Bayern

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Schloss Neuschwanstein
Lage
Schleswig-Holstein Hamburg Bremen Bremen Berlin Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Sachsen Sachsen-Anhalt Thüringen Niedersachsen Nordrhein-Westfalen Hessen Rheinland-Pfalz Saarland Baden-Württemberg BayernDeutschland Lage von Bayern.svg
Flagge
Flagge von Bayern
Kurzdaten
Hauptstadt: München
Staatsform: Bundesland der Bundesrepublik Deutschland
Währung: Euro (EUR, €)
Fläche: 70.549 km²
Bevölkerung: 12,44 Mio.
Sprachen: Deutsch
Telefonvorwahl: +49
Internet TLD: .de
Zeitzone: UTC+1

Siehe auch: Portal Bayern

Bayern ist das südlichste Bundesland Deutschlands. Es ist weitgehend hügelig bis bergig. Die Hauptstadt ist München. Bayern grenzt an die Bundesländer Baden-Württemberg im Westen, Hessen im Nordwesten, Thüringen und Sachsen im Norden sowie an Tschechien im Osten und Österreich im Osten/ Süden. Über Vorarlberg oder den Bodensee ist es im Südwesten nicht weit in die Schweiz.

Inhaltsverzeichnis

Regionen [Bearbeiten]

Regierungsbezirke [Bearbeiten]

In Altbayern: Oberbayern, Oberpfalz, Niederbayern;

In Franken: Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken;

Der Regierungsbezirk Schwaben gehört weder zu Franken noch zu Altbayern sondern zum alemannischen Dialektraum.

Geographie [Bearbeiten]

Die bayerischen Alpen:

Die Bayerischen Voralpen und Münchner Hausberge:

Die Mittelgebirge:

Weitere Regionen:

Das Festspielhaus in Bayreuth

Städte [Bearbeiten]

München
Schloss Linderhof
Regensburg, Steinerne Brücke
  • Amberg - Schöner Altstadtkern
  • Augsburg* - Alte Römerstadt, mittelalterliche Stadt, Heimat der Fugger
  • Bamberg* - Weltberühmter Dom (Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe)
  • Bayreuth - Stadt der Richard-Wagner-Festspiele
  • Burghausen - Schöne Altstadt im Inn-Salzach-Stil, längste Burg Europas
  • Coburg - historische Innenstadt und Veste Coburg.
  • Freising - Alte Bischofsstadt mit romantischer Altstadt
  • Ingolstadt - Jüngste Großstadt Bayerns, ehemalige Residenz der Bayernherzöge
  • Kelheim - Befreiungshalle und schöne Altstadt
  • Kulmbach - Die heimliche Hauptstadt des Bieres
  • Landshut* - Mittelalterliche Stadt, alte Residenz der Bayernherzöge
  • Lindau* - Inselstadt am Bodensee, Bürgerhauser aus der Renaissance
  • München* - Landeshauptstadt, Museen, Kultur
  • Neuburg an der Donau*, die Altstadt mit zahlreichen historischen Bauten aus allen Epochen zählt zu den schönsten in ganz Bayern;
  • Nürnberg* - zweitgrößte Stadt und Zentrum Frankens. Bekannt für Spielzeugindustrie und Christkindlesmarkt
  • Passau* - Alte Römerstadt an der österreichischen Grenze, schöne romantische Altstadt
  • Regensburg* - Alte Römer- und Reichsstadt am Ufer der Donau (Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe)
  • Rosenheim - Schöne Altstadt im Inn-Salzach-Stil
  • Würzburg* - Fürstbischöfliche Residenz mit Garten ist UNESCO-Weltkulturerbe

* besonders sehenswert

Weitere Einzelziele [Bearbeiten]

St. Bartholomä am Königssee, dahinter die Watzmann-Ostwand
  • Ein weiteres Gewässer ist der Main-Donau-Kanal als Betätigungsfeld für Bootsfahrer, Radfahrer und Wanderer

Hintergrund [Bearbeiten]

Die Bayern sind die traditionsbewußtesten unter den Deutschen. Die Einheimischen bewahren und pflegen im Vergleich zu anderen deutschen Stämmen ihren Wurzeln und ihren Traditionen viel stärker, weshalb sie auch manchmal als konservativ angesehen werden. Es ist wohl auch das eigenwilligste deutsche Bundesland. Bayern hat eine sehr starke Identität, da es (zunächst) ohne Bayerisch Schwaben und Franken ein Land ist, das als das Älteste noch heute in seinen angestammten Grenzen bestehende Staatsgebilde der Welt gilt. Viele Bayern sehen sich zuerst als Bayern und dann erst als Deutsche.

Kulturell sind die Bayern d.h. die Altbayern (d.h. Bayern ohne Franken und Bayerisch Schwaben) am nähesten mit den Österreichern verwandt, die (außer in Vorarlberg) auch einen baierischen Dialekt sprechen und ebenso hauptsächlich von Bajuwaren abstammen.

Über 80 % der Bayern sind katholisch. Vor allem Altbayern (Ober-, Niederbayern und die Oberpfalz) ist fast gänzlich katholisch geprägt. In Franken sind die Konfessionen jedoch ziemlich ausgeglichen vertreten. In Bayerisch Schwaben ist auch eine bedeutende Gruppe von Protestanten vertreten, vor allem in Augsburg, das seit der Reformation eine bedeutende protestantische Rolle spielt. Ein Ausnahme in Bayern bildet die Hauptstadt München, das eine internationale Stadt ist und prozentual in Deutschland den höchsten Ausländeranteil aufweist und auch sehr viele Nichtbayern beheimatet.

Brauchtum [Bearbeiten]

Leonardiritt in Benediktbeuern

Oberbayern, Niederbayern und die Oberpfalz sind gemeinsam der Kulturraum Altbayern auf der Fläche des ehemaligen Kufürstentums Bayern und mit gemeinsamen Traditionen und Brauchtum. Eine Gesamtübersicht zum Altbayrischen Brauchtum (Schäfflertanz, Leonhardiritt, Georgiritt, Perchten usw.) befindet sich im Artikel zu Altbayern.

Osterbrunnen in Rossdorf

Der fränkische Teil Bayerns gehört erst seit dem frühen 19. Jahrhundert zum politischen Bayern und war bis dahin politisch und kulturell völlig unabhängig von Bayern. Eine Gesamtübersicht zum fränkischen Brauchtum (Faschingsbräuche, Osterbrunnen) findet sich im Artikel zu Franken.

Das bayerische Schwaben gehört zum schwäbisch-alemannischen Sprach- und Kulturrraum, siehe dazu die Übersicht im Abschnitt zum Brauchtum im Artikel zum Regierungsbezirk Schwaben.

Im gesamten Bayern verbreitetes Brauchtum:

Maibaum [Bearbeiten]

Der Maibaum und dessen Aufstellung ist ein Brauch, der in Bayern vom kleinsten Weiler bis in die Landeshauptstadt München gepflegt wird.

Der Brauch hat keltische und germanische Wurzeln in der Vorzeit. Das Aufstellen des Maibaums erfolgt üblicherweise am Vortag des ersten Mai als großes Dorf- oder Stadtfest mit Blaskapelle und oft auch einem Maibaumumzug vorweg und anschließendem Maitanz.

Varianten des Maibaums sind zum Beispiel die nur einmal gebrauchte einfache, oft geschälte Fichte, die dann aber möglichst groß sein soll, oder der aufwändig bemalte und mit den Schildern der im Ort vorhandenen Gewerke versehene Zunftbaum.

Das traditionelle „Maibaumstehlen“ erfolgt nach strengen Regeln: So ist nur das Stehlen des noch liegenden Baums erlaubt, die Auslösung des Diebesgutes durch die Bestohlenen erfolgt nicht mit Geld, sondern mit Freibier und einer Brotzeit und die Maibaumdiebe müssen den Maibaum dann auch wieder selbst zurückbringen.

Im tieferen Sinn steht das Aufstellen des Maibaums für Zusammenhalt und Gemeinschaft und wird daher in der traditionellen Form ohne Organisation durch behördliche Institutionen oder Einzelfirmen von der Bevölkerung selbst (Burschenschaften und Vereine, oft auch spezielle "Maibaumvereine") und ohne maschinelle Hilfe händisch durchgeführt. Als Werkzeuge dienen lange, paarweise zu Zangen verschnürte sogenannte "Scherstangen".

In der Neuzeit haben Sachzwänge aber oft zu Ausnahmen von dieser Tradition geführt, viele Maibäume werden heute aus Sicherheitsgründen mit Autokränen aufgestellt, den bekannten Münchner Maibaum am Viktualienmarkt stellen mangels großstädtischer Burschenschaft die Münchner Brauereien auf.

Fronleichnamsprozessionen [Bearbeiten]

Die feierlichen Prozessionen sind ein im gesamten katholischen Bayern weit verbreiteter Brauch, das Fronleichnamsfest wird immer am Donnerstag der 2.Woche nach Pfingsten gefeiert. Wörtlich übersetzt heißt Fronleichnam "Leib des Herrn", das Fest geht auf eine Vision der belgischen Klosterschwester Juliana von Lüttich zurück, auf deren Anregung hin Papst Urban IV. 1264 das Fest zur Heiligen Eucharistie einsetzte. Die erste Prozession in Deutschland fand 1273 in Benediktbeuern statt.

Der Prozessionsweg ist meist mit Birkenbäumchen festlich geschmückt und die Wege mit frischem Gras und einem Blumenteppich ausgelegt, hinzu kommen oft aufwändig mit Blütenblätter gestaltete Bilder an den Stationen. Je nach Region wird die Prozession von Musikanten, Gebirgs- oder Böllerschützen begleitet, die Teilnehmer sind oft in Tracht gekleidet.

  • Die größten Prozessionen finden in den bayerischen Großstädten mit oft mehreren Tausend Besuchern statt, die ältesten hier belegten sind die in München (1343), in Würzburg (1381), in Bamberg (1390) und in Freising (1407).

Ausführliche Infos auch auf http://www.kath.de/

Schafkopf [Bearbeiten]

Der Schafkopf ist ein traditionelles Kartenspiel und gilt in Bayern mit einer eigenen Schafkopf-Sprache als Teil des Kulturguts und als Teil der bayerischen Lebensart.

Das Kartenspiel wird von vielen Privatrunden (Männer, Frauen, oft auch gemischt) in den Dorfgasthäusern gepflegt, das oft in Komödien über Bayern gebrauchte Klischee von der Schafkopfrunde im Wirtshaus kommt der Wahrheit noch mit am nächsten. Neben der Wirtshausrunde stehen auch noch viele "Schafkopfturniere", auch "Preisschafkopf" oder "Schafkopfrennen", die in der Regel von den den ortsansässigen Vereinen organisiert werden. Extremvarianten sind das Dauerschafkopfen und das Unterwasserschafkopfen.

Auch rechtlich hat das Spiel in Bayern eine Sonderstellung: es ist das einzige in der Öffentlichkeit erlaubte Glücksspiel um Geld (§ 284 StGB gilt nach Sonderregel hier nicht).

Für alle Nicht-Bayern: Die norddeutsche Variante des Schafkopfspiels heißt Skat und wird auch in Bayern von überzeugten Schafkopfern gerne gespielt, wenn der für den Schafkopf erforderliche vierte Spieler fehlt. Wer richtig Skat spielen kann, kommt meist auch sehr schnell mit dem Schafkopf zurecht. Die Teilnahme an einem Kartenspiel im Wirtshaus oder an einem Schafkopfrennen kann auch eine recht nette Urlaubserinnerung sein.

(weitere Infos und Spielregeln: siehe wikipedia, Schafkopf und Skat).

Anreise [Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug [Bearbeiten]

Internationale Flughäfen sind in München der Flughafen "Franz Josef Strauß" und in Nürnberg der "Airport Nürnberg".

Regionaler Verkehrsflughafen ist in Memmingen der Allgäu Airport.

Verkehrslandeplätze gibt es in Augsburg: Info, Ingolstadt: Info, Hof: Info,

Mit der Bahn [Bearbeiten]

Bayern ist an sehr gut an das Schnellfahrnetz der Deutschen Bahn eingebunden. Von München starten mehrere ICE-Linien, u.a. über Stuttgart nach Frankfurt am Main oder über Nürnberg nach Berlin bzw. Hamburg. Internationale Verbindungen, z.B. nach Wien und neuerdings per TGV (französischer Hochgeschwindigkeitszug) nach Paris.

Nähere Informationen bei Bahn.de.

Mit dem Bus [Bearbeiten]

Wie in ganz Deutschland ist auch in Bayern kein nationaler Fernbusverkehr vorhanden. Internationale Linien werden aber bedient und fahren die größeren Städte an.

Informationen: Touring.de

Auf der Straße [Bearbeiten]

Bayern ist über das deutsche und und europäische Fernstraßennetz hervorragend angebunden (z.B. von Nord nach Süd über die A7 und A9, von West nach Ost über die A8).


Zeichen 270.1.svg Achtung: In Bayern wurden Umweltzonen im Sinne der Feinstaubverordnung eingerichtet. Ohne entsprechende Plakette riskiert man bei Einfahrt in eine Umweltzone einen Punkt in Flensburg sowie ein Bußgeld. Dies gilt auch für ausländische Verkehrsteilnehmer.


Zusatzzeichen 1031.svg


Auch in Bayern sind mittlerweile für verschiedene Städte sogenannte Umweltzonen ausgewiesen, in der nur Fahrzeuge mit einer Umweltplakette erlaubt sind (Übersichtskarte für Deutschland). Dies gilt für München, Augsburg und Neu-Ulm, eine Umweltzone ist geplant für Regensburg.

Auch Urlauber, die mit einem Auto ohne die entsprechende Plakette in den Umweltzonen erwischt werden, müssen mit einem Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen. Weitere Infos, auch zu den Ausgabestellen der Feinstaubticker und zum Plakettenbezug über das Internet, siehe www.umwelt-plakette.de (mehrsprachig), der Preis für die Plakette beträgt in der Regel 5 bis 10 Euro.

Mit dem Schiff [Bearbeiten]

Da Bayern nicht gerade von Ozeanen umgeben ist gibt es nur wenige Möglichkeiten der Anreise mit dem Schiff.

Ein kleiner Teil vom Bodensee bei Lindau grenzt an Bayern. Hier kann man mit der Bodenseeschifffahrt übersetzen.

Eine weitere Möglichkeit bieten die schiffbaren Flüsse Main und Donau mit dem Verbindungskanal Rhein-Main-Donau. Linienverkehr wird hier nicht angeboten, aber Flusskreuzfahrten und Ausflugsverkehr ist zu finden.

Mobilität [Bearbeiten]

Bahn [Bearbeiten]

Die Bahnen in Bayern bieten bis auf wenige Ausnahmen im Nahverkehr mindestens einen Stundentakt an. Zwischen München und Nürnberg wird sogar der schnellste Nahverkehr Deutschlands angeboten (200 km/ h). Sehr gute Angebote gibt es auch in den größeren Städten, auf dem Land gibt es gerade im Busverkehr aber doch größere Lücken im Fahrplan.

Das Bayernticket erlaubt die eintägige kostenlose Nutzung der Regionalzüge in ganz Bayern, viele in den Städten angeschlossene Verbundverkehrsmittel (S-, U-, Straßenbahnen, Busse) und fast alle Linienbusse auf dem Land. Für Fernverbindung muss etwa gut die doppelte Fahrzeit im Vergleich zum mit dem Ticket nicht erlaubten ICE gerechnet werden.

Bayern-Ticket Single oder Bayern-Ticket Nacht 22,- € (Stand Dez. 2012, Automatenpreis, am Fahrkartenschalter: 2,- € mehr), bis zu 4 Mitfahrer zahlen jeweils nur 4,- Euro (Nacht: 2 €); Gültigkeit: Mo. - Fr.: 9 Uhr bis 3 Uhr des Folgetages, Wochenende bereits ab 0 Uhr, Bayernticket Nacht: 18 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages. Weitere Informationen: DB-Bayern-Ticket.

Das Bayern-Böhmen-Ticket für bis zu 5 Personen kostet für die 1. Person 25,- € und je weitere Person 4,50 €. Damit kommt man bis nach Pilsen oder Budweis. · DB: Bayern-Böhmen-Ticket.

Fahrrad [Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Im Folgenden ist von den Sehenswürdigkeiten der sieben bayerischen Regierungsbezirke nur das Wichtigste kurz zusammengefasst und mit Beispielen dargestellt. Ausführlichere Informationen gibts dann bei den jeweiligen Regionenartikeln.

Sprache [Bearbeiten]

Die meisten Nichtbayern sind der Meinung, dass in ganz Bayern ein Dialekt geprochen wird. Sie werden meist eines Besseren belehrt, wenn sie z.B. einmal in Bamberg waren und mit einem echten Franken gesprochen haben. In Bayern werden also verschiedene Dialekte gesprochen. Im Norden das Fränkische, welches eine eher weiche Aussprache hat. Im (Süd-)Westen spricht man den schwäbischen Dialekt sowie ganz im Süden das Allgäuerische (auch ein schwäbischer Dialekt). Im Osten und Südosten spricht man das eigentliche "typisch Bairsche" nämlich das Niederbarische und in Oberbayern das Oberbairische. Außerdem spricht man in der Oberpfalz den oberpfälzer Dialekt. Sprachwissenschaftlich gehören das Nieder-, Oberbaierische und das Oberpfälzische (alle drei zusammen bilden das Altbayerische) zur großen Baierischen Sprachfamilie, zu der auch fast alle Dialekte in Österreich (nur Vorarlberg spricht einen schwäbischen Dialekt) sowie das Südtirolerische in Italien gezählt werden.

Dies ist nur eine Grobeinteilung. Diese Dialekte unterscheiden sich untereinander noch je nach Region. So ist der alte Münchner Dialekt, den nur noch sehr wenige sprechen, anders als der, den ein Rosenheimer spricht.

Weitere Ausführungen zum Altbairischen siehe im Regioneartikel Altbayern, zu den Fränkischen Dialekten siehe im Regionenartikel Franken, und zu dem in Bayern gesprochenen Schwäbischen Dialekt siehe im Regionenartikel zum Regierungsbezirk Schwaben.

Kaufen [Bearbeiten]

Küche [Bearbeiten]

Schweinshaxe mit Klößen

Die traditionelle bayerische und fränkische Küche ist im Allgemeinen deftig, würzig und herzhaft. Die ist vor allem auf die ländlich, bäuerlich geprägte Vergangenheit des Volkes zurückzuführen, welches nach anstrengender körperlicher Arbeit nahrhafte Mahlzeiten brauchte. Da die Bayern ein sehr "barockes" Volk sind, sind sie den leiblichen genüssen sehr zugetan und der Geschmack und Genuss ist vor allem in den katholisch geprägten Gegenden ein fest verankerter Bestandteil der Kultur. In den Städten entwickelte sich schon sehr früh eine verfeinerte Version der bayerischen Küche. So wurden z.B. in Regensburg die vielen Gäste aus ganz Europa aufgrund des Immerwährenden Reichstages zu Regensburg (1663 – 1806) durch eine gehobene Gastronomie verköstigt. Und auch die bayerischen Herzöge und später Könige waren den leiblichen Genüssen sehr zugetan und gaben wichtige Anstöße für die bayerische Küche, so die Bayerische Crème. Heutzutage gibt es eine starke Bewegung die traditionellen Rezepte leichter zu gestalten, um sie an die veränderten Lebensweise anzupassen. Ein bekannter Vertreter für die "neue bayerische Küche" ist der bekannte Star-Koch Alfons Schuhbeck.

Typisch bayerische Gerichte:

  • Fleischgerichte
    • Original Münchner Weißwurst
    • Original Fränkische Bratwürste (fein, grob, lang und dünn, klein und dick)
    • Schweinsbraten
    • Schäufele (Schweineschulter)
    • Schweinshaxe
    • Spanferkel
    • Leberkäs
    • Surbraten
    • Sauerbraten
    • Tellerfleisch mit Kren
    • Fleischpflanzerl (hat nichts mit Pflanzen zu tun, sondern kommt vom uralten Wort Pfannenzelten, in Franken Fleischkiechla)
    • Leberknödel
    • Leberspätzle
    • Gselchtes (Geräuchertes, Zwetschgenbammes)
  • Vegetarisches
    • Schwammerl mit Semmelknödel
    • Kaasspatzen (Käsespätzle)
    • Kaasnocken
    • Griesnockerl (Grießklößchen)
    • Krautstrudel
    • Radi (Rettich), in dünnen Scheiben, roh mit Salz
  • Fischgerichte
    • Fränkischer Karpfen im Teig gebacken
    • Meefischli (kleine frittierte Fische aus dem Main)
  • Beilagen
    • Klöße (aus rohen und/oder gekochten Kartoffeln),(auch mit Semmel-"Bröckala" gefüllt)
    • Semmelknödel
    • Servietkloß (Aus Semmeln, Milch, Ei, im Geschirrtuch gegart)
    • Kartoffelknödel (auch Reiberknödel)
    • Schupfnudeln
    • Spätzle (Spatzn)
    • Schuxn
  • Käse
    • Obazda (Obatzter - Käsecreme aus Camenbert und Zwiebeln, die zu Brot serviert wird)
    • Kochkäse (aus Quark mit Natron und Margarine)
  • Gebäck
    • Laugenbrezeln
    • Anis-Brezen (Franken)
  • Süßes
    • Bayerisch Crème
    • Auszogne (Schmalznudel, Kiechla)
    • Krapfen (Mit Marillenmarmeladenfülle)
    • Millirahmstrudel
    • Strudel (Apfelstrudel, Schwarzbeerstrudel (Hoiwastrudel), Topfenstrudel)
    • Kaiserschmarrn
    • Strauben (süßes Backwerk aus Mehl, Butter, Eiern, Öl, Milch und Schnaps)
    • Prinzregententorte
    • Dampfnudeln
    • Germknödel
    • Rohrnudeln
  • Getränke
    • Bier
    • Radler (Mischung Bier und Zitronenlimonade)
    • Fränkischer Wein (im Bocksbeutel)
    • Most
    • Gebirgsenzian
    • Bärwurz
    • Blutwurz
    • Obstler

Nachtleben [Bearbeiten]

Unterkunft [Bearbeiten]

Im Fremdenverkehrsland Bayern gibt es viele Möglichkeiten zu übernachten, vom Fünf-Sterne-Hotel bis hin zur Übernachtung im Heu auf einem Bauernhof. Es wird sich für jeden Gusto und jeden Geldbeutel etwas finden. Auskünfte über Übernachtungsmöglichkeiten geben die örtlichen Fremdenverkehrsämter.

Lernen [Bearbeiten]

Bayern hat trotz Pisa einen guten Ruf in der Schullandschaft Deutschlands.

Auch die Hochschulen, von großen Universitäten wie in München bis zu kleinen Hochschulen wie in Deggendorf, bieten eine Vielzahl an Ausbildungsmöglichkeiten: Infos hier

Arbeiten [Bearbeiten]

Mit Baden-Württemberg hat Bayern die geringste Arbeitslosenquote in Deutschland. Gerade nach München zieht es viele Arbeitnehmer aus anderen Regionen.

Feiertage [Bearbeiten]

Bayern hat die meisten öffentlichen Feiertage in Deutschland. Die Stadt Augsburg überbietet dies sogar noch um einen Tag, durch das jährlich am 08. August stattfindende Hohe Friedensfest.

Termin Name Bedeutung
1. Januar Neujahr
6. Januar Heilige Drei Könige
29. März 2013 Karfreitag vor dem ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond
1. April 2013 Ostermontag
1. Mai Maifeiertag
9. Mai 2013 Christi Himmelfahrt 40 Tage nach Ostern
20. Mai 2013 Pfingstmontag 50 Tage nach Ostern
30. Mai 2013 Fronleichnam
8. August Hohes Friedensfest (auf Augsburger Stadtgebiet beschränkt)
15. August Mariä Himmelfahrt (gilt nur für 80% der Landkreise Bayerns)
3. Oktober Tag der Deutschen Einheit
1. November Allerheiligen
25. Dezember 1. Weihnachtstag
26. Dezember 2. Weihnachtstag

Früher hatten alle Dörfer, egal ob evangelisch oder katholisch, jeweils einen eigenen Termin zur Kirchweih. Der Obrigkeit wurde zu viel gefeiert, so führte sie, statt der Feiern zu unterschiedlichen Terminen, die Allerweltskirchweih ein, einen Kirchweihtag für alle. Der dritte Sonntag im Oktober wurde als Termin für die Allerweltskirchweih festgesetzt. In weiten Teilen Bayerns und Frankens wird der Festtag heute noch begangen.

Sicherheit [Bearbeiten]

Bayern gilt als sicherste Region Deutschlands, wenn nicht ganz Europas. Nichtbayern fällt auch oftmals die stärkere Präsenz der Polizei auf bayerischen Straßen auf. Die größte Gefahr für Ihre Brieftasche stellen nur die hohen Preise vor allem in München dar.

Dennoch kann es auch hier, vor allem an starkfrequentierten touristischen Brennpunkten (Christkindlmärkte, Oktoberfest ...) zu Taschendiebstählen kommen. Wie auf der ganzen Welt sollte man immer die nötige Sorgfalt walten lassen und seine Taschen nicht offen stehen lassen und Wertsachen gut verstauen.

Gesund bleiben [Bearbeiten]

  • bundesweite Bereitschaftsdienstnummer 116 117 (kostenfrei)

Große Gebiete Bayerns sind als FSME-Risikogebiet eingestuft. Dabei handelt es sich um Gebiete, in denen zwischen 1985 und 2004 mindestens fünf Erkrankungen durch Frühsommer-Meningoenzephalitis oder mindestens 2 FSME-Erkrankungen innerhalb eines Jahres registriert wurden. Einzige Ausnahme ist das Allgäu.

Es gibt eine große Anzahl von Heilbädern und Kurorten in Bayern, die zur Kur oder zum Kurlaub einladen.

Klarkommen [Bearbeiten]

Rauchen [Bearbeiten]

Nach einigem politischen Wirrwarr und einem Volksentscheid im Juli 2010 gilt in Bayern das bundesweit schärfste Rauchverbot ohne Ausnahmen für alle öffentliche Bereiche: In Diskotheken, Kneipen (einschließlich der Nebenräume, Eckkneipen und Vereinsheime) und auch in den Festzelten auf dem Oktoberfest darf nicht mehr geraucht werden.

Klima [Bearbeiten]

Nach dem Klimaatlas Bayern liegt der Freistaat in der warm-gemäßigten Klimazone und im Übergangsbereich des maritimen Klimas Westeuropas zu einem kontinentalen Klima in Osteuropa.

Nach Klimazonen besteht Bayern im südlichen Teil aus den alpennahen Regionen, den Mittelgebirgsregionen in ganz Bayern und den geschützten Flußtälern an Main, Donau und am Bodensee. Am Alpenrand im Süden Oberbayerns erreicht Bayern alpine Klimazonen, an einigen Stellen in den Berchtesgadener Alpen, im Karwendel und im Wetterstein wird sogar die hoachalpine Zone über 2000 m übreschritten.

Haupteinfluss auf ganz Bayern üben ganzjährig die fast ungebremsten Staulagen der atlantischen Tiefs mit kalter Nordseeluft und die durch die Alpenbarriere abgeschirmten Mittelmeertiefs mit ihren Föhnlagen vorwiegend im südlichen Teil Bayern aus.

Die Folge sind bei einem Störungseinfluss aus einem Tiefdruckgebiet starke Niederschläge auf der dem Wetter zugewendeten Seite des Gebirges (Alpen und Mittelgebirge) und deutlich geringere Niederschläge oder sogar Föhn auf der dem Wetter abgewendeten Seite der Berge. Föhn kommt auch in den bayerischen und fränkischen Mittelgebirgen vor, ist dann aber meist nur von kurzer Dauer ("ein halber Tag"), verglichen mit den oft mehrtägigen Föhnlagen im Voralpenraum als Folge eines ausgeprägten Mittelmeertiefs.

Insgesamt gilt, das einheitliche Wetterlagen in Bayern eher selten sind, es ist häufig der Fall, dass im Süden Bayerns Sonne ist und im Norden bewölkt oder umgekehrt.

Allgemein erhält der Süden Altbayerns als im Stauraum der hohen Alpenbarriere gelegen wesentlich mehr Niederschläge als das trockenere Franken, die westliche und atlantiknahe Region bei Aschaffenburg am Untermain gilt als eher mild, während der östliche Teil Oberfrankens mit seinen strengen Wintern schon mal als bayerisch Sibirien tituliert wird, Hof ist im Jahresmittel die kälteste Stadt Deutschlands.

Bayerns Klima beim Bayerischen Landesamt für Umwelt

Post und Telekommunikation [Bearbeiten]

Ausflüge [Bearbeiten]

Empfehlenswerte Weiterreisen sind z.B.: Salzburg, welches unmittelbar an der bayerischen Grenze liegt und natürlich ganz Österreich. Von München ist es nicht weit nach Italien, so scheinen Bozen und Südtirol, der Gardasee oder Venedig nur einen Katzensprung entfernt zu sein. Im Osten lockt auch das goldene Prag und Tschechien.

Literatur [Bearbeiten]

  • Daniel Burger : Festungen in Bayern. Regensburg : Schnell + Steiner, 2008 (1. Auflage), (Deutsche Festungen / Band 1), ISBN 978-3-7954-1844-1, 208 Seiten. 16,90 €
  • Jürgen Kaiser : Klöster in Bayern, 1200 Jahre Kunst, Kultur und Alltagsleben. Stuttgart : Theiss, 2005 (1. Auflage), ISBN 3-8062-1897-8, 160 Seiten.
  • Karl Gattinger : Genuss mit Geschichte, Einkehr in bayerischen Denkmälern - Gasthöfe, Wirtshäuser und Weinstuben. München : Volk, 2009 (1. Auflage), ISBN 978-3-937200-70-5, 192 Seiten.

Weblinks [Bearbeiten]

  • BayernViewer: Topographische Karten und Luftbilder der Bayerischen Vermessungsverwaltung auf www.geodaten.bayern.de

Museen [Bearbeiten]

Nationalparks [Bearbeiten]

Thema:Skigebiete in Deutschland