifen mit seiner privaten Moschee, dieser Teil ist bereits vollkommen freigelegt, darunter auf einer mittleren Terasse die Säale für die Zeremonien und Empfänge, ganz unten die Stadt der Bediensteten und Handwerker, dieser Teil muss noch ausgegraben werden. Bisher ist nur ein Zehntel der Residenz erschlossen, deren Mauern einen Umfang von 1500 m x 750 m haben.
  • Almodovar del Rio - Kleinstadt mit mächtiger Burganlage, etwa 10 Kilometer westlich von Medina Azahra entfernt

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]