Amman
Amman (arabisch: عمان, ʿAmmān) ist die Hauptstadt von Jordanien.
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Hintergrund [Bearbeiten]
Amman ist eine der ältesten durchgehend bewohnten Städte der Welt. Unter dem Namen Rabbat Ammon war es die Hauptstadt des in der Bibel erwähnten Königreichs der Ammoniter. Die Stadt wurde danach beherrscht von den Assyrern, dann von den Babyloniern. Um 400 v.Chr. wurde sie vorübergehend griechisch, 100 Jahre später bekam sie unter dem Ptolemäer Philadelphus den Namen Philadelphia. Unter diesem Namen gehörte sie während der römischen Herrschaft zum Städtebund Dekapolis. Aus dieser Zeit stammen noch die Überreste des Theaters und der Zitadelle. Damals war Amman eine blühende Großstadt. Unter der Herrschaft der Araber bekam die Stadt den Namen Amman. Nachdem die Residenz der Araber von Damaskus nach Bagdad verlor die Stadt an Bedeutung, nach einigen Erdbeben zerfiel sie immer weiter. Um 1900 lebten in ihr gerade mal knapp 2000 Einwohner.
Ursprünglich eine kleine Siedlung, wurde sie in den 1920ern Hauptstadt Jordaniens. Angelegt auf sieben Hügeln (arab. jebel), hat sie sich mittlerweile so ausgebreitet, dass das Siedlungsgebiet zirka 20 Hügel umfasst, was das Herumgehen als Tourist etwas erschweren kann. Heute leben im Großraum Amman auf einer Fläche von 1400 km² ca. 2,2 Millionen Menschen, das ist rund ein Drittel der gesamten Bevölkerung Jordaniens.
Anreise [Bearbeiten]
| Entfernungen | |
| Irbid: | 88 km |
|---|---|
| Jerash: | 48 km |
| Madaba: | 32 km |
| Totes Meer: | 72 km |
| Kerak: | 120 km |
| Aqaba: | 324 km |
Flugzeug [Bearbeiten]
Flug direkt ab Frankfurt oder München nach Amman.
Von Deutschland ab Frankfurt bzw. München im Direktflug in ca. 4 Stunden erreichbar. Die Lufthansa und die Royal Jordanien fliegt mehrmals in der Woche Amman an.
Bahn [Bearbeiten]
Die Hedschas-Bahn fährt zweimal wöchentlich von Damaskus nach Amman. Die Strecke führt weiter über Ma'an nach Saudi-Arabien und endet in Medina, Züge fahren hier zur Zeit aber nur sporadisch.
Bus [Bearbeiten]
Es gibt täglich zwei Busverbindungen von/nach Damaskus, weiters gibt es Busse von/nach Tel Aviv. Jet fährt täglich nach Aqaba.
Auto [Bearbeiten]
Von Amman aus gehen praktisch Straßen in alle Richtungen des Landes. Die wichtigsten Verbindungen sind
- die Straße Nr. 15, sie führt nach Norden zur syrischen Grenze und nach Süden als Desert Highway nach Aqaba.
- die Straße Nr. 35, der King's Higway, sie verläuft von Irbid bis Aqaba
- die Straße Nr. 30 in den Jordangraben
- die Straße Nr. 40 ans Tote Meer
Mobilität [Bearbeiten]
Man kann sich in Amman mit dem Bus oder dem Taxi fortbewegen. Beim Bus besteht die Herausforderung dem Fahrer das Ziel zu erklären, da sie meist nur Arabisch sprechen. Beim Taxi ist es ähnlich schwierig. Hier ist jedoch die Wahrscheinlichkeit größer, dass der Fahrer zumindest etwas englisch spricht. Eine Busfahrt in Amman kostet 0,50 Dinar, eine Taxifahrt zwischen 3 und 6 Dinar, wobei man als Tourist unbedingt darauf achten muss, dass der Taxameter eingeschaltet ist. Für die Taxifahrt vom Flughafen in die Stadt gilt ein Festpreis von 21 Dinar (zzgl. Trinkgeld), aus der Stadt zum Flughafen 23 Dinar, weil die Taxifahrer am Aiport angeblich keine Fahrgäste aufnehmen dürfen.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Reste antiker Bauten sind in Amman nur an wenigen Stellen zu finden, ansonsten stammt die gesamte Bausubstanz praktisch aus den letzten 100 Jahren.
- Der Zitadellenhügel. Auf den Resten der alten Festung steht das Archäologische Museum, in ihm sind Exponate aus der Steinzeit, aus ammonitischer, römischer und islamischer Zeit und auch aus Qumran. Besonders sehenswert sind die rund 8000 Jahre alten Statuen aus Ain Ghazal. Hier steht auch der Herkules-Tempel, auf diesem Hügel findet man auch noch die Reste einer byzantinischen Kirche und vor allem den Omayyadenpalast. Vom Zitadellenhügel aus hat man eine gute Sicht auf die Stadt.
- Das römische Theater kann vom Zitadellenhügel aus gut gesehen werden. In seiner Nähe gibt es Suqs, das sind Bazare, in denen man fast alles kaufen kann. Von der Optik ähneln sie denen in Damaskus. Ebenfalls in der Nähe steht die Hussein-Moschee mit ihren beiden Türmen. Sie ist eine Neuanlage der ältesten Moschee Ammans.
- Die auf Hügel gelegene Abu-Darwisch-Moschee fällt durch ihre schwarz-weißen Streifen im Mauerwerk auf. Sie wurde in den 1920er Jahren von einem privaten Spender namens Hasan Mustafa Sharkas errichtet.
Burgen
Berühmt sind die Reste der antiken Zitadelle. Eintritt 2 JD.
Museen [Bearbeiten]
In der Zitadelle gibt es ein nettes, kleines archäologisches Museum. Weiters gibt es das Nationalmuseum und ein Automobilmuseum.
Die National Gallery of Art kostet 5 JD. In zwei Gebäuden, getrennt durch einen öffentlichen Skulpturenpark, wird internationale zeitgenössische Kunst gezeigt.
Straßen und Plätze [Bearbeiten]
Nicht unbedingt sehenswert, aber zur Orientierung nützlich sind die zahlreichen Kreisverkehre, die als Wegweiser/Adressen dienen ("5th circle", "7th circle").
Die Garden Street zeichnet sich durch Arkaden aus, unter denen man auch in der Regenzeit shoppen gehen kann.
An der King Hussein Street liegen viele Reisebüros und eine Station der Jet-Busgesellschaft.
Aktivitäten [Bearbeiten]
- Amman Waves Aqua Park and Resort: größter Wasser-Freizeitpark Jordaniens (80.000 m²), 2004 eröffnet; liegt außerhalb Ammans (12 km vom 7th circle) an der Straße zum Queen Alia international airport (20 km).
Einkaufen [Bearbeiten]
Unterhalb der Zitadelle, am Fuß des Jebel Hussein, gibt es viele Suqs, das sind Bazare, in denen man fast alles kaufen kann. Von der Optik ähneln sie denen in Damaskus.
Abgesehen von den traditionellen Einkaufsstraßen und Suqs gibt es zahlreiche Einkaufszentren wie zB:
- Amman Mall, in Tla'a Al Ali. 1999 eröffnet.
- City Mall an der König Abdullah II Straße
- Mecca Mall
Küche [Bearbeiten]
Die Preise auf der Speisekarte sind nicht immer Endpreise. Hinzu kommen oft noch Service Charge und die Steuer. Hier erweisen sich die Jordanier bei Touristen als wahre Rechenkünstler, so dass man die Rechnung immer noch einmal vor dem Zahlen nachrechnen sollte. Als Trinkgeld gibt man 10 % des Endpreises.
Günstig [Bearbeiten]
Downtown: Al-Aqsa-Restaurant. Jordanische Küche auf zwei Ebenen.
Auffällig sind die vielen amerikanischen Fastfood-Ketten. Neben McDonalds und Burgerking gibt es noch viele andere, die bei uns nicht so bekannt sind.
In den Suqs bekommt man viel traditionelles Essen angeboten, wobei die Qualität leider nicht immer ansprechend ist.
Mittel [Bearbeiten]
Jafra Restaurant & Cafe, Tel.: 4622551-2 - direkt gegenüber der Hauptpost, uriges libanesisches Restaurant, das auch Pizzas sowie Wasserpfeifen anbietet.
Gehoben [Bearbeiten]
Nachtleben [Bearbeiten]
Unterkunft [Bearbeiten]
Günstig [Bearbeiten]
Mittel [Bearbeiten]
- Al Waleed Hotel, Tel: +962 6 5862 464, Fax: +962 6 5864 476 Nähe Zahran Street, zwischen 5th und 6th Circle, Swefieh, in der Nähe ist die moderne Fußgängerzone der Wakalat-Street
Gehoben [Bearbeiten]
- Four Seasons, 5th Circle, Al-Kindi Street, Tel.: +962 (6) 550-5555, Fax: +962 (6) 550-5556.
- Kempinski Hotel Amman Jordan, Abdul Hamid Shouman Street - Shmeisani, Tel.: +962 6 5200 200, Fax: +962 6 5200 202, E-Mail: reservations.amman@kempinski.com.
- Le Meridien. Pool, Sauna. 5 Fußminuten von der Jet-Busstation.
Sicherheit [Bearbeiten]
Amman ist eine sehr sichere Stadt. Man muss nur beim Straßenverkehr aufpassen, der sehr chaotisch ist.
Gesund bleiben [Bearbeiten]
Klarkommen [Bearbeiten]
Es wird hauptsächlich Arabisch gesprochen.
Botschaften:
- Deutsche Botschaft Amman, Benghasi Street 25, Tel.: +962-6-5930351 (nur für dringende Notfälle: +962-79-5534261), Fax: +962-6-5929413. Öffnungszeiten: Sonntag bis Mittwoch: 08.00–16.30, Donnerstag: 08.00–13.30.
- Österreiche Botschaft, Mithqal Al-Fayez Street 36, Tel.: +962-6-460 11 01, Fax: +962-6-461 27 25, E-Mail: amman-ob@bmaa.gv.at. Öffnungszeiten: So-Mo 09.00 bis 12.00 Uhr.
Post und Telekommunikation [Bearbeiten]
Ausflüge [Bearbeiten]
- Weitere Highlights jeder Jordanienreise sind Jerash, Petra, Wadi Rum und Aqaba.
- Tagesausflüge zur Oase Azraq und zu den Wüstenschlössern
- ein Taxi zur Grenze nach Israel (King Hussein Bridge) kostet ca. 20 JD; dort gibt es einen Duty Free Shop.