Brasilien
Brasilien ist das größte Land Südamerikas und das fünftgrößte der Welt. Es nimmt den gesamten Nordosten des Subkontinents ein und grenzt (von Nord nach Süd) an Französisch Guayana, Suriname, Guyana, Venezuela, Kolumbien, Peru, Bolivien, Paraguay, Argentinien und Uruguay.
Bekannt ist es wegen des ausgelassen gefeierten Karnevals in Rio de Janeiro, der tropischen Regenwälder des Amazonasgebietes und der damit verbundenen Naturschutzinitiativen zur Rettung des von der Abholzung bedrohten Naturraumes. Aber es gibt noch vieles mehr zu entdecken - das Land hat eine große Vielfalt von Landschaften und viele interessante Städte mit kolonialer Architektur und multikulturellem Flair zu bieten.
|
Lage
|
|
|
Flagge
|
|
| Kurzdaten | |
| Hauptstadt: | Brasília |
|---|---|
| Staatsform: | Bundesrepublik |
| Währung: | Real (BRL) |
| Fläche: | 8,51 Mio km² |
| Bevölkerung: | 184 Mio |
| Sprachen: | Portugiesisch |
| Religionen: | Römisch-katholisch 80 % |
| Stromnetz: | 127V/ 60Hz oder 220V/ 60Hz (Nordamerikanischer oder Europäischer Stecker) |
| Telefonvorwahl: | +55 |
| Internet TLD: | .br |
| Zeitzone: | UTC -3 (MEZ - 4) |
Inhaltsverzeichnis |
Regionen
Das Land besteht aus 26 Bundesstaaten, einem Bundesdistrikt und ist in fünf Regionen aufgeteilt.
|
Regionen des Landes
|
|||||||||||||||||||||||||||||||
Städte
| Karte von Brasilien |
Die bekannteste und meistbesuchte Stadt Brasiliens ist sicherlich die ehemalige Hauptstadt Rio de Janeiro mit ihren etwa 13 Millionen Einwohnern, das mit einer unvergleichlich schönen Lage zwischen Bergen und Meer punkten kann und auch architektonische Sehenswürdigkeiten bietet, zudem ist sie mit einer lebendigen Kulturszene und natürlich dem berühmten Karneval im Februar gesegnet. Die heutige Hauptstadt, Brasília, ist dagegen wohl am ehesten für Freunde moderner Architektur interessant. Sie wurde in den 1950er Jahren auf dem Reißbrett geplant und hat viele Avantgarde-Bauten aus dieser Zeit. Noch größer und turbulenter als Rio ist der 20-Millionen-Einwohner-Moloch São Paulo, mit einer Kulturszene von Welt, aber nur wenigen architektonischen Sehenswürdigkeiten. Hier liegt das Zentrum der brasilianischen Wirtschaft. Ebenfalls eine wichtige Industriestadt ist Belo Horizonte in Minas Gerais (4 Mio. Einwohner).
Im Nordosten und Norden liegen alte Kolonialstädte wie Salvador da Bahia (3,5 Mio.), die Stadt des Capoeira und der vielen Kirchen. Angeblich gibt es hier soviele Kirchen, wie Tage im Jahr. Viele davon sind Prunkstücke aus der kolonialen Zeit. Auch die Doppelstadt Recife / Olinda und Belém, Hauptstadt des Staates Pará an der Mündung des Amazonas, können mit architektonischen Reizen punkten. Einzigartig auch die Amazonasmetropole Manaus, erbaut von Goldgräbern und Gummiplantagenbesitzern, eine seltsame Vermischung ursprünglicher Indianerkulturen mit europäischer Hochkultur sowie Ausgangspunkt für ökologische Kreuzfahrten und Touren in den größten Regenwald der Erde.
Der Süden bietet das geschäftige Curitiba, die wohl bei allen Globalisierungskritikern bekannte moderne Stadt Porto Alegre und die Inselstadt Florianópolis mit seinen sehr reizvollen Stränden, eines der Hauptziele südamerikanischer Reisender.
Kleinere Orte von touristischer Bedeutung sind die am besten erhaltene Kolonialstadt des gesamten Kontinents, Ouro Preto, der Nobel-Badeort Buzios nördlich von Rio de Janeiro, die folkloristische Stadt Parintins im Amazonas mit seinem Festival "Boi Bumbá", ebenfalls im Amazonas Novo Airão (Ausgangspunkt zum Nationalpark Jaú) und Presidente Figueiredo (bekannt für seine geheimnisvollen Grotten), die denkmalgeschützte Kolonialstadt Diamantina, sowie Petrópolis, die Residenz der brasilianischen Kaiser mit Palast.
Weitere Ziele
- Fernando de Noronha, sehr reizvolles Archipel im Nordosten des Landes.
- Iguaçu-Wasserfälle, die wasserreichsten Fälle der Erde. Auf einer Front von zwei Kilometer ergießen sich mehr als 200 Wasserfälle.
- Pantanal, eines der größten Feuchtgebiete der Welt. Für Naturfreunde aufgrund seiner Tierwelt, neben dem Amazonas-Regenwald, das zweite Highlight in Brasilien.
Hintergrund
Geographie
Brasiliens Landschaft ist geprägt von ausgedehnten Regenwäldern des Amazonas-Tieflands im Norden und Hochebenen, Hügeln und Gebirgen im Süden. Während die landwirtschaftliche Basis des Landes in den Savannengebieten des Mittelwestens liegt, lebt der Großteil der Bevölkerung in der Nähe der Atlantikküste, wo sich auch fast alle Großstädte befinden.
Der kontinentale Teil Brasiliens liegt in zwei Zeitzonen, einige vorgelagerte Inseln gehören zu einer dritten. So die etwa 800 km vor der brasilianischen Küste gelegenen Sankt-Peter-und-Sankt-Pauls-Felsen, die nur mit einem Leuchtturm bebaut sind, und die ehemalige Sträflingskolonie Fernando de Noronha, die nicht weit von der Felsgruppe entfernt ist. Beide liegen auf dem mittelatlantischen Rücken. Vulkanischen Ursprungs sind die Inseln Trindade und Martim Vaz, die zum Bundesstaat Espírito Santo gehören. Das ovale Rocas-Atoll erstreckt sich über mehrere Kilometer und wurde aufgrund der außergewöhnlichen Tier- und Pflanzenwelt als Weltnaturerbe aufgenommen.
Die größte Insel Brasiliens aber liegt im Amazonas: die Insel Marajó. Sie ist die größte Flussinsel der Welt und mit einer Fläche von etwa 48.000 km² größer als beispielsweise die Schweiz. Da aber große Teile in der Regenzeit überschwemmt sind, ist die Insel nur an einigen Orten besiedelt. Auch die Ilha do Bananal gehört mit ihrer Fläche (20.000 km²) zu den größten Flussinseln der Welt. Sie liegt in einem Nationalpark im Bundesstaat Tocantins im Rio Araguaia und ist immer noch größer als beispielsweise Jamaika.
Flora und Fauna
Noch vor Kolumbien, Mexiko und Indonesien ist Brasilien das artenreichste Land der Erde. Entdeckt wurden bislang rund 3000 Wirbeltier-, 3000 Süßwasserfisch-, 55.000 Blütenpflanzen-, 517 Amphibien- und 51 Primaten-Arten. Allein 207 dieser Tierarten sind vom Aussterben bedroht. Der Wald wird stetig verkleinert. Ein Drittel der Landesfläche sind mit Wald bedeckt.
Der immergrüne tropische Regenwald im Amazonasbecken ist das größte zusammenhängende Waldgebiet. Farbenfroh sind im gesamten Amazonasgebiet Papageien, Tukane und Kolibris. Größere Waldtiere sind der Tapir, das Wildschwein, der Jaguar und der Puma. Daneben bevölkern Wildkatzen, Affen, Faultiere, Gürteltiere und Ameisenbären den Regenwald. Auch zahlreiche Fischarten (etwa 1500) sind im Amazonas beheimatet. Darunter der größte bekannte Süßwasserfisch der Welt: Der Pirarucú ist 2 m lang und wiegt etwa 100 kg. Ein Zitteraal, der 800-Volt-Stromschläge austeilt, und die Piranhas, gut 30 cm lang, sind ebenso spektakulär. Zwei Arten von Süßwasserdelphinen leben im Amazonas.
Der äußerste Nordosten Brasiliens wird mittlerweile fast ausschließlich für Zuckerrohr-Plantagen und den Anbau von Baumwolle genutzt. Vereinzelt lassen sich noch Mangroven und Palmenhaine finden. Das halbwüstenähnliche Bergland im Zentrum und Süden des Landes (Sertão) ist mit Baumsavanne bewachsen, der Nordosten dieser Region ist mit Laubbäumen durchsetzte Strauchsavanne. Nur wenigen Tieren, wie dem Ameisenbär oder dem Gürteltier genügen die Bedingungen. Das Pantanal weist dagegen eine große Tier- und Pflanzenvielfalt auf. Die Sumpfregion im Mittelwesten Brasiliens steht sieben Monate im Jahr unter Wasser. Höher gelegene Gebiete der Region sind überwiegend Savanne. Im Südosten dominieren Kaffeeplantagen und Weiden für Rinder, daneben die besiedelten Gebiete. Die ursprüngliche Vegetation ist nur noch in einigen Nationalparks zu finden. Der Süden zeigt subtropische Vegetation, die ursprünglichen Araukarienwälder wurden für den Export zerstört. Diese Bäume erreichen eine Höhe von bis zu 40 m und sind Lebensraum für Affen und zahlreiche andere Tierarten. Heute sind Niedergrassteppen in dieser Region häufiger.
Geschichte
Die wechselvolle Geschichte des riesigen Landes hat entscheidend zum heutigen multikulturellen Brasilien beigetragen, in dem sich alte indianische, europäische (aus nahezu allen Ländern) und afrikanische Einflüsse vermischt und eine einzigartige, vielfältige Kultur gebildet haben.
Bereits kurz nach den Spaniern kamen auch die Portugiesen um 1500 nach Südamerika und konzentrierten sich auf die Ostküste, die ihnen im Vertrag von Tordesillas 1494 zugesprochen worden war. Sie trafen dort auf Jäger- und Sammlervölker, die kaum Widerstand entgegenzusetzen hatten. Von neueren Funden her wird aber vermutet, dass in der Gegend von Mato Grosso eine Hochkultur ähnlich wie im Andenraum existiert haben könnte, diese wurde jedoch bereits vor dem Eintreffen der Europäer, wahrscheinlich durch Epidemien, vernichtet.
Der portugiesische König Johann III. teilte das neu entdeckte Land in sogenannte Capitanías auf, die an Adelige vergeben wurden. Schnell wurde ein Netz von Zuckerrohrplantagen aufgebaut, so dass Brasilien bereits um 1600 der größte Produzent dieses Rohstoffs war. Die negative Begleiterscheinung waren die sehr harten Arbeitsbediungen auf den Plantagen, die unter Aufsicht der europäischen Besitzer von Indianern und bereits ab 1538 eingeschleppten Afrikanern betrieben wurden, dabei starben zahlreiche von ihnen.
Die Expeditionstruppen der Bandeirantes erschlossen im 17. Jahrhundert auch das Hinterland und fanden dort Gold und andere Rohstoffe, rund um die Förderstätten entstanden weitere Städte.
Die Unabhängigkeit war in Brasilien ein weit weniger revolutionäres Unterfangen als im Rest Südamerikas. So floh der gesamte portugiesische Hofstaat infolge der Napoleonischen Kriege 1807/1808 nach Brasilien und richtete in Rio seinen Regierungssitz ein. Ab 1815 hatte Brasilien den selben Status wie das Mutterland Portugal, war also keine Kolonie mehr. Die Teilung verlief graduell und wurde vom Sohn des ab 1817 wieder in Portugal regierenden Königs João VI, Pedro, unterstützt, der zunächst als provisorischer Regent in Rio zurückgeblieben war und sich den Idealen des Kopfes der südamerikanischen Unabhängigkeitsbewegung Simón Bolívars angeschlossen hatte. Nach der Unabhängigkeit 1823 wurde er als Pedro I. zum Kaiser gekrönt. Im selben Jahr spaltete sich Uruguay nach einem langen Streit mit Argentinien ab.
Zunächst führten Streitigkeiten um die Verfassung des neuen Landes zu Instabilität. 1835 kam es zu einer Rebellion in Südbrasilien, in der sich Rio Grande do Sul und Santa Catarina für zehn Jahre lang von Brasilien abspalteten. Etwa ab dem Krieg mit Paraguay 1865-1870, bei dem Brasilien Landgewinne im Süden verbuchen konnte, setzte auch die Industrialisierung ein, auf Basis der Kautschukproduktion.
1889 wurde der Kaiser abgesetzt und die Republik ausgerufen. In der Folge war die Lage bis zur Weltwirtschaftskrise 1929 stabil, zahlreiche Einwanderer aus Europa ließen die Einwohnerzahl stark anwachsen. 1930 putschte der Sozialist Getúlio Vargas, der eine "wohlwollende Diktatur" einrichtete. Obwohl er 1945 gestürzt wurde, wählten ihn die Brasilianer 1951 wiederum zum Präsident - er beging aber 1954 nach Anfeindungen aus der Rechten Selbstmord. Nach einer instabilen Phase putschte 1964 das Militär und richtete ähnlich wie im Rest des Kontinents eine rechtsgerichtete Diktatur ein.
1985 kehrte das Land zur Demokratie zurück, die bis heute anhält. Nachdem es 1997 bis 1999 in eine tiefe Wirtschaftskrise gefallen war, die auch die Nachbarländer (insbesondere Argentinien) in die Rezession zog, erholte es sich schnell und gehört heute zu den wirtschaftlich stabilsten Ländern Südamerikas.
Anreise
Einreisebestimmungen
Bürger der Europäischen Union benötigen für die Einreise nach Brasilien kein Visum (sofern der Aufenthalt im Land touristischen Zwecken dient und man nicht länger als 90 Tage bleiben will). Man muss eine Einreisekarte ausfüllen, die in der Regel schon im Flugzeug ausgeteilt wird. Der untere Abschnitt dieser Karte sollte sorgfältig aufbewahrt werden, da er bei der Ausreise wieder vorgelegt werden muss. Der Reisepass muss bei der Einreise noch sechs Monate gültig sein. Seit Inkrafttreten des Abkommens zwischen der EU und Brasilien am 01.10.2012 dürfen Bürger des Schengen Raums für touristische oder geschäftliche Zwecke nach Brasilien ein oder durch Brasilien durchreisen und sich höchstens drei Monate während eines Sechs-Monats-Zeitraums dort aufhalten. Insgesamt darf man sich als Tourist pro Kalenderjahr nur 180 Tage in Brasilien aufhalten - dies sollte man bedenken, wenn man längere Touren vorhat. Es ist auch schon vorgekommen, dass Brasilien weniger als 90 Tage bei der Einreise bewilligt hat - dies sind oft politisch motivierte Retourkutschen für die restriktive Einreisepolitik, insbesondere Portugals und Spaniens für Brasilianer, die mit der Zeit wechseln.
Flugzeug
Internationale Flughäfen mit direkten Verbindungen aus Europa sind Rio de Janeiro, São Paulo, Belo Horizonte, Brasilia, Salvador, Forteleza, Natal und Recife. Verbindungen mit allen großen Airlines bieten Rio de Janeiro und São Paulo ab vielen europäischen Metropolen. Die portugiesische TAP über Lissabon verfügt über das dichteste Netz. Bei Umsteigeverbindungen in São Paulo zwischen internationalen und nationalen Flughafen (Fahrzeit 60 Min.) verkehren Airline-Busse der Tam und GOL umsonst, wenn einer der Anschlussflüge mit der jeweiligen Airline erfolgt.
Die Banderolen sollte man bis zum Verlassen der Sicherheitszone am Gepäckstück lassen, da es immer wieder zu Nachkontrollen kommt.
Bus
Von den großen Städten Argentiniens, Uruguays und Paraguays gibt es Direktbusse in die Metropolen Rio de Janeiro und São Paulo sowie die Städte auf dem Weg dorthin.
Schiff
Brasilien hat zahlreiche Hafenstädte, die von Frachtern und Kreuzfahrtschiffen angefahren werden. Von Peru aus kann man auf dem Amazonas nach Brasilien reisen.
Mobilität
Bus
Praktisch jeder Ort in Brasilien ist per Bus oder Minibus erreichbar, schwierig kann es vor allem in der Regenzeit in Pantanal und im Amazonasgebiet werden. Die Busse in entlegene Gebiete fahren nicht regelmäßig und sind sehr gut besucht. Busfahrten sind günstig, brauchen jedoch Zeit. In den meisten Orten gibt es sogenannte „Rodovíarias“ (Busbahnhöfe), von denen regelmäßig Busse in die wichtigsten Städte der Umgebung abfahren. Dabei gibt es verschiedene Busgesellschaften, die aber im Allgemeinen für den gleichen Komfort die gleichen Preise verlangen. Für Langstrecken gibt es Busse neben „normalen“ Reisebussen auch Busse mit Liegesitzen oder Sitzen, die sich quasi zum Bett umklappen lassen. Allgemein lässt sich sagen, dass brasilianische Reisebusse um einiges bequemer sind (Beinfreiheit, klappbare Sitze, Toiletten usw.) als deutsche Reisebusse. Auf größeren Touren werden Zwischenstopps an Gaststätten gemacht, in denen gegessen werden kann.
Eine Suchmaschine für Busverbindungen in ganz Brasilien bietet Canalbus. Es werden die Abfahrts- und Ankunftszeit, Fahrtzeiten, sowie die jeweilige Busgesellschaft angezeigt. Eine Alternative dazu ist Transportal.
Flugzeug
Die größeren Städte sind miteinander verbunden. Teilweise fliegt man aber seltsame Routen. Will man von Manaus nach Salvador, kann es passieren, dass man einen Umweg über São Paulo macht. Ohne Umsteigen und ohne Aufpreis.
Brasiliens Fluggesellschaften: TAM (dichtes Streckennetz, Frankfurt, London, Paris, Mailand, Madrid und New York), Varig (nach Umstrukturierung kleines Netz), GOL (Billigflug, dichtes Netz, einige Verbindungen in südamerikanische Metropolen, für Nichtbrasilianer nur mit American Express buchbar, sehr zuverlässig), Webjet (Billigflug, kleines Netz).
Viele kleine regionale Airlines, meist mit Webpräsenz und Internetbuchungsmöglichkeit.
Fluglotsen unterstehen in Brasilien dem Militär. Nach dem GOL-Absturz 2006 (Kollision mit einer anderen Maschine durch falsche Übergabe zwischen den Lotsenbereichen) wird Dienst nach Vorschrift geleistet. Dadurch kommt es derzeit (März 2007) zu erheblichen Verspätungen.
Schiff
Ein Erlebnis ist eine Fahrt mit einem Passagierdampfer von Belém nach Manaus auf dem Amazonas. Entweder man hängt seine Hängematte zu 200 anderen in einen der Decks auf oder man leistet sich eine Kabine, die auch nicht so teuer ist. Den Tag verbringt man auf dem Oberdeck, blickt auf die vorbeiziehende Landschaft oder unterhält sich mit seinen Mitreisenden. Am besten vor Buchung im Hotel sich erkundigen, welche Schiffe empfehlenswert sind. Von Manaus aus kann man auf den Flüssen noch weiter in den Urwald reisen oder sogar bis ins Nachbarland Peru.
Sprache
In Brasilien wird Portugiesisch gesprochen. Das brasilianische Portugiesisch unterscheidet sich jedoch etwas von der Version, die in Portugal gesprochen wird. Die Brasilianer verwenden in der gesprochenen Sprache häufig eine vereinfachte Grammatik und es wird auch weicher gesprochen als in Portugal. Auch innerhalb Brasiliens unterscheidet sich die Sprache aufgrund von Dialekte regional.
Ohne einen gewissen portugiesischen Grundwortschatz wird man sich in Brasilien recht schwer tun, da Englisch und andere Fremdsprachen nur sehr vereinzelt gesprochen werden. Besonders für Alleinreisende ist es empfehlenswert, Portugiesisch zu können. Dies gilt vor allem dann, wenn man ein nur begrenztes Budget zur Verfügung hat. Wenn man Spanisch sprechen kann, sollte man darauf hinweisen. Wenn man dann langsam spricht, ist oft eine Verständigung möglich, da sich die Sprachen sehr ähneln.
Kaufen
Der brasilianische Real (Mehrzahl Reais, Kurzzeichen R$) war lange Zeit an den Dollar gekoppelt. Man erhält (Stand Oktober 2008) etwa 3 R$ für einen Euro. Der Kurs kann kurzfristig schwanken, so erholte er sich zwischen 2001 und 2007 deutlich gegenüber dem Dollar, fiel dann 2008 jedoch infolge der Finanzkrise wieder ab. Brasilien ist allgemein selbst in den Metropolen ein recht preiswertes Reiseland, gehört aber in Südamerika zusammen mit Argentinien zu den teureren Zielen.
Bei Souvenirs muss man unbedingt auf den Artenschutz achten. Mitbringsel aus Pflanzen oder Tieren sind oft verboten. Die bessere Wahl liefert der Boden, den Brasilien bietet eine Vielzahl wunderschöner Edelsteine und Mineralien. Im Amazonas wird Gold gewonnen, wobei der umweltbewußte Souvenirjäger abwägen muss, ob er mit dem Kauf die Umweltzerstörung unterstützen will, mit der leider auch heute noch die Goldgewinnung verbunden ist.
Küche
Fleisch ist ein wichtiger Bestandteil brasilianischen Essens, an Flüssen und dem Meer spielen Fisch und Schalentiere eine große Rolle. Beliebte Beilagen sind schwarze Bohnen, Reis, Farofa (ein Maniokmehl), Nudeln und Kartoffeln. Feijoada ist ein Eintopf aus schwarzen Bohnen.
Eine preiswerte Essensmöglichkeit ist die Comida a kilo. An einem Buffet kann man sich einen Teller füllen, dann stellt man an der Kasse den Teller auf eine Waage und bezahlt nach dem Gewicht des Essens. Der Preis variiert natürlich in den verschiedenen Restaurants.
Ein Traum ist die unglaubliche Auswahl an Früchten, von denen man in Europa oft noch nie etwas gehört hat. Eine gute Methode, sie zu probieren, sie als Sucos (Fruchtsäfte) zu testen. Die Früchte landen im Mixer und werden, je nach Geschmack, mit Wasser, Eis und Zucker ergänzt, manchmal auch mit Ingwer. Eine herrliche Erfrischung in der Hitze Brasiliens. Manchmal erwischt man Sorten, die eklig schmecken, aber die meisten sind unglaublich gut. Natürlich kann der vorsichtige Reisende auch zu ihm bekannten Fruchtsorten greifen, wie zum Beispiel Limonen. Eine einheimische Limonade wird aus Guarana hergstellt. Wer sie probiert, weiß woher ein bekannter Energydrink seine Rezeptur mit Gummibärchengeschmack her hat. Die brasilianischen Versionen enthalten Coffein, aber kein Taurin. Der Coffeinsüchtige wird außerdem den brasilianischen Kaffee lieben, besonders den kleinen Kaffee nach dem Essen, den Cafezinho. Jene, die nicht auf Alkohol verzichten können, greifen zum brasilianischen Rum und der bekannten Caipirinha mit Limonen, Zuckerrohrschnaps, Rohrzucker und Eis.
Nachtleben
Nicht zu Unrecht gilt Brasilien als eines der feierfreudigsten Länder der Erde. Die Feste, insbesondere die rund um die Wintersonnenwende (Juni) und der berühmte Karneval, der übrigens in ganz Brasilien und keineswegs nur in Rio de Janeiro und Salvador bunt und ausgelassen gefeiert wird, mobilisieren die Bevölkerung.
Als Zentren des Nachtlebens gelten São Paulo und Rio de Janeiro sowie die Südküste rund um Florianópolis im Sommer. In diesen Gebieten kann man neben den traditionellen brasilianischen Rhythmen durchaus auch ein „europäisches“ Nachtleben finden, etwa in Form von Techno- und House-Diskotheken und Rockmusik aller Spielarten.
Bei den Einheimischen besonders beliebt ist dagegen die Musica Popular Brasileira (MPB), eine Mischung aus Popmusik und traditionellen Tänzen. Sie ist gekennzeichnet durch einfache Melodiestrukturen und einem gitarrenlastigen Sound, Vertreter sind beispielsweise Gilberto Gil (der es bis zum Kulturminister brachte), Milton Nascimento, Caetano Veloso und den von Reggae- und Afroklängen beeinflussten Chico César und Sérgio Mendes.
Eher als Musik der Favela-Bewohner gilt der Baile Funk, der es aber auch in die Großraumdiskotheken Südamerikas geschafft hat. Es handelt sich um einen Ableger des US-amerikanischen Electro. Die Veranstaltungen dieser Musikrichtung, besonders in der Peripherie von Rio de Janeiro verbreitet, sind für Touristen nicht zu empfehlen - sehr häufig kommt es zu Schlägereien (oder schlimmer) mit Verletzten und sogar Toten.
Die Samba-Shows, die besonders in Rio de Janeiro verbreitet sind, gelten als sehr touristisch und kommerziell. Einblick in die wahre brasilianische Folklore sollte man nicht erwarten.
Unterkunft
Hotels und Pousadas in allen Preisklassen von einfach bis nobel sind ausreichend überall vorhanden. In der Regel bezahlt man pro Zimmer, ab der dritten Person für ein Beistellbett extra. Frühstück ist in Hotels in der Regel inbegriffen. Sauberkeit ist Standard. Der Tourismus in Brasilien ist erst im Begriff sich zu vernetzen. Informationen erhält man in der Regel nur vor Ort.
Gewöhnungsbedürftig sind die Durchlauferhitzer im Duschkopf. Diese muss man vor Gebrauch einschalten. Vorsicht! Man sollte im Trockenen stehen, sonst kann es zu einem unangenehmen Stromschlag kommen.
Eine Warnung: ein Motel-Zimmer wird in Brasilien stundenweise gebucht und dient als ruhiger Ort für Sexeskapaden. Man sollte also nicht versuchen, dort zu übernachten. Die Aufmachung dieser Motels ist aber ziemlich eindeutig, sie heißen „Venus“ oder „Club 69“ und sind mit grellen Leuchtreklamen verziert. Ein normaler Tourist verirrt sich nicht ohne weiteres in so ein Motel. Allerdings, auch wenn es nicht der eigentliche Zweck ist: man kann dort auch übernachten. Viele Motels haben nicht nur Stundenpreise, sondern auch Preise für eine ganze Nacht. Die Einrichtung ist eher zweckdienlich, also kein Kleiderschrank, Schreibtisch und keine helle Beleuchtung, dafür je nach Preisklasse gegebenenfalls eine größere Badewanne (sonst selten in brasilianischen Hotels). Frühstück ist hier im Zimmerpreis meist nicht inklusive.
Lernen
Die staatlichen Universitäten gelten als qualitativ gut, die Studienplätze sind aber hart umkämpft. Daher sind viele junge Brasilianer in privaten Universitäten eingeschrieben, die aber nicht als vollwertig gelten. Auch für Ausländer kann ein Studium oder zumindest ein Austauschprogramm attraktiv sein. Weitere Informationen gibt es beispielsweise beim Deutschen Akademischen Auslandsdienst (DAAD).
Arbeiten
Feiertage
Gesetzliche Feiertage:
| Termin | Name | Bedeutung |
|---|---|---|
| 1. Januar | Confraternização Universal | Neujahrstag |
| Februar | Carnaval | Karneval |
| 29. März 2013 | Sexta-Feira da Paixão | Karfreitag |
| 21. April | Tiradentes | Gedenktag für den Nationalhelden Joaquim José da Silva Xavier. |
| 1. Mai | Dia do Trabalho | Tag der Arbeit |
| 30. Mai 2013 | Corpo de Deus | Fronleichnam |
| 7. September | Independência do Brasil | Unabhängigkeitstag |
| 12. Oktober | Nossa Senhora Aparecida | |
| 2. November | Finados | Allerseelen |
| 15. November | Proclamação da República | Tag der Republik |
| 31. Dezember | Reveillon | Silvester |
| 25. Dezember | Natal | Weihnachten |
Sicherheit
Notrufe: Polizei 190
In Brasilien ist es für Touristen nicht gefährlicher als in Europa, wenn man einige Vorsichtsmaßnahmen beachtet. Man sollte vor allem beachten, dass man oft als "reicher Tourist" angesehen wird. Deswegen sollte man seinen Reichtum nie zur Schau stellen, also nicht den Goldschmuck heraushängen lassen, so dass die arme Bevölkerung neidisch werden könnte.
In einigen Gebieten der Großstädte, insbesondere in den ärmeren Stadtteilen (Favelas) von São Paulo und Rio de Janeiro, muss man als Tourist in Brasilien jedoch erhöhte Vorsicht walten lassen. Bei einem mehrwöchigen Aufenthalt in Brasilien kann es vorkommen, dass man Touristen trifft, die dir erzählen, wie sie selbst mit vorgehaltener Waffe ausgeraubt wurden. Um dem unvermeidlich erscheinenden Raub vorzubeugen oder dessen schadvollen Effekt wenigstens zu begrenzen, reicht es schon einige simple Regeln zu befolgen:
- Wenn man ausgeht, dann nur mit so viel Geld, wie man voraussichtlich brauchen wird (Niemals mehr als 20 Euro, also ein Geldbetrag der verkraftbar erscheint).
- Immer einige Münzen (Kleingeld oder kleine Scheine) in der Hosentasche bereithalten und diese im Falle eines Überfalls bereitwillig geben. Zeigen bzw. behaupten, dass das alles sei, was man habe. Den Hauptteil des Geldes in einer um den Bauch gebundenen Geldbörse bzw. Geldgürtel unterbringen.
- Nachts niemals alleine ausgehen, außer in gut beleuchteten und belebten Stadtteilen.
- In ärmeren Gebieten, insbesondere nachts, lieber keine Wertgegenstände wie Armbanduhr oder Digitalkamera mitführen. Es gibt günstige Einwegkameras, die auch gute Bilder machen, deren Verlust lange nicht so schwer wiegt, wie der der geliebten Digitalkamera.
- Niemandem in dunkle oder verlassene Gassen folgen. Jedem, vor allem denjenigen, die von Anfang an Vertrauen erwecken zu versuchen, das nötige Misstrauen entgegenbringen. Eine nahezu klassische Variante des Überfalls bei hellichtem Tage ist es, dass drei bis vier Jungs lächelnd auf einen zukommen, die Hand ausstrecken, die der gute Europäer natürlich sofort reflexartig greift, um dann festzustellen, dass sich unter dem T-Shirt einer der Jungs leider die Spitze eines nicht zu kleinen Messers abzeichnet, die in Richtung der eigenen Leber zeigt. Also: Gar nicht erst die Hand geben.
Sei nicht überrascht, wenn dir in den Einkaufsstraßen mancher touristisch gut erschlossenen Badeorte bis unter die Zähne bewaffnete Streifen begegnen. Nicht minder bewaffnet sind die Begleiter von Geldtransporten. Fünf Sicherheitskräfte, die vor dem Verlassen der Geldboten die Umgebung sichern, sind keine Seltenheit. Auch gibt es Jugendherbergen, vor denen Tag und Nacht Sicherheitskräfte stehen.
Besonders in ärmeren Vierteln der Großstädte greifen die Sicherheitsbeamten, angeblich wegen der hohen Kriminalität, zum Selbstschutz sehr schnell zur Waffe. In manchen Orten hat die Bevölkerung mehr Angst vor der Militärpolizei als vor Kriminellen.
Bereiten Sie sich auch darauf vor, dass Sie in einigen Regionen sehr penetrant angebettelt werden. Besonders negativ fällt hier Salvador auf. Hier vor allem in den Stadtvierteln Barra (um den Farol de Barra) und Pelourinho (historische Altstadt).
Seien Sie zurückhaltend, freundlich und informieren Sie sich vorher, in welchen Stadtvierteln Sie sich bewegen. Denn mit der nötigen Vorsicht ist Brasilien ein tolles Reiseziel.
Gesundheit
| Diese medizinischen Hinweise sind sorgfältig recherchiert, allerdings erfolgen sie ohne Gewähr. Ein Gespräch mit dem zuständigen Hausarzt oder einer reisemedizinischen oder tropenmedizinischen Beratungsstelle wird bei gesundheitlichen Problemen oder Unsicherheiten empfohlen. Siehe auch: Gesund Unterwegs |
Der Amazonas bietet eine unerwartete Gefahr für Schwimmer. Der Candiru ist ein parasitärer Fisch, der auch bei Menschen in Geschlechtsöffnungen oder Rektum eindringt und sich dort von Blut und Gewebe ernährt. Daher sollte beim Baden im Fluss immer Badebekleidung getragen werden. Da er von Harnstoff angelockt wird, ist besonders das Urinieren im Fluss ein Risiko!
Große Teile Brasiliens sind Dengue- und Gelbfiebergebiet. Eine Gelbfieberimpfung ist dort zwingend vorgeschrieben. Daneben gibt es in Brasilien Malaria, inklusive der besonders gefährlichen Malaria Tropica. Zu beachten ist, das aus diesem Grunde die ganztägige Prophylaxe gegen Insekten empfohlen wird, da die Gelbfiebermücke (Dengue) tag- und die Anophelesmücke (Malaria) nachtaktiv ist. Ein Moskitonetz sollte in keinem Fall fehlen. Je nach eigenem Reisevorhaben ist eine Chemoprophylaxe gegen Malaria sinnvoll. Vorsorge gegen Hepatitis A und B sind ebenfalls angeraten.
Brasilien steht oft zu unrecht im Verdacht, eine hohe Aidsrate zu besitzen. Dies ist nicht so, die HIV-Rate ist etwa so hoch wie in den USA und im Nachbarland Argentinien. Die brasilianischen Kondome sind allerdings nicht zuverlässig! Sie reißen oft. Auch hier gilt, wie überall in der Welt, ungeschützten Verkehr und Blutkontakt vermeiden und die Gummis von zu Hause mitbringen.
Die medizinische Versorgung in den Städten ist auf europäischem Niveau jedoch teilweise erheblich teurer, weshalb eine Reisekrankenversicherung unbedingt empfehlenswert ist.
Zu den Dengue-Epedemien in Rio de Janeiro(2002, 2008) siehe auch:
Klima
Bei der ungeheuern Ausdehnung des Landes muss das Klima je nach der Entfernung vom Äquator wie nach der Erhebung über dem Meer ein sehr verschiedenes sein. Während schon westlich von Rio de Janeiro aus der Serra do Espinhaco und häufiger noch weiter im Süden auf der Serra Geral in Rio Grande do Sul die Temperatur unter 0 °C sinkt, das Klima der letztgenannten außertropischen Gebiete überhaupt ein gemäßigtes ist, herrscht im Stromgebiet des Amazonas eine gleichförmig heiße Temperatur von 28-29 °C im Mittel und ohne wesentliche Abkühlung während der Nächte. In Rio de Janeiro selbst beträgt die Temperatur in den heißesten Monaten (Januar und Februar) 26,5 °C, im kühlsten Monat (Juli) 21,9 °C, doch bringt die täglich von 10 Uhr bis gegen 6 Uhr wehende Seebrise angenehme Kühlung. Im Amazonasbecken herrscht eine fast ununterbrochene Regenzeit, die Hauptregenmonate sind November bis März. In Südbrasilien sind im Sommer mehr Gewitterregen, im Winter mehr Landregen vorherrschend. Eine eigentliche Regenzeit gibt es hier nicht.
| Monat | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
| Maximal | 29° C | 29° C | 28° C | 27° C | 25° C | 24° C | 24° C | 24° C | 25° C | 25° C | 26° C | 28° C |
| Wassertemp. | 25° C | 25° C | 26° C | 25° C | 24° C | 23° C | 22° C | 22° C | 22° C | 22° C | 23° C | 24° C |
| Regentage | 13 | 11 | 12 | 10 | 20 | 7 | 7 | 7 | 11 | 13 | 13 | 14 |
Respekt
Als Bewohner nördlicher Gefilde muss man sich teilweise an die brasilianischen Offenheit erst gewöhnen. So kommen Brasilianer einem bei einer normalen Unterhaltung körperlich deutlich näher, als man als Nordlicht gewohnt ist. Teilweise mit tödlichen Folgen. Jahrelang wunderte man sich, warum US-Amerikaner in São Paulo immer wieder über das Geländer einer Aussichtsplattform stürzten, bis man entdeckte, dass sie vor ihren näher kommenden brasilianischen Gesprächspartnern immer weiter zurückwichen, bis sie schließlich herunterfielen.
Auch innerhalb Südamerikas haben Brasilianer den Ruf, ein sehr offenes Volk zu sein. Das „offen“ bezieht sich dabei nicht nur auf den Umgang miteinander, sondern auch auf die Toleranz gegenüber Anderen, beispielsweise Homosexuellen. Hier ist das Land deutlich weiter als die Nachbarn im Süden und Westen.
Dennoch gibt es natürlich auch in Brasilien äußerst konservative Gebiete, besonders im Landesinneren. Auch nach Süden hin ist man vom Naturelle her etwas ruhiger, als nach Norden hin. Auch der Rassismus ist leider noch weit davon entfernt, ausgerottet zu sein, trotz oder gerade wegen der bunten ethnischen Mischung aus Afro- und Euro-Brasilianern sowie Ureinwohnern, mit vielen Mestizen oder pardos.
Post und Telekommunikation
Eine nervige Unsitte: Postbedienstete lösen zum Wiederverkauf die Briefmarken wieder von den Postkarten. Daher sollte man seine Urlaubsgrüße am besten direkt am Schalter abgeben und darauf bestehen, dass die Marken sofort abgestempelt werden: Carimbar por favour!
Literatur
Death in Brazil von Peter Robb. Englisch. Fein gesponnene Erzählung über Land und Leute vermischt mit dem umfassenden geschichtlichen und politischen Hintergrund Brasiliens. Prima Einstiegsliteratur für Neuentdecker Brasiliens.
Brasilien - Ein Land der Zukunft von Stefan Zweig. Von einem der aus der Hölle (Deutschland vor und während des Zweiten Weltkriegs) auszog und sein Paradies entdeckte.
Weblinks
- Auf Brasilien spezialisiertes Wiki: BrasilWiki
- Informationen, Tipps, Hilfen, Geschichten über Brasilien: Brasilienfreunde.net
- Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten der Repubik Österreich BMAA.gv.at
- Zentrum für Reisemedizin Österreich Reisemed.at
- Online Landkarten und Stadtpläne von Brasilien Weltkarte.com