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Bāwīṭī

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El-Bawiti (auch el-Bauiti, arabisch: الباويطي, al-Bāwīṭī) ist Verwaltungszentrum des Oasengürtels el-Bahrīya im ägyptischen Gouvernement el-Gīza in der Westlichen Wüste. Berühmt geworden ist der Ort durch die Funde im so genannten „Tal der Goldenen Mumien“, ein Fund, der in seiner Bedeutung deutlich übertrieben wurde und Parallelen zu Funden in Siwa (Gebel el-Mautā) und im Faiyūm besitzt.

Alltag in el-Bāwīṭī
el-Bāwīṭī · الباويطي
Gouvernement el-Gīza
Einwohner etwa 20.000
Höhe 180 m
Postleitzahlen 12xxx
Telefonvorwahl (+20) 02
Lage
Lagekarte von Ägypten
Bāwīṭī
Bāwīṭī
Entfernungen
Kairo 334 km
Siwa 400 km
el-Ḥeiz 50 km
Farāfra 180 km
Mūṭ (ed-Dāchla) 410 km
el-Chārga 610 km

Hintergrund[Bearbeiten]

Geschichte und Bevölkerung[Bearbeiten]

Die heutige Stadt ist aus dem Zusammenwachsen von zwei Dörfern, el-Qaṣr und el-Bāwīṭī, entstanden. Als 1820 der Franzose Frédéric Cailliaud (1787–1869) die Senke besuchte, bestand zwischen beiden Dörfern noch ein Abstand von 350 Metern, 1876 zur Zeit des Besuchs durch den deutschen Botaniker Paul Ascherson (1834–1913) war eine Grenze zwischen beiden Dörfern nicht mehr auszumachen.[1]

Beide Dörfer werden im Norden von einem etwa 550 Hektar großen Palmengarten begrenzt (etwa 3 Kilometer lang in Ost-West-Richtung und 1,5 Kilometer breit), der sich in einer muldenförmigen Einsenkung befindet. Angebaut werden Aprikosen, Zitronen, Orangen, Mango und Oliven sowie hauptsächlich Getreide (Weizen, Hirse und Gerste) auf den Feldern.

El-Qasr ist sicher die ältere der beiden Siedlungen. Die Existenz dieser Ansiedelung seit der ägyptischen Spätzeit ist durch eine einzeilige Deckeninschrift in einer hiesigen Kapelle, in der der König Apries aus der 26. Dynastie genannt wird, belegt.[2] In griechisch-römischer Zeit war dies der Hauptort der Senke. Das bedeutendste Monument – auch wenn von ihm nur noch spärliche Reste vorhanden sind – ist der römische Triumphbogen. Cailliaud gab für 1820 etwa 800 Einwohner, Ascherson für 1876 etwa 3.500 Einwohner an. 1980 wohnten hier etwa 2.000 Einwohner. Zu dieser Siedlung gehören 300 Feddān (= 126 ha) Land mit 33.000 Dattelpalmen.[3]

El-Bāwīṭī selbst ist wohl erst in islamischer Zeit gegründet worden. Der Name el-Bāwīṭī leitet sich vom Scheich el-Bāwīṭī ab, der in Bāwīṭ in Mittelägypten geboren wurde. Wie die antiken Stätten anzeigen, befindet sich die Siedlung sicher an der Stelle einer früheren Siedlung. Cailliaud gab für 1820 etwa 600 Einwohner, Ascherson für 1876 etwa 3.000 Einwohner an. 1980 wohnten hier 6.000 Menschen in 1.440 Haushalten. Sie bewirtschafteten um die 1000 Feddān (= 420 ha) Land mit größenordnungsmäßig 25.000 Dattelpalmen und Obstbäumen. Zum Ort gehören 42 Brunnen, davon drei Tiefbrunnen, drei „römische“ (d.h. alte) und 16 neue private.[3]

Als 1938 Ahmed Fakhry (1905–1973) hier archäologische Sondierungen durchführte, lag der Bereich der archäologischen Stätten Qārat esch-Scheich Sūbī und Qārat Qaṣr Salīm noch außerhalb der Kleinstadt. Und nur hier im Norden gibt es noch einige Überreste der alten Siedlung, die mit der Zeit immer mehr Neubauten weichen müssen.

Heute leben in der Stadt el-Bāwīṭī schätzungsweise 20.000 Menschen. Die Altgebiete befinden sich weit nördlich der Fernverkehrsstraße 10, während sich im Süden der Stadt große Gebiete mit Neubauten für die seit 1985 hier angesiedelten ehemaligen Niltalbewohner erstrecken.

Orientierung[Bearbeiten]

Grob gesehen wird el-Bāwīṭī von zwei wichtigen Straßen in Ost-West-Richtung durchzogen, der Fernverkehrsstraße 10 – das ist die Schari' Gamal Abd el-Nasser – und einer etwa 400 Meter nördlich davon befindlichen, etwa parallelen Straße. Die wichtigsten Einrichtungen einschließlich des Basars befinden sich alle an der Fernverkehrsstraße, insbesondere im Bereich westlich der Polizeidienststelle.

In der Stadt gibt es drei markante Hügel: dies ist zum einen im Westen der Qārat el-Farārgī (28° 20' 49" N 28° 51' 21" O), der sich zwischen dem Friedhof von el-Qaṣr und dem Elektrizitätswerk befindet, der Qārat Qaṣr Salīm (28° 21' 5" N 28° 52' 20" O) östlich des Stadtzentrums und im Osten der Qārat el-Charaz (28° 21' 4" N 28° 52' 37" O).

Anreise[Bearbeiten]

Auto[Bearbeiten]

Die Ringstrecke Kairoel-BahriyaFarāfraed-Dāchlael-ChārgaAsyūṭ ist eine zweispurige Asphaltstraße.

Bus[Bearbeiten]

El-Bawiti kann man mit Linienbussen der Gesellschaft „Upper Egypt Travel“ aus Kairo bzw. ed-Dāchla über Farāfra erreichen. Busse von el-Bawiti nach Kairo fahren um 06:30, 10:00 und 15:00 Uhr. Hinzu kommen zwei Busse aus ed-Dāchla, die um 01:00 und 13:00 Uhr in el-Bawiti nach Kairo weiterfahren. Von Kairo aus fahren Busse nach el-Bawiti um 6:30 (Weiterfahrt bis nach ed-Dāchla), 07:30, 14:00, 17:00 und 18:30 Uhr (Weiterfahrt bis nach ed-Dāchla).

Die Kosten für ein Ticket von bzw. nach Kairo betragen etwa LE 20, die Fahrzeit beträgt für die 350 Kilometer lange Strecke etwa fünfeinhalb Stunden. Aufgrund mangelnder Sicherheit wird mittlerweile auf die halbstündige Pause an einem Rasthaus nach zweieinhalb Stunden verzichtet. Der Ticketverkauf für die Busse von Upper Egypt Travel, Tel.: (02) 3847 3610, ist von 09:00 bis 15:00 und von 20:00 bis 23:30 Uhr geöffnet. Es werden aber nur Tickets für die Busse verkauft, in el-Bāwīṭī starten. Tickets für die Busse aus ed-Dāchla müssen im Bus erworben werden.

Mobilität[Bearbeiten]

Das Straßennetz in der Stadt ist gut ausgebaut. Ein Teil der Gassen sind aber nur festgefahrene Pisten. Man kann sich gut zu Fuß, mit dem Fahrrad, Motorrad oder einem Auto bewegen. Im Falle der Nutzung von PKW, oder besser geländegängigen Fahrzeugen, sollte man berücksichtigen, dass einige Gassen zum Teil recht eng sind.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Stadtrundgang[Bearbeiten]

Trotz aller Berühmtheit hat man es in el-Bāwīṭī noch nicht geschafft, dass Stadtbild aufzuwerten. Die Städte in den anderen Senken der Westlichen Wüste wie Siwa, Mūṭ oder el-Chārga sind um Größenordnungen attraktiver.

Antikenpfad[Bearbeiten]

Karte von el-Bāwīṭī. Der Rahmen markiert das Stadtzentrum
Karte des Zentrums von el-Bāwīṭī

Der Antikenpfad (engl. Antiquities Trail) verbindet sechs archäologische Stätten in und außerhalb von el-Bāwīṭī. Sie können mit einem einzigen Ticket besucht werden, das aber nur einen Tag gültig ist. Das Ticket für LE 60 (Stand 1/2014) kann am Tickethäuschen (28° 20' 57" N 28° 52' 18" O) unmittelbar vor dem auch als Museum genutzten Magazingebäude der hiesigen Antikenverwaltung erworben werden.

Die Runde ist etwa 15 Kilometer lang. Natürlich kann man laufen, die Fortbewegung mit einem Fahrrad oder Fahrzeug ist natürlich bequemer und schneller.

An der Rückseite des Magazingebäudes (28° 20' 54" N 28° 52' 18" O) wurde 2010 ein kleines klimatisiertes Museum eingerichtet, das das vorherige Provisorium im Magazin ersetzt. In zwölf Schaukästen des kurzen, breiten Raums werden fast ausschließlich Leichname aus dem Tal der Goldenen Mumien, allerdings ohne Beschriftung, präsentiert. In den beiden Vitrinen an der linken Eingangswand befinden sich Männer, an der linken Schmalseite ein Kind und an der Rückwand eine Frau, ein Mann, ein Kind mit der Maske eines Erwachsenen, eine leere Vitrine und zwei Vitrinen mit Männern. In der Vitrine an der rechten Schmalseite befindet sich ein Gipssarkophag mit eingelegten Augen einer Frau als el-Ḥārra aus christlicher Zeit, deren Leichnam mit Gipsmörtel überzogen wurde. An der rechten Eingangswand befinden sich die Leichname eines Mannes und einer Frau.

Die Verstorbenen wurden nicht mumifiziert, sondern nur in Leinentücher oder Leinenbandagen eingewickelt. Über den Kopf und die Brust wurde eine Gips- oder Kartonagemaske mit angesetzter Brustplatte gestülpt, die farbig bemalt und gelegentlich vergoldet wurde. Das Haar und der Kopfschmuck sind häufig plastisch ausgearbeitet worden. Die Brustplatte enthielt die übliche Totensymbolik mit den Darstellungen der geflügelten Maat, der Göttin der Gerechtigkeit, des Osiris, des Gotts des Jenseits, der Wiedergeburt und der Toten, des Schreibergotts Thot als Ibis, der Horussöhne – dies sind die Schutzgötter der Eingeweidekrüge –, schützender Schlangen und des Toten- und Schakalgotts Upuaut (Wepwawet). Namensnennungen oder Angaben zur gesellschaftlichen Stellung gibt es nicht.

Etwa 400 Meter nördlich befindet sich das Gräberfeld von Qārat Qaṣr Salīm (28° 21' 5" N 28° 52' 20" O), das etwa zur Zeit des Königs Amasis in der ägyptischen Spätzeit (26. Dynastie) angelegt wurde. Die Gräber wurden unterschiedlich aufwändig angelegt. Zwei Schachtgräber ragen aber aufgrund ihrer Ausmalung heraus: das Grab des Baennentiu und das seines Vaters Djed-Amūn-ef-‘anch.

Das Grab des Baennentiu besteht aus zwei hintereinander liegenden Hallen, an deren Wände hauptsächlich mythologische Themen wie die Nachtfahrt der Sonnenbarke, die Fahrt des Mondes und die Gerichtsszene für den Verstorbenen dargestellt sind. Das benachbarte Grab des Djed-Amūn-ef-‘anch besteht nur aus einer etwa runden Halle und besitzt zwei gedrungene Lotossäulen. An den Wänden sind hauptsächlich Gabenträger, Klagende, die Horussöhne und der Grabherr mit seiner Familie dargestellt.

Etwa drei Kilometer westlich befinden sich die Kapellen von 'Ain el-Muftillā (28° 21' 25" N 28° 50' 48" O), die ebenfalls in die Zeit des Amasis datieren. Wie in Tempeln üblich finden sich hier hauptsächlich Szenen, in denen der König Amasis an Götter opfert. Die Kapellen wurden vom Gouverneur Djed-chons-ef-anch angelegt, der sich hier auch selbst verewigt hat.

Nach etwa vier Kilometern erreicht man den sog. Tempel Alexanders des Großen (28° 20' 31" N 28° 49' 19" O) südlich des Weilers 'Ain et-Tibnīya. Es ist der einzige Tempel, den der Herrscher auf ägyptischen Territorium hat errichten lassen, und ist dem Gott Amun geweiht. Der Tempel ist umgeben von Priesterwohnungen und Gebäuden für die Aufbewahrung des Tempelgeräts und besteht aus zwei hintereinander liegenden Kammern aus Sandstein. Nur die Rückwand der hinteren Kammer wurde dekoriert und zeigt zweimal Alexander vor einem Opferaufbau und dem Gott Amun bzw. seiner Gefährtin, Mut.

Nach weiteren reichlich fünf Kilometern in südöstlicher Richtung gelangt man zum Qārat Ḥilwa (28° 20' 26" N 28° 51' 0" O) mit dem Grab des Gouverneurs der Nördlichen Oasen, Amenhotep genannt Huy, aus dem Neuen Reich vom Beginn der 19. altägyptischen Dynastie. Dieses Grab gehört zu den ältesten Zeugnissen in der Senke. Es ist schon ungewöhnlich, dass sich Verwaltungsbeamte aus dem Niltal in der Wüste vor Ort aufhalten und sich hier auch bestatten lassen. Das Grab besteht aus zwei hintereinander liegenden Hallen mit Grabnischen an den Seiten. An den Wänden sieht man die Darstellung des Grabherrn mit seiner Ehefrau und Szenen aus den Totenriten.

Vergoldete Mumienmaske im Museum
Gräber von Qārat Qaṣr Salīm
Opfernder Amasis in einer Kapelle von Ain el-Muftillā
Tempel Alexanders d. Gr.
Teil der Gerichtsszene im Grab des Baennentiu
Hintere Halle des Grabs des Amenhotep Huy

Aquädukt und Quelle 'Ain el-Hubaga[Bearbeiten]

'Ain el-Hubaga (28° 20' 52" N 28° 52' 17" O) ist als Quelle der Ausgangspunkt zu einem unterirdischer Aquädukt, der ursprünglich etwa 3 Kilometer lang war. Er beginnt südwestlich hinter dem Magazin mit der Mumienausstellung und führt nach Norden etwa bis in den Bereich des Gräberhügels Qarat Qasr Salim. Die Reinigungsschächte sind zum Teil noch auszumachen.

Zur Zeit Cailliauds am Anfang des 19. Jahrhunderts gab es etwa 10 derartige Systeme, Hoskins nennt um 1837 noch vier und Ball um 1900 noch je eins in Bawiti und Qasr und ein weiteres im Süden.

Moscheen und Scheichgräber in el-Bāwīṭī[Bearbeiten]

In el-Bāwīṭī gibt es drei recht wichtige Moscheen. Dies ist zum einen die recht schlichte Freitagsmoschee, die el-Fatḥ-Moschee (28° 20' 54" N 28° 51' 40" O, arabisch: مسجد الفتح, Masǧid al-Fatḥ, „Moschee der [islamischen] Eroberung“), westlich des Stadtzentrums an der Fernverkehrsstraße 10.

Im Osten der Stadt befindet sich die moderne el-Muṭāwiʿ-Moschee (28° 21' 3" N 28° 53' 22" O, arabisch: مسجد المطاوع, Masǧid al-Muṭāwiʿ). Die Moschee ist nach ihrem Kairoer Stifter benannt, der sie hier aus Dankbarkeit für die Gastfreundschaft der hiesigen Bewohner für eine Million ägyptische Pfund hat errichten lassen. Währen das Innere der Moschee unspektakulär ist, stellt die Außengestaltung mit Hausteinen schon eine architektonische Besonderheit dar.

el-Fatḥ-Moschee
el-Muṭāwiʿ-Moschee
Grab des el-Bāwīṭī
Quelle 'Ain el-Hubaga. Die Palme gibt es nicht mehr
el-Muṭāwiʿ-Moschee
Grab des el-Bāwīṭī

Die dritte Moschee ist die el-Bāwīṭī-Moschee, die sich direkt neben dem Grab des Gründers der Ansiedlung, Scheich Ḥasan Abī Yaʿqūb Yūsuf bin Yaḥi el-Bawīṭī, im Norden der Stadt befindet (28° 21' 10" N 28° 52' 4" O, arabisch: مسجد ومقام الشيخ حسن أبي يعقوب يوسف بن يحي البويطي, Masǧid wa-Maqām asch-Schaich Ḥasan Abī Yaʿqūb Yūsuf bin Yaḥī el-Bawīṭī, „Moschee und Grab des Scheichs Ḥasan Abī Yaʿqūb Yūsuf bin Yaḥi el-Bawīṭī“). Das Grab des Scheichs ist etwa quadratisch und besitzt eine mit Löchern versehenen Kuppel. Das Grab des Scheichs ist mit einem Metallgitter eingefasst.

Ein weiteres Scheichgrab ist das des Scheichs Yūsuf (28° 21' 3" N 28° 51' 49" O, arabisch: مقام الشيخ يوسف, Maqām asch-Schaich Yūsuf).

El-Qaṣr[Bearbeiten]

Bei Wanderungen durch el-Qaṣr lassen sich weitere Denkmäler entdecken: in der Altstadt befinden sich die Libysche Moschee ist Südosten, mehrere Scheichgräber, die Quelle 'Ain el-Bischmu, der Römische Triumphbogen und der Tempel des Bes. El-Qaṣr ist in einem eigenständigen Artikel beschrieben.

'Ain el-Bischmu
Alte Gasse in el-Qaṣr
Libysche Moschee

Weitere archäologische Stätten[Bearbeiten]

Westlich von Qārat Qaṣr Salīm befinden sich die Gräber von Qārat esch-Scheich Sūbī (28° 21' 8" N 28° 52' 11" O), dies sind das Grab des Pede‘astarte, das Grab des Thaty, das Grab der Ta-Nefert-Bastet, das Grab des Djed-Chonsu-ef-‘Anch und das Grab der N‘as. Ein Teil der Gräber wurde bereits 1908 entdeckt und 1938/1939 durch Ahmed Fakhry (1905–1973) untersucht. In der Folgezeit ist das Areal überbaut worden, und die Gräber sind in Vergessenheit geraten. Erst 1999 sind sie wiederentdeckt worden, und es wurden Reinigungs- und Forschungsarbeiten ausgeführt. Das Gelände ist eingezäunt und (noch) nicht für Besucher zugänglich.

Im Nordwesten des Friedhofs von el-Bāwīṭī befinden sich die Ibis-Galerien (28° 20' 47" N 28° 51' 54" O), die fälschlich dem Hügel Qārat el-Farārgī zugewiesen wurden. Die Galerien wurden im Sommer 1942 entdeckt und fünf Wochen lang gereinigt, dabei wurden Bronzestatuetten, Goldornamente, Ketten, Amulette und Tausende Ibis-Mumien gefunden. Heutzutage lässt sich die Stätte kaum besuchen. Seit 2008 ist sie eingezäunt, aber auch in der Zeit davor war der Eingang mit einem alten LKW-Fahrerhaus blockiert. Einst führte eine Treppe zum rechteckigen Hof, dessen Wände mit Halbsäulen geschmückt sind. Hinter einer Steinplatte vor der Nordwand befinden sich die Darstellungen des Gottes Bes und eines Ibisses. Es lässt sich nicht sagen, ob die 1942 vorgefundene Dekoration der Pfosten des Eingangs zum unterirdischen Teil noch vorhanden ist. Auf den Pfosten waren oben der König und Imhotep, darunter Amun-Re vor Mut bzw. Hathor vor Chons und im unteren Register (Bildstreifen) Horus bzw. Thot dargestellt. Hinter dem Eingang zweigen zwei Galerien mit Seitennischen ab. Wer zu dieser Stätte gelangen will, nenne in keinem Fall als Ziel Qārat el-Farārgī, denn dann bringt man ihn nach el-Qaṣr, wo sich der Hügel wirklich befindet!

Qārat esch-Scheich Sūbī
Hof der Ibis-Galerien, Blick nach Norden
Herkules-Tempel, Blick nach Süden
Hof der Ibis-Galerien, Blick nach westen
Herkules-Tempel, Blick nach Norden

Der Tempel des Herkules (28° 20' 22" N 28° 52' 0" O), etwa ein Kilometer südlich des Alpenblick-Hotels, stammt aus der Zeit des Kaisers Octavian Augustus (21 v. Chr.). Er wurde 1996 vom Inspektor Faragallah Abdeen entdeckt, 1997 freigelegt und 1999 nochmals untersucht. Die Datierung und Zuordnung zum Gott Herakles, der dem altägyptischen Gott Chons gleichgesetzt wurde, erfolgte aufgrund der hier vorgefundenen Votivstelen. Die Zerstörung des Tempels erfolgte wohl in christlicher Zeit. Dass es einen Herkules-Tempel geben könnte, war bereits seit 1956 durch Ahmed Fakhry[4] bzw. 1974 durch Guy Wagner aufgrund von Steinblockfunden in el-Qaṣr bekannt.[5]

Der Tempel wurde aus Lehmziegeln, die mit Kalkmörtel verputzt wurden, auf einem Kalksteinfundament errichtet. Der Eingang des Tempels befindet sich im Süden und führte zu einer großen Halle, an die sich drei Kapellen anschließen. In der Nähe des Tempels befanden sich zwei weitere Gebäude. Es gab nur spärlichste Dekorationsreste eines vor Göttern opfernden Königs (nur dessen Füße). Zu den Funden zählten u.a. 27 griechisch beschriftete Stelen, eine Sandsteinstatue eines Löwen, eine Statue des Schreibergottes Thot in Gestalt eines Pavians, eine Statuette der kuhköpfigen Göttin Hathor sowie eine 30 cm große Statue des Namen gebenden Gottes Herkules. Die Funde sind leider nirgends ausgestellt. Bitte stimmen Sie einen möglichen Besuch mit der Antikenverwaltung ab!

Landschaften[Bearbeiten]

Englischer Beobachtungsposten

Ausgehend vom International Hot Spring Hotel oder Oasis Panorama Hotel kann man eine ausgiebige Wanderung auf den Black Mountain (28° 21' 41" N 28° 53' 33" O, auch Schwarzer Berg, Gebel Mayisra oder Gebel el-Ingliz), einem Tafelberg aus dunklem Dolerit und Basalt, unternehmen. Etwa zwischen beiden Hotels beginnt eine Piste nach Nordosten, für die man etwa eine Dreiviertelstunde Fußmarsch einplanen muss. Auf dem Gipfel befindet sich ein ehemaliger Beobachtungsposten der Engländer aus dem Ersten Weltkrieg (28° 21' 26" N 28° 54' 9" O). Der Posten selbst ist sehr zerfallen, jedoch beeindruckt der Ausblick auf die Landschaft ringsum, die Oase mit ihren Palmenhainen auf der einen und dem Pyramidenberg (Gebel Dist) auf der anderen Seite. Das Gebäude (arabisch: بيت الإنجليز, Bait al-Inǧlīz) wurde aus Hausteinen errichtet und besaß drei Zimmer und ein Bad. Von hier aus beobachtete Captain Claud H. Williams (um 1876– ?) die Bewegungen der Sanūsī-Truppen. Captain Claud H. Williams war in Zeit von 1916 bis 1919 auch Mitglied der britischen Light Car Patrols, die auch die Wüste kartographierten.[6]

Galerien[Bearbeiten]

  • 1 Oasis Heritage Museum, Camel Camp, el-Bawiti (2 Kilometer östlich von el-Bawiti), Tel.: +20 (0)2 3847 3666, Mobil: +20 (0)122 710 7965. (28° 20' 46" N 28° 54' 2" O). Der 1971 geborene Künstler Mahmud Eed (arabisch: محمود عيد, Maḥmūd ʿĪd) hat sich seine Fertigkeiten autodidaktisch selbst beigebracht und fertigt Statuen aus Lehm und Ton sowie Szenen aus dem Oasenleben, z.T. nach realen Vorbildern, und Bilder aus farbigen Sand. Höhepunkt seiner Karriere war eine Ausstellung 2001 in el-Maadi. Der Eintritt der Ausstellung am Camel Camp ist frei. Einige Kleinstatuen und Flechtarbeiten können käuflich erworben werden.
Camel Camp
Fassade des Oasis Heritage Museums
Sandgemälde
Figurengruppe aus Ton
Auswahl an Kleinplastiken
Lehmskulptur einer Frau
  • 2 Old Oasis Heritage Exhibition, el-Bawiti. (28° 20' 56" N 28° 52' 52" O). In der Galerie sind ebenfalls Lehmskulpturen zu sehen, sie hat sicher aber schon bessere Zeiten erlebt.
Fassade der Old Oasis Heritage Exhibition
Skulptur in einem ausgehöhlten Palmenstamm
Eingang zur Naglaa Exhibition
Skulptur einer Frau
Im Inneren der Ausstellung
  • Naglaa Mohammed Sinusi und ihr Mann Scharif betreiben die 3 Naglaa Exhibition for Fine Arts (معرض الفنانة نجلاء, Maʿriḍ al-Fanāna Naǧlāʾ), Tel.: +20 (0)2 3847 3610, Mobil: +20 (0)122 429 5299, E-Mail: naglaa_artist@yahoo.com. (28° 21' 9" N 28° 51' 57" O). Die Galerie befindet sich nördlich des Popular Restaurants in Richtung von 'Ain el-Bischmu. Naglaa Mohammed Sinusi malt seit dem Kindesalter, die Galerie betreibt sie seit 1996. Ihre Werke wurden in Ausstellungen in Kairo (Sheraton Hotel, Cairo Gallery, Gumhuriya-Theater) gezeigt.

Aktivitäten[Bearbeiten]

El-Bāwīṭī ist ein guter Ausgangspunkt, um Wanderungen und Safaris in die Umgebung und in die Westliche Wüste zu unternehmen. In den wichtigsten Hotels und Camps (Old Oasis Hotel, Desert Safari Home, Nature Camp, International Hot Spring Hotel, Oasis Panorama Hotel, Beshmo Lodge, Western Desert Hotel) kann man sich die nötige Unterstützung holen. (Siehe auch die Informationen unter Klarkommen).

Beliebt sind Exkursionen in die Schwarze Wüste und in den Nordosten der Senke el-Baḥrīya.

Einkaufen[Bearbeiten]

Verkaufsladen des Girls Workshop

Viele Hotels bieten Erzeugnisse örtlicher Handwerksbetriebe an.

Souvenirs[Bearbeiten]

  • Ein Buch- und Souvenirgeschäft gibt es gegenüber dem Popular Restaurant.

Traditionelles Handwerk[Bearbeiten]

  • 1 Girls Workhouse Shop, Tel.: +20 (0)2 3847 1485. (28° 20' 56" N 28° 52' 2" O). Im Geschäft werden heimische Handwerkserzeugnisse verkauft, die von Frauen produziert werden. Das Geschäft befindet sich in der Nähe der Feuerwehr und hat täglich außer freitags von 10:00 bis 13:00 Uhr geöffnet.

Kunsthandwerk[Bearbeiten]

In den oben genannten Galerien lassen sich einzelne Stücke auch käuflich erwerben.

Küche[Bearbeiten]

Restaurants[Bearbeiten]

  • 1 Popular Restaurant. (28° 21' 1" N 28° 52' 5" O). Das Restaurant im Stadtzentrum ist nicht nur populär, es heißt auch so. Das Restaurant ist von 5:30 bis 23:00 Uhr geöffnet.
  • Rashed Restaurant (كافيتريا أولاد راشد, Kafeteria Aulād Rāschid) (am östlichen Stadteingang neben der Misr-Petrol-Tankstelle im Osten der Stadt)
  • 3 El-Chef Restaurant & Take away (Nordseite der Fernverkehrsstraße im Osten der Stadt), Mobil: +20 (0)106 140 5083. (28° 20' 56" N 28° 53' 0" O).
  • 4 Oasis Restaurant. (28° 21' 0" N 28° 51' 51" O).

Cafés[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Ein Nachtleben gibt es nicht. Es gibt einheimische Musiker, die zu Festen wie Hochzeiten aufspielen. Gelegentlich treten sie auch in den Hotels auf.

Unterkunft[Bearbeiten]

Einfach[Bearbeiten]

Alpenblick in der Westlichen Wüste
Alpenblick-Hotel
Der Schweizer René Michaud (1929–1986), einer der Pioniere des Tourismus in el-Baḥrīya, kam 1981 in die Wüste. Er ließ in el-Bāwīṭī das erste Hotel errichten. Die umliegenden Berge müssen ihn an die heimischen Alpen erinnert haben, so dass er sein Hotel „Alpenblick“ nannte. Er starb hier 1986 und wurde in der Schwarzen Wüste bestattet. Sein Hotel hat überdauert und gehört nach wechselvoller Zeit nun wieder zu den wichtigen Hotels der Stadt.
  • 1 El-Beschmo Lodge, el-Bawiti, 'Ain el-Bischmu, Tel.: +20 (0)2 3847 3500, Mobil: +20 (0)122 174 0800, Fax: +20 (0)2 3847 3500, E-Mail: elbeshmo@hotmail.com. (28° 21' 13" N 28° 51' 50" O). Hotel mit Swimmingpool, Restaurant (früh, Mittag, Abend) und 25 Zimmern (Einzel, Doppel, Dreibett) mit Ventilator, Dusche und Bad. Einige Zimmer mit Klimaanlage. Preise, jeweils Übernachtung und Frühstück: Einzel LE 95, Doppel LE 130, Dreibett LE 150 (Stand 3/2008).
  • 2 New Oasis Hotel and Safari, el-Bawiti, 'Ain el-Bischmu, Tel.: +20 (0)2 3847 3030, Mobil: +20 (0)122 104 4606, (0)122 439 3093, (0)128 125 0265, Fax: +20 (0)2 3847 3030, 3847 3909, E-Mail: max_rfs@hotmail.com. (28° 21' 14" N 28° 51' 48" O). Das sehr einfache Hotel mit Restaurant (früh, Mittag, Abend) und elf Zimmern (acht Doppel, drei Dreibett) mit Ventilator oder Klimaanlage, kein TV, kein Kühlschrank. Preise, jeweils Doppelzimmer, Übernachtung/Frühstück: LE 90 (Ventilator), LE 150 (Klimaanlage) (Stand 3/2008). Swimmingpool in Vorbereitung.
  • 3 Old Oasis Hotel and Safari, el-Bawiti, 'Ain el-Bischmu, Tel.: +20 (0)2 3847 3028, 3847 3040, 3847 2177, Mobil: +20 (0)122 232 4525, Fax: +20 (0)2 3847 1855, E-Mail: saleh_ab@hotmail.com. (28° 21' 13" N 28° 51' 53" O). Hotel mit Garten, Swimmingpool, Restaurant (früh, Mittag, Abend) und 36 Zimmern (Einzel, Doppel, Dreibett) mit unterschiedlicher Ausstattung, teilweise mit Klimaanlage, teilweise mit TV, Kühlschrank und Telefon. Preise, jeweils Doppelzimmer, Übernachtung und Frühstück: einfache Zimmer LE 140, Zimmer mit Klimaanlage LE 180, Zimmer mit Klimaanlage, Ventilator, TV und Telefon $ 50 (Stand 3/2008). Kreditkarten werden nicht akzeptiert. Höherpreisige Zimmer mit Kuppeldecke. Rezeption ist tagsüber nicht besetzt. Internet im Zimmer der Verwaltung. Safaris werden veranstaltet.
  • 4 Alpenblick Hotel Oasis, el-Bawiti (Stadtzentrum (Egypt Telecom)), Tel.: +20 (0)2 3847 2184, E-Mail: info@alpenblick-hotel-oasis.com. (28° 20' 53" N 28° 51' 58" O). Es ist das älteste Hotel vor Ort, aber nicht nicht mehr das einzige in Zentrum. Es wurde 2007 umgebaut und erweitert, es ist nun ein Ein-Stern-Hotel. Es hat 23 Einzel- und Doppelzimmer, die nun mit eigenem Bad mit Dusche ausgestattet sind. Einige Zimmer verfügen über eine Klimaanlage und TV, alle anderen über einen Ventilator. Die Preise pro Zimmer einschließlich Frühstück betragen 22 € (Doppelzimmer mit Klimaanlage), 16 € (Doppelzimmer mit Ventilator) bzw. 13 € (Einzelzimmer mit Klimaanlage) (Stand Oktober 2007). Der Innenhof ist überdacht und verfügt über einen kleinen Garten.
  • 5 Desert Safari Home, Tel.: +20 (0)2 3847 1321, Mobil: +20 (0)122 731 3908, (0)122 117 9528, E-Mail: khozamteego33@hotmail.com. (28° 20' 59" N 28° 53' 22" O). Das Hotel befindet sich im Osten der Stadt el-Bawiti in der Nähe der el-Mutawiʿ-Moschee und besteht seit 2003. Das Hotel verfügt über 12 Zimmer mit und 13 Zimmer ohne Klimaanlage, alle Zimmer verfügen über Bad mit Dusche und WC, besitzen aber weder TV noch Telefon. Zudem verfügt das Hotel über zwei Schlafsäle. Die Preise für ein Doppelzimmer mit großem Doppelbett ohne Klimaanlage beträgt LE 50, das Doppelzimmer mit zwei Einzelbetten kostet LE 75, und das Doppelzimmer mit Klimaanlage LE 100 (alle Preise Übernachtung und Frühstück, Stand 3/2008). Die Übernachtung in den Schlafsälen kostet LE 20 pro Person einschließlich Frühstück. Das hiesige Restaurant bietet neben Frühstück auch Mittag und Abendbrot, Bier wird ebenfalls angeboten. Das Hotel veranstaltet zudem Safari-Touren. Der Hoteleigentümer ist Badry Khozam. Ganzjährig geöffnet.

Mittel[Bearbeiten]

Nachfolgende Hotels sind bis auf das International Hot Spring Hotel zwar unklassifiziert, entsprechen aber (ägyptischem) 3-Sterne-Standard:

  • 6 Bedouin Castle Hotel & Safari, Ain Muftella St., Tel.: +20 (0)2 3847 0196, Mobil: +20 (0)100 404 6240 (englisch), (0)122 443 4627 (arabisch), (0)122 549 0935 (Manager), Fax: +20 (0)2 3847 0196, E-Mail: contact@bedouincastle.com/. (28° 21' 24" N 28° 50' 59" O). Hotel im Westen der Stadt mit 25 Zimmern (2012 20 Zimmer fertig) mit Balkon, Bad, Klimaanlage, Telefon und Fernseher, Restaurant auf dem Dach, Beduinenzelt, Lounge und Bar im Untergeschoss. In vier Zimmern großes Bett, in den restlichen zwei Einzelbetten. Freies Wi-Fi. Preise Einzelzimmer LE 180, Doppelzimmer LE 340, Dreibettzimmer LE 440 Übernachtung und Halbpension (Stand 9/2012).
  • 7 International Hot Spring Hotel, Tel.: +20 (0)2 3847 3014, Mobil: +20 (0)122 321 2179, Satellitentelefon (0)122 736 9493, Fax: +20 (0)2 3847 2322, E-Mail: whitedesert@link.net. (28° 21' 18" N 28° 53' 0" O). Das 2-Sterne-Hotel im Nordosten von el-Bawiti steht unter deutsch-japanischer Leitung. Zimmer gibt es sowohl im Haupthaus als auch in Bungalows. Zum Hotel gehören ein Kinderspielplatz und ein Swimming-Pool, der aus einer heißen Quelle gespeist wird. Die Zimmer sind mit Bad, TV, Telefon, Kühlschrank, Klimaanlage und Heizer ausgestattet. Die Preise inklusive Halbpension betragen für eine Einzelperson 45 € und für das Doppelzimmer 35 € pro Person (Stand 2/2006). Auf Wunsch werden die Gäste kostenlos von der Bushaltestelle abgeholt. Der (nicht kostenlose) Transfer im Kleinbus von z.B. Kairo nach Bahariya und zurück ist ebenfalls möglich. Zum Hotel gehört ein Beduinenzelt für bis zu 80 Personen und eine Bar (Peter’s Bar). Gelegentlich werden im Hotel Partys mit einheimischen Musikern angeboten. Das Hotel ist auch Veranstalter von Jeep-Safaris. Die Hoteleigentümer sprechen Englisch, Deutsch und Japanisch. Freies Wi-Fi. Ganzjährig geöffnet.
  • 8 Oasis Panorama Hotel, Tel.: +20 (0)2 3847 3354, 3847 3182, Fax: +20 (0)2 3847 3896. (28° 21' 7" N 28° 53' 33" O). Das 1-Stern-Hotel im Osten der Stadt verfügt über 32 Zimmer (davon acht Dreibettzimmer; ab 2007 72 Zimmer) mit Bad, Fernseher, Kühlschrank, Telefon und Klimaanlage. Der Preis inklusive Halbpension beträgt LE 125 für eine Einzelperson, LE 180 für zwei Personen (Stand 2/2006). Ein Mittagessen kann man für LE 25 erhalten. Freier Internetzugang ist im Zimmer des Hotelleiters möglich. Hotel war im März 2014 nicht in Betrieb..
  • 9 Qasr el-Bawity, Tel.: +20 (0)2 3847 1880, 2754 7383, Mobil: +20 (0)122 258 2586, Fax: +20 (0)2 3847 1880, 2754 7383, E-Mail: info@qasrelbawity.com. (28° 21' 34" N 28° 52' 52" O). Das erst 2005 eröffnete Hotel liegt im Norden von el-Bawiti und ist in Bruchsteinarchitektur errichtet. Angeschlossen ist ein Garten mit Swimming-Pool. Das Hotel verfügt über 24 Zimmer und 3 Suiten mit Bad und Kühlschrank, ohne Telefon und ohne Klimaanlage (letztere soll bei dieser Form der Architektur nicht nötig sein). Die Preise inklusive Halbpension betragen für ein Einzelzimmer 40 $ und für ein Doppelzimmer 30 $ pro Person. Kein Alkohol.
  • 10 Sandrose Hotel (an der Ostseite der Fernverkehrsstraße nach el-Farāfra, knapper Kilometer vom Ortsausgang el-Bāwīṭī entfernt), Tel.: +20 (0)2 3984 0872, Mobil: +20 (0)122 161 6678, (0)122 482 6150, Fax: +20 (0)2 3984 0872. (28° 20' 11" N 28° 51' 7" O). Das Hotel wurde im Juli 2011 eröffnet. Es wurde in traditioneller Steinarchitektur errichtet und verfügt über einen Swimmingpool. Die Ein- bis Dreibettzimmer verfügen über Bad mit Dusche und Klimaanlage. WiFi vorhanden. Die Übernachtungspreise betragen 20–30 € bzw. 25–43 € für Einzel- bzw. Doppelzimmer in Abhängigkeit von der Art der Verpflegung. Nur saisonal genutzt.
  • 12 Western Desert Hotel, Tel.: +20 (0)2 3847 1600, 3847 1800, Mobil: +20 (0)122 433 6015, (0)122 301 2155, (0)122 815 3487, Fax: +20 (0)2 3847 2382, 3847 0580, E-Mail: info@westerndeserthotel.com. (28° 21' 2" N 28° 52' 4" O). Das im Stadtzentrum gelegene Hotel besteht seit 2003. Es verfügt über 22 Zimmer mit Bad, Fernseher, Telefon, Heizung und Ventilator. Auf dem Dach des Gebäudes befindet sich ein kleiner Garten mit einem Beduinenzelt. Die Preise inklusive Frühstück betragen zwischen 20 bis 70 €. Die Benutzung des Internet-Cafés kostet LE 10 pro Stunde. Die Lage im Stadtzentrum (nahe der Polizeistation) und die gute Ausstattung sorgt dafür, dass das Hotel anderen Hotels den Rang abläuft. Das Personal an der Rezeption besitzt nur geringe Englischkenntnisse. Safaris werden veranstaltet.
  • Die Desert Rose Eco Lodge befindet sich in Biʾr el-Maṭār und ist dort beschrieben.
  • 13 Deeb Safari Hotel and Camp, Mobil: +20 (0)122 121 9322, (0)122 463 7310. (28° 20' 57" N 28° 51' 46" O). Hotel mit 16 Zimmern, darunter sechs Suiten, und fünf Bungalows, Restaurant (früh, Mittag, Abend). Zimmer mit Bad, TV, Telefon, Klimaanlage (?). Internet frei. LE 100 pro Person für einfache Zimmer. Hotel ist möglicherweise noch nicht fertiggestellt.

Camps[Bearbeiten]

Eine Auswahl an Camps ist unter el-Bahriya gelistet.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Siehe hierzu die Anmerkungen unter Ägypten.

Wichtige Krankenhäuser[Bearbeiten]

Ärzte[Bearbeiten]

  • Dr. Mohamed Mabed, Tel. (02) 3847 2270.

Apotheken[Bearbeiten]

  • Apotheke, südlich des Platzes mit dem Brunnen, Tel.: (02) 3847 2128.
  • Apotheke, Hauptstraße, östlich des Popular Restaurants, Tel.: (02) 3847 3141.
  • Eine weitere Apotheke befindet sich südlich des Krankenhauses.

Klarkommen[Bearbeiten]

Touristik-Information[Bearbeiten]

Straßenszene in el-Bawiti

Es gibt eine Touristik-Information (28° 21' 0" N 28° 52' 3" O) im Stadtzentrum, und zwar an der Nordseite der Fernverkehrsstraße gegenüber der Polizei. Die Öffnungszeiten sind (offiziell) 09:00 bis 14:00 Uhr täglich außer freitags und samstags. Das Büro ist aber nicht immer besetzt; die beste Zeit ist etwa 10:00 bis 12:00 Uhr. Die Touristik-Information wird von Mohammed 'Abd el-Qader ((0)2 3847 3035 [Büro], (0)2 3847 3039, Mobil: (0)122 373 6567, Email: m.afandy2600@yahoo.com) geleitet.

Genehmigungen[Bearbeiten]

Gebiete, die abseits der Straßen liegen, werden durch das Militär bzw. seinen Geheimdienst kontrolliert. Reisen in diese Gebiete, z.B. auch die Fahrt entlang des Darb Sīwa, müssen genehmigt werden. Die Genehmigung ist kostenpflichtig und kostet etwa 10 $ pro Person. Es ist sinnvoll, sich bereits mehrere Wochen vor Reiseantritt mit eingetragenen Reiseveranstaltern, der Touristk-Information oder der Nichtregierungsorganisation Bahariya Oasis „Desert Lover“ (siehe unten) in Verbindung zu setzen, um genügend Zeit für den Genehmigungsprozess zu haben.

Exkursionen[Bearbeiten]

Von el-Bāwīṭī aus werden von den hiesigen Hotels unterschiedliche Exkursionen angeboten. Ihre Ziele sind die nördliche Teil von el-Bahriya, el-Haiz, die Schwarze und die Weiße Wüste, Siwa und andere. Die Hoteliers kennen ihre Fahrer und werden geeignete Fahrer aussuchen.

Viele Unternehmen sind durchaus in der Lage, ihre Exkursionen den Wünschen der Gäste anzupassen. Der Zeitraum für Touren kann zwischen einem Tag und einigen Wochen liegen. Der Transport erfolgt meist mit geländegängigen Allrad-Fahrzeugen, aber auch Kamel- und Wandertouren werden angeboten. Die Übernachtung in der Wüste erfolgt immer in Zelten. Die Führer sprechen im Regelfall nur Englisch. Die Kosten für Touren mit geländegängigen Fahrzeugen liegen bei etwa 120 Euro pro Tag und Person, bei längeren Touren liegt die Mindestteilnehmerzahl in der Regel bei 4 Personen.

Als gewisses Qualitätsmerkmal kann die Mitgliedschaft der hier ansässigen Veranstalter in der 2006 gegründeten Nichtregierungsorganisation „Desert Lover“, Bahariya Oasis (Desert Lover auf Facebook, Tel.: +20 (0)2 3847 3439, mobil: +20 (0)114 198 5905, Fax: +20 (0)2 3847 1320, Email: BahariyaOasisNGO@yahoo.de) angesehen werden, in der etwa 200 Hoteliers, Veranstalter und Fahrer organisiert sind. Der Vorsitzende Ashraf Lotfi vom Nature Camp, mobil: (0)122 165 3037. Die Organisation besitzt auch eine Lizenz als Reiseveranstalter, von der ihre Mitglieder Nutzen ziehen können. Die Organisation hilft auch bei der Beschaffung von Genehmigungen wie z.B. für die Fahrt entlang des Darb Sīwa.

Ortsansässige Veranstalter[Bearbeiten]

Die nachfolgende Liste ist alphabetisch sortiert.

  • Ahmed Safari Camp & Hotel (Ezz Ahmed), ʿAin et-Tibnīya, Mobil: +20 (0)100 117 9521. Besitzt eine Lizenz als Reiseveranstalter. Umfangreiche Expeditionsausstattung.
  • Bahariya Expedition (Hamada Hamedtay, Mohammed Marzouk), Tel.: (0)2 3847 1747, Mobil: (0)122 731 9512.
  • Desert Ship Safari (Yahia Qandīl & Christine Leber), el-Aguz, Tel.: +20 (0)2 3849 6754, Mobil: +20 (0)122 321 6790, (0)128 899 2500.
  • Eden Garden Tours, Tel.: +20 (0)2 3847 3727, Mobil: +20 (0)122 731 1876. Im Wesentlichen Campbetreiber.
  • Khalifa Expedition (Khaled und Rose-Marie Khalifa), Tel.: +20 (0)122 321 5445, (0)122 887 7771, Mobil: +20 (0)122 321 5445, (0)122 887 7771, Fax: +20 (0)2 3847 3260, E-Mail: info@khalifaexpedition.com. Sehr gut, deutsch und englisch, Touren, kein Hotel.
  • Old Oasis Safari (Old Oasis Hotel), Tel.: +20 (0)2 3847 3038, Mobil: +20 (0)122 232 4425.
  • Western Desert Safari (Western Desert Hotel), Tel.: +20 (0)2 3847 1800, Mobil: +20 (0)122 433 6015. Wenig Erfahrungen.
  • Western Desert Tours, Mobil: +20 (0)122 716 0782, E-Mail: info@westerndeserttours.com. Western Desert Tours wurde im Jahr 2000 von lokalen Führern gegründet und organisiert 4x4-, Kamel- oder Wandertouren.
  • White Desert Tours (International Hot Spring Hotel), Tel.: +20 (0)2 3847 3014, Mobil: +20 (0)122 321 2179; (0)122 736 9493 (Peter Wirth, deutsch, englisch); (0)122 350 8990 (Mrs. Miharu Shimazaki, japanisch), E-Mail: info1@whitedeserttours.com. Unternehmen mit fünf (eigenen) Fahrzeuge und 15 Fahrer besteht seit 1998, besitzt eine Lizenz als Reiseveranstalter. Organisiert werden auch Motorradtouren.

Private Anbieter[Bearbeiten]

Neben den Angeboten der Hotels gibt es auch private Fahrer und Organisatoren, die ihre Dienste anbieten. Leider ist es nicht einfach, die Spreu vom Weizen zu trennen. Selbst Fahrten in die Weiße Wüste sind alles andere als trivial, und man kann sich verfahren. Andererseits haben alle heutigen Fahrer im Dienste der Hotels auch als Freiberufler angefangen. Nachfolgend finden Sie eine Aufzählung verlässlicher Anbieter:

  • Mohammed Abd el-Qādir, mobil: (0)100 373 6567.
  • Lotfi Abd el-Sayed Seed, Beshmo Lodge, mobil: (0)122 174 0800.
  • Ezz Ahmed, Ahmed Safari Camp, mobil: (0)100 117 9521.
  • Aiman 'Aiadei, Tel.: (0)2 3847 2232, mobil: (0)122 488 5950, Email: aimanaiadei@hotmail.com. Freiberufler.
  • Ashraf Lotfi, Nature Camp, mobil: (0)122 165 3037.
  • Amir Mahmoud, mobil: (0)100 501 4595.
  • Yehiya Qandīl, Desert Ship Safari, mobil: (0)122 321 6790, (0)128 899 2500.

Banken[Bearbeiten]

Die Nationalbank für Entwicklung (National Bank for Development, 28° 21' 1" N 28° 52' 0" O) ist täglich außer freitags und sonnabends in der Zeit von 08:30 bis 14:00 Uhr geöffnet. Geldwechsel ist nur in bar möglich, Geldautomaten gibt es nicht. Die Bank befindet sich nördlich des Postamtes im Stadtzentrum, eine Querstraße östlich von der Touristik-Information entfernt.

Antikenbehörde[Bearbeiten]

Die Antikenbehörde befindet sich westlich des als Museum benutzten Magazins der Behörde. Leiter der Behörde ist Khaled Shimi (zuständiger Direktor in Kairo ist Mahmoud Afifi). Der Inspektor für koptische und islamische Altertümer ist Faragallah Abdeen.

Polizei[Bearbeiten]

Die Polizeidienststelle befindet sich im Stadtzentrum schräg gegenüber der Touristik-Information östlich des Springbrunnens. Die Touristenpolizei (Tel. (0)2 3847 3900) befindet sich am östlichen Stadteingang gegenüber der Esso-Tankstelle.

Tankstellen[Bearbeiten]

Die Stadt verfügt über drei Tankstellen. Zwei davon befinden sich am östlichen Stadteingang unmittelbar an der Südseite der Fernverkehrsstraße 10, nämlich die Esso-Tankstelle (die östlichere von beiden, 28° 20' 55" N 28° 53' 0" O) und die Misr Petrol-Tankstelle (28° 20' 55" N 28° 52' 38" O). Die dritte, die Coop-Tankstelle, befindet sich im Südosten der Stadt in der Nähe des Krankenhauses (28° 20' 45" N 28° 52' 24" O).

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Telefonieren[Bearbeiten]

Die Vorwahl für Bāwīṭī ist in Ägypten 02 bzw. von Deutschland aus 00202. Die Telefonnummern sind seit 1. Juli 2007 achtstellig, weil el-Bāwīṭī lange Zeit zum Gouvernement Giza gehörte. Alle Telefonnummern beginnen jetzt mit 3847, d.h., den alten siebenstelligen Nummern ist eine 3 voranzustellen. Mobiltelefonnummern sind hiervon nicht betroffen.

Das neue Telefonamt (28° 20' 54" N 28° 51' 56" O) befindet sich westlich des Alpenblick-Hotels. Es ist von 8 bis 23 Uhr geöffnet.

Postamt[Bearbeiten]

Das Postamt (28° 21' 1" N 28° 52' 0" O) ist täglich außer freitags von 08:00 bis 14:00 Uhr geöffnet. Das Amt befindet sich im Stadtzentrum unmittelbar neben der Nationalbank für Entwicklung.

Internet[Bearbeiten]

  • M&N, el-Bawiti (Zentrum, gegenüber Polizeistation), Tel.: +20 (0)2 3847 2224, Mobil: +20 (0)122 579 7024, E-Mail: noran_met@hotmail.com. Geöffnet von 08:30 bis 22:00 Uhr. Zwei Computer und Kopierer.

Ausflüge[Bearbeiten]

El-Bāwīṭī ist ein guter Ausgangspunkt, um Wanderungen und Safaris in die Umgebung und in die Westliche Wüste zu unternehmen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Literatur zur Senke el-Baḥrīya als Ganzes finden man dort.
  • Tempel des Herakles
    • Grimal, Nicolas: Travaux de l’Institut français d'archéologie orientale en 1997-1998. In: Bulletin de l’Institut français d’archéologie orientale (BIFAO), Bd. 98 (1998), S. 497–608, insbesondere S. 552.
    • Hawass, Zahi: Das Tal der Goldenen Mumien : die neueste und großartigste archäologische Entdeckung unserer Tage. Bern; München; Wien : Scherz, 2000, ISBN 978-3502153009, S. 174–181.
  • Ibis-Galerien
    • Fakhry, Ahmed: Baḥria Oasis, vol. II. Cairo : Government Press, 1950, S. 25–39, Abb. 10 [Plan], 11–28, Tafeln XII–XXIII.
    • Fakhry, Ahmed: The oases of Egypt. Vol. II: Bahrīyah and Farafra Oases. Cairo : The American Univ. in Cairo Pr., 1974, ISBN 978-9774247323, S. 91–98, Abb. 34–37 (englisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ascherson, Paul : Bemerkungen zur Karte meiner Reise nach der Kleinen Oase in der Libyschen Wüste, in: Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, Band 20 (1885), S. 110–160, insbesondere S. 140, 150.
  2. Fakhry, Ahmed: Die Kapelle aus der Zeit des Apries in der Oase Bahria, in: Archiv für ägyptische Archäologie, Bd. 1 (1938), S. 97–100, Tafel IX.
  3. 3,0 3,1 Bliss, Frank : Oasenleben : die ägyptischen Oasen Bahriya und Farafra in Vergangenheit und Gegenwart. Bonn, 2006, S. 50.
  4. Wagner, Guy: Inscriptions grecques des oasis de Dakhleh et Baharieh découvertes par le Dr. Ahmed Fakhry, Bulletin de l’Institut français d’archéologie orientale, Band 73 (1973), S. 177–192.
  5. Wagner, Guy: Le temple d’Herakles Kallinikos et d’Ammon à Psôbthis-el Qasr, métropole de la petite oasis (Notes de voyage à l’oasis de Baharieh, 18–25 janvier 1974), Bulletin de l’Institut français d’archéologie orientale, Band 74 (1974), S. 23–27.
  6. Harold, Jim : Deserts, Cars, Maps and Names, in: eSharp, Ausgabe 4, Sommer 2005.
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