Baden-Württemberg

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Lage
Schleswig-Holstein Hamburg Bremen Bremen Berlin Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Sachsen Sachsen-Anhalt Thüringen Niedersachsen Nordrhein-Westfalen Hessen Rheinland-Pfalz Saarland Baden-Württemberg BayernDeutschland Lage von Baden-Württemberg.svg
Flagge
Flagge von Baden-Württemberg
Kurzdaten
Hauptstadt: Stuttgart
Staatsform: Bundesland der Bundesrepublik Deutschland
Währung: Euro (EUR, €)
Fläche: 35.752 km²
Bevölkerung: 10,72 Mio.
Sprachen: Deutsch
Telefonvorwahl: +49
Internet TLD: .de
Zeitzone: UTC+1

Das Bundesland Baden-Württemberg liegt im Südwesten Deutschlands. Es grenzt an die Bundesländer Bayern, Rheinland-Pfalz und Hessen sowie an die Schweiz und Frankreich.

Siehe auch: Portal Baden-Württemberg

Inhaltsverzeichnis

Regionen [Bearbeiten]

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Regionen in Baden-Württemberg und benachbarte Gebiete

Baden-Württemberg hat Anteil oder beinhaltet eine Reihe von Kulturlandschaften und geografischen Regionen, zwischen denen mitunter gerne eine Rivalität gepflegt wird, wie z.B. zwischen Badenern und Schwaben, obwohl die Gemeindereform zwischen 1971 und 1975 und die Neugliederung der Regionen die alten Landesgrenzen von Baden und Württemberg unberücksichtigt ließ. Das Land lässt sich von Nord nach Süd in Reiseregionen aufteilen:


Neben den kulturellen und geografischen Regionen ist Baden-Württemberg administrativ in 9 Stadt- und 35 Landkreise aufgeteilt, die sich auf vier Regierungsbezirke verteilen. Dabei kommt den sog. Regionalverbänden immer mehr Bedeutung zu, in denen mehrere Landkreise zusammengeschlossen sind. Dies ist - wie bei dem Verband Rhein-Neckar mit Hessen und Rheinland-Pfalz und dem Verband Donau-Iller mit Bayern auch über Landesgrenzen hinweg. Details siehe unter Politische Gliederung.

Städte [Bearbeiten]

Die 9 kreisfreien Städte sind

Touristisch bedeutend sind unter anderem

Weitere Ziele [Bearbeiten]

Blick zum Feldberggipfel - dem höchsten Berg Baden-Württembergs

Baden-Württemberg ist reich an Sehenswürdigkeiten unterschiedlichster Couleur. Die Spanne reicht dabei von wunderschönen Landschaften, über historische Stätten der Römer hin zur Großstadt Stuttgart und dem höchst zeitgenössischen Attraktionen wie dem Europa-Park in Rust. Verschiedene Ferienstraßen führen durch Baden-Württemberg, um dem Besucher einen Querschnitt der Sehenswürdigkeiten zu bieten:

  • Straße der Staufer - rund 300 Kilometer lange Route von Wäschenbeuren (bei Schwäbisch Gmünd) zur Charlottenhöhle.
  • Hohenzollernstraße
  • Oberschwäbische Barockstraße
  • Schwäbische Dichterstraße


Sehenswert sind die Bundesgolddörfer und die Landesgolddörfer im Ländle. Diese Orte erhielten beim alle drei Jahre stattfindenden Bundeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft" bzw. bei der jährlich stattfindenden Vorausscheidung im Lande diese Auszeichnung, deren Markenzeichen ein gepflegtes Ortsbild und viele Aktivitäten der Bevölkerung sind.

Hintergrund [Bearbeiten]

Am 25. April 1952 entstand durch das Zusammenlegen der Bundesländer (Süd-)Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern das heutige Bundesland Baden-Württemberg, und das obwohl im ehemaligen Land Baden seinerzeit eine Mehrheit der Bürger gegen die Fusion stimmte.

Davor wurde das Bundesland bereits mehrfach territorial neu eingeteilt. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts und der "napoleonischen Flurbereinigung" fanden sich noch ca. 600 selbständige Territorien (darunter 24 freie Reichsstädte) im Südwesten Deutschlands. Aus dieser Zeit erklären sich die heute noch teilweise auf engem Raum stark voneinander abweichenden Traditionen und Dialekte. Nach dem Untergang des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation entstanden die Staaten Baden und Württemberg sowie zwei Fürstentümer der Hohenzollern, welche ab 1850 zu Preußen gehörten.

Obwohl die Zusammenlegung über 50 Jahre zurückliegt, wird bis heute viel Wert auf lokale Unterschiede und Abgrenzung gelegt. Das ist insbesondere der Fall zwischen Badenern und Schwaben. Die Unterschiede werden vor allem in der Sprache, den Traditionen und der Küche offenbar. Gerne wird es - nicht nur bei älteren Leuten - gesehen, wenn man sich über den Grenzverlauf im Klaren ist.

Anreise [Bearbeiten]

Flugzeug [Bearbeiten]

Der wichtigste Flughafen Baden-Württembergs ist der Flughafen Stuttgart. Billig-Airlines fliegen darüber hinaus ab Friedrichshafen und dem Baden-Airpark bei Karlsruhe/Baden-Baden.

Bahn [Bearbeiten]

Alle wichtigen Städte sind gut an das Netz der Deutschen Bahn angebunden. Ulm, Karlsruhe, Mannheim, Heidelberg, Stuttgart und Freiburg u.a. haben Anschluss an das ICE-System. Fahrten können bei Bahn.de gebucht werden. In den letzten Jahren wurden von der damaligen Bundesbahn stillgelegte Strecken von privaten oder ausländischen Bahngesellschaften wieder in Betrieb genommen.

Bus [Bearbeiten]

Es existiert ein gut ausgebautes Netzwerk an Buslinien, über beinahe alle Städte und (auch kleinere) Dörfer angebunden sind. Die Abfahrtszeiten sind oftmals aufeinander und auch andere Verkehrsmittel wie Bahn angepasst.

Strasse [Bearbeiten]

Das Fernstrassennetz ist in Nord-Süd-Richtung gut ausgebaut. Probleme bereitet es Autofahrern das Land unterhalb der Linie Karlsruhe - Stuttgart - Ulm in Ost-West-Richtung zu durchqueren. Teils durch die vorhandene topographische Lage, aber auch durch jahrelange Streitereien, über den Verlauf, beispielsweise einer Bodenseeautobahn von Singen nach Lindau (Bayern) oder einer geplanten und dann verworfenen Strecke nach Freiburg.

Achtung: In Baden-Württemberg haben folgende Städte Umweltzonen im Sinne der Feinstaubverordnung eingerichtet: Stuttgart, Mannheim, Tübingen, Ludwigsburg, Leonberg, Schwäbisch Gmünd, Reutlingen und Ilsfeld. Ohne Plakette riskieren Sie bei Einfahrt in eine Umweltzone einen Punkt in Flensburg.

Schiff [Bearbeiten]

Auf den schiffbaren Flüssen (Neckar, Rhein) und dem Bodensee existieren ausgedehnte Schiffahrtslinien, die allerdings eher selten zum regelmässigen Personentransport genutzt werden; meist sind es Tourismus- und Freizeit-Linien. Einzig auf dem Bodensee verkehren regelmässig Personen- und PKW-Transportschiffe, die sich als Alternative zu anderen Verkehrsmitteln anbieten.

Mobilität [Bearbeiten]

Öffentlicher Verkehr [Bearbeiten]

Baden-Württemberg besitzt ein ausgezeichnetes Eisenbahnnetz, das sogar abgelegene Gebiete bedient. Besonders Dörfer auf dem Land werden von Bussen angefahren, die an den Bahnhöfen der größeren Städte beginnen.

  • Baden-Württemberg-Ticket für 1 bis 5 Personen. Mo. - Fr. ab 9 Uhr, Wochenende von 0 Uhr bis 3 Uhr am nächsten Morgen ist am Automaten für 21,- € für 1 Person zu haben. Jede weitere Person kostet 4,- € mehr. Das Baden-Württemberg-Ticket Nacht gilt täglich ab 18 Uhr bis 6 Uhr am Folgetag, am Samstag und Sonntag sogar bis 7 Uhr. Die Erste Person kostet 17,- €, die nächsten 4 je 4,- €.
    Am Fahrkartenschalter kosten die Tickets 2,- € mehr. · Stand 11.12.2011 · Die Tickets gelten auch im Saarland und in Wiesbaden.

Hinweis: Für viele Reisende stellt das Metropolticket eventuell eine etwas günstigere Alternative zum Baden-Württemberg-Ticket dar. Dieses gilt im Nahverkehr von 9 Verkehrsverbünden Baden Württembergs. Dazu gehört der Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) und weitere 8 umliegende Verkehrsverbünde. Wer sich also nur in diesem Teil Baden Württembergs unterwegs ist kommt daher günstiger. Das Prinzip ist das selbe wie beim Baden-Württemberg-Ticket: Das Ticket kostet 18,50 € und bis zu vier weitere Personen können zu einem Preis von je 4 € mitgenommen werden. Erhältlich ist das Ticket sowohl an den Ticketautomaten (auch an denen der DB im rechten unteren Abschnitt des jeweiligen Verkehrsverbunds) oder in den Bussen der Verkehrsverbünde. Interessant ist auch, dass maximal zwei Erwachsene (Eltern bzw. Großeltern) ihre Kinder bzw. Enkel bis einschl. 14 Jahre kostenlos mitnehmen dürfen. Gültig ist das Ticket Mo.-Fr. von 9:00 bis 3:00 früh des Folgetages und an den (in ganz Baden-Württemberg gültigen) gesetzlichen Wochenfeiertagen bereits ab 0:00.

Auto [Bearbeiten]

Wenn man im Winter in der Schwäbischen Alb oder im Schwarzwald fährt, ist es ratsam, Schneeketten mitzubringen, da besonders Nebenstraßen nur mangelhaft geräumt sind.

Motorrad [Bearbeiten]

Der Süden Deutschlands und damit auch Baden-Württemberg ist sicherlich eines der begehrten Motorradreviere Deutschlands. Zahlreiche kurvige Strecken im Schwarzwald, auf der Alb locken Motorradfahrer hierher. Leider spiegelt sich das auch in den Unfallzahlen wieder. Diese und ein teilweise überproportionales Aufkommen an besonderen Plätzen führten in der Vergangenheit zu Streckensperrungen. So ist unter anderem der Schauinsland, der Freiburger Hausberg und ehemaliger (1923 bis 1984) Ort eines der bekanntesten Bergrennen am Wochenende für Motorradfahrer gesperrt. Die zwölf Kilometer lange serpentinenreiche und teilweise sehr holprige Strecke führt von Horben über die Holzschlägermatte bis zur Bergstation der Schauinslandbahn. Erst im Mai 2008 kam die Sperrung der L 440 (48° 12' 1" N 8° 52' 29" O)zwischen Weilstetten und Tieringen im Zollernalbkreis hinzu.

Fahrrad [Bearbeiten]

Zahlreiche Radwege und Radfernwege wie der Donau-Radweg durchziehen das Land. Eine Übersicht bietet hierzu der Artikel Radrouten in Baden-Württemberg.

Wandern [Bearbeiten]

Der bekannteste Fernwanderweg ist sicherlich der Jakobsweg mit dem fränkisch-schwäbischen Jakobsweg von Würzburg nach Ulm und dem von Nürnberg nach Konstanz verlaufenden Jakobusweg. Daneben gibt es aber noch zahlreiche regionale Wanderwege, wie die des Schwarzwaldes und des Schwäbischen Albvereins.

Sprache [Bearbeiten]

In einem schmalen Streifen im Norden werden fränkische Dialekte gesprochen. Sonst wird in Baden-Württemberg das "Alemannisch" gesprochen. Die Dialektfärbungen sind z.T. extrem unterschiedlich. Das Alemannisch im Osten wird auch manchmal als "Schwäbisch" bezeichnet. Dieser Dialekt gilt bei Sprachwissenschaftlern mittlerweile als bedrohte Sprache, da sie immer weniger gesprochen wird. Durch die sehr markanten Unterschiede im Dialekt könnten sich die Einheimischen der verschiedenen Landesteile ohne Hochdeutsch nur schwer verständigen.

Im Allgemeinen wird Hochdeutsch gut verstanden, gesprochen wird neben dem lokalen Dialekt ein lokal eingefärbtes Hochdeutsch. In grösseren Städten (insbesondere Universitätsstädten) kommt man auch mit Fremdsprachen (insbesondere Englisch) klar, auf dem Land sollte man das nicht automatisch voraussetzen. In Grenzgebieten zu Frankreich wird auch meist Französisch gesprochen, da hier auch viele Angestellte aus dem Elsass zu finden sind.

Kaufen [Bearbeiten]

Küche [Bearbeiten]

Jede Region hat ihre besonderen Spezialitäten, die man vorwiegend dort ausprobieren sollte. Es gibt überall Restaurants mit lokaler Küche, man verlasse sich dabei am besten auf die Empfehlungen Einheimischer. Restaurants mit internationaler Küche findet man überwiegend in grösseren Städten.

Lokale Spezialitäten der Schwäbischen Küche und der Badischen Küche

  • Spätzle in viele Variationen, z.B.:
    • Kässpätzle
    • Linsen mit Spätzle

Ähnliches gilt für

  • Maultaschen
  • Schupfnudeln
  • Laugenbrezeln

Nachtleben [Bearbeiten]

Unterkunft [Bearbeiten]

Lernen [Bearbeiten]

Baden-Württemberg hat zahlreiche Universitäten, darunter einige der Besten und Ältesten des Landes. So sind die Universitäten in Tübingen, Heidelberg und Konstanz in das Förderprogramm des Bundes als sogenannte Eliteuniversitäten aufgenommen worden. Damit hat das Land drei von elf bundesweiten Eliteuniversitäten. Weitere Universitäten gibt es in Mannheim, Stuttgart, Freiburg im Breisgau, Karlsruhe und Ulm. Daneben gibt es noch zahlreiche Fachhochschulen. Eine stark berufsorientierte Möglichkeit des Studiums bieten die Berufsakademien, wie es sie in ähnlicher Form auch in Sachsen und Thüringen gibt.

Arbeiten [Bearbeiten]

Baden-Württemberg hat, ähnlich wie Bayern eine eher niedrige Arbeitslosenquote. In manchen Bereichen besteht sogar Arbeitskräftemangel. Hier wird seit Jahren versucht, mit Arbeitskräften aus den anderen Bundesländern oder dem Ausland, diesen Mangel zu kompensieren.

Feiertage [Bearbeiten]

Neben den bundeseinheitlichen Feiertagen gelten die kirchlichen Feiertage katholischer Prägung. Regionale Feiertage sind in der Tabelle nicht berücksichtigt, diese finden sich dann bei den entsprechenden Regionen und Orten (z.B. Schwörmontag in Ulm).

Termin Name Bedeutung
1. Januar Neujahr
6. Januar Heilige Drei Könige
29. März 2013 Karfreitag vor dem ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond
1. April 2013 Ostermontag
1. Mai Maifeiertag
9. Mai 2013 Christi Himmelfahrt 40 Tage nach Ostern
20. Mai 2013 Pfingstmontag 50 Tage nach Ostern
30. Mai 2013 Fronleichnam
3. Oktober Tag der Deutschen Einheit
1. November Allerheiligen
25. Dezember 1. Weihnachtstag
26. Dezember 2. Weihnachtstag

Sicherheit [Bearbeiten]

Baden-Württemberg ist eines der sichersten Länder in Deutschland. In den großen Städten wie Mannheim oder Stuttgart ist jedoch auch mit Diebstahl zu rechnen. Andere Regionen sind sicher, so dass man dort sogar in der Nacht problemlos alleine unterwegs sein kann.

Gesundheit [Bearbeiten]

Äskulapstab Teile des Landes gelten als Risikogebiet für die durch Zecken übertragene Frühsommer-Menigo-Encephalitis FSME. Bitte konsultieren Sie nach einem Zeckenbiss unbedingt einen Arzt. Weitere Informationen findet man beim Robert-Koch-Institut.

Klima [Bearbeiten]

Klimatisch bietet Baden-Württemberg eine große Bandbreite. Wenn es in Freiburg schon sommerlich warm ist, kann es in den Hochlagen des Schwarzwalds und der schwäbischen Alb noch sehr kalt und verschneit sein.

Respekt [Bearbeiten]

Post und Telekommunikation [Bearbeiten]

Nahzu lückenlose GSM Abdeckung. In ländlichen Gebieten zum Teil schwacher Empfang.

Literatur [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]