Bartenstein
Bartenstein ist eine ehemalige hohenlohische Barockresidenz in Baden-Württemberg und Teil der Stadt Schrozberg.
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Bartenstein
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| Kurzdaten | |
| Bundesland: | Baden Württemberg |
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| Einwohner: | ca. 370 (Stand: 2010) |
| Höhe: | 433m ü.NN m |
| Tourist-Information: | www.ort-bartenstein.de/Tourismus.html |
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Lage
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Inhaltsverzeichnis |
Hintergrund [Bearbeiten]
Bartenstein ist ein Teilort von Schrozberg. Bis zum Jahr 1972 hatte die ehemalige hohenlohische Residenzstadt Stadtrechte, die sie zum 01.01.1973 im Rahmen der Gemeindereform an Schrozberg abgeben musste. Der alte Stadtkern mit den beiden verbliebenen Stadttoren hat weitgehend seinen barocken Charakter erhalten und wurde daher unter Gesamtanlagenschutz gestellt.
Ursprung ist eine staufische Burg der Ritter von Bartenstein, die 1234 erstmals urkundlich erwähnt werden. Bis etwa 1450 wechselten die Besitzer der Burg mehrmals. Dann übernahmen die Grafen von Hohenlohe den Besitz mit den zugehörigen umliegenden Ortschaften, Mühlen und Wäldern. Die Verwaltung lag in Händen eines hohenlohischen Burgvogts. Im Bauernkrieg und 30- jährigen Krieg wurde das Schloss zerstört.
Der Umbau erfolgte ab 1688, nachdem Bartenstein die Residenz der Grafen später Fürsten von Hohenlohe Bartenstein wurde. Die Stadtanlage entstand zwischen 1720 und 1780 und ist anders als die übrigen hohenlohischen Residenzen eine geplante barocke Kleinresidenz. Bartenstein war im 18. Jahrhundert eine Beamten und Handwerkerstadt mit bis zu 1000 Einwohnern und einem Hofstaat mit ca. 100 Bediensteten. Die heutige Ansicht von Schloss und Stadtanlage mit traufständigen Häusern entspricht weitgehend der damaligen Bausituation. Im 19. Jahrhundert wurden die Sichtachsen zwischen den Häusern teilweise geschlossen, um so mehr Raum zu gewinnen.
Nach über 200 Jahren Eigenständigkeit musste Bartenstein 1972 die Stadtrechte an Schrozberg abtreten. Nur wenige Gewerbetreibende sind geblieben. Einige professionelle Künstler haben hier ihr Zuhause gefunden. Das Örtchen ist ruhig und beschaulich, aber nicht langweilig geworden. Die barocke denkmalgeschützte Stadtanlage mit historischem Rundweg und traditionellen Veranstaltungen locken jährlich zahlreiche Besucher, Gruppen aus dem Umland und Urlauber hierher. Häufig hört man die Worte: "Ach wir wussten gar nicht, was für ein Kleinod hier versteckt ist". Das historische Ambiente ist regelmäßig Anlaufstelle für namhafte Oldtimerrallyes. Neben den vielen kleineren Aktivitäten im Ort sind zu nennen: der große Osterflohmarkt, das Brunnenfest im Sommer, der Tag des offenen Denkmals und im Winter die Theaterveranstaltung.
- Aus gegebenem Anlass wird auf folgendes hingewiesen:
Bartenstein ist ein ruhiges, beschauliches barockes Örtchen mit zahlreichen idyllischen Ecken, aber ohne großartige touristische Einrichtungen. Hier kann man entdecken und finden. Für Übernachtung und Einkehr außerhalb der Öffnungszeiten der einzigen Gaststätte im Ort muss auf die umliegenden größeren Ortschaften ausgewichen werden.
Anreise [Bearbeiten]
- Verkehrslandeplatz Niederstetten (10km)
- Flughafen Stuttgart (150km)
- Flughafen Nürnberg (90km)
- Flughafen Frankfurt am Main (170km)
Mit der Bahn [Bearbeiten]
Bahnhof Schrozberg: 8km entfernt
Schrozberg liegt an der Tauberbahn zwischen Bad Mergentheim nach Crailsheim, von dort aus ist Bartenstein mit dem Bus erreichbar
- Bahnhof Niederstetten: 7km entfernt
- Bahnhof Blaufelden: 10km entfernt
Auf der Straße [Bearbeiten]
Bartenstein ist zu erreichen von Osten aus Rothenburg ob der Tauber über die L1022 nach Schrozberg, von Süden kommend aus Blaufelden, von Norden kommend aus Bad Mergentheim beide Städte an der B290. Bartenstein liegt westlich der B290.
Naheliegende Bundesstraßen:
- B290: 1,5km entfernt
- B19: 17km entfernt
Naheliegende Autobahnen:
Mobilität [Bearbeiten]
- Parkplätze sind am Friedhof vor einer großen Hinweistafel, am Marktplatz und am Schlossplatz vorhanden. Der historische Stadtkern ist am besten zu Fuß besichtigen. Über zwei kurze Spazierwege kann Bartenstein am Südhang und an der Nordseite über den Klopfhof umrundet werden, Dauer 15 - 30 Minuten.
Durch den Ort führen mehrere ausschilderte Fahrradtouren und Fernwanderwege:
- der Main-Neckar-Rhein Fernwanderweg
- der Hohenloher Residenzweg (siehe hierzu Tourismusverband Liebliches Taubertal)
- der Tauber-Jagst Schmetterling
- der Fernradweg Paris-Prag
- der Kraichgau-Hohenlohe Radweg
- Inlinetouren sind auf den gut ausgebauten Radwegen entlang der B290, auf dem Kocher-Jagst Rundweg und dem Radweg "liebliches Taubertal" möglich und von Bartenstein aus in ca. 15 Minuten Autofahrt erreichbar
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
historische Altstadt [Bearbeiten]
Bartenstein ist eine von wenigen erhaltenen rein barocken Kleinresidenzen in Deutschland. Die Stadtanlage mit ihren schlichten Barockhäusern ist auf das Schloss ausgerichtet. Im historischen Stadtkern von Bartenstein, der als Gesamtanlage unter Denkmalschutz steht,sind zahlreiche Häuser aus dem 18. Jahrhundert, auch zwei Stadttore als Symbole der barocken Stadtanlage, noch erhalten. Am Schlossplatz stehen stattliche Gebäude, die mit dem Schloss eine Einheit bilden. Dort wohnten die höchsten Hofbeamten wie Hofmarschall und Mundschenk. Die vom Schloss aus in ostwärtige Richtung verlaufende Schlossstraße ist auf einer Seite vom Hofgarten begrenzt. Gegenüber stehen die stattlichen Hofbeamtenhäuser, die von Baudirektor Gallasini im Stil des schlichten klassischen französischen Barock erbaut wurden. Nach etwa 300 m knickt die Schlossstraße leicht ab, und das Hofbaumeisterhaus schließt den Blick vom Schloss aus in die Schlossstraße nach Osten hin ab. Der innere Stadtkern wird noch von zwei erhaltenen Stadttoren begrenzt, jenseits schließen sich einfachere heute noch z. T. einstöckige Handwerkerhäuser an. Bis 1800 präsentierte sich der Ort als „Stein gewordenes Abbild des barocken Hofstaates einer hohenlohischen Kleinresidenz. Bartenstein präsentiert sich als liebenswertes Städtchen mit idyllischen Winkeln. Hier ließ sich der Schriftsteller und Büchner-Preisträger Hermann Lenz bei seinen Besuchen inspirieren.
Ein eigens angelegter historischer Rundweg mit 30 Haustafeln erinnert an die glanzvolle Epoche des Residenzstädtchens und längst vergessene Schicksale der Bewohner. Der Weg verläuft vom Ortseingang die Schlossstraße entlang, durch Riedbach- und Gütbachtor, vorbei am Hofgarten, über den Schlossplatz bis in die Wäldlesgasse. Siehe hierzu auch die Skizze. Das Schloss befindet sich am westlichen Ende der Schlossstrasse. Die Länge des Rundweges beträgt etwa 1km.
Ein Naturlehrpfad in die nähere Umgebung des Ortes schließt sich südlich des Schlossplatzes an der Schlossstaffel an.
Schloss mit Hofkirche [Bearbeiten]
Die Herren von Bartenstein hatten auf der Burg seit 1234 ihr Herrschaftszentrum. Nach verschiedenen Besitzern wurde die Burg Mitte des 15. Jahrhunderts Sitz eines hohenlohischen Amtmannes. Während des Bauernkrieges und im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg zerstört. Auf einem Bergsporn über der Ette wurden ab 1710 die baufälligen Gebäude zum Schloss für die Grafen von Hohenlohe-Bartenstein umgebaut. Eine der ersten bedeutenden Baumaßnahmen von Graf Philipp Carl zu Hohenlohe-Bartenstein war die Errichtung der katholischen Hofkirche ab 1712. Sein Sohn, Fürst Carl Philipp zu Hohenlohe-Bartenstein, Reichskammerrichter in Wetzlar, verpflichtete 1760 den 80-jährigen fürstbischöflich-fuldaischen Hofbaumeister Gallasini als Baudirektor nach Bartenstein. Beim barocken Umbau integrierte Gallasini gekonnt ältere Bauelemente und schuf bis 1765 eine eindrucksvolle Dreiflügelanlage. Heute zählt das Bauwerk zu den Paradebeispielen hohenlohischer Barockresidenzen. Der vierstöckige Mittelbau überragt in seiner stärker gegliederten Ausgestaltung die schlichteren Schlossflügel. Das geschnitzte Allianzwappen von Hohenlohe-Limburg über dem Mittelrisalit trug früher Wappenfarben. Vom Eingangsbereich aus schwingt sich eine symmetrisch angeordnete doppelläufige Treppenkonstruktion elegant über zwei Stockwerke zu den Repräsentationsräumen. Nach französischem Vorbild im Sinne eines Place Royale bilden Schloss und Schlossplatz eine Einheit.
Die Hofkirche St. Philippus wurde im Auftrag des ersten Grafen von Hohenlohe-Bartenstein, Philipp Karl, erbaut und 1716 geweiht. Mit der Vollendung des mächtigen Kirchturmes war 1728 der Kirchenbau abgeschlossen. Als Sinnbild der katholischen Konfession repräsentiert das Gotteshaus seither den katholischen Glauben inmitten eines protestantischen Umfelds. Der verantwortliche Baumeister Bernhard Schießer war ein Schüler Georg Dientzenhofers und wirkte zuvor am barocken Umbau von Kloster Schöntal. Die Außenansicht der Kirche hebt sich durch Rundbogenfenster und Lisenengliederung von der Fassade des Schlosses ab. Die harmonische Saalkirche wirkt nach 300 Jahren als stilles barockes Gesamtkunstwerk (virtueller Rundgang).
Das bewohnte Schloss kann nur vom Schlossplatz aus betrachtet, die Schlosskirche nur während der Gottesdienste betreten werden.
Aktivitäten [Bearbeiten]
Jährliche wiederkehrende Veranstaltungen [Bearbeiten]
aktuelle Termine unter www.bartenstein.net und www.ort-bartenstein.de
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- Februar / März: Theaterveranstaltung
- Ostern: "Floh- und Trödelmarkt"
- Sa. 10. - So. 11. August: Brunnen- u. Straßenfest
- 08.September 2013: Tag des offenen Denkmals:
Stadtführung: ab Gallasiniplatz 11 und 15 Uhr Hofkirche: 12 und 16 Uhr Treffpunkt: Schlossplatz Riedbachtor: 14 bis 16 Uhr geöffnet Kirche Ettenhausen: 14 bis 17 Uhr geöffnet Hofgärtnerhaus: 17 Uhr freche Chansons, Anmeldung unter 07936 263003 Gasthaus zum Löwen: geöffnet Weitere Einzelheiten folgen zeitgerecht
Altstadtführungen - Wenn Sie mehr über den Ort wissen möchten, können Sie an einer fachkundigen Führung durch Bartenstein teilnehmen. Geführt werden Sie von Anne und Claus Reimann. Sie erforschten die weitgehend in Vergessenheit geratene Bartensteiner Geschichte des 18. und 19. Jahrhunderts und veröffentlichten 2009 das Buch "Bartenstein wie es früher war". Mit amüsantn Kostümführungen erhalten Sie Einblick in die "gehobene Gesellschaft" Ende des 18. Jahrhunderts. "Sehen und gesehen werden", mit diesem Motto gelangen Sie garantiert in die "besseren Kreise"! Geheimrat Baltasar Kirchner und Gemahlin erzählen über das Flanieren auf öffentlichen Straßen und Plätzen als Mittel zur Repräsentation des Beamtentums in der barocken Kleinresidenz. Prächtig ausgestattete Damen in Promenadenkleidern sollen die Stellung und Bedeutung des Ehemanns widerspiegeln. Erfahren sie bei einem Spaziergang mehr über Leben und Arbeit im Städtchen, die letzten Modetrends, gesellschaftliche Verpflichtungen und was man so spricht. Führungen auf Anfrage an claus.reimann1@gmx.net
Einkaufen [Bearbeiten]
Gute Einkaufsmöglichkeiten sind in Schrozberg, Blaufelden, Bad Mergentheim und Rothenburg ob der Tauber zu finden. Fahrzeit mit dem Auto 10 - 30 Minuten.
Küche [Bearbeiten]
- Gasthaus zum Löwen, Schlossstraße 23, 74575 Schrozberg, Tel.: +49 (0)7936 990280, E-Mail: gasthaus@loewen-von-bartenstein.de. Mit gutbürgerlicher und preiswerter Küche, an den Wochenenden ist eine Voranmeldung zweckmäßig. Bitte Öffnungszeiten beachten.
Nachtleben [Bearbeiten]
- Gasthaus zum Löwen
- Kinos, Bars, und weitere Gaststätten in den Kreisstädten der Umgebung, siehe Abschnitt Gesundheit
Unterkunft [Bearbeiten]
Privatunterkunft [Bearbeiten]
Annelore Suss, Dr. Röser-Str. 15, 74575 Bartenstein, Tel.: +49 (0)7936 418. 2 Doppelzimmer: 25 € (Preis pro Person) (19 € ohne Frühstück).
Ferienwohnung [Bearbeiten]
Steffi Baumgartl-Müller, Blaufeldener Str. 43, 74575 Schrozberg, Tel.: +49 (0)7935 357, E-Mail: k.r.mueller@t-online.de. Zimmerpreise je Tag und Einheit.: 48 € Ferienwohnung
Lernen [Bearbeiten]
- Kindergarten in Bartenstein
- Grund-Haupt und Realschule sowie Werkrealschule in Schrozberg
- Gymnasien in Weikersheim und Gerabronn
Arbeiten [Bearbeiten]
- vorrangig in den Kreisstädten der Umgebung,
- Hauptarbeitgeber: Würth und ebm-papst
Sicherheit [Bearbeiten]
Bartenstein ist ein überschaubares Örtchen, regelmäßige Polizeikontrollen gewährleisten eine hohe Sicherheit.
Gesundheit [Bearbeiten]
- Ärzte in Schrozberg, Niederstetten und Blaufelden, Entfernung ca 7 km
- Kreiskrankenhäuser in Bad Mergentheim, Crailsheim, Schwäbisch Hall, Rothenburg/Tauber und Künzelsau
Klarkommen [Bearbeiten]
- Stadtverwaltung Schrozberg Tel: 07935/707-0
- Ortschaftsverwaltung Bartenstein: 07936/552
Post und Telekommunikation [Bearbeiten]
- Vorwahl Bartenstein: 07936
- DSL 16000 ist in Bartenstein vorhanden
Ausflüge [Bearbeiten]
- Bad Mergentheim - Wildpark, an der B290 http://www.wildtierpark.de/
- Bad Mergentheim - Deutschordensmuseum http://www.deutschordensmuseum.de/
- Künzelsau – Museum Würth http://www.kunst.wuerth.com/
- Langenburg – Schloss und Schlossmuseum – Deutsches Auto-Museum http://www.schlosslangenburg.de/
- Schwäbisch Hall – Hällisch-Fränkisches Museum http://www.schwaebischhall.de/
- Weikersheim – Schloss und Schlossgarten http://www.schloss-weikersheim.de/
Literatur [Bearbeiten]
- A. und C. Reimann: Bartenstein wie es früher war, von Handwerkern, Hofräten und Lakaien. Niederstetten 2009
- A. und C. Reimann: Bartensteiner Haustafeln, Niederstetten 2011
Weblinks [Bearbeiten]
- www.ort-bartenstein.de - Website des Ortes 'Bartenstein' in Hohenlohe (privat betrieben, von öffentlicher Verwaltung überprüft)
- www.bartenstein.net - Das aktuelle Netzwerk rund um Bartenstein (privat)
- www.hohenlohe-franken-ak.de- Arbeitskreis Museen und Schlösser in Hohenlohe-Franken