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Amsterdam

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Gracht im Jordaanviertel
Amsterdam
Provincie Noord-Holland
Einwohner 800.000 (2013)
Tourist-Info Web VVV Amsterdam
(auch D, GB, E)
Lage
Lagekarte der Niederlande
Reddot.svg
Amsterdam
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Amsterdam ist die Hauptstadt des Königreichs der Niederlande. Amsterdam ist multikulturell und sehr offen. Charakteristisch an Amsterdam sind die vielen Grachten (Kanäle), welche die Innenstadt in einem sogenannten Gürtel umziehen. Seit dem 1. August 2010 gehört der Grachtengürtel - Herengracht, Keizersgracht und Prinsengracht - zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Stadtbezirke[Bearbeiten]

Zum 1. Mai 2010 wurden die Stadtbezirke Amsterdams zusammengefasst und neu aufgeteilt.

  • Centrum (Das historische Zentrum innerhalb der Singelgracht, mit Jordaan und Oostelijke eilanden)
  • Amsterdam-West
    • Bos en Lommer (mit dem Dorf Sloterdijk)
    • de Baarsjes
    • Oud-West
    • Westerpark (Spaarndammerbuurt, Staatsliedenbuurt, Frederik Hendrikbuurt)
  • Nieuw West
    • Geuzenveld-Slotermeer
    • Osdorp (Osdorp, Middelveldse Akerpolder, Dorf Sloten)
    • Slotervaart-Overtoomse Veld (mit Nieuw-Sloten)
  • Amsterdam-Zuid
    • Oud-Zuid (Zuid, de Pijp, Hoofddorppleinbuurt)
    • ZuiderAmstel (Rivierenbuurt, Buitenveldert, Stadionbuurt)
  • Amsterdam-Oost
    • Oost-Watergraafsmeer
    • Zeeburg (Indische buurt, Östliches Hafengebiet, IJburg)
  • Amsterdam-Noord (mit den Dörfern Durgerdam, Zunderdorp, Ransdorp, Holysloot)
  • Zuid-Oost (Bijlmermeer, Gaasperdam, Bullewijk, Driemond)
  • Das Industriegebiet Westpoort (Westliches Hafengebiet, Betriebsgelände Sloterdijk, Teleport, Ruigoord) fällt nicht unter die stadsdeel-Einteilung.

Hintergrund[Bearbeiten]

Blick auf die Innenstadt mit dem zum Weltkulturerbe erklärten Grachtengürtel aus dem 16./17. Jhr.

Amsterdam bedeutet Damm in der Amstel. Frühere Schreibweisen von Amsterdam sind Aemstelredam, Aemstelredamme, Amestelledamme, Amstelredam, Amstelredamme und Amsteldam.

Die Geschichte Amsterdams beginnt um das Jahr 1000. Damals wurde dieses Sumpfgebiet namens Aemestelle von Utrecht her Stück für Stück kultiviert. Als das entwässerte Moor abzusinken begann, mussten Deiche angelegt werden, um das jetzt tiefer gelegene Land gegen das Wasser zu schützen. Heute spricht man auch von "Venedig des Nordens".

Im 13. Jhr. führte dies zum Bau von Deichen entlang der Zuiderzee und einem ihrer Arme, dem IJ. Die Mündung der Amstel wurde mit einem Damm abgesperrt, der der kleinen Siedlung ihren Namen gab. Der Damm (und die Waren, die jetzt hier umgeladen werden mussten, um weiter auf dem Wasser befördert werden zu können) war die Grundlage der späteren Handelsstadt. Das Wasser zwischen Damm und IJ, das Damrak, war der Beginn des Amsterdamer Hafens. Das Wasser an der anderen Seite des Dammes wurde Rokin genannt. Zu Beginn des 20. Jhr. wurden Reste des Dammes zwischen dem Nationalen Monument und dem Warenhaus "De Bijenkorf" gefunden.

Zum ersten Mal erwähnt wurde Amsterdam in einem Dokument vom 27. Oktober 1275, in dem der holländische Graf Floris V den Bewohnern Zollfreiheit verleiht. Wann genau Amsterdam die Stadtrechte erhielt, ist allerdings nicht bekannt. Es muss kurz nach 1300 gewesen sein.

Kurz danach wurde der Zoll auf Bier eingeführt und der Handel mit Hamburger Bier war das Sprungbrett zum Ostseehandel. Im 15. Jhr. war Amsterdam schon zur wichtigsten Handelsstadt Hollands geworden. Die Stadt wuchs. Das Anwachsen der Stadt brachte ihr auch ihre typische Form: bei jeder Stadterweiterung wurde ein neuer Festungsgraben gegraben, das ausgehobene Material wurde für Wälle verwendet und um die Entwässerung zu sichern, wurden die Fundamente der Häuser auf Holzpfähle platziert.

Die Stadtoberen standen nicht in der ersten Reihe beim Aufstand gegen die Spanier, doch schließlich schloss man sich 1578 den protestantischen Geusen an, hauptsächlich um den Handel mit den umliegenden Städten nicht zu gefährden. Das Eigentum der katholischen Kirche, vor allem der vielen Klöster, wurde konfisziert und städtischen Einrichtungen übergeben. Ab 1585, nach der Einnahme Antwerpens durch die Spanier, kamen viele Antwerpener mit ihrem Handelsnetzwerk nach Amsterdam. Sie und die aus den von Spanien beherrschten Gebieten geflüchteten sephardischen Juden spielten eine wichtige Rolle im "Goldenen Jahrhundert" von Amsterdam und Holland.

Die Bevölkerung Amsterdams nahm in jener Zeit rasch zu. Um 1570 hatte Amsterdam weniger als 30.000 Bewohner, doch 1622 war diese Zahl schon auf rund 100.000 angestiegen. Gegen Ende des 17. Jhr. sollte die Einwohnerzahl teilweise sogar die 200.000 überschreiten. Nur London, Neapel und Paris hatten in jener Zeit eine vergleichbare Einwohnerzahl. Dieses Bevölkerungswachstum erforderte eine großangelegte Stadterweiterung, der heute der einmalige, konzentrische Grachtengürtel mit seinen Kaufmanns- und Lagerhäusern zu verdanken ist.

Danach begann das Wachstum zu stagnieren. Um 1683 wurden die Bauaktivitäten eingestellt. An der Ostseite der Amstel blieb soviel Grund und Boden frei, dass er Wohltätigkeitseinrichtungen zur Verfügung gestellt und die Plantage als Park eingerichtet wurde. Ab Mitte des 18. Jhr. sank die Zahl der Einwohner wieder, um 1815 mit rund 140.000 Einwohnern einen Tiefpunkt zu erreichen.

Im 19. Jhr. begann ein langsamer Wiederaufstieg. 1825 wurde der neu gegrabene Noordhollandsche Kanaal nach Den Helder eröffnet, 1839 fuhr die erste Eisenbahn von Amsterdam nach Haarlem. Erst um 1850 wurden die ersten Wohnhäuser außerhalb der Singelgracht aus dem 17. Jhr. gebaut. Seit 1876 besteht mit dem Noordzeekanaal eine direkte Verbindung zwischen dem Amsterdamer Hafen und den Schleusen bei Ijmuiden an der Nordsee. Zu jenem Zeitpunkt erfasste die industrielle Revolution die Niederlande und begann eine neue Periode der Expansion. Handel und Industrie blühten auf und brachten einen Bevölkerungsanstieg zustande, der in den Wohngebieten des 19. Jhr. (Oud-West, Oud-Zuid, Oost) aufgefangen wurde. Die Zahl der Einwohner verdoppelte sich von circa 250.000 um 1850 auf 510.000 im Jahre 1900.

Die sozialen Missstände, die mit der industriellen Revolution einher gingen, machten Amsterdam zu einem Zentrum der niederländischen Sozialdemokratie und führten zu groß angelegten Stadterweiterungen im 20. Jhr. (Plan Zuid, Plan West und Algemeen Uitbreidingsplan).

Vor dem Zweiten Weltkrieg bestand in Amsterdam eine große jüdische Gemeinschaft. Der größte Teil von ihnen (75.000 Amsterdamer Juden) überlebte den Terror der Besatzungszeit nicht.

Zum Ende des 20. Jhr. erhielt Amsterdam neuen Auftrieb mit der Entwicklung der compacte stad. Die Stadt kam zu neuer Blüte und wurde zu einem Zentrum von Toleranz und Emanzipation, der neuen Medien und Wissenschaften, der kulturellen, wirtschaftlichen und ethnischen Diversität.

Anreise[Bearbeiten]

Flugzeug[Bearbeiten]

Amsterdam verfügt über einen internationalen Flughafen Schiphol (IATA CodeAMS) etwas außerhalb der Stadt. Vom Flughafen kommt man mit Taxi, Hotelbus (ca. 17,- €) oder Zug (5,00 €) in die Innenstadt. Der Hotelbus fährt reihum die wichtigsten Hotels der Innenstadt an. Am besten und schnellsten kommt man mit dem Zug ins Zentrum. Er benötigt etwa 20 Minuten zum Hauptbahnhof (Centraal Station). Es fahren pro Stunde mehrere Züge vom Flughafen ab. Es fahren auch IC direkt aus Deutschland (Osnabrück) und Belgien (Brüssel) zum Flughafen Schiphol. Hotelbus und Taxi hängen oft längere Zeit in den Staus der chronisch verstopften Innenstadt fest.
Vorsicht am Flughafen: Schiphol ist sehr weitläufig - es kann durchaus passieren, dass man nach dem Checkin und dem Passieren der Sicherheitsschleusen auch bei flotter Gehweise und ohne Gepäck bis zu 30 Minuten zum Gate unterwegs ist.

Bahn[Bearbeiten]

Amsterdam Centraal

Amsterdam ist mit der Bahn sehr gut erreichbar. In der ganzen Stadt gibt es etwa zehn Bahnhöfe, Stations genannt. Der Hauptbahnhof (Centraal Station) liegt direkt im Zentrum. Von hier aus ist die Innenstadt sehr gut zu erkunden. Täglich bestehen ab Centraal Station fünf direkte ICE-Verbindung zwischen Amsterdam und Frankfurt via Köln, außerdem bestehen Direktverbindungen nach Brüssel (IC und Thalys), Paris-Nord (Thalys). Im Inlandsverkehr bestehen Direktverbindungen zu allen bedeutenden niederländischen Städten mit Ausnahme der nordöstlichen Provinzen. Informationen zu Fahrplänen und Fahrkarten auf der Website der Niederländischen Eisenbahn (Nederlandse Spoorwegen. Site auch in englisch). Berlin hat auch mehrere Male pro Tag eine Verbindung nach Amsterdam Centraal Station, via Braunschweig, Hannover und Rheine. In Holland stopt dieser Zug in Hengelo, Deventer, Apeldoorn, Amersfoort und Hilversum. Aus der Schweiz und Deutschland ist die Anreise auch mit dem Nachtzug der CityNightLine möglich.

Für den Fernverkehr gibt es folgende Bahnhöfe:

nur für den Nahverkehr gibt es diese Bahnhöfe:

  • 9 Muiderpoort
  • 10 Science Park
  • 11 RAI
  • 12 Holendrecht

Bus[Bearbeiten]

Busreisen können von privaten Anbietern wie dein-bus.de oder meinfernbus.de organisiert werden.

Auto[Bearbeiten]

Amsterdam ist sehr gut mit dem Auto zu erreichen, es ist jedoch nicht zu empfehlen, mit diesem in die Innenstadt zu fahren. Aufgrund der Tatsache, dass (Bau-)Grund in der Innenstadt sehr teuer ist, fallen die Parkplätze in den Straßen klein aus. Besitzer von größeren Autos sei angeraten, entweder außerhalb auf den (P+R)-Plätzen zu parken oder sofern sie in der Randstad logieren, von dort mit der Bahn in die City zu fahren. Auch auf das Navi ist nicht zu 100% Verlass, hier machen sich z.B. die Baustellen der Metro unangenehm bemerkbar.

Es gibt in der Stadt sehr viele Einbahnstraßen und Falschparken wird sehr hart geahndet (Radkralle, Wegfahrsperre). Zudem sind Parkplätze in der Innenstadt sehr teuer. Beispiele: Parkhaus Heinekenplein 20 Min 2 €, Tagespreis 42 €, Parkhaus Museumplein 20 Min 2 €, Tagespreis 50 €, im Byzantinum sind es 68 €/Tag.

Etwas preisgünstiger fährt man mit einem Parkservice wie Hotelparking oder Carhotel, diese Firmen kooperieren mit einigen Hotels. Man lässt das Auto abholen, es wird dann zu einem fest vereinbarten Zeitpunkt zurückgebracht. Mit 20 €-30 € pro Tag ist das aber auch nicht besonders billig.

Es gibt aber mehrere Park-and-Ride-Parkplätze (P+R) am Rand der Stadt. Aber Achtung, dieses für Amsterdam sehr günstige Angebot gilt nur bei genauer Beachtung der "Spielregeln":

  • Beim Befahren des Parkplatzes erhält man einen Parkschein
  • An einem Automaten führt man diesen Parkschein ein und kann bis zu fünf P+R GVB cards pro Parkschein kaufen. Für diesen Kauf hat man nach erhalt des Parkscheins eine Stunde Zeit.
    • eine P+R GVB card 5,- €
    • zwei P+R GVB cards 5,- €
    • drei P+R GVB cards 5,90 €
    • vier P+R GVB cards 6,80 €
    • fünf P+R GVB cards 7,70 €
  • In Bus, Straßenbahn oder U-Bahn hält man diese RFID-Karten an einen RFID-Leser beim Einsteigen und auch wieder beim Aussteigen. Das Aussteigen muss im Bereich des Zentrums erfolgen und man hat eine Stunde Zeit, dort hinzugelangen. Die Karten gelten nicht in den GVB-Nachtbussen!
  • Für die Rückfahrt gelten die gleichen Bedingungen: Einchecken im Zentrumsbereich und eine Stunde Fahrtzeit, danach Auschecken bei dem Parkplatz
  • Die Bezahlung erfolgt durch Einführen des Parkscheines in den Automaten. Zusätzlich müssen die P+R GVB cards an eine RFID-Lesefläche gehalten werden. Wenn der Automat erkennt, dass man im Stadtbereich war, zahlt man nur:
    • 8,- € für die ersten 24 Stunden und 1,- € pro angefangenen weiteren Tag, wenn man am ersten Tag an Wochentagen vor 10 Uhr morgens den Parkplatz befahren hat oder
    • 1,- € pro angefangene 24 Stunden, wenn man nach 10 Uhr morgens an Wochentagen oder ganztägig am Wochenende den Parkplatz befahren hat.
  • Die Höchstparkdauer beträgt maximal 96 Stunden, kann aber in Einzelfällen auch geringer sein.
  • Weiterer Vorteil der P+R-Plätze: Sie sind videoüberwacht.

Dies sind die P+R-Plätze:

  • 21 P+R Transferium ArenA
  • 22 P+R Olympisch Stadion
  • 23 P+R Sloterdijk
  • 24 P+R Zeeburg I
  • 25 P+R Zeeburg II
  • 26 P+R Bos en Lommer
  • 27 P+R World Fashion Center

Weitere Informationen unter Gemeinde Amsterdam und auf der Seite I amsterdam.

Mobilität[Bearbeiten]

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Es besteht ein umfassendes öffentliches Verkehrsnetz, das vom städtischen Verkehrsbetrieb GVB betrieben wird: mit Straßenbahn (tram) (16 Linien), Bus (auch Nachtbusse), U-Bahn und Fähren. Die meisten Straßenbahnanschlüsse befinden sich beim Hauptbahnhof. Außerdem gibt es auch Grachtentaxis (nicht vom GVB).

Straßenbahnen[Bearbeiten]

Das Rückgrat des ÖPNV im Kerngebiet der Stadt bildet die Straßenbahn. Elf der 16 Linien verbinden den Hauptbahnhof CS mit den Vororten (1, 2, 4, 5, 9, 13, 16, 17, 24, 25, 26), die anderen fünf (3, 7, 10, 12, 14) sind Radiallinien, von denen eine (14) das Zentrum in Ost-West-Richtung durchkreuzt. Wer eine volle Straßenbahn nicht scheut und sich nicht unbedingt in einen Sightseeing Bus setzen möchte, kann die Linie 2 (tram 2) nehmen. Sie fährt vom Hauptbahnhof aus vorbei am Palais, Grachten und Museen. In einer Stunde und 15 Minuten kann man alles anschauen was ein (amerikanischer) Tourist braucht um sagen zu können : ich war in Amsterdam. Die Handhabung der " OV-chipkaart" wird weiter unter erklärt. Auch "Bar" bezahlen soll noch möglich sein, wird aber nicht so gern gesehen.

Metro[Bearbeiten]

Die Amsterdamer Metro wurde nach teilweise sehr heftigen Protesten ab Mitte der siebziger Jahre angelegt. Zuerst wurden die beiden Südost-Linien 53 und 54 gebaut. Erst viele Jahre später wurde das Netz mit der Sneltram 51 nach Amstelveen und erst in den neunziger Jahren mit der (Fast-)Ringlinie 50 ergänzt. Zur Zeit wird die Nord-Süd-Linie gegraben, was zu einem heillosen Chaos in der Innenstadt und ungeahnten Budgetüberschreitungen führt. Ihre Fertigstellung ist derzeit für 2017 anvisiert.

  • 50 Isolatorweg (Westpoort) - Station Sloterdijk - Station Zuid - Station Bijlmer ArenA - Gein (Zuidoost)
  • 51 CS - Amstelstation - Station Zuid - Amstelveen Westwijk
  • 53 CS - Amstelstation - Van der Madeweg - Gaasperplas (Zuidoost)
  • 54 CS - Amstelstation - Van der Madeweg - Station Bijlmer ArenA - Gein (Zuidoost)

Busse[Bearbeiten]

In der Innenstadt fahren nur wenige Stadtbuslinien (18, 21 und 22), die den CS mit West/Staatsliedenbuurt/Spaarndammerbuurt bzw. Oost/Indische buurt verbinden. Die Linien 32, 33, 34, 35 verbinden die Innenstadt mit Noord. Auch die anderen 30er Liniennummern verkehren jenseits des IJ im Norden der Stadt. Die Linien 42 und 43 verbinden das Neubaugebiet in den östlichen Hafengebieten mit dem CS. Bei den übrigen Buslinien handelt es sich um Erschließungslinien zwischen den Stadtteilen.

Busse ins Umland (streekbussen) fahren von verschiedenen zentralen Punkten ab.

  • nach Norden ab Centraal Station
  • nach Süden und Westen ab Streekbusstation Marnixstraat in der Nähe des Leidseplein
  • nach Osten ab Amstelstation.

Nachtbusse[Bearbeiten]

In den Stunden zwischen Betriebsschluss und Betriebsbeginn des regulären Netzes fahren in Amsterdam und in der näheren Umgebung Nachtbusse. In der Stadt selbst gibt es 12 Linien des GVB. Während der Woche (Mo-Do) verkehren sie stündlich. An den Wochenenden (Fr-So) alle 30 Minuten. Die Nachtbusse ins Umland werden von den entsprechenden streekbus-Gesellschaften betrieben.

Es ist wichtig zu wissen, dass die Nachtbusse einen anderen Tarif haben als der reguläre ÖPNV. Er ist, da er nicht vom Staat gesponsert wird, höher als der normale Tarif. Die entsprechenden Fahrkarten werden beim Busfahrer verkauft. Einfache Fahrt € 3,50; Zwölf-Fahrtenkarte € 25,00. Die Karte berechtigt zum Umsteigen innerhalb von 90 Minuten (GVB-Netz). Außerdem wird eine Nachtnetzkarte verkauft, die auch für Fahrten ins Umland (Amstelveen, Zaandam, Purmerend, Edam und Volendam) gilt. Sie kostet € 6,00 und ist zwei Stunden nach Abstempeln gültig.

Alle Nacht-Tickets können als "Reiseprodukt" auf der OV-chipkaart geladen werden.

Fähren[Bearbeiten]

Fußgänger und Fahrradfahrer, die über das IJ in den Amsterdamer Norden möchten, sind auf die Fährverbindungen des GVB angewiesen. Alle Fähren verkehren deshalb ausschließlich für Fußgänger und Zweiradfahrer und zwar unentgeltlich.

  • Buiksloterwegveer CS - Buiksloterweg, verkehrt das ganze Jahr über, Mo-So, 0-24.
  • IJpleinveer CS - IJplein, Mo-So 6.20-23.50. So geringere Taktzeiten.
  • NDSM-werfveer, CS - NDSM-werf, Mo-Do 6.45-23.45; 6.45-0.45; sa 9.15-0.45: so 9.15-23.45.
  • Distelwegveer Tasmanstraat - Distelweg, Mo-Fr 6.30-19.30.
  • Houthavenveer Tasmanstraat - NDSM-werf, Mo-Fr 6.45-23.55M Sa+So 9.00-23.40.

Tarife[Bearbeiten]

Zum Ein- und Auschecken Fahrschein hinhalten

Für Tagestouristen interessant sind in Amsterdam Fahrscheine für eine einfache Fahrt. Sie kosten 2,80 € und sind erhältlich in jedem Bus beim Fahrer, in der Straßenbahn beim Fahrer oder einem Begleiter in einer Kabine im hinteren Wagenteil. Die Karten gelten vom Zeitpunkt des Eincheckens eine Stunde lang. Man kann in dieser Zeit in der Innenstadt beliebig oft umsteigen, vorausgesetzt, man hat beim Verlassen einer Tram oder eines Busses ausgecheckt. Eventuell lohnt sich auch eine 24-Stunden-Karte "24 uur / 1 dag", sie kostet 7,50 € und gilt ab dem 1. Check-In, beim Aus- bzw. Umsteigen unbedingt "Check-Out" durchführen. Es gibt auch eine 48-Stunden-Karte für 12 €. Infos bei 9292.nl auch in englischer Sprache.

Am Stationsplein gegenüber dem Hauptbahnhof (CS = Centraal Station) befindet sich das Ticket-&-Info-Büro des GVB für Informationen, Fahrausweise, Stadtpläne usw. Fahrkarten sind auch im Fremdenverkehrsbüro (VVV - Tourist Office) und an Automaten in den Bahnhöfen von Bahn und Metro erhältlich. Seit dem 3. 6. 2010 ist in der Region Amsterdam nur noch die OV-chipkaart gültig.

Die OV-chipkaart (ÖPV-Chipkarte) wurde als nationaler Fahrausweis für allen Personennah- und -fernverkehr in den gesamten Niederlanden entwickelt. In der Stadtregion Amsterdam (Gemeinden Amsterdam, Amstelveen, Haarlemmermeer, Aalsmeer, Uithoorn, Ouder-Amstel, Diemen, Zaanstad, Oostzaan, Landsmeer, Waterland, Edam/Volendam, Purmerend, Wormerland, Beemster, Zeevang) ist sie das einzige gültige Ticket.

  • Funktionsweise

Die OV-chipkaart sieht aus wie eine Scheckkarte. Sie enthält einen (nicht sichtbaren) Chip und ist erkennbar am nationalen rosafarbenen Logo. Die Karte muss mit einem reissaldo oder reisproduct geladen sein. Das Saldo ist ein Betrag in Euro, mit dem man in alle Gebiete, in denen die OV-chipkaart gilt, reisen kann. Ein Reiseprodukt ist zum Beispiel ein Abonnement, eine Einfache Fahrt oder eine Rückfahrkarte.

  • Ein- und Auschecken

Sofern die OV-chipkaart mit einem Reiseprodukt oder einem ausreichenden Saldo geladen ist, kann eingecheckt werden. Zu Beginn der Reise hält man seine OV-chipkaart gegen den Bildschirm des Zugangstors oder eines Kartenlesegeräts, das mit dem Logo versehen ist. Daraufhin öffnet sich der Zugang oder gibt das Kartenlesegerät ein Bestätigungssignal. Am Ende der Reise checkt man auf die gleiche Weise aus: man hält die Karte gegen den Bildschirm des Ausgangstors oder des Kartenlesegeräts.

  • Unterschied zwischen Reiseguthaben und Reiseprodukt

Die OV-chipkaart kann mit einem Guthaben bis zu € 30 aufgeladen werden. Die OV-chipkaart kann mit einem Jahres- oder Monatsabonnement und bei den NS auch mit einer Einfachen Fahrt oder einer Rückfahrkarte aufgeladen werden. Beim Einchecken und Auschecken kontrolliert das Kartenlesegerät, ob ein gültiges Reiseprodukt auf der Karte steht.

  • Wo kann ich die OV-chipkaart benutzen?

Die OV-chipkaart kann überall dort benutzt werden, wo das Logo sichtbar ist: Zu- und Ausgangstore, mobile Kartenlesegeräte, Aufladestationen, Saldolesegeräte, am Schalter und/oder anderen Verkaufsstellen.

  • Funktionsweise des Aufladens

Die OV-chipkaart kann an den Schaltern der Verkehrsbetriebe oder bei besonderen Verkaufsautomaten aufgeladen werden.

  • Kartenarten

Es gibt drei Kartenarten: eine persönliche, eine unpersönliche sowie eine Einwegkarte. Die ersten beiden Arten können z. B. mit Abonnements oder Rabatten geladen werden, benötigen aber eine gewisse Bearbeitungszeit. Sie lohnen sich also meistens nicht für einen nur begrenzten Aufenthalt. Touristen werden meist auf unpersönliche oder Einweg-Tickets zurückgreifen.

  • Preise

Der Abgabepreis einer OV-chipkaart ist vom ausgebenden Verkehrsbetrieb abhängig. Zur Zeit kostet in Amsterdam eine unpersönliche Karte rund € 4,00, eine persönliche Karte € 7,50. Diese beiden Kartenarten sind fünf Jahre gültig.

  • Besonderheiten bei der NS

Beim Reisen auf Guthaben wird beim Einchecken ein Einsteigetarif vom Saldo abgezogen. Beim Auschecken wird dieser Betrag mit den abgelegten Kilometern verrechnet. Wer das Auschecken „vergisst“, bezahlt also den gesamten Einsteigetarif. Der Einsteigetarif im Zug beträgt € 20,00. Reicht das Guthaben auf der Karte dafür nicht aus, so ist es nicht möglich zu reisen. Alternativ besteht weiterhin die Möglichkeit, mit gewöhnlichen Papiertickets zu reisen.

  • Weitere Regelungen

Es gibt immer einen Grundtarif von € 0,75 (€ 0,50 mit Rabatt). Wenn innerhalb von 35 Minuten nach dem Verlassen eines Verkehrsmittels umgestiegen wird, muss dieser Grundtarif nicht nochmals gezahlt werden.

  • Weitere Informationen

Website von www.9292ov.nl (auch auf englisch).

Wassertaxis und -busse[Bearbeiten]

Der Gedanke, die vielen Wasserwege der Stadt wieder zum Transport von Personen zu nutzen, kam in den siebziger Jahren schon auf. Realisiert wurde sie jedoch erst in den neunziger Jahren. Es gibt dazu unterschiedliche Modelle:

  • Yellow Cab Watertaxi Stationsplein 8, Tel: 020-5356363.
  • Grachtenbus Drei feste Linien, aber der Fahrgast kann an den Anlegestellen zu- und aussteigen. Tel: 020 6239886
  • Grachtenschaluppe Mit diesen elektrisch betriebenen sloepen können die Wasserweg individuell erkundet werden. Bis zu acht Personen passen hinein. Bei Regen wird's nass, die Bötchen haben nämlich kein Dach. Tel: 020 6239886
  • Grachten-Fahrrad Bei Canal Bike können an vier Anlegern 100 Wasser-Fahrräder (Tretboote) gemietet werden. Du kannst von einem Anleger wegfahren und das Bike an einem anderen Anleger zurücklassen. Bei Nieselregen gibt es auch eine Schutzdach. Einen Plan mit fünf Routen gibt es dazu. Tel: 020 6239886.

Taxis[Bearbeiten]

Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof

Zeitungsberichten zufolge ist derzeit (Juli 2009) davon abzuraten, in Amsterdam mit dem Taxi zu fahren. Abgesehen davon, dass Taxifahrten in der Stadt unverschämt teuer sind, macht die Vielzahl freier Taxifahrer eine irgendwie geartete Qualitätskontrolle unmöglich. Sowohl Taxikunden als auch die Stadt und einige Taxiunternehmer sprechen davon, dass "Passagiere beleidigt, Kurzstrecken verweigert, Touristen eingeschüchtert werden; viele Fahrer wüssten kaum den Weg und einige seien fast nicht in der Lage, Niederländisch oder Englisch zu sprechen." (Trouw, 7.7.09) Die Stadt Amsterdam bemüht sich um Abhilfe, aber das kann noch einige Zeit dauern. Solange sollte man Taxis nur im äußersten Notfall verwenden.

Fahrrad[Bearbeiten]

Amsterdam ist eine Stadt der Fahrräder. Aufgrund der vielen Grachten ist die Innenstadt mit dem Auto nur schwer zu erfahren. Daher sind viele Amsterdamer mit dem Rad oder mit dem Roller unterwegs, die meisten übrigens ohne Helm. Als Fußgänger muss man ständig aufpassen, nicht einem der Radfahrer vor das Rad zu laufen.

Fahrrad parken[Bearbeiten]

Die Stadt Amsterdam mag es gar nicht gerne, wenn das Fahrrad an städtisches Eigentum (Laternenmasten, Verkehrsschilder, Brückengeländer u.ä.) festgemacht wird. Nach einer Verwarnung (orange Sticker) wird das Rad gnadenlos entfernt und ins weit entfernte Fietsdepot (Bornhout 8, Westl. Hafengebiet, Tel: 020 334 4522) gebracht. Dort kann es gegen eine Gebühr von € 10 wieder abgeholt werden (Personalausweis + Eigentumsnachweis!).

Das Gleiche passiert mit dem Rad, wenn es an den großen Bahnhöfen (Centraal, Zuid, Amstel und Muiderpoort) länger als 14 Tage, bzw. am Leidseplein länger als 7 Tage steht.

Ins Fietsdepot verbrachte Räder werden höchstens drei Monate aufbewahrt, danach werden sie versteigert!

Gefahrlos parken kannst du dagegen dein Rad an Stellplätzen, die es an jeder Straßenecke und bei größeren und kleineren Geschäften, Kneipen und sonstigen Einrichtungen gibt sowie bei den bewachten Stallingen. Die von der Stadt eingerichteten stallingen sind die ersten 24 Stunden kostenlos, private stallingen kosten etwas (50 bis 100 Cent).

  • Bhf. Amstel, Julianaplein 1, Tel. 020-6923584 Offen: mo-fr 5.15-1.30, sa 5.30-1.30, 7.00-1.30 h (Werkstatt mo-fr 7-18, sa 8-18 h). Es werden auch Mofas (brommers) aufbewahrt.)
  • BG-terrein (Centrum), Binnengasthuisstraat 9, Tel: 020-5891980. Offen: mo-fr 8-22, sa 8-19 h, Werkstatt gleiche Öddnungszeiten.
  • Paradiso (Centrum), Weteringschans 4a, Tel: 020-5891980. Offen: mo-so 0-24 h. Werkstatt 7-18 h.
  • Pathé De Munt (Centrum), Reguliersdwarsstraat 97H, Tel: 020-5891980. Offen: so-fr 8-0.30, sa 8-2 h,
  • Bhf. Zuid, Zuidplein, Tel: 020-6618123 . Offen: mo-so 0-24 h.
  • Bhf. RAI (Zuid), Europaboulevard 4 A, Tel: 020-6618123 . Offen: so-do 5-1.30, fr-sa 5-2.30. Werkstatt mo-fr 9-17 h.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

Koniklijk Paleis
Dieser Königliche Palst wurde 1648 als neues Rathaus von Amsterdam nach einem Entwurf von Jacob van Campen gebaut. Zentral bei der Einrichtung standen die Symbolisierung der Macht der Stadt und der Republik. An der Ausstattung des Gebäudes arbeiteten bekannte Künstler mit. Das Äußere, im Stil des Holländischen Klassizismus, ist aus (für die Niederlande wegen der hohen Transportkosten sehr teurem) Sandstein, bei der Inneneinrichtung wurde der ebenfalls nicht billige Marmor verwendet. Imposant ist der zentrale "Bürgersaal", der über Treppenhäuser und Galerien mit den Verwaltungszimmern verbunden ist. Im Erdgeschoss an der Dam-Seite befindet sich die Vierschaar, in der Todesurteile ausgesprochen wurden.
Burgerzaal
Amsterdam ist eine alte republikanische Handelsstadt und hat eigentlich keine Schlösser und Burgen. Als Burgen bauen in Mode war, war Amsterdam noch zu unwichtig, eine solche zu erhalten, und als Schlösser und Paläste modern wurden, war der Stadt der entsprechende Feudalherr abhanden gekommen. Erst als Napoleon seinen Bruder Louis Napoleon als König über das Königreich Holland einsetzte und dieser in Amsterdam residierte, wurde das Fehlen einer angemessenen Unterkunft offenbar. Louis Napoleon setzte kurzerhand die Stadtverwaltung aus ihrem 1648 errichteten Rathaus und zog selbst dort ein. Nachdem die Franzosen davon gejagt worden waren, blieben die Niederlande ein Königreich und Amsterdam dessen Hauptstadt. Die wieder zu Amt und Würden gekommenen Oranier, die eigentlich Den Haag als Residenz bevorzugten, behielten das ehemalige Rathaus als Palast und so ist es bis zum heutigen Tage, auch wenn es nur selten zu offiziellen Anlässen genutzt wird.
Öffnungszeiten: Juni-August Mo-So 11-17 h; September-Mai Di-So 12-17 h. Preise: Erwachsene € 10,00; Kinder (bis 18): gratis; Studenten/Senioren (65+) € 9,-. Der Palast ist zugänglich für in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen. Bei offiziellen Anlässen wie Staatsempfängen ist der Palast nicht zugänglich.

Kirchen, Synagogen, Moscheen, Tempel[Bearbeiten]

Oude Kerk
Die Oude Kerk ("Alte Kirche") stammt aus der 1. Hälfte des 14. Jhs. und ist das älteste Gebäude der Stadt. Sie war damals St. Nikolaus, dem Patron der Seefahrer und Kaufleute geweiht. Es handelt sich bei dem Bau eine dreischiffige Hallenkirche in Holländischer Gotik. Schiff, Seitenschiffe, Kapellen und der fünfeckige Chorabschluss geben dem Bauwerk seine besondere und lebendige Silhouette. Innen fällt die imposante Raumwirkung besonders auf; eindrucksvoll ist auch die große Orgel von 1724-1726. 1951 wurde die Kirche für eine 24 Jahre dauernde Restaurierung geschlossen. Von 1994 bis 1998 wurde sie erneut restauriert und 2008 begann mit einer dritten Restaurierung, die 2013 abgeschlossen sein soll.
Kanzel in der Nieuwe Kerk
Um 1380 begann der Bau dieser zweitältesten Kirche Amsterdams. Bei der Einweihung im Jahre 1408 waren der Chor, der Chorumgang und das Querschiff vollendet. Es dauerte noch fast ein Jahrhundert, bevor die Kreuzform vollendet war. Ein Turm sollte auch noch gebaut werden, doch dann kam die Reformation und die Turmbaupläne wurden ad acta gelegt. 1645 brannte das Gebäude ab und wurde danach in gotischem Stil wiederaufgebaut. Der größte Teil des Interieurs ist aus der Zeit nach dem Brand: das Prunkgrab von Michiel de Ruyter, das Chorgitter, die Kanzel und die große Orgel sind dabei die wertvollsten Teile. 1814 legte König Willem I hier den Eid auf die Verfassung ab und begründete damit die Tradition der Einsegnung königlicher Hochzeiten und Amtseinführungen der Monarchen. Seit den einschneidenden Restaurierungen von 1959 bis 1980 wird das Gebäude vorwiegend für Ausstellungen und Orgelkonzerte genutzt.
Öffnungszeiten: (bei Ausstellungen) Mo-So 10-17 h. Preise: Normalpreis € 8; Amsterdam Card/MJK gratis.
  • Sint Olofskapel, Zeedijk 2a.
Sint Olofskapel
Die erste St. Olofskapelle wurde zwischen 1440 und 1450 am damaligen St. Olofstor gebaut. 1618 wurde das Tor abgebrochen, der frühere Durchgang heißt aber noch heute Sint Olofspoort. Vermutlich wurde er nach St. Odulphus benannt, dem Schutzheiligen der Deiche.
Ab 1602 ging die Kapelle in die Hände der Reformierten über, die sie nun Oudezijds Kapel nannten. 1644 wurde die Kapelle zu einer dreischiffigen Kirche mit etwas unregelmäßigem Grundriss ausgebaut. Abgesehen von den Eingängen am Zeedijk (1644) und am Nieuwebrugsteeg (1620 und 1671), die im Renaissancestil errichtet wurde, ist die Kapelle gotisch inspiriert.
Nach dem letzten Gottesdienst 1912 diente die Kapelle vielfältigen Zwecken, so wurde in den fünfziger Jahren hier jede Woche Käse verhandelt. 1966 brannte die Kapelle fast völlig aus. Danach verunzierte jahrelang eine vernagelte Bretterwand diesen sowieso schon stark verwahrlosten Teil der Stadt. Erst 1991 wurde die Kirche restauriert und dient heute dem Golden Tulip Barbizon-Hotel als Kongresszentrum.
Die Nordkirche wurde von Hendrick de Keyser entworfen und von 1620 bis 1823 als protestantisch-reformierte Kirche gebaut. Ihr Grundriss ist achteckig und der Überbau ein griechisches Kreuz mit vier gleich langen Armen. Wie auch die Westerkerk, die sich 1 km südlich von der Noorderkerk befindet, sollte diese Kirche die im 17. Jhr. schnell anwachsende Bevölkerung des westlichen Grachtengürtels und des Jordaan religiös versorgen. Die Noorderkerk wurde zwischen 1993 und 1998 restauriert. Sie wird noch stets von der reformierten Gemeinde genutzt, es finden aber auch regelmäßig Konzerte statt. An der Südseite erinnert eine Plakette an den Februarstreik von 1941. In der Nähe steht ein kleines Denkmal zur Erinnerung an den Jordaan-Aufstand von 1934.
Öffnungszeiten: so (April - Oktober) 13.30-17.30 h Treffen; mo 10.30-15.00 h Fokus Klaviermusik; 11.00-13.00 h Fokus Orgelmusik. Gottesdienste: so 10.00, 19.00 h.
Westerkerk
Die Westkirche wurde von Hendrick de Keyser entworfen und von 1620 bis 1631 erbaut. Nach dem Tode des Architekten 1621 wurde sie unter dessen Sohn Pieter de Keyser fertiggestellt. Sie wurde am 8. Juni 1631 in Gebrauch genommen. Die Kirche hat eine Länge von 58 m und eine Breite von 29 m.
Der Turm der Kirche ist bekannter als die Kirche selbst. An erster Stelle, weil er sehr prägend für die ganze Umgebung ist (vor allem für das Volksviertel Jordaan) und oft besungen und beschrieben wurde (u. a. von Anne Frank, die das Glockenspiel in ihrem Versteck an der Prinsengracht hören konnte). Der Beiname des Turms ist "Lange Jan" oder "De ouwe Wester" (Der alte Wester). Es ist der höchste Kirchturm der Stadt (85 m) und in den Sommermonaten ist er zu besteigen. Die Spitze mit der Kaiserkrone stammt von 1638 und hat ein Glockenspiel von François Hemony. Der Turm wird von der Krone des deutschen Kaisers Maximilian gekrönt (diese Krone ziert auch das Stadtwappen).
Am 10. März 1966 fand in der Westerkerk die Hochzeit von Prinzessin Beatrix mit Claus von Amsberg statt, da die größere Nieuwe Kerk neben dem Palast auf dem Dam gerade restauriert wurde. In der nördlichen Ecke wurde 1669 Rembrandt van Rijn begraben. Eine 1906 platzierte Gedenktafel erinnert daran. Auch Rembrandts Sohn Titus und seine Geliebte Hendrickje Stoffels sind in der Kirche begraben. Auf dem Westermarkt vor der Kirche befindet sich ein Standbild für Anne Frank. Ebenfalls am Westermarkt und an/in der Keizersgracht ist das Homomonument.
Öffnungszeiten: Bis 30. 10. 09: Mo-Fr 11-15 h.
Zuiderkerk
Die "Südkirche" ist die erste für den protestantischen Gottesdienst entworfene Kirche Amsterdams (1603-1611). Sie wurde nahe der Sint Antoniesbreestraat in der Lastage gebaut, ein Industriegebiet, das Ende des 16. Jhs. zu Amsterdam kam. Heute nennt man dies die Nieuwmarktbuurt. Die Kirche wurde von Hendrick de Keyser in Renaissance-Stil entworfen. Der Baumeister wurde 1621 dort begraben, sein Grabstein steht noch immer dort.
Bis 1929 fanden Gottesdienste in der Kirche statt. Während des Hungerwinters (1944-'45) wurden verstorbene Amsterdamer dort zeitweise "aufbewahrt", bis sie endgültig bestattet werden konnten. Das Gebäude wurde 1970 wegen Baufälligkeit geschlossen und zwischen 1976 und 1979 restauriert. Seit 2011 ist die Kirche an das Nationale Historische Museum vermietet.
Der Kirchturm wurde erst 1614 fertiggestellt und ist 68 m hoch. Von April bis September ist er unter Führung zu besteigen (Eintritt!)
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-17 h, Sa 12-16 h. Der Eintritt ist frei.
  • Oosterkerk Kleine Wittenburgerstraat 1, Tel: 020- 6272280. Die Ostkirche ist eine ursprünglich protestantisch-reformierte Kirche, die 1669-1671 nach Entwurf des Architekten Adriaan Dortsman gebaut. Der Grundriss ist ein Quadrat, das von mit Bogen verbundenen Pfeilern in ein gleichschenkliges Kreuz verteilt wird. An dem Kreuzungspunkt der steilen Schilddächer steht ein mit Blei verkleideter hölzerner Kuppelturm. In der Kirche befindet sich eine Van Oeckelen-Orgel von 1871. 1963 wurde die Kirche wegen Baufälligkeit geschlossen und kam 1969 an die Stadt Amsterdam, die sie nach historischen Plänen restaurieren ließ. Seit 1985 wird die Kirche von soziokulturellen Einrichtungen genutzt.
  • Amstelkerk Amstelveld 10. Die Kirche ist ein Beweis für die lange Lebensdauer von Provisorien. Sie wurde zwischen 1668 und 1670 nach Plänen von Daniel Stalpaert gebaut. Das Stadtviertel war gerade gebaut worden, als eine der ersten infrastrukturellen Maßnahmen wurde die Kirche - vorläufig aus Holz - gebaut. Die Notkirche bestand aus unbemaltem Kiefernholz ohne jegliche Form von Verzierung. Der Mittelteil wurde von zwölf Holzsäulen getragen. 1755 wurde neue Holzlatten angebracht, diesmal horizontal und in einer helleren Farbe. Im 19. Jhr. wurde alles noch einmal verkleidet, die Neogotik war in Mode. 1990 folgte eine Restaurierung. Dabei wurden die Holzkonstruktion aus dem 17. Jhr. und die Inneneinrichtung aus dem 18. Jhr. wieder angebracht. Seitdem ist in der Kirche die Denkmalschutzstiftung "Stadsherstel" untergebracht sowie ein Café und drei Wohnungen.
  • Oude Lutherse Kerk Singel 411. Die Alte Lutheranische Kirche von 1633 ist das älteste Kirchengebäude des lutheranischen Protestantismus in den Niederlanden. Das Gebäude hat keinen Turm. Die Baukosten wurden getragen von deutschen Hansestädten und den Königen von Dänemark und Schweden. Im Inneren tragen hölzerne toskanische, dorische und ionische Säulen die Galerien und die Tonnengewölbe. 1884 zog die Lutheranische Gemeinde in ein Gebäude in der Handboogstraat hinzu, in das u. a. Zimmer für den Küster und das Konsistorium sowie ein Trausaal eingerichtet wurden. Seit 1961 mietet die Universität Amsterdam die Kirche für Reden, Promotionen und Kongresse.
  • Nieuwe Lutherse Kerk, Singel 11. Teil des Sonesta-Hotels. Nachdem die Kirche der Lutherischen Gemeinde wegen des starken Anwachsens dieser Glaubensgemeinschaft im 17. Jhr. schnell zu klein geworden war, erhielt die Gemeinde schon 1667 die Genehmigung zum Bau einer zweiten Kirche. Diese Nieuwe of Ronde Lutherse Kerk wurde von 1668 bis 1671 nach Plänen von Adriaan Dortsman gebaut. Da die Lutheraner keinen Kirchturm errichten durften – das war den Reformierten vorbehalten – bauten sie stattdessen eine Kuppelkirche mit Laterne.(einem Türmchen auf der Spitze der Kuppel), gekrönt von einem lutherischen Schwan.
Der Bau ist das einzige protestantische Kirchengebäude in den Niederlanden mit einem kreisförmigen Grundriss. Der strenge klassizistische Bau mit dorischen Pfeilern und rechteckigen Fenstern ist ein Beispiel des nüchtern klassizistischen Stils und zugleich ein Höhepunkt der Architektur des 17. Jhs.
Sowohl von der Spuistraat mit den kleinen Treppengiebeln am Kattengat im Vordergrund als auch vom Singel und der Brouwersgracht bietet die Nieuwe Lutherse Kerk ein charakteristisches Bild.
1935 stieß die schrumpfende Lutherische Gemeinde die Kirche ab, wonach das Gebäude als Lagergebäude diente. Erst 1975 wurde die Kirche nach einer umfangreichen Restaurierung als Kongress- und Konzertsaal des benachbarten Sonesta-Hotels eingerichtet. Die Akustik der Kirche ist sehr gut.
Im Verlauf ihrer Geschichte brannte die Kirche zweimal ab: 1822 und 1993. Der letzte Brand erforderte eine erneute umfangreiche Restaurierung.
  • Doopsgezinde Singelkerk Singel 452, Tel: 6234588. (Mennonitische Kirche) Die Mennoniten stellten den gemäßigten Zweig der Täuferbewegung dar. Während der Republik waren sie, wie auch die Katholiken gedoogd (toleriert). Es gab sie zwar, doch sie durften ihren Glauben nicht sichtbar ausüben. Ihre Kirchengebäude stehen deswegen nicht direkt an der Straße, sondern sind etwas nach hinten gebaut oder gehen gar in den Häuserblöcken auf. Die Mennoniten durften weder öffentliche Ämter ausüben noch Mitglied einer Gilde sein. Deswegen wandten sich viele Mennoniten dem (Geld)handel zu. Dadurch kamen viele von ihnen im 17. Jhr. zu großem Wohlstand.
Diese Kirche wurde als große Scheune auf einem zurückliegenden Grundstück zwischen dem Singel und der Herengracht gebaut. 1639 wurde der Gebetsraum etwas in Richtung Herengracht vergrößert, wodurch der heutige Vorplatz entstand. Die Kirche ist über einen langen Gang im Haus Singel 450 zu erreichen, einem hübschen Treppengiebel in Holländischer Renaissance von 1642. Der rechteckige Gebetssaal ist an drei Seiten von doppelten Galerien umgeben, die von Säulen der toskanischen Ordnung getragen werden. Hierauf ruhen die Spanten des Tonnengewölbes, das vollständig mit Stuck bedeckt ist. Die Orgel ist von 1777 und die Kanzel darunter aus der selben Zeit. 1839 wurde die Kirche einschneidend umgebaut. Wegen ihrer besonderen akustischen Qualität ist die Kirche sehr beliebt als Raum für Musikaufführungen und -aufnahmen.
Die Kirche kann nur zu besonderen Gelegenheiten besichtigt werden, wie z. B. dem Tag des Offenen Denkmals. Gottesdienste: so 10.30 h. DopersCafé: Diskussionsabend zu gesellschaftlich interessanten Themen. Letzter di eines Monats 20.15 - 22.00 h.
  • Engelse Kerk Begijnhof 48. Seit Anfang des 15. Jhs. existiert in Amsterdam het Begijnhof (der Beginenhof), eine Art Kloster, deren Bewohner aber mehr Freiheiten hatten als gewöhnliche Nonnen, so konnten sie jederzeit das Kloster verlassen und heiraten. Zwar konnte der Begijnhof auch nach dem Übergang der Stadt zum Protestantismus (1578) als einzige katholische Einrichtung weiter arbeiten, die Kirche der Beginen wurde jedoch an die englischen Presbyterianer (schottische und englische Kalvinisten, die nicht der anglikanschen Staatskirche beitreten wollten) abgegeben. Seitdem heißt die Begijnhofkapelle Engelse Kerk. Die Beginen und andere Katholiken durften gegenüber von ihrer alten Kapelle in zwei umgebauten Wohnhäusern beten: in der H. H. Johannes en Ursula Kerk (die Schutzheiligen des Begijnhof).
Das Kirchlein hat etwas von einer einfachen Dorfkirche. Ursprünglich bestand sie nur aus einem Schiff, 1650 wurde sie mit einem südlichen Seitenschiff vergrößert. 1912 und 1967 wurde sie restauriert.
  • Engelse Episcopale Kerk Groenburgwal 42, Die Englisch Episcopale Gemeinde oder Anglikanische Kirche (Church of England) in Amsterdam wurde 1698 gegründet. Im Gegensatz zur kalvinistisch orientierten Englisch Presbyterianischen Gemeinde konnte sie nicht mit einer besonderen Förderung der Stadtverwaltung rechnen. Sie war den Kalvinisten zu katholisch. Deswegen mussten sich die Episcopalen auch mit einem Obergeschoss am Oudezijds Achterburgwal zufrieden geben. Die Gottesdienste wurden damals vor allem von englischen Seeleuten besucht.
Auf Drängen des englischen Botschafters konnten die Anglikaner ab 1765 ihre Zusammenkünfte in einem besseren Quartier abhalten, der ehemaligen Agnietenkapel (heute das Gebäude des Universitätsmuseums). 1771 folgte erneut ein Umzug, dieses Mal zum Groenburgwal, wo ein Raum in der Lakenhalle als Kirche genutzt werden konnte. 1827 wurden einige Nachbarhäuser zu einem neuen Kirchengebäude zusammengefügt und zwei Jahre später mit einer neuen Fassade versehen. Entsprechend der damals in England aufkommenden Neogotik entschied man sich auch hier für diesen Stil, damals das erste neo-gotische Gebäude der Niederlande.
Worship Service: so 10.00 h. Die Dienste finden in englischer Sprache statt. Zu Ostern gibt es Sonderregelungen.
  • Waalse Kerk Walenpleintje 159, Tel: 020-6232074. Die Waalse Kerk (Eglise Wallonne bzw. Wallonische Kirche) stammt von 1409. Ursprünglich war das Gebäude die Kapelle des Paulusbrüderklosters. Nach dem Übergang Amsterdams zum Protestantismus 1578 wurde die Kirche den französischsprachigen protestantischen Flüchtlingen aus den Südlichen Niederlanden (der heutigen Wallonie) übergeben. Noch immer findet jeden Sonntag ein Dienst in französischer Sprache statt. Der Orgel in der Waalse Kerk ist von Christian Müller (1733). Die Kirche hat eine ausgezeichnete Akustik und wird häufig für Konzerte und CD-Aufnahmen genutzt.
  • Armeense kerk (Armenisch-Apostolische Kirche) Kromboomsloot 22, Tel: 020-6201107. Ab da. 1630 kamen recht regelmäßig armenische Kaufleute nach Amsterdam. Sie spielten damals eine Mittlerrolle im Handel der Stadt mit Persien und der Türkei. 1714 erlaubte die Stadt ihnen, in einemm umgebauten Lagerhaus am Kromboomsloot zur Kirche umzubauen. 1749 wurde das Gebäude u. a. mit dem Giebelstein in armenischer Schrift verziert. Ab jenem Zeitpunkt nahm die Zahl der Gemeindemitglieder ab und 1874 wurden die Güter dem Vertreter des zaristischen Russland zugewiesen, eine katholische Schule zog ein. Seit 1989 wird das Gebäude wieder als armenische Kirche genutzt.
  • Begijnhofkapel St. Johannes en Ursula Begijnhof 29. Ehemalige schuilkerk geweiht dem Hl. Johannes und der Hl.Ursula. 1671 wurde mit dem Bau der schuilkerk in zwei Wohnhäusern begonnen. Vor dem Giebel gibt ein Portal Zugang zum Kirchenraum. Im Innern sind der Hauptaltar (Ende 17. Jhr.) mit marmorierten korinthischen Säulen und ein Gemälde, das das Mirakel von Amsterdam abbildet, zwei Seitenaltäre (18. Jhr.) und eine nussholzene Kanzel (Anfang 17. Jhr.) besonders sehenswert.
Öffnungszeit: Mo-So 9-19 h. Von 17-19 h ist der Besuch der Kirche über den Eingang Spui möglich.
Ons' Lieve Heer op Solder
Dieses Eckhaus ist von 1630. 1661 kaufte der begüterte katholische Kaufmann J. Hartman ein "passendes Haus" und baute es gründlich um. In den ersten Stock kam ein reich ausgestattetes Empfangszimmer. Geht man weiter in das Haus hinein und steigt höher, steht man plötzlich in einem reich geschmückten katholischen Kirchensaal.
Da die katholische Kirche seit der Reformation illegal war, konnten ihre Mitglieder nur im Geheimen zusammenkommen. Es gab aber doch noch so viele - und sie waren teilweise auch in recht einträglichen Positionen -, dass die Stadt es vorzog, sie ihren Glauben ausüben zu lassen, ohne allzu hart durchzugreifen (in anderen Städten, wo der Handel nicht solch eine wichtige Rolle spielte, sah das anders aus!). Die Katholiken durften also weiter ihren Riten nachgehen, doch man sollte es von außen nicht sehen können. Deswegen wurden die schuilkerken entwickelt (dt. "Versteckte Kirchen"). Diese Kirche war offiziell St. Nikolaus geweiht, also die Nachfolgekirche der Oude Kerk. Im Volksmund war es Onze Lieve Heer op Solder ("Unser lieber Herrgott auf dem Speicher"). Nach dem Bau der Sint Nicolaaskerk an der Prins Hendrikkade verlor die schuilkerk ihre Funktion und drohte zu verschwinden. Dank der Vereinigung Amstelkring wurde sie gerettet und 1888 als römisch-katholisches Museum eingerichtet. Es ist eine der wenigen Haus- bzw. Speicherkirchen, die noch fast in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten geblieben ist.
Öffnungszeit: Mo-Sa 10-17 h, So/Ft 13-17 h; 1.1. und 30.4. geschlossen; 31.12.: 10-16 h. Preise: Erwachsene € 8,00; Kinder u. Jugendliche (5-18) € 4,00; Kinder (-4)/Amsterdam Card gratis. MJK
  • De Papegaai Kalverstraat 58, Tel: 020-6231889. Een kwartier voor God (Eine Viertelstunde für Gott) steht auf einem Schild am Eingang der neo-gotischen Hl. Peter- und Paulkirche in der betriebsamen Kalverstraat. Allgemein heißt diese Kirche De Papegaai (Der Papagei) nach dem Namen, der sich früher (seit der 2. Hälfte des 17. Jhs.) hier befindlichen schuilkerk. 1848 wurde eine neue Kirche errichtet, die 1899, nach dem Abriss der früheren schuilkerk, noch vergrößert wurde. Der Innenraum der Kirche ist wesentlich größer, als der kleine Eingang an der Kalverstraat vermuten lässt.
Öffnungszeit: Mo-So 10-16 h. Heilige Messen Mo-So 10.30 h sowie zusätzlich so 12.15 h. Die sonntäglichen Messen finden in lateinischer Sprache statt.
  • Mozes en Aaronkerk Waterlooplein 207. Die Kirche des St. Antonius von Padua wurde 1837 anstelle einer schuilkerk aus dem 17. Jhr., die in den Häusern “Moses” und “Aaron” untergebracht war, erbaut. Der Entwurf stammte von T.F. Suys; dem Hofarchitekten Königs Willem I. Die Vorderfassade scheint aus Naturstein zu bestehen. In Wirklichkeit sind das jedoch nur die ionischen Säulen, die Pfeiler und die Brüstung. Die Backsteinfassade ist weiß getüncht, der hölzerne Aufbau auf den seitlich angebrachten Türmen weiß bemalt. Große korinthische Säulen teilen das Innere in drei gleich hohe Schiffe auf. Das Mittelschiff wird von hölzernen Kreuzgewölben überwölbt. Der reiche Barockaltar stammt aus der alten schuilkerk, wie auch verschiedene Bilder und einige Altarmalereien. Nach einer umfangreichen Restaurierung 1990 hat das Gebäude eine sozio-kulturelle und edukative Funktion erhalten.
  • Sint Nicolaaskerk Prins Hendrikkade 73. Als Amsterdam 1578 auf die Seite der Protestanten wechselte, verloren die Katholiken ihr St. Nikolaus-Kirche, die heutige Oude Kerk. In den folgenden drei Jahrhunderten mussten sie in illegalen Kirchen wie dem noch bestehenden Ons' Lieve Heer op Solder zusammenkommen. Die Emanzipation der Katholiken nach der Batavischen Revolution von 1795 war bei den Protestanten nicht unumstritten. Erst in der 2. Hälfte des 10. Jhs. wagten sie es, öffentlich aufzutreten. Die Sint Nicolaaskerk an der Prins Hendrikkade ist ein Beispiel dafür. Am 7. 2. 1887 wurde die Kirche eingeweiht und am 30. 3. wurde in einer Prozession das Heilige Sakrament von Ons' Lieve Heer op Solder zu der neuen Kirche gebracht.
Die Sint Nicolaaskerk ist eine der bekanntesten Kirchen des 19. Jhs. in Amsterdam. Die in auffallendem Stil gebaute Kirche steht an sehr dominanter Stelle gegenüber der Centraal Station.
Offiziell als St. Nikolaus innerhalb der Festung bezeichnet wurde die Kirche zwischen 1884 und 1887 nach einem Entwurf des Architekten A.C. Bleijs in einer Kombination von Neostilen, bei denen Neo-Renaissance und Neo-Barock den Oberton führen, errichtet. Auch das Innere der Kirche ist sehr gut erhalten.
  • De Duif Prinsengracht 756. De Duif (Die Taube) war die erste römisch- katholische Pfarrkirche Amsterdams, die nach der Neueinteilung der Pfarreien (1857) gebaut wurde. Sie wurde in einem Stil errichtet, der dem italienischer Barockkirchen ähnelt. De Duif ist in ihrem Innern eine Kombination von Zentralbau und Basilika. Ein kurzes breites Mittelschiff, flankiert von Galerien, führt zum achteckigen Hauptraum mit erhöhten Priesterchor dahinter. Anfang 1974 fand der letzte offizielle Gottesdienst statt. Das Bistum hatte beschlossen, die unrentable Kirche zu schließen. Beunruhigte Pfarrmitglieder organisierten daraufhin selbst Gottesdienste und führten zusammen mit anderen Bewohnen des Viertels Aktionen zum Erhalt der Kirche durch. Nachdem die Kirche über 25 Jahre lang leer gestanden hatte, wurde 1998 mit ihrer Restaurierung begonnen, die Ende 2002 abgeschlossen wurde. De Duif dient heute als Zentrum für kulturelle und gesellschaftliche Aktivitäten.
  • Posthoornkerk Haarlemmerstraat 124. Die Posthoornkerk, offiziell wurde sie der unbefleckten Empfängnis Mariens geweiht, ist die erste Kirche, die P. J. H. Cuypers in Amsterdam baute. Fünf weitere sollten ihr noch folgen. Die hohen Türme der Posthoornkerk bilden einen wichtigen Ankerpunkt im Stadtbild des Haarlemer Viertels. Vorgänger dieses neogotischen Baus war ein „Missionsposten“, den die Augustinerpater 1682 auf der Prinsengracht 7 bezogen, einem ehemaligen Quartier des Postkutschendienstes nach Haarlem. Dem verdankte die Kirche ihren Namen. Diese Hauskirche ähnelte im Typ der noch bestehenden schuilkerk „Ons' Lieve Heer op Solder“ (→ Museen). Als De Posthoorn 1857 zur Pfarrkirche des Jordaan und der Haarlemmerhouttuinen benannt wurde, wurden Pläne für ein neues Kirchengebäude gemacht. Als Vorbild diente die romanisch-gotische Münsterkirche von Roermond. P. J. H. Cuypers (1827-1921), der zu diesem Zeitpunkt gerade die Restaurierung der Münsterkirche vorbereitete, wurde gebeten, die neue Kirche zu errichten. Am 24. September 1861 wurde der Grundstein gelegt, zwei Jahre später konnte die Kirche in Gebrauch genommen werden. Zum 25. Jahrestag der Kirche wurde diese in den Jahren 1887 bis 1889 mit einer Vorhalle mit Eingangsportal sowie zwei Türmen von 64 m Höhe versehen. 1972 wurde die Kirche unter Denkmalschutz gestellt, was aber keine Garantie für ihren Erhalt bedeutete. Die katholische Gemeinde wollte das Bauwerk abreißen und stattdessen Altenwohnungen bauen. Eine Stiftung, die 1987 ins Leben gerufen wurde, setzte sich für den Erhalt des Bauwerks ein. Sie konnte sich durchsetzen, allerdings dient De Posthoorn heute nicht mehr religiösen Zwecken, sondern wird teils für Büros, teils für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt. Die ursprüngliche Raumwirkung wurde beim Umbau so weit wie möglich erhalten.
  • Vondelkerk Vondelstraat 120. Die ehemalige Kirche des Heiligen Herzens Jesu, die Vondelkerk, wurde in zwei Phasen gebaut. Chor und Apsis wurden 1873 geweiht und mit dem Kapital, das eine Verlosung einbrachte, konnte die Kirche um 1880 vollendet werden. Der Bau der Inneneinrichtung dauerte viele Jahre. 1890 wurde die Orgel aufgestellt und 1893 wurden die Fenster angebracht. Der Architekt P.J.H. Cuypers hielt es für seinen gelungensten Kirchenbau. Der Turm brannte 1904 ab und wurde von Cuypers' Sohn wieder aufgebaut. 1977 verlor die Kirche ihre religiöse Funktion und wurde wegen Baufälligkeit geschlossen. Nachdem sie jahrelang leer gestanden hatte, verwahrloste und Spekulationsobjekt war, wurde die Kirche restauriert. In die früheren Kapellen kamen Büroräume, das Mittelschiff wurde vermietet. Vom ursprünglichen Inventar ist nicht mehr vorhanden.
  • Bethaniënklooster Barndesteeg 6B, Tel: 020-6250078. Das heutige Bethanienkloster gehörte zu einem ausgedehnten Klosterkomplex, der Mitte des 15. Jhs. eingerichtet wurde. Im 16. Jhr. verfiel das Kloster und wurde nach dem Übergang der Stadt zum Protestantismus 1578 geschlossen. Der Flügel im Barndesteeg wurde 1589 an zwei Kaufleute verkauft, die es in zwei Wohnhäuser teilten und erweiterten. In einem der beiden Wohnhäuser wurde 1705 eine Hauskirche für die Alt-Katholiken eingerichtet, die sich kurz zuvor von Rom getrennt hatten. Um einen ausreichend hohen Kirchensaal zu bekommen, wurden der ehemalige Ess- und Schlafsaal des Klosters zusammengefügt, indem der Zwischenboden entfernt wurde. 1914 zog die Pfarrei in ein neues Kirchengebäude um. 1988 wurde das Haus gründlich restauriert, wobei das spätgotische Holzskelett größtenteils rekonstruiert wurde. Der Saal wurde als Podium für Kammermusik eingerichtet, wird aber auch für Lesungen, Zusammenkünfte und Trauungen genutzt.
  • 3 Portugese Synagoge, Mr. Visserplein 3, Tel.: 020-6245351. (52° 22' 3" N 4° 54' 19" O). Die Portugiesisch-Israelitische Synagoge, die Snoge, symbolisiert die Glanzzeit der sephardischen Gemeinde Amsterdams zum Ende des 17. Jhs. Sie wurde 1670 vom Architekten Elias Bouman entworfen, der einige Jahre zuvor schon als Maurermeister bei Bau der Großen Synagoge (heute Jüdisches Historisches Museum) beteiligt war. Das Gebäude ist von nüchternem Aussehen: zurückhaltende Verzierungen, ausgewogene Proportionen, Symetrie. Die Snoge war zu ihrer Zeit die größte der Welt und war ein wichtiges Vorbild. Auch einzigartig ist das fast vollständig erhaltene Interieur. In den niedrigen Gebäuden befindet sich u.a. die kleine Wintersynagoge. Von 1978 bis 1993 wurde die Synagoge phasenweise vollständig restauriert. In Kürze wird mit einer weiteren Restaurierung begonnen. Die Bibliothek des zugehörigen Seminars Ets Haim umfasst eine seltene Sammlung jüdischer Bücher und Handschriften. 2004 wurde die Bibliothek auf die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes gesetzt.
Öffnungszeiten: 1.4.-31.10.: so-fr 10-16 h; 1.11.-31.3.: so-do 10-16 h, fr 10-14 h. Preise: Erwachsene € 8,00; Studenten/Senioren (65+)/MJK € 6,00; Jugendliche (13-17) € 4,50. Kombiticket mit dem Jüdischen Historischen Museum Erwachsene € 12,00; Jugendliche (13-17) € 6,00. Führungen sind nach Voranmeldung möglich.
  • Synagoge Uilenburg Nieuwe Uilenburgerstraat 91. Die Synagoge Uilenburg bestand von 1766 bis 1943 als echte Volks-Sjoel im Herzen des jüdischen Viertels. Mit ihrem Bau (1765-1766) ersetzte sie eine alte Haussynagoge.
Die Inseln Uilenburg, Rapenburg und Marken waren zum Ende des 16. Jhs. zugunsten von Schiffsbau und Industrie angelegt worden. Auf Uilenburg wurden zwei lange schmale Straßen gezogen mit zwei Querstraßen. Bei der Stadterweiterung 1655-1663 verlagerte sich der Schwerpunkt der Industrie zu den neuen östlichen Inseln Kattenburg, Wittenburg und Oostenburg. Das ergab neuen Raum für Wohnungsbau. Gerade zu jenem Zeitpunkt suchten viele jüdische Flüchtlinge aus Mittel- und Osteuropa, die Ashkenazim oder Hochdeutschen Juden, ihre Zuflucht in Amsterdam. Der überwiegende Teil von ihnen war bettelarm und siedelte sich am Stadtrand an, wo die Häuser billig waren wie auf Uilenburg. Im 19. Jhr. gehörte das jüdische Proletariat noch immer zu den ärmsten Gruppen der Stadt. Uilenburg war ein übervölkertes, stark verarmtes Stadtviertel. Zwischen 1910 und 1927 wurde das Viertel eingehend saniert, Hunderte von baufälligen Häusern wurden dabei abgerissen. Die beiden Straßen auf Uilenburg wurden ersetzt durch eine breite Straße, die Nieuwe Uilenburgerstraat. Die Synagoge, die anfangs nur über eine Gasse von der Straße her zu erreichen war, befand sich nach dem Abbruch der Häuser an der neuen Straße.
Im Erdgeschoss hat die Synagoge zwei Säle, die für Hochzeiten bestimmt waren. Ab 1889 wurde der Unterraum teilweise, ab 1912 vollständig für das rituelle Schlachten von Geflügel verwendet. Die eigentliche Synagoge (oder Sjoel) ist der dreischiffige Raum im 1. Stockwerk. Das breite Mittelschiff mit hölzernem Tonnengewölbe auf drei toskanischen Säulen wird von zwei kleineren Seitenschiffen flankiert. Über dem Treppenhaus und den Seritenschiffen befinden sich Galerien. Nur die Galerie über dem Treppenhaus war für Frauen bestimmt.
1943 wurde die Synagoge geschlossen. In den restlichen Kriegsjahren ging fast das gesamte Inventar verloren. 1954 kaufte die Stadt die Synagoge, die jetzt als Restaurationsatelier genutzt wurde. Seit 1988 wird die Synagoge vom Nationalen Restaurationszentrum genutzt, das hier Kurse, Seminare und Lesungen organisiert. Zudem dient die Synagoge als Hochzeitslokal der Stadt Amsterdam. Seit 1997 kommt auch die jüdische Gemeinde Beit Ha’Chidush (Haus der Erneuerung) in der Synagoge zusammen.
  • Raw Aaron Schuster Sjoel Heinzestraat 1-3/Jacob Obrechtplein
  • Synagoge Lekstraat Lekstraat 61-63
  • Djame Masdjied Taibah Kraaiennest 125, 020-6982526. Das einzige Moscheegebäude von Amsterdam-Zuidoost sieht aus wie ein Märchenschloss, das allerdings direkt neben einer Metrostation steht. Auf dem Dach steht eine zwiebelförmige Kuppel mit vier Minaretten. Die Taibah-Moschee ähnelt sehr den Moscheen und Palästen Indiens und Pakistans.
  • Vrijmetselaarsloge Vondelstraat 39-41. Die erste Freimaurerloge in den Niederlanden wurde 1734 gegründet. Dieses Logengebäude mit Vereinsraum und Hausmeisterwohnung ist der Hauptsitz der Amsterdamer Freimaurer. Das heutige Aussehen der Gebäude stammt von 1910. Im Logengebäude befinden sich der Blaue und der Rote Tempel. Zu Beginn der deutschen Besetzung wurde die Freimaurerei verboten und das Haus konfisziert, das Inventar wurde ausgebaut und verkauft. Nach dem Krieg wurde der Schaden nach und nach behoben. 1946 wurde in Bleiverglasung der polierte Diamant in der großen Rosette des Logengebäudes angebracht.
Freimaurer sind eine Geheimgesellschaft. Ihr Gebäude ist daher nur in Ausnahmefällen zu besichtigen, z. B. am Tag des Offenen Denkmals.
Öffnungszeiten: Di-Sa 12-17 h, So 10-17 h; 1.1. geschlossen. Juni - September auch mo geöffnet.

Bauwerke[Bearbeiten]

Bauwerke mit öffentlicher Funktion[Bearbeiten]

  • Stadhuis Amstel 1, Tel: 020-552 2000. Dies ist das vierte Rathaus, das Amsterdam in seiner Geschichte hatte. Das erste stand am Dam, etwas vor dem heutigen Königlichen Palast in der Achse Kalverstraat/Nieuwendijk. Es stammte aus dem 14./15. Jhr., hatte ein zierliches Türmchen und brannte zum letzten Mal 1652 ab. Da war der Nachfolgebau (der heutige Königliche Palast) aber schon in Betrieb genommen worden. Bis 1808 saß die Stadtspitze in diesem Prachtbau bürgerlicher Macht. Dann wurde sie ins frühere Prinsenhof an der Oudezijds Voorburgwal vertrieben. Es war nur als Provisorium gedacht. Erst trachtete man lange Jahre danach, wieder ins angestammte Rathaus auf dem Dam zurückzukehren. Dann gab es regelmäßig neue Pläne für ein neues Rathaus. In den achtziger Jahren wurde der Gedanke gefasst, die Pläne für den Rathausneubau mit denen für ein Städtisches Musiktheater zu kombinieren. Die Pläne des österreichischen Architekten Holzbauer für ein neues Rathaus wurden mit den Operentwürfen von Bijvoet und Holt kombiniert.
Das kombinierte Stadthaus/Musiktheater, von den Amsterdamern sehr schnell als Stopera bezeichnet, wurde in eine Krümmung der Amstel gebaut, auf einem viele Jahre desolat daliegenden Grundstück des ehemaligen jüdischen Viertels am Waterlooplein. Der Giebel des Musiktheaters besteht aus einer hohen gläsernen Fassade, die einen vorzüglichen Ausblick auf die Amstel von der Magere Brug bis zum Munt ermöglicht.
Das Rathaus besteht aus einem großen hellroten Block hinter dem Musiktheater. Der Eingang an der Amstel zu den Abteilungen, mit denen der Bürger normalerweise etwas zu tun hat, wird von einem großen Vordach gekennzeichnet. Eine Galerie gibt Zugang zur Abteilung Öffentlichkeitsarbeit. Bemerkenswert ist außerdem der Messpunkt für den Amsterdamer Pegel (Normaal Amserdams Peil NAP), dem standardisierten Pegel des mittleren Hochwassers der Zuiderzee. Er ist die Grundlage der Höhenvermessungen in den Niederlanden und wurde später von den angrenzenden Ländern, auch Deutschland (hier als Normal Null) übernommen. Eine kleine Ausstellung zum Thema ist gratis zu besuchen.
’’Öffnungszeiten:’’ Mo-Fr 8.30-16.00 h.
  • Haarlemmerpoort Haarlemmerplein 50. Die Willemspoort (Willemstor), im Volksmund Haarlemmerpoort genannt, ist das fünfte Haarlemer Tor, das die Stadt im Westen schützte. Bei jeder Stadterweiterung wurde das Stadttor etwas weiter nach Westen verschoben, in Richtung Haarlem. 1837 war der Vorgänger des heutigen Tors, die 1618 von Hendrick de Keyser entworfene Haarlemmerpoort, wegen Baufälligkeit niedergelegt worden. Drei Jahre später war das heutige Tor fertig. Anlässlich des Amtsantritts von König Willem II am 27. 11. 1640 wurde das Tor nach ihm benannt.
Im 19. Jhr. wurde der alte Stadtwall überflüssig und nach und nach abgebaut. Im Zuge dessen wurden auch fünf Stadttore (nur das Haarlemer und das Muider Tor blieben erhalten) abgerissen. An ihre Stelle traten Wachhäuser, an denen die städtischen Akzisen (städt. Abgaben) kassiert wurden. Dass an Stelle des alten Haarlemer Tors ein neues Tor gebaut wurde, hatte zeremonielle Gründe. Fürstliche Gäste sollten durch dieses Tor in die Hauptstadt der Niederlande einziehen.
Das neue Stadttor wurde überwiegend abgelehnt. Dass es erhalten geblieben ist, ist mehr dem Zufall als dem politischen Willen zu verdanken. 1889 sollte es einem neuen Polizei- und Feuerwehrgebäude weichen, 1967 verlief eine neu geplante Verkehrstraße mitten durch das Tor. Allerdings hatten sich die Amsterdamer inzwischen an das Bauwerk gewöhnt und wollten es nicht mehr missen. Zwischen 1983 und 1985 wurde das Tor restauriert und Wohnzwecken zugeführt.
  • Muiderpoort Am Ende der Plantage Middenlaan steht gegenüber des Koninklijk Instituut voor de Tropen (Tropenmuseum) die Muiderpoort (Muidener Tor). Sie steht zwischen der Lijnbaans- und der Singelgracht, die als Innen- und Außengracht des Stadtwalls (17. Jhr.) dienten. Die Muiderpoort ist das letzte erhaltene der einst sieben Stadttore, die im 17. und 18. Jhr. den Zugang zur Stadt gaben. Es wurde 1770 gebaut, nachdem sein Vorgänger im Jahr zuvor plötzlich versackt war.
Die Muiderpoort ist eines der wenigen monumentalen Stadttore, die in den Niederlanden in der zweiten Hälfte des 18. Jhs. Gebaut wurden. Die Sorgfalt bei der Gestaltung des klassizistischen Baus betont die Rolle des Stadttors als Übergang zwischen Stadt und Land. Die Verteidigung war weniger wichtig geworden, das Tor behielt aber seine Rolle als Zentrum für die städtischen Zoll- und Steuereinnahmen.
Seit 1903 fließt der städtische Verkehr um das Tor herum, es steht seitdem in einem kleinen Park. 1963 wurden in dem alten Stadttor Büroräume eingerichtet. Heute befindet sich hier die Bibliothek des Steueramtes (Belastingdienst).
  • 4 Schreierstoren, Prins Hendrikkade 94-95 (Ecke Gelderse Kade). Der Schreierstoren von 1487 gehörte zur Stadtmauer der Jahre 1481-1494. Dieser Mauerring bestand aus Wehrtürmen znd Stadttoren und folgte den heutigen Wasserläufen Gelderse Kade (im Nordosten), Kloveniersburgwal (im Südosten) und Singel (im Westen). Von dieser Mauer ist nichts erhalten geblieben, nur dieser Wehrturm sowie zwei Stadttore: die St. Antoniepoort (die heutige Waag) und ein Teil der Regulierspoort (das Unterstück des heutigen Munt-Turms). Der Schreierstoren hieß ursprünglich Schreyhoeckstoren und verwies auf die scharfe Ecke, wo die Gelderse Kade auf dem Oudezijds Kolk trifft. Erzählungen, dass hier früher die Seemannsfrauen ihre Männer unter Tränen verabschiedeten, können inzwischen in das Reich der Sagen verwiesen werden.
Ursprünglich wurde der halbrunde Teil des Turms von Wasser umgeben. Die heutigen Fenster wurden erst im 19. Jhr. eingesetzt, die Verteidigungsfunktion erlaubte nur einige Lichtschlitze. Nach dem er Turm nicht mehr der Verteidigung diente, saß hier lange Zeit (bis 1960) der Hafenmeister. Heute sind in dem Turm ein Café und im Obergeschoss ein Spezialhandel für nautische Karten untergebracht.
  • 5 Munttoren, Muntplein 12. Der Munttoren (Münzturm) ist ein Rest der zwischen 1480 und 1487 erbauten Regulierspoort als Teil der mittelalterlichen Stadtmauer. Die Regulierspoort bestand aus zwei Türmen und dem eigentlichen Torgebäude in der Mitte.
Nach der Stadterweiterung von 1585 war diese Mauer nicht mehr nötig und das Tor verlor seine Funktion. Eine Glasbläserei und die Stadtwache teilten sich das Gebäude, bis 1618 das Tor abbrannte. Nur der Westturm (der massive Turmstumpf hatte den Brand überlebt) wurde wieder aufgebaut. 1619/20 verzierte man den Turm nach Plänen des Renaissance-Baumeisters Hendrick de Keyser mit einer zierlichen offenen Spitze, einem Uhrwerk mit vier Ziffernblättern und einem Glockenspiel.
Seinen heutigen Namen erhielt der Turm im Jahre 1672, als die Franzosen große Teile des Landes besetzt hielten und es schwierig war, Silber und Gold zu den Münzorten Dordrecht und Enkhuizen zu transportieren. Amsterdam erhielt zeitweilig das Recht Münzen zu schlagen. Dies geschah im Wachhaus neben dem Turm.
Seit 1877 war durch den Abriss mehrere Häuser ein neuer Platz entstanden, der offiziell Sophiaplein genannt wurde, im Volksmund aber nur Muntplein bzw. - kürzer – Munt hieß. Das alte Wachhaus wurde 1877 durch das heutige in Neo-Renaissance gehaltene Gebäude ersetzt, den Durchgang für Fußgänger gibt es erst seit 1938/39.
Im Turm befindet sich eines von fünf Glockenspielen Amsterdams (die anderen sind in den Türmen von Oude Kerk, Zuiderkerk, Westerkerk und in der Glockenkuppel des Palastes auf dem Dam).
  • 6 Montelbaanstoren, Oude Schans 2. :Der Name des Turms, der seit 1537 verwendet wird ist ebenso wie die korrekte Schreibweise noch stes ein Rätsel. Ab 1578 wurden die Festungswerke der Stadt modernisiert und erweitert, die Lastage wird in die Stadtmauer mit einbezogen. Ab 1591 wird die Stadt auch nach Osten hin erweitert, der Montelbaanstoren wird damit überflüssig für die Stadtverteidigung.
1606 erhielt der Turm ein neues Aussehen. Bewohner der Umgebung hatten darüber geklagt, dass sie keine Glocken hören konnten. Daraufhin erhielt der Turm eine Spitze im Stil der Renaissance und vermutlich nach Plänen von Hendrick de Keyser mit Glocke und Uhrwerk.
Im abrisswütigen 19. Jhr. sollte auch der Montelbaanstoren verschwinden: 1852 wollte man kein Geld für seine Renovierung zahlen. Die Ansiedlung des Städtischen Wasseramtes (Stadswaterkantoor) 1878 sicherte dem Turm in den nächsten Jahren seine Existenz. Seit dem Auszug der städtischen Dienste 2007 sucht die Stadt Amsterdam allerdings nach einem neuen Mieter für das historische Gebäude.
De Waag
  • 7 De Waag Nieuwmarkt 4. Das robuste Bauwerk wurde 1488 als Stadttor gebaut: die Sint-Anthoniespoort. Als 1614 Teile der Geldersekade und des Kloveniersburgwal trockengelegt wurden, entstand ein Platz am Stadttor: der Nieuwmarkt. 1617 wurde das Stadttor zur Stadtwaage umgebaut. In der Waag waren die Gilden der Maurer, Chirurgen, Schmiede, Kuchenbäcker und Schuhmacher zu finden. Gemeißelte Törchen führen zu den dazugehörigen Räumen in den Türmen. Im Quartier der Maurer sind originale und sublime Meisterstücke zu bewundern, z. B. tordierte Säulen, Nischen und Frontons. Ab 1690 wurde in einem achteckigen Kuppelsaal das Theatrum Anatomicum eingerichtet, in dem anatomische Lehrveranstaltungen stattfanden. Die Kuppel wurde 1732 mit den Wappen der Heilmeister versehen.
In dem Gebäude waren im 20. Jhr. viele Jahre lang verschiedenen Museen untergebracht. Nach deren Wegzug in andere Räumlichkeiten stand De Waag längere Zeit leer. Erst in den letzten Jahren ist es gelungen - nach einer intensiven Restaurierung - ins Erdgeschoss ein Café unterzubringen. In den oberen Stockwerrken residiert die "Waag Society", Gesellschaft für alte und neue Medien.
  • 8 Beurs van Berlage Beursplein 1/Damrak 277. Tel: 020-5304141. Die ersten Börsianer Amsterdams versammelten sich in einer Galerie des alten Rathauses am Dam, doch 1608/09 wurde im Rokin beim Dam das erste Börsengebäude der Stadt gebaut. Die Pläne waren von Hendrick de Keyser und das Gebäude hatte etwas von einem italienischen Palazzo. Es hatte einen wichtigen Anteil an der Blütezeit der Stadt, dem „Goldenen Jahrhundert“. 1835 wurde es abgerissen und durch einen Neubau nördlich des Dam ersetzt. Dieser soll wie ein griechischer Tempel ausgesehen haben, die Amsterdamer sprachen vom „Mausoleum“. 1845 wurde die neue Börse eingeweiht, Schon 1884 schrieb die Stadt einen Wettbewerb für eine neue Börse aus. Hendrik Petrus Berlage bekam den Zuschlag und von 1898 bis 1903 wurde sein Plan umgesetzt.
Der Stil des Baus ist nicht eindeutig: Neo-Romanik ist zu erkennen wie auch Züge des Jugendstils. Vor allem wird die Börse aber als Beginn der Moderne gesehen, aus der sich sowohl das Neue Bauen als auch die Amsterdamer Schule ergaben. Berlages Börse wurde 1999 von der „Union Internationale des Architectes“ auf eine Liste der 1000 wichtigsten Gebäude des 20. Jhr. platziert.
1998 verließ die letzte finanzielle Institution die alte Kaufmannsbörse, doch schon 1985 beschloss die Stadt als Eigentümerin, der Börse eine mehr auf die Öffentlichkeit gerichtete kulturelle Funktion zu geben. Dafür wurde das Gebäude aufgeteilt. Der nördliche Teil wird seitdem vom „Niederländischen Philharmonischen Orchester“ als Probe- und Büroraum verwendet, In den südlichen Teil (Großer Saal, Café-Berlage-Saal u.a.) kam die Stiftung Beurs van Berlage, die sich auf das Organisieren von Ausstellungen auf dem Gebiet von Architektur und angewandter Kunst verlegte. Darüber hinaus werden die Säle für unterschiedliche Ereignisse, Kongresse und Versammlungen (z. B. der Hochzeit von Prinz Willem-Alexander mit Máxima Zorreguieta 2002) verwendet.
Öffnungszeiten: so-mi 10-18 h, do-sa 10-22 h. Die Kasse schließt eine Stunde vor dem Ende der Veranstaltung. Die Preisgestaltung ist abhängig von der jeweiligen Veranstaltung.
  • Korenmetershuis Nieuwezijds Kolk 28, Tel: 020-6225292. Ein wenig abseits vom verkehrsreichen Nieuwezihds Voorburgwal steht auf dem Platz Nieuwezijds Kolk das Korenmetershuis (Gildehaus der Kornmesser). Es handelt sich hierbei um eines der wenigen erhalten gebliebenen Gildehäuser der Stadt. Nachdem das Getreide auf der Kornbörse verhandelt worden war, sorgten die Kornmesser und -setzer dafür, das das Getreide in den von den Gilden festgelegten Standardmaßen abgemessen wurde. Das Gebäude wurde im Stil der Holländischen Renaissance errichtet. Über dem Haupteingang werden in Relief die Attribute der Gilde gezeigt: das Maß, die Tonne und der Abstreifer. Heute residiert hier die Denkmalschutzvereinigung Bond Heemschut.
  • Makelaars Comptoir Nieuwezijds Voorburgwal 75. 1612 wurde in Amsterdam die Gilde der Makler gegründet. Ein Makler war eine unabhängige Zwischenperson, die beim Handel mit losen Waren (Kaffee, Tabak und Getreide) die Abmachung zwischen Käufer und Verkäufer regelte. Dieses Gildehaus wurde 1633 gebaut.
Der Bau hat eine reich verzierte Prunkfassade im Stil der Holländischen Renaissance. Das Gebäude ist von innen kleiner, als die breite Fassade suggeriert. Hinter der Eingangstür aus dem 17. Jhr. befindet sich ein gut erhaltenes Vorderhaus mit schwarz-weißem Marmorboden. Das Büro hat bis 2002 keinen anderen Eigentümer gehat, als die Meister der Gilde. Die Einrichtung ist deshalb vollständig erhalten geblieben. Seit 2002 ist die Vereinigung „Hendrick de Keyser“ (eine Denkmalschutzvereinigung) Eigentümer, die es restaurieren ließ und heute für repräsentative und kulturelle Zwecke nutzt.
  • 9 Burgerweeshuis. (52° 22' 14" N 4° 53' 27" O), Kalverstraat 92. Seit 1975 ist das Amsterdamer Historische Museum (AHM, → Museen) in dem ehemaligen Burgerweeshuis untergebracht. Zugänglich ist es durch die so genannten Weeshuispoorten (Waisenhaus-Tore) an der Kalverstraat und dem Sint Luciënsteeg. Zwar hat die Baugeschichte des Komplexes (St. Lucienkloster) schon mittelalterliche Wurzeln, doch die heutige Architektur wird im wesentlichen von zwei großen Umbauten und Erweiterungen zwischen 1632 und 1635 bestimmt. In dieser Zeit entstanden im Prinzip zwei getrennte Waisenhäuser: das Jungenhaus an der Kalverstraat und das dahinter gelegene Mädchenhaus. Beide Häuser hatten ihren eigenen Innenhof und von dem im Lauf der Zeit überwölbten und später zugeschütteten Begijnensloot.
Die Arbeiten für das Jungenhaus begannen 1632 und gaben dem Gebäude mit seinen Säulen eine Renaissance-Prägung. 1762 wurde die Ostseite des Platzes mit 120 Schränkchen versehen, in denen die Jungen ihren persönlichen Besitz und Werkzeug unterbringen konnten.
Das Mädchenhaus wurde 1634/35 vollständig erneuert. An dessen Innenhof wurden drei nüchterne und monumentale Backsteinhäuser errichtet. Der Entwurf dazu stammte von Jacob van Campen, dem Schöpfer des heutigen Palastes auf dem Dam. Der vierte Giebel wurde 1744 gebaut. Natürlich gab es zwischen den beiden Häusern lediglich für die Bediensteten einen Durchgang.
1960 zog das Waisenhaus in die südlichen Randgebiete um und nach langer Umbauphase wurde 1975 das Historische Museum hier eröffnet. Vom ursprünglichen Interieur ust u.a. noch das Regentenzimmer erhalten. Es ist unabhängig vom Museum zu besuchen.
  • Amstelhof Amstel 51. Der Diakonie der Nederduits Gereformeerde Gemeente – der alte Name für die Niederländisch Reformierte Gemeinde – wurde seitens der Bürgermeister 1681 ein ansehnliches Grundstück jenseits der Amstel zwischen der Nieuwe Herengracht und der Nieuwe Keizersgracht zum Bau eines logement voor 400 ofte meer persoonen. Aufnahme in diesem Haus sollten Witwen finden, die mindestens 15 Jahre in Amsterdam wohnen und seit zehn Jahren Mitglied der Reformierten Kirche sein mussten. Ab 1719 wurden auch alte Männer in dem haus untergebracht. Das bis vor wenigen Jahren als Amstelhof bekannte Altenheim wurde damals als Diaconie Oude Vrouwen en Mannen Huis bezeichnet. Architekt war wahrscheinlich Hans Jansz. van Petersom, damals Städtischer Zimmermann von Amsterdam. Innerhalb con 16 Monaten war das nüchterne klassizistische Gebäude auf einem Fundament von 1.432 Holzpfählen fertiggestellt. Mit einer Fassade von 76 m an der Amstel war es zugleich das längste Gebäude der Stadt.
Die lange symmetrische Fassade ist charakteristisch für Amstelhof. Interessant ist der zentrale Eingang mit den ionischen Pfeilern, ein Scheineingangm der nur wegen der Symmetrie an dieser Stelle ist. Die wirklichen Eingänge befinden sich links und rechts des „Haupteingangs“. Zwischen 2007 und 2009 wurde das Gebäude umgebaut und am 20. 6. 2009 als Dependance des Eremitage-Museums von St. Peterburg eröffnet: die Eremitage an der Amstel (→ Museen). Einige Teile des alten Amstelhof wurden erhalten: der Kirchensaal, die Regentenzimmer und die historische Küche.
  • Spinhuis Oudezijds Achterburgwal 185 . Das „Spinnhaus“ war ein Amsterdamer Zuchthaus für Frauen, das 1597 in einem Teil des früheren St. Ursula-Klosters gegründet wurde. Über dem Eingangstor stand, wer hier hin musste: Om schamele meyskens, maegden en vrouwen 't bedelen, leechgaen en doolwech te schuwen, is dit spinhuis hier gesticht (Um armseligen Mädchen, Mägden und Frauen das Betteln, Herumlungern und Irrgehen zu verwehren, ist dieses Spinnhaus hier gegründet worden.“)
Die verurteilten Frauen saßen in einem großen Saal und mussten spinnen und nähen. Nach einem Brand wurde das Haus 1645 neu gebaut. In den Spinhuissteeg kam ein heute noch erhaltenes Tor mit einem Relief, dass die Geißelung zweier Frauen darstellt sowie (in Übersetzung) folgenden Spruch: „Erschrecke nicht, ich räche kein Böses, doch zwinge zu Gutem; Hart ist meine Hand, doch liebevoll mein Geist.“
In dem Gebäude ist heute die Abteilung für Soziologie und Kulturelle Anthropologie der Universität Amsterdam (UvA) untergebracht. 1990 wurde unter dem Namen „Het Spinhuis“ ein Verlag gegründet, der mit der UvA verbunden ist.
  • Rasphuis Heiligeweg 19. Das „Raspelhaus“ war ein Amsterdamer Zuchthaus, das 1596 auf dem Gelände des früheren Clarissenklosters am Heiligeweg gegründet wurde. 1815 wurde es aufgehoben, 1892 wurde das Gebäude abgebrochen, um Platz für ein Schwimmbad zu machen. Heute steht an dieser Stelle das Einkaufszentrum Kalvertoren.
Ins Rasphuis kamen junge männliche Verbrecher. Sie mussten brasilianisches Rotholz zersägen. Das Puder wurde an die Farbindustrie geliefert, die es als Textilfarbe verwendete.
Die Gründung des Rasphuis markierte eine Wende im juristischen Denken. Verbrecher erhielten nicht länger eine Leibstrafe, sondern es wurde versucht, sie im Rasphuis mit harter Arbeit zu einem besseren Leben zu erziehen. Auf der noch bestehenden Eingangspforte ist daher auch zu lesen: „Wilde Tiere muss man zähmen“.
Schon wenige Jahre später wurden die Gefangenen als billige Arbeitskräfte ausgebeutet. Der Erziehungseffekt ging dadurch natürlich verloren. Gegen ein Eintrittsgeld konnte das Rasphuis besucht werden, z. B. Um seinen Kindern zu zeigen was passierte, wenn sie nicht brav waren.
  • Admiraliteit oder Prinsenhof Oudezijds Voorburgwal 195-199. Die Klosterkapelle des St. Cäcilienklosters am Oudezijds Voorburgwal wurde 1594 zum Empfang wichtiger Gäste eingerichtet. Dem verdankt es den Namen Prinsenhof. Ab 1597 tagte die Admiralität (ein Organ, das die zivilen wie militärischen Schifffahrtsangelegenheiten der niederländischen Republik beaufsichtigte) im Prinsenhof. Ab 1647 dehnte sich die Admiralität auf den gesamten Komplex aus. 1661/62 wurde der noch heute bestehende Südflügel mit dem Tympanon gebaut. Als Admiral-General verblieb der Prinz von Oranien vorzugsweise im Gebäude der Admiralität. Er brauchte so nicht die Gastfreundschaft der ihm nicht immer günstig gesinnten Stadt in Anspruch zu nehmen. So blieb der Name Prinsenhof stärker im Gedächtnis haften.
Nachdem König Louis Napoleon das Rathaus auf dem Dam 1808 zu seiner Residenz bestimmt hatte, zog die Stadtverwaltung in das Gebäude der nicht mehr benötigten Admiralität. Vorläufig dachte man, doch Provisorien haben in Amsterdam ein langes Leben. 1926 wurde der Rathauskomplex mit einem Neubau im Stil der Amsterdamer Schule erweitert. Bis 1988 blieb die Stadtverwaltung im Prinsenhof. Heutzutage ist das Hotel „Sofitel The Grand Amsterdam“ hier untergebracht.
Oost-Indisch-Huis
  • Oostindisch Huis Oude Hoogstraat 24. Die Verenigde Oost-Indische Compagnie (VOC), gegründet 1602, kann als früheste Aktiengesellschaft bezeichnet werden. Das Handelsunternehmen richtete sich nicht nur auf den Handel zwischen Europa und Asien, sondern kümmerte sich auch um den inneraiatischen Handel. Dafür richtete sie sechs Kammern ein: in Amsterdam, Middelburg, Hoorn, Enkhuizen, Delft und Rotterdam. Die Zentrale Verwaltung des Unternehmens, die Heren XVII (17 Herren), kam zwei- bis dreimal im Jahr zusammen, sechs Jahre nacheinander in Amsterdam, anschließend zwei Jahre nacheinander in Middelburg.
1603 mietete die VOC einen Teil des Bushuis (Arsenal) an der Ecke von Kloveniersburgwal und Oude Hoogstraat (dieses Gebäude wurde 1891 abgerissen). 1606 beschloss man, ein neues Gebäude neben das Bushuis zu bauen. Eine Pforte mit toskanischen Halbsäulen an der Oude Hoogstraat und ein Durchgang mit gemauerten Gewölben führt zum Innenhof mit dem beeindruckenden Giebel des Gebäudes. Der Giebel stammt aus der Werkstatt von Hendrick de Keyser und zeigt alle Merkmale seines Stils. Die Eingangspartie hat eine Pforte in diesem Stil.
1633 wurde der Westflügel bis an die Oude Hoogstraat verlängert. Nach dem Abriss des Bushuis an der Ecke vom Kloveniersburgwal entwarf Reichsbaumeister 1891 C.H. Peters einen neuen Ostflügel im alten (passenden) Stil.
Auf dem Innenhof wurden die Schiffsbesatzungen angemustert. Bis zu ihrer Auflösung 1798 hatte hier die VOC ihren Sitz. Anschließend haben die Gebäude bis 1808 der Kolonialverwaltung gedient. Heute gehört der Komplex zur Universität Amsterdam. Der große Saal im Hauptflügel hat ein interessantes rekonstruiertes Interieur.
Der Hortus Botanicus von Amsterdam ist einer der ältesten botanischen Gärten der Welt. In den Gärten und Gewächshäusern wachsen 6.000 Pflanzen bei rund 4.000 Arten. Der Hortus befindet sich im Plantage-Viertel, am Randes des geschäftigen Zentrums. Hinter dem 300 Jahre alten Zugangstor hat man das Gefühl, dass die Stadt kurz die Luft anhält.
Vom Ursprung her ist der Hortus ein medizinischer Kräutergarten, der 1638 von der Stadt Amsterdam eingerichtet wurde. Die Stadt hatte soeben eine Pestepidemie überstanden. Kräuter waren zu jenem Zeitpunkt als Grundlage für Medikamente lebenswichtig. Im Hortus verbesserten Ärzte und Apotheker deren Zusammenstellung.
Die aus Südostasien mitgebrachten Kräuter, Gewürze sowie exotischen Zierpflanzen führten zu einer raschen Erweiterung des Gartens im 17. und 18. Jhr.. Einige „Kronjuwelen“ des Hortus stammen aus dieser Zeit wie der Stammvater aller Kaffeepflanzen Mittel- und Südamerikas oder eine 2000 Jahre alte Agave.
Inmitten dieses lebenden Museums steht die Orangerie mit einer der schönsten Terrassen Amsterdams.
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-17 h, Sa-So/Ft 10-17 h. Im Dezember und Januar schließt der Garten um 16 h. Im Juli und August ist der Hortus täglich bis 21 h geöffnet. Während dieser Monate kann von 18 bis 20.30 h in der Orangerie gegessen werden. Der Hortus ist am 1.1. und 26.12. geschlossen. Hunde und andere Haustiere sind im Hortus nicht gestattet. Eintrittspreise: Erwachsene € 6,00; Kinder (5-14) und Senioren (65+) € 3,00; Tageskarte (Eintritt + Lunch) € 15,00.
Hinter dem fremdartigen Namen Artis verbirgt sich der Amsterdamer Zoo. Artis ist die Kurzfassung für die Koninklijk Zoölogisch Genootschap Natura Artis Magistra (auf dt: Königlich Zoologische Gesellschaft "Die Natur ist die Lehrerin der Künste"), die 1838 von G.F. Westerman, J.W.H. Werlemann und J.J. Wijsmuller gegründet wurde. Ziel des dieses ältesten Tiergartens des Landes war es, die Natur – in lebendiger wie in unlebender Form der Bevölkerung näher zu bringen. Anfangs war die stets größer werdende Sammlung in Formalin getauchter Spezimina ebenso wichtig wie der Tiergarten. Die Sammlung musste schon 1855 und nochmals 1882 wegen Platzmangels umziehen und bildet heute den Grundstock des Zoologischen Museums. Der ursprüngliche Tierpark war indes mit einem Raubtiergehege (1859) und einem Aquarium (1882) erweitert worden, letzteres war lange Zeit tonangebend in der Welt.
Außer dem Tierpark umfasst Artis heute ein Geologisches Museum und ein Planetarium. Es sind noch einige Gebäude aus dem 19. Jhr. stehen geblieben und diese geben dem Zoo einen Charme und eine historische Dimension, an denen es modernen und neuen Zoos mangelt. Wie die meisten älteren Tierparks, die in einer Stadt liegen, musste auch Artis viel umbauen, um den Tierpark an moderne Auffassungen bezüglich einer artgerechten Unterbringung anzupassen. 1997 wurde das Aquarium komplett mit einem Korallenriff, einem Mangrovenwald vom Amazonas und der Fauna einer Amsterdamer Gracht umgestaltet. Seit jenem Jahr konnte der Zoo auch an der Plantage Doklaan mit einer nachgebauten afrikanischen Savannenlandschaft erweitert werden.
Öffnungszeiten: 1.11.-31.3. Mo-So 9-17 h; 1.4.-31.10: Mo-So 9-18 h (sa Juni-August bis Sonnenuntergang). 24. 12, 31. 12. 9-16 h; 1.1. 10-17 h. Eintrittspreise: Erwachsene € 19,95; Kinder (3-9) € 16,50.
Das eindrucksvolle Gebäude der früheren Gesellschaft Felix Meritis ("Glücklich durch Verdienste") wurde von Jacob Otten Husly im Louis-XVI-Stil entworfen. Es gehört zu den schönsten Bauwerken des 18. Jhs. in Amsterdam und war viele Jahre der kulturelle Mittelpunkt der Stadt. Die Gesellschaft „Felix Meritis“ wurde 1776 gegründet und hatte sich zum Ziel gesetzt, das Bürgertum für die Vermehrung der Kenntnis über Künste und Wissenschaften zu begeistern. Zu seiner Zeit war „Felux Meritis“ eine progressive Einrichtung.
Der Bau von „Felix Meritis“ an der Keizersgracht hatte auch Gegner: der Bau nahm drei Grundstücke in Beschlag und ist doppelt so hoch wie die ursprünglich hier stehenden Häuser. Gegen Ende des 19. Jhs. begann der Niedergang des Gebäudes, eine Druckerei zog ein. 1932 wurde es von einem Brand stark beschädigt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam die Parteizentrale der Kommunistischen Partei der Niederlande (CPN) ins „Felix Meritis“. Die Parteizeitung De Waarheid wurde hier gedruckt. In dieser Zeit ging der Niedergang zu Ende. Mit eigenen Leuten wurde das Gebäude, auch von innen, so weit wie möglich in den ursptünglichen Stand gebracht. Auch seine kulturelle Bestimmung erhielt „Felix Meritis“ in der CPN-Zeit zurück: das Shaffy-Theater hat hier bis heute seinen Sitz, jetzt wieder unter dem Namen „Felux Meritis“.
„Felix Meritis“ hat eine prachtvolle Innenausstattung im Louis-XVI-Stil, u. a. Ein geräumiges rechteckiges Treppenhaus. 1998 wurde mit der Restaurierung des Inneren begonnen, ab 2006 wurde das ganze Gebäude grundlegend umgestaltet. Inzwischen firmiert „Felix“ als „Europäisches Zentrum für Kunst, Kultur und Wissenschaft“.
1876 reichte P.J.H. Cuypers seine Pläne für das neu zu bauende Rijksmuseum(Reichsmuseum oder Nationalmuseum) ein. Am 1. 10. desselben Jahres wurde der erste Pfahl in den Boden gerammt und am 13. 7. 1886 wurde das Museum offiziell eröffnet. Cuypers führte seinen Entwurf in der Formensprache der Holländischen Renaissance des ausgehenden 16. Jhs. aus. Kritiker sahen im Ergebnis zu viel gotische Züge. Diesen mittelalterlichen katholischen Baustil hielten sie für ungeeignet für ein derartiges „nationales“ Gebäude in der „protestantischen Nation“ Niederlande. Bei der Eröffnung des Museums wurde auch spottend von der „Einsegnung des bischöflichen Palastes, genannt das Rijksmuseum zu Amsterdam“.
Der Grundriss des großen, symmetrischen und vollständig frei in einer Parkanlage gelegenen Gebäudes zeigt ein Rechteck mit beiderseits der Mittelachse einem von drei Flügeln umgebenen Innenhof. Als Baumaterialien wurden überwiegend Backstein, Granit, Kalk- und Sandstein verwendet. Die Mittelachse hat im Erdgeschoss einen breiten Durchgang – eine Forderung der Stadt, der die Stadhouderskade mit dem Museumplein verbindet und dem dahinter gelegenen Viertel. Das ganze wird von dem Mittelteil mit den Türmen, dem Durchgang und den Ecktürmen stark akzentuiert. Die Fassade ist reich verziert mit Motiven aus der niederländischen Geschichte. Später wurden zahlreiche Nebengebäude an den ursprünglichen Entwurf angebaut.
2003 wurde mit einem umfangreichen Umbau begonnen, der nach jüngsten Angaben Mitte 2013 beendet sein soll. In dieser Zeit ist ein Teil des Museums im Philipsflügel geöffnet. Hier sind derzeit die Hauptwerke (Nachtwache und niederländische Meister) untergebracht. Dieser Flügel ist durch den Eingang an der Jan Luijkenstraat erreichbar (→ Museen).
Das Concertgebouw ist ein aus drei Sälen bestehendes Konzertgebäude in Amsterdam. Zusammen mit der Symphony Hall in Boston und dem Musikvereinssaal in Wien wird es wegen der außerordentlich guten Akustik zu den besten Sälen f+r die Aufführung symphonischer Musik gezählt.
Um 1850 wollte der Arzt Samuel Sarphati aus Amsterdam eine moderne europäische Stadt machen. Dafür entwarf er einen Stadterweiterungsplan, wonach Hotels, Restaurants und Cafés gebaut wurden. Auch das kulturelle Leben blühte auf, was mit dem Bau des Concertgebouws versinnbildlicht wurde. 1881 taten sich einige Bürger zusammen und baten Pierre Cuypers, den Architekten des gerade im Bau befindlichen Rijksmuseums im Unterstützung. Der Architekt A. L. Van Gendt realisierte die Vorstellungen des Komitees 1886. Mit zwei Jahren Verzögerung wurde das neue Konzertgebäude 1888 eröffnet. Van Gendt verwendete für den Bau überwiegend Backstein, für die Eingangsfassade verwendete er jedoch Sandstein. Über dem Haupteingang befinden sich sechs Säulen, abgeschlossen von einem dreieckigen Tympanon, das mit einem Relief mit der Abbildung der Musen verziert ist. Bekrönt wird der Giebel von einer goldenen Leier, bis heute das Logo des Concertgebouw, die auf Apollo als Schutzherr der Musik verweist. Für die Inneneinrichtung diente das „Neue Gewandhaus“ in Leipzig als Vorbild (fließende Linien und abgerundete Ecken). Zwischen 1985 und 1988 wurde das Gebäude mit einem modernen Anbau aus Glas erweitert, der (fast) nicht auffällt. 1992 wurde das Concertgebouw von außen renoviert, 1995 von innen.
Das Amsterdamer Stadttheater ist ein auffälliges Gebäude auf dem Leidseplein. Es handelt sich dabei nicht um das erste Theatergebäude der Stadt. 1638 war an der Keizersgracht ein Holzgebäude nach Entwurf von Jacob van Campen gebaut worden. Dieses brannte 1772 ab. Schon 1774 wurde ein neues Theater errichtet, dieses Mal am Leidseplein und wieder aus Holz. 1874 erhielt das Gebäude eine Außenmauer aus Stein, weil der Straßenlärm zu laut geworden war. Nach einem großen Feuerwerk auf dem Leidseplein brannte auch dieses Gebäude 1890 ab. Danach wurden die Architekten A. L. Van Gendt und die Gebrüder J. L. Und J. B. Springer beauftragt ein neues Theater zu bauen, dieses Mal aus Stein. Zusätzlich verwendeten sie feuerfeste Materialien wie Eisen und Stahlbeton. Die Fassade wurde im Stil der Holländischen Renaissance entworfen aus rotem Backstein und Naturstein mit Dekorationen, die dem Antike entliehen sind. Das Gebäude zeigt eine große Ähnlichkeit mit dem Centraalstation, an dem Van Gendt auch mitgewirkt hat.
Ursprünglich hatte die Schouwburg verschiedene Ränge für die unterschiedlichen gesellschaftlichen Stände und nur der vornehme Stand konnte durch den Haupteingang das Gebäude betreten. Weniger reiche Besucher mussten die Nebeneingänge verwenden und kamen dadurch gleich in die ihnen zustehenden Ränge.
Der Große Saal ist in Barock gehalten und mit vielen Skulpturen, Ornamenten und Kronleuchtern verziert, die dafür sorgen, dass die technischen Innovationen und das neue Baumaterial nicht sichtbar sind. Insgesamt sind 1200 Plätze in dem hufeisenförmigen Saal, von denen 900 benutzt werden. Die Treppenhäuser und Gänge sind mit einer Sammlung Fotos und Gemälden verziert von Prominenten der Theaterwelt. Diese Sammlung wird noch stets mit neuen Gesichtern erweitert.
Ende 2008 wurde an der Vorderseite des Gebäudes ein Stadtfoyer entwickelt, in dem der Ticketshop und der International Theatre & Film Bookshop angesiedelt sind ind Besucher vor und nach der Aufführung essen und trinken können. Das Stadtfoyer soll der Treffpunkt für kulturell interessierte Menschen sein, sowohl für Theaterbesucher als auch Passanten und Touristen.
  • Station Amsterdam Centraal Stationsplein 15. Auf drei angelegten Inseln im IJ wurde das Centraalstation 1882 in Holländischer Neorenaissance errichtet. Es steht auf 8687 Pfählen. Am Der Architekt Pierre Cuypers sah den Amsterdamer Hauptbahnhof als Tor, wodurch der Reisende die Stadt betrat. Der Bahnhof besteht aus einem Backsteingebäude von 300 m Länge. Dahinter liegen die Bahnsteige, geschützt von einer mit Holz bedeckten Eisenkonstruktion. Der Mittelteil des Bahnhofs, in dem sich die Ein-gänge befinden, hat tatsächlich etwas von einem Stadttor, flankiert von zwei Türmen. Seit der Fertigstellung wurde der Bahnhof mehrere Male umgebaut. Zur Zeit verursacht die neu angelegte Nord-Süd-U-Bahn größeres Chaos.
Der Bahnhof verfügt über ein recht gutes Bahnhofsrestaurant namens „1e klas“. Und manchmal kann man auch die Königlichen Wartesäle besichtigen.
  • Station Amsterdam Amstel Julianaplein 1. Das 1939 in Gebrauch genommene Amstelstation war der erste Bahnhof in den Niederlanden, der als Knotenpunkt für unterschiedliche Verkehrsmittel und –ströme fungierte. Das damals neue Prinzip der “optimalen Erreichbarkeit für unterschiedliche Transportformen” wird mit Höhenunterschieden, (Vor-)Plätzen und Tunnels erreicht. Der in funktionalistischem Stil ausgeführte Bahnhof ist ein Entwurf des Architekten H.G.J. Schelling. Die hohe und transparente Glas-, Stahl- und Betonkonstruktion der Bahnhofshalle verbindet den Eisenbahn- mit dem Stadtverkehr und steht in Längsrichtung zu den Gleisen. Der Wandschmuck an den Schmalseiten der Halle stammt von P. Atsma und verkörpern die “Dynamik der Eisenbahn”. Die Bilder von T. van Reijn, ein Bronzerelief am Ostgiebel und die Skulprur einer halbsitzenden Frau aus grauem Kalkstein in der Halle versinnbildlichen “Aktivität” und “Passivität”. Im Durchgang zu den Gleisen befindet sich noch ein Kunstwerk von Alma, ein gekacheltes Tableau von 1968, das bis 2003 im inzwischen abgerissenen Marnixbad hing.
  • Hoodpostkantoor Nieuwezijds Voorburgwal 182. Das frühere Amsterdamer Hauptpostamt liegt direkt hinter dem Palast auf dem Dam. Es wurde zwischen 1895 und 1899 nach Entwurf des Reichsbaumeisters C. H. Peters gebaut. Es besteht aus einer Mischung von Neo-Stilen, wobei die Neo-Gotik und die Neo-Renaissance vorherrschen. Es wird heute zu den wichtigsten 100 niederländischen UNESCO-Denkmälern gerechnet. Immer wieder wurden in der Vergangenheit Touristen beobachtet, die bewundernd vor dem Gebäude standen und sich über die Schönheit des Königlichen Palastes ausließen.
1987 gab die Post das Gebäude auf. Nach aufwendiger Restauration wurde es 1992 als Einkaufszentrum Magna Plaza eröffnet.
Öffnungszeiten: mo 11-19 h, di,mi,fr,sa 10-19 h, do 10-21 h, so 12-19 h.
  • Scheepvaarthuis Prins Hendrikkade 108. Das „Schifffahrthaus“ war als gemeinsames Bürohaus für die Amsterdamer Reedereien errichtet worden. Es wird allgemein als das erste Gebäude betrachtet, das völlig im Stil der Amsterdamer Schule gebaut worden ist.
Verantwortlich für den Bau zeichneten die Brüder J.G. und A.D.N. Van Gendt, überließen aber die architektonische Umsetzung dem damals recht unbekannten J.M. van der Mey sowie den späteren Architekten der Amsterdamer Schule M. de Klerk und P.l. Kramer. Darüber hinaus war eine große Zahl von Künstlern mit den zahlreichen Dekoration des Äußeren wie des Inneren des Baus beschäftigt. Das Gebäude sollte als praktisches, modernes und funktionelles Bürogebäude dienen und zugleich verweisen auf die reiche Schifffahrtstradition der Niederlande.
Bei der ersten Bauphase (1913/16) wurde bereits der zwölf Jahre später vollendeten Erweiterung Rechnung getragen; für beide Bauphasen wurden die Backsteine zur gleichen Zeit hergestellt und Farbabweichungen zu vermeiden. Diverse Sorten von Backstein, Zierschmiedearbeiten, Bleiverglasungen, Tropenhölzern und Textilien wurden in großer Zahl verarbeitet. Die verwendeten Materialien waren sehr kostenaufwändig, mussten teilweise extra für diesen bau angefertigt werden. Der frühere Haupteingang auf der Ecke Prins Hendrikkade/Binnenkant wurde mit einem abgeflachten Turmaufbau gekrönt, bekleidet mit kupferfarbenem englischem Schiefer. Der Dachrand aus Blei wurde in der Form von Schiffstauen, Wellen und Fischköpfen ausgeführt. Besondere Aufmerksamkeit erhielt das zentrale Treppenhaus sowie die früheren Direktionszimmer auf den Etagen über dem Haupteingang.
Nachdem die letzte Reederei 1981 das Gebäude verlassen hatte, war von 1983 bis 2004 der Städtische Verkehrsbetrieb GVB im Scheepvaarthuis. Am 8. Juni 2007 wurde nach intensivem Umbau ein Fünf-Sterne-Hotel mit 166 Zimmern unter dem Namen Grand Hotel Amrâth Amsterdam hier eröffnet.
  • ANDB-bondsgebouw Henri Polaklaan 9. Bei dem Gebäude des Algemeene Nederlandsche Diamantbewerkers Bond (ANDB – Allgemeiner Niederländischer Diamantarbeiterbund) handelt es sich um das älteste Gewerkschaftsgebäude der Niederlande. Es wurde zwischen 1898 und 1900 auf Initiative des Bundesvorsitzenden Henri Polak (1868-1943) von H. P. Berlage entworfen, der sich auch um die Innenausstattung kümmerte. Die Wandmalereien in dem Gebäude stammen von R. N. Roland Holst (1868-1938). Nach Entbindung des Diamantarbeiterbundes 1958 (2000 Mitglieder waren jüdischer Herkunft und während der Besatzungszeit verschleppt und ermordet worden) wurde das Gebäude von der ebenfalls von Polak gegründeten Metallarbeitergewerkschaft übernommen. Seit 1991 wird es vom Nationalen Gewerkschaftsmuseum genutzt. Nach einer in drei Phasen ausgeführten Restaurierung wurde das Gebäude fast vollständig in den ursprünglichen Zustand zurückgebracht.
Das ANDB-Haus steckt voller Symbolik. Schon kurz nach Fertigstellung wurde es wegen seiner robusten Bauweise als „Burg der Arbeit“ bezeichnet. Als erstes Gewerkschaftshaus des Landes hatte es natürlich eine Vorbildfunktion. Mit aller Kraft sollte es die Ideale der sozialistischen Bewegung ausdrücken und mit Schönheit und Harmonie ein Abbild der bevorstehenden neuen Gesellschaft sein. Wie auch für die Börse, an der Berlage übrigens zeitgleich baute, ließ der Architekt sich von den mittelalterlichen Rathäusern Italiens inspirieren. An diese Bauten erinnern der massive Charakter und auch der Turm, der sich aus dem Bau hervorhebt. Auffallend ist auch die Größe der verwendeten Backsteine. Sie unterstreichen den burgartigen Charakter.
Der Eintritt in das Gebäude unterliegt einem beabsichtigten Effekt. Nachdem der Besucher die hohe Treppe bezwungen hat, kommt er durch den schweren Eingangsbogen in ein dunkel überwölbtes Portal. Umso größer ist die Überraschung, sobald er die zentrale Halle betritt, in der warmes, von oben strahlendes Licht durch die Glaskuppel hineinfällt. Dieser Kontrast bildet eine treffende Metapher für den Weg der Arbeiterbewegung vom „Dunkel zum Licht“.
Von der Eingangshalle aus gelangt man in den großen Ratssaal. Die Uhr hinter dem Stuhl des Vorsitzenden wurde von Berlage selbst entworfen, ebenso die Bleiglasfenster und die Wandlampen. Die Wandgemälde stammen von Richard Roland Holst, die Verse darunter von seiner Gattin Henriette Roland Holst. Ihr Thema ist Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Arbeiterbewegung. Im ersten Stock ist das Vorstandszimmer. Die Einrichtung war ein Geschenk junger Gewerkschaftsmitglieder anlässlich der Einführung des Acht-Stunden-Tages im Jahre 1911. Berlage entwarf hier die Lambrisierung, die Lampen, die Möbel, den Teppich, das Parkett, die Vorhänge und den Hammer des Vorsitzenden. Die drei Wandgemälde stammen auch hier von Richard Roland Holst und bilden die ideale Tageseinteilung des Arbeiters ab: die kräftigen Stunden der Arbeit, die sandten Stunden der Erholung und die tiefen Stunden des Schlafs.
Simon Philip Goudsmit eröffnete 1870 seinen Laden für Damen-Textilien auf dem Nieuwendijk in Amsterdam. Seine Nachfolger beschlossen, das Geschäft auf dem Nieuwendijk zu erweitern und zogen 1909 in ein Notgeschäft auf dem Damrak um. Der Umsatz stieg aber so gewaltig an, dass man beschloss das Geschäft dauerhaft auf dem Damrak zu betreiben. Entworfen wurde der Neubau von Jacques A. Van Straaten, B. A. Lubbers zeichnete für die Inneneinrichtung. 1935 wurde das Gebäude zur Warmoesstraat erweitert.
Die Fassade ist sehr traditionell, sicher wenn man sie mit der zehn Jahre zuvor fertiggestellten Börse vergleicht. Es orientiert sich eher an der Architektur des Königlichen Palastes auf dem Dam. Bei der Erweiterung von 1935 wurden sowohl der Altbau als auch der Neubau auf eine große zentrale Lichthalle orientiert. Bei Umbauten in den siebziger Jahren wurden die großen Fenster der Lichthalle abgedeckt und erst beim letzten Umbau 2005 wurde die ursprüngliche Situation wieder hergestellt.
De Bijenkorf in Amsterdam ist das Stamm- und größte Warenhaus der Bijenkorf-Kette in den Niederlanden.
  • Amstel-Hotel Prof. Tulpplein 1. Auf Initiative des Arztes Samuel Sarphati (er brachte der Stadt im ausgehenden 19. Jhr. wichtige Impulse für die Entwicklung von Bildung, Gesundheit, Städtebau und Industrie) wurde 1867 das Amstel Hotel – das erste und für lange Zeit einzige Hotel Amsterdams mit internationaler Ausstrahlung - eröffnet. Der Entwurf stammt vom Architekten C. Outshoorn, der auch den 1864 eröffneten und 1929 abgebrannten Industriepalst (Paleis voor Volksvlijt) auf dem Frederiksplein plante. Der Bau besteht aus typisch niederländischem roten und gelben Backstein.
Die Praxis des Physiotherapeutem Dr. J.G. Mezger, von 1870 bis 1888 in dem Hotel untergebracht, zog viele Mitglieder des europäischen Adels ins Amstel-Hotel. In den Jahren 1899/1900 wurde das Hotel um eine Etage aufgestockt.
Nach vielfachen kleineren und größeren Umbauten, wobei – bis auf die zentrale Halle – viel von der ursprünglichen Einrichtung verloren ging, wurde im November 1990 mit einer umfangreichen Restaurierung und einem Umbau des Hotels begonnen. Die Zahl der Zimmer wurde von 112 Zimmern auf 79 Luxussuiten und Appartements verringert. Die Sicht auf die Amstel ist nach dem Abbruch der 1953 gebauten Lounge wieder frei. Noch stets ist das Amstel-Hotel die Nobelabsteige der Stadt. Dafür sorgen auch die ansehnlichen Preise des inzwischen zur internationalen Kette „Intercontinental“ gehörenden Hotels.
  • Theater Tuschinski Reguliersbreestraat 26-34, Tel: 0900-1458 (€ 0,55/min). Das Theater „Tuschinski“ ist ein Kino mit sechs Sälen in der Reguliersbreestraat nahe dem Muntplein. Das Theater wurde im Auftrag von Abraham Icek Tuschinski errichtet und 1921 eröffnet. Der Entwurf des Gebäudes stammt vodem Architekten Louis de Jong. Das „Tuschinski“ wurde in unterschiedlichen Stilen erbautm u. a. Amsterdamer Schule, Jugendstil und Art Deco. Die Baukosten betrugen rund vier Millionen Gulden.
Die reich dekorierte Fassade in ihrem auffälligen Baustil ist vollständig mit glasierten Kacheln und keramischen Skulpturen verkleidet, an manchen Stellen verziert mit geschmiedeten Dekorationen und Lampen. Die ostindisch anmutende Architektur der Fassade mit ihren markanten Türmen sollte das Punlikum in eine Welt der Illusionen hineinführen.
Nicht nur auf architektonischem und dekorativen Gebiet war das Theater etwas Besonderes. Auch die elektrotechnische Installation war ihrer Zeit weit voraus und mit revolutionären Heizungs- und Lüftungssystemen wurde an alle Stellen im Theater die gleich bleibende Temperatur erreicht.
Von 1998 bis 2002 wurden sowohl Exterieur als auch Interieur einer eingreifenden Restauration unterzogen, sodass das Theater heute wieder den Eindruck wecjt, den Abraham Tuschinski erreichen wollte. Hinter dem alten Theater wurde ein Neubau errichtet. So wurde die Zahl de Kinosäle auf sechs erhöht. Der große Saal des „Tuschinski“ ist auch heute noch sehr eindrucksvoll und wird regelmäßig Premieren in den iederlanden verwendet.
  • CINEAC Reguliersbreestraat 31, Tel: 020-5306888. Für die Reguliersbreestraat entwarf der Architekt Jan Duiker ein Kino. In diesem Kino, das 1934 gegenüber des berühmten Theaters Tuschinski erbaut wurde, zeigte das Handelsblad kurze durchlaufende Filmnachrichten ohne feste Anfangs- und Endzeiten. Das Kino wurde CINEAC genannt, eine Zusammensetzung aus „Cinema d'Actualité“. Gebaut wurde es nach den Prinzipien des „Neuen Bauens“, wobei sich die Form aus der Funktion ergab und moderne Materialien wie Stahl und Glas verwendet wurden. Der parabolförmige Filmsaal wurde diagonal gesetzt, um den vorhandenen Raum optimal auszunutzen. Es fällt auf, dass der Eingang etwas zurückgesetzt von der Straßenflucht gebaut wurde. Das gläserne Vordach und die beweglichen Kassen trugen dazu bei, dass die Filmberichte von der Straße her einsehbar waren, sich mitten in der täglichen Realität befanden. Die Straßenecke wurde von einem hohen diagonal aufgestellten Stahlgerüst mit Leuchtreklame betont. Diese bildbestimmende Tafel wurde 1980 entfernt. In den neunziger Jahren wurde das Gebäude restauriert, tat zwischen 1992 und 1886 noch einmal Dienst als Kino, verlor aber 1996 seinen Namen, als ein Restaurant darin eröffnet wurde. 2007 kam ein neues Restaurant hinein, der Bau erhielt aber den Namen CINEAC zurück.
  • Amsterdam Arena Das Stadion von Ajax Amsterdam, in dem an spielfreien Tagen stündlich ab 11 Uhr Führungen stattfinden. In der Arena Area rund um das Stadion finden in der Heineken Music Hall, Grolsch Music Hall oder Pepsi Stage abends Musikveranstaltungen statt.

Wohnhäuser[Bearbeiten]

Die Innenstadt Amsterdams (und der meisten niederländischen und flämischen Städte) zeichnet sich vor allem durch eine reiche bürgerliche Architektur aus. Hier sind es nicht die herausragenden Prunkbauten vergangener Zeiten, die die Stadt prägen, sondern vielmehr ein reichhaltiges Angebot vieler einzelner, sich stets wieder von einander unterscheidenden Wohn- und Lagerhäusern, die der Stadt - zusammen mit den Wasserflächen - ihr einzigartiges Aussehen geben. Aus der Vielzahl bemerkenswerter Bauten können leider nur einige wenige wiedergegeben werden. Ich folge dabei dem Aufbau der Stadt von innen nach außen.

  • 't Aepgen Zeedijk 1. Ursprünglich gab es in Amsterdam viele Holzhäuser. Nun sind nur noch zwei über: Das Haus auf dem Begijnhof 34 (±1425) und dieses (±1550). Beide gehören schon zu einem späteren Typ: sie sind höher und haben gemauerte Seitenwände. Bis ins 17. Jhr. wurden Holzhäuser gebaut. Sie hatten den Vorteil, dass sie kostengünstiger waren und die Möglichkeit boten, mehr Fenster einzubauen. Der Nachteil war, dass sie schneller abbrannten. Deshalb verboten die Städte schon früh ihren Bau.
Nach den ältesten Berichten über 't Aepgen hatte dieses Haus immer eine Geschäftsfunktion. Erst nach der Restaurierung 1986/87 kam eine Gaststätte in das Erdheschoss des Hauses. Die oberen Geschosse gehören zum Hotel Barbizon Palace und werden als Gästezimmer vermietet.
  • Gecroonde Raep Oudezijds Voorburgwal 57, Ecke Achterburgwal 46a. 1615 kaufte der Kaufmann Eduard Emtinck ein Haus mit Grundstück, das vom Voorburgwal durchlief zum Achterburgwal. Kurz darauf ließ er vom Stadtbaumeister Hendrick de Keyser eine neue Fassade am Oudezijds Voorburgwal anbringen.
Um 1660 vermachte Emtinck das Haus der Diakonie der Reformierten Kirche, die es bis ins 19. Jhr. der Armenfürsorge zur Verfügung stellte. Danach kam eine Zigarrenfabrik in das Gebäude und in den letzten Jahren hat ein Künstlerpaar sarin gewohnt und gearbeitet.
2006 wurde das große Anwesen vollständig restauriert. Der Giebel am Oudezijds Voorburgwal gilt als prachtvoles Beispiel für den Stil von De Keyser. Innen wurde das Haus bis 1850 nicht grundlegend verändert. Der Saal der Hinterhauses gibt mit seinem schönen Schornsteinmantel im Pokkoko-Stil ein gutes Bild des Zustandes im 18. Jhr.
  • Het Wapen van Riga Oudezijds Voorburgwal 14. An der Ecke von Oudezijds Voorburgwal und Oudezijds Armsteeg (mitten im Rotlichtviertel) steht das „Wappen von Riga“, ein großes Kaufmannshaus von 1597. Noch im 18. Jhr. wohnten gier vornehme Leute, danach ging es bergab. Das haus wurde 1929 als „unbewohnbar“ erklärt, meist die letzte Stufe vor dem Abriss. Doch es entkam dem Abriss. Seit 1961 ist hier das Goodwill-Zentrum der Heilsarmee untergebracht.
  • De Huysman Oudezijds Achterburgwal 187, Ecke Spinhuissteeg 2. Dieses schmale, tiefe Haus mit eigenständigen Wohnungen in den Obergeschossen war seit seinem Bau 1727 eine wahre „Mietkaserne“. Im 18. Jhr. bestand es aus zwei Wohnungen im Erdgeschoss und vier einzeln vermieteten Wohnungen in den oberen Etagen. Trotzdem konnte es sich von seinem Aussehen her mit manchen einfachen Kaufmannshaus messen. Bei der Restaurierung 1992 wurde die bestehende Einteilung weitestmöglich respektiert, die Zahl der Wohnungen aber von sechs nach zwei zurückgebracht.
  • Gouden en Silveren Spiegel Kattengat 2-4. Vor 1600 war das Kattengat een Wassergraben in einer Gegend, die – nahe beim IJ gelegen – voller Lagerhäuser und Betriebe stand. Nach Trockenlegung des Grabens ließ der Seifensieder Laurens Jansz Spiegel hier 1614 als Geldanlage die Gebäude Kattengat 4 und 6 errichten und ließ als Hinweis auf seinem Namen Spiegel in die Giebelspitzen meißeln. Abgesehen von den Spiegeln sind die Treppengiebel übrigens recht schlicht mit horizontalen Lagen aus gelbem Backstein ausgeführt. Heutzutage sind in beiden Häusern ein ziemlich exquisites Restaurant angesiedelt.
  • Trippenhuis Kloveniersburgwal 29. Es ist schon mehr als Palast zu bezeichnen denn als Wohnhaus, was die Gebrüder Louys und Hendrick Trip sich an den Kloveniersburgwal stellten. Louys Trip (1605-1684) und sein Bruder Hendrick (1607-1666) kamen ±1630 nach Amsterdam und handelten in Eisen und Waffen. Die Brüder wollten das Haus ihres schärfsten Konkurrenten Louis de Geer, das Haus mit den Köpfen, in den Schatten stellen. Dafür beauftragten sie den Architekten Justus Vingboons mit dem Entwurf ihres Bürgerpalastes. Zwei vollständige Häuser versteckten sich hinter der gemeinsamen Vorderfront: es war damals die breiteste Fassade eines Grachtenhauses in Amsterdam. Das Trippenhaus entstand zwischen 1660 und 1662 als eines der ersten klassizistischen Entwürfe in den Niederlanden. Der aufmerksame Beobachter wird eine gewisse, sicher nicht ungewollte, Ähnlichkeit mit dem damaligen Amsterdamer Rathaus, dem heutigen Palast auf dem Dam, feststellen.
Die Fassade ist mit sich von Fenster zu Fenster hangelnden Obstgirlanden verziert, in der Mitte mit Oliven- und Palmzweigen (als Zeichen des Friedens), die Eckschornsteine sind als Mörser ausgearbeitet. Im Tympanon ist das Wappen der Familie Trip inmitten von Kanonenläufen und -kugeln abgebildet.
1730 wurde das rechte Haus im Louis-XIV-Stil umgebaut. Das linke Haus entspricht mehr dem ursprünglichen Zustand. Seit 1887 residiert die Königliche Akademie der Wissenschaften in dem Gebäude, nachdem es erst ab 1808 das Rijksmuseum aufgenommen hatte.
  • De Drie Traancoopers Herengracht 77, Ecke Korsjespoortsteeg 24. Seit dem Ende des 16. Jhs. stand hier ein Haus, 1632 wurde es völlig neu gebaut. Im Stil der Zeit war das Untergeschoss mit Holz verkleidet, der gemauerte Treppengiebel mit Natursteinelementen verziert. Das Haus stellt ein typisches Exemplar für ein Geschäftshaus eines Handwerkers dar.
  • Rokin 145 Der Giebel des Hauses von Pieter Jansz. Sweelinck (Sohn des berühmten Organisten Jan Pietersz. Sweelinck) ist eines der schönsten Beispiele für den erhöhten Halsgiebel im holländisch- klassizistischen Stil von Philips Vingboons.
Vingboons kann als Erfinder des Halsgiebels bezeichnet werden, der den Klassizistischen Pilastergiebel bei schmalen Wohnhäuser verwendete. Derartige Wohnhäuser finden sich viele an den weniger wichtigen Grachten.
  • Wohnhaus Nieuwmarkt 20-22. Dieses historische Haus wurde 1605 anstelle der mittelalterlichen Stadtmauer gebaut. Auftraggeber des Baus war einer der Gründer der Vereinigten Ostindischen Compagnie (VOC). Das kapitale Haus erhielt einen doppelten Treppengiebel in Holländischer Renaissance, reich verziert mit Schmuckelementen aus Naturstein.
Rembrandthuis
  • 17 Huis Bartolotti Herengracht 170-172. Das Haus „Bartolotti“ wurde um 1620 erbaut im Auftrag des sehr vermögenden Bankiers und Kaufmanns Willem Bartolotti van den Heuvel. Das Haus stellt eines der prächtigsten Bauten der Holländischen Renaissance dar und wurde vermutlich nach Plänen von Hendrick de Keyser errichtet,.
Das Haus „Bartolotti“ befindet sich zweifach geknickt in einer Krümmung der Herengracht. Die Fassade besteht aus Natur- und Backstein, reich mit Renaissance-Ornamenten verziert. Die Sitze des Giebels, die im Lauf der Zeit vereinfacht worden war, wurde bei der Restauration von 1970 sorgfältig rekonstruiert.
Große Teile der Louis-XIV- und Rokkoko-Inneneinrichtung sind erhalten. Im Rückgebäude befinden sich eine Wohnküche, ein Esssaal (mit Marmorbrunnen), ein großer Saal mit Holz- und Stuckarbeiten sowie ein Schlafzimmer. Im Haus „Bartolotti“ befindet sich seit 2009 die Zentrale der Denkmalschutz-Vereinigung „Hendrick de Keyser“.
  • Huis Van Brienen Herengracht 284. 1614 erwarb Hans van Wely, Hofjuwelier von Rinz Maurits, etwas Grundbesitz an der neu angelegten Herengracht. Seine Witwe ließ hier 1620 als Geldanlage zwei identische Häuser bauen, um sie zu vermieten. 1728 wurde das damals einfache Haus zu einer Patrizierwohnung im Louis-XiIV-Stil umbauen. Große Teile des Hauses und der Inneneinrichtung stammen noch aus dieser Zeit. Das Haus erhielt ein großes Hinterhaus, einen Innehof neben einem monumentalen Treppenhaus und ein Gartenhaus.
Als das Haus 1781 von dem Kaufkamm Armoldus Johannes van Brienen gekauft wurde, modernisierte dieser es leicht im Louis-XVI-Stil. Seitdem blieb das Anwesen in den Händen dieser Familie. Der letzte Abkömmling schenkte das Haus im Amsterdam, das sie nur gelegentlich nutzte, 1993 der Vereinigung Hendrick de Keyser mit einem Teil des Mobiliars.
Das Haus hat eine Fassade aus Sandstein von ca. 1728. Neben den vornehmen Empfangsräumen sind auch die alte Küche, die Lagerkeller, das Zimmer des Knechtes sowie das Gartenzimmer erhalten. Sie geben ein Bild vom Wohnen an einer Gracht im 18. und 19. Jhr.
  • De Vier Heemskinderen Herengracht 394. Schön gelegenes Eckhaus an der nördlichen Ecke von Herengracht und Leidsegracht. Es wurde Es wurde 1671 gebaut, die Geschäftseinrichtung und das Erdgeschoss stammen vom Ende des 19. Jhs. Das Haus mit dem Halsgiebel trägt einen Giebelstein mit den „Vier Haimonskindern“ nach einer karolingischen Sage, die im flämisch-niederländischen Raum verbreitet ist.
  • 18 Het Huis met de Hoofden Keizersgracht 123. Das „Haus mit den Köpfen“ wurde 1622 für Nicolaas Sohier gebaut. 1634 verkaufte dieser das Haus an den Waffenhändler Louis de Geer (1587-1652). Das Haus ist eines der drei noch bestehenden Beispiele eines Haus aus dem frühen 17. Jhr. mit einem Seitenhaus (Vorläufer des Doppelhauses). Der prachtvolle Renaissance-Treppengiebel wird Hendrick de Keyser zugeschrieben, obwohl er wahrscheinlich von seinem Sohn Pieter vollendet wurde, da der Vater 1621 starb.
Der reich verzierte Giebel ust eines der wenigen Beispiele für die barocke Amsterdamer Renaissance wie Hendrick de Keyser sie verstand. Rechts des Hauses steht ein Tor, hinter dem ein Gang zum Kutschhaus führte. Über dem Tor wurde ein Zimmer für den Kutscher gebaut.
Das Doppelhaus hat auf der Rückseite zwei Treppengiebel in traditioneller Bauweise. Es tritt ein klarer Unterschied zutage zwischen der reich verzierten Vorderfassade und dem zeitgleich erbauten doppelten Treppengiebel auf der Rückseite, der in schlichter Amsterdamer Renaissance ausgeführt ist.
Von 1983 bis 2006 wurde das Haus vom Amsterdamer Denkmalschutzamt genutzt. Danach wurde es verkauft und wird jetzt privat genutzt.
  • Die Gouden Bocht (de: „Goldener Bogen“) ist der am meisten herausragende is Teil der Herengracht, gelegen zwischen Leidsestraat und Vijzelstraat. Dieser Teil gehlrt zun Vierde Uitleg der Stadterweiterung Amsterdams, d. h. der Anlage des berühmten Grachtenfürtels. Bis 1663 verlief die Herebgracht nzr bis zur Leidsegracht. Dann wurde der Grachtengürtel erweitert. Die Herengracht wurde verlängert und machte auf der Höhe der Nieuwe Spiegelstraat einen Knick, wodurch die Grundstücke tiefer wurden. Zudem ermutigten die Bürgermeister zum Ankauf doppelter Grundstücke. Auf diesen natürlich auch wesentlich teureren Grundstücken ließen die Superreichen der Stadt ihre imposanten palastähnlichen Wohnhäuser mit klassizistischen Fassaden eaus teurem Naturstein errichten.
In der Gouden Bocht befinden sich einige besonders hervorzuhebende Häuser wie das Haus de Neufville (1731), Herengracht 475. Auf der Herengracht 466, an der Ecke der Nieuwe Spiegelstraat, war zwischen 1858 und 1926 die mit dem Kolonialhandel befasste Nederlandse Handelsmaatschappij untergebracht. Heute ist dies das Hauptquartier von Yahoo. Auf der gegenüberliegenden Seite (Herengracht 464) sind die Büros des niederländischen Staranwalts Bram Moszkowicz. In der Gouden Bocht sind heute überwiegend Büros von Banken und Lebensversicherungen anzutreffen. Die Deutsche Bank gehört zu den wichtigsten Eigentümern.
Auch verschiedene Kultureinrichtungen sind hier zu finden: das Gpethe-Institut, das Katzenkabinett (Bel-etage der Herengracht 497) und der Prins Bernhard Cultuurfonds auf der Herengracht 476. Einige wenige Häuser werden von Privatleiten bewohnt.
  • Huis de Neufville Herengracht 475. Dieses Haus im Goldenen Bogen ist eines der schönsten Amsterdams, ein wahres Stadtpalais. Die meisten Gebäude des 18. Jhs. sind umgebaute Häuser aus dem 17. Jhr., nicht jedoch das „Haus De Neufville“, das von Grund auf neugebaut wurde. Wurde vermutlich 1731 begonnen und mit Sicherheit 1733 beendet. Auftraggeberin war Petronella van Lennep-de Neufville (1688-1749). Bis 1792 blieb das Haus in den Händer der Van Lenneps. Danach kam es an Jan Gildemeester (1744-1799), der auch das Landhaus Frankendaal am Middenweg in Watergraafsmeer (Oost) besaß. Neben seinem Beruf als Kaufmann betätigte er sich auch als Kunstsammler und richtete zwei Zimmer im Haus als Museum ein. Das Haus ist ein Musterbeispiel für ein Dippelhaus um Louis-XIV-Stil. Wahrscheinlich hat Daniel Marot, der Entwickler des niederländischen Louis-XIV-Stils daran mitgearbeitet.
Von 1964 bis 1966 wurde es restauriert, die alte Sprosseneinteilung der Fenster wurde wiederhergestellt, ebenso die Inneneinrichtung die besonders imposant ist und vielleicht eine der schönsten der Stadt. Derzeit residiert hier eine russische Bank.
Die Häuser an diesem Teil der Herengracht haben Kutschhäuser in der Reguliersdwarsstraat, einer Straße, die parallel zur Herengracht verläuft. Dazwischen befinden sich die Gärten der Häuser. Oft ist der Kutschhausgiebel an der Gartenseite reich verziert oder ist ein reich verziertes Gartenhaus dagegen gebaut. Letzteres ist auch der Fall bei der Herengracht 475. Das Gartenhaus hat ein schöne Fassade im Louis-XIV-Stil mit zwei ionischen Säulen, einer Balzstrade mit Krone und zwei Brustbildern in Nischen.
  • Herengracht 479 Das Haus auf der Herengracht 479 ist ein Wohnhaus von doppelter Breite das 1665 für Joan Corver gebaut und 1722 für Pieter Pels in seinen heutigen Zustand gebracht wurde. Obwohl es nicht so reich dekoriert ist wie das Haus de Neufville, sind doch auf der Bel-etage schön eingerichtete Zimmer mit Deckengemälden alt-holländischer Meister zu bewundern. Es sind selbst noch ursprüngliche Bemalungen der Holzböden und –balken vorhanden, die bei Restaurierungsmaßnahmen entdecjt wurden.
Der Hausflur ist einer der breitesten in den noch bestehenden Grachtenhäusern. Die Treppe im hinteren Teil des Hauses ist einzigartig wegen der Wandskulpturen und der dazu gehörenden geschnitzten Tür auf der Etage. In der reich verzierten Kuppel sind die vier Elemente dargestellt.
  • Ambtswoning van de burgemeester Herengracht 502. Dies ist seit 1926 die Dienstwohnung des Amsterdamer Bürgermeisters. Das doppelte Herrenhaus von 1671 wurde für Paulus Godin gebaut, Kaufmann und Direktor der West-Indischen Compagnie (WIC). Bei einem gründlichen Umbau im Jahre 1791 der vorderen und hinteren Fassade wurden die typischen dorischen Säulen aufgestellt. Bei einem späteren Umbau von 1871 bis 1874 erhielt die Inneneinrichtung ihr heutiges Neo-Louis-XVI-Aussehen.
  • Kalkmarkt 7 ist ein ursprünglich aus dem 17. Jhr. stammendes Haus, das um 1730 stark umgebaut wurde. Das Patrizierhaus erhielt damals von außen wie von innen besonders reich im Louis-XIV-Stil ausgestaltet. Es wurde ein reich verzierter Halsgiebel angebracht mit einem Brustbild als abschließendem Pediment. Zwar liegt Kalkmarkt 7 nicht an einer Hauptgracht, das Haus war trotzdem eim Schmuckstück.
Als es 1978 in den Besitz der Denkmalschutz-Organisation Stadsherstel kam, war es ein verwohntes Gebäude. Die Giebelbekrönung war um 1900 durch eine flache Zierleiste ersetzt worden, der Giebel wurde „enthalst“. Zwanzig Jahre später begann die Restaurierung des gesamten Hauses. Es wurde als Lehrlingsobjekt durchgeführt, die beteiligten Auszubildenden konnten sogleich einen Abschluss als Restaurierungstischler oder -maurer machen. Im Garten wurde zufällig das abgebaute Brustbild wiedergefunden, sodass das Haus heute wieder ein Prunkstück am Kalkmarkt ist.
  • Eckhaus Prinsengracht 2-4. Dieses Eckhaus an der Nordseite des Jordaan bildet mit dem Nachbarhaus Prinsengracht 4 eine visuelle Einheit. Beide Häuser sind als Geschäft mit darüber liegender Wohnung entworfen. Prinsengracht 2 hat zwei identische Treppengiebel auf beiden Seiten, was an den Grachten recht selten vorkommt. Das heutige Café Papeneiland (Pfaffeninsel) weist auf die katholische schuilkerk „De Posthoorn“, die bis 1860 in diesem Häuserblock untergebracht war.
  • 19 Anne-Frank-Haus, Prinsengracht 263. (52° 22' 30" N 4° 53' 3" O)Museen
Das Haus wurde 1635 gebaut, die Fassade stammt aus dem Jahre 1740. Ab 1940 lebte hier die jüdische Familie Frank, deren Schicksal durch das Tagebuch ihrer Tochter Anne bekannt wurde. Seit 1960 ist das Haus zusammen mit dem Nachbarhaus Nr. 265 ein Museum und Dokumentationszentrum für die Judenverfolgung unter deutscher Besatzung in den Niederlanden.
  • Noach's Arck Zandhoek 4. Die Zandhoek (de: Sandecke) auf dem Realeneiland ist ein verborgenes Stückchen Amsterdam. 13 kapitale Kapitänswohnungen stehen hier in einer Reihe.
  • De Steeman - De Landman - De Zeeman Bloemgracht 87, 89 und 91. Drei hübsche Renaissance-Treppengiebel (1642) nebeneinander. Nach der Vereinigung "Hendrick de Keyser", die sie in den ersten Jahren nach 1945 restauriert hat, heißt das Trio auch De Drie Hendricken.

Speicherhäuser[Bearbeiten]

Speicherhäuser (ndl.: pakhuizen) sind wichtige Industriedenkmale. Keine Stadt in Europa hat so viele davon wie Amsterdam. Der Grund besteht darin, dass sich die Stadt im 17- Jhr. zum Stapelmarkt der Welt entwickelte: fast alle Waren, die weltweit verhandelt wurden, wurden in den Speicherhäusern von Amsterdam zwischengelagert. Bis ±1600 lagerte man die Waren im Wohnhaus des Kaufmanns, auf dem Dachboden oder – wie er mancherorts heißt – dem Speicher. Je wichtiger der Handel wurde, desto mehr nahm der Bedarf an Speicherplatz zu. Zu Beginn des 17. Jhs. wurden in großer Zahl pakhuizen gebaut. Diese sind wie die Kaufmannshäuser schmal, tief und hoch.

Die durchschnittliche Tiefe der Speicherhäuser beträgt 30 m, eine Tiefe, die die meisten Kaufmannshäuser an den Hauptgrachten auch haben. Doch einen Unterschied gibt es: die Kaufmannshäuser bestehen aus einem Vorder- und einem Hinterhaus, getrennt durch einen Innenhof, während die Speicherhäuser aus einem Gebäude in seiner ganzen Tiefe bestehen.

Pakhuizen sind gut erkennbar an ihren vertikalen Fensterreihen, die mit Fensterläden verriegelt werden können. Meistens haben sie einen einfachen Spitzgiebel. In Amsterdam haben alle Häuser einen Kranbalken (hijsbalk). Sowohl Packhäuser als auch Kaufmannshäuser haben oft sehr ausgeklügelte Hebekonstruktionen.

Neben dem einfachen schmalen und tiefen Packhaus gibt es natürlich auch Kombinationen: Doppelhäuser oder gar ganze Reihen. Und schließlich gibt es die Magazine, die meist Eigentum der Stadt oder von Großbetrieben wie der VOC waren. Das größte Packhaus Amsterdams war das Oost-Indisch Zeemagazijn (1661) auf Oostenburg (Östliche Inseln). Dieses gewaltige Packhaus war 215 m breit. Vernachlässigung ließ es 1822 einstürzen. Wohl erhalten ist 's Lands Zeemagazijn (1656), das große Magazin der ehemaligen Admiralität, in dem heute das Schifffahrtsmuseum untergebracht ist.

Eine Geschichte für sich bilden die Speicher aus dem 19. und 20. Jhr., die entlang der IJ-Ufer gebaut wurden. Man nannte sie häufig Vemen, nach den Unternehmen, die sie anlegten. Inzwischen dind auch die meisten dieser Vemen zu Wohnzwecken umgebaut worden, wie auch die pakhuizen im Zentrum.

  • Bank van Lening Nes 57/Oudezijds Voorburgwal 300. Am Nes, einer der ältesten Straßen Amsterdams, und am Oudezijds Voorburgwal stehen zwei schön verzierte Renaissancegiebel. Es handelt sich um zwei ehemalige Torfspeicher (dem wichtigsten Brennstoff im mittelalterlichen Amsterdam), in denen seit 1614 die Stadsbank van Lening residiert. Es handelt sich dabei um eine städtische Pfandleihe, die auf gemeinnütziger Basis arbeitet. Es ist das älteste noch existierende Geldinstitut der Stadt.
  • Bushuis Singel 423. 1606 wurde das neue Bushuis (Zeughaus) vollendet. Dieses Magazin für Waffen ersetzte das „alte“ Bushuis am Kloveniersburgwal, das von der Verenigde Oost-Indische Compagnie in Gebrauch genommen wurde.
Das Nieuwe Bushuis bestand aus zwei sehr tiefen Speicherhäusern, die bis zur heutigen Handboogstraat verliefen. Der gemeinsame Giebel ist mit seinem Rollwerk und der Bekrönung mit Löwenmasken und Kugeln ziemlich ungewöhnlich für Amsterdam. Die beiden hohen Türen sollten das schwere Geschütz einfach und schnell hinaus lassen können. Spätere Erhöhungen des Straßenniveaus haben die Türen niedriger werden lassen. Auf dem Dachboden wurden die leichteren Waffen aufbewahrt. Wegen des großen Gewichts der gelagerten Waffen erhielt das Bushuis ein Meter dicke Stützmauern und die überirdischen Mauern hatten einen Durchschnitt von mehr als 50 cm.
Noch vor Ende des 17. Jhs. wurde das Bushuis mehrheitlich für andere Zwecke benutzt. Nur das schwere Geschütz blieb bis 1787 an Ort und Stelle. Das Gebäude diente als Seidenwinderwerkstatt und Milizkaserne. Bei einer Restaurierung 1920 wurde die Stuckschicht entfernt und die Giebelstruktur wieder hergestellt. 1972 wurde das Bushuis ein Teil der Universitätsbibliothek. Dabei wurde im Prinzip ein neues Haus gebaut und nur der historische Giebel erhalten.
  • Het Arsenaal Waterlooplein 69-75. Von 1610 bis 1613 ließen die Oudezijds Huiszittenmeesters vier Speicher für die Lagerung von Getreide und Torf auf dem Gekände des alten Leprosenhauses errichtet. Diese Stadttorfpackhäuser­ ersetzten das alte Torfpackhaus am Oudezijds Voorburgwal, das jetzt von der Stadsbank van Lening genutzt wurde. Die Huiszittenmeesters waren eine Art Sozialamt, eingeteilt in die „Oude Zijde“ (östlich der Amstel) und die Nieuwe Zijde (westlich der Amstel). Sie gaben Nahrungsmittel (Brot, Butter, Käse) und Brandstoff (Torf) an Arme, die nicht in einem Heim untergebracht waren, sondern zu Hause lebten. Die Huiszittenmeesters residierten anfänglich in der Oude und der Nieuwe Kerk, hatten aber ab 1655 eigene Räumlichkeiten wie hier. Ursprünglich standen die Lagerhäuser am Wasser der Leprozengracht. Diese wurde mit der angrenzenden Houtgracht 1882 zugeschüttet, wodurch das Waterlooplein entstand. Die Speicherhäuser behielten ihre Funktion bis zur Ankunft der Franzosen. 1808 kam der ganze Komplex in die Hände des Staates, der hier ein Waffenmagazin, das Arsenal unterbrachte. 1942 kamen die Lagerhäuser wieder an die Stadt. Heute gehören sie zum Niederländischen Architektur Institut.
West-Indisch Pakhuis
  • West-Indisch Pakhuis 's Gravenhekje 1. Das West-Indische Speicherhaus wurde 1644 gebaut als Lagerhaus der West-Indischen Compagnie (WIC), einer Organisation, die im 17. und 18. Jhr. vom niederländischen Staat das Handelsmonopol für alle Kolonien in Westindien, genauer gesagt in Nord- und Südamerika sowie in Afrika. Von diesem Lagerhaus aus wurden die Schiffe der WIC mit Vorräten für ihre oft monatelange Reise nach „de West“. Die WIC handelte vor allem in Tabak, Zucker und Gold, war aber auch wesentlich am Sklavenhandel beteiligt. Bis zum Westfälischen Frieden (u. a. Mit Spanien) scheuten sich die niederländischen Kapitäne auch nicht, schwer mit Gold beladene spanische Schiffe zu kapern.
Vom einstigen Landbesitz der WIC sind heute nur noch die Niederländischen Antillen und Aruba übrig. Im den Anfangsjahren war es etwas mehr: von 1624 bis 1667 Nieuw-Nederland (Ostküste der heutigen USA zwischen dem 38. und dem 42. Breitengrad, u.a. mit dem 1625 gegründeten Nieuw Amsterdam, dem späteren New York), zwei Orte auf Puerto Rico, von 1625 bis 1680 die Jungferninseln, 1628 – 1677 Nieuw Walcheren (heute Tobago), bis 1815 das heutige Guyana, von 1667 bis 1975 Suriname, Cayenne im heutigen Franz.-Guyana (1660 - 1664), Niederl.-Brasilien um das heutige Recife, von 1633 bis 1678 die Insel Arguin vor dem heutigen Mauretanien, von 1617 bis 1663//1677 die Insel Gorée (ndl. Goeree) vor Senegal, zwischen 1637 und 1871 26 Forts und Handelsniederlassungen an der Goldküste, dem heutigen Ghana, Faktoreien an der „Sklavenküste“ (heute zu Nigeria, Benin und Togo gehörend), bis 1778 die heute zu Äquatorial-Guinea gehörende Insel Annobón, von 1645 bis 1649 die Insel St. Helena. 1674 ging die 1. West-Indische Compagnie Pleite, ihr Nachfolger wurde 1675 aus der Taufe gehoben und segnete 1792 das Zeitliche.
  • 's Lands Zeemagazijn Kattenburgerplein 1. Das Landes-Seemagazin, auch als Magazin der Admiralität bezeichnet, wurde 1656 unter Leitung des Stadtbaumeisters Daniel Stalpaert errichtet. Der Grundstein wurde am 28. September 1656 gelegt. Das Magazin war das wichtigste Gebäude der Admiralität von Amsterdam. Die Republik besaß fünf Admiralitätskollegien, die für den Schutz der Handelsflotte und der Küstenregion der Republik zuständig waren. Dafür musste die Kriegsflotte ausgerüstet, bevorratet und unterhalten werden. Die dafür notwendigen Gegenstände (Schiffsausrüstung und Waffen) wurden in dem Magazin aufbewahrt. 's Lands Zeemagazijn ist das größte noch existierende Lagerhaus des 17. Jhs.
Das Gebäude ist viereckig und besteht aus vier Flügeln um einen recht großen Innenhof. Es sieht symetrisch aus, ist es aber nicht. Der Flügel am Kattenbirgerplein ist nur halb so tief wie dime drei anderen Flügel. Es ist im Stil des Holländischen Klassizismus gebaut, wie auch das ehemalige Rathaus, der heutige Palast auf dem Dam. Das Zeemagazijn ist ein reiner Zweckbau und daher wesentlich nüchterner gehalten als das reich verzierte Rathaus. Die Vorder- und Rückfassade sind dennoch mit Skulpturen verziert, die sich auf die Größe und Macht Amsterdams auf den Weltmeeren beziehen..
1740 drohte das Gebäude zu versacken. Daraufhin wurde die noch bestehende rundum verlaufende schwere Befestigung angebracht. In der Nacht vom 5. auf den 6. Huli 1791 fing das Gebäude in Flammen auf. Nur die Mauern blieben stehen. Sofort danach wurde es wieder aufgebaut. Dieser Wiederaufbau dauerte bis 1893. Die Mauern wurden anschließend verputzt in der Farbe von Bentheimer Sandstein, wodurch es so aussieht, als ob das Gebäude aus großen Sandsteinblöcken bestünde. Nachdem die Admiralitäten 1795 aufgehoben worden waren, wurde es als Marinemagazin verwendet. 1968 wurde beschlossen, das Schifffahrtsmuseum hier unterzubringen, angesichts der Geschichte des Gebäudes eine passende Nutzung. 1972 begann die Restaurierung, die bis 1981 dauern sollte. Derzeit wird es wieder restauriert und umgebaut und soll Mitte 1911 wieder mit einer vollständig erneuerten Ausstellung eröffnet werden.
  • De Zon und January - December Achtergracht 2-26.
  • Amstel 34 (1733), Glockengiebel Louis XIV.
  • Brouwersgracht 116-118 (1725), Trapezgiebel.
  • 't Slagthuis Brouwersgracht 174-178 (1625/50), Trapezgiebel mit Stadtwappen und Kaiserkrone.
  • Koning David, David, Groene Valk und Grauwe Valk Brouwersgracht 182-196 (1636).
  • Groene Hert Brouwersgracht 204-212 (1640), zwei Trapezgiebel beiderseits eines schmalen Spitzgiebels.
  • Leeuw Brouwersgracht 272-274.
  • De Oude Werf Prins Hendrikkade 176 (1600), VOC-Packhäuser mit Trapezgiebeln.
  • Baltimore Herengracht 37, Glockengiebel.
  • Gouda Herengracht 39 (1753), Glockengiebel.
  • De Fortuyn und D'Arke Noach Herengracht 43/45 (1590).
  • Herengracht 71.
  • Engeland Herengracht 155 (1757), Glockengiebel
  • Keyzerrijk Herengracht 157 (±1725), Glockengiebel.
  • Keizersgracht 24 Empiregiebel (18. Jhr.)
  • Groenlandsche Pakhuizen Keizersgracht 40-44 (1621), Treppengiebel. Kurz nach 1620 wurden diese Speicherhäuser für einige Teilnehmer an der Nordischen nzw. Grönländischen Walfisch Compagnie gebaut, die 1614 gegründet wurde. Zwar arbeiteten in der Compagnie verschiedenen holländische Städte zusammen, spielte Amsterdam in dieser Organisaton doch die erste Geige. Die Insel nahe Spitzbergen, auf dem die halb-dauerhafte Niederlassung Smeerenburg lag, hieß denn auch Amsterdam. 1642 wurde die Walfängerei eine freie Unternehmung und das Privileg der Noordse Compagnie verfiel. Nach 1685 durfte der Tran nur noch auf den Nieuwe Teertuinen auf den Westlichen Inseln gelagert werden.
In den noch bestehenden drei Häusern (die Nummern 36 und 38 wurden 1875 abgerissen) wurden alle Produkte gelagert, die mit dem Walfang zu tun hatten, u. a. auch der Tran. Der wurde in großen gemauerten Behältern im Erdgeschoss aufbewahrt, von denen jeder gut 10.000 Liter aufnehmen konnte. 1922 und nochmals Ende der siebziger Jahre wurden die verbliebenen drei Packhäuser restauriert. Beim letzten Mal wurden sie in insgesamt 19 Appartements umgebaut. Bei dieser Restaurierung fand man auch sechzig Tranbehälter (20 je Haus) zurück. Die mit Tran getränkten Mauern bereiteten noch lange Jahre später Probleme beim Anstreichen.
  • Keizersgracht 483 und 497. Reste der Packhausreihe Keizersgracht 483-489.
  • Keizersgracht 454.
  • Schottenburch Kromboomsloot 18-20 (1636).
  • D'Koorndrager Oudezijds Kolk 3 (1729).
  • Malaga Oudezijds Kolk 5 (1617).
  • Keulen Oudezijds Kolk 7
  • De Blaeuwe Hoorn Oudezijds Kolk 13 (1720).
  • Oudezijds Kolk 17 (±1720).
  • Oude Schans 39 (±1600), Treppengiebel.
  • Oude Schans 61-67.
  • Oude Schans 69-71.
  • De Groote Zwaan Oudeschans 77, Trapezgiebel.
  • Justina und Catharina Prinseneiland 61-63, Trapezgiebel.
  • Mars, Broek in Waterland, Goudenkop, Korenbeurs, Schelvisch Prinseneiland 65-73.
  • Prinseneiland 75, Trapezgiebel.
  • Prinseneiland 77-85.
  • Prinseneiland 115-121, Trapezgiebel.
  • De groote Windhond Prinseneiland 151 (1650), Trapezgiebel.
  • Prinsengracht 155.
  • Geloof, Hoop und Liefde Prinsengracht 189-193.
  • Prinsengracht 195-197.
  • Prinsengracht 203.
  • Prinsengracht 211-217 (1690).
  • Prinsengracht 278, Trapezgiebel.
  • Prinsengracht 316.
  • Prinsengracht 317.
  • Prinsengracht 327.
  • Prinsengracht 349, Glockengiebel.
  • Prinsengracht 353, Glockengiebel.
  • Prinsengracht 438.
  • Prinsengracht 491.
  • Prinsengracht 534-538.
  • Prinsengracht 659, Trapezgiebel.
  • Prinsengracht 743-745.
  • Prinsengracht 771-773 (±1655).
  • Prinsengracht 999.
  • De Gouwe Wagen Korte Prinsengracht 16 (1633), Trapezgiebel.
  • Het Spaanse Huis Singel 2-2A (1603), Treppengiebel.
  • D'Eendragt Singel 516-518 (±1625), Trapezgiebel.

Hofjes[Bearbeiten]

Hofjes (dt.: Höfchen) sind eine Form der Seniorenfürsorge und des sozialen Wohnungsbaus zugleich.: eine Altersvorsorge für arme, alte Leute. Die Alten wohnten dort gratis. Von der Straße her sind die hofjes oft schwer zu entdecken, da die Wohnungen meist hinter der Straßenbebauung liegen. Ein hofje ist zumeist ein rechteckiger Komplex, das von den Häusern in U- oder L-Form um ein Bleichfeld (heute zumeist ein Garten) gebaut sind. Meistens steht auf dem Innenhof eine Wasserpumpe und eine Laterne. Im Torgebäude befindet sich oft ein Regentenzimmer, dessen luxuriöse Einrichtung in scharfem Kontrast zu denen bescheidenen Wohnungen steht. In Amsterdam sind hofjes mangels Bauflächen in der Innenstadt oft sehr klein und manchmal nicht mehr als eine Gasse mit kleinen Häuschen hinter der Straßenfassade. Dann ist natürlich kein Platz für eine Bleiche oder Garten. Es gibt noch rund 200 hofjes in den Niederlanden, von denen sich die meisten in Nord- und Südholland befinden (schließlich war Holland die reichste Provinz der Republik). Die Hälfte davon befindet sich in vier holländischen Über die Hälfte der Amsterdamer hofjes sind im Jordaan (wo Grund und Boden billig waren). Viele wurden in den letzten vierzig Jahren gründlich umgebaut, Wohnungen wurden dabei zusammengelegt). Die Regentenzimmer sind oft unverändert geblieben. Hofjes sind im Prinzip frei zugänglich, doch sie sind inzwischen häufig abgeschlossen. Die Bewohner möchten ihre Ruhe haben. Daran sollte jeder Besucher, der das Glück hat, ein offenes hofje zu finden. Er/Sie befindet sich auf Privatbesitz und sollte sich entsprechend verhalten. Hofjesroute Jordaan (nl)

Der Begijnhof (dt.: Beginenhof) ist das einzige hofje, das im mittelalterlichen Amsterdam gestiftet wurde und somit innerhalb des Singel liegt. Das hofje liegt fast einen Meter tiefer als die Innenstadt auf dem Straßenniveau der mittelalterlichen Stadt. Das Stiftungsdatum des Begijnhof ist undeutlich. 1389 wird erstmals von einem Hof gesprochen. Ursprünglich war der Begijnhof vollständig von Wasser umschlossen Nieuwezijds Voorburgwal, Spui und Begijnensloot) mit dem Tor im Begijnensteeg als einzigem Zugang. Die rückwärtigen Giebel standen also im Wasser.
Der Beginenhof ist kein normales hofje, weil es keine von Privatleuten gestiftete Senioreneinrichtung war. Vielmehr war es eine Art Kloster, obwohl die Beginen ein stärkeres Privatleben führten als die Nonnen eines Klosters: die Beginen legten zwar ein Keuschheitsgelübde ab, durften es aber jederzeit aufgeben, um zu heiraten. Oft nutzten adligen Damen den Beginenhof als „Parkmöglichkeit“, um relativ sicher unsichere Zeiten ungeschändet zu überleben. Auch die hohen spezifisch Amsterdamer Stadthäuser verraten einen anderen Status des Begijnhof. 47 Stadthäuser sind es mit Giebelschmuck aus dem 17. und 18. Jhr. sind es, doch die Häuser sind durchweg älter – 19 Häuser haben noch ein gotisches Holzskelett.
Berühmt ist das Holzhaus (Begijnhof 34), wovon es in Amsterdam nur noch zwei gibt. Dieses Haus von 1470 ist wahrscheinlich das älteste Holzhaus des Landes. Das Hof hat zwei Bleichfelder mit der Begijnhofkapelle in der Mitte. Das alte Tor am Begijnensloot stammt von 1574. Das Begijnhof war die einzige katholische Einrichtung, die nach dem Übergang Amsterdams zum Protestantismus (1578) erhalten bleib. Man achtete die Bewohnerinnen und ging davon aus, dass der „katholische Spuk“ bald vorbei sei. Am 23. Mai 1971 verstarb im Alter von 84 Jahren die letzte Begine, „Schwester Antonia“. Die alte Beginenhofkapelle kam nach 1578 in die Hände der englischen Presbyterianer (siehe Begijnhofkapel).
Der Beginenhof gehört zu den Hauptattraktionen der Stadt. Um die Ruhe des Hofes zu erhalten wurde die Zugangszeit stark eingeschränkt. Außerdem sind große Teile des Hofs nur noch für Bewohner und bei geführten Rundgängen zugänglich.
Öffnungszeiten: Mo-So 9-17 h (Eingang: Begijnensloot).
  • Sint Andrieshofje Egelantiersgracht 105-141. Das Sint Andrieshofje ist das älteste noch existierende hofje Amsterdams Das hofje wurde 1614 gestiftet und 1617 gebaut. Der reiche unverheiratete Viehhändler Ivo Gerritsz. Hatte testamentarisch verfügt, dass sein Nachlass für ein hofje zu verwenden sei: nämlich für eerlicke arme persoonen, die obendrein Witwe und katholisch sein mussten.
Ein hellblau gekachelter Gang führt zum Innenhof mit Blick auf eine hübsche kleine Wasserpumpe aus dem 18. Jhr. Jeweils drei Türen sind mit Fenstern und Oberlichtern aneinander verbunden. Die mittlere Tür führt zum Obergeschoss. Ursprünglich gab es 36 Wohnungen für 66 Bewohnerinnen, heute wohnt eine Person in einer Wohnung. Über den östlichen Wohnungen befand sich ab 1623 eine Kapelle, doch das wurde bei einem Umbau im 19. Jhr. geändert.
  • Claes Claesz. Hofje Eerste Egelantiersdwarsstraat 1-5. Durch ein Tor gelangt man in das Claes Claeszhofje. Dies ist der Name eines Komplexes, das aus dem alten Claes Claeszhofje, dem ehemaligen Zwaardvegershofje und dem früheren Anslo's Hofje besteht. Zwanzig Jahre hatte es keer gestanden und wurde 1979 restauriert. Es war ein Zeichen für die Kehrtwende im Stadtteil Jordaan, der bis dato städtisches Abrissgebiet war. Der Lakenhändler Claes Claeszoon Anslo besaß drei Häuschen in einem Garten hinter der Egelantiersstraat, in denen er ab 1615 alte Menschen gratis wohnen ließ. Heute befindet sich hier ein Wirrwarr von Innenhöfen und Gängen.
  • Raepenhofje Palmgracht 28-38. An der Palmgracht, die seit 1895 keine Gracht mehr ist steht ein quer zur Straße gebautes Haus mit vielen Hausnummern und einer kleinen Pforte mit prächtig verzierter Jahreszahl (1648) darüber. Noch etwas weiter oben bezeichnet ein schön gemeißelter Stein mit einer Rübe (ndl: raap) den Namen dieses Hofje. Das Raepenhofje wurde 1648 von Pieter Adriaensz. Raep (1581-1666) gegründet. Sofort nach Eintritt erblickt man ein Schild mit bilblischem Spruch: Salig syn de vreedsamen want sy sullen Godts kinderen genaamt worden (Selig sind die Friedlichen, denn nur sie werden Gottes Kinder genannt werden). Dieses hofje war für protestantische Witwen bestimmt. Ursprünglich gab es in den beiden senkrecht zueinander stehenden Flügeln 12 Wohnungen in sechs Häusern (heute elf Wohnungen). Begrenzt wird das Raepenhofje von denen hohen Getreidespeichern an der Brouwersgracht.
  • Bossche Hofje Palmgracht 40. Gleich neben dem Raepenhofje befindet sich das Het Bossche hofje. Es wurde von dem reichen Getreidehändler A. D. Bosch getiftet. 1952 bis 1953 wurden die Häuschen restauriert.
  • Karthuizerhofje Karthuizerstraat 89-131. Der offizielle Name des Hofje ist Huyszitten Weduwenhofe, doch jeder kennt es unter dem Namen Karthuizerhofje. Es wurde 1650 auf dem Gelände eines früheren Klosters gebaut. Der Auftrag zum Bau kam von den Huiszittenmeesters, einer städtischen Sozialeinrichtung. Sie versorgten die „zu hause sitzenden“ Armen mit Torf, Lebensmitteln und manchmal auch Obdach versorgte. Das Hofje sieht geräumig aus u. a. wegen der beiden Bleichfelder und dem großen Innenhof. Über dem Eingangstor ist die Amsterdamer Kogge zu sehen das alte Siegel der Stadt. Auf der gegenüber liegenden Seite ist das Stadtwappen abgebildet.
  • Venetiahofje Elandstraat 104-142. 1650 kaufte Jacob Stoffels ein Haus an der Elandsstraat, das schon damals Venetiae genannt wurde. Als er 1671 starb, machte er ein Legat für das Hofje. Es bestand damals aus 13 Wohnungen für arme Witwen und „bejahrte Jungfern“ von protestantischer Gesinnung. Nach 1685 nahm das Hofje verschiedene französische Hugenotten auf. 1709 wurde es um 17 Wohnungen erweitert. 1904 wurde es mit einem aus zwei Stockwerken bestehenden Gebäude erweitert, sodass es jetzt aus vier Flügeln besteht. Bei der Lauriergracht 67 endet noch ein Hinterausgang, der frühere Hoedenmakersgang.
  • Suykerhofje Lindengracht 149-163. Um 1670 wurde dieses hofje anlässlich eines Testaments der Zuckerbäckers Pieter Jansz Suykerhoff gestiftet. Das Hofje durfte nur von Frauen bewohnt werden. Die Leitung musste aus zwei remonstrantischen Regenten bestehen die zufällig die selben waren wie die des nahe gelegenen Venetiahofje.
  • Deutzenhofje Prinsengracht 855-899. Das schöne Deutzenhofje ist ein Juwel aus dem 17. Jhr.. An der Prinsengracht sind drei Doppelhäuser sichtbar, von denen das mittlere das reich verzierte Torgebäude ist. Die beiden äußeren Doppelhäuser sind Mietshäuser die eigentlich nicht zum hofje gehören (deren Einkünfte aber wohl dem hofje zugute kommen. Das Torgebäude fällt aus der Reihe, weil sein Eingang ebenerdig ist und besonders verziert ist.
Das hofje wurde 1692 aus dem Nachlass von Agneta Deutz gestiftet und 1694/95 gebaut. Das vornehme hofje war bestimmt für alte Dienstboten und arme Mitglieder der Familie. Im Obergeschoss des Torgebäudes befindet sich das Regentenzimmer, auf einem Kaminstück ist ein Bildnis der Stifterin abgebildet.
Das hofje bestand aus 19 kleinen Wohnungen. Auf dem großen Innenhof, steht eine Wasserpumpe aus Stein. 1964 wurde das hofje mit vier Häuschen in der Kerkstraat erweitert. Außerdem wurde ein hässliches Gebäude erworben, dass die Aussicht aus dem hofje jahrelang verdorben hatte und sofort nach Ankauf abgerissen. Auch heute noch wird das hofje von älteren Damen bewohnt.
  • Corvershof Nieuwe Herengracht 6-18. Der Corvershof wurde nach dem Stifter, Joan Corver (1688-1719), Rat, Schöffe und Oberst eines Schützenregiment, benannt. Mit seiner Gattin Sara Maria Trip wohnte er in der Gouden Bocht, an der Herengracht 456. 1719 verstarb Corver, 1721 zseine Gattin, die Ehe blieb kinderlos. Bei ihrem Tod hinterließen sie der Nederduitsch Hervormde Diaconie einen Betrag von rund 160.000 Gulden (heute wären das € 1.486.815,54). Damit wurde der Bau einer Wohltätigkeitseinrichtung finanziert. Die Diakonie besaß bereits ein Waisenhaus und ein Haus für alte Frauen und Männer, doch es gab noch kein Haus für alte Ehepaare. Mit der Erbschaft von Corver konnte das realisiert werden. 1723 konnte das Corvershof in Gebrauch genommen werden. Es wurde nur Ehepaare zugelassen, wovon der Mann mindestens 60, die Frau mindestens 55 sein musste, sie mussten eine bestimmte Zeit in Amsterdam gewohnt haben und Mitglied der Diakonie sein. Wenn einer der beiden starb, wurde der andere sofort in das Oude vrouwen- en mannenhuis umquartiert.
Corvershof besteht aus vier Flügeln um einen Innenhof. An der Nieuwe Herengracht erhebt sich eine imponierende Fassade mit einer Länge von 100 Fuß (rund 28 m). An der Ostseite des Eingangs (links) befindet sich die Wohnung des Binnenvader und der Binnenmoeder, an der anderen Seite ist das Treppenhaus. Der Innenhof wird von zwei hübschen Laternen beleuchtet, die auf Blaustein-Säulen stehen. Umgeben wird der Hof von 18 und im Obergeschoss nochmals 16 Wohnungen.
Auf der Rückseite des Obergeschosses befindet sich das Regentenzimmer mit Aussicht auf den Garten hinter dem Altfrauen- und -männerhaus der Diakonie. Hier kamen die Diakone alle zwei Wochen zusammen. 1928 wurde das Haus restauriert. 1978 wurde das Pflegepersonal von Amstelhof im Corvershof untergebracht.
  • Grill's Hofje Eesrte Weteringdwarsstraat 21-35. Ein etwas genauerer Blick auf die neun Glockengiebel in der Eerste Weteringdwarsstraat (11-17 und 37-43), die 1721 im Louis-XIV-Stil gebaut wurden, zeigt, dass es keine gewöhnliche Häuserreihe ist. Das mittlere Haus (Nummer 19) ist das Torgebäude zu einem hofje: dem Grill’s Hofje. Auch hier sind die Häuser an der Straße Mietshäuser, deren Einkünfte dem eigentlichen hofje zu Gute kommen, das sich hinter den Häusern befindet. Die Mietshäuser haben charakteristische Treppenaufgänge mit Bänken und einfachen Holztreppchen, zu dritt gekoppelte Türen, hinter deren mittlrtrn eine Stiege nach oben führt. Dort teilt diese sich in zwei Spindeltreppchen zu den beiden oberen Wohnungen.
Im Obergeschoss des Torgebäudes befondet sich das Regentenzimmer. Das Grill’s Hofje wurde 1721 von dem lutherischen Silberschmied Anthonie Grill und seiner Frau Elisabeth gestiftet und zwischen 1724 und 1726 für reformierte oder lutherische alte Frauen errichtet.
Das eigentliche hofje besteht aus acht Wohnungen (für 32 Bewohnerinnen) an einem engen Sträßchen hinter den Gebäuden an der auch nicht sonderlich breiten „Hauptstraße“. Heute hat jedes einzelne Häuschen eine/n Bewohner/in. In dem Sträßchen steht eine große Uhr im Louis-XVI-Stil und eine recht simple Wasserpumpe.
  • Van Brants-Rushofje Nieuwe Keizersgracht 28-44. Der Kaufmann Christoffel Brants (1664-1732) war im Handel mit Russland erfolgreich gewesen und 1712 von Zar Peter I. (der Große) zum Ritter geschlagen und 1717 in den Adelsstand erhoben worden. Danach nannte er sich – nach deutscher Sitte -“Van Brants”.
Der unverheiratet gebliebene Christoffel Brants legte 1732 den ersten Stein für das Van Brants-Rus hofje. Das hofje war für „bedürftige arme Frauen, nicht unter 50 und von lutherischem Glauben“ bestimmt. Auch hatte Brants bestimmt, dass es sich um „betagte Töchter oder Witwen ohne Kinder (…) von ordentlicher Erziehung und gutem Betragen und Handeln ohne den allergeringsten Makel“ zu handeln habe. Es war ihnen verboten „zu krakelen, zu schelten, zu drohen, zu schlagen, schmutzige Worte zu benutzen, leichtfertig zu schwören, zu fluchen, zu lästern usw.“ Das hofje sollte aus 21 Zimmern für je zwei Frauen bestehen und weitere sechs für je eine Frau. Insgesamt ging es also um 48 Frauen. Das hofje wurde 1733 fertig gestellt.Später wurden weitere Häuser in der Umgebung dazu gekauft (Nr. 60 und 26), sodass der Garten des hofje vergrößert werden konnte.
Als Architekt des hofje vermutet man den Architekten Daniël Marot. Der schmucke Vordergiebel im Louis-XIV-Stil mit doppeltem Treppenabsatz, der an ein patrizisches Grachtenhaus erinnert, zeigt ein allegorisches Relief, das Wohltätigkeit zeigt. Darunter befindet sich das Adelswappen von Brants.
  • Swigters' Hofje Amstel 86-98. Hinter der Sandsteinpforte an der Amstel zwischen dem Halve Maansteeg und dem Balk in’t Oogsteeg befindet sich das Swigters' Hofje, das aus einer Reihe von Häusern unter einem Dach besteht, die in einer hinter den Häusern des Rembrandtplein endenden Gasse stehen.
Der Stifter war der römisch-katholische Buchhändler Isaac Swigters, der 1750 starb. Außer den Häusern vermachte er dem R. K. Oude Armenkantoor (Kath. Armen- und Altenhilfe) sein 6,85 x 4,75 m großes Geschäft im Balk in 't Oogsteeg und etwas Geld, um eine eigene Kapelle für die Bewohnerinnen darauf bauen zu können. Diese Kapelle ist nur 4,5 m² groß. Leider ist das Hofje meistens abgesperrt.
  • Nooteboome Uytkijk Lijnbaansgracht 287. Das hofje wurde 1774 gestiftet. Ursprünglich war es ein Speicherhaus, das 1778 zu Wohnungen umgebaut wurde. Der Name des Lagerhauses ging über auf das hofje. 1974 wurde alles restauriert und zurückgebracht auf fünf Wohnungen.
  • Occohofje Nieuwe Keizersgracht 94. Das Occo Hofje oder ‘t Gebouw van Barmhartigheid (so steht es auf der Fassade: Gebäude der Barmherzigkeit) wurde nach den Bestimmungen des Testaments von Cornelia Elisabeth Occo (ϯ 1752) errichtet. Es wurde 1758 gestiftet. Cornelia Occo hatte bestimmt, dass 15 Jahre nach ihrem Tod das hofje anstelle ihres Wohnhauses gebaut werden musste, für „alte bedürftige Männer und Frauen römischen Bekenntnisses“. Das hofje wurde 1774 nach dem Entwurf des Zimmermannmeisters Jan im Louis-XVI-Stil als einziges hofje in diesem Stil gebaut. Ursprünglich stand es frei an der Gracht, doch später wurde es an beiden Seiten von Häusern eingerahmt.
Das stattliche geschlossene Vorderhaus mit den sechs blinden Fenstern fällt auf. Hinter dem Torgebäude befindet sich der Innenhof, an dem ursprünglich ein Gebäude mit Uhrenturm stand. Zum Ende des 19. Jhs. wurde es abgerissen und durch lange Seitenflügel mit neuen Wohnungen ersetzt. Eine Mauer zur Kerkstraat schließt diese davon ab. Das Türmchen mit der Uhr steht nun an der Rückseite des Vordergebäudes.
  • Van Brienenhofje Prinsengracht 85-133. Für das R. K. Van Brienenhofje konnte der Stifter Arnout Jan van Brienen 1804 nur noch den ersten Stein verlegen. Er starb noch im gleichen Jahr. Offiziell nennt es sich Stichting Van Brienens Gesticht De Star, nach der Brauerei, die erst hier stand und 1797 von Van Brienen gekauft worden war. (Es war eine der 13 Bierbrauereien, die es zum Ende des 18. Jhs. in Amsterdam gab.) Schon 1797 entwarf der Stadtarchitekt Abraham van der Hart ein vornehmes hofje im Empire-Stil. Wegen der Zeitumstände (Französische und Batavische Revolution) wurde es erst 1804 verwirklicht. Der geschlossene Charakter legt alle Akzente auf den hohen doppelten Treppenabsatz in der Mitte des Eingangsgebäudes. Dieser Eingang wurde nur von den Regenten benutzt.
Das hofje besteht aus einem weiträumigen Innenhof, der an drei Seiten von den Wohnungen umschlossen wird. In der Mitte steht eine Wasserpumpe mit prächtiger Laterne..
In dem hofje sind betagte rämisch-katholische Frauen untergebracht. Ursprünglich war es allerdings für Männer und Ehepaare. Die Bewohner waren nicht wirklich arm, denn sie mussten selbst für ihren Unterhalt sorgen. Heute muss Miete gezahlt werden.
  • Hofje van de weduwe Roosen Eerste Passeerdersdwarsstraat 24-30. Die Hausnummern 24, 26, 28 und 30 bilden das hofje der Witwe Roosen. Es waren bestehende Häuser aus der 2. Hälfte des 18. Jhs., die 1820 für diesen neuen Zweck verwendet wurden. Das hofje hat keinen eigenen Innenhof mit Garten. Stattdessen haben die Bewohner kleine Vorgärten angelegt.
  • Looyershofje Nieuwe Looiersstraat 20-40. Aif dem Gelände der auf 1665 datierten Häuser mit dem Giebelstein In de Niwe Loeyerey („In der neuen Gerberei“) wurde 1828/29 ein hofje gebaut. Die Häuser an der Straße gehören nicht dazu. Das hofje wurde von Baronin Anna Maria Elisabeth Elias (1791-1861) für alleinstehende alte Frauen von Niederländisch-Reformiertem Bekenntnis gestiftet. Eintritt erlangt man duch die runde Pforte, über der der Name des hofje mit dem Stiftungsjahr 1829 steht. Hinter dem alten Haus ist ein kleiner rechteckiger Innenhof mit 20 Einzimmerwohnungen. 1041 wurde die Hälfte der Wohnungen modernisiert. Seit 1968 wohnen Studenten in dem hofje.

Mühlen[Bearbeiten]

  • RiekermolenDe Borcht 10, (Buitenveldert), Tel: 020-6445368 (J. Rademaker). Die Mühle ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich! → Amsterdam-Zuid
  • De 1100 Roe Herman Bonpad 6, Amsterdam-Nieuw-West, Tel: 020-020-6117261 (P.G. Hoogendoorn). Die Mühle ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich! → Amsterdam-Nieuw West
  • De 1200 Roe Haarlemmerweg 701, Amsterdam-Nieuw-West, Tel: 06-1987 8412 (R.R. Arler) Die Mühle ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich! → Amsterdam-Nieuw West
  • De Gooyer Funenkade 5, Amsterdam Centrum, Tel: 020-6223972 (E. Schuurman). Die Mühle ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich!
Die Mühle De Gooyer ist ein ursprünglich um 1725 als Kornmühle gebauter Galerieholländer. Die an der Ostseite der Innenstadt in der Nähe des Funen gelegene Mühle beherrscht wegen ihrer Abmessungen in besonderem Maße das Stadtbild. Der Name stammt aus dem Beginn des 17. Jhs., als zwei Brüder aus dem Gooiland (Gebiet um Hilversum) an dieser Stelle eine Mühle bauten. Als 1662 der Festungsgürtel vollendet wurde, wurde „De Gooyer“ zum Bollwerk Oosterbeer versetzt. Um 1725 wurde die Bockwindmühle durch die heutige achteckige Kappenwindmühle auf einem Turm gebaut. 1814 wurde die Mühle noch einmal etwas versetzt, da sie an ihrer alten Stelle nicht mehr ausreichend Wind fing. Um 1920 wurde die Mühle außer Betrieb gesetzt, 1927 war die in Verfall geratene Galerie schon abgebaut. 1928 kaufte die Stadt die verfallenen Mühle an.
1929-1930 wurde sie restauriert und war noch bis zum Ende der vierziger Jahre regelmäßig in Betrieb. 1972 wurde die Mühle bei einem Sturm schwer beschädigt, anschließend wieder restauriert und ist seit 1976 wieder regelmäßig in Betrieb.

Museen[Bearbeiten]

Amsterdam hat zur Zeit über 50 Museen. Die Übersicht dazu ist in einem separaten Artikel ausgelagert.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • Dam Platz mit dem Nationalen Monument (Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkrieges). Zentrum der Innenstadt.
  • Damrak Boulevard mit Geschäften und Restaurants zwischen Centraalstation und Dam.
  • Kalverstraat Einkaufsstraße zwischen Dam und Munt Nach Norden setzt sie sich als Nieuwendijk fort.
  • Waterlooplein Flohmarkt rund um die Stopera
  • Munt Münzturm (Munttoren)
  • Leidseplein Treffpunkt der jungen Szene
  • De Walletjes (Oudezijds Voorburgwal, Oudezijds Achterburgwal und die dazwischen gelegenen Gassen, südliche Begrenzung Oude Hoogstraat) Das Rotlichtviertel, auch als Rosse Buurt bekannt.
  • Zeedijk Zentrum des chinesischen Viertels. Verläuft vom Damrak bis zum Nieuwmarkt.
  • Magere Brug Kerkstraat / Nieuwe Kerkstraat Hölzerne Zugbrücke über der Amstel.
  • Albert Cuypstraat Zwischen der Ferdinand Bolstraat (Straßenbahnen 16, 24, 26) und der Van Woustraat (Straßenbahn 4) im Stadtteil De Pijp findet auf der Albert Cuyp täglich außer Sonntags ein großer Warenmarkt statt. Sein Angebot geht vom traditionellen Gemüse, Obst und Fisch bis zu Textilien und Fotoapparaten. Der Markt ist der bekannteste und am meisten besuchte des Landes und der größte Tagesmarkt Europas.

Parks[Bearbeiten]

  • im Zentrum ist nur der kleine Wertheimpark gegenüber vom Hortus Botasnicus
  • direkt um das Zentrum:
  • Vondelpark beim Leidseplein, der erste Stadtpark Amsterdams. In den siebziger Jahren Treffpunkt der Hippie-Szene, die dort auch übernachtet hat.
  • Oosterpark beim Tropenmuseum
  • Rietlandpark im östlichen Hafengebiet
  • Sarphatipark in De Pijp
  • Westerpark bei der Haarlemmerpoort
  • in den Außenbezirken:
  • Rembrandtpark entlang der A10 in Oud-West
  • Sloterpark westlich des Slozerplas (Stadtteil Slotermeer in Nieuw-West)
  • Beatrixpark hinter (westl.( des Messezentrum mRAI in Zuid.
  • Amstelpark südlich der A10 entlang der Amstel im Stadtteil Buitenveldert in Zuid. Im Rahmen der Floriade von 1972 angelegt.
  • Bijlmerpark im Stadtteil Bijlmermeer in Zuidoost.
  • Gaasperpark um den Gaasperplas im Stadtteil Gaasperdam in Zuidoost. Im Rahmen der Floriade von 1982 angelegt.
  • Flevopark am Nieuwe Diep in Oost.
  • W. H. Vliegenbos in Noord.
  • Florapark am westl. Ufer des Noordhollandsch Kanaal in Noord.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Amsterdam ist eine Stadt mit einem beachtlichen kulturellen Angebot. Seit 37 Jahren beantworten Amsterdamer die Frage nach dem Wohin heute abend nach einem Blick in die Uitkrant. Das monatlich (11x im Jahr) erscheinende Programmheft bietet eine komplette Übersicht aller kulturellen Aktivitäten in der Stadt. Erhältlich ist es bei den größeren Kultureinrichtungen, beim VVV, im Rathaus. Die Uitkrant ist gratis. Text teilweise auch in englisch.

Baden[Bearbeiten]

  • De Mirandabad De Mirandalaan 9 (Straßenbahn 25 oder Station Rai), 020-5464444. Hallenbad: 25-m-Becken, Wellenbad, Solarium, 90 Meter lange Rutsche. Freibad: 50-m-Becken, Spielbecken. Squashen. Geöffnet: Mo-So (Freibad 1.5.-31.8.). Die Zeiten wechseln, bitte vorab informieren. Preise: Erwachsene € 3,60 (so 4,00); Senioren (65+) € 2,90 (so 3,20).
  • Het Marnix Marnixplein 1 (Straßenbahn 3 und 10),Tel: 020-5246000. Zwei Schwimmbecken, davon eins auf gleichem Niveau mit der daneben liegenden Gracht, sodass man sich zwischen den Booten und Enten wähnen kann. Massagestrahl, weniger chlorhaltiges Wasser, Sauna, Dachterrasse, Grand Café, Fahrradkeller mit Reparaturwerkstatt. Geöffnet: Mo-So. Das Marnix wird viel von Schulen und Vereinen benutzt, deshalb vorher informieren. Preise: Erwachsene € 3,70; Kinder )-4) € 2,20; Senioren (65+) € 2,70.
  • Sloterparkbad resident Allendelaan 3 (Straßenbahn 7 und 14 - Endhaltestelle), Tel: 020-5063506. Eines der größten Schwimmbäder der Niederlande. Das 2001 eröffnete Bad hat u.a. ein 50-m-Wettkampfbecken, ein Sprungbecken, ein Zielgruppenbecken sowie ein Mehrzweckbecken. Geöffnet: Mi 13-18.30 h; Fr 15.30-18.30 h; Sa 9-12 h; So 9-13 h (Familienschwimmen), 13-16 h. In den Ferienmonaten können die Zeiten ev. abweichen, bitte vorab informieren. Preise: Erwachsene (ab 3 J.) € 4,30; Familientageskarte € 15,00.
  • Flevoparkbad Insulindeweg 1002 (Straßenbahn 7 und 14 - Endhaltestelle), Tel: 020-6925030 oder 020-6080711. Dieses Freibad hat ein großes beheizbares tiefes und untiefes Schwimmbecken mit Spielinsel, Kleinkinderbecken und Liegewiesen mit Spielgeräten. Außerdem Sandkasten mir Spieldorf, großer Kicker, Tischtennis, Lufttrampolin. Gelffnet: Ende April bis Anfang September. Preise: Erwachsene (16-64) € 2,65; Kinder (3-16) € 2,50; Kinder (0-2) gratis; Senioren (65+) 2.00.
  • Bijlmerbad Anton de Komplein 157 (in der Nähe der Station Bijlmer), Tel: 020-6973220. Typisches Schwimmbad mit zwei Becken, Teil des Bijlmersprortcentrums. Geöffnet: Mo-So. "Rekreatives Schwimmen" Sa 13-17 h; So 10-17 h. Preise: Erwachsene € 3,40; Kinder (-15)/Senioren (65+) € 3,10.
  • Zuiderbad Hobbemastraat 26, Tel: 020-6781390. Zu erreichen mit Straßenbahn 2 und 5 (Hobbemastraat), Straßenbahn 3 und 12 (Concertgebouw), Straßenbahn 7 und 10 (Spiegelgracht). In dem Jugendstilgebäude von 1897 (ursprünglich eine Radfahrschule) befindet sich seit 1912 das "Südbad". In dem kurz vor der Jahrtausendwende stilecht restaurierten Bad kann man ganz hervorragend seine "Bahnen" schwimmen. 25-m-Becken, untiefes Kinderbecken, Whirlpool, Dampfbad. Geöffnet: Mo-So zu unregelmäßigen Zeiten. Bitte vorab informieren. Preise: Erwachsene € 3,10; Senioren (65+) € 1,95; Kinder (5-12) € 2,75; (1-4) € 1,85.
  • Strandbad Blijburg IJburg (an der Brücke zwischen IJburg und Muiden). Seit 2001 besitzt Amsterdam - obwohl doch einige Kilometer von der See entfernt - einen richtigen Badestrand. Im Neubaugebiet IJburg, das derzeit im IJmeer zwischen Amsterdam und Flevoland angelegt wird, entwickelte sich ein Streifen unbebauten, aber mit feinem Sand bedeckten, Ufers zu einem Strandbad. Erst einmal natürlich illegal, doch inzwischen kümmert sich die Stadt um eine ordentliche Ausstattung mit Begrenzung, Klohäuschen und Strandaufsehern. Die Badegäste nehmen es gelassen hin, dass hinter ihrem Rücken die Bulldozer mit schwerem Baumaterial an- und abfahren. Man kann hier liegen, baden, sogar richtig schwimmen - und alles gratis. Die entsprechenden Restaurationsbetriebe hat es übrigens auch schon angelockt.
Geöffnet zwischen Frühling und Herbst.

Zoo[Bearbeiten]

  • Artis Plantage Kerklaan 38-40, Tel: 0900-2784796 (€ 0,25 /min). (Website auch D). Hinter dem fremdartigen Namen Artis verbirgt sich der Amsterdamer Zoo. Artis ist die Kurzfassung für die Koninklijk Zoölogisch Genootschap Natura Artis Magistra (auf dt: Königlich Zoologische Gesellschaft "Die Natur ist die Lehrerin der Künste"), die 1838 von G.F. Westerman, J.W.H. Werlemann und J.J. Wijsmuller gegründet wurde. Ziel des dieses ältesten Tiergartens des Landes war es, die Natur – in lebendiger wie in unlebender Form der Bevölkerung näher zu bringen.
Außer dem Tierpark umfasst Artis heute ein Geologisches Museum und ein Planetarium. Es sind noch einige Gebäude aus dem 19. Jhr. stehen geblieben und diese geben dem Zoo einen Charme und eine historische Dimension, an denen es modernen und neuen Zoos mangelt. Wie die meisten älteren Tierparks, die in einer Stadt liegen, musste auch Artis viel umbauen, um den Tierpark an moderne Auffassungen bezüglich einer artgerechten Unterbringung anzupassen. 1997 wurde das Aquarium komplett mit einem Korallenriff, einem Mangrovenwald vom Amazonas und der Fauna einer Amsterdamer Gracht umgestaltet. Seit jenem Jahr konnte der Zoo auch an der Plantage Doklaan mit einer nachgebauten afrikanischen Savannenlandschaft erweitert werden.
Öffnungszeiten: 1.11.-31.3. Mo-So 9-17 h; 1.4.-31.10: Mo-So 9-18 h (sa Juni-August bis Sonnenuntergang). 24. 12, 31. 12. 9-16 h; 1.1. 10-17 h. Eintrittspreise: Erwachsene € 19,95; Kinder (3-9) € 16,50.

Drogen konsumieren[Bearbeiten]

In der gesamten Stadt verteilt, existieren so genannte Coffeeshops, in dem man legal weiche Drogen erwerben und konsumieren kann.[1] Aber nur dort - der Drogenkauf auf der Straße ist nicht nur äußerst leichtsinnig, sondern auch verboten. In den dunklen Gassen Amsterdams wird dem leichtsinnigen Touristen nicht nur Schrott angedreht, es kann ihm auch passieren, dass er um seine Habseligkeiten erleichtert wird.

Eine Karte vieler Coffeeshops in Amsterdam finden Sie hier[2]

Vorsicht ist zudem bei Mitnahme dieser Produkte geboten. Was in Amsterdam legal ist, muss es nicht unbedingt in Den Haag oder gar Deutschland sein! Der Verkauf und Besitz von harten Drogen ist übrigens auch in den Niederlanden strafbar.

Rosse Buurt[Bearbeiten]

Das ist der Rotlichtbezirk von Amsterdam. Ursprünglich beschränkt auf die Grachten Oudezijds Voorburgwal und Oudezijds Achterburgwal nördlich der Oude Hoogstraat. Das Viertel trägt deswegen auch den Namen De Walletjes. Prostitution ist in den Niederlanden erst seit wenigen Jahren legal, doch in Amsterdam ist sie seit den sechziger Jahren zumindest gedoogd (geduldet). Inzwischen haben sich die roten Neonröhren der raamprostitutie (Fensterprostitution) auch in anderen Teilen der Stadt verbreitet.

Will man sich lieber die schönen alten Häuser in diesem Viertel ansehen - schließlich ist es der älteste Teil der Stadt - sollte man auf den Sonntagvormittag ausweichen, dann haben die Damen nämlich frei. Historisch interessant ist es übrigens, dass die kleinen Häuschen um die Oude Kerk schon im Mittelalter vom Schout, dem damaligen Polizeichef, an Prostituierte vermietet wurden. In Amsterdam hatte man solches Gewerbe lieber unter Kontrolle als "wild" unter freiem Himmel. Das hat sich bis heute nicht geändert. Den "freien" Straßenstrich hat man inzwischen ins westliche Hafengebiet ausgelagert.

Einkaufen[Bearbeiten]

Märkte[Bearbeiten]

Blumenmarkt

Amsterdam ist eine Marktstadt ersten Ranges. Verschiedene allgemeine Warenmärkte, die täglich (außer so) stattfinden, sowie zahlreiche Spezialmärkte in der Innenstadt machen das Shoppen erst richtig spannend.

  • 1 Albert Cuyp Markt, Albert Cuypstraat. (52° 21' 18" N 4° 53' 25" O) (Straßenbahn 16, 24, 25 über Ferd. Bolstraat und Linie 4 über Van Woustraat), Mo-Sa 9-18. Täglicher allgemeiner Warenmarkt mit sehr breit gefächertem Angebot. Rund 260 Stände.
  • Amstelveld Blumen- und Pflanzenmarkt rund um die Amstelkerk. Mo 9-14.30.
  • Biologische Märkte:
  • 2 Haarlemmerplein mi 10-17. Allgemeiner Warenmarkt mit ausschließlich biologisch hergestellten Produkten.
  • Nieuwmarkt sa 9-17. Ein Teil des allgemeine Warenmarktes um die alte Waag ist sa für tagesfrische Bioprodukte reserviert.
  • Noordermarkt sa 9-16. Erste Biomarkt des Landes (1987).
  • 3 Bloemenmarkt Singel, Mo-Sa 9-17. Sehr touristischer treibender Blumenmarkt am Singel zwischen Munt und Koningsplein.
  • Boekenmarkt Oude Manhuispoort (Durchgang zwischen Oudezijds Achterburgwal und Kloveniersburgwal) Mo-Sa 9-17. Überwiegend antiquarische Bücher (nicht nur in niederländisch!), historische Stiche, Notenblätter werden in den Gewölben verhandelt.
  • Boekenmarkt Spui, fr 9.30-18. Hier gibt es das, was die Oudemanhuispoort nicht bietet: neuwertige Bücher.
Käsegeschäft
  • Dappermarkt Dapperstraat (Straßenbahn 3, 12, Bus 22, Station Muiderpoort), Mo-Sa 9-18. Dieser allgemeine Warenmarkt ist genauso multikulturell wie das Viertel, in dem er liegt. Vor allem sa viel Andrang.
  • Jordaanmärkte:
  • Lindenmarkt Lindengracht (nördlich der Noorderkerk), sa 9-17. Allgemeiner Warenmarkt.
  • 4 Noordermarkt, rund um die Noorderkerk, mo 9-14. Angesagter Flohmarkt mit flippigem, buntem Publikum.
  • sa 9-16 Biologischer Markt.
  • Westermarkt Westerstraat (südlich der Noorderkerk), mo 9-13. Markt mit Stoffen und Lappen (160 Stände).
Im Jordaan gibt es viele gemütliche und preisgünstige Restaurants und Cafés.
  • Postzegel- en muntenmarkt Nieuwezijds Voorburgwal (Straßenbahnen 1, 2, 5, 13, 17 - Dam), mi, sa 9-16. Der Markt für Philatelisten und Numismatiker.
  • 5 Nieuwmarkt (Metro 51, 53, 54), Mo-Sa 9-18. Kleinerer allgemeiner Warenmarkt am Fuß der Waag. Hier beginnt auch der Zeedijk und damit die Amsterdamer Chinatown mit entsprechendem Warenangebot.
  • so 9-17 (Mai bis Oktober). Kunst-, Antik-, antiquarischer und Flohmarkt.
  • 6 Waterloopleinmarkt Waterlooplein (Metro 51, 53, 54, Straßenbahn 9, 14). Floh- und Kuriositätenmarkt rund um die Stopera.

In den von der Innenstadt weiter entfernt liegenden Stadtteilen gibt es weitere Märkte. Diese sind bei den entsprechenden Stadtbezirken aufgeführt.

Einkaufszentren[Bearbeiten]

  • 7 De Bijenkorf der Bienenkorb - das Äquivalent zum KaDeWe in Berlin. Dam 1, Mo 11.00-19.00, Di 9.30-19.00, Mi 9.30-19.00, Do+Fr 9.30-21.00, Sbd. 9.30-18.00, So 12.00-18.00.
  • 8 Magna Plaza Ecke Nieuwezijds Voorburgwal, Raadhuisstraat und Spuistraat (direkt neben dem Dam gelegen), Mo-Mi 10-19, Do 10-21, Fr-Sa 10-19, So 12-19.

Küche[Bearbeiten]

Niederländisch

  • 1 De Silveren Spiegel Kattengat 4-6, Tel: 020-6246589. (Website auch in englisch.) Auch hier präsentiert sich die niederländische Küche auf hohem Niveau, von der Qualität wie vom Preis her. Menüs € 39,50 (3 Gänge), € € 45,00 (4 G), € 52,50 (5 G). Küche geöffnet: Mo-Sa 17.30-22.30.
  • 2 Het Stuivertje Hazenstraat 58, Tel: 020-6231349. Geschmackvoll und kleines Restaurant im Herzen des Jordaan. Nette Speisekarte mit Tages- und Saisongerichten. Auswahl an traditionellen Amsterdamer Likören. Küche geöffnet: Mo-So 17.30-22.00
  • 3 Moeders Rozengracht 251, Tel: 020-6267957. "Mütter" heißt dieses Restaurant am Rande des Jordaan, in dem vorwiegend traditionelle Gerichte wie Stamppot oder Suddervlees serviert werden. Sachen, die man normalerweise nur bei den Leuten zuhause erhält, nicht im Restaurant. Die Qualität ist ordentlich, die Preise auch. Tagesessen € 10,00; Menüs (3 Gänge) € 26,00-30,00. Vorspeisen € 8,00, Suppen € 4,50; Hauptspeisen € 15,00-19,00; Nachspeisen € 6,00. Geöffnet: Mo-So 17-1; Küche bis 22.30 h.
  • 4 't Zwaantje Berenstraat 12, Tel: 020-6232373. Typisch Amsterdamer eetcafé mit ebenso typischer traditioneller holländischer Küche.Freundliche Atmosphäre. Küche geöffnet: Mo-So 16.30-23.00.
  • 5 Proeflokaal De Admiraal Herengracht 319, Tel: 020-6254334. Probierstube der Brennerei Van Wees, der einzigen noch traditionell arbeitenden Brennerei. Hier können Liköre, Jenever und andere ur-holländische Getränke wie Advocaat, Fladderack oder Huppelolie verkostet werden, dazu gibt es einfache Gerichte als Untergrund.
  • 6 Greetje Peperstraat 23, Tel: 020-7797450. Traditionelle Zutaten hervorragend miteinander kombiniert und zubereitet. Das hat allerdings seinen Preis. Vorspeisen: € 9,50-14,50; Hauptspeisen € 21,50-25,50; Nachspeisen € 9,00-9,50. Küche geöffnet: Di-So 18-22; Sa 18-23
  • 7 De keuken van 1870 Spuistraat 4, Tel: 020-6204018. Essen wie bei Muttern - einfach, ohne jegliches Drumherum. Das betrifft das Essen wie die Gestaltung des Lokals oder die Bedienung. Aber es ist bezahlbar. Küche geöffnet: Mo-Sa 16.00-22.30.
  • 8 Noord-Zuid Hollands Koffiehuis Stationsplein 10, Tel. 020-6233777 (Speisekarte auch in deutsch.) Café/Restaurant direkt gegenüber vom Centraalstation. In dem Gebäude befinden sich auch das VVV-Touristenbüro und der Fahrscheinverkauf des GVB. Beliebter Treffpunkt, deshalb mitunter auch recht voll. Mittleres Preisniveau.
  • 9 Letting Prinsenstraat 3, Tel: 020-6279393. Lunch- und Tearoom von ausgezeichneter Qualität. Die Ware ist frisch und schmeckt. Geöffnet: Do-Mo 8-17.
  • 10 Vlaamsch Broodhuys Haarlemmerstraat 108, Tel: 020-5286430. Bäcker und Lunchroom. Geöffnet: Mo-Fr 8.30-18.30; Sa 8.30-17.00.
  • 11Café Papeneiland Prinsengracht 2, Tel: 020- 6241989. Eigentlich ist das "Papeneiland" ja eine gemütliche Kneipe. Aber mittags kann man hier auch einen Lunch bekommen. Mo-Fr 10-13, Sa-So 10-15.

Pfannkuchen

  • 12 Upstairs, Grimburgwal 2, Tel. 020-6265603, in typisch niederländischem Haus, das schmalste Restaurant von Europa.
  • The Pancake Bakery Prinsengracht 19, Tel: 020-6251333. Klassisches Pfannkuchenhaus mit reicher Karte. Pfannkuchen ab € 5,50. Die meisten Exemplare kosten zwischen € 8,00 und € 10,00. Geöffnet: Mo-So 12-21.30

Chinesisch

Echte chinesische Küche gibt es zuhauf in vielen Gaststätten rund um den Zeedijk und den Nieuwmarkt. Von dem manchmal sehr nüchternen Inventar sollte man sich nicht abhalten lassen. Übrigens, bei diesen Chinesen Babi Pangang, Saté oder Nasi Goreng zu bestellen, wäre ein Fehler. Da gibt es interessanteres zu kosten.
  • Wing Kee Zeedijk 76hs, Tel: 020-6235683. Eines der besten Restaurants mit chin.-kantonesischer Küche des Landes. Die Einrichtung ist von bestechender Nüchternheit. Hier geht es vorrangig um gutes Essen, der Rest ist Nebensache. Alkoholische Getränke sind nicht erhältlich, dafür ist der Tee im Preis inbegriffen. Mittlerer Menüpreis: € 11. Die Küche ist Mo-So 12-22 h geöffnet.
  • Nam Kee Zeedijk 111, Tel: 020-6243470. Perfektes Essen in authentisch chinesischer Umgebung. Niedrige Preise (Mindestpreis Menü € 5,00, Durchschnittspreis € 11,50). Küche Mo-So 12-23 h geöffnet.
  • Dim Sum Court Zeedijk 109, Tel: 020-6381249. 60 Minuten lang darf man in dieser Gaststätte für € 8,50 vom Büffet essen. Die Einrichtung ist nicht sehr gemütlich, aber das Essen ordentlich. Mo-So 12-23 h.
  • Tea Corner Di Shue Fang Zeedijk 118, Tel: 020-4202357. Vegetarisches Restaurant, das zu dem benachbarten chinesischen Tempel gehört.
  • Oriental City, O.Z.Voorburgwal 177 - 179, Tel. 020-6268352. Menü/Mindestpreis € 13,00, Durchschnittspreis € 25,00. Küche geöffnet Mo-So 11.30-22.30

Indonesisch

  • Café Kadijk Kadijksplein 5, Tel: 020-17744411. Vorzügliche Küche in authentischem Interieur. Liegt etwas abseits der Touristenpfade. Lunch: Brötchen € 4,50 - 8,00; Tostis € 2,50 - 3,50; Saté € 6,50 - 10,50; Suppen € 4,50 - 6,50; Häppchen € 2,00 - 8,50; Desserts 2,70 - 4,50. Diner: Suppen, Saté s. o.; Vorspeisen/Beilagen € 2,00 - 8,50; Hauptspeisen € 9,50 - 18,50; Desserts s.o. Küche geöffnet: Wintersaisin Mo-So 16-22; Sommersaison Mo 16-22, Di-So 12-22.
  • Bunga Mawar Zeedijk 41, Tel: 020-6203472. Kleiner Familienbetrieb, der ausgezeichnete indonesische Küche serviert. Besonders zu empfehlen sind Nasi rames und Saté kambing. Menüs ab € 9. Küche geöffnet: Di-Do 17-22.30.
  • Bojo, Lange Leidsedwaarsstraat 49/51, Tel. 020-6268990, Reistafeln ab 12 Euro

Surinamisch

Rund um die Albrt Cuyp sind viele surinamische Restaurants oder auch Imbissstuben und Brötchenbuden zu finden. Die Größe des Lokals sagt nicht unbedingt etwas über die Qualität des Essens aus, der Andrang umso mehr.

Ägyptisch

Tropisch

  • Soeterijn LinnaeHazenstraat 58usstraat 2, Tel: 020-568 8392. Im Souterrain des Tropenmuseums (links von dessen Eingang) befindet sich dieses Café-Restaurant. Geöffnet Di-Fr 12-22 h (Küche: Lunch 12-14 h, Diner 17.30-20.30 h), Sa 16.30 - 22.00 h (Küche bis 20.30 h).

Vegetarisch

  • De Bolhoed Prinsengracht 60, Tel: 020-6261803. Küche geöffnet: Mo-So Lunch 12-17; Diner/Souper 17-22.
  • Go Freshshop, Vijzelstraat 135, Tel. 020-5286985. Hierbei handelt es sich um eine Imbisskette, die auch vegetarische Gerichte im Angebot hat. Die Gerichte werden vorwiegend angeliefert.

Nachtleben[Bearbeiten]

  • 1 Paradiso Weteringschans 5-9. Tel: 020-6264521. (Website auch in englisch.) 1968 wurde in einem ehemaligen Gebäude der prot. Freien Gemeinde das "Kosmische Entspannungszentrum Paradiso" gegründet. Seitdem wurde es zu einem international bekannten Podium.
  • 2 Bourbon Street Bluesclub, Leidsekruisstraat 6 - 8, Tel. 020-6233440, offen 22 - 4 Uhr (Fr. + Sa - 5 Uhr).
  • 3 Dansen bij Jansen Handboogstraat 11, Tal: 020-6201779. 1977 als erste Studentendiskothek in Amsterdam eröffnet. Auch mehr als dreißig Jahre später ist sie immer noch die bedeutendste Studentendisco der Stadt.

Unterkunft[Bearbeiten]

Hotels buchen[Bearbeiten]

  • Online
    • Amsterdam Info: Hotelbuchungen (sehr zuverlässig) und ein großes Angebot an touristischen Information. Deutsch.
    • VVV Amsterdam: Hotelbuchungen und Touristeniformation. Deutsch
  • Bei Ankunft
    • Am Flughafen: in der Halle nach der Passkontrolle und dem Gepäck-Pickup. Bearbeitungsgebühr.
    • Am Bahnhof Amsterdam Centraal: bei den GWK (Grenswisselkantoren) in der Halle. Bearbeitungsgebühr.
    • Vor dem Bahnhof Amsterdam Centraal: bei der Tourist-Information (VVV) in dem weißen Gebäude links vom Hauptausgang. Bearbeitungsgebühr.
    • Bei Agenturen im Stadtzentrum: Bearbeitungsgebühr (höher als bei den drei vorgenannten Stellen)

Hostels[Bearbeiten]

Hotels[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Wohnboote[Bearbeiten]

Amsterdam/Innenstadt

Amsterdam/Noord

Amsterdam/Oost

Amsterdam/Zuid

Amsterdam/West

Camping[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

  • Die Volksuniversiteit Amsterdam bietet regelmäßig Niederländisch-Sprachkurse für Anderssprachige an. Aber auch andere Kurse bietet das Programm. Dafür ist es aber sinnvoll, die niederländische Sprache zu beherrschen.
  • Universiteit van Amsterdam Die Universität Amsterdam ist entstanden aus dem Athenaeum Illustre (1632) und gehört mit rund 30.000 Studierenden, fast 5.000 Mitarbeitern und einem Jahresbudget von nahezu 500 Millionen Euro zu den großen Universitäten Europas für allgemeine Forschung. Die UvA hat folgende Fakultäten: Wirtschaft und Betriebskunde, Geisteswissenschaften, Medizin (AMC-UvA), Gesellschafts- und Verhaltenswissenschaften, Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik, Jura, Zahnmedizin. Die UvA ist über mehrere Standorte, hauptsächlich in der Innenstadt, verteilt. Kontakte: Universiteit van Amsterdam (UvA), Spui 21. Postadresse: Postbus 19268, 1000 GG Amsterdam. Tel: 020-525 9111 (Zentrale).
  • Vrije Universiteit 1880 wurde die "Freie Universität" als private Hochschule auf kalvinistisch-protestantischer Grundlage gegründet. Bis in die sechziger Jahre wurde ihre Ausrichtung maßgeblich von der "Vereinigung für Höhere Bildung auf Reformierter Grundlage" bestimmt. Nachdem sie 1970 anderen Universitäten des Landes gleichgestellt (und vom Staat finanziert) wurde, wuchs sie zu einer der großen Universitäten des Landes heran. Heute studieren hier rund 20.000 Menschen an 13 Fakultäten. Die VU hat ihren Standort hauptsächlich in Buitenveldert an der südlichen Stadtgrenze. Kontakte: Hoofdgebouw VU, De Boelelaan 1105, 1081 HV Amsterdam, Tel (Zentrale): 020-5989898 .

Arbeiten[Bearbeiten]

Wenn Sie nicht als Abgesandter einer Firma in Amsterdam weilen, benötigen Sie eine so genannte Sofinummer (kombinierte Steuer- und Sozialversicherungsnummer). Das Arbeitsamt ist das CWI (Centrum voor Werk en Inkomen).

Sicherheit[Bearbeiten]

Vor allem in der Innenstadt gibt es nicht zuletzt wegen der offenen Drogenszene viel Kleinkriminalität wie etwa Taschendiebstahl. Geld und Kamera am Körper tragen (nicht in der Gesäßtasche), und die üblichen Vorsichtsmaßnahmen sollten getroffen werden. Eine Gefahr für Leib und Leben besteht allerdings auch nachts in der Innenstadt nicht.

Sollte doch einmal die Hilfe staatlicher Ordnungskräfte notwendig sein, erreicht man sie unter der Alarmnummer 112. In weniger dringenden Fällen sollte die Nummer 09008844 verwendet werden.

Das Hoofdbureau (Polizeipräsidium) der Politie Amsterdam-Amstelland befindet sich auf der Elandsgracht 117 am Rande des Jordaan. Innerhalb der Polizeiregion - es gibt fünf districten - sind flächendeckend über die Stadt Polizeiwachen verteilt. Eine Übersicht gibt die Website der Amsterdamer Polizei.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Im Rotlichtbereich bitte nur mit Gummi. Das müsste aber sowieso klar sein :)

  • Städtischer Gesundheitsdienst Der städtische Ärztliche und Gesundheitsdienst (GGD), der älteste des Landes (1902), kümmert sich besonders um Geschlechtskrankheiten, Information von Reisenden und Impfungen, Vorsorge bei und Bekämpfung von Infektionskrankheiten, Schädlingsbekänpfung, Jugendgesundheitssorge, gesellschaftlicher und geistiger Gesundheitsdienst (z. B. bei Drogenabhängigen) und Erste Hilfe und Krankentransporte.

Normalerweise kann man natürlich einfach zum Arzt oder ins Krankenhaus gehen.

Krankenhäuser[Bearbeiten]

  • Academisch Medisch Centrum Größtes Krankenhaus Amsterdams und der Universiteit van Amsterdam verbunden. Das AMC liegt direkt an der Station Holendrecht von Eisenbahn und Metro (Linien 50 und 54). Außerdem wird es von den Bussen 45, 46 und 47 angefahren.
  • VU medisch centrum De Boelelaan. Medizinisches Zentrum der Freien Universität. Das Krankenhaus ist spezialisiert in Onkologie, Neurologie (Alzheimer und MS), Vitalmedizin (Herz- und Kreislauf, Metabolismus) sowie extra- und intramurale Medizin und Bewegung als Forschungsschwerpunkt.
  • Onze Lieve Vrouwe Gasthuis Oosterpark 9, Tel: 020 599 9111 (Website auch GB). Großes ehemaliges katholisches Krankenhaus im Osten der Stadt, das spezialisiert ist auf Herzkrankheiten, die Behandlung von AIDS; es verfügt über eine Level III Intensive Care-Station, hat eine stark in Anspruch genommene Notaufnahme und eine spezialisierte orthopädische Abteilung.
  • Slotervaartziekenhuis Louwesweg 6, Tel: 020-5129333.
  • Sint Lucas Andreas Ziekenhuis Jan Tooropstraat 164, Tel: 020-5108911.
  • BovenIJ-Ziekenhuis Statenjachtstraat 1, Tel: 020-634 6346. Das kleinste der Amsterdamer Krankenhäuser, das sich als Regionalklinik auf einfachere Operationen spezialisiert hat.

Klarkommen[Bearbeiten]

Spruch: "I am Amsterdam" am Flughafen Schiphol

Fast alle Niederländer sprechen englisch, auch Deutsch ist zwar verbreitet wird aber nicht immer gern gesprochen (weniger wegen irgendwelcher Ressentiments, sonder weil es für Niederländer eine sehr komplizierte Sprache ist). Vor allem jüngere Leute sprechen daher lieber und einfacher englisch. Ein paar Worte Niederländisch werden immer gern gehört und zumindest mit einem freundlichen Lächeln honoriert. Manchmal ist es auch ganz einfach eine Frage der Höflichkeit.

Die Tourismus-Information nutzt den Spruch "I am Amsterdam", wobei die Worte miteinander verschmelzen. Die Webseite bietet ein umfassend informierendes Portal zu allen Belangen von Amsterdam in Niederländisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Neben dem Webauftritt werden auch die Sozialen Medien wie Twitter, Facebook und YouTube professionell genutzt. Überall dort, wo dieses Symbol auftaucht, gibt es auch entsprechende Ansprechstellen, z. B. am Flughafen Schipol, am zentralen Bahnhof oder in den Stadtteilen, mit allen Informationen für Touristen:
Erreichbar unter Iamsterdam (Tourismus Information), 1001 AC Amsterdam, Postbus 3331 (Visiting address: 1013 AA Amsterdam, De Ruyterkade 5, 4. Etage), Tel.: +31 (0)20/5305090, E-Mail: info@amsterdampartners.nl.

Historische Urinale in Amsterdam
Pissoir Nähe Oude Kerk

Die wichtigsten Büros der Tourismus-Information (einheitliche Telefonnummer +31 (0)20/7026000 für alle) sind:

  • Stationsplein 10 (gegenüber dem Hauptbahnhof): Noord-Zuid Hollands Koffiehuis, Öffnungszeiten: Mo-Sa 9:00-17:00, So 10:00-17:00 Uhr
  • Holland Tourist Information im Flughafen Schiphol, Ebene Ankunft 2 im Schiphol Plaza, täglich geöffnet 7:00-22:00 Uhr
  • Ticketshop Leidseplein 26, 1017 PT Amsterdam, täglich geöffnet 10:00-17:00 Uhr

Toilette: Wer ein dringendes Bedürfnis danach verspürt, fragt am einfachsten in einer Gaststätte oder in enem Café, oft wird die Benutzung umsonst gestattet, manchmal wird ein Obolus von 50 Cent erwartet. Nicht jeder Tourist kann sich auf Anhieb mit den alten grünen gusseisernen "Entsaftern" anfreunden, die nach einem Entwurf des Architekten Jan van der Mey 1915 gefertigt wurden und noch an etlichen Straßen zu finden sind.

Post[Bearbeiten]

In Amsterdam gibt es 54 Postämter von TNT Post. Ein zentral gelegenes Postamt (einst als Hauptpost fungierend) ist auf dem Singel 250 in der Nähe der Raadhuisstraat. Tel: (0900)7678526.

Postämter sind meist Mo-Fr 9-17 h und Sa 9-13 h geöffnet. Ab 2011 beträgt das Porto für Postkarten und Briefe ins europäische Ausland 79 Cent (bis 20 Gramm). Briefmarken gibt es aber auch in vielen Zeitschriftenläden und an den Schaltern im Eingangsbereich von größeren Supermärkten.

Ausflüge[Bearbeiten]

Beliebt bei Einheimischen wie Touristen ist ein Ausflug an den Nordseestrand nach Zandvoort. Neben zahlreichen Strandbars gibt es dort auch eine Rennstrecke auf der u.a. Rennen der Tourenwagen-Serie stattfinden. Wer mit der Bahn unterwegs ist muss in Haarlem umsteigen und sollte sich diese Stadt ebenfalls ansehen. Sie zählt zu den Kunst- und Kulturzentren der Niederlande und ist die Heimatstadt des Malers Frans Hals. Nach ihr wurde der gleichnamige New Yorker Stadtteil benannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtliche_Aspekte_von_Cannabis#Niederlande
  2. maps.google.de

Weblinks[Bearbeiten]


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